Herrlicher Sonnenuntergang und miserable Bedienung

Herrlicher Sonnenuntergang und miserable Bedienung

Es ist Freitagabend. Eine intensive Arbeitswoche liegt hinter uns. Ein Ersatzbüsli steht in der Garage, naheliegend, dass wir uns am Wochenende wieder auf ein Ausflügli begeben. Wohin? Lies weiter und du wirst es erfahren…

Einen neuen Plan brauchen wir nicht, der letzte ist noch nicht ganz abgearbeitet. Nach dem Start irgendwo in Richtung Nordosten, erinnerten wir uns ans Restaurant Nollen (Wohnmobil willkommen). Dort haben wir beim letzten Besuch gut gespiesen und wurden damals von einer sehr netten Dame bedient. Schade, dass sie nicht mehr dort arbeitet, dachten wir und waren um so positiver überrascht, als genau sie uns äusserst freundlich in Empfang nahm, uns erkannte und sogar noch wusste, an welchem Tisch wir beim letzten Besuch gegessen hatten. Einer ihrer letzten Tage, die wir noch erwischt hatten.
Das Essen war wieder vorzüglich und so watschelten wir wohlgesättigt in der Dämmerung zum Büssli, spielten ein UNO und verbrachten die erste Nacht im Ersatzauto.

Geschieht Mysteriöses um uns herum?

Nach einer erholsamen Nacht hörten wir am späten Morgen seltsame Geräusche, die wir erst bei vollem Bewusstsein richtig zuordnen konnten: Grasende Kühe hatten die durch einen Zaun getrennten (kleines aber wichtiges Detail) Wiese betreten. Während sie frühstückten, beruhigte Antonio die raunende Katze auf der anderen Seite unseres Gefährts.

Ein grosser Pluspunkt für einen Dorfladen…

Bald machten wir uns auf den Weg zu den noch fehlenden Gemeinden im Kanton Thurgau. Fälschlicherweise begannen wir mit Weinfelden und arbeiteten uns schrittweise voran. 
Ah, fast vergessen, erst waren wir noch in Wuppenau, das Dorf, welches wir eigentlich des Marktes wegen besuchen wollten. Da wir zu früh dafür waren, schlenderten wir in den Dorfmarkt Vita und waren hin und weg. Erster Punkt, der uns faszinierte war die riesige Zopfauswahl von verschiedenen Bäckereien der Region. Dann staunten wir ab dem Spieltisch in der Mitte des Ladens. Dort konnten die Kinder sich vergnügen, während die Eltern einkauften. Auch die zahlreichen, liebevollen Dekorationen beeindruckten uns. Die Filialleiterin freute sich ab unserem Staunen und so liessen wir uns Zeit, alles genau zu begutachten. Der Pluspunkt hier ist die Persönlichkeit.

Es muss nicht immer ein FTF sein

Weiter ging es durch Dörfchen und Wälder, Wiesen und Wege. Im Restaurant Frohsinn neben der Pferdemetzgerei Michel genossen wir ein leckeres Mittagessen, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. FTFs wären ganz in der Nähe noch zu holen gewesen, doch nach unseren letzten FTF Erfahrungen, trauten wir uns nur an einen STF beim „Hübü „Pilgerweg“ 4″.

Wer es nicht im Kopf hat…

Als wir dann vermeintlich alle Gemeinden des Kantons Thurgau besucht hatten, bemerkten wir, dass wir den ganzen Weg nochmal zurück müssen, da die erste Gemeinde auf dem Plan am Morgen vergessen gegangen war und dass noch eine winzig kleine ganz im Norden offen blieb und momentan auch keinen offenen Cache anzubieten hat. Also, alles wieder zurück und mit einem Multi, „Bruderloch“ einen Spaziergang durch den Wald gemacht, um auch diese Pendenz abzuhaken.

Akupunktur? – Auf dem Spaziergang um den See und nachts gleich nochmal?

Später suchten wir einen Schlafplatz, genossen dort unseren Zopf aus Wuppenau und machten dann den „Adventure – LAB / Der Husemersee“ und Multispaziergang „Rund um den Husemer See“.

An einem Kartoffelfeld stand eine Tafel, von der wir erfuhren, dass dort unsere heissgeliebten Zweifelchips im Boden vergraben liegen (wenn auch noch nicht ganz fertig).

In der Nacht lernte vor allem Silvia unsere neuen Haustiere kennen. Akupunkturmässig stachen sie an allen möglichen Körperstellen zu, wofür sie schlussendlich einen hohen Preis zu bezahlen hatten.

Amour und Antonio, eine kurze aber schöne Begegnung früh morgens

Am Morgen, als Silvia noch schlief, spazierte Antonio erneut um den See, um die ungelöste Station des LAB Caches, die noch fehlte, da wir etwas falsch eingegeben hatten, einzufangen. Auf dem Weg begegnete ihm eine nette Dame mit einem sehr zutraulichen Barsoi Windhund der auf den Namen Amour hörte. Zusammen gingen sie ein Stück des Weges und genossen die Natur. Der Hund spürte Antonios Tierliebe und blieb treu an seiner Seite bis sich ihre Wege trennten.

Silvia war bereits wach als Antonio wieder zurück kam. Ein paar Zürchergemeinden standen heute auf dem Programm. Das Wetter war bis zum Mittag noch gut gewesen.

Selten so unfreundlich bedient worden, aber alles war dann doch nicht schlecht…

Im Restaurant schlug das Wetter dann um (doppeldeutig). Noch selten wurden wir irgendwo so schlecht bedient wie in der Restaurant Eichmühle in Hettlingen. Die scheinen es wohl nicht nötig zu haben, da sie uns zum Essen eigentlich gar nicht wollten. Sechs Personen haben bereits reserviert… viel mehr Gäste gab es dann auch nicht…Auf die Nachfrage, ob wir hier essen können sagte man uns: „Ja ok, wenn Sie sich ganz schnell entscheiden, was sie essen wollen, dann geht es.“ Öhmmm, wenn wir eine Karte bekommen, dann entscheiden wir uns gaaanz schnell… Zwischen 50 verschiedenen CordonBleus konnte man wählen und dabei auch noch aussuchen, ob man das Ganze vom Schwein, Rind, Kalb oder Poulet möchte und gross oder klein stand auch noch zur Auswahl.

Das Essen war wirklich gut. Sogar einen Gruss aus der Küche und zum Kaffe ein kleines Törtchen wurde serviert. Küche und Service scheinen hier also zwei völlig unterschiedliche Dinge zu sein…

Die Heimfahrt vom Gluscht kurz unterbrochen worden 🙂

Es regnete in Strömen als wir zum nächsten Cache bei einem Weiher wollten. Antonio eilte alleine dort hin, während Silvia die Route zu den nächsten Döschen plante. In Henggart lag der letzte Cache, da nachher das Internet streikte. Eine halbe Ewigkeit suchten wir den Cache „es war einmal ….. jetzt ist es anders!“, bis sich das gut getarnte Logbuch endlich zeigte. Da denkt man, mein wisse wonach man sucht und doch ist es gar nicht immer so einfach…

Der Wink des Schicksals war klar und so fuhren wir offline direkt nach Hause. Also fast. Bei der Bäckerei Bucher in Flums gab’s noch eine kurze Pause für den Gluscht 😉

Und wieder gehört ein schönes Wochenende der Vergangenheit an.

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