Wenn das Schicksal zuschlägt – Teil 10


Das neue Jahr beginnt man am besten mit was Neuem.

Gleich am ersten Tag des neuen Jahres probierten wir das Schneeschuhlaufen aus. Damit besuchten wir Jürg und Sandra auf der Huoba. Am Abend wurden wir dann noch sehr mysteriös überrascht. Und dann war Antonios Geburtstag, den wir mit einem leckeren Essen im Alten Torkel in Jenins feierten. Der Göttibueb von Silvia erwies uns am folgenden Tag die Ehre. Auch ihre Eltern wollten sich diesen Besuch nicht entgehen lassen und kreuzten kurzfristig auf. Ansonsten stand vor allem Laufen auf dem Programm, schliesslich wollen wir ja gesund bleiben und werden! 

Montag, 01.01.2018 (Antonio)
Nach einer eher kurzen Nacht, bis wir alles aufgeräumt hatten gestern… ehmm… heute Morgen, mussten oder eher durften wir heute früh aufstehen, da wir von Jürg und Sandra eingeladen wurden auf’s Maiensäss oberhalb von Fanas zu kommen.

Bevor wir aber los konnten, mussten wir noch ein paar Utensilien abholen damit wir überhaupt zur Hütte hoch kommen.

Von Ady lehnte ich mir seine Skistöcke aus und bevor wir auf’s Fanaser Bähnli konnten, machten wir noch einen kleinen Umweg über Schiers zu Joos, denn Jürg hat uns dort zwei paar Schneeschuhe organisiert.

Er hat uns eine Adresse angegeben, bei welcher wir die in einer Garage abholen können.
Als ich die Adresse im Serch.ch eingab, kam eine total andere Hausnummer raus!
Ist ja spannender als Geocaching. Zuerst haben wir die Adresse vom Internet angesteuert und tatsächlich, da waren viele Garagentore und mehrere nicht abgeschlossen. Also versuchte ich mein Glück bei dem Tor, das Jürg mir angegeben hatte. Das Vertrauen war nicht gerade hoch, doch dieses Mal hatte er recht.

So schnappte ich mir die Schuhe und los ging’s nach Fanas. Das Wetter war nicht gerade das, welches man gerne hätte um in den Bergen zu wandern.

Als wir in Fanas angekommen sind, regnete es leicht und Sandra hat uns den Status vom Maiensäss geschickt: Schneefall!

Sie wollten uns abholen an der Bergstation. So gegen 11 Uhr, doch wir waren etwas früher dran, sodass die zwei ein bisschen Stress bekamen. Sie mussten ihr Morgenessen abrupt abbrechen um pünktlich früher beim Bähnli zu sein.

Wir hatten gute Unterhaltung im der Gondel. Eine vierköpfige Familie war mit an Bord.
Zwei sehr lebendige Jungs konnten es kaum erwarten bis sie ihren Neni sehen.

Als wir immer näher zur Bergstation gekommen sind, brüllten sie abwechslungsweise: „I gsen dr Neni. “ Jo ii au, Papi luag der Neni!“
Ihr Papi bestätigte noch: „Jo, der im rote Pulli isch der Neni“.

Ich sagte: „Nein das isch dr Jürg und de chut üs go abhola.“

Tja und ich hatte recht, es war Jürg, doch so alt wie ein Neni sieht er knapp noch nicht aus, wobei, um so näher wir gekommen sind…. 😉

Jedenfalls wurden wir herzlich empfangen von unseren zwei Gastgebern.
Sie instruierten uns dann auch gleich wie das mit den Schneeschuhen funktioniert, da ich ja noch nie mit so Dingern unterwegs war.

Ich war erstaunt wie gut das dann gegangen ist.
Der kurze Weg zur Hütte brachte mich dennoch ins Schnaufen! Nicht wegen den Schuhen, nein wegen der leichten Steigung. Ich bin immer noch weit weg von meiner körperlichen Fitness vor drei Monaten!

Doch zum Glück ging es nicht so weit. Ich staunte nicht schlecht als wir angekommen sind; so eine herzige Hütte hätte ich nun echt nicht erwartet. Und das Ganze nun auch mit Sonne. 🙂
Ein junger Berner Sennenhund hat uns auch noch begrüsst. Anscheinend verlaufen sich hier immer wieder Wanderer bis zur Hütte.

