Misano 12./ 13./ 14. August 2017

Donnerstag, 10.8.2017

An der Geburtstagsparty von Emanuel fragte Dave uns beim Abschied, ob wir auch nach Misano kommen würden. Nein, meinte Antonio, denn er habe dann Pikettdienst.

Ungefähr eine Woche vor dem Renndatum, hat Antonio entschieden, mal abzuklären, ob es nicht doch eine Möglichkeit geben würde, um den Tag vom Pikett, der dem Abenteuer im Weg stand, loszuwerden. Glücklicherweise fand er einen netten Arbeitskollegen, der sich bereiterklärte, ihm auszuhelfen.

Also war das Wochenende gebucht. Am Donnerstag nach dem etwas vorgezogenen Feierabend starteten wir. Die 566 km waren in sechs Stunden bereits hinter uns. Um ca. 21:15 Uhr standen wir auf dem Platz.
Einige der Teilnehmer, die mit uns eine Box teilten, hatten wir auf dem Weg bei einer kurzen Pause schon kennengelernt. Dies waren Robin, Thomas und Tamara. Natascha und Emanuel kannten wir natürlich schon 😉

Etwa 20 Leute würden in der Box sein. Da sind wir ja gespannt auf diese riesen Truppe. Emanuel kennt sie alle und wir werden bestimmt auch bald alle kennenlernen.

Erst mal hiess es aber warten, denn wir hatten keine Ahnung welche Boxen für uns reserviert sind und vom Rehm war niemand da. Die Leute, die wir unterwegs schon getroffen hatten kamen erst am folgenden Tag, da sie ein Hotel gebucht hatten. Also holten wir uns ein Bierchen, setzten uns zu den Deutschen, die ebenfalls am Warten waren und verbrachten mit ihnen den Abend. Um 23.00 Uhr gaben wir auf, suchten ein Schlafplätzchen auf dem Gelände und begaben uns in den oberen Stock unserer fahrbaren Zweitwohnung.

Freitag, 11.8.2017

Um 7:30 Uhr standen wir langsam auf, da wir erwarteten, dass Emanuel bestimmt bald anrufen würde. Dies passierte allerdings nicht und so frühstückten wir gemütlich.

Heute klappte es mit der Anmeldung und auch mit der Box. 13, 14 und 15 waren unsere Nummern, aber erst die 13 war frei (vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir erst für Samstag, Sonntag, Montag gebucht hatten). Dort räumten wir den Töff ein und machten uns anschliessend bereit um nach San Marino zu fahren. Einer nach dem anderen trudelte auf der Strecke ein und so verzögerte sich unsere Abfahrt etwas.
Als wir dann loszogen, dachten wir, dass wir die 20 km ruck zuck hinter uns hätten, doch über die vielen Hügel zog sich die Strecke ganz schön in die Länge. Die Altstadt liegt ganz versteckt auf einem kleinen Berg, von welchem man erst mal aus der Ferne nur die drei Türme sehen kann, welche ihr Wahrzeichen bilden.

Oben angekommen hatten wir ein riesen Glück, dass gerade ein Parkplatz frei wurde, da diese sehr rar sind. Unser wichtigstes Ziel war ein Geocache in diesem Kleinstaat zu finden. Als dies erledigt war, besichtigten wir die Altstadt, in welcher es klare Touristenecken, aber auch ganz ruhige Orte gibt. Nun mussten noch Postkarten her, da San Marino eigene Briefmarken hat und Silvia eine leidenschaftliche Sammlerin ist. Genau im richtigen Laden hatte sie Karten ausgesucht, denn der nette Verkäufer durchschaute die Passion und wies auf spezielle Karten hin, die bereits mit wunderschönen Marken versehen waren. Darüber freute sich Silvia sehr. Auch über den Pinienzapfen, der wie eine Rose aussieht freute sich Silvia wie ein kleines Kind, da sie überzeugt war, dass kein Artikel in den zahlreichen Souvenirshops ihr mehr Freude hätte bereiten können.

Der Hunger führte uns auf eine kleine schöne Terrasse, auf welcher wir gut verköstigt wurden. Anschliessend fielen uns noch ein paar Geocaches zum Opfer, bevor wir wieder zurück nach Italien fuhren. Wieder über neue abenteuerliche Hügel führte uns der Weg zurück ans Meer. In Cattolica wollten wir uns noch ein Glace gönnen, doch das war gar nicht so einfach, denn die Parkplätze waren komplett ausgebucht. Etwas ausserhalb parkierte Antonio in eine Parklücke, die so eng war, dass wohl niemand sonst hineingekommen wäre. In brütender Hitze spazierten wir zum Strand, wo wir ein Geocache anvisierten, bei dem wir erst mal Diebesgut statt der Dose finden konnten. Die Dose zeigte sich dann aber doch noch. Dann stand ein Gelato auf dem Programm und im Anschluss nochmal eine kleine Dose. Auf dem Rückweg zum Auto kauften wir ein Schwimmbassin, welches wir netterweise schon aufgeblasen bekamen. Dieses die 300 Meter zum Auto zu schleppen erschien uns angenehmer, als es selber aufzupusten. Das Füllen auf dem Platz dauerte länger als erwartet. Eingeweiht wird es dann wohl erst am nächsten Tag.

Um 18:00 Uhr war Feierabend auf der Rennstrecke, was für Silvia hiess: Inliner anschnallen und losdüsen. Ganz schön heiss, aber Spass hat es trotzdem gemacht.

Langsam trudelten auch noch die letzten Boxenmieter ein und so füllte sich die Box mit Bikes. Einige assen auf dem Platz, andere zogen sich in ihr Hotel zurück. Jene, welche auch ihr Nachtlager auf dem Platz eingerichtet hatten, verbrachten den Abend noch gemütlich zusammen. Das waren Natascha und Emanuel, Nicole und Dave, Melanie und Raphi, Tamara und Thomas, Reto, Robin und Silvia und Antonio.

In Hotels untergebracht waren Nina und Manuel, Marion und Berry, Sabrina und Liver, Alessandra und Simon.

Morgen geht’s dann los…

Samstag, 12.8.2017

Nach dem Frühstück machten sich alle Fahrer bereit für die Strecke. Nervosität lag in der Luft…

Und nicht nur das, nein auch der Regen, welcher in den frühen Stunden vom Himmel kam, hinterliess seine Nässe auf der Strecke. Erst mal war um 08:40 Uhr das Briefing angesagt bevor es für die Gruppe A um 09:00 Uhr losgehen sollte.

 

Anfangs wagte sich niemand auf die Strecke. Mit Sliks durfte man schon gar nicht raus. Als die Sonne dann mit voller Kraft versuchte so schnell wie möglich den Asphalt zu trocknen, traute sich Antonio als einer der ersten raus. Nach zwei Runden ist er aber wieder zurück in die Box gefahren, da es trotz den profilierten Michelin Power RS ein ziemlicher Eiertanz auf der noch teilweise nassen Rennstrecke war. Doch schon bald hatte die Kraft der Sonne auch die letzte Pfütze ausgetrocknet und so kam langsam Rennfeeling auf.

  

Bei den meisten lief alles gut, doch Emanuels Maschine wollte nicht so recht, das Getriebe streikte und auch die Suzuki von Robin machte Probleme, da wollte die Bremsanlage nicht, wobei, wie heisst es so schön: „Wer bremst verliert!“

Bis zum Mittag waren die neuen Gruppen eingeteilt, so dass nach der Mittagspause in dieser neuen Konstellation gefahren werden konnte. Das Wetter machte gut mit. Sonne, die mit aller Kraft brütete, Wind, der die Hitze etwas angenehmer erscheinen liess und Wolken, die zwischendurch für etwas Schatten sorgten.

