Sommerferien 2022 – Die Schweiz et la Suisse

Sommerferien 2022 – Die Schweiz et la Suisse

Dass wir unsere Ferien in der Westschweiz verbringen war schon lange klar. Plötzlich ging alles ganz schnell und die Reise stand vor der Tür. Letzte Updates am Büsli wurden mit begrenzter Zufriedenheit ausgeführt, aber davon lassen wir uns die Ferien nicht vermiesen. Die Versorgung der Pflanzen und Tiere war organisiert und so konnte es los gehen. Ab in den Westen!

Näherung der ersten unbecachten Gemeinden

Trimmis GR – Belp BE, 3.7.22
In Chur musste noch ein verschwundenes Geocachedöschen ersetzt werden, bevor das Navi mit dem ersten Tagesziel gefüttert wurde. Aufgrund der ausgespuckten Ergebnisse, änderten wir dieses spontan und brauchten etwas Kreativität, bis das eigenwillige Navi sich nach unseren Wünschen richtete.
In Disentis im Restaurant lafurca nahmen wir unseres erstes Mahl ein. Ein paar Stunden später liessen wir die Glace eines Coup am Brienzersee durch unsere Gaumen schmelzen. In der Nähe von Thun näherten wir uns den ersten von uns noch nicht becachten Gemeinden.


Kaum hatten wir uns ein lauschiges Plätzchen für die Nacht ausgesucht, kam ein Anruf. Die Antwort auf das, eine Weile zuvor abgeschickte Whatsapp. Und so rutschten wir nach dem leckeren Abendessen mit Schinken-Kräuterzopf wieder den steilen Hang hinunter, Silvia konnte kaum hinsehen, und fanden uns kurz darauf in einer traumhaft schönen und sehr beeindruckenden Wohnung wieder. Das Team GulaS verwöhnte uns mit Getränken und einer atemberaubenden Aussicht. Schon lange hatten wir uns nicht mehr gesehen. Versunken in interessanten Gesprächen merkten wir kaum wie die Uhr dem nächsten Tag immer näher kam. „Zwänzg ab eufi“ stand da geschrieben als wir uns verabschiedeten. Mit einem neuen Nachtplatztipp im Gepäck lagen wir ein paar Minuten später zufrieden im Bett.

Viele Fliegen, eine Hamme und Hagel

Belp BE – La Roche FR, 4.7.22
In der Nacht war der Regen recht ausdauernd. Am Morgen suchten wir einen nahegelegenen speziellen Cache. Anschliessend steuerten wir die nächste Gemeinde an. Auf dem Gurnigel wurden wir in einem Cache zum Kartenschreiben angehalten, was wir gerne auch taten. Schicksch ä Chartä ! (GC7CHKH) Eine Bank mit herrlicher Aussicht, wäre da nicht der Nebel gewesen, bot uns mehr Platz als wir benötigten. Stierenhütte Bänkli (GC1DER5) Nachdem der Nebelvorhang sich geöffnet hatte und wir die Bergkette bewundern konnten, kündeten unsere Bäuche ein Hüngerchen an, das wir gerne stillen wollten. Da bot sich das Gurnigel Berghaus in Gantrisch gleich an. Abgesehen von dem netten Personal, waren auch die Fliegen in Scharen vor Ort um uns willkommen zu heissen. Eine Hamme mit Kartoffelsalat und ein Riz Casimir später bewunderten wir noch die kreative Inneneinrichtung und zogen dann weiter in Richtung Schwarzsee.


Die Sonne schien, wir genossen einen Eiskaffee, die Kinder waren auf der Schulreise, als plötzlich von beiden Seiten eine abrupte Wetteränderung eintrat. Hagel, Regen und Sturm zogen über uns herein. Was waren wir froh im Trockenen zu sitzen. Kurz darauf zeigt sich die Sonne wieder, als ob sie nie weg gewesen wäre. Nur die murmelgrossen Eiskörner wie auch die zerfetzten Blätter auf der Strasse zeugte noch von dem kurzen Wettereinbruch.


Auf dem Rückweg suchten wir noch ein paar Dosen. Ab einer davon erschreckte sich Silvia dermassen, dass sie beinahe in den Bach gefallen wäre. Nr. 13 Zollhaus – Schwarzsee (GC9E3XG)
Bekanntlich nehmen wir Ahni ja auf jede Reise mit und so ist es natürlich auch dieses Mal. In einer Lourdesgrotte zündete Silvia ein Kerzchen für sie an. Muellers-Grotte (GC9DE46)
Über Hügel und Täler bis zu einem zwischen Himbeerstauden versteckten Plätzchen führte uns die Reise noch. Dort wurde Zopf, Marcelispeck, Käse und Konfi aufgetischt.

