Testfahrt mit der MT09

Heute hatte ich die Möglichkeit die Yamaha MT09 2017 ausgiebig zu testen.
Was heisst ausgiebig? Ein Wort das sich relativiert je nach Ansicht.
Gestartet bin ich zusammen mit meinem Kumpel Erwin um 08:30 Uhr vom Motocenter in Chur aus ging’s erst mal Richtung Tessin.

An der MT09 ist mir sofort aufgefallen, dass man mit sitzen gleich vorne am Tank landet.
In SplĂŒgen angekommen war klar, dass wir den Pass Richtung Chiavenna nehmen wĂŒrden.
In Monte Spluga war z’NĂŒni ziit 🙂 Also einen Stop eingelegt und die ersten EindrĂŒcke verarbeitet.
Die MT09 und ich waren noch nicht so gute Kumpels. Mir passt das Einlenken nicht ganz, ich fĂŒhlte mich nicht ganz wohl. Spass machte es aber bis dorthin trotzdem.

In Chiavenna angekommen zeigte das Thermometer 32° an und das Verkehrsaufkommen war sehr hoch.

Ich freute mich das schöne Bergell hinaufzufahren bis nach Maloja. Dies gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsstrecken.

Die MT09 brachte mich mit ihrem 3 Zylindern und 115 PS problemlos und agil auch diesen spassmachenden Pass hoch.

Am BeachClub gab es ein kurzes Fotoshootig bevor es dann weiter ging zu unserem geplanten Mittagessen in SfazĂč im Puschlav auf der anderen Seite vom Berninapass.

Auch dieser Pass ist ein TrĂ€umchen fĂŒr Motorradfahrer. Es gibt viele langgezogene sowie engere Kurven. In Richtung Puschlav geht es natĂŒrlich mehrheitlich abwĂ€rts, doch so kann man sich wieder auf die RĂŒckfahrt freuen, denn nach dem wie immer feinen (heute Pizzoccheri)  Essen im Restaurant SfazĂč, ging es zurĂŒck ins Engadin.

Erwin und ich haben uns dazu entschlossen, wieder mal den Albulapass unter die RÀder zu nehmen. Zuvor brauchten unsere Töffs aber was zu trinken. In La Punt wurde also getankt und ich staunte, nur 5,2 Liter hat die Yamaha gegurgelt.
Zu meinem Pech hat sich ein Hummelchen in mein Lederkombi verirrt! Ich muss wohl nicht erwĂ€hnen warum ich es bemerkte oder?(da soll mir einer sagen, dass Hummeln nicht stechen). Es brannte einen Moment lang höllisch. Da gibt es nur ein Gegengift, Adrenalin. 😉

Der Albula ist ein guter Pass um das Fahrwerk der MT09 ein bisschen herauszufordern.
FĂŒr meinen Geschmack ist die 193 kg fahrfertige Maschine ein bisschen zu weich. Ich mag es eher hĂ€rtereingestellt, dennoch hatte ich nie ein ungutes GefĂŒhl bei den zum Teil schlechten Strassenabschnitten.

Endspurt, ĂŒber die Lenzerheide und wieder zurĂŒck zum Motocenter in Chur.

Es hat Spass gemacht mit dem 3-Zylinder, 4-Takt, DOHC, 4 Ventile und den 847 cm3  die 280 km ĂŒber den SplĂŒgen, Maloja, Bernina, zurĂŒck wieder ĂŒber den Bernina, Albula und die Lenzerheide zu fahren.

Wie Anfangs schon erwÀhnt, sind die MT09 und ich nicht die ultimativen Freunde geworden. Dies hat sich bis zum Schluss durchgezogen und kommt wohl daher, dass die Maschine zu wenig Gewicht aufs Vorderrad bringt.

Was mir ganz gut gepasst hat, ist zum Einen die zweistufige Tractionskontrolle, ob man die jetzt braucht bei den 115 PS sei dahingestellt, jedenfalls vermittelt es ein gutes GefĂŒhl. Zum Andern finde ich den Quickshifter eine coole Sache. Wenn man das einmal hatte, will man es immer haben. Bei der MT09 könnte er noch etwas prĂ€ziser arbeiten.

Die drei Leistungs-Modi:
A = Aggressiv
B = Regen
Std. = Standart, oder eine ideale Zwischenlösung.

Alles in allem, ein tolles Bike, bei welchem Preis / Leistung voll und ganz passt.

Danke Erwin fĂŒr’s Begleiten und dem Motocenter in Chur fĂŒr den bislang guten und zuverlĂ€ssigen Service. 

Als ich dann die MT09 wieder abgegeben hatte, sattelte ich meine MT10 und dĂŒste durchs Versam hoch ins schöne Vals, wo ich von meinem Schatz schon sehnsĂŒchtig erwartet wurde.

Neue Kollektion: Silvias Bilder Sommer 2017

Inspiriert durch ein Bild, welches ein Kollege mir gezeigt hat, habe ich in diesem Sommer eine neue Kollektion (Acryl auf Leinwand) erarbeitet. In (fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse) kurzer Zeit, sind drei Bilder entstanden, welche ich nun prĂ€sentieren darf:

Power

Inspiriert durch das Leben, den Sommer und die Kraft der Freude stahlt dieses Bild fĂŒr mich einen gewissen Power (Lebenskraft) aus.

Felder

Die Fruchtbarkeit der Natur aber auch wahnsinnig viel Freiheit zu weiteren Interpretationen öffnen dieses Bild um das darin zu sehen, womit es einen im ersten Eindruck verbindet.

Meerblick

ZurĂŒck aus den Ferien hat mir das Meer (die Nordsee) ganz spezielle Erinnerungen an tolle Erlebnisse hinterlassen, welche ich in diesem Bild auf meine Art und Weise ausgedrĂŒckt habe.

Auch wenn es mir nicht bei allen drei Bildern leicht fÀllt, stehen sie zum Verkauf (Preis auf Anfrage). Das eine oder andere wird vielleicht bald in Vals im Schaufenster der Bibliothek zu sehen sein.