         

Nun fehlte plötzlich auch noch bei Raphis BMW die Lenkkopfmutter! Robins Maschine haben wir gemeinsam wieder auf Vordermann gebracht, sodass er wieder auf die Strecke konnte. Ja, ja, langweilig wird es hier nie…

Am Abend war ein Tisch für alle 20+2 Leute im Ristorante da Rossi reserviert. Nachdem wir für alle ein Plätzchen in einem Auto gefunden hatten, ging die Anreise los. Irgendwie schien jedes Auto einen anderen Weg zu nehmen, doch schlussendlich sind alle angekommen, was ja auch das Entscheidende ist. Einige gönnten sich im Rossigeschäft noch ein Souvenir, während die anderen sich schon ein Plätzchen am Tisch ausgesucht hatten. Ein gemütlicher Abend, mit durchschnittlichem bis gutem Essen, aber einem sehr ungepflegten Damen WC. Auch was die Abkürzung WLF bedeutet wurde an diesem Abend herausgefunden. Ob du es auch hinbekommst diese drei Buchstaben zu entschlüsseln?

 

Berry hat dem Servierpersonal die Arbeit der Rechnungstrennung abgenommen, indem er erst mal alles bezahlt hat und dann durch alle geteilt wurde. Die Getränke hat er gesponsert. Vielen Dank dafür! Die Noten flogen ihm nur so zu. Er muss sich wie Dagobert Duck gefühlt haben 😉

Wieder in Misano angekommen, waren unsere Parkplätze besetzt. Emanuel übernahm den Job, dafür zu sorgen, dass die anderen ihre Fahrzeuge woanders abstellen, so dass wir unser Vorplatz wieder für uns hatten.

Müde und zufrieden legten wir uns ins Bett.

Sonntag, 13.7.2017

Vor dem Frühstück tankte Antonio seinen Töff noch auf, nicht dass das noch vergessen geht. Ein paar Runden drehte er noch, bevor er neue Reifen aufziehen wollte. Just in diesem Moment kam Alberto mit seiner Frau. Er ist Emanuels Mechaniker und ist gekommen um zu schauen, ob bei seiner Maschine noch was zu machen ist. Leider konnte auch er nichts mehr auf die Schnelle retten, was ganz schön hart zu hören war für Emanuel.

   

Antonio bekam fast noch etwas Stress mit Reifen wechseln, denn schon bald war das Quali, da wollte er schon bereit sein…
Mit seiner 1:57.225 Zeit qualifizierte er sich nicht für das Rennen der freien Klasse A und B von heute. Das Fahren war heute etwas mühsamer, da auch Tagesfahrer teilnehmen durften, so war die Strecke ziemlich überfüllt. Darum fuhr er nur eine Qualy und er wurde von Gino gejagt.
Die Qualifikation lief für unser Jungs und Mädels gut, andere hatten stürze und verursachten diverse rote Phasen. Und Reto nahm auch ein kurzes Bad vor dem Mittagessen.

        

Nach dem Mittagessen, wofür Emanuel höchst persönlich die Früchte geschnippelt hatte, hatte Antonio so viel Spass auf der Strecke, dass er es dabei belassen wollte und den letzten Turn nicht mehr fuhr. Dafür legte er sich zu Silvia in den Privatpool. Die beiden genossen es so sehr, dass sie fast etwas zu viel Sonne abbekommen hatten, wobei Antonios leuchtend roter Rücken wohl eher von der Sonne beim Mittagessen kam.

   

Nach einer erfrischenden Dusche und für die einten noch ein Nickerchen, die andern noch Liebkosungen ,begannen schon die ersten Rennen, (A und B) welche von der Tribüne aus verfolgt wurden. Im ersten Rennen war Raphi dabei, beim zweiten flitzten Berry, Dave und Manuel bei den Tribünen vorbei.

 

Die Jungs waren nach dem Rennen ziemlich erschöpft.

  

Am Abend durfte Melanie, die Freundin von Raphi, mit Dave, auf dem Töff von Antonio am Mechanikerfahren teilnehmen, um auch selber mal auf der Strecke zu sein. Auch Thomas fuhr seine holde Tamara aus.

Dann wurde eine kurze Siesta eingelegt, bevor wir wieder gemeinsam Abendessen gingen.

Bis alle Männer bereit waren, haben die Damen sich noch einen Prosecco gegönnt. Tamara gab alles um die widerspenstige Flasche von ihrem Korken zu trennen, was sie schlussendlich mit ihrem Ehrgeiz, nach stundenlangem Probieren und einer klitzekleinen Hilfe von Thomas, auch schaffte. Nach dem Anstossen standen dann die Männer auch endlich da und so konnten wir losfahren.

  

Raphi wies uns auf den Parkplatz vom Ristorante L’Angelo Azzurro ein. Dave und Nicole spielten noch ein wenig Titanic bis alle eingetroffen waren.

Aufs Essen mussten wir ziemlich lange warten, aber was Soll’s wir haben ja Zeit…

Diesmal war’s Manuel, der sich mit viel Geld berieseln liess. Dafür musste er aber die Rechnung begleichen 😉

Die einen machten auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Cattolica um sich dort ein Gelato zu gönnen. Leider hatten dies nicht alle mitbekommen, weswegen die anderen schon ganz besorgt auf dem Rennplatz warteten (man kann nicht immer gewinnen) 😉

Montag, 14.8.2017

Heute ist der grosse Renntag. Die einen nutzten den ersten Turn noch als Vorbereitung, andere sparten den Pneu lieber fürs Rennen.

 

Ladies, Streetfighter und BotR3. Dies sind die drei Kategorien, die gemeinsam das erste Rennen fahren. Natascha und Antonio durften da mitfahren.

Beide schlugen sich tapfer und kämpferisch durch.

Bei den over 750 gingen Berry, Dave, Raphi und Manuel an den Start. Auch sie drehten den Gashahn kräftig auf.

 

Bei up to 600 und up to 750 zeigten Robin und Reto ihr Können.

Im BotR1 Rennen war Liver am Start.

Antonio durfte bei BotR2 nochmal antreten.

 

Zwei Crazy Old Men hatten wir zwar unter uns, doch so crazy, dass sie hier mitgefahren wären, sind sie dann doch nicht 😉

Ein paar Pokale konnten zusammengetragen werden. Berry holte sich zwei, Reto einen, Natascha (4. Platz im Ladies Cup) einen und auch Antonio (2. Platz Streetfighter) ging nicht leer aus.

 

Nach der Siegerehrung drehten einige noch ein paar Runden, während die anderen ihre Sachen einpackten. Nach der Verabschiedung ging’s wieder in Richtung Schweiz.

Antonio und Silvia legten in Como eine Pause fürs Abendessen ein. Ob das eine gute Idee war? Naja, wir mussten ewig auf unser Essen warten, welches nur teilweise lohnenswert war und per la Coperta mussten wir doch tatsächlich pro Person 3.50 Euro bezahlen. Ob wir wieder in der Trattoria del Gesumin essen werden? Rate mal!

Als wir dann endlich zu Hause angekommen waren, legten wir uns müde ins Bett.

Ein tolles Wochenende liegt in unserer Erinnerung und wir danken allen, die dabei waren. Hat Spass gemacht mit euch!

Antonios Bestzeit in diesem Jahr in Misano: 1:54.926

Rennergebnisse: 2. Platz Streetfighter, 5. Platz BotR2

Spassfaktor: unbezahlbar 😉

Hier noch die Interne Boxenrangliste:

  1. Berry 1:43.751
  2. Dave 1:44.840
  3. Manuel 1:46.191
  4. Raphi 1:47.666
  5. 1:50.396
  6. Reto 1:53.393
  7. Antonio 1:54.926
  8. Simon 1:54.989
  9. Robin 1:57.727
  10. Natascha 2:01.929
  11. Thomas 2:05.613

Testfahrt mit der MT09

Heute hatte ich die Möglichkeit die Yamaha MT09 2017 ausgiebig zu testen.
Was heisst ausgiebig? Ein Wort das sich relativiert je nach Ansicht.
Gestartet bin ich zusammen mit meinem Kumpel Erwin um 08:30 Uhr vom Motocenter in Chur aus gings erst mal Richtung Tessin.

An der MT09 ist mir sofort aufgefallen, dass man mit sitzen gleich vorne am Tank landet.
In Splügen angekommen war klar, dass wir den Pass Richtung Chiavenna nehmen würden.
In Monte Spluga war z’Nüni ziit 🙂 Also einen Stop eingelegt und die ersten Eindrücke verarbeitet.
Die MT09 und ich waren noch nicht so gute Kumpels. Mir passt das Einlenken nicht ganz, ich fühlte mich nicht ganz wohl. Spass machte es aber bis dorthin trotzdem.

