Wenn das Schicksal zuschlägt, Teil 1

Wenn du diese Geschichte liest, wirst du immer zwei Sichtweisen vor dir haben. BLAU ist das Ganze aus Antonios Sicht, SCHWARZ ist die Perspektive von Silvia. So siehst du jeweils, wer was wie wahrgenommen und empfunden hat.

Freitag 29.9.2017 (Antonio)
Da steht man am Freitagmorgen den 29.September 2017 quitsch fidel auf und geht zur Arbeit, doch schon bald macht sich ein lästiges Ziehen vom linken Rückenteil her über den Bauch bis ins linke Bein bemerkbar.
Was zum Kuckuck soll denn das?
Na ja, sicher irgend eine Verspannung, was sonst.
Die ersten Reparaturen erledigt und schon geht es zum nächsten Laden. Schon bei der Fahrt dort hin wusste ich…das kann nicht normal sein, doch was ist schon normal!

Am Ziel angekommen mit der Arbeit begonnen, doch hier wollte es nicht so zügig gehen wie ich mir das erwünscht hatte.
Randale haben die Einfahrtsbarriere so geschlissen, dass ich nochmals nach Chur fahren musste um Ersatzteile zu organisieren.
Na ja, da rief mich auch grad noch Dani an und fragte mich wie es mir gehe.

Meine Antwort?

„Es zieht vom Rücken über den Bauch bis zum linken Ei.“ „Das will ich nicht so genau wissen,“ sagte er und fragte mich was anderes.

Meine Gedanken waren während der Fahrt so auf die Schmerzen konzentriert, dass ich instinktiv bei meinem Hausarzt um einen Termin gebeten habe.

Den hab ich dann auch bekommen, um 15:15 Uhr, doch so lange konnte ich nicht mehr arbeiten. Bin gegen Mittag nachhause gegangen und hab gewartet. Als mein Schatz die Wohnungstüre öffnete, ist sie erschrocken über meinen Zustand! Ich muss ja gfürchtig ausgesehen haben. Sie meinte nur… du kannst doch nicht bis um 15 Uhr warten.

Sie versuchte den Arzt nochmals zu erreichen, doch auch er macht Mittagspause.

Den Notfalldienst wollte ich dann doch nicht, was im Nachhinein nicht schlecht gewesen wäre! Unterdessen musste ich auch noch erbrechen, gegessen habe ich aber nichts, ausser etwas zum Morgenessen.

Tja… ich stieg dann, als es endlich Zeit war ins Auto und düste zum Termin.

Natürlich musste ich noch einen Moment abwarten, was mir sehr schwer fiel, die Schmerzen liessen mich nicht sitzen, nicht stehen nicht liegen!

Ich bekam schon ein bisschen Angst.

Der Moment, in welchem ich ins Arztzimmer durfte, war eine Erleichterung.

Alle waren nach meiner Beschreibung der Meinung, es könnte sich um Nierensteine oder so handeln. Darum nahm er das Ultraschallgerät zur Hand und es ging los mit der Untersuchung. Da ist alles ok, da auch nichts zu sehen, doch dann… er machte grosse Augen, nein, sehr grosse Augen. Ich sagte ihm noch, er solle doch nicht so ein Gesicht machen.

Er könne nicht anders, es täte ihm Leid… aber das Ding da gehört definitiv nicht dort hin! Es ist 7 cm gross und befindet sich auf der linken Seite unterhalb der Rippen.

Er sagte mir:

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Ein Wochenende auf der Älggialp

Gestern waren wir noch in Obermutten beim Essen mit den MiniBeiz-DiniBeiz-Kollgen von der GR-Woche,
und heute Samstag 23.09.2017 hatten wir einen Eventbesuch auf der Älggialp, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz.

Da Silvia nicht gerne früh aufsteht, wir aber noch ihr Auto in Chur holen mussten, da wir das am Vorabend vergessen hatten, waren wir etwas knapp dran und mussten uns beeilen. Dank einem Überlegungsfehler kamen wir dann doch früher als erwartet auf der Alp an.

Erst mal gönnten wir uns ein gutes Mittagessen im Restaurant, bevor wir uns an die eigentliche Eventlocation begaben. Es gab doch einige Cacher, die sich an diesen Ort verirrt hatten, um das Einjährige Jubiläum der Grand Tours Serie (GC78W0V) zu feiern. Kuchen, Wein und Saft wurde von den Ownern spendiert, vielen Dank dafür. Zwischendurch spazierten wir noch zur neuen Dose (Mittelpunkt der Schweiz „light“ (GC6MXZA), welche anscheinend kurz zuvor gepublischt worden war. Zurück bei den Leuten, gab’s dann die Ehrungen, bei welcher wir, Stellvertretend für alle Reviewer, auch verdankt wurden und einen tollen Grand Tour Coin erhalten haben, danke auch dafür.

Kurz darauf war die Verlosung der weiteren Coins und der Grand Tours Dose, welche zugleich das Logbuch darstellte.

Im Anschluss führte Peter uns zum wirklichen geografischen Mittelpunkt der Schweiz. Da dieser nicht so leicht zugänglich ist, wie der, sagen wir mal touristische Mittelpunkt, waren wir froh um den Führer, der uns sicher den Weg wies. Auch andere interessante Infos gab er preis. Natürlich war ein Cache dort GCK8NY, sonst hätten wir uns diesen Strapazen wohl kaum unterzogen, denn es war ganz schön steil.

