Wenn das Schicksal zuschlägt – Der erste Untersuch

Auch wenn man als wieder „gesund“ eingestuft wird, macht man als Krebspatient verschiedene Vorsorgeuntersuchungen oder Abklärungen so zum Beispiel, wie hoch der Tumormarker steht.
Je nach Krebsart, die man hatte, stehen unterschiedliche Untersuchungen an.
Bei mir stellt sich das Programm folgendermassen zusammen:

  • Im ersten und zweiten Jahr gibt es vier Untersuchungen, davon zweimal eine kleine = „nur“ Blutwerte messen und zweimal das komplette Programm = Blutwerte messen, MRI und röntgen.
  • Vom dritten bis zum fünften Jahr dann jeweils zwei Untersuchungen jährlich, davon eine kleine und eine grosse.
  • Im sechsten bis zum zehnten Jahr nach der Chemo nur noch einmal pro Jahr, dafür eine grosse.

Und heute hatte ich eben wieder eine solche Kontrolle.
Frohen Mutes spazierte ich ins Kantonsspital zur altbekannten Abteilung im vierten Stock, der Onkologie.

Ruckzuck wurde ich in Empfang genommen und man hat mich auf die rote Bank verwiesen. Jaja, die rote Bank kennt wohl jeder, welcher in der Abteilung „verkehren“ muss oder musste.

Ich durfte nicht mal fünf Minuten sitzen und schon wurde ich ins Zimmer gebeten.
Dort setzte ich mich wieder hin und streckte meinen Arm aus und sogleich steckte schon eine Nadel in der Vene.

Als ich literweise Blut abgegeben hatte, oder waren es nur zwei kleine Ampullen? Durfte ich im Wartezimmer… genau, warten bis der Arzt für mich Zeit hat.

Jetzt wurde es mir doch ein bisschen mulmig, macht man sich doch Gedanken was wäre wenn..!
Die Wartezeit verging aber im Flug uns schon war ich im Sprechzimmer.

Nun konnte es losgehen, das Frage-Antwortspiel. Sei es von Arztseite wie auch von meiner Seite aus.

Eine ganz wichtige Frage hatte ich, da ich Organspender bin, ich aber gehört hatte, dass man nach einer Chemo keine Organe mehr spenden darf. Das wollte ich schon genau wissen. Leider ist es wirklich so; nix mehr mit Wiederverwertung. Einer weniger, der was Sinnvolles nach seinem Tod machen wollte, aber irgendwie doch auch verständlich.

Aber zurück zur Untersuchung.
Zum Schluss waren alle Werte auf dem Bildschirm und es sieht für den Moment spitzenmässig aus. Alles OK.

Ist nur noch die Polyneuropathie, die mich noch in Atem hält, doch seit neustem gebe es eine Therapie aus Deutschland, die helfen könnte. Mein Arzt hat mich gefragt, ob ich interessiert daran sei. Aber hallo?! – Sicher doch. Und schon hatte ich einen Termin dafür. Als die Therapeutin mir gesagt hat, dass die Sitzungen 1,5 Stunden gehen werden, bin ich ein bisschen erschrocken.
Aber ich bin guter Dinge, auch das sch… Gefühl wegzubekommen.

So das war’s wieder mal mit einem Zwischenbericht.
Wenn nichts Weiters dazwischen kommt, wird der nächste Untersuch (gross) mitte September sein.

Die Kunst des Lebens besteht darin, das Gute und das Böse in uns in Einklang zu bringen – und den Einklang zu genießen.
Thomas Pfitzer (geb. 1961)

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