In Chiavenna angekommen zeigte das Thermometer 32° an und das Verkehrsaufkommen war sehr hoch.

Ich freute mich das schöne Bergell hinaufzufahren bis nach Maloja. Dies gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsstrecken.

Die MT09 brachte mich mit ihrem 3 Zylindern und 115 PS problemlos und agil auch diesen spassmachenden Pass hoch.

Am BeachClub gab es ein kurzes Fotoshootig bevor es dann weiter ging zu unserem geplanten Mittagessen in Sfazù im Puschlav auf der anderen Seite vom Berninapass.

Auch dieser Pass ist ein Träumchen für Motorradfahrer. Es gibt viele langgezogene sowie engere Kurven. In Richtung Puschlav geht es natürlich mehrheitlich abwärts, doch so kann man sich wieder auf die Rückfahrt freuen, denn nach dem wie immer feinen (heute Pizzoccheri)  Essen im Restaurant Sfazù, ging es zurück ins Engadin.

Erwin und ich haben uns dazu entschlossen, wieder mal den Albulapass unter die Räder zu nehmen. Zuvor brauchten unsere Töffs aber was zu trinken. In La Punt wurde also getankt und ich staunte, nur 5,2 Liter hat die Yamaha gegurgelt.
Zu meinem Pech hat sich ein Hummelchen in mein Lederkombi verirrt! Ich muss wohl nicht erwähnen warum ich es bemerkte oder?(da soll mir einer sagen, dass Hummeln nicht stechen). Es brannte einen Moment lang höllisch. Da gibt es nur ein Gegengift, Adrenalin. 😉

Der Albula ist ein guter Pass um das Fahrwerk der MT09 ein bisschen herauszufordern.
Für meinen Geschmack ist die 193 kg fahrfertige Maschine ein bisschen zu weich. Ich mag es eher härtereingestellt, dennoch hatte ich nie ein ungutes Gefühl bei den zum Teil schlechten Strassenabschnitten.

Endspurt, über die Lenzerheide und wieder zurück zum Motocenter in Chur.

Es hat Spass gemacht mit dem 3-Zylinder, 4-Takt, DOHC, 4 Ventile und den 847 cm3  die 280 km über den Splügen, Maloja, Bernina, zurück wieder über den Bernina, Albula und die Lenzerheide zu fahren.

Wie Anfangs schon erwähnt, sind die MT09 und ich nicht die ultimativen Freunde geworden. Dies hat sich bis zum Schluss durchgezogen und kommt wohl daher, dass die Maschine zu wenig Gewicht aufs Vorderrad bringt.

Was mir ganz gut gepasst hat, ist zum Einen die zweistufige Tractionskontrolle, ob man die jetzt braucht bei den 115 PS sei dahingestellt, jedenfalls vermittelt es ein gutes Gefühl. Zum Andern finde ich den Quickshifter eine coole Sache. Wenn man das einmal hatte, will man es immer haben. Bei der MT09 könnte er noch etwas präziser arbeiten.

Die drei Leistungs-Modi:
A = Aggressiv
B = Regen
Std. = Standart, oder eine ideale Zwischenlösung.

Alles in allem, ein tolles Bike, bei welchem Preis / Leistung voll und ganz passt.

Danke Erwin für’s Begleiten und dem Motocenter in Chur für den bislang guten und zuverlässigen Service. 

Als ich dann die MT09 wieder abgegeben hatte, sattelte ich meine MT10 und düste durchs Versam hoch ins schöne Vals, wo ich von meinem Schatz schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Neue Kollektion: Silvias Bilder Sommer 2017

Inspiriert durch ein Bild, welches ein Kollege mir gezeigt hat, habe ich in diesem Sommer eine neue Kollektion (Acryl auf Leinwand) erarbeitet. In (für meine Verhältnisse) kurzer Zeit, sind drei Bilder entstanden, welche ich nun präsentieren darf:

Power

Inspiriert durch das Leben, den Sommer und die Kraft der Freude stahlt dieses Bild für mich einen gewissen Power (Lebenskraft) aus.

Felder

Die Fruchtbarkeit der Natur aber auch wahnsinnig viel Freiheit zu weiteren Interpretationen öffnen dieses Bild um das darin zu sehen, womit es einen im ersten Eindruck verbindet.

Meerblick

Zurück aus den Ferien hat mir das Meer (die Nordsee) ganz spezielle Erinnerungen an tolle Erlebnisse hinterlassen, welche ich in diesem Bild auf meine Art und Weise ausgedrückt habe.

Auch wenn es mir nicht bei allen drei Bildern leicht fällt, stehen sie zum Verkauf (Preis auf Anfrage). Das eine oder andere wird vielleicht bald in Vals im Schaufenster der Bibliothek zu sehen sein.

Nach 9 Jahren wieder in St. Martin

Vor ziemlich genau neun Jahren waren wir das letzte Mal in St. Martin.
Damals waren wir erst seit Kurzem zusammen. Das kleine Walserdörfchen hat uns schon damals sehr gut gefallen und wir wussten, dass wir da wieder hinkommen wollen.
Dass es allerdings neunen Jahre dauern wird, hätten wir damals wohl kaum gedacht.

Diesmal war es ady73, der uns zu diesem Ausflug animierte. Schon vor einem Jahr schwärmte er uns von dem leckeren Maluns vor, den man hier bekommt. Inzwischen haben die Wirte des Restaurants gewechselt, doch dieses Gericht steht noch immer auf der Karte. Also machten wir uns heute auf den Weg ins abgelegene Dörfchen. Unsere Mission: Maluns testen!

Ein rustikales Stübchen erwartete uns. Da fühlten wir uns gleich wohl, doch das gesuchte Gericht war draussen auf den Menutafeln nirgends beworben worden. Die Erleichterung war gross, als wir bei der Bestellung erfolgreich waren. Schon nach kurzer Zeit standen die drei Portionen Maluns vor uns. Jetzt sind wir aber gespannt. Ady73 schob erst mal seinen Käse zu Antonio rüber. Dann probierten wir vorsichtig,…..mhhhhh,lecker! Juhu, der Maluns hat den Test bestanden. Wirklich lecker! Gut, nicht ganz so lecker wie bei ady73 zu Hause, aber trotzdem wirklich gut. Während wir noch mitten am Essen waren, war ady73 sein Teller bereits leer. Gut für uns war es schliesslich das Frühstück, das muss man mit Bedacht geniessen. Zudem hatte Antonio auch noch reichlich Käse, der ganz schön sättigend wirkte.
Eine lustige Entdeckung machte Silvia auf dem WC, da mussten die Türen angesägt werden, damit sie Platz haben.

Nach dem herrlichen Essen, schauten wir die Veränderungen im Dörfchen noch kurz an. Da hat sich schon einiges getan in den letzten neun Jahren, aber der schöne alte Kern ist geblieben. Zum Glück!

 

Dann liegt da oberhalb noch irgendwo ein Multi. Ja denn würden wir schon gerne noch holen. So direkt nach dem Essen den steilen Hang hinaufeilen, bringt einem ganz schön ins Schwitzen, aber was tut man nicht alles für einen Cache. Beim Kreuz war die erste Zwischenstation.
Interessant, was sich da in den Wäldern oberhalb des kleinen Dorfes alles befindet…

 

Dies war ein toller Ausflug. Hat echt Spass gemacht. Danke ady73.

Wie viele Pässe waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die Pässe Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur Süd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pünktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

Während dem wir unseren  z’Nüni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren Motorrädern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter über den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe Mühe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um überall zu überholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hätte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

Früher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geäussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wäre seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also über den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit Längerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo über Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

Glücklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die Räder.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten Untersätzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte Tanksäule in Splügen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hätte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in Splügen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schüchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas Verspätung erwarten muss.
Also ging’s weiter über den Splügenpass.

Wow, was für ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brütende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der Splügenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum Glück ging’s jetzt wieder langsam aufwärts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten für den restlichen Heimweg, direkt über den Julier, über den Albula und die Lenzerheide oder über den Flüela.
Wir haben die mittlere Variante gewählt und haben die zwei restlichen Pässe mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere Motorräder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei für’s Mitkommen und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen Verspätung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Sommerferien 2017 Deutschland von Stadt zu Stadt

Antonio war diesmal bereits vorgängig alleine in den Ferien. Er durfte als Stellvertreter von Emanuel Elsa für das Numberone-Magazine mit Honda Motos von Oslo ans Nordkap fahren.