 

Zurück beim Nullpunkt, waren die meisten bereits wieder nach Hause gereist oder haben sich ins nahegelegene Restaurant verschoben, was wir auch gleich taten.

Kurz nach 17:00 Uhr wurde es leer, da niemand bis um 19:00 Uhr warten wollt um wieder ins Tal zu kommen. Hoch darf man nur zu den geraden Stunden fahren, runter nur zu den ungeraden.

Also waren wir alleine da oben. Der Chef de Service fragte sich, wo wir übernachten würden. Doch dieses Geheimnis liessen wir uns nicht so schnell entlocken. Mit Peter hatten wir das zuvor bereits abgesprochen…

Gemütlich spazierten wir zum Wasserfall, dann besichtigten wir die Kapelle und dann war es Zeit fürs Abendessen. Silvia bestellte sich eine Kürbissuppe, während Antonio die Älplermakaronen probierte. Ein Fläschchen Wein dazu und so war der Abend perfekt.

 

Dem Chef de Service war unser Verbleib noch immer ein Mysterium, weshalb er fragte, in welchem Zimmer wir denn seien, uns habe doch noch niemand ein Schlüssel ausgehändigt. Wir antworteten ihm, dass wir nicht in einem Zimmer bei ihnen seien, womit er sich zufrieden gab.

Nach dem Dessert (Cheliparfait mit Lebkuchen), machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Dort richteten wir uns ein und genossen es, dem nahegelegenen Bach und der Natur zu lauschen.

Sonntag, 24.9.2017

In der Nacht hat es immer wieder geregnet. Teilweise so stark, dass wir nicht wussten, ob wir am Morgen von unserem Parkplatz wieder weg kommen würden.

Glücklicherweise sah es dann im Hellen gut aus und auch die Sonne begann uns zwischen dem Nebel ein paar wärmende Strahlen zu schicken.

Zum Frühstück begaben wir uns ins Restaurant, wo wir uns nach Herzenslust am Buffet bedienen konnten. Da der Nebel in der Zwischenzeit fast vollständig von der Sonne verdrängt worden war, haben wir uns entschieden, noch einen Spaziergang bzw. eine kleine Wanderung auf die obere Ebene der Alp zu unternehmen. Ein See mit einem Cache hätten wir dort erwartet  (Seefeld GC2F9NX). Angekommen auf der nächst höheren Plattform war aber noch nichts. Also mussten wir noch ein Stockwerk höher hinauf, bis wir dann den See im Blick hatten. Die Dose lag dann noch eine weitere Etage höher und so zog sich die Wanderung mehr in die Länge als erwartet. Dafür genossen wir eine herrliche Aussicht bei wunderschönem Wetter.

 

Während des Abstiegs bewunderten wir noch den Wasserfall von oben her oder zumindest das, was man davon sehen konnte.

Zurück auf der Aelggialp warteten wir bis unser Slot zur Runterfahrt an der Reihe war. Um Punkt 13:00 Uhr konnten wir starten. Im Tal mussten wir uns für eine Rute entscheiden, auf welcher wir die Heimfahrt in Angriff nehmen würden. Im letzten Moment bog Antonio so ab, dass wir erst in Altdorf landeten, wo wir noch einen Cache beim Telldenkmal offen hatten. Dieser hatte sich uns bei der letzten Suche nicht zeigen wollen, doch diesmal konnte er sich nicht lange vor uns verstecken. Zur Belohnung gönnten wir uns in der nahegelegenen Confiserie einen leckeren Zvieri.

Dann führte die Reise uns weiter auf den Klausenpass. Immer wieder gab’s einen kurzen Cacherstop. Darunter auch einer, respektive 2 bei einem wunderschönen Wasserfall, den wir ohne Cache wohl gar nie zu Gesicht bekommen hätten.
 Berglistüber Wasserfall
 Zigerschlitz #3 – Hinter Wasser

Nachdem die Zivilisation wieder erreicht war, kam Silvia in den Sinn, dass sie noch gerne ins Light Ragaz gehen würde. Antonios Begeisterung hielt sich zwar in Grenzen, doch was tut man nicht alles um seinen Schatz glücklich zu machen. An der Abendkasse erhielten wir sogar noch zwei Plätze. Da diese aber erst für 19:30 Uhr waren, hatten wir noch Zeit fürs Abendessen im Trocadero. Pünktlich zur Abfahrt in die Schlucht waren wir wieder zurück. Ein eindrückliches Farbenspiel erwartete uns in der Taminaschlucht hinten. Wir genossen das Spektakel und gönnten uns vor der Rückfahrt noch einen Punsch und Kaffe. Die Brezel wäre eigentlich überflüssig gewesen, da wir im Grunde genommen noch immer satt vom Abendessen waren. Zurück in Bad Ragaz traten wir dann auch das letzte Stück der Heimreise noch an und schon war das spezielle Wochenende vorbei.

Hat Spass gemacht!

Testfahrt mit der MT09

Heute hatte ich die Möglichkeit die Yamaha MT09 2017 ausgiebig zu testen.
Was heisst ausgiebig? Ein Wort das sich relativiert je nach Ansicht.
Gestartet bin ich zusammen mit meinem Kumpel Erwin um 08:30 Uhr vom Motocenter in Chur aus gings erst mal Richtung Tessin.