 

So verbrachten wir einen schönen Tag mit Jürg und Sandra, die uns sogar super bekochten.
Sorry, dass euer Plan mit der Kochverteilung nicht aufgegangen ist, aber wir hatten keine Zeit, war doch das Geniessen und das einfach nur sein viel wichtiger 😉 Darum nochmals ein riesen Dankeschön!

 

Nach dem Essen hatte Jürg die glorreiche Idee barfuss etwas durch den Schnee zu laufen.
Tja, für mich noch nichts in meinem Gesundheitszustand, sonst hätte ich natürlich sehr gerne mitgemacht 🙂
Dass Silvia das mitmacht war mir schon klar, aber Sandra? Das erstaunte Jürg und er war mächtig stolz auf sie und wir auch.

Dann war nur noch geniessen angesagt.

Da auch die schönen Dinge im Leben mal zu Ende gehen, machten wir uns so gegen 16:15 Uhr langsam wieder auf den Weg zur Bergstation.

Unten im Tal angekommen brachten wir die Skischuhe wieder in die selbe Garage zurück und düsten dann direkt zu Ady um die ausgeliehenen Stöcke wieder zurück zu bringen.

Tja, dann war schon wieder Zeit für’s Abendessen. Was ist da naheliegender als Resten essen?
Ich freute mich sehr darauf, denn es gab nochmals Fondue Chinoise 🙂

Das war ein echter Hammer-Tag, den wir nicht so schnell vergessen werden.
Was neues ausprobiert, mit guten Freunden zusammen gewesen, den Tag ohne Internet verbracht, viel Vitamin D3 durch die Sonne getankt, gemütlich gegessen bis, ja bis was ganz Komisches dazwischen kam!

(Silvia) Ich las meine WhatsApp Nachrichten, die den Tag über verteilt reingekommen waren. Da stand: „Mier gön jetz mal go luaga, ob dr Zwilling kann, was dr Zwilling könna het.“ Der Absender war Sandie. Hmmmm, zwei fragende, überlgende Smileys war meine Antwort. „Du wirsch schpötischtens in ama Tag wüssa, was denn dr Zwilling hät könna und Spura hinter lo het.“ Hmmmm….. nach kurzer Überlegung, informierte ich Antonio, dass ich zum Briefkasten muss. Dort klebte ein Postzettel: “ Wichtige Mitteilung in Ihrem Briefkasten.“ Drinnen lag eine Rolle mit einem Gedicht, welches gleichzeitig eine Anleitung war und uns mit Koordinaten in den Wald locken wollte.“

Was hatten sich die da bloss für uns ausgedacht? Wusste bis dahin gar nicht, dass Sandie eine Dichterin ist. Da gibt’s wohl Seiten an ihr, die ich noch nicht kenne…

Natürlich liess uns das Ganze keine Ruhe. Es hiess, wir sollen in den nächsten Tagen bei Dunkelheit und schönem Wetter dorthin gehen. Mehr würden wir vor Ort erfahren. Also wieder angezogen Taschenlampe und Feuerzeug eingepackt, so wie der Brief es verlangt hatte und los.

Vom Parkplatz aus weiter in Richtung Wald, bis wir die Leuchtspuren entdeckten, dann abgebogen und den Lüchterli gefolgt, bis dort mitten im verlassenen Wald ein Tischchen mit einem Behälter drauf stand. Ein wenig mulmig war uns schon. Wären wir nicht sicher gewesen, dass Sandie dahinter steckt, wäre uns das Ganze ziemlich unheimlich vorgekommen. Auf dem Behälter standen unsere Namen und auch ein Laternchen hing am Baum. Hinten am Baum noch ein Plakat. Antonio erwähnte nebenbei noch, dass bestimmt noch Stühle da gestanden wären, wenn büpo das gemacht hätte.

Im Behälter fanden wir eine Karte mit genauen Anweisungen. Und so stellten wir das Kerzchen in die Laterne und zündeten es an. Dann schütteten wir den bereitgestellten Röteli in die dazugehörenden Gläschen und stiessen an. Wir genossen den Moment im dunklen, einsamen Wald. Ein wenig Licht kam vom Laternchen, ein wenig vom fast vollen Mond. Dann brauchten wir noch Taschenlampenlicht, um ein paar Fotos von dem speziellen Erlebnis zu machen.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg.
Während des Essens bedankte ich mich voller Freude bei Sandie für die tolle Überraschung.