Dienstag 04.07.2017

Heute holte Silvia ihn am Flughafen in Zürich wieder ab. Da sie in einen Stau geraten war, kam sie etwas spät an, doch sie erblickte Kay Brem sofort bei der Gepäckausgabe und da wusste sie, dass die beiden Jungs auch nicht früher dran waren. Lustigerweise stand Kurt, ein ehemaliger Arbeitskollege von Antonio direkt neben Silvia. Er holte seine Enkel ab, die mit dem selben Flug von Oslo gekommen waren.

Wir freuten uns sehr, dass wir uns endlich wieder in die Arme schliessen konnten.

Nachdem wir uns von Kay und später auch von Kurt verabschiedet hatten, ging unsere Reise los.
Silvia hatte uns kurzfristig bei ihren Verwandten angemeldet, und somit war dies unser Zwischenziel. Dort wurden wir freudig empfangen und für uns war sogar noch Abendessen bereitgestellt. Das genossen wir sehr, da schon ein Hüngerchen aufgekommen war.

Antonio hatte so viel Zeugs dabei, dass wir erst mal ein wenig Ordnung machen mussten, bevor wir uns in unserer fahrbaren Zweitwohnung wohlfühlen konnten.

Dann noch kurz geduscht und den gemütlichen, warmen Sommerabend mit einem Schwätzchen genossen. Antonio hat sogar einen guten Kaffee bekommen, was im Norden eher selten war.

Mittwoch 05.07.2017

Erst haben wir ausgeschlafen, dann gefrühstückt, noch ein paar organisatorische Sachen geklärt solange das Internet uns noch zu r Verfügung stand und uns dann auf den Weg gemacht. Ach ja, ich hab wohl noch gar nicht gesagt, was unser Ziel ist. Das Müssmannhaus (GC48D69), ein Geocache der besonderen Art. Schon vor über einem Jahr hatten uns Petra und Frank angefragt, ob wir uns mit ihnen auf dieses Abenteuer begeben wollen. Und heute war der Tag gekommen, an dem es endlich soweit war.
Um 18:00 Uhr hatten wir den Termin. Wegen Rumtrödelei und Stau waren wir erst um 17:40 Uhr dort. Frank und Petra erwarteten uns schon ganz ungeduldig. Die Autobatterie, die unerlässlich ist um den Cache zu lösen, hatten wir dabei. Kurz vor 18:00 Uhr kamen dann auch noch Celine und Heike, die angekündigt hatten, dass sie uns zum Essen einladen werden. Sie hatten ihren Termin für den Cache direkt im Anschluss um 20:30 Uhr.

Pünktlich zu unserem Termin hörten wir einen Klicken und das Schloss war freigegeben.

Dann begann der Spuk. Petra und Antonio krochen in den dunklen, gruseligen, engen Container. Die Geräuschkulisse war beängstigend, doch die beiden Mutigen quetschten sich durch die schmale Öffnung.

Kaum waren sie weg, öffnete Celine ihren Kofferraum, welcher sich wie durch Zauberhand in einen Partyservice verwandelte. Es war wie im Schlaraffenland. Da gab es dreierlei Frikadellen, eingelegten Mozzarella, Lachsröllchen, Minihotdogs, Brötchen, Gemüsesticks, Dipsaucen, Kürbissuppe, Aprikosen-Käsekuchen, Schokocreme, Kaffee,…..es hörte gar nicht mehr auf mit Leckereien. Kein Wunsch blieb mehr offen.

Während dem Geniessen merkten wir kaum wie die Zeit verging, während die anderen beiden schwitzend, durch enge Gänge krochen und rätselten. Mitleid hatten die Draussengebliebenen zwar schon ein wenig, aber wirklich nur ein wenig. Erst nach knapp 2.5 Stunden kamen die beiden ausgehungerten, verschwitzen, aber glücklichen Cacher aus ihrem Bau. Sie sind erfolgreich gewesen, doch ohne den vorbereiteten Notfallzettel hätte das wohl nichts gegeben. Egal, Hauptsache geschafft. Was für ein Abenteuer!

Nun war Heike und MollyBär, die inzwischen auch angereist war, an der Reihe.

Antonio und Petra wurden erst mal mit Essen und Trinken versorgt, das hatten die beiden sich nun auch wirklich verdient. Während dem Essen erzählten die beiden von ihren Erlebnissen mit allen dazugehörenden Sorgen und Ängsten 😉
Frank, Silvia und Celine bewunderten die Geschichten zwar, neidisch waren sie jedoch nicht 😉

Celine berichtete noch von ihrer Reise durch den Norden, als wir plötzlich hörten, dass die beiden Suchenden bald fertig sein würden.

Das letzte Stück bereitete ihnen ganz schön Schwierigkeiten. Erst als wir ihnen den Teddy zukommen liessen, ging alles ganz schnell. Juhuuuu, alle hatten es wieder aus der Höhle des Löwen geschafft. Auch sie wurden aus dem Kofferraumcafé gestärkt, damit sie wieder zu Kräften kommen.

Bald setzte die Dämmerung ein und wir räumten alles zusammen, es war Zeit für die Verabschiedung. Wir suchten uns ein Plätzchen für die Nacht. Ein Parkplatz irgendwo in einem Dorf schien uns passend zu sein.

Donnerstag 06.07.2017

Schon um 5:20 Uhr hörten wir die ersten Tauben gurren. Auch Autos fuhren nicht zu knapp an uns vorbei. Trotzdem hielten wir es bis ca. 8:00 Uhr im Bett aus. Frühstück gab’s in einem nahegelegenen Café mit Bäckerei.

Nach einem Cache führte uns der Weg in Richtung Hannover. Dort erwarteten uns ganz tolle Dosen, ( Fairkauft (GC651VK) / Fairsteckt (GC4T0DQ) / Geoheimnisse SchAHAtzsuche: Zieh an einem Strang (GC65YHX) ) was wir nicht erwartet hätten. Die Stadt beeindruckte uns nur mässig, doch das machten die clever versteckten Dosen wieder wett. Am Nachmittag knurrte unser Magen langsam. In der Innenstadt in einem sehr guten Restaurant konnten wir ihn dann beruhigen.

Gegen Abend verliessen wir die Stadt und suchten einen Stellplatz. Etwas Ausserhalb wurden wir fündig. Wir freuen uns auf das Naturfreibad, doch leider stand da, dass dieses in 5 Min. schliessen würde. Fragen kostet ja nichts und so durften wir doch noch kurz eine Runde schwimmen und die Dusche dort benutzen. Das machte uns echt glücklich, denn genau das hatten wir jetzt gebraucht.

Antonio holte noch was zu Knabbern an der Tankstelle und so gab’s noch ein Bierchen und was zu Naschen um den Abend ausklingen zu lassen.

Freitag 07.07.2017

Wir hatten herrlich geschlafen. Frühstück gab’s in der Bäckerei um die Ecke, dann noch schnell einen Cache in der Nähe angefahren und los geht’s nach Bremen. Dass wir uns für die Überlandvariante entschieden hatten, war gut. Alle Autobahnen bis nach Hamburg waren gesperrt oder verstopft. Unter anderem wegen dem G20 Gipfel.

Kurz vor Bremen suchten wir drei Caches bei Windrädern. Dort wurde uns je eine Blutprobe von den Bremsen abgenommen, diese Mistviecher!

In der Innenstadt hatten wir erst etwas Mühe ein Parkhaus zu finden, welches genug hoch für unser Auto war. Als wir eins gefunden hatten, machten wir die Altstadt unsicher. Echt schön da! Ein spezielles Gässchen hatte es uns besonders angetan. Böttcherstrasse hiess die spezielle Attraktion, wie wir im Nachhinein erfahren haben. Dort bekamen wir unter anderem einen Einblick in die Kunst der Zückerliherstellung. Natürlich durften auch die Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen. Zum Schluss gab’s noch ein Eis.