An der MT09 ist mir sofort aufgefallen, dass man mit sitzen gleich vorne am Tank landet.
In Splügen angekommen war klar, dass wir den Pass Richtung Chiavenna nehmen würden.
In Monte Spluga war z’Nüni ziit 🙂 Also einen Stop eingelegt und die ersten Eindrücke verarbeitet.
Die MT09 und ich waren noch nicht so gute Kumpels. Mir passt das Einlenken nicht ganz, ich fühlte mich nicht ganz wohl. Spass machte es aber bis dorthin trotzdem.

In Chiavenna angekommen zeigte das Thermometer 32° an und das Verkehrsaufkommen war sehr hoch.

Ich freute mich das schöne Bergell hinaufzufahren bis nach Maloja. Dies gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsstrecken.

Die MT09 brachte mich mit ihrem 3 Zylindern und 115 PS problemlos und agil auch diesen spassmachenden Pass hoch.

Am BeachClub gab es ein kurzes Fotoshootig bevor es dann weiter ging zu unserem geplanten Mittagessen in Sfazù im Puschlav auf der anderen Seite vom Berninapass.

Auch dieser Pass ist ein Träumchen für Motorradfahrer. Es gibt viele langgezogene sowie engere Kurven. In Richtung Puschlav geht es natürlich mehrheitlich abwärts, doch so kann man sich wieder auf die Rückfahrt freuen, denn nach dem wie immer feinen (heute Pizzoccheri)  Essen im Restaurant Sfazù, ging es zurück ins Engadin.

Erwin und ich haben uns dazu entschlossen, wieder mal den Albulapass unter die Räder zu nehmen. Zuvor brauchten unsere Töffs aber was zu trinken. In La Punt wurde also getankt und ich staunte, nur 5,2 Liter hat die Yamaha gegurgelt.
Zu meinem Pech hat sich ein Hummelchen in mein Lederkombi verirrt! Ich muss wohl nicht erwähnen warum ich es bemerkte oder?(da soll mir einer sagen, dass Hummeln nicht stechen). Es brannte einen Moment lang höllisch. Da gibt es nur ein Gegengift, Adrenalin. 😉

Der Albula ist ein guter Pass um das Fahrwerk der MT09 ein bisschen herauszufordern.
Für meinen Geschmack ist die 193 kg fahrfertige Maschine ein bisschen zu weich. Ich mag es eher härtereingestellt, dennoch hatte ich nie ein ungutes Gefühl bei den zum Teil schlechten Strassenabschnitten.

Endspurt, über die Lenzerheide und wieder zurück zum Motocenter in Chur.

Es hat Spass gemacht mit dem 3-Zylinder, 4-Takt, DOHC, 4 Ventile und den 847 cm3  die 280 km über den Splügen, Maloja, Bernina, zurück wieder über den Bernina, Albula und die Lenzerheide zu fahren.

Wie Anfangs schon erwähnt, sind die MT09 und ich nicht die ultimativen Freunde geworden. Dies hat sich bis zum Schluss durchgezogen und kommt wohl daher, dass die Maschine zu wenig Gewicht aufs Vorderrad bringt.

Was mir ganz gut gepasst hat, ist zum Einen die zweistufige Tractionskontrolle, ob man die jetzt braucht bei den 115 PS sei dahingestellt, jedenfalls vermittelt es ein gutes Gefühl. Zum Andern finde ich den Quickshifter eine coole Sache. Wenn man das einmal hatte, will man es immer haben. Bei der MT09 könnte er noch etwas präziser arbeiten.

Die drei Leistungs-Modi:
A = Aggressiv
B = Regen
Std. = Standart, oder eine ideale Zwischenlösung.

Alles in allem, ein tolles Bike, bei welchem Preis / Leistung voll und ganz passt.

Danke Erwin für’s Begleiten und dem Motocenter in Chur für den bislang guten und zuverlässigen Service. 

Als ich dann die MT09 wieder abgegeben hatte, sattelte ich meine MT10 und düste durchs Versam hoch ins schöne Vals, wo ich von meinem Schatz schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Neue Kollektion: Silvias Bilder Sommer 2017

Inspiriert durch ein Bild, welches ein Kollege mir gezeigt hat, habe ich in diesem Sommer eine neue Kollektion (Acryl auf Leinwand) erarbeitet. In (für meine Verhältnisse) kurzer Zeit, sind drei Bilder entstanden, welche ich nun präsentieren darf:

Power

Inspiriert durch das Leben, den Sommer und die Kraft der Freude stahlt dieses Bild für mich einen gewissen Power (Lebenskraft) aus.

Felder

Die Fruchtbarkeit der Natur aber auch wahnsinnig viel Freiheit zu weiteren Interpretationen öffnen dieses Bild um das darin zu sehen, womit es einen im ersten Eindruck verbindet.

Meerblick

Zurück aus den Ferien hat mir das Meer (die Nordsee) ganz spezielle Erinnerungen an tolle Erlebnisse hinterlassen, welche ich in diesem Bild auf meine Art und Weise ausgedrückt habe.

Auch wenn es mir nicht bei allen drei Bildern leicht fällt, stehen sie zum Verkauf (Preis auf Anfrage). Das eine oder andere wird vielleicht bald in Vals im Schaufenster der Bibliothek zu sehen sein.

Nach 9 Jahren wieder in St. Martin

Vor ziemlich genau neun Jahren waren wir das letzte Mal in St. Martin.
Damals waren wir erst seit Kurzem zusammen. Das kleine Walserdörfchen hat uns schon damals sehr gut gefallen und wir wussten, dass wir da wieder hinkommen wollen.
Dass es allerdings neunen Jahre dauern wird, hätten wir damals wohl kaum gedacht.