Nach 9 Jahren wieder in St. Martin

Vor ziemlich genau neun Jahren waren wir das letzte Mal in St. Martin.
Damals waren wir erst seit Kurzem zusammen. Das kleine Walserdörfchen hat uns schon damals sehr gut gefallen und wir wussten, dass wir da wieder hinkommen wollen.
Dass es allerdings neunen Jahre dauern wird, hÀtten wir damals wohl kaum gedacht.

Diesmal war es ady73, der uns zu diesem Ausflug animierte. Schon vor einem Jahr schwÀrmte er uns von dem leckeren Maluns vor, den man hier bekommt. Inzwischen haben die Wirte des Restaurants gewechselt, doch dieses Gericht steht noch immer auf der Karte. Also machten wir uns heute auf den Weg ins abgelegene Dörfchen. Unsere Mission: Maluns testen!

Ein rustikales StĂŒbchen erwartete uns. Da fĂŒhlten wir uns gleich wohl, doch das gesuchte Gericht war draussen auf den Menutafeln nirgends beworben worden. Die Erleichterung war gross, als wir bei der Bestellung erfolgreich waren. Schon nach kurzer Zeit standen die drei Portionen Maluns vor uns. Jetzt sind wir aber gespannt. Ady73 schob erst mal seinen KĂ€se zu Antonio rĂŒber. Dann probierten wir vorsichtig,…..mhhhhh,lecker! Juhu, der Maluns hat den Test bestanden. Wirklich lecker! Gut, nicht ganz so lecker wie bei ady73 zu Hause, aber trotzdem wirklich gut. WĂ€hrend wir noch mitten am Essen waren, war ady73 sein Teller bereits leer. Gut fĂŒr uns war es schliesslich das FrĂŒhstĂŒck, das muss man mit Bedacht geniessen. Zudem hatte Antonio auch noch reichlich KĂ€se, der ganz schön sĂ€ttigend wirkte.
Eine lustige Entdeckung machte Silvia auf dem WC, da mussten die TĂŒren angesĂ€gt werden, damit sie Platz haben.

Nach dem herrlichen Essen, schauten wir die VerĂ€nderungen im Dörfchen noch kurz an. Da hat sich schon einiges getan in den letzten neun Jahren, aber der schöne alte Kern ist geblieben. Zum GlĂŒck!

 

Dann liegt da oberhalb noch irgendwo ein Multi. Ja denn wĂŒrden wir schon gerne noch holen. So direkt nach dem Essen den steilen Hang hinaufeilen, bringt einem ganz schön ins Schwitzen, aber was tut man nicht alles fĂŒr einen Cache. Beim Kreuz war die erste Zwischenstation.
Interessant, was sich da in den WĂ€ldern oberhalb des kleinen Dorfes alles befindet…

 

Dies war ein toller Ausflug. Hat echt Spass gemacht. Danke ady73.

Wie viele PĂ€sse waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die PÀsse Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur SĂŒd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pĂŒnktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

WĂ€hrend dem wir unseren  z’NĂŒni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren MotorrĂ€dern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter ĂŒber den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe MĂŒhe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um ĂŒberall zu ĂŒberholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hÀtte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

FrĂŒher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geĂ€ussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wĂ€re seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also ĂŒber den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit LÀngerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo ĂŒber Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

GlĂŒcklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die RĂ€der.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten UntersÀtzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte TanksĂ€ule in SplĂŒgen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hÀtte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in SplĂŒgen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schĂŒchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas VerspÀtung erwarten muss.
Also ging’s weiter ĂŒber den SplĂŒgenpass.

Wow, was fĂŒr ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brĂŒtende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der SplĂŒgenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum GlĂŒck ging’s jetzt wieder langsam aufwĂ€rts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten fĂŒr den restlichen Heimweg, direkt ĂŒber den Julier, ĂŒber den Albula und die Lenzerheide oder ĂŒber den FlĂŒela.
Wir haben die mittlere Variante gewÀhlt und haben die zwei restlichen PÀsse mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere MotorrÀder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei fĂŒr’s Mitkommen und bis zum nĂ€chsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, SplĂŒgen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen VerspĂ€tung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Sommerferien 2017 Deutschland von Stadt zu Stadt

Antonio war diesmal bereits vorgĂ€ngig alleine in den Ferien. Er durfte als Stellvertreter von Emanuel Elsa fĂŒr das Numberone-Magazine mit Honda Motos von Oslo ans Nordkap fahren.

Dienstag 04.07.2017

Heute holte Silvia ihn am Flughafen in ZĂŒrich wieder ab. Da sie in einen Stau geraten war, kam sie etwas spĂ€t an, doch sie erblickte Kay Brem sofort bei der GepĂ€ckausgabe und da wusste sie, dass die beiden Jungs auch nicht frĂŒher dran waren. Lustigerweise stand Kurt, ein ehemaliger Arbeitskollege von Antonio direkt neben Silvia. Er holte seine Enkel ab, die mit dem selben Flug von Oslo gekommen waren.

Wir freuten uns sehr, dass wir uns endlich wieder in die Arme schliessen konnten.

Nachdem wir uns von Kay und spÀter auch von Kurt verabschiedet hatten, ging unsere Reise los.
Silvia hatte uns kurzfristig bei ihren Verwandten angemeldet, und somit war dies unser Zwischenziel. Dort wurden wir freudig empfangen und fĂŒr uns war sogar noch Abendessen bereitgestellt. Das genossen wir sehr, da schon ein HĂŒngerchen aufgekommen war.

Antonio hatte so viel Zeugs dabei, dass wir erst mal ein wenig Ordnung machen mussten, bevor wir uns in unserer fahrbaren Zweitwohnung wohlfĂŒhlen konnten.

Dann noch kurz geduscht und den gemĂŒtlichen, warmen Sommerabend mit einem SchwĂ€tzchen genossen. Antonio hat sogar einen guten Kaffee bekommen, was im Norden eher selten war.