Und schon setzten wir unsere Reise fort. Bremerhaven steuerten wir an. Hier kauften wir erst mal Tickets, um am nächsten Tag nach Helgoland zu fahren, mit der Fähre versteht sich. Als wir diese hatten, konnten wir beim Hafen gemütlich noch ein wenig cachen. Irgendwann begann der Bauch sich zu melden. Also suchten wir ein Restaurant, in welchem wir, also vor allem Silvia, sehr gut gegessen haben. Sie hatte sich für den Fischteller entschieden.

Nach dem Essen haben wir noch einen Abstecher auf den Deich gemacht. Von dieser Aussichtsplattform aus konnte man über die ganze Stadt und den Hafen sehen.
Als wir unten wieder raus wollten, brauchten wir das gelöste Ticket nochmal. Antonio kam mit seinem gut raus, doch Silvia war eingesperrt, ihr Ticket schien die Gültigkeit auf dem Weg verloren zu haben. Na toll, und wie kommt sie jetzt wieder raus??? Nach einigen Versuchen hat’s dann doch noch geklappt, sie musste nicht über die Absperrung klettern, worüber sie echt froh war.
Ein abendlicher Spaziergang mit ein paar Dosen führte uns der Küste entlang, durch die Innenstadt und wieder zurück zum Parkplatz.
Zu übernachten versuchten wir auf dem Hafenparkplatz. Hoffentlich werden wir da nicht verschickt…

Samstag 08.07.2017

Da wir das Dach unten gelassen hatten, wurden wir auf dem Parkplatz in Ruhe gelassen.
Unten ist es etwas enger, weswegen wir nur mittelgut geschlafen haben.
Ein Café zu finden, das um 8:00 Uhr schon geöffnet ist, stellte sich als recht anspruchsvoll heraus. Im Atlantahotel, welches unten im Deich drin ist, wurden wir aufgenommen. Eigentlich ist das Frühstück für die Hotelgäste, trotzdem wurden wir freundlich bedient und durften uns, gegen einen kleinen Aufpreis auch am Buffet bedienen.



Die MS Fair Lady wartete schon am Hafen und brachte uns nach Helgoland. Über drei Stunden dauerte die Fahrt. Kurz vor dem Ziel wurden wir darauf hingewiesen, dass wir mit kleinen Booten auf die Insel gebracht werden. Das dauerte nochmal eine Weile, war aber ein spezielles Erlebnis.
Aufgrund unserer massiven Verspätung, hatte sich der Inselaufenthalt verkürzt. Nur noch knapp zwei Stunden blieben uns. Also los; eine Dose nach der anderen wurde angesteuert. Die Felsen waren schon recht beeindruckend, nur die vielen stinkenden Vögel fanden wir nicht so toll.
Wie man es von Silvia nicht anders kennt, mussten noch ein paar Postkarten her. Auf dem Postamt liess sie sich erklären, wo man was für Stempel bekommt und so verteilte sie (als alte Briefmarkensammlerin) ihre Sendungen ganz gezielt.
Auf der Insel ein paar Karten im Eiltempo geschrieben, eine im Postamt abgegeben, eine in den Briefkasten und die anderen dann auf der Fähre eingeworfen, da diese wieder einen separaten Stempel bekommen.
Die drei Stunden Rückfahrt machten ganz schön müde. Antonio träumte davon, dass wir anstelle diese Ausflugs auf einem Leuchtturm hätten einen STF machen können und dann dort übernachten. Dies hatten wir leider zu spät erfahren, sonst wäre das wohl das vorgezogene Programm gewesen. Aber Helgoland war auch ganz ok, nur die Überfahrt dauerte schon ganz schön lange.

Dafür hatten wir uns dann ein leckeres Abendessen verdient. Dieses gab’s in der Strandhalle gleich am Hafen. Ein Buffet erwartete uns. Da griffen wir nach Herzenslust zu. Silvia kam auch endlich zu ihrem lang ersehnten Hering.

Während des Essens setzen sich zwei ältere Damen an den Nebentisch. Die waren ganz schön neidisch als sie unser Essen sahen. Ihre Erlebnisse vom Essen im Hotel und noch ganz viele andere Geschichten unterhielten uns von Gang zu Gang. Die Bedienung liess zu wünschen übrig, dafür war das Essen gut.

Da wir das Auto im Parkhaus hatten, entschlossen wir uns, es auch gleich über Nacht dort zu lassen. Stört ja niemanden, wenn wir darin schlafen. Gesagt, getan!

Sonntag 09.07.2017

An diesem Morgen liessen wir uns zu einer Bäckerei navigieren, was prima geklappt hat.
Ich und du – Schuhbidu! (GC5NBRP)

  

Das nächste Ziel war Carolinensiel. Von dort aus hatten wir eine Wanderung ins Meer hinaus geplant. Mehr dazu später.

Da der Wesertunnel gesperrt sei, hatten wir erst Angst, bis nach Bremen hinunter zu müssen, doch die Sperrung betraf nur die Gegenseite und so konnten wir ohne Probleme an unser Ziel gelangen.

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingenistet hatten, wuschen wir erst mal, denn Antonio hatte noch ganz viel Wäsche aus Norwegen dabei.

Die beiden Caches, die auf unserem Programm standen, waren weit im Meer draussen. Der eine 1.8 km, Anton’s Laufsteg…. (GC636C8) der andere 3.7 km. Bis ans Ende der Welt (GC5AEB7)
Um da hin zu kommen, mussten wir die Ebbe abwarten. Um 17:45 Uhr wagten wir uns hinaus aufs Meer ohne Wasser. Die Wanderung war ziemlich anstrengend.

 

An Stelle von Steinen lagen da nur Muscheln rum, Millionen von Muscheln. So viele hatten wir noch nie gesehen. Zur Orientierung war der Damm da, auf bzw. neben welchem wir her wateten. Es dauerte eine Weile, bis wir beim ersten Cache waren. Der Behälter wollte sich erst nicht öffnen lassen, doch mit etwas Gewalt ging’s dann zum Glück.

Dann wanderten wich noch weiter bis ans „Ende der Welt“. Hier bekam Antonio erst mal einen Schrecken, weil der Behälter offen war. Glücklicherweise war alles noch drin. Dann kletterte er noch nach ganz oben, bevor wir den Rückweg unter die Füsse nahmen.

Was waren wir froh, als wir endlich wieder am Ufer standen. Das Wandern machte müde und hungrig. Also genossen wir das Fischbuffet bevor es abgeräumt wurde und schon war wieder Zeit fürs Bett.

 

Montag 10.07.2017

 

Den Norden hatten wir nun gesehen. Bloss, wo gehen wir als nächstes hin? Eigentlich waren unsere Pendenzen abgearbeitet. In Hamburg hätten wir noch „Voss Margarine (GC18182)“ offen. Der G20 Gipfel mit all seinen Krawallen war inzwischen vorüber, also wagten wir uns dort hin und stoppten hin und wieder für ein Büxli oder um den Magen zu füllen.

 

Mit dem Wetter hatten wir Glück, denn es regnete nur ganz schwach.

Im Anschluss an diesen Fund, fuhren wir weiter Richtung Osten nach Schwerin. Dort wurden wir mit einem wunderschönen Schloss überrascht. Wow, was für ein Anblick! Nachdem wir den Bus auf dem Altstadt-Stellplatz parkiert hatten, suchten wir einen Cache. Dies war das letzte Bundesland, welches auf unserer Karte noch gefehlt hatte. Juhu, Statistik gefüllt!

Hunger und eine volle Blase führten uns in die alte herzogliche Dampfwäscherei zum Essen. Dies war eine sehr gute Wahl, wie sich herausstellte. Einerseits, weil der Regen in voller Kraft zur Erde niederprasselte, sobald wir das Lokal betreten hatten, andererseits, weil das Essen einfach Spitze war. Es hatte zwar seinen Preis, aber das war durchaus gerechtfertigt.

Pünktlich zum Ende unseres Mahls, verabschiedete sich der Regen, so dass wir das Schloss umrunden konnten. Ein sehr lohnenswerter Schlossgarten! Auch die weiteren Gärten, die zur Anlage gehörten, wollten wir noch bestaunen. Ein Multi führte uns bis zum hintersten Park. Der Rückweg zog sich dann ganz schön in die Länge. Dafür hatten wir viel Schönes von der Stadt gesehen.