Sie reagierte völlig unerwartet. „Hiiihiiii, und jetz bini gschpannt über was ier stunend. i glaub isch nit üses Rätsel gsi.“ Hmmmm, hatten wir da noch ein Rätsel übersehen? Wäre es noch weitergegangen? Kurz schilderte ich, was wir gemacht haben. Ihre rätselhafte Antwort verwirrte uns noch mehr: „Hiiii, das isch jo mega cool! Aber miiiiiaaaar hän öpis anders gmacht ;O) Jetzt nögschts Rätsel: Wer hät denn die wunderschön Waldidee gha?“ Als ich „mein Zwilling“ antwortete und überhaupt keinen Durchblick mehr hatte, klingelte das Telefon. Sandie lachte sich den Buckel voll während ich noch immer ohne Durchblick beim Essen sass. Sie erklärte, dass sie überhaupt nichts mit der ganzen Sache zu tun hätten. „Waaaass?“ Nun war ich aber wirklich durcheinander. Sie hatte mit ihrer WhatsAppnachricht nur sagen wollen, dass sie den Cache „Kunst überwinden“ angegangen seien und wegen des speziell formulierten Listings kam diese Aussage zu stande. Mit dem Rest hätten sie nichts zu tun. Sie dachte nur, dass es spätestens einen Tag gehen würde, bis wir ihren Log sehen würden.

Wir wurden ganz bleich. Wären wir der Einladung in den Wald überhaupt nachgekommen, wenn wir nicht sicher gewesen wären, dass Sandie dahinter steckt?- Ich bin mir nicht sicher!

Für mich war klar, dass das Ganze in dem Fall von büpo sein muss, doch Antonio zweifelte und so studierten wir, wer denn noch in Frage kommen könnte. Mir kam niemand in den Sinn, zu dem das alles passen würde, ausser eben büpo und so setzte ich mit 98%iger Sicherheit auf ihn.

Eine vorsichtige Nachricht an ihn ergab nicht viel Neues.

 

Naja, mal schauen was das Sprüchli zu der Sache sagt:

„Wenn dir der Kopf schwirrt, hör auf dein Bauchgefühl! Na wenn das  nicht passt 😉

Ich habe es geschafft, wieder ein Jahr mehr auf dem Konto.

Dienstag, 02.01.18 (Antonio)
Heute ist mein Geburtstag, hoffentlich nicht mein letzter.

Mein Wecker klingelte bereits um 7:30 Uhr, etwas viel zu früh, ausnahmsweise. Bin ich doch erst um 01:30 Uhr ins Bett gekommen!
Ja klar bin ich selber Schuld, doch wollte ich unbedingt den Bericht Nummer #9 von dieser Serie noch online stellen!
Aber da ich mit meinem Kumpel zum Kaffee abgemacht habe, blieb mir nichts andere übrig als dem Wecker Folge zu leisten.

Danach ging es wieder nachhause. Dort hatte ich doch noch ein paar Dinge zu erledigen. In erster Linie ein Restaurant zu finden, welches an einem Dienstag 2. Januar offen hat.
Ich kann dir sagen, das war sowas von nicht einfach!
Als ich ins Treppenhaus kam fiel mir auf, dass die Scheiben der  Wäscheküche total milchig waren.
Erst dachte ich die Scheiben seien mit Plastik abgedeckt damit sie nicht schmutzig werden falls der Raum gestrichen werden müsste.
Nein, dem war nicht so, der Raum war sowas von dampferfüllt, dass man fast nichts mehr sah!
Der eine Tumbler war in Betrieb und die feuchte Luft verteilte sich in der Wäscheküche.
Mir war sofort klar was zu machen ist.
Ich ging ums Haus herum und reinigte das Abluftgitter. Klar wäre das nicht mein Job gewesen, aber das war ja kein Zustand so. Danach war die Luft im Raum wieder rein 😉

(Silvia) Ich war inzwischen auch aufgestanden. Als Antonio zur Tür reinkam, sagte ich ihm, dass ich mich nun bei büpo bedanken werde, denn ich sei nun 100% sicher, dass er hinter der Überraschung stecke. Auf die Frage warum: „Ich weiss es einfach!“
Doch er stoppte mich in meiner Euphorie und zeigte mir, dass er einen weiteren Hinweis bekommen hätte. Damit bestätigte sich mein eh schon sicheres Bauchgefühl und so konnten wir das Rätsel klären.
Danke büpo und Andrea für den unheimlichen, fast schon gruseligen Krimi!
Nun aber wieder zurück zum Thema:
Alle Restaurants die wir ausgesucht hatten, es sollte eins sein wo wir noch nie waren, hatten entweder geschlossen oder gar Betriebsferien!