Cachlose Gemeinde und eine Googleempfehlung

La Roche FR– Jaun FR, 5.7.2022
Blitz und Donnerwetter zum Glück nur in der Nacht vom Himmel und nicht vom Bauer, der hier ein paar mal durchfuhr. Gut ausgeschlafen machten wir uns um 10:00 Uhr auf den Weg.
Es dauerte nicht lange bis das Befürchtete eintrat; eine Gemeinde ohne Cache. Immerhin gab es einen, der einfach geschlossen war. In den Notizen stand, dass man ihn gerne ersetzen kann und so taten wir genau wie uns empfohlen. Botterens FR (GC8HH17) Auf dem Weg staunten wir immer wieder ab den wilden Gamsfamilien, die neben der Strasse grasten, als ob es das normalste der Welt wäre.


In Charmey im Le Baron assen wir zu Mittag. Ohne Googleempfehlung wären wir hier nicht eingekehrt, doch wir wurden nicht enttäuscht. Im Tagesmenu war eine vielseitige Vorspeise, ein schmackhaftes Hauptgericht und ein kleines Dessert dabei und auch das Mineral war inklusive für 23.- Fr pro Person.


Silvia wollte unbedingt noch nach Jaun. Ein Earthcache (GC9GGV7) sog sie zu diesem Dorf mit einem Wasserfall, dessen Ursprung irgendwo in der Tiefe lag, aber noch nicht genau ergründet werden konnte. Auch der Friedhof bestand aus einer sehr speziellen, individuellen Kunst. Der Grabkreuzschnitzer Walter Cottier hat auf jedem Kreuz eine Wandseite mit Inhalten aus dem Leben des Verstorbenen, auf der anderen Seite mit etwas mystisch-symbolischem dazu geschnitzt. Auch seine Nachfolger tun ihm die gleich. Selbst die Urnengräber sind, wenn auch nicht mit Schnitzereien, äusserst liebevoll gestaltet.


Nach dem Besuch Mühle, der Bruder Klausgrotte und der dazugehörigen Caches, bestiegen wir die alte Burgruine Ballavarda (GC4G8MY) aus dem 12. Jahrhundert und blickten von dort auf das Dörfchen Jaun hinunter.
Es zog uns anschliessend noch weiter in die Höhe und so fragten wir auf einer Alp, ob uns ein Plätzchen für die Nacht gewährt wird. “Sälbverständlich“, war die Antwort. Und so richteten wir uns auf einer Höhe von 1506 m.ü.M neben den weidenden Kühen ein.
Nach dem Apero folgte das Znacht und dann genossen wir einfach noch ein wenig die von Kuhglocken vertonte Natur.

Von Silvias Onkel im Kloster zu den zutraulichen Tieren

Jaun FR – Les Joncs FR, 6.7.22
Ohropax halfen, um trotz Kuhglockengebimmel schlafen zu können. Dafür nahmen wir es am Morgen richtig gemütlich, so dass wir erst gegen Mittag im Restaurant de la Berra in Cerniat ankamen. Dort deckte Silvia sich mit Chartreuse, dem legendären Kräuterschnaps des Klosters ein. Nach dem Mittagessen klingelten wir in der Kartause La Valsainte. Eine Stimme, in welcher Antonio, die ihm bereits bekannten Onkel wieder erkannte. Diesen hier hatte er noch nie gesehen. Gemeinsam spazierten wir ausdauernd hin und her und diskutierten fleissig über Gott und die Welt. War schön, ihn nach so vielen Jahren mal wieder zu sehen. Er sieht fast noch genau so aus wie damals, vor etwa zehn Jahren.


Als er wieder zurück musste, fokussierten wir uns auf den nächsten Cache, welcher sich in La Verrerie befand. In Semsales landeten wir auf einem Hirschbauernhof, (GC7JC49) auf dem wir uns kaum noch retten konnten vor lauter zutraulichen Tieren. Auch unser Znacht kauften wir dort im Hofladen; ein Cordonbleu, das kurze Zeit später im Büsli brutzelte.


Nach dem Essen spazierten wir noch zum nahegelegenen See, (GC7A655) um ein, zwei Caches zu suchen. Als es einzudunkeln drohte, kehrten wir wieder zu unserer Ferienresidenz zurück.

Vom Ast zur Raupe

Les Joncs FR – Servion VD, 7.7.22
Die Sonne weckte uns, es herrschten angenehme Temperaturen. Mehrheitlich konnten wir die gesuchten Dosen finden, doch hin und wieder blieb uns die Dose verwehrt. Auch heute waren wir mit dem Menu de jour im Auberge de la Croix Blanche erfolgreich und bekamen ein gutes Essen vorgesetzt.