Diesmal war es ady73, der uns zu diesem Ausflug animierte. Schon vor einem Jahr schwärmte er uns von dem leckeren Maluns vor, den man hier bekommt. Inzwischen haben die Wirte des Restaurants gewechselt, doch dieses Gericht steht noch immer auf der Karte. Also machten wir uns heute auf den Weg ins abgelegene Dörfchen. Unsere Mission: Maluns testen!

Ein rustikales Stübchen erwartete uns. Da fühlten wir uns gleich wohl, doch das gesuchte Gericht war draussen auf den Menutafeln nirgends beworben worden. Die Erleichterung war gross, als wir bei der Bestellung erfolgreich waren. Schon nach kurzer Zeit standen die drei Portionen Maluns vor uns. Jetzt sind wir aber gespannt. Ady73 schob erst mal seinen Käse zu Antonio rüber. Dann probierten wir vorsichtig,…..mhhhhh,lecker! Juhu, der Maluns hat den Test bestanden. Wirklich lecker! Gut, nicht ganz so lecker wie bei ady73 zu Hause, aber trotzdem wirklich gut. Während wir noch mitten am Essen waren, war ady73 sein Teller bereits leer. Gut für uns war es schliesslich das Frühstück, das muss man mit Bedacht geniessen. Zudem hatte Antonio auch noch reichlich Käse, der ganz schön sättigend wirkte.
Eine lustige Entdeckung machte Silvia auf dem WC, da mussten die Türen angesägt werden, damit sie Platz haben.

Nach dem herrlichen Essen, schauten wir die Veränderungen im Dörfchen noch kurz an. Da hat sich schon einiges getan in den letzten neun Jahren, aber der schöne alte Kern ist geblieben. Zum Glück!

 

Dann liegt da oberhalb noch irgendwo ein Multi. Ja denn würden wir schon gerne noch holen. So direkt nach dem Essen den steilen Hang hinaufeilen, bringt einem ganz schön ins Schwitzen, aber was tut man nicht alles für einen Cache. Beim Kreuz war die erste Zwischenstation.
Interessant, was sich da in den Wäldern oberhalb des kleinen Dorfes alles befindet…

 

Dies war ein toller Ausflug. Hat echt Spass gemacht. Danke ady73.

Wie viele Pässe waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die Pässe Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur Süd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pünktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

Während dem wir unseren  z’Nüni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren Motorrädern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter über den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe Mühe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um überall zu überholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hätte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

Früher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geäussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wäre seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also über den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit Längerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo über Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

Glücklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die Räder.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten Untersätzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte Tanksäule in Splügen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hätte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in Splügen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schüchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas Verspätung erwarten muss.
Also ging’s weiter über den Splügenpass.

Wow, was für ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brütende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der Splügenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum Glück ging’s jetzt wieder langsam aufwärts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten für den restlichen Heimweg, direkt über den Julier, über den Albula und die Lenzerheide oder über den Flüela.
Wir haben die mittlere Variante gewählt und haben die zwei restlichen Pässe mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere Motorräder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei für’s Mitkommen und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen Verspätung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Sommerferien 2017 Deutschland von Stadt zu Stadt

Antonio war diesmal bereits vorgängig alleine in den Ferien. Er durfte als Stellvertreter von Emanuel Elsa für das Numberone-Magazine mit Honda Motos von Oslo ans Nordkap fahren.

Dienstag 04.07.2017

Heute holte Silvia ihn am Flughafen in Zürich wieder ab. Da sie in einen Stau geraten war, kam sie etwas spät an, doch sie erblickte Kay Brem sofort bei der Gepäckausgabe und da wusste sie, dass die beiden Jungs auch nicht früher dran waren. Lustigerweise stand Kurt, ein ehemaliger Arbeitskollege von Antonio direkt neben Silvia. Er holte seine Enkel ab, die mit dem selben Flug von Oslo gekommen waren.

Wir freuten uns sehr, dass wir uns endlich wieder in die Arme schliessen konnten.

Nachdem wir uns von Kay und später auch von Kurt verabschiedet hatten, ging unsere Reise los.
Silvia hatte uns kurzfristig bei ihren Verwandten angemeldet, und somit war dies unser Zwischenziel. Dort wurden wir freudig empfangen und für uns war sogar noch Abendessen bereitgestellt. Das genossen wir sehr, da schon ein Hüngerchen aufgekommen war.

Antonio hatte so viel Zeugs dabei, dass wir erst mal ein wenig Ordnung machen mussten, bevor wir uns in unserer fahrbaren Zweitwohnung wohlfühlen konnten.

Dann noch kurz geduscht und den gemütlichen, warmen Sommerabend mit einem Schwätzchen genossen. Antonio hat sogar einen guten Kaffee bekommen, was im Norden eher selten war.