Nach ca. 8 Versuchen kam mir plötzlich der alte Torkel in Jenins in den Sinn.
Hoffnung, dass es dort noch Platz hat, hatte ich nicht grad grosse, da es ein gutes Restaurant ist, (war auch schon mal in der Sendung mini Beiz dini Beiz).
Doch wir hatten Glück und bekamen noch ein Tisch 🙂

Da dies geklärt war beschlossen wir noch ein Spaziergang hier in Trimmis über die Witenen zu machen und ein paar Koordinaten zu kontrollieren. Es war recht anstrengend bei dem harten Schnee aber Spass hat es dennoch gemacht. 🙂

Als wir wieder Zuhause waren ging’s auch schon gleich weiter zu meinem Geburiessen im alten Torkel.
Eigentlich wusste ich wo es war, dennoch vertraute ich dem Navi, respektiv dem Telefonbuch und es kam wie es kommen musste, wenn man nicht auf sein Instinkt hört!
Wir landeten am total falschen Ende des Dorfes!

Also Navi aus und dort hin gefahren, wo das Navi nicht wollte. Komischerweise lagen wir richtig.
Auto auf dem Parkplatz abgestellt, genügend Münz eingeworfen und ab ins spezielle Restaurant.

Der erste Eindruck war nur „WOW ist das cool“, der zweite Eindruck „Haben wir die richtige Eingangstür erwischt?“ (ja, hatten wir 🙂 )

Wir wurden herzlich in Empfang genommen und durften sogar zwischen zwei Tischen auswählen.
Wenn das Essen so gut ist wie das Ambiente gemütlich und stimmig aussieht, ja dann kann nichts schief gehen.

 

Was für ein Spezial-Menu angeboten wird, haben wir bereits vorgängig im Internet studiert. Das Weihnachtsmenu überzeugte uns und so bestellten wir dieses.

 

Geburtstags-Menu

Leicht geräuchertes Bisoncarpaccio –
Tartar vom einheimischen Angus Beef –
gebackenes Wachtelei – Imperialkaviar


***
Weissweinrisotto –
Thunfisch Sakura Kresse

***
Médaillons vom Rentier
Kakao – Gewürze –
Champagner- Honig-Rotkraut
Mousse aus Bergkartoffel

***
Auswahl von Rohmilchkäsen
oder
Schokolade – Himbeere


2-Gang Fr. 64.00
3-Gang  Fr. 76.00
4-Gang Fr. 86.00
+ Käse Fr. 92.00

Das Essen war ein Traum! Glücklich und zufrieden machten wir uns im Anschluss wieder auf den Heimweg.
Zuhause angekommen liessen wir diesen schönen Tag nochmals Revue passieren.
Als erstes will ich mich bei meinem Schatz bedanken! Danke, dass du bei mir bist und mich aushältst, han di lieb 😉

Dann möchte ich mich natürlich bei allen bedanken, die heute an mich gedacht haben.
Unglaublich wie viele, viele, viele SMS, WhatsApp, Mails und Glückwunschanrufe ich bekommen habe. Das Handy hatte sowas von Stress heute.
Ich war überwältigt wieviele Menschen an mich gedacht haben. 🙂
Danke, Danke, Danke 🙂

Zum Abschluss gibt es noch das Sprüchli aus dem Glücksglas 🙂

„Zeit, die du mit deinen Freunden verbringst, ist nie verlorene Zeit – nimm sie dir!“
Auch dieser Spruch ist sehr passend 🙂

Guten Nacht.

Spezieller Besuch und ein spezielles Ende

Mittwoch, 03.01.2017 (Antonio)
Ich glaube meine Silvia hat diese Nacht nicht so gut geschlafen, hab ich mich doch tatsächlich auch selber erwischt beim Schnarchen! 

Vielleicht habe ich deswegen bis fast um 10 Uhr geschlafen? Hat jedenfalls gut getan.
Der heutige Tag sollte auch nicht so locker werden, bekamen wir doch Besuch von Silvia’s Göttibub dessen Papi und den Eltern von Silvia samt Hund Diva.