Ein Bad gefällig? 😉 Am Nachmittag stöberten wir in einer Brockenstube, in der auch ein Velomech einquartiert war und spazierten durch den Wald. Vom Affogato zum Kirchenbesuch und weiter in den Wald… und was ist das? Ein Ästchen, das wir vom Wald ins Auto gebracht hatten? Das dachten wir zuerst. Doch als es sich wehrte, erkannten wir die gut getarnte Raupe und brachten sie vorsichtig zurück in die Natur. Diesmal wurde am Abend noch eine Runde Mühle gespielt.

Immer diese Sprachen

Servion VD – Surpierre FR, 8.7.22
Die Arbeiter hatten direkt hinter uns geparkt, da sie im Garten hinten dran etwas zu erledigen hatten, doch wir schienen uns gegenseitig nicht zu stören. Von Hermenches über das historisches Burgenstädtchen Moudon und weiter nach Vucherens, wo wir uns im Restaurant „Les trois suisses“ verwöhnen liessen. Man fragte uns, ob wir französisch verstehen, als wir sagten, dass wir der Sprache nicht so gut mächtig sind, sagte sie, dass sie die Kollegin schicke, die uns das Tagesmenu auf Deutsch übersetze. Die Kollegin berichtete uns auf Englisch was es gibt und so waren wir recht multilingual unterwegs. Das Essen war sehr gut, auch wenn Antonios Rind fast davongesprungen wäre, so roh wie es war 😉


Am Nachmittag wurde weitergecacht und zwischendurch bediente sich Silvia an einem riesigen Thymianteppich. Da griff sogar sie zur Schere, was sonst eher untypisch für sie ist.
In Romont hatten wir noch eine Rechnung mit einem LAB Bonus (GC8YGHH) offen, welche wir gleich beglichen, da wir in der Gegend waren.


In Surpierre nahmen wir erst einen Apero und assen dann von den vielen Köstlichkeiten, die sich in unseren Vorratskammern befanden.
Die Planung für den nächsten Tag wartete auch schon. Und wer Silvia kennt, weiss, dass sie einfach nicht normal sitzen kann…

Henniez oder San Pelegrino?

Surpierre FR – Fey VD, 9.7.22
Die Fanzosen, welche am späteren Abend mit ihrem Wohnmobil angereist waren, hatten es nicht so mit der Ruhe. Die ganze Nacht über knallten die Türen und sie spazierten mit den Hunden und sprachen laut miteinander…
Entsprechend hielt es uns nicht an dem Platz und wir zogen weiter über Felder und Täler bis wir gegen Mittag in Lucens landeten. Waren wir da nicht gestern schon? Tja, manchmal muss man halt ein wenig im Kreis rumkurven, damit keine Gemeinde vergessen geht. Das Restaurant Gare hatte gute Bewertungen, doch wie edel es ist, merkten wir erst bei der Begrüssung. Obwohl alle sehr nett zu uns waren, verstanden wir kein Wort, was uns doch sehr erstaunte. Als sie es auf englisch versuchten, kam die Akustik dazwischen, die der tieffliegende Jet verursachte. Also schickten sie jemanden, der Deutsch konnte. Dabei merkten wir, dass die vorherigen Infos wohl alle überflüssig gewesen waren, denn die Speisekarte verstanden wir eigentlich auch selber. Und ob man und Henniez oder San Pelegrino auftischen soll…öhm…..


Beim Schloss Château de Lucens haben wir eine wichtige Lektion gelernt; wenn jemand fragt, ob man zur Hochzeitsgesellschaft gehört, sollte man ja sagen…uns schmiss man also raus, da wir das zu spät geschnallt hatten…und so cachten wir uns halt weiter durch die Gegend und bewunderten alles was die Natur uns zu bieten hatte.