Mittwoch 05.07.2017

Erst haben wir ausgeschlafen, dann gefrühstückt, noch ein paar organisatorische Sachen geklärt solange das Internet uns noch zu r Verfügung stand und uns dann auf den Weg gemacht. Ach ja, ich hab wohl noch gar nicht gesagt, was unser Ziel ist. Das Müssmannhaus (GC48D69), ein Geocache der besonderen Art. Schon vor über einem Jahr hatten uns Petra und Frank angefragt, ob wir uns mit ihnen auf dieses Abenteuer begeben wollen. Und heute war der Tag gekommen, an dem es endlich soweit war.
Um 18:00 Uhr hatten wir den Termin. Wegen Rumtrödelei und Stau waren wir erst um 17:40 Uhr dort. Frank und Petra erwarteten uns schon ganz ungeduldig. Die Autobatterie, die unerlässlich ist um den Cache zu lösen, hatten wir dabei. Kurz vor 18:00 Uhr kamen dann auch noch Celine und Heike, die angekündigt hatten, dass sie uns zum Essen einladen werden. Sie hatten ihren Termin für den Cache direkt im Anschluss um 20:30 Uhr.

Pünktlich zu unserem Termin hörten wir einen Klicken und das Schloss war freigegeben.

Dann begann der Spuk. Petra und Antonio krochen in den dunklen, gruseligen, engen Container. Die Geräuschkulisse war beängstigend, doch die beiden Mutigen quetschten sich durch die schmale Öffnung.

Kaum waren sie weg, öffnete Celine ihren Kofferraum, welcher sich wie durch Zauberhand in einen Partyservice verwandelte. Es war wie im Schlaraffenland. Da gab es dreierlei Frikadellen, eingelegten Mozzarella, Lachsröllchen, Minihotdogs, Brötchen, Gemüsesticks, Dipsaucen, Kürbissuppe, Aprikosen-Käsekuchen, Schokocreme, Kaffee,…..es hörte gar nicht mehr auf mit Leckereien. Kein Wunsch blieb mehr offen.

Während dem Geniessen merkten wir kaum wie die Zeit verging, während die anderen beiden schwitzend, durch enge Gänge krochen und rätselten. Mitleid hatten die Draussengebliebenen zwar schon ein wenig, aber wirklich nur ein wenig. Erst nach knapp 2.5 Stunden kamen die beiden ausgehungerten, verschwitzen, aber glücklichen Cacher aus ihrem Bau. Sie sind erfolgreich gewesen, doch ohne den vorbereiteten Notfallzettel hätte das wohl nichts gegeben. Egal, Hauptsache geschafft. Was für ein Abenteuer!

Nun war Heike und MollyBär, die inzwischen auch angereist war, an der Reihe.

Antonio und Petra wurden erst mal mit Essen und Trinken versorgt, das hatten die beiden sich nun auch wirklich verdient. Während dem Essen erzählten die beiden von ihren Erlebnissen mit allen dazugehörenden Sorgen und Ängsten 😉
Frank, Silvia und Celine bewunderten die Geschichten zwar, neidisch waren sie jedoch nicht 😉

Celine berichtete noch von ihrer Reise durch den Norden, als wir plötzlich hörten, dass die beiden Suchenden bald fertig sein würden.

Das letzte Stück bereitete ihnen ganz schön Schwierigkeiten. Erst als wir ihnen den Teddy zukommen liessen, ging alles ganz schnell. Juhuuuu, alle hatten es wieder aus der Höhle des Löwen geschafft. Auch sie wurden aus dem Kofferraumcafé gestärkt, damit sie wieder zu Kräften kommen.

Bald setzte die Dämmerung ein und wir räumten alles zusammen, es war Zeit für die Verabschiedung. Wir suchten uns ein Plätzchen für die Nacht. Ein Parkplatz irgendwo in einem Dorf schien uns passend zu sein.

Donnerstag 06.07.2017

Schon um 5:20 Uhr hörten wir die ersten Tauben gurren. Auch Autos fuhren nicht zu knapp an uns vorbei. Trotzdem hielten wir es bis ca. 8:00 Uhr im Bett aus. Frühstück gab’s in einem nahegelegenen Café mit Bäckerei.

Nach einem Cache führte uns der Weg in Richtung Hannover. Dort erwarteten uns ganz tolle Dosen, ( Fairkauft (GC651VK) / Fairsteckt (GC4T0DQ) / Geoheimnisse SchAHAtzsuche: Zieh an einem Strang (GC65YHX) ) was wir nicht erwartet hätten. Die Stadt beeindruckte uns nur mässig, doch das machten die clever versteckten Dosen wieder wett. Am Nachmittag knurrte unser Magen langsam. In der Innenstadt in einem sehr guten Restaurant konnten wir ihn dann beruhigen.

Gegen Abend verliessen wir die Stadt und suchten einen Stellplatz. Etwas Ausserhalb wurden wir fündig. Wir freuen uns auf das Naturfreibad, doch leider stand da, dass dieses in 5 Min. schliessen würde. Fragen kostet ja nichts und so durften wir doch noch kurz eine Runde schwimmen und die Dusche dort benutzen. Das machte uns echt glücklich, denn genau das hatten wir jetzt gebraucht.

Antonio holte noch was zu Knabbern an der Tankstelle und so gab’s noch ein Bierchen und was zu Naschen um den Abend ausklingen zu lassen.

Freitag 07.07.2017

Wir hatten herrlich geschlafen. Frühstück gab’s in der Bäckerei um die Ecke, dann noch schnell einen Cache in der Nähe angefahren und los geht’s nach Bremen. Dass wir uns für die Überlandvariante entschieden hatten, war gut. Alle Autobahnen bis nach Hamburg waren gesperrt oder verstopft. Unter anderem wegen dem G20 Gipfel.

Kurz vor Bremen suchten wir drei Caches bei Windrädern. Dort wurde uns je eine Blutprobe von den Bremsen abgenommen, diese Mistviecher!

