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Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins

Montag 26.6.17  Der erste Tag.

Nach einer relativ kurzen Nacht, ging es sehr früh los. 6.00 Uhr aufstehen, Frühstücken und schon ging’s zum Motorrad, alles noch fertig packen, kurzes Briefing, und los ging’s. Heute scheint das Wetter wirklich auf unserer Seite zu sein; Sonnenschein aber trotzdem etwas kühl. Pünktlich um 8:00 Uhr starten wir die Motoren und es konnte losgehen. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Es war das erste Mal, dass ich mit einem automatischen Motorrad fahren durfte. Ja sicher, es ist eine komplett neue Angelegenheit, daran muss man sich zuerst  gewöhnen. Wenn man den Film aber einigermassen im Griff hat, ist es voll cool.
Heute ist die längste Tour geplant, wir müssen von Oslo bis nach ……weiss ich nicht mehr! Ach ja genau, Fosnavag.

Dazwischen werden noch ein paar Tankstopps eingelegt und einen Rast fürs Mittagessen, respektive Picknick.

Doch erst mal von vorn:
Schon bald wurden wir von einer Baustelle aufgehalten, hier werden sehr viele Strassen neu gemacht.
Wir waren froh, als es endlich weiter ging, doch leider gab es einen kleinen Zwischenfall. Das kann  bei 40 Fahren schnell mal passieren. Ein Biker hat einen anderen touchiert. Zum Glück hat sich dabei niemand ernsthaft verletzt.


Bist zur Mittagspause sind wir noch in grossen Gruppen unterwegs gewesen,  danach durften wir uns aufteilen, wer wollte konnte auch alleine fahren.
Das Mittagessen wurde oben auf dem  Berg bereitgestellt.


Hier wurden noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen. Dann ging’s los, wir haben uns zu einem Dreierteam zusammen getan;  Kay, Jérôme und ich. Ein Schweizerteam sozusagen.
Zwischendurch wurde auch mal angehalten einmal um Fotos zu machen, und einmal um eine alte Kirche anzuschauen. Natürlich war das eine Sehenswürdigkeit, und was hatte es dort? -Genau ein Geocache.

 
Die Sonne war nicht mehr lange unsere Begleiterin, bald fing es an zu regnen, ok die Sonne guckte immer wieder mal raus aber sehr selten. Dann, als wir einen Pass hoch fuhren, begann es auch noch zu schneien. Natürlich war das alles kein Problem. Trotz Kälte und Nässe schafften wir es alle auf der anderen Seite heil wieder runter zu kommen. Auch hier gab es noch einen Aussichtspunkt zu bestaunen, von da aus konnte man ein Kreuzfahrtschiff sehen.
Und ja genau auch hier habe ich einen Geocache gefunden.

 
Am Hafen hiess es abwarten bis die Fähre uns an Bord lässt. Die Zeit nutzte ich für einen Earthcache.

   

Die einstündige Überfahrt  war sehr beeindruckend, viele Wasserfälle und wenn man einen Felsen genau anschaute, sah man auch noch ein Gesicht darin (deja vue). Sogar einen Regenbogen bekamen wir zu sehen. Dann ging alles relativ schnell. Es waren noch 80 km die bis zum Hotel zurückgelegt werden mussten. Ich glaube wir waren alle sehr froh, als wir endlich unsere Motorräder in der Tiefgarage abstellen konnten.
Als erstes gab es eine heisse Dusche, und dann ein leckeres Abendessen.

      

Zum Dessert gab es ausser Süssigkeiten natürlich noch einen Geocache bevor es ab ins Bett ging, auch wenn draussen noch die Sonne scheint (23:00 Uhr). Es war ein toller Tag 13 Stunden Fahrt, fast 500 km Weg, Temperaturen zwischen 4° und 19°C.
Ich freue mich schon auf morgen.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf.
Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Frühlingsferien-Motto FP’s sammeln und gleich wieder ausgeben

Diesmal planten wir nicht weit im Voraus. Die Wetterprognose war ziemlich düster und so haben wir am Sonntag entschieden, dass wir am Montag bei Regensburg den Autopowertrail B-W-T (Bayer-Wald-Thropy GC4WMQN ) absolvieren werden. Motto der Reise: Favoritenpunkte sammeln (und vielleicht auch wieder ein paar davon ausgeben).