 

Ich hatte schon ein wenig Bammel, doch der Tag verlief tadellos. Alle haben von meinem Geburikuchen gegessen, den Silvia gemacht hatte bis nichts mehr übrig blieb. Ist ja auch kein Wunder bei so einer feinen Rüablitorte 🙂 Den Nachmittag haben wir alle mit Gesellschaftsspielen verbracht und ich war erstaunt wie clever der kleine Mann war.

Bevor sich alle auf den Heimweg machten, spazierten wir noch eine kleine Runde durchs Dorf. 

Als wir dann wieder alleine waren, ja dann kam der Tag auf den ich seit dem 29.09.17 wartete!
Silvia durfte mir die letzte Thrombosespritze spritzen 🙂 Mann war ich froh. Jetzt muss ich nur noch auf den 15. Januar resp. den 17. warten um zu erfahren wie es mit meinem Krebs Günther weitergeht. Ist eine schwere Zeit diese Warterei!
Waren ganz schön viele Spritzen, die da in mich hineingeflossen sind. Ich bin mir schon fast wie ein Junkie vorgekommen. Was denkst du, wie viele das sind?

  

(Silvia)
Für heute war Besuch angekündigt. Mein Göttibueb wollte mich mal wieder sehen. Also habe ich sie zum Mittagessen eingeladen. Er ist mit seinem Papi gekommen. Die Mama musste arbeiten.

Nach dem Essen wollten wir eigentlich in den Wald gehen um dort einen tollen, grossen Schneemann zu bauen, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, denn es regnete und bei Regen einen Schneemann zu bauen, das macht wohl kaum Spass.
Also probierten wir die Gesellschaftsspiele aus, die ich bereitgelegt hatte. Das machte echt Spass 🙂

Nach einer Weile kamen dann auch noch meine Eltern, mit denen ich am Morgen telefoniert hatte und wir per Zufall drauf zu sprechen kamen, dass der kleine Mann heute zu Besuch kommt. Das wollten sie sich nicht entgehen lassen.

Zusammen quatschten und spielten wir den ganzen Nachmittag. Am Abend machten wir noch einen kurzen Spaziergang mit dem Hund, bevor alle dann wieder nach Hause fuhren.

Ein gemütlicher Tag ging zu Ende.

 

Und nicht nur das. Ein historischer Moment: Die letzte Thrombosespritze wurde angesetzt. Antonio freute sich sehr, dass er das nachher nicht mehr über sich ergehen lassen muss. Und nicht mal weh getan hat sie, diese letzte Spritze!

„Mach anderen Freude! Du wirst erfahren, dass Freude freut!“

Einkaufen und Freunde treffen

Donnerstag, 4.1.2017 (Silvia)
Als wir erwachten schneite es draussen. Nicht so richtig schön, nein, so nass. So dass der Boden von einer plotschigen, nassen, milchigen Schicht bedeckt wurde.

Heute war eh nur einkaufen angesagt, doch zuerst machten wir noch einen Zwischenstopp in der Chickeria. Dort trafen wir Emanuel, mit dem wir noch eine Weile quatschten.

Dann fuhren wir in den Chur West Coop. Dort hatte es zwar viele Leute, doch wir konnten gezielt dazwischen durch steuern.

Dann wollten wir noch eine weitere Pendenz abarbeiten. Wir hatten Nadja noch immer die Weihnachtskarte nicht überreichen können, da wir ihr Haus bis anhin nicht gefunden hatten. Also meldeten wir uns an und fuhren nach Ems. Dort wurden wir herzlich willkommen geheissen und quatschten neben dem Kaffetrinken ein wenig.

Zu Hause wurde erst mal ein paar Stunden gereviewt. Einige wollen ihre neuen Caches publiziert haben. Doch erst wenn sie den Richtlinien entsprechen werden wir sie raus lassen.

Nach dem Abendessen setzten wir uns von den Fernseher und schauten einen Film. Antonio schaute auch noch einen zweiten, einen Teil davon schaute ich auch, den anderen Teil verschlief ich bevor ich dann ins Bett rüber wechselte um meinen Schlaf fortzusetzen.

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“

Laufen, essen, Freude treffen und einen FTF verbuchen.

Freitag, 5.1.2017 (Silvia)
Antonio stand um ca. 8:00 Uhr auf, während ich es genoss noch länger auszuschlafen.