In der Innenstadt hatten wir erst etwas Mühe ein Parkhaus zu finden, welches genug hoch für unser Auto war. Als wir eins gefunden hatten, machten wir die Altstadt unsicher. Echt schön da! Ein spezielles Gässchen hatte es uns besonders angetan. Böttcherstrasse hiess die spezielle Attraktion, wie wir im Nachhinein erfahren haben. Dort bekamen wir unter anderem einen Einblick in die Kunst der Zückerliherstellung. Natürlich durften auch die Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen. Zum Schluss gab’s noch ein Eis.

Und schon setzten wir unsere Reise fort. Bremerhaven steuerten wir an. Hier kauften wir erst mal Tickets, um am nächsten Tag nach Helgoland zu fahren, mit der Fähre versteht sich. Als wir diese hatten, konnten wir beim Hafen gemütlich noch ein wenig cachen. Irgendwann begann der Bauch sich zu melden. Also suchten wir ein Restaurant, in welchem wir, also vor allem Silvia, sehr gut gegessen haben. Sie hatte sich für den Fischteller entschieden.

Nach dem Essen haben wir noch einen Abstecher auf den Deich gemacht. Von dieser Aussichtsplattform aus konnte man über die ganze Stadt und den Hafen sehen.
Als wir unten wieder raus wollten, brauchten wir das gelöste Ticket nochmal. Antonio kam mit seinem gut raus, doch Silvia war eingesperrt, ihr Ticket schien die Gültigkeit auf dem Weg verloren zu haben. Na toll, und wie kommt sie jetzt wieder raus??? Nach einigen Versuchen hat’s dann doch noch geklappt, sie musste nicht über die Absperrung klettern, worüber sie echt froh war.
Ein abendlicher Spaziergang mit ein paar Dosen führte uns der Küste entlang, durch die Innenstadt und wieder zurück zum Parkplatz.
Zu übernachten versuchten wir auf dem Hafenparkplatz. Hoffentlich werden wir da nicht verschickt…

Samstag 08.07.2017

Da wir das Dach unten gelassen hatten, wurden wir auf dem Parkplatz in Ruhe gelassen.
Unten ist es etwas enger, weswegen wir nur mittelgut geschlafen haben.
Ein Café zu finden, das um 8:00 Uhr schon geöffnet ist, stellte sich als recht anspruchsvoll heraus. Im Atlantahotel, welches unten im Deich drin ist, wurden wir aufgenommen. Eigentlich ist das Frühstück für die Hotelgäste, trotzdem wurden wir freundlich bedient und durften uns, gegen einen kleinen Aufpreis auch am Buffet bedienen.



Die MS Fair Lady wartete schon am Hafen und brachte uns nach Helgoland. Über drei Stunden dauerte die Fahrt. Kurz vor dem Ziel wurden wir darauf hingewiesen, dass wir mit kleinen Booten auf die Insel gebracht werden. Das dauerte nochmal eine Weile, war aber ein spezielles Erlebnis.
Aufgrund unserer massiven Verspätung, hatte sich der Inselaufenthalt verkürzt. Nur noch knapp zwei Stunden blieben uns. Also los; eine Dose nach der anderen wurde angesteuert. Die Felsen waren schon recht beeindruckend, nur die vielen stinkenden Vögel fanden wir nicht so toll.
Wie man es von Silvia nicht anders kennt, mussten noch ein paar Postkarten her. Auf dem Postamt liess sie sich erklären, wo man was für Stempel bekommt und so verteilte sie (als alte Briefmarkensammlerin) ihre Sendungen ganz gezielt.
Auf der Insel ein paar Karten im Eiltempo geschrieben, eine im Postamt abgegeben, eine in den Briefkasten und die anderen dann auf der Fähre eingeworfen, da diese wieder einen separaten Stempel bekommen.
Die drei Stunden Rückfahrt machten ganz schön müde. Antonio träumte davon, dass wir anstelle diese Ausflugs auf einem Leuchtturm hätten einen STF machen können und dann dort übernachten. Dies hatten wir leider zu spät erfahren, sonst wäre das wohl das vorgezogene Programm gewesen. Aber Helgoland war auch ganz ok, nur die Überfahrt dauerte schon ganz schön lange.

Dafür hatten wir uns dann ein leckeres Abendessen verdient. Dieses gab’s in der Strandhalle gleich am Hafen. Ein Buffet erwartete uns. Da griffen wir nach Herzenslust zu. Silvia kam auch endlich zu ihrem lang ersehnten Hering.

Während des Essens setzen sich zwei ältere Damen an den Nebentisch. Die waren ganz schön neidisch als sie unser Essen sahen. Ihre Erlebnisse vom Essen im Hotel und noch ganz viele andere Geschichten unterhielten uns von Gang zu Gang. Die Bedienung liess zu wünschen übrig, dafür war das Essen gut.

Da wir das Auto im Parkhaus hatten, entschlossen wir uns, es auch gleich über Nacht dort zu lassen. Stört ja niemanden, wenn wir darin schlafen. Gesagt, getan!

Sonntag 09.07.2017

An diesem Morgen liessen wir uns zu einer Bäckerei navigieren, was prima geklappt hat.
Ich und du – Schuhbidu! (GC5NBRP)

  

Das nächste Ziel war Carolinensiel. Von dort aus hatten wir eine Wanderung ins Meer hinaus geplant. Mehr dazu später.