Mittwoch 05.07.2017

Erst haben wir ausgeschlafen, dann gefrĂŒhstĂŒckt, noch ein paar organisatorische Sachen geklĂ€rt solange das Internet uns noch zu r VerfĂŒgung stand und uns dann auf den Weg gemacht. Ach ja, ich hab wohl noch gar nicht gesagt, was unser Ziel ist. Das MĂŒssmannhaus (GC48D69), ein Geocache der besonderen Art. Schon vor ĂŒber einem Jahr hatten uns Petra und Frank angefragt, ob wir uns mit ihnen auf dieses Abenteuer begeben wollen. Und heute war der Tag gekommen, an dem es endlich soweit war.
Um 18:00 Uhr hatten wir den Termin. Wegen Rumtrödelei und Stau waren wir erst um 17:40 Uhr dort. Frank und Petra erwarteten uns schon ganz ungeduldig. Die Autobatterie, die unerlĂ€sslich ist um den Cache zu lösen, hatten wir dabei. Kurz vor 18:00 Uhr kamen dann auch noch Celine und Heike, die angekĂŒndigt hatten, dass sie uns zum Essen einladen werden. Sie hatten ihren Termin fĂŒr den Cache direkt im Anschluss um 20:30 Uhr.

PĂŒnktlich zu unserem Termin hörten wir einen Klicken und das Schloss war freigegeben.

Dann begann der Spuk. Petra und Antonio krochen in den dunklen, gruseligen, engen Container. Die GerĂ€uschkulisse war beĂ€ngstigend, doch die beiden Mutigen quetschten sich durch die schmale Öffnung.

Kaum waren sie weg, öffnete Celine ihren Kofferraum, welcher sich wie durch Zauberhand in einen Partyservice verwandelte. Es war wie im Schlaraffenland. Da gab es dreierlei Frikadellen, eingelegten Mozzarella, Lachsröllchen, Minihotdogs, Brötchen, GemĂŒsesticks, Dipsaucen, KĂŒrbissuppe, Aprikosen-KĂ€sekuchen, Schokocreme, Kaffee,…..es hörte gar nicht mehr auf mit Leckereien. Kein Wunsch blieb mehr offen.

WĂ€hrend dem Geniessen merkten wir kaum wie die Zeit verging, wĂ€hrend die anderen beiden schwitzend, durch enge GĂ€nge krochen und rĂ€tselten. Mitleid hatten die Draussengebliebenen zwar schon ein wenig, aber wirklich nur ein wenig. Erst nach knapp 2.5 Stunden kamen die beiden ausgehungerten, verschwitzen, aber glĂŒcklichen Cacher aus ihrem Bau. Sie sind erfolgreich gewesen, doch ohne den vorbereiteten Notfallzettel hĂ€tte das wohl nichts gegeben. Egal, Hauptsache geschafft. Was fĂŒr ein Abenteuer!

Nun war Heike und MollyBĂ€r, die inzwischen auch angereist war, an der Reihe.

Antonio und Petra wurden erst mal mit Essen und Trinken versorgt, das hatten die beiden sich nun auch wirklich verdient. WĂ€hrend dem Essen erzĂ€hlten die beiden von ihren Erlebnissen mit allen dazugehörenden Sorgen und Ängsten 😉
Frank, Silvia und Celine bewunderten die Geschichten zwar, neidisch waren sie jedoch nicht 😉

Celine berichtete noch von ihrer Reise durch den Norden, als wir plötzlich hörten, dass die beiden Suchenden bald fertig sein wĂŒrden.

Das letzte StĂŒck bereitete ihnen ganz schön Schwierigkeiten. Erst als wir ihnen den Teddy zukommen liessen, ging alles ganz schnell. Juhuuuu, alle hatten es wieder aus der Höhle des Löwen geschafft. Auch sie wurden aus dem KofferraumcafĂ© gestĂ€rkt, damit sie wieder zu KrĂ€ften kommen.

Bald setzte die DĂ€mmerung ein und wir rĂ€umten alles zusammen, es war Zeit fĂŒr die Verabschiedung. Wir suchten uns ein PlĂ€tzchen fĂŒr die Nacht. Ein Parkplatz irgendwo in einem Dorf schien uns passend zu sein.

Donnerstag 06.07.2017

Schon um 5:20 Uhr hörten wir die ersten Tauben gurren. Auch Autos fuhren nicht zu knapp an uns vorbei. Trotzdem hielten wir es bis ca. 8:00 Uhr im Bett aus. FrĂŒhstĂŒck gab’s in einem nahegelegenen CafĂ© mit BĂ€ckerei.

Nach einem Cache fĂŒhrte uns der Weg in Richtung Hannover. Dort erwarteten uns ganz tolle Dosen, ( Fairkauft (GC651VK) / Fairsteckt (GC4T0DQ) / Geoheimnisse SchAHAtzsuche: Zieh an einem Strang (GC65YHX) ) was wir nicht erwartet hĂ€tten. Die Stadt beeindruckte uns nur mĂ€ssig, doch das machten die clever versteckten Dosen wieder wett. Am Nachmittag knurrte unser Magen langsam. In der Innenstadt in einem sehr guten Restaurant konnten wir ihn dann beruhigen.

Gegen Abend verliessen wir die Stadt und suchten einen Stellplatz. Etwas Ausserhalb wurden wir fĂŒndig. Wir freuen uns auf das Naturfreibad, doch leider stand da, dass dieses in 5 Min. schliessen wĂŒrde. Fragen kostet ja nichts und so durften wir doch noch kurz eine Runde schwimmen und die Dusche dort benutzen. Das machte uns echt glĂŒcklich, denn genau das hatten wir jetzt gebraucht.

Antonio holte noch was zu Knabbern an der Tankstelle und so gab’s noch ein Bierchen und was zu Naschen um den Abend ausklingen zu lassen.