(Antonio) 
Hoppla, nicht ganz richtig, ich stand bereits schon um 7:30 Uhr auf, weil ich auch heute wieder zum Kaffe mit meinem Kumpel verabredet war.
Anscheinend habe ich alles richtig gemacht, da sie mich nicht hörte beim Rausschleichen.

Ich war schon am Vorabend nicht so fit. Halsschmerzen schienen sich auszubreiten. Am Morgen waren sie auch bei Antonio angekommen. Zum Glück hielten sie sich etwas zurück, vor allem bei ihm und war es gut auszuhalten.

Da bin ich aber froh, dass das leichte Kratzen im Hals nicht vom Schnarchen kommt 😉

Ich hatte noch einiges für die Schule zu tun. Zudem mussten wir noch Caches kontrollieren, die publiziert werden wollten.

Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang über die Witenen nach Chur und wieder zurück.

Ja, langsam kenn ich die Strecke in und auswendig, sodass unser neues Projekt vielleicht schon bald Realität wird. 

Zum Glück hatte Antonio gute Winterschuhe gekauft. Meine hielten dem nassen Pflotsch nicht mehr stand und so schwamm ich in den nassen stiefeln herum. Super, wenn man eh schon erkältet ist.

Tja, das war echt nicht cool gewesen für meinen Schatz.

Zu Hause gönnte ich mir dann eine warme Dusche um die aufgeweichten Füsse etwas aufzuwärmen und zu säubern. Dann schickte Antonio mich nach Chur um neue Winterschuhe zu kaufen. Da ich eh noch Hefe für den Königskuchen brauchte, konnte ich die beiden Dinge verbinden.

Ich schrieb in der Zwischenzeit an diesem Bericht herum und suchte Fotos heraus. Apropos Fotos; meine Aufräumaktion zur Reduzierung der 50’000 ist ins Stocken geraten. Einmal war ich kurz darunter, nun mittlerweile sind es wieder 50’402! Das muss geändert werden, doch ist es schwierig, wenn man so viele offene Projekte hat und so viel wie möglich Laufen geht.

Wieder zu Hause machte ich den Teig bereit. Den liess ich dann ein paar Stunden aufgehen, denn wir hatten noch den Stammtischbesuch vor uns.
Wow, da kamen echt viele Leute. Fast etwas viel für die manchmal etwas menschenscheue Silvia 😉 Doch ich hab’s überlebt und es hat auch Spass gemacht, denn es ist, wie immer zu netten Gesprächen gekommen und ich mag ja die Leute alle. Nur ist es mir manchmal etwas zu viel, wenn alle auf einem Haufen sind. Da viele dann irgendwann nach dem leckeren Cordon Bleu bemerkten, dass sich irgendwo Koordinaten versteckt hatten, leerte sich der Saal und nur noch wenige Menschen sassen, unbeeindruckt von den mysteriösen Koordinaten, an den Tischen. Wir unterhielten uns prächtig, denn nun konnten wir uns auch gut verstehen, wenn nicht alle durcheinander reden 😉

Jaja, ich war einer der Ersten, welcher dank einem kleinen Tip von „Queen Elisabeth“ die versteckten Koordinaten gefunden hat. Die Aufregung bei den Geocachern war gross. Viele sind einfach mal mitgelaufen ohne zu wissen wohin es überhaupt geht. Ok, zu einem neuen Geocache natürlich. So war der 650 Meter Spaziergang zum neuen Cache Schnapszahl 55 (GC7GRMC) sehr lustig und unterhaltsam.
Ich glaube der grösste Teil marschierte zum 0 Punkt, nicht viele blieben im Bergwerk zurück.

Nach einiger Zeit kamen dann die Ausgeflogenen zurück und wir unterhielten uns noch ein wenig bevor das Bergwerk Restaurant seine Türen schloss.

Vielen Dank an Regula und Stephan für die Organisation des tollen Events.
Und Markus: Ich habe keine Antonioallergie, es ist nur ein Schnupfen, der sich zum Halsweh gesellt hat 😉

Was? Da hab ich wohl was verpasst! Antonioallergie! Klingt ja gefährlich. 🙂 Auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön an die zwei Organisatoren Regula und Elis… Stephan 😉  

Zu Hause wurde dann der, nicht so schön aufgegangene Teig weiterverarbeitet und gebacken. Naja, bin nicht zufrieden damit. Schade, vielleicht klappt es nächstes Jahr wieder besser.

„Erlebe Geschichten, die du später gerne erzählen wirst!“

Und noch ein Spaziergang doch wo bleibt die Sonne?