An einem windigen, aber sehr schönen Ort quartierten wir uns ein. Assen, tranken, lauschten den Grillen und dem Wind…hörten Musik und genossen den Abend.
399 Gemeinden liegen noch vor uns. Allerdings haben wir keine Eile, die laufen uns nicht davon und wenn sie inzwischen fusionieren, um so besser 🙂

Was es in der Schweiz doch alles gibt…

Fey VD – Chasseron VD, 10.7.22
Am Morgen nahmen wir es gemütlich und so mussten wir uns fast noch beeilen, um noch vor 12:00 Uhr bei der Bäckerei in Vuarrens anzukommen und tatsächlich konnten wir noch kurz vor Ladenschluss noch das letzte Brot ergattern.
Gleich gegenüber im Restaurant Lion d‘Or arbeiteten wir uns durch die Speisekarte. oh, ja wir haben es mal wieder gut erwischt. und heute haben wir auch wieder alles verstanden…


Am Nachmittag cachten wir uns von Ort zu Ort, durch schöne Weizenfelder und stachlige Brombeerstauen. Die Schweiz hat schon lustige Ortsnamen wie z.B. Küssnacht, Bettenhausen, Lustdorf, La Sagne, Scherz, Bitsch, Eisten, Riederalp, St. Antoni, Filet, Blitzingen, Schutzengel, Brot-Dessous oder Oberschrot.
Und Flüsse wie Ärger und Sense. Alles Namen, die wir irgendwann in der Schweiz schon angetroffen haben. Anscheinend gibt’s auch einen Arschwald, doch in dem waren wir glaub noch nie.
Bei einer Kaffeepause wollten wir noch schnell zwei Rätsel lösen, doch da mussten wir etwas Hilfe in Anspruch nehmen, da wir diesen nicht gewachsen waren (herzlichen Dank!).


Ein Ibis kam zu Besuch als wir die Brücke beim Flugplatz von Yverdon überquerten. Wunderschön schillerte sein Federkleid und seine Zutraulichkeit beeindruckte Antonio so sehr, dass er wohl den ganzen Nachmittag dort mit dem Vogel verbracht hätte, wäre die Sonne nicht so gnadenlos heiss gewesen.


Am Abend entschieden wir, uns in luftige Höhen zu begeben. Auf dem Chasson suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen. Trotz bissig kaltem Wind wanderten wir hoch auf 1607 m.ü.M. Ja ok, wir waren ja schon auf 1580 m.ü.M so dass wir damit nicht prahlen können um zum einen, zwei Geocaches GC1KR1V zu suchen doch der Hauptgrund war, auf den Sonnenuntergang zu warten, was ich absolut lohnte. Einfach traumhaft!

Ein zügiger Wind mit atemberaubender Aussicht

Chasseron VD – Molondin VD, 11.7.22
In der Nacht (10°C) bliess der Wind so zügig, dass Silvia glaubte, es würde gleich das Dach weggerissen. Antonio quälte sich für seine Liebste nach unten und bereitete das Notlager vor und wir schliefen wie Engelchen in himmlischer Ruhe unten weiter.
Grandios war das Panorama, das uns beim Erwachen erwartete. Diese Weitsicht bis zum Montblanc, einfach beeindruckend!
Heute lag ein Rundreischen vor uns, damit keine Gemeinde vergessen geht. Nach dem Mittagessen konnten wir noch die gelösten Rätsel vom Vortag abholen. Neben ein paar unangenehmen Dornensträuchercaches (GC2QN54) und langen Suchereien stand einkaufen auf dem Programm.


Zum Apero testen wir die Neuheiten, welche uns nicht wirklich beeindrucken konnten. Das Znacht hingegen schmeckte sehr.

Eine Reise in die Vergangenheit und z Ahni, das immer bei uns ist

Molondin VD – Misery-Courtion FR ,12.7.22
Von ganz speziellen Vogelgesängen wurden wir in den Tag gesungen. Bis zur Abreise dauerte es heute etwas länger. Heute schien der Wurzeltag zu sein. Fast alle Dosen hielten sich unter solchen versteckt.
Am Nachmittag wollten wir irgendwann zum Kaffee, doch in dieser Gegend war das gar nicht so einfach und als wir endlich in einem sassen, gab es dort kein Glacé. Also watschelten wir in den Denner, setzten uns dann auf das Bänkli an der Strasse und genossen die erfrischende Süssigkeit.


In Avanches bestaunten wir das Amphitheater aus dem 1. Jh.n.Chr. Bei der Vorstellung was sich hier abgespielt haben musste, schauderte es uns. Die ganzen römischen Überbleibsel waren gigantisch und doch konnten wir uns, ohne zu wissen, ob diese Zeit weniger Grausam war, mit dem etwas jüngerem Schloss aus dem 16. Jh. mehr anfreunden. LAB-Bonus (GC8KH4D) / Virtual (GC88ZN5) / Tradi (GC6J2M9)


In einer Grotte in Courtepin (GC95VNA) suchten wir dann verzweifelt nach einem Cache, den wir mit Hint des Owners erst finden konnten. Die Tage vergehen so schnell und so war schon wieder Abendessenszeit. Nach dem Essen hat Silvia noch mit Ahni telefoniert. Da wir sie im Herzen immer bei uns haben und auf jede Reise mitnehmen, muss sie doch zwischendurch auch mal erfahren, wo wir sind. Aber gut informiert wie sie ist, wusste sie sowieso schon, wo wir überall waren. Da staunten wir nicht schlecht!