Freitag 07.07.2017

Wir hatten herrlich geschlafen. FrĂŒhstĂŒck gab’s in der BĂ€ckerei um die Ecke, dann noch schnell einen Cache in der NĂ€he angefahren und los geht’s nach Bremen. Dass wir uns fĂŒr die Überlandvariante entschieden hatten, war gut. Alle Autobahnen bis nach Hamburg waren gesperrt oder verstopft. Unter anderem wegen dem G20 Gipfel.

Kurz vor Bremen suchten wir drei Caches bei WindrÀdern. Dort wurde uns je eine Blutprobe von den Bremsen abgenommen, diese Mistviecher!

In der Innenstadt hatten wir erst etwas MĂŒhe ein Parkhaus zu finden, welches genug hoch fĂŒr unser Auto war. Als wir eins gefunden hatten, machten wir die Altstadt unsicher. Echt schön da! Ein spezielles GĂ€sschen hatte es uns besonders angetan. Böttcherstrasse hiess die spezielle Attraktion, wie wir im Nachhinein erfahren haben. Dort bekamen wir unter anderem einen Einblick in die Kunst der ZĂŒckerliherstellung. NatĂŒrlich durften auch die Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen. Zum Schluss gab’s noch ein Eis.

Und schon setzten wir unsere Reise fort. Bremerhaven steuerten wir an. Hier kauften wir erst mal Tickets, um am nĂ€chsten Tag nach Helgoland zu fahren, mit der FĂ€hre versteht sich. Als wir diese hatten, konnten wir beim Hafen gemĂŒtlich noch ein wenig cachen. Irgendwann begann der Bauch sich zu melden. Also suchten wir ein Restaurant, in welchem wir, also vor allem Silvia, sehr gut gegessen haben. Sie hatte sich fĂŒr den Fischteller entschieden.

Nach dem Essen haben wir noch einen Abstecher auf den Deich gemacht. Von dieser Aussichtsplattform aus konnte man ĂŒber die ganze Stadt und den Hafen sehen.
Als wir unten wieder raus wollten, brauchten wir das gelöste Ticket nochmal. Antonio kam mit seinem gut raus, doch Silvia war eingesperrt, ihr Ticket schien die GĂŒltigkeit auf dem Weg verloren zu haben. Na toll, und wie kommt sie jetzt wieder raus??? Nach einigen Versuchen hat’s dann doch noch geklappt, sie musste nicht ĂŒber die Absperrung klettern, worĂŒber sie echt froh war.
Ein abendlicher Spaziergang mit ein paar Dosen fĂŒhrte uns der KĂŒste entlang, durch die Innenstadt und wieder zurĂŒck zum Parkplatz.
Zu ĂŒbernachten versuchten wir auf dem Hafenparkplatz. Hoffentlich werden wir da nicht verschickt…

Samstag 08.07.2017

Da wir das Dach unten gelassen hatten, wurden wir auf dem Parkplatz in Ruhe gelassen.
Unten ist es etwas enger, weswegen wir nur mittelgut geschlafen haben.
Ein CafĂ© zu finden, das um 8:00 Uhr schon geöffnet ist, stellte sich als recht anspruchsvoll heraus. Im Atlantahotel, welches unten im Deich drin ist, wurden wir aufgenommen. Eigentlich ist das FrĂŒhstĂŒck fĂŒr die HotelgĂ€ste, trotzdem wurden wir freundlich bedient und durften uns, gegen einen kleinen Aufpreis auch am Buffet bedienen.



Die MS Fair Lady wartete schon am Hafen und brachte uns nach Helgoland. Über drei Stunden dauerte die Fahrt. Kurz vor dem Ziel wurden wir darauf hingewiesen, dass wir mit kleinen Booten auf die Insel gebracht werden. Das dauerte nochmal eine Weile, war aber ein spezielles Erlebnis.
Aufgrund unserer massiven VerspĂ€tung, hatte sich der Inselaufenthalt verkĂŒrzt. Nur noch knapp zwei Stunden blieben uns. Also los; eine Dose nach der anderen wurde angesteuert. Die Felsen waren schon recht beeindruckend, nur die vielen stinkenden Vögel fanden wir nicht so toll.
Wie man es von Silvia nicht anders kennt, mussten noch ein paar Postkarten her. Auf dem Postamt liess sie sich erklĂ€ren, wo man was fĂŒr Stempel bekommt und so verteilte sie (als alte Briefmarkensammlerin) ihre Sendungen ganz gezielt.
Auf der Insel ein paar Karten im Eiltempo geschrieben, eine im Postamt abgegeben, eine in den Briefkasten und die anderen dann auf der FĂ€hre eingeworfen, da diese wieder einen separaten Stempel bekommen.
Die drei Stunden RĂŒckfahrt machten ganz schön mĂŒde. Antonio trĂ€umte davon, dass wir anstelle diese Ausflugs auf einem Leuchtturm hĂ€tten einen STF machen können und dann dort ĂŒbernachten. Dies hatten wir leider zu spĂ€t erfahren, sonst wĂ€re das wohl das vorgezogene Programm gewesen. Aber Helgoland war auch ganz ok, nur die Überfahrt dauerte schon ganz schön lange.

DafĂŒr hatten wir uns dann ein leckeres Abendessen verdient. Dieses gab’s in der Strandhalle gleich am Hafen. Ein Buffet erwartete uns. Da griffen wir nach Herzenslust zu. Silvia kam auch endlich zu ihrem lang ersehnten Hering.

WĂ€hrend des Essens setzen sich zwei Ă€ltere Damen an den Nebentisch. Die waren ganz schön neidisch als sie unser Essen sahen. Ihre Erlebnisse vom Essen im Hotel und noch ganz viele andere Geschichten unterhielten uns von Gang zu Gang. Die Bedienung liess zu wĂŒnschen ĂŒbrig, dafĂŒr war das Essen gut.

Da wir das Auto im Parkhaus hatten, entschlossen wir uns, es auch gleich ĂŒber Nacht dort zu lassen. Stört ja niemanden, wenn wir darin schlafen. Gesagt, getan!