Nun waren wir wirklich müde und hauten uns sofort aufs Ohr.

Dienstag 11.07.2017

Als erstes fuhren wir eine öffentliche Toilette an, da diese auf unserem Stellplatz gefehlt hatte. Im Anschluss suchten wir eine Bäckereicafé. Diesmal waren die Gipfeli zwar etwas trocken, aber war ok, wir hatten ja Kaffee um sie darin etwas aufzuweichen 😉

Während wir uns über ein weiteres Reiseziel Gedanken machten, viel Antonio ein, dass wir schauen könnten, ob in Polen noch ein FTF offen ist. Tatsächlich wurde er nicht weit über der Grenze fündig. Ein Mystery, bei welchem Pinkpetra uns beim Lösen behilflich waren. Voller Freude (also Antonio) in Richtung Osten (Silvia ist nicht so Fan von dem Zielland) gedüst. Drei Stunden dauerte die Fahrt. Was man nicht alles für einen FTF macht…

Tatsächlich war das Logbuch in der Gasmaske auf dem Baum noch leer. Antonio freute sich wie ein kleines Kind, während Silvia unten von den Mücken fast aufgefressen wurde.

Kaum waren wir wieder in Deutschland, fragte uns Pinkpetra, warum unser Log wieder verschwunden sei. Der Owner hatte in gelöscht. Das irritierte uns und machte auch etwas wütend. Also den Log wieder hergestellt und den Owner angeschrieben. Er meinte, dass dies ein Jubicache sei und wir daher den FTF nicht hätten loggen dürfen. Hmmm,….es tut uns zwar leid, dass die deswegen so aufgebracht sind, aber das entspricht nicht den Guidelines des Spiels und auch im Listing war nichts derartiges erwähnt. Bei uns werden Jubi-Lisitngs vorher ausgedruckt und mit den Jubilaren vor der Veröffentlichung gemacht oder halt mit den Reviewern so abgesprochen, dass sie dann rauskommen, wenn der Jubilar ihn auch holen kann. Wir hatten ja mehr als einen halben Tag verstreichen lassen seit der Veröffentlichung bis zu unserem Log. Jenu….jetzt ist es halt so. Aber für uns (also vor allem für Antonio) war dieser Länder FTF halt sehr wichtig…

Was uns in Polen gut gefallen hatte war, dass neben den Ampeln jeweils stand, wie lang noch rot bzw. grün ist…

Plötzlich hatte Antonio die Idee, dass wir den Legocache (GC13Y2Y) in Berlin nochmal suchen könnten. Den hatten wir beim letzten Besuch dort nicht gefunden. Also los! Kaum in der Stadt bereute Antonio seine Idee, da er Autofahren in Grossstädten überhaupt nicht mag. Immerhin konnten wir endlich den Legocache finden. Ein Frappuccino aus dem Starbucks war der Lohn dafür, den wir uns gönnten. Pinkpetra schickten uns noch einen empfehlenswerten GC Code, Touristic-Spot: Hackesche Höfe (GC2EB4), also fuhren wir den auch noch an. Dort angekommen, wurden wir sofort entlarvt. Der nette Herr, der seinen Roller immer vor dem Cache parkiert und schon viele Sucher beobachtet hatte, war so freundlich, uns die Dose aus dem Versteck zu holen. Das ist ja mal ein Service der Extraklasse!

Mit „First in Berlin“ schlossen wir den Besuch der Stadt ab. Nächstes Ziel: Einen Stellplatz mit Essensmöglichkeit in der Nähe finden.

In Ferch wurden wir fündig. Der Camping war extrem teuer, der Inhaber eher unfreundlich und Duschen hätte extra gekostet….hm…naja… ist ja nur für eine Nacht.

Zum Schwälbchen hiess das Restaurant im Dorf, welches wir angepeilt hatten. Rehbraten klingt doch gut. War er zwar auch, gut etwas trocken vielleicht, aber eine riesen Portion. Schade, dass wir einen Teil wieder zurückgeben mussten.

Die Stammtischbesucher kamen zwar kaum noch selbständig bis zur Toilette, aber sie waren friedlich und freundlich.

Na dann sind wir mal gespannt, wie gut wir auf dem Camping schlafen werden. Gute Nacht.

Mittwoch 12.07.2017

Geschlafen haben wir gut. Frühstück gab’s im Bus. Nach dem Besuch eines Earthcaches im Dorf, ging’s weiter in Richtung Süden. Kurz vor Erfurt, beschlossen wir, in dieser Stadt eine Pause einzulegen, zumal uns ein spezieller Cache dorthin locken wollte.

Trotz Regen das Cachen, Kaffee und Kuchen genossen und dann die Stadt wieder verlassen.

Zwei Uralt-Cache, Milumil (GC14A7) / Wildpark Karlsberg (GC38EC), die südlich von Würzburg liegen, hatten wir ins Auge gefasst. Doch erst mussten wir einen Weg dorthin finden, was mit all den Umleitungen gar nicht so einfach war. Nach ein paar Umwegen, und andere Caches, sind wir dann an unser Ziel gekommen.

    

In Tauberrettersheim fanden wir einen Stellplatz und ein gutes Restaurant. Der Stellplatz war sehr speziell: Eine Wiese mit einem Wohnmobilschild vorne dran. Ok…

In der Krone verköstigte sich Silvia mit Ochsenbäckchen und für Antonio gab’s ein Ribeye Steak. Beides schmeckte vorzüglich. Als wir unseren Stellplatz wieder anfuhren, waren wir da bereits nicht mehr die Einzigen. Wir genossen dann noch einen Spaziergang mit einigen Caches als Dessert vom Dessert.

 

Donnerstag 13.07.2017

Nun traten wir die Heimreise an. Erst gab’s noch Frühstück in der kleinen Dorfbäckerei. Der nette Bäcker bediente uns sehr freundlich, auch wenn das normalerweise, die Arbeit seiner Frau ist, diese aber heute nicht anwesend war.

Am Nachmittag kamen wir zu Hause an. Schon schön, wieder zu Hause zu sein. Ady kam noch zu einem Bierchen und so hatten wir, da ja Donnerstag ist, einen kleinen internen Hock.

Freitag 14.07.2017

Da Antonios Papi heute Geburtstag hat, wollten wir ihn besuchen. Um 11:00 Uhr trafen wir in Niederhasli ein. Auch weitere Gäste, sassen auf dem Sofa. Ein Glas Sekt um anzustossen und schon bald brachen wir auf. Da war was geplant, nur wussten wir nicht was. Mittagessen in einem Restaurant mit Buffet. Das war sehr gemütlich und gut in dieser Runde.

Am Nachmittag schauten wir noch den Flugzeugen bei ihrer Landung und den Starts zu (und den Bauarbeitern, die das WC reparieren oder absperren sollten)…

Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns, da wir noch auf die andere Seite der Stadt wollten und dies vor dem grossen Feierabendverkehr besser geht.

Silvias Bruder und seine Frau wurden noch besucht. Mit frischen Früchten und gesalzenen Mandeln wurden wir verwöhnt.

Am frühen Abend traten wir die Heimreise an. Dies war ein schöner Tag um unsere Ferienreise abzuschliessen.

Das waren unsere gemeinsame Ferien.

Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Dienstag 04.07.17 Rückreise von Alta über Oslo nach Zürich.

Um 5.15 Uhr klingelte der Wecker. Wecker? Wieso  klingelt der jetzt? Und zack, war er abgeschaltet. Aber halt mal! Das hat ja einen Grund warum der geklingelt hat, stimmt ich muss noch ein letztes Mal früh aufstehen.

Kurz gefrühstückt und schon wurden wir zum Flughafen gebracht. Das Wetter lies zu wünschen übrig, doch heute war mir das egal 😉

Das erste Flugzeug brachte uns mit einem kurzen Zwischenhalt nach Oslo. Dort hatten wir zwei Stunden Aufenthalt, während welchem ich mir gerne einen Starbucks Kaffee gegönnt hätte. Ich sah immer Leute mit angeschriebenen Bechern vorbeilaufen, doch es dauerte ganz schön lange, bis ich den begehrten Laden gefunden hatte. Dort wollte ich eigentlich einen Latte Macchiato für mich und einen Espresso für Kay. Doch die haben mich nicht richtig verstanden und stattdessen bekam ich einen Latte mit ein paar Espressi drin. Ich erklärte mich nochmal und bekam dann endlich was ich wollte.
Kay haute es fast zurück als er den ersten Schluck des Getränk zu sich nahm. Der muss sowas von stark gewesen sein…
In der Wartehalle montierte Kay noch ein paar Kleber auf seinem (neuen) Helm.