Ahnis Wetterprognosen

Misery-Courtion FR – Plasselb FR, 13.7.22
Auch heute cachten wir uns bald zum Mittagessen. Sogar auf Deutsch wurden wir von dem netten srilankesischen Familienvater im Restaurant Auberge du Mouton in Belfaux auf der gemütlichen Terrasse bedient.


Am Nachmittag wurde es, wie Ahni gestern am Telefon gesagt hatte, richtig heiss. Neben ein paar Caches, sogar ein TTF (GC9X29E) durften wir verbuchen, gab es zur Belohnung einen Coup neben der Pizzeria Antonio in der Gelateria Maxsimo.


Auf dem Weg zur nächsten Gemeinde erwähnte Silvia, dass wir gerade über einen T5er Cache fahren (GC3R90F). Antonio riss einen Stopp, da wir es nicht lassen konnten, uns den wenigstens kurz anzusehen. Dabei blieb es dann allerdings nicht… (Siehst du wo der Geocache hängt, die Kiste links ist es nicht)?


Auch eine spezielle Felsengrotte in St. Antoni (GC4K3GY) kam Besuch von uns, wobei wir erstaunt waren, abwärts dorthin zu wandern.

Eine beeindruckende Beobachtung

Plasselb FR – Lentigny FR, 14.7.22
Die Leute, welche mitten in der Ärgera (Fluss) ihr Zelt aufgestellt hatten, waren noch fleissig am Feiern. Doch irgendwann wurde es ihnen doch zu dunkel und sie machten sich auf den Heimweg. wir unterhielten uns heute Morgen noch mit einem sehr netten 86 jährigen Einheimischen. Ja, diese Generation versteht noch was vom Leben!
Heute Morgen wurden wir durch Wälder, auf aussichtsreiche Hügel und zur Grotte Tentlingen (GC9CK32) geführt.
In Marly im Restaurant Le Castel bestellte Silvia einen schwarzen Lachsburger, während Antonio ein Steak orderte. An der Sprachgrenze wurden wir ein bisschen Deutsch und Französisch bedient, also antworteten wir unseren Möglichkeiten entsprechend.


Ein paar Gemeinden später konnten wir nach dem Cachefund (GC1T7Z1) ein Wiesel beobachten. Nervös sprang es hin und her und so staunten wir nicht schlecht, als es plötzlich mit, (schau dir das Interessante Video an) einem … zu seinem Versteck zurück kam.


Nahe der Abbaye d‘ Hauterive entdeckten wir eine Höhle, in der es schön kühl war. allerdings mochten die Mücken das auch…
Ein Coup später bevorzugten wir Wälder und adere schattige Plätze, da wir schon etwas litten bei 34.5°C. Kettensägenartige Geräusche führten uns an einen Modellflugplatz, an dem Antonio gar nicht genug vom Zuschauen bekommen konnte. (GC8TAZD)

Ein Cache extra für uns

Lentigny FR – Chavennes le Chêne VD, 15.7.22
Am Morgen waren wir spät dran und so wurde erst nach dem Mittagessen so richtig gecacht. Einen STF durften wir noch verbuchen, und das an einem Cache, der extra für uns ausgelegt worden war, so zu sagen 😉 Pomme ou pas pomme? (GC9X5M)


Auch ein herziger Zwerg an einem versteckten Picknickplatz (GC7XDQR) kreuzte unsere Wege sowie eine Höhle mit gigantischer Aussicht auf den Neuenburgersee (GCJ5ME). Zu guter Letzt querten wir noch ein Getreidefeld, um zu einer Grabstätte aus dem 7. Jahrhundert zu kommen, die ebenfalls einen für uns speziellen Cache beherbergt. TTF (GC9X5N2) Nun reicht es für heute. Eine gemütliche Nische war gefunden und so genossen wir Erst ein Apeöli, dann ein gutes Essen eine Runde UNO, diesmal draussen und den Rest des Abends war einfach nur chillen angesagt.