Sonntag 09.07.2017

An diesem Morgen liessen wir uns zu einer BĂ€ckerei navigieren, was prima geklappt hat.
Ich und du – Schuhbidu! (GC5NBRP)

  

Das nÀchste Ziel war Carolinensiel. Von dort aus hatten wir eine Wanderung ins Meer hinaus geplant. Mehr dazu spÀter.

Da der Wesertunnel gesperrt sei, hatten wir erst Angst, bis nach Bremen hinunter zu mĂŒssen, doch die Sperrung betraf nur die Gegenseite und so konnten wir ohne Probleme an unser Ziel gelangen.

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingenistet hatten, wuschen wir erst mal, denn Antonio hatte noch ganz viel WĂ€sche aus Norwegen dabei.

Die beiden Caches, die auf unserem Programm standen, waren weit im Meer draussen. Der eine 1.8 km, Anton’s Laufsteg…. (GC636C8) der andere 3.7 km. Bis ans Ende der Welt (GC5AEB7)
Um da hin zu kommen, mussten wir die Ebbe abwarten. Um 17:45 Uhr wagten wir uns hinaus aufs Meer ohne Wasser. Die Wanderung war ziemlich anstrengend.

 

An Stelle von Steinen lagen da nur Muscheln rum, Millionen von Muscheln. So viele hatten wir noch nie gesehen. Zur Orientierung war der Damm da, auf bzw. neben welchem wir her wateten. Es dauerte eine Weile, bis wir beim ersten Cache waren. Der BehĂ€lter wollte sich erst nicht öffnen lassen, doch mit etwas Gewalt ging’s dann zum GlĂŒck.

Dann wanderten wich noch weiter bis ans „Ende der Welt“. Hier bekam Antonio erst mal einen Schrecken, weil der BehĂ€lter offen war. GlĂŒcklicherweise war alles noch drin. Dann kletterte er noch nach ganz oben, bevor wir den RĂŒckweg unter die FĂŒsse nahmen.

Was waren wir froh, als wir endlich wieder am Ufer standen. Das Wandern machte mĂŒde und hungrig. Also genossen wir das Fischbuffet bevor es abgerĂ€umt wurde und schon war wieder Zeit fĂŒrs Bett.

 

Montag 10.07.2017

 

Den Norden hatten wir nun gesehen. Bloss, wo gehen wir als nĂ€chstes hin? Eigentlich waren unsere Pendenzen abgearbeitet. In Hamburg hĂ€tten wir noch „Voss Margarine (GC18182)“ offen. Der G20 Gipfel mit all seinen Krawallen war inzwischen vorĂŒber, also wagten wir uns dort hin und stoppten hin und wieder fĂŒr ein BĂŒxli oder um den Magen zu fĂŒllen.

 

Mit dem Wetter hatten wir GlĂŒck, denn es regnete nur ganz schwach.

Im Anschluss an diesen Fund, fuhren wir weiter Richtung Osten nach Schwerin. Dort wurden wir mit einem wunderschönen Schloss ĂŒberrascht. Wow, was fĂŒr ein Anblick! Nachdem wir den Bus auf dem Altstadt-Stellplatz parkiert hatten, suchten wir einen Cache. Dies war das letzte Bundesland, welches auf unserer Karte noch gefehlt hatte. Juhu, Statistik gefĂŒllt!

Hunger und eine volle Blase fĂŒhrten uns in die alte herzogliche DampfwĂ€scherei zum Essen. Dies war eine sehr gute Wahl, wie sich herausstellte. Einerseits, weil der Regen in voller Kraft zur Erde niederprasselte, sobald wir das Lokal betreten hatten, andererseits, weil das Essen einfach Spitze war. Es hatte zwar seinen Preis, aber das war durchaus gerechtfertigt.

PĂŒnktlich zum Ende unseres Mahls, verabschiedete sich der Regen, so dass wir das Schloss umrunden konnten. Ein sehr lohnenswerter Schlossgarten! Auch die weiteren GĂ€rten, die zur Anlage gehörten, wollten wir noch bestaunen. Ein Multi fĂŒhrte uns bis zum hintersten Park. Der RĂŒckweg zog sich dann ganz schön in die LĂ€nge. DafĂŒr hatten wir viel Schönes von der Stadt gesehen.

Nun waren wir wirklich mĂŒde und hauten uns sofort aufs Ohr.

Dienstag 11.07.2017

Als erstes fuhren wir eine öffentliche Toilette an, da diese auf unserem Stellplatz gefehlt hatte. Im Anschluss suchten wir eine BĂ€ckereicafĂ©. Diesmal waren die Gipfeli zwar etwas trocken, aber war ok, wir hatten ja Kaffee um sie darin etwas aufzuweichen 😉

WĂ€hrend wir uns ĂŒber ein weiteres Reiseziel Gedanken machten, viel Antonio ein, dass wir schauen könnten, ob in Polen noch ein FTF offen ist. TatsĂ€chlich wurde er nicht weit ĂŒber der Grenze fĂŒndig. Ein Mystery, bei welchem Pinkpetra uns beim Lösen behilflich waren. Voller Freude (also Antonio) in Richtung Osten (Silvia ist nicht so Fan von dem Zielland) gedĂŒst. Drei Stunden dauerte die Fahrt. Was man nicht alles fĂŒr einen FTF macht…

TatsĂ€chlich war das Logbuch in der Gasmaske auf dem Baum noch leer. Antonio freute sich wie ein kleines Kind, wĂ€hrend Silvia unten von den MĂŒcken fast aufgefressen wurde.