Samstag 06.01.18 (Antonio)
Dieser Tag begann eigentlich mit: „Ach ich mag heute gar nicht viel tun. Mach ich doch eine Ruhepause.“

Dem war dann auch so, zumindest bis kurz vor 14 Uhr. Die Sonne schien vom Himmel und der Drang nach Bewerbung war sehr gross, da ich den Morgen mit Wegpunkterfassungen  verbracht hatte.
So fragte ich Silvia, ob sie auch an die frische Luft komme. Wobei frisch nicht wirklich frisch war, 17° zeigte das Thermometer an!

So machten wir uns erneut auf Erkundung und Servicetour.
Zu erkunden war die neue Wildbrücke über die Autobahn hier in Trimmis.
Ich hab sie schon mal überquert (stand in einem Bericht dieser Serie), doch Silvia war noch nie dort.
Dieses Mal haben wir auch den richtigen Weg erwischt.

Service machten wir an einigen unseren Caches am Rhein entlang, vorwiegend Challenges.
– Challenge – 366 Funde nach Versteckdatum (GC5J4X4) hier war alles in Ordnung, musste das Büxli aber selber nochmals suchen!
– ABC – Challenge (GC4ZW3H)  wir waren erstaunt wie gut die Konstruktion nach drei Jahren noch aussieht.
– Challenge – 3000 mal verflucht (GC50NGF) dieses Büxli war der eigentliche Grund der Tour, wurde uns doch gemeldet, dass was nicht mehr dem Ursprünglichem entsprechen würde! Ja, dem war echt so, die Natur hat hier wacker gearbeitet. So haben wir das Büxli gleich mitgenommen und den Cache momentan geschlossen. Wir müssen erst ein neues Versteck basteln.
Weiter ging es zur:
– X – Challenge (GC51768) hier hat sich auch viel verändert seit 2014. Leider nicht nur von der Natur, nein hier hat man uns diverse präparierte und am Baum aufgehängte PETlinge entfernt, wenn nicht gestohlen. Zum Glück wurde der Behälter mit dem Logbuch nicht entwendet 🙂
Vom Baum haben wir dann noch abgebrochene Äste entfernt. Das war ein Cabaret bis wir auf dem Baum waren! Wir werden halt alle nicht jünger aber zum Glück älter 😉
Die nächste Challenge, die wir ansteuerten war:
2000 mal „ich hab ihn“ – Challenge (GC4YFM3) auch hier war alles in bestem Zustand.
Nun waren nur noch zwei auf dem Serviceplan 🙂
– Potz Tuusig – Challenge (GC4YFPF) der ist so gut getarnt in der Gegend, dass auch alles ok war.
Die Freitag der 13. vs Vollmond – Challenge (GC4YXZ4) haben wir ausgelassen, da es zu viel Schmelzwasser gab. Eigentlich auch egal, so konnten wir uns auf dem Heimweg machen. Hat uns doch die Sonne so richtig im Stich gelassen. Das mit den 17° war auch schon längst vorbei. Der Wind, nicht eisig aber dennoch kalt, drang durch die Hosen wie auch durch meine Mütze. Als ob das nicht schon gemein genug gewesen wäre, bremste der Wind uns auch noch ab beim Hinauflaufen ins Dorf! Sooo fies!

Zuhause angekommen musste ich subito unter die heisse Dusche hüpfen um wieder auf Zimmertemperatur zu kommen 🙂 Dann legte ich mich für einen Moment ins Bett. Ui hat das gut getan, anscheinend hatte ich das nötig.

Silvia fragte mich dann was ich zum z’Nacht wolle. Zur Auswahl standen zwei Menus.
1. Minifachitas
2. Fondue mit dem etwas misslungenem  Dreikönigskuchen. (Der war gar nicht so schlimm)

Dennoch entschied ich mich für Variante 1 🙂 Das war lecker, auch wenn meine Glatze immer glänziger bis nass wurde vor lauter Schärfe. 
Zum Glück mag ich Scharfes 😉

Nach dem Essen freuten wir uns auf einen lustigen Abend mit Emil Steinberger, der mit seinen 85 Jahren nochmals auf der Bühne stand. 

