Chillen, grillen und schwitzen

Chillen, grillen und schwitzen

Ein Familienfest an Echslis Geburtstag. Das war der einzige Fixpunkt an diesem Wochenende. Den Rest liessen wir ganz unbekümmert auf uns zukommen.

Am Freitag, dem 17.6.2022 rann die Zeit uns durch die Finger wie Wasser. Eigentlich dachten wir, dass wir Echsli noch einen ganz kurzen Überraschungsbesuch abstatten könnten. Doch waren wir sogar für die Familienfeier sehr spät dran und so wurde nix daraus.

Kunst so weit das Auge reicht

Erst zweifelten wir, ob die Adresse richtig sei, doch als wir noch ein paar Meter weiter fuhren, winkten uns viele bekannte Hände zu. 

Ehe wir uns versahen, waren wir schon mitten in der Führung. Silvias Onkel, Sigisbert Rieder (rieder-art.ch) führte uns durch seine Kunstausstellung. Nach jedem Raum tauchte ein weiterer auf und wieder entdeckten wir neue beeindruckende Werke. Wie durch ein Labyrinth wurden wir durch das Haus, das von aussen viel kleiner ausgesehen hatte geführt und staunten ab den zahlreichen, abwechslungsreichen Kunstwerken mit dem unverkennbaren Stil. Licht und Schatten wurden gekonnt ins Szene gesetzt. Uns bekannte und weniger bekannte Motive zierten das einzigartige Japanpapier. Sogar in den geheimen Raum durften wir…

Auch in den Garten, von dem wir schon viel gehört hatten, durften wir einen Blick werfen. Ein kleines Paradies, wären da nicht die Schnecken, für die es das Selbe zu sein scheint.

Überall blühen Blumen, die stark an Ahnis Garten erinnern, wo sie wohl auch ihren Ursprung haben.

Chillen beim Grillen

Der Grill war bereits angeschmissen und wir wurden mit verschiedenen Leckereien verwöhnt. Ein richtig gemütlicher Abend; gutes Wetter, liebe Leute, gute Aussicht, leckeres Essen, was will man mehr… vielen Dank für das schöne Erlebnis!

Als wir uns zur Ruhe legen wollten, hupte es laut hinter uns. Antonio besänftigte die überraschend aufgetauchten Untermieter, die natürlich über unsere spontane Übernachtung nicht informiert waren und so wurde es nachher dann doch noch eine ruhige Nacht.

Am Morgen verabschieden wir uns noch vom Onkel, der kurz vor unserer Abreise eintraf und düsten dann nach Küttigen. Eine, der 483 Gemeinden, die uns noch fehlte, um in jeder, der Schweiz einen Geocache gefunden zu haben.

Cachen mit mehr oder weniger Erfolg

Von einem Sattel GC8WCZZ ohne Velo zu einer Sägerei (Sagi Densbüren GC1THCW) ohne Antrieb, einer Quelle mit einem Frosch und ganz speziellen Steinen, aber ohne Cache (zumindest haben wir ihn nicht gefunden),(Talbach sein Anfang GC5CGKN) und weiter bis zum Mittagessen. Dafür war es höchste Zeit nach dieser frustrierenden, erfolglosen Suche.

Im Restaurant Weingarten in Thalheim wurde dann für Aufheiterung gesorgt. Sehr schmackhafte und nicht zu knappe Portionen stillten unseren Hunger. 

Antonio wurde am Nachmittag noch kurz eingerahmt, bevor es richtig heiss wurde. Immerhin führte uns der Weg zur Ruine Schenkenberg (GCWVPA) durch den schattigen Wald. Von 34.5 Grad berichtete das Thermometer des Busses und während Silvia den letzten Cache loggte, gesellt sich ein gwundriger Schmetterling zu ihr.

Zurück zu den Römern

Nach einer Kaffeepause wurden wir in die Römerzeit zurückkatapultiert (Via et Porta Pretoria GC1D1XK) und da es dort bekanntlich noch keine Caches gab, fiel es uns gar nicht so einfach, diesen zu finden. Als Antonio ihn dann doch noch erspäht hatte, war schon wieder Zeit ein Plätzchen zu suchen. Der erste Versuch klappte und so konnten wir gemütlich Zopf, Käse und Wurst essen. Dazu lauwarmen Milchkaffee.

Mit dem Siebenschläfer durch die Nacht

Aufgrund der Hitze, so um die 35 Grad, spielten wir heute draussen auf dem Grillplatz UNO. Zum Glück waren wir gut sichtbar auf dem Platz, da die Jugendlichen wieder abschwirrten, als sie sahen, das da schon jemand ist. Kaum waren wir im Bett, hörten wir den Siebenschläfer, von dem wir schon gelesen hatten. Er wohne hier und sei nachtaktiv. Auch sehr ausdauernd schien er zu sein, denn wir hörten ihn die ganze Nacht über.

Raus aus den Federn und ab zur Blutprobe

Am Sonntag um 9:00 Uhr kamen Portugiesen auf den Platz und luden Unmengen an Material aus. Scheint eine grosse Party zu geben. Wir machten uns auf den Weg zur Habsburg GC4N1HH. Für eine Besichtigung war es noch zu früh, aber den Cache fanden wir gut. Beim nächsten mussten wir in den Wald. Durch das hohe Zeckengras wateten wir bis zur Dose (Flik-Flak, GC167XT). Wieder auf dem Weg mussten wir zahlreiche winzige Zecken ablesen, die uns zuvor freudig angesprungen hatten. 

Zudem war Silvias Blut von einigen Mücken bereits getestet und für gut befunden worden, auch wenn sie gerne auf diese Tests verzichtet hätte.

Ein deftiges Mittagessen gab’s im Restaurant Adler in Birmenstorf. Und dann stand nur noch „nicht allein GC7GFAX“ auf dem Programm, bevor wir im klimatisierten Büsli nach Hause fuhren.

Wer hat uns bestohlen?

Dort wurden im Garten erstmal Johannisbeeren abgelesen und geschaut, was die Cousine für uns bei der Abholung des Kindersitzes hinterlassen hatte. Hm….ein Zettel mit einem Gruss und eine leere Guetzlipackung mit einem Loch drin. Wir mussten lachen, denn jemandem mussten die Leckereien gut geschmeckt haben, so rübis und stübis wie diese weggeputzt worden waren. Igel oder Maus? Wir wissen es nicht…Trotzdem herzlichen Dank, liebe Sandra 🙂

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