Kaum waren wir wieder in Deutschland, fragte uns Pinkpetra, warum unser Log wieder verschwunden sei. Der Owner hatte in gelöscht. Das irritierte uns und machte auch etwas wĂŒtend. Also den Log wieder hergestellt und den Owner angeschrieben. Er meinte, dass dies ein Jubicache sei und wir daher den FTF nicht hĂ€tten loggen dĂŒrfen. Hmmm,….es tut uns zwar leid, dass die deswegen so aufgebracht sind, aber das entspricht nicht den Guidelines des Spiels und auch im Listing war nichts derartiges erwĂ€hnt. Bei uns werden Jubi-Lisitngs vorher ausgedruckt und mit den Jubilaren vor der Veröffentlichung gemacht oder halt mit den Reviewern so abgesprochen, dass sie dann rauskommen, wenn der Jubilar ihn auch holen kann. Wir hatten ja mehr als einen halben Tag verstreichen lassen seit der Veröffentlichung bis zu unserem Log. Jenu….jetzt ist es halt so. Aber fĂŒr uns (also vor allem fĂŒr Antonio) war dieser LĂ€nder FTF halt sehr wichtig…

Was uns in Polen gut gefallen hatte war, dass neben den Ampeln jeweils stand, wie lang noch rot bzw. grĂŒn ist…

Plötzlich hatte Antonio die Idee, dass wir den Legocache (GC13Y2Y) in Berlin nochmal suchen könnten. Den hatten wir beim letzten Besuch dort nicht gefunden. Also los! Kaum in der Stadt bereute Antonio seine Idee, da er Autofahren in GrossstĂ€dten ĂŒberhaupt nicht mag. Immerhin konnten wir endlich den Legocache finden. Ein Frappuccino aus dem Starbucks war der Lohn dafĂŒr, den wir uns gönnten. Pinkpetra schickten uns noch einen empfehlenswerten GC Code, Touristic-Spot: Hackesche Höfe (GC2EB4), also fuhren wir den auch noch an. Dort angekommen, wurden wir sofort entlarvt. Der nette Herr, der seinen Roller immer vor dem Cache parkiert und schon viele Sucher beobachtet hatte, war so freundlich, uns die Dose aus dem Versteck zu holen. Das ist ja mal ein Service der Extraklasse!

Mit „First in Berlin“ schlossen wir den Besuch der Stadt ab. NĂ€chstes Ziel: Einen Stellplatz mit Essensmöglichkeit in der NĂ€he finden.

In Ferch wurden wir fĂŒndig. Der Camping war extrem teuer, der Inhaber eher unfreundlich und Duschen hĂ€tte extra gekostet….hm…naja… ist ja nur fĂŒr eine Nacht.

Zum SchwĂ€lbchen hiess das Restaurant im Dorf, welches wir angepeilt hatten. Rehbraten klingt doch gut. War er zwar auch, gut etwas trocken vielleicht, aber eine riesen Portion. Schade, dass wir einen Teil wieder zurĂŒckgeben mussten.

Die Stammtischbesucher kamen zwar kaum noch selbstÀndig bis zur Toilette, aber sie waren friedlich und freundlich.

Na dann sind wir mal gespannt, wie gut wir auf dem Camping schlafen werden. Gute Nacht.

Mittwoch 12.07.2017

Geschlafen haben wir gut. FrĂŒhstĂŒck gab’s im Bus. Nach dem Besuch eines Earthcaches im Dorf, ging’s weiter in Richtung SĂŒden. Kurz vor Erfurt, beschlossen wir, in dieser Stadt eine Pause einzulegen, zumal uns ein spezieller Cache dorthin locken wollte.

Trotz Regen das Cachen, Kaffee und Kuchen genossen und dann die Stadt wieder verlassen.

Zwei Uralt-Cache, Milumil (GC14A7) / Wildpark Karlsberg (GC38EC), die sĂŒdlich von WĂŒrzburg liegen, hatten wir ins Auge gefasst. Doch erst mussten wir einen Weg dorthin finden, was mit all den Umleitungen gar nicht so einfach war. Nach ein paar Umwegen, und andere Caches, sind wir dann an unser Ziel gekommen.

    

In Tauberrettersheim fanden wir einen Stellplatz und ein gutes Restaurant. Der Stellplatz war sehr speziell: Eine Wiese mit einem Wohnmobilschild vorne dran. Ok…

In der Krone verköstigte sich Silvia mit OchsenbĂ€ckchen und fĂŒr Antonio gab’s ein Ribeye Steak. Beides schmeckte vorzĂŒglich. Als wir unseren Stellplatz wieder anfuhren, waren wir da bereits nicht mehr die Einzigen. Wir genossen dann noch einen Spaziergang mit einigen Caches als Dessert vom Dessert.

 

Donnerstag 13.07.2017

Nun traten wir die Heimreise an. Erst gab’s noch FrĂŒhstĂŒck in der kleinen DorfbĂ€ckerei. Der nette BĂ€cker bediente uns sehr freundlich, auch wenn das normalerweise, die Arbeit seiner Frau ist, diese aber heute nicht anwesend war.

Am Nachmittag kamen wir zu Hause an. Schon schön, wieder zu Hause zu sein. Ady kam noch zu einem Bierchen und so hatten wir, da ja Donnerstag ist, einen kleinen internen Hock.

Freitag 14.07.2017

Da Antonios Papi heute Geburtstag hat, wollten wir ihn besuchen. Um 11:00 Uhr trafen wir in Niederhasli ein. Auch weitere GĂ€ste, sassen auf dem Sofa. Ein Glas Sekt um anzustossen und schon bald brachen wir auf. Da war was geplant, nur wussten wir nicht was. Mittagessen in einem Restaurant mit Buffet. Das war sehr gemĂŒtlich und gut in dieser Runde.

Am Nachmittag schauten wir noch den Flugzeugen bei ihrer Landung und den Starts zu (und den Bauarbeitern, die das WC reparieren oder absperren sollten)…

Am spÀten Nachmittag verabschiedeten wir uns, da wir noch auf die andere Seite der Stadt wollten und dies vor dem grossen Feierabendverkehr besser geht.

Silvias Bruder und seine Frau wurden noch besucht. Mit frischen FrĂŒchten und gesalzenen Mandeln wurden wir verwöhnt.

Am frĂŒhen Abend traten wir die Heimreise an. Dies war ein schöner Tag um unsere Ferienreise abzuschliessen.

Das waren unsere gemeinsame Ferien.