Nach dem unterhaltsamen Programm zappten wir noch zu einem andern Film. Der war zwar auch sehr spannend, doch ich fühlte mich nicht besonders gut. Wieder mal so einen komischen Geschmack im Mund, der sehr lästig war. Der verdarb mir den Rest des Abends, so verzog ich mich, ausnahmsweise vor Silvia, ins Bett in der Hoffnung, dass wenn ich wieder aufstehe, es mir wieder besser gehen würde.

Mit ins Bett nahm ich aber noch das Sprüchli:

„Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.“

Hmmm… darum machen wir neue Caches um neue Logeinträge lesen zu dürfen 🙂  

Heute in 10 Tagen sollte ich mehr wissen was mit mir ist!

Sonntag, 07.01.18 (Antonio)
Heute konnte ich wieder ein bisschen länger schlafen. Um 9:45 Uhr wurde ich von dem Spatzengezwitscher aufgeweckt. Dafür geht es mir ein bisschen besser heute.

In genau 10 Tagen weiss ich mehr über Günther. Dann werden wir orientiert, was man zwei Tage vorher im CT noch gefunden hat oder eben nicht.
Es schwirren schon diverse Gedanken unter meiner Glatze herum, was ist wenn und wenn, was ist dann?!?!

Aber lassen wir das mal beiseite, der Tag kommt eh früh genug! 

Wie gesagt, ich hab ausgeschlafen heute, das bedeutet aber auch dass ich heute nur einmal frühstücken darf, denn ich habe auf Silvia gewartet. Sie lag noch 15 Minuten im Bett. Was sein muss muss sein 😉

So verzehrten wir den zwar feinen, doch etwas trockenen und schweren Dreikönigskuchen.
Dann war Laptop angesagt. 

Irgendwann sagte ich zu meinem Schatz, dass wir noch nach Chur fahren müssten um das Logbuch von unserem Cache „Kunst überwinden (GC70JQ1)“ zu ersetzen, da uns gemeldet wurde, dass es etwas feucht sei.

Gesagt getan. Schon waren wir in Chur mit einem neuen Logbuch.
Als dies ersetzt war fuhren wir auf den Parkplatz in der Oberen Au um von dort aus zum einen Spaziergang zu machen und zum andern um zwei Caches zu suchen.

Der Spaziergang wurde dann 1:30 Stunden lang. Inkl. suchen der Caches und mit einer Distanz von 4,4, Kilometer. Na ja, es genügte da wir, oder besser gesagt Silvia, die falschen Schuhe an hatte.  Die waren schon bald nass, da wir einen halben Bach hatten überqueren müssen (ihre bestellten Winterschuhe sind halt noch nicht eingetroffen). Das ist halt so wenn Tauwetter herrscht.

Auf dem Rückweg von ersten Cache kamen mir zwei bekannte Gestalten entgegen. Marco und Mattia, sie haben mich aber nicht sofort erkannt, hmmm… ob Marco langsam eine Brille braucht? 
Vielleicht lag es auch daran, dsas wie Silvia schon mal sagte heute:
„du gsesch us wia a zigüner mit dera chappa!“

Nach ein bisschen quatschen verabschiedeten wir uns. Eine Weile später konnten wir die zwei noch beobachten wie sie den Cache, den wir soeben gefunden hatten immer noch am Suchen waren auf der anderen Rheinseite.
Mit ein paar Handzeichen wurden auch sie noch fündig 😉

 

Als wir wieder beim Auto waren, stellte sich die Frage was es denn zum z’Nacht gibt.
Tja, das ist wohl nicht schwer zu erraten oder? 
Nein, wir gehen nicht in den Rosenhügel, heute gab es Fondue 🙂 Das war ja der zweite Vorschlag von gestern, kannst du dich daran erinnern? 🙂

Das war richtig fein, verfeinert mit Pfeffer, Muskat, Thymian, Cala Chili und viel Knoblauch; ein Gedicht.

Das war so in etwa unser Sonntag. Ein bisschen TV schauen nach einer Dusche, dann ab ins Bett, denn morgen muss ich mein Auto in die Ringgarage bringen um die Benzinanzeige zu reparieren. Und Silvia muss wieder zur Arbeit.
Ich denke, ich laufe dann wieder mal nach Trimmis zurück. Mal sehen.

Das heutige Spüchli sagt:

„Optimisten wandeln auf der Wolke, unter der die Pessimisten Trübsal blasen.“

Ich wünsche eine angenehme Woche.
Bis zum nächsten Bericht, die langsam zu Ende gehen, je nach dem…
Gute Nacht.

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