 

Schon bald stand das Flugzeug, welches uns in die Schweiz zurückbringen sollte bereit und wir durften einsteigen.

    

Nach der sicheren Landung in Zürich warteten wir auf unser Gepäck. Silvia stand bereits hinter der Scheibe und wer ist denn das? Neben ihr ein Mann? Denn kenn ich doch. Kurt? Was macht der denn hier?
Auf dem gleichen Flug waren seine Enkel, die er abholen wollte. Zufälle gibt’s!
Kay wurde ebenfalls abgeholt und so trennten sich hier unsere Wege.

Vielleicht wiederhole ich mich, wenn ich sage, dass dies ein einmaliger, hammercooler Spitzentrip war, den ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei Emanuel Elsa vom Numberone-magazine, der mich auf diese Reise geschickt hat, bei Honda für die super Organisation bis ins kleinste Detail und bei Kay, ohne den die Reise wohl nur halb so viel Spass gemacht hätte.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf.
Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!

Montag 03.07.17 Tag 8. Ziel erreicht!!!

Als ich heute Morgen, sehr früh aus dem Fenster schaute, sah es nicht gut aus mit dem Wetter; Bewölkt, kalt und nass 🙁

Der letzte Tag begann so wie auch die ersten angefangen haben.

   

Das tägliche Ritual wurde heute von einer Klavierbegleitung untermalt. Allerdings schien diese so beruhigend zu sein, dass Kay gleich wieder eingepennt ist. Nachdem wir ihn wieder wach bekommen hatten, düsten wir los. Ziel: Nordkap!

Schon bald rieselten ein paar Regentropfen auf uns herunter, war aber nicht so schlimm und trotz kühlen 10-14°C hat es Spass gemacht. Die Renntierwarntafeln machten heute wirklich Immer wieder hab ich welche gesehen. Zum Glück fast immer mit sicherm Abstand zur Strasse.

 

Diese Renntiere (wie auch die Kühe) leben anscheinend am liebsten dort wo die Landschaft sehr karg ist und nicht mal in den Wäldern. Unglaublich, manchmal sah ich sogar grosse Gruppen mit mindestens 30 Stück samt Jungen, sooo herzig.

Die Spannung und Emotionen stiegen mit jedem Kilometer, den ich dem Ziel näher kam und dann…

…Juppiiii wir sind da!!! Die Honda Africa Twin hat mich zuverlässig ans Ziel gebracht. Ich bin begeistert von dem Motorrad. Diese Honda ist wie geschaffen für solche Trips und wir waren ein tolles Team! Danke Honda 🙂

       

Nachdem sich die Freude ein bisschen eingepändelt hatte und das erste Fotoshooting vorbei war, gab es noch eine Rede vom Honda Manager Vito Cicchetti.

Danach war ein leckeres Essen angesagt, natürlich mit Dessert.

 

Selbstverständlich hab ich auch den Tradi gesucht und geloggt.

Komme wahrscheinlich nicht so schnell wieder hier hoch. Dann machte ich noch ein paar Bilder für den Earth und genoss es die letzen 8 Tag Revue passieren zu lassen.

   

  

Wir können alle Stolz auf uns sein, ein tolles Team und alles bis ins kleinste Detail von Honda geplant und durchorganisiert. Das war Luxsus der Extraklasse!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Emanuel Elsa vom NumberOne Magazin und an Honda!

Ach ja, nun aber wieder zurück zum Bericht 🙂

Bevor es dann wieder nach Alta ins Hotel gehen konnte, mussten wir noch warten bis die Facebook Liveübertagung erledigt war, das dauerte noch einen Moment, machte aber nichts denn ich hatte ja noch einen Auftrag von meinem Schatz!

  

Ich soll ihr eine Postkarte senden vom Nordkap, denn sie sammelt Briefmarken:-) Zum Glück hab ich dran gedacht 😉

Dann hab ich, natürlich aus lauter Gewohnheit noch die noch offenen Büxlis runtergeladen ohne grosse Hoffnung, dass es hier in der Gegend etwas zu holen gibt…

…doch da ist einer! Ich hatte keine Ahnung, ob der auch in meiner Richtung liegt (wobei es hier oben so viele Richtungen gar nicht gibt 😉

Habe den Tradi mal angepeilt und mir die Distanz gemerkt, wann ich wieder auf die Karte schauen muss. Das war in ca.90 km.

Ja klar, ich war wieder voll im Adrenalinrausch, die Kombination vom gerade Erlebten und einem weiteren möglichen first to found mit der Honda; unbeschreiblich! Dazu machte noch ein Gerücht die Runde, dass die Rennleitung in Lauerposition sei! Supi…

Jedenfalls startete ich „wieder mal“ als erster 😉

Die Sonne zeigte sich nun auch wieder und ich musste mal anhalten um ein Bild zu schiessen. Da sieht man die Quelle und weit unten zwei Seen, oder ist das eine das Meer?

Und wieder sah ich viele Renntiere von nah und fern.

Mannn können 90 km lang sein!

Als ich dann auf die Karte schaute, hab ich die Hoffnung aufgegeben. Es schien so, als ob ich einen anderen Weg nehmen muss….Doch dann….Die Freude war riesig als ich bemerke, dass ich goldrichtig lag. Ich muss die offizielle Route nur für 4km verlassen, das passt.

Zum Glück hab ich das auf dem Hinweg zum Nordkap nicht gewusst 🙂

Der 0 Punkt lag bei einer Bushaltestelle.

Ich umrundete diese und fing schon an zu zweifeln.

Also Helm ab und nochmal rundherum und… Zufällig berührte ich was. Das war der Cache und ich war der erste 🙂

Wow, perfekter kann der Tag ja gar nicht sein.

Name eingetragen, Fötali gemacht Helm auf und zurück auf die Route mit einem breiten Grinsen im Gesicht und Vollgas 🙂

Kaum wieder auf dem richtigen Weg, kam ein SMS von Honda, man solle beim Punkt 5 tanken. Ja supi, ich war schon bei der Punkt 7.

Die Tankanzeige hatte sich schon ziemlich gesenkt, doch vielleicht reicht das Benzin ja noch…
Hab ich da gerade ein déjà-vu? Hatten wir das nicht schon mal mit dem Benzin?

Plötzlich lag dieser Geruch von Regen in der Luft und wirklich, nach zwei Kilometern begann es zu regnen. Komischerweise machte mir das überhaubt nichts aus. Ein so geiler Tag kann auch der stärkste Regen nicht versauen. Zudem ich war ja eh auf dem Weg ins Hotel.

In Alta angekommen, mittlerweile ohne Regen, war ich wieder mal einer von den ersten! Trotz Umweg! Muss ich mir Gedanken machen? Nein, mach ich nicht. Ach ja, der Tank hatte auch gereicht 😉

Somit war der Trip mit der Africa Twin zu Ende.

Alles Persönliche ausbauen, Schlafsack abschnallen, Topcase leeren und Töff abgeben.

Ja, da war ich schon ein bisschen traurig, dass die so eine hammergeniale, aber auch anspruchsvolle Tour  nun zu Ende war.

Wie sag ich immer?
„Man kann nicht immer gewinnen“, aber dieses mal hab ich gewonnen 🙂

Fun ohne Ende, tolle Leute kennengelernt, ein geniales Motorrad fahren dürfen und noch nicht mal an meine Grenze gekommen. Zudem war ich sehr glücklich, alles heil überstanden zu haben, was ja auch nicht selbstverständlich ist.

Dann ging’s raus aus den Klamotten und ab unter die Dusche.

Um 19:45 Uhr gab es ein Meeting und um 20:00 Uhr wuden wir mit dem Bus zum Dinner abgeholt 🙂

Am Ziel angekommen erwartete uns ein Zelt oder zumindest sah es aus wie ein Zelt. Draussen war ein Feuer von Bänken eingekreist. Diese wiederum waren mit Rentierfellen zugedeckt.