Nordkap SPECIAL Expedition… Die RĂŒckreise.

Dienstag 04.07.17 RĂŒckreise von Alta ĂŒber Oslo nach ZĂŒrich.

Um 5.15 Uhr klingelte der Wecker. Wecker? Wieso  klingelt der jetzt? Und zack, war er abgeschaltet. Aber halt mal! Das hat ja einen Grund warum der geklingelt hat, stimmt ich muss noch ein letztes Mal frĂŒh aufstehen.

Kurz gefrĂŒhstĂŒckt und schon wurden wir zum Flughafen gebracht. Das Wetter lies zu wĂŒnschen ĂŒbrig, doch heute war mir das egal 😉

Das erste Flugzeug brachte uns mit einem kurzen Zwischenhalt nach Oslo. Dort hatten wir zwei Stunden Aufenthalt, wĂ€hrend welchem ich mir gerne einen Starbucks Kaffee gegönnt hĂ€tte. Ich sah immer Leute mit angeschriebenen Bechern vorbeilaufen, doch es dauerte ganz schön lange, bis ich den begehrten Laden gefunden hatte. Dort wollte ich eigentlich einen Latte Macchiato fĂŒr mich und einen Espresso fĂŒr Kay. Doch die haben mich nicht richtig verstanden und stattdessen bekam ich einen Latte mit ein paar Espressi drin. Ich erklĂ€rte mich nochmal und bekam dann endlich was ich wollte.
Kay haute es fast zurĂŒck als er den ersten Schluck des GetrĂ€nk zu sich nahm. Der muss sowas von stark gewesen sein…
In der Wartehalle montierte Kay noch ein paar Kleber auf seinem (neuen) Helm.

 

Schon bald stand das Flugzeug, welches uns in die Schweiz zurĂŒckbringen sollte bereit und wir durften einsteigen.

    

Nach der sicheren Landung in ZĂŒrich warteten wir auf unser GepĂ€ck. Silvia stand bereits hinter der Scheibe und wer ist denn das? Neben ihr ein Mann? Denn kenn ich doch. Kurt? Was macht der denn hier?
Auf dem gleichen Flug waren seine Enkel, die er abholen wollte. ZufĂ€lle gibt’s!
Kay wurde ebenfalls abgeholt und so trennten sich hier unsere Wege.

Vielleicht wiederhole ich mich, wenn ich sage, dass dies ein einmaliger, hammercooler Spitzentrip war, den ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei Emanuel Elsa vom Numberone-magazine, der mich auf diese Reise geschickt hat, bei Honda fĂŒr die super Organisation bis ins kleinste Detail und bei Kay, ohne den die Reise wohl nur halb so viel Spass gemacht hĂ€tte.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition
 Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition
 der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition
 zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition
 dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition
 vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition
 Tag fĂŒnf.
Nordkap SPECIAL Expedition
 der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition
 Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition
 Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition
 Die RĂŒckreise.

Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!

Montag 03.07.17 Tag 8. Ziel erreicht!!!

Als ich heute Morgen, sehr frĂŒh aus dem Fenster schaute, sah es nicht gut aus mit dem Wetter; Bewölkt, kalt und nass 🙁

Der letzte Tag begann so wie auch die ersten angefangen haben.

   

Das tĂ€gliche Ritual wurde heute von einer Klavierbegleitung untermalt. Allerdings schien diese so beruhigend zu sein, dass Kay gleich wieder eingepennt ist. Nachdem wir ihn wieder wach bekommen hatten, dĂŒsten wir los. Ziel: Nordkap!

Schon bald rieselten ein paar Regentropfen auf uns herunter, war aber nicht so schlimm und trotz kĂŒhlen 10-14°C hat es Spass gemacht. Die Renntierwarntafeln machten heute wirklich Immer wieder hab ich welche gesehen. Zum GlĂŒck fast immer mit sicherm Abstand zur Strasse.

 

Diese Renntiere (wie auch die KĂŒhe) leben anscheinend am liebsten dort wo die Landschaft sehr karg ist und nicht mal in den WĂ€ldern. Unglaublich, manchmal sah ich sogar grosse Gruppen mit mindestens 30 StĂŒck samt Jungen, sooo herzig.

Die Spannung und Emotionen stiegen mit jedem Kilometer, den ich dem Ziel nĂ€her kam und dann…

…Juppiiii wir sind da!!! Die Honda Africa Twin hat mich zuverlĂ€ssig ans Ziel gebracht. Ich bin begeistert von dem Motorrad. Diese Honda ist wie geschaffen fĂŒr solche Trips und wir waren ein tolles Team! Danke Honda 🙂

       

Nachdem sich die Freude ein bisschen eingepÀndelt hatte und das erste Fotoshooting vorbei war, gab es noch eine Rede vom Honda Manager Vito Cicchetti.

Danach war ein leckeres Essen angesagt, natĂŒrlich mit Dessert.

 

SelbstverstÀndlich hab ich auch den Tradi gesucht und geloggt.

Komme wahrscheinlich nicht so schnell wieder hier hoch. Dann machte ich noch ein paar Bilder fĂŒr den Earth und genoss es die letzen 8 Tag Revue passieren zu lassen.

   

  

Wir können alle Stolz auf uns sein, ein tolles Team und alles bis ins kleinste Detail von Honda geplant und durchorganisiert. Das war Luxsus der Extraklasse!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Emanuel Elsa vom NumberOne Magazin und an Honda!

Ach ja, nun aber wieder zurĂŒck zum Bericht 🙂

Bevor es dann wieder nach Alta ins Hotel gehen konnte, mussten wir noch warten bis die Facebook LiveĂŒbertagung erledigt war, das dauerte noch einen Moment, machte aber nichts denn ich hatte ja noch einen Auftrag von meinem Schatz!