Ein abwechlsunsgreicher Tag mit (zu) viel Sonne

Chavennes le Chêne VD – Sutz-Lattrigen BE, 16.7.22
Obwohl Antonio am Abend im Bett unbedingt noch von der riesigen Spinne berichten musste, die er soeben draussen entdeckt hatte, schliefen wir tief und fest.
Am Morgen kam ein Mann und setzte sich vor unserer Nische aufs Bänkli. Er sprach mit sich selber oder der Marienstatue oder wem auch immer. Wir blieben ganz leise, um ihn nicht zu stören und warteten seine Weiterfahrt ab.
In Estavayer-le-Lac besichtigten wir das Altstädtchen (GC905HC) und Antonio musste mit einem Einbrecher schimpfen bevor wir weiterzogen und dann am Waldrand von Sévaz ein Müesli mit unter anderem frischen Brombeeren zusammenrührten.


Für den nächsten Cache tat das Büsli uns einen guten Dienst und so konnte Antonio in Ruhe mit Emanuel weiter telefonieren, während Silvia loggte. (GC8P9CB)
Am Hafen von Portalban (GC65DBW) bekam Silvia wohl etwas zu viel Sonne ab, was mit Kopfschmerzen bis zum nächsten Tag bestraft wurde.


Am Abend waren wir in Biel im Restaurant ecluse mit Lori und Cornelia verabredet. Bis dahin wurde noch ein wenig gecacht und dann kamen wir auch noch zu spät, da wir keinen Parkplatz finden konnten.
Obwohl das regionale Konzept uns beeindruckte, entsprach das Essen nur teilweise den Erwartungen. Magda, deren Entrecote auf Antonios und Cornelias Teller landete, war ziemlich durchzogen und zäh. Für den Preis von 81.- Fr. pro Person doch eine rechte Enttäuschung. Lori und Silvia waren mit ihren karamellisierten Schweinebäuchen zufrieden. Abgesehen vom Essen war der Abend richtig gemütlich und wir freuten uns sehr, dass es mit dem Treffen geklappt hatte.

Nicht am Ende der Welt, aber auf dem Chasseral

Sutz-Lattrigen BE – Les Bugnenets NE, 17.7.22
Nachdem Silvia den gröbsten Teil ihrer Kopfschmerzen ausgeschlafen hatte, machten wir uns auf den Weg und entdeckten ein paar ganz schön clevere Verstecke. (GC5E8XW) (GC8AC51) Auch das anhängliche Kätzchen, welches sich ohne Scheu in unserem Büsli umherschaute dachte wohl ein Versteck gefunden zu haben.


Am ‚End der Welt‘ blitzten wir dann wegen Betriebsferien ab. Jenu, auch das Ende braucht mal Ferien 😉 In der nächsten Beiz, Bergwirtschaft Hohmatt in Magglingen fanden wir dann noch ein Plätzli. Nachmittags kurvten wir ganz schön im Zeug rum und hatten aufgrund der vielen Fahrverbote etwas Mühe zu unseren Zielgemeinden zu gelangen. Auf dem Chasseral, den Antonio mit einigen Erinnerungen an früher verbindet, genossen wir eine Wahnsinns Aussicht! Auf der einen Seite den Neuenburger-, Murten- und Bielersee und weit hinten die Berge, auf der anderen Seite die Windräder und die bergige Landschaft von Frankreich. Vornedran, tief unten im Tal in einer Lücke konnten wir noch einen Blick auf Saint Imier erhaschen.


Dies war dann auch die Richtung, die wir für unsere Abendbleibe einschlugen. Nicht weit von unserer Station lag eine Letterboxrunde, (GC8A8VK) die wir nach dem Abendessen noch unter die Füsse nahmen. Bei den Mutterkühen mit ihren Kälbchen drehten wir dann wieder um, da ihre Freude an unserem abendlichen Spaziergang sehr begrenzt zu sein schien.

Romeo und Julia am Röstigraben?

Les Bugnenets NE – Ins BE, 18.7.22
Brennend heiss riss die Sonne uns aus der Sauna, also dem Bett. Der Bericht hatte hohe Temperaturen vorhergesagt, aber dass diese schon so früh auftauchen erstaunte uns doch ein wenig. Ab in den Wald, da ist es kühler. (GC8QP55) Zum Mittagessen suchten wir uns das Restaurant Kreuz & See Bistro in Ligerz direkt am See aus. Die Hechtknusperli aus dem Bielersee waren richtig gut. Eine Familie kam sogar direkt mit dem Boot ins Restaurant und ein Kind freundete sich mit Antonio an. Er sollte ihm das Getränk öffnen, da seine Eltern es nicht taten. Allerdings lehnte auch er ab. Jenu!


Als ob es keine bessere Idee gegeben hätte, wanderten wir an der bratenden Hitze bei gut 35°C den Hügel hinauf, um einen LAB (GC9D6K4) und einen anderen Cache zu finden (GC3R763). Die Aussicht entschädigte dann für alle Anstrengungen. Auch den bekannten Röstigraben bekamen wir endlich mal persönlich zu Gesicht.