Da der Wesertunnel gesperrt sei, hatten wir erst Angst, bis nach Bremen hinunter zu müssen, doch die Sperrung betraf nur die Gegenseite und so konnten wir ohne Probleme an unser Ziel gelangen.

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingenistet hatten, wuschen wir erst mal, denn Antonio hatte noch ganz viel Wäsche aus Norwegen dabei.

Die beiden Caches, die auf unserem Programm standen, waren weit im Meer draussen. Der eine 1.8 km, Anton’s Laufsteg…. (GC636C8) der andere 3.7 km. Bis ans Ende der Welt (GC5AEB7)
Um da hin zu kommen, mussten wir die Ebbe abwarten. Um 17:45 Uhr wagten wir uns hinaus aufs Meer ohne Wasser. Die Wanderung war ziemlich anstrengend.

 

An Stelle von Steinen lagen da nur Muscheln rum, Millionen von Muscheln. So viele hatten wir noch nie gesehen. Zur Orientierung war der Damm da, auf bzw. neben welchem wir her wateten. Es dauerte eine Weile, bis wir beim ersten Cache waren. Der Behälter wollte sich erst nicht öffnen lassen, doch mit etwas Gewalt ging’s dann zum Glück.

Dann wanderten wich noch weiter bis ans „Ende der Welt“. Hier bekam Antonio erst mal einen Schrecken, weil der Behälter offen war. Glücklicherweise war alles noch drin. Dann kletterte er noch nach ganz oben, bevor wir den Rückweg unter die Füsse nahmen.

Was waren wir froh, als wir endlich wieder am Ufer standen. Das Wandern machte müde und hungrig. Also genossen wir das Fischbuffet bevor es abgeräumt wurde und schon war wieder Zeit fürs Bett.

 

Montag 10.07.2017

 

Den Norden hatten wir nun gesehen. Bloss, wo gehen wir als nächstes hin? Eigentlich waren unsere Pendenzen abgearbeitet. In Hamburg hätten wir noch „Voss Margarine (GC18182)“ offen. Der G20 Gipfel mit all seinen Krawallen war inzwischen vorüber, also wagten wir uns dort hin und stoppten hin und wieder für ein Büxli oder um den Magen zu füllen.

 

Mit dem Wetter hatten wir Glück, denn es regnete nur ganz schwach.

Im Anschluss an diesen Fund, fuhren wir weiter Richtung Osten nach Schwerin. Dort wurden wir mit einem wunderschönen Schloss überrascht. Wow, was für ein Anblick! Nachdem wir den Bus auf dem Altstadt-Stellplatz parkiert hatten, suchten wir einen Cache. Dies war das letzte Bundesland, welches auf unserer Karte noch gefehlt hatte. Juhu, Statistik gefüllt!

Hunger und eine volle Blase führten uns in die alte herzogliche Dampfwäscherei zum Essen. Dies war eine sehr gute Wahl, wie sich herausstellte. Einerseits, weil der Regen in voller Kraft zur Erde niederprasselte, sobald wir das Lokal betreten hatten, andererseits, weil das Essen einfach Spitze war. Es hatte zwar seinen Preis, aber das war durchaus gerechtfertigt.

Pünktlich zum Ende unseres Mahls, verabschiedete sich der Regen, so dass wir das Schloss umrunden konnten. Ein sehr lohnenswerter Schlossgarten! Auch die weiteren Gärten, die zur Anlage gehörten, wollten wir noch bestaunen. Ein Multi führte uns bis zum hintersten Park. Der Rückweg zog sich dann ganz schön in die Länge. Dafür hatten wir viel Schönes von der Stadt gesehen.

Nun waren wir wirklich müde und hauten uns sofort aufs Ohr.

Dienstag 11.07.2017

Als erstes fuhren wir eine öffentliche Toilette an, da diese auf unserem Stellplatz gefehlt hatte. Im Anschluss suchten wir eine Bäckereicafé. Diesmal waren die Gipfeli zwar etwas trocken, aber war ok, wir hatten ja Kaffee um sie darin etwas aufzuweichen 😉

Während wir uns über ein weiteres Reiseziel Gedanken machten, viel Antonio ein, dass wir schauen könnten, ob in Polen noch ein FTF offen ist. Tatsächlich wurde er nicht weit über der Grenze fündig. Ein Mystery, bei welchem Pinkpetra uns beim Lösen behilflich waren. Voller Freude (also Antonio) in Richtung Osten (Silvia ist nicht so Fan von dem Zielland) gedüst. Drei Stunden dauerte die Fahrt. Was man nicht alles für einen FTF macht…

Tatsächlich war das Logbuch in der Gasmaske auf dem Baum noch leer. Antonio freute sich wie ein kleines Kind, während Silvia unten von den Mücken fast aufgefressen wurde.