  

Ich soll ihr eine Postkarte senden vom Nordkap, denn sie sammelt Briefmarken:-) Zum GlĂŒck hab ich dran gedacht 😉

Dann hab ich, natĂŒrlich aus lauter Gewohnheit noch die noch offenen BĂŒxlis runtergeladen ohne grosse Hoffnung, dass es hier in der Gegend etwas zu holen gibt…

…doch da ist einer! Ich hatte keine Ahnung, ob der auch in meiner Richtung liegt (wobei es hier oben so viele Richtungen gar nicht gibt 😉

Habe den Tradi mal angepeilt und mir die Distanz gemerkt, wann ich wieder auf die Karte schauen muss. Das war in ca.90 km.

Ja klar, ich war wieder voll im Adrenalinrausch, die Kombination vom gerade Erlebten und einem weiteren möglichen first to found mit der Honda; unbeschreiblich! Dazu machte noch ein GerĂŒcht die Runde, dass die Rennleitung in Lauerposition sei! Supi…

Jedenfalls startete ich „wieder mal“ als erster 😉

Die Sonne zeigte sich nun auch wieder und ich musste mal anhalten um ein Bild zu schiessen. Da sieht man die Quelle und weit unten zwei Seen, oder ist das eine das Meer?

Und wieder sah ich viele Renntiere von nah und fern.

Mannn können 90 km lang sein!

Als ich dann auf die Karte schaute, hab ich die Hoffnung aufgegeben. Es schien so, als ob ich einen anderen Weg nehmen muss….Doch dann….Die Freude war riesig als ich bemerke, dass ich goldrichtig lag. Ich muss die offizielle Route nur fĂŒr 4km verlassen, das passt.

Zum GlĂŒck hab ich das auf dem Hinweg zum Nordkap nicht gewusst 🙂

Der 0 Punkt lag bei einer Bushaltestelle.

Ich umrundete diese und fing schon an zu zweifeln.

Also Helm ab und nochmal rundherum und… ZufĂ€llig berĂŒhrte ich was. Das war der Cache und ich war der erste 🙂

Wow, perfekter kann der Tag ja gar nicht sein.

Name eingetragen, Fötali gemacht Helm auf und zurĂŒck auf die Route mit einem breiten Grinsen im Gesicht und Vollgas 🙂

Kaum wieder auf dem richtigen Weg, kam ein SMS von Honda, man solle beim Punkt 5 tanken. Ja supi, ich war schon bei der Punkt 7.

Die Tankanzeige hatte sich schon ziemlich gesenkt, doch vielleicht reicht das Benzin ja noch…
Hab ich da gerade ein déjà-vu? Hatten wir das nicht schon mal mit dem Benzin?

Plötzlich lag dieser Geruch von Regen in der Luft und wirklich, nach zwei Kilometern begann es zu regnen. Komischerweise machte mir das ĂŒberhaubt nichts aus. Ein so geiler Tag kann auch der stĂ€rkste Regen nicht versauen. Zudem ich war ja eh auf dem Weg ins Hotel.

In Alta angekommen, mittlerweile ohne Regen, war ich wieder mal einer von den ersten! Trotz Umweg! Muss ich mir Gedanken machen? Nein, mach ich nicht. Ach ja, der Tank hatte auch gereicht 😉

Somit war der Trip mit der Africa Twin zu Ende.

Alles Persönliche ausbauen, Schlafsack abschnallen, Topcase leeren und Töff abgeben.

Ja, da war ich schon ein bisschen traurig, dass die so eine hammergeniale, aber auch anspruchsvolle Tour  nun zu Ende war.

Wie sag ich immer?
„Man kann nicht immer gewinnen“, aber dieses mal hab ich gewonnen 🙂

Fun ohne Ende, tolle Leute kennengelernt, ein geniales Motorrad fahren dĂŒrfen und noch nicht mal an meine Grenze gekommen. Zudem war ich sehr glĂŒcklich, alles heil ĂŒberstanden zu haben, was ja auch nicht selbstverstĂ€ndlich ist.

Dann ging’s raus aus den Klamotten und ab unter die Dusche.

Um 19:45 Uhr gab es ein Meeting und um 20:00 Uhr wuden wir mit dem Bus zum Dinner abgeholt 🙂

Am Ziel angekommen erwartete uns ein Zelt oder zumindest sah es aus wie ein Zelt. Draussen war ein Feuer von BĂ€nken eingekreist. Diese wiederum waren mit Rentierfellen zugedeckt.

Ein toll angerichteter Apero stand fĂŒr uns bereit: HĂ€ppchen und was um den Durst zu löschen.

  

Nach dem leckeren Willkommensgruss, wurden wir in den edlen Speisesaal gefĂŒhrt, in welchem man uns erst mal mit diversen kleinen, exquisiten Vorspeisen verwöhnt hat.

  

Wir kamen uns vor wie Könige. Honda hat nicht nur eine perfekte Reise aus die Beine gestellt, sondern auch ein mehr als wĂŒrdiger Abschluss aus dem Köcher gezogen.

Zur Hauptspeise fanden wir ein Rentier in unserem Teller, natĂŒrlich nicht ein Ganzes 😉

Hmmm…die Felle davon haben wir draussen ja bereits gesehen. Ob das wohl die selben waren? Oder sind es gar welche, die ich heute noch auf der Strasse gesehen habe? Besser nicht weiter studieren, sondern einfach geniessen.
Vom Geschmack her war es Ă€hnlich wie Rind. Sag ich doch; die KĂŒhe des Nordens 😉 Jedenfalls hat’s mir sehr geschmeckt. Auch das Dessert liess ich mir nicht entgehen, obwohl ich so mĂŒde war, dass ich auf der Stelle hĂ€tte einschlafen können.

Nach dem Essen wurde noch ein wenig geplaudert, bevor der Bus uns ins Hotel brachte….irgendwas von einer besonderen nĂ€chtlichen Überraschung war mal noch die Rede…aber davon berichte ich dann erst beim morgigen und letzen Bericht.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition
 Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition
 der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition
 zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition
 dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition
 vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition
 Tag fĂŒnf.
Nordkap SPECIAL Expedition
 der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition
 Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition
 Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition
 Die RĂŒckreise.