Nach dem Bonusfund, es war soooo heiss, hüpften wir noch eine Runde in den See. Silvia sogar mit den Kleidern… Eine Frau ging vorbei, sie winkte uns freundlich zu, drehte ab, winkte nochmal und verschwand. Wieder aus dem Wasser fanden wir zwei Feigen, die sie für uns hinterlassen hatte. „So lieb“, war der erste Gedanke. Der zweite “Hm, sind sie vergiftet? Machen wir einen auf Romeo und Julia?“ Silvia ass dann beide Feigen alleine…

…. Sie hat es überlebt 😉


Nun war, nach einer Autodorfbesichtigung und einem Notfound, stand der Besuch eines Einkaufszentrums auf dem Programm. Nicht gerade unsere Lieblingsbeschäftigung.
Nun waren wir müde, so dass wir froh waren, bald ein gutes Plätzchen zu finden. Nach dem Abendessen spazierten wir zu einer Challenge, doch vor Ort bemerkten wir, dass es ein Angelcache ist (GC98HT6). Na dann zotteln wir halt unverrichteter Dinge wieder zurück. Auf dem Spielplatz tobten wir uns noch ein wenig aus und auf der nahegelegenen Wiese genossen wir die Aussicht auf die drei Seen, den Schatten und die bald untergehende Sonne.

Bei 35° Grad ‚Hai raten‘ wir nicht

Ins BE – Mont Vully FR, 19.7.22
Die Mücken hielten uns wach bzw. weckten uns mit ihren Stichen immer wieder.
Wir verliessen den Platz erst am späteren Morgen um zu ‚Hai raten‘ (GC7ME19). Das war ein lustiger und richtig gut gemachter Cache. In Erlach verbrachten wir die Mittagspause im Restaurant Auberge Communale. Erst essen, dann ein LAB (GC9330J) und auch noch ein Tradi. (GC95MNV) Von der Altstadt aus hat man einen guten Blick auf die Petersinsel.


Bei gut 35° stiegen wir wieder hinunter, direkt zum Glacé. Ein paar Caches im Wald und dann ab zum Strand. Den Damm hinaus bis zum Cache, (GC9VXEN) wieder zurück und dann in den seichwarmen See. Zumindest Silvia. Antonio bevorzugte direkt die kalte Dusche.


Auf dem Mont Vully war es zwar auch kaum kälter, aber die Aussicht über den Murtenersee gefiel uns (GC8Y12Y) Hier blieben wir den ganzen Abend und genossen es dass die Temperatur Grad um Grad zurück ging. Silvia hat den Medien zu sehr geglaubt und dadurch den Sonnenuntergang knapp verpasst. Dank Antonios Foto ist sie aber doch nicht ganz drumherum gekommen.

Vom Puzzeln ins Paradies

Mont Vully FR – Oberbipp BE, 20.7.22
Kaum lagen wir im Bett, hat der Wind aus voller Lunge gepustet. Für Regen reichte es jedoch nicht. Dieser setzte erst am Morgen ein, kurz und sanft. Nachdem die ersten Döschen gefunden waren, erblickten wir eine Telefonbücherbox, doch für diese fuhren wir noch mal zurück. Nein, Cache hatte sie keinen, aber sowas haben wir doch noch nie gesehen.
In Courgevaux im Restaurant Auberge Communale hätten wir nach der Suppe schon genug gehabt, diese war lecker und grosszügig portioniert. Doch es gab noch Salat und anschliessend einen butterzarten Schweinebraten mit Pommes.
Nach dem Essen packte uns die Puzzlesucht. Ein Rätsel, (GC9H5CR) damit wir die Kords für den nächsten Cache bekommen…und so cachten wir fleissig weiter bis es Zeit war nach Oberbipp aufzubrechen. 275 Gemeinden fehlen nun noch auf der Karte der Schweiz, aber die laufen uns ja nicht davon und wenn sie fusionieren, dann gibt‘s weniger Arbeit 😉
Angekommen am Ziel durften wir einen wunderschönen Abend bei Antonios Nichte und ihrer Familie verbringen. Ein richtiges kleines Paradies! Vielen Dank euch, dass wir bei euch sein durften!

Vom Westen in den Osten

Oberbipp BE – Trimmis GR, 21.7.22
Am nächsten Morgen durften wir noch eine Runde im Pool schwimmen. Auch wenn Silvia das noch im Halbschlaf machte, war es toll!
Dann ging‘s weiter nach Feldkirch. Um den Mittag rum wollten wir dort sein, um in unserem Stammlokal mit Papi und Daniela zu essen. Das war ein gemütlicher Abschluss unserer Reise, denn nun hing es ab nach Hause.