Kaum waren wir wieder in Deutschland, fragte uns Pinkpetra, warum unser Log wieder verschwunden sei. Der Owner hatte in gelöscht. Das irritierte uns und machte auch etwas wütend. Also den Log wieder hergestellt und den Owner angeschrieben. Er meinte, dass dies ein Jubicache sei und wir daher den FTF nicht hätten loggen dürfen. Hmmm,….es tut uns zwar leid, dass die deswegen so aufgebracht sind, aber das entspricht nicht den Guidelines des Spiels und auch im Listing war nichts derartiges erwähnt. Bei uns werden Jubi-Lisitngs vorher ausgedruckt und mit den Jubilaren vor der Veröffentlichung gemacht oder halt mit den Reviewern so abgesprochen, dass sie dann rauskommen, wenn der Jubilar ihn auch holen kann. Wir hatten ja mehr als einen halben Tag verstreichen lassen seit der Veröffentlichung bis zu unserem Log. Jenu….jetzt ist es halt so. Aber für uns (also vor allem für Antonio) war dieser Länder FTF halt sehr wichtig…

Was uns in Polen gut gefallen hatte war, dass neben den Ampeln jeweils stand, wie lang noch rot bzw. grün ist…

Plötzlich hatte Antonio die Idee, dass wir den Legocache (GC13Y2Y) in Berlin nochmal suchen könnten. Den hatten wir beim letzten Besuch dort nicht gefunden. Also los! Kaum in der Stadt bereute Antonio seine Idee, da er Autofahren in Grossstädten überhaupt nicht mag. Immerhin konnten wir endlich den Legocache finden. Ein Frappuccino aus dem Starbucks war der Lohn dafür, den wir uns gönnten. Pinkpetra schickten uns noch einen empfehlenswerten GC Code, Touristic-Spot: Hackesche Höfe (GC2EB4), also fuhren wir den auch noch an. Dort angekommen, wurden wir sofort entlarvt. Der nette Herr, der seinen Roller immer vor dem Cache parkiert und schon viele Sucher beobachtet hatte, war so freundlich, uns die Dose aus dem Versteck zu holen. Das ist ja mal ein Service der Extraklasse!

Mit „First in Berlin“ schlossen wir den Besuch der Stadt ab. Nächstes Ziel: Einen Stellplatz mit Essensmöglichkeit in der Nähe finden.

In Ferch wurden wir fündig. Der Camping war extrem teuer, der Inhaber eher unfreundlich und Duschen hätte extra gekostet….hm…naja… ist ja nur für eine Nacht.

Zum Schwälbchen hiess das Restaurant im Dorf, welches wir angepeilt hatten. Rehbraten klingt doch gut. War er zwar auch, gut etwas trocken vielleicht, aber eine riesen Portion. Schade, dass wir einen Teil wieder zurückgeben mussten.

Die Stammtischbesucher kamen zwar kaum noch selbständig bis zur Toilette, aber sie waren friedlich und freundlich.

Na dann sind wir mal gespannt, wie gut wir auf dem Camping schlafen werden. Gute Nacht.

Mittwoch 12.07.2017

Geschlafen haben wir gut. Frühstück gab’s im Bus. Nach dem Besuch eines Earthcaches im Dorf, ging’s weiter in Richtung Süden. Kurz vor Erfurt, beschlossen wir, in dieser Stadt eine Pause einzulegen, zumal uns ein spezieller Cache dorthin locken wollte.

Trotz Regen das Cachen, Kaffee und Kuchen genossen und dann die Stadt wieder verlassen.

Zwei Uralt-Cache, Milumil (GC14A7) / Wildpark Karlsberg (GC38EC), die südlich von Würzburg liegen, hatten wir ins Auge gefasst. Doch erst mussten wir einen Weg dorthin finden, was mit all den Umleitungen gar nicht so einfach war. Nach ein paar Umwegen, und andere Caches, sind wir dann an unser Ziel gekommen.

    

In Tauberrettersheim fanden wir einen Stellplatz und ein gutes Restaurant. Der Stellplatz war sehr speziell: Eine Wiese mit einem Wohnmobilschild vorne dran. Ok…

In der Krone verköstigte sich Silvia mit Ochsenbäckchen und für Antonio gab’s ein Ribeye Steak. Beides schmeckte vorzüglich. Als wir unseren Stellplatz wieder anfuhren, waren wir da bereits nicht mehr die Einzigen. Wir genossen dann noch einen Spaziergang mit einigen Caches als Dessert vom Dessert.

 

Donnerstag 13.07.2017

Nun traten wir die Heimreise an. Erst gab’s noch Frühstück in der kleinen Dorfbäckerei. Der nette Bäcker bediente uns sehr freundlich, auch wenn das normalerweise, die Arbeit seiner Frau ist, diese aber heute nicht anwesend war.

Am Nachmittag kamen wir zu Hause an. Schon schön, wieder zu Hause zu sein. Ady kam noch zu einem Bierchen und so hatten wir, da ja Donnerstag ist, einen kleinen internen Hock.

Freitag 14.07.2017

Da Antonios Papi heute Geburtstag hat, wollten wir ihn besuchen. Um 11:00 Uhr trafen wir in Niederhasli ein. Auch weitere Gäste, sassen auf dem Sofa. Ein Glas Sekt um anzustossen und schon bald brachen wir auf. Da war was geplant, nur wussten wir nicht was. Mittagessen in einem Restaurant mit Buffet. Das war sehr gemütlich und gut in dieser Runde.

Am Nachmittag schauten wir noch den Flugzeugen bei ihrer Landung und den Starts zu (und den Bauarbeitern, die das WC reparieren oder absperren sollten)…

Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns, da wir noch auf die andere Seite der Stadt wollten und dies vor dem grossen Feierabendverkehr besser geht.

Silvias Bruder und seine Frau wurden noch besucht. Mit frischen Früchten und gesalzenen Mandeln wurden wir verwöhnt.

Am frühen Abend traten wir die Heimreise an. Dies war ein schöner Tag um unsere Ferienreise abzuschliessen.

Das waren unsere gemeinsame Ferien.