Ein toll angerichteter Apero stand für uns bereit: Häppchen und was um den Durst zu löschen.

  

Nach dem leckeren Willkommensgruss, wurden wir in den edlen Speisesaal geführt, in welchem man uns erst mal mit diversen kleinen, exquisiten Vorspeisen verwöhnt hat.

  

Wir kamen uns vor wie Könige. Honda hat nicht nur eine perfekte Reise aus die Beine gestellt, sondern auch ein mehr als würdiger Abschluss aus dem Köcher gezogen.

Zur Hauptspeise fanden wir ein Rentier in unserem Teller, natürlich nicht ein Ganzes 😉

Hmmm…die Felle davon haben wir draussen ja bereits gesehen. Ob das wohl die selben waren? Oder sind es gar welche, die ich heute noch auf der Strasse gesehen habe? Besser nicht weiter studieren, sondern einfach geniessen.
Vom Geschmack her war es ähnlich wie Rind. Sag ich doch; die Kühe des Nordens 😉 Jedenfalls hat’s mir sehr geschmeckt. Auch das Dessert liess ich mir nicht entgehen, obwohl ich so müde war, dass ich auf der Stelle hätte einschlafen können.

Nach dem Essen wurde noch ein wenig geplaudert, bevor der Bus uns ins Hotel brachte….irgendwas von einer besonderen nächtlichen Überraschung war mal noch die Rede…aber davon berichte ich dann erst beim morgigen und letzen Bericht.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf.
Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben

  1. Sonntag 02.07.17 Es geht langsam dem Ende zu…

…jenu, c’est la vie!
Heute war ausschlafen angesagt. Obwohl ich um 5 Uhr hellwach war, konnte ich nochmals einschlafen bis der Wecker losging.
Was ich im Zelt zu kalt hatte, hatte ich diese Nacht viel zu heiss! Die Fenster lassen sich hier nur einen kleinen Spalt öffnen. Aber egal, Hauptsache ausschlafen…

Der morgendliche Ablauf war wie immer, morgenessen, Briefing und dann losfahren.

 

Für heute war Regen angesagt. Schon in der Nacht hatte es damit angefangen.
Als wir zum Morgenessen gingen war noch alles nass und der Himmel düster, doch im Moment regnete es nicht.
Ich entschied mich gegen Regenklamotten. Vielleicht bringt ja positives Denken die Sonne herbei.

Da wir die einstündige „Nachtfahrt“ gestern ausgelassen haben, machen wir diese Runde heute Morgen, bevor es Richtung Alta ging, so quasi als Aufwärmerunde.
Wir starten alle zusammen, also hintereinander. Eine geführte Gruppe sozusagen. Der grösste Teil führte uns der Küste entlang. Kein Regentropfen viel vom Himmel, dafür zeite sich bald die Sonne und es wurde immer wärmer.
Ziel der Aufwährmrunde war wieder die selbe Tankstelle wie gestern.

Ich war schnell und so düste ich gleich los in Richtung Alta. Ich freute mich auf die bevorstehenden 392 km. Mein erstes Ziel war der Lunchplace.
Wobei dieser wohl irgendwie verschoben wurde. Hab das beim Breafing nicht recht verstanden. Da wurden mir meine mangelnden Englischkenntnisse zum Verhängnis.
Ich war lange der Meinung der erste zu sein, wobei das ja grundsätzlich keine Rolle spielt, doch nach ca. 140 km schloss ich auf einen Spanier auf.
Dieser fuchtelte etwas herum, da ich nicht verstand, was er wollte, hielten wir an.
Tja, er hat den Tankstopp ausgelassen und fuhr jetzt schon auf dem letzten Tropfen und bis zur nächsten regulären Tankstelle reicht es ihm nicht mehr.
Zum Glück waren wir gleich beim Lunchplace, und wie wir das von der Hondaorganisation nicht anders gewohnt sind, waren sie auch für solche Fälle gerüstet, denn sie hatten Benzin dabei.

Vor dem Essen gab es aber noch Action; eine Offroadstrecke den Berg hinauf, inklusive Schaf-ausweich-Technik 😉

  

Da ich ja noch genug Benzin im Tank gehabt hatte, war ich der erste, der oben war und so konnte ich das superfeine Essen unseres Food Trucks in Empfang nehmen und bei einer wunderschönen Aussicht geniessen.
Auch der Rocker Kay strahlte wie ein kleiner Junge als er oben ankam, ganz nach seinem Gusto, wie er meinte. Es war ja auch wirklich eine coole Sache.

Hier noch ein kurzes Video von meinem Einsatz:

Die ganz Mutigen sind dann ganz im Off gefahren 😉 Nein, ich nicht!

  

Und wie man das von mir nicht anders kennt; beim Kaffee und Guzzeli, schaute ich was die FTF s in der Gegend so machen…
Ui, ganz in der Nähe vom nächsten Tankstopp sind sieben neue Caches rausgekommen. Na dann… da ich ja längst fertig war, könnte ich ja eigentlich schon starten. Gesagt, getan!
Trotz höherem Puls, stoppte ich hinund wieder um ein, zwei Bildchen zu schiessen.

  

Der erste Cache, den ich anpeilte war im Wald. Zuerst dachte ich es gäbe einen Weg dorthin, doch dem war nicht so. Also musste ich mein Bike im Wald abstellen und mich 150 Meter durch den weglosen Urwald kämpfen… noch mehr schwitzen in den dicken Töffklamotten.

Der 0 Punkt verarschte mich immer wieder und  ich suchte und suchte… das schlimmste waren die kannibalischen Mücken! Die wollten mich auffressen! Nun zahlten sich die Klamotten wieder aus.
Mit dem Hint konnte ich nicht viel anfangen, und so machte ich mich nach einer Weile zurück zur Honda.

Auch wenn ich viel Zeit verloren hatte, wagte ich einen zweiten Cache ganz in der nahe an der Strasse anzufahren. Allerdings musste ich dafür 6km Umweg in Kauf nehmen, da ein Fluss im Weg war.
Auch hier suchte ich eine Weile und musste dann aufgeben.

Ich musste nun ein Stück  auf der Route zurückfahren um zu tanken. Ich hab wohl zu lange im Wald rumgetrödelt! Alle waren schon durch! So musste ich halt mit meiner eigenen Karte ein paar Tropfen reinlassen. Selber Schuld!
Dann ging’s weier nach Alta. Wieder ganz schöne Landschaften und wieder im Egomodus unterwegs. Geht ja nicht anders, wenn alle schon weg sind 😉
Macht Laune so zu fahren, wie es einem grad passt oder spontan anzuhalten, wenn man ein passendes Sujet für ein Foto gefunden hat.

  

Dem Schnee war ich heute zwar ganz Nahe, doch die Temperatur lag trotzdem bei 20°C.

Jetzt weiss ich auch für was die „Vorsicht Renntier“ Tafeln überall herumstehen. Genau, eine Gruppe von circa sieben Stück spazierte gemütlich auf der Strasse herum! Ich zückte natürlich das Handy und versuchte das gerade Gesehene festzuhalten, bevor sie sich ohne Eile über die Leitplanke  aus dem Staub machten. Und siehe da, es hat geklappt 🙂

 

In Alta angekommen, ja ich bin schon ein bisschen Müde, wurde zuerst wieder vollgetankt und dann ging’s zum Hotel.

Da wurden wir auf den Parkplatz eingewiesen, wo dann die Mechaniker alles checkten damit wir morgen beruhigt unseren letzten Teil der Fahrt  zum Nordkap in Angriff nehmen können.

Den Zimmerschlüssel (den Luxus, dass wir immer Einzelzimmer bekommen haben, hab ich schon sehr geschätzt) abholen, die wohlverdiente Dusche geniessen und schon war es Zeit fürs Abendessen.

 

Das was von lecker, dass ich gleich zweimal schöpfen musste 😉

Nach dem Essen erkundete ich noch ein wenig die Gegend und suchte ein paar Dosen.

    

Morgen geht’s ans Nordkap, da freu ich mich ganz besonders drauf. Hoffentlich macht das Wetter mit, damit wir auch was sehen können von dem speziellen (fast nördlichsten Punkt) von Europa.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf.
Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.