UNO mit Ahni

Aber ganz zu Ende sind unsere gemeinsamen Ferien noch nicht. Am nächsten Nachmittag machten wir uns auf dem Weg nach Vals. Beim Ahni haben wir ein leckeres Müesli gemacht und natürlich „Mini Chuchi – dini Chuchi“ geschaut. Dann haben wir Ahni noch UNO beigebracht, was für sie als gute Jasserin sehr leicht zu verstehen war.
Direkt vor ihrem Haus haben wir das Büsli aufgestellt und dort übernachtet. Heftige Donner und helle Blitze liessen uns nur mässig gut schlafen.

Die falschen Heidelbeeren

Am Samstagmorgen liessen wir uns von der Gondel nach Gadastatt bringen. Dort spazierten wir zu einem unserer Caches, (GC70JPT) der defekt war. Während Antonio die Reperaturarbeiten übernahm, bereitete Silvia eine Lehrstunde in Beerenkunde vor: Heidelbeeren wachsen an einer Staude mit hellgrünen Blättern. Von vielen wird sie mit der Rauschbeere (in Vals „Bluderä“ genannt) verwechselt. Diese „falschen“ Heidelbeeren wachsen an ganz ähnlichen Stauden, jedoch mit dunkelgrünen Blättern. Auch die Beeren sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Zerdrückt man sie, kann man den Unterrschied leicht erkennen. Die Heidelbeere hat einen rötlich-blauen Saft, während die Rauschbeere im Inneren weiss-farblos erscheint. Was passiert, wenn man die falschen Beeren isst? Giftig ist die Rauschbeere vermutlich nicht, aber sie schmeckt nicht gut; geschmacklos, leicht bitter. Da munden die süssen, saftigen Heidelbeeren doch weit mehr.
Neben den Beeren bewunderten wir noch die zahlreichen Purpur-Enziane, ein paar Arnikablüten, die ihre beste Zeit bereits hinter sich hatten und den Ameisenhaufen mit den fleissigen Arbeitern.


Auf dem Rückweg erwischte uns der Regen, der gemäss Prognose erst eine Stunde später hätte herunterprasseln sollen.
Nach einer Dusche assen wir bei Ahni Zmittag und tranken bei Silvias Eltern noch Kaffee, bevor es weiter nach Ruschein ging. Dort waren wir zum Znacht eingeladen und verbrachten einen gemütlichen Abend mit Andy und Maria.

Über die Pässe

Am Sonntag schwang Antonio sich, ohne den Reisebegleiter CVGZB6, auf den Töff. Mit André Squidli und Sandra kurvte er nach Sfazù. Silvia widmete sich Derweil der Wäsche, dem Garten und ihren getrockneten Kräutern.


Sehr schön waren sie, unsere diesjährigen Sommerferien!

Hier noch ein paar Gegebenheiten, die uns im Vergleich der Deutsch- zur Westschweiz aufgefallen sind:

Im Restaurant:
– In der Westschweiz wählt man die Sauce zum Fleisch separat aus (Preis je nach Wahl sehr unterschiedlich)
– Ketchup wird nie zu den Pommes serviert (ausser man fragt danach)
– Will man einen Milchkaffee, muss man einen „Renversé“ bestellen

Bei den Geocaches:
– Caches werden oft in Gläsern versteckt
– Oft findet man mehrere Dosen ineinander
– Manchmal sind mehrere Logbücher in einem Cache
– Viele Caches sind schlecht gewartet
– In den Logbüchern wird immer schön der Reihe nach geloggt
– Cacher stellen niemals verräterische Bilder in den Log

There are 4 comments for this article
  1. Anonymous at 19:54

    Hoi zämä

    Eure Ferien scheinen wirklich schön gewesen zu sein. Cool!

    Wegen der Rauschbeere habe ich in meinem gescheiten Buch nach geschlagen und nur ein winzig-kleiner Eintrag gefunden:
    „Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) hat ähnliche Inhaltsstoffe [Anm. wie die Heidelbeere]; traditionell wie Heidelbeere eingesetzt.“
    Also ist die Rauschbeere ungiftig und wird scheinbar sogar als Arzneimittel eingesetzt.
    Herzliche Grüsse aus der Innerschweiz
    Petra

    • Antonio at 20:23

      Hallo Petra
      Vielen Dank für dein Kommentar, hat uns sehr gefreut.
      Auch für deine Erläuterung zur Rauschbeere 🙂
      Liebe Grüsse aus dem schönen Bündnerland 🙂

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