Frühlingsferien 2017: Regensburg-Deggendorf-Passau

Trimmis-Regensdorf- Bad Kötzingen, 1.5.2017
Am Montagmorgen starteten wir um 9:40 Uhr unsere Reise. Das Wetter wechselte immer wieder, sodass wir von Sonne bis Regen alles mal dabei hatten. Um 13:30 kamen wir in Regensburg bei der Nr. 1 des Powertrails an. Auf dem Weg dorthin lag noch eine Mysterydose „justus.peter.bob“ GC4C8G1, die wir (mit Hilfe) mal gelöst hatten. Diese wollten wir noch holen, doch oh Schreck, das ist ja ein T5er. Naja, schauen können wir ja mal, vielleicht lässt sich zu zweit was machen… Vor Ort konnten wir das Vogelhäuschen sehen, doch mit der Höhe sieht es nicht so gut aus.

Wir schauten einander an, dann wieder zu dem Döschen hoch, hmm, könnte knapp werden, aber probieren können wir’s ja mal. Also zog ich die Schuhe aus und stellte mich Antonio auf die Schultern und er richtete sich aus der Hocke auf. Immer näher kam ich dem Objekt der Begierde, noch ein Stück… und dann war Feierabend. Nahe dran bin ich, doch ein kleines Stück fehlt noch. Fest den Arm ausstrecken. Nein, das reicht noch immer nicht. Ich traute mich fast nicht zu fragen, ob ich Antonio auf den Kopf stehen darf. Da es um einen Cache geht, ist sich Antonio dafür nicht zu schade und lässt mich auf sein Haupt steigen. Ich musste darüber sowas von lachen, dass ich es kaum schaffte, den kleinen Schritt zu machen. Nochmal jeden Knochen strecken, doch auch das reichte nur zu einer Berührung des Gehäuses und so musste ich unverrichteter Dinge wieder vom edlen Thron hinuntersteigen. Wir konnten es fast nicht glauben, dass nur sooo wenig gefehlt hatte und nichts im Wald rumliegt, das uns noch das fehlende Stück ergänzen hätte können. Nicht mal ein Foto konnten wir von der kurligen Aktion machen, denn wir waren ja beide voll im Einsatz. Tja und so mussten wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Das war ja ein toller Start unserer Reise.

Die erste Dose des Powertrails bei Regensburg konnten wir gut finden und das sogar bei trockenem Wetter. Auch die zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte und so weiter zeigten sich bald. Nach einer Stunde hatten wir 30 Caches hinter uns und langsam den Dreh raus, wie wir einigermassen zeitsparend vorankommen. 30 Dosen pro Stunde würde heissen, dass wir 10 Stunden für den ganzen PT brauchen würden. Das kommt nicht in Frage, aber wir haben uns ja erst mal eingewöhnen müssen und haben’s jetzt im Griff. Die zweiten 30 Büxlein waren in 45 Min geschafft. Ja, ja, Übung macht den Meister. Sogar die Sonne wagte hin und wieder einen Blick nach unten um zu sehen, wie wir vorankommen.

Nach vier Stunden waren knapp 180 Dosen geloggt und unsere Bäuche knurrten so laut, dass wir nicht mehr weiter suchen konnten. In Bad Kötzingen fütterten wir erst unser Cachemobil und dann unsere hungrigen Mägen. Was Wärschaftes muss her. Fast wie von selbst landeten wir in einer tollen Gaststube, die genau das bot, was wir gesucht hatten. Als ich vom WC zurückkam, bat ich Antonio, sich die Gäste direkt hinter uns mal genau anzusehen, denn ich war der Meinung an dem Rucksack einen Ghost-Pin gesehen zu haben. Endgültig entlarvt waren die Nachbarn, als sie ihr Navi auf den Tisch legten und kurze Zeit später sassen die beiden an unserem Tisch. Bei herrlichem Essen und intensiver Unterhaltung verging der Abend wie im Flug. Nachdem wir unsere TBs gegenseitig discovert hatten, mussten wir aber schnell weiter, denn bald würde es eindunkeln und wir hatten noch keine Ahnung wo wir übernachten werden. Dem PT entlang loggten wir ein Döschen nach dem anderen, bis wir dann endlich ein geeignetes Plätzchen ergattern konnten. Die Aussicht wäre toll gewesen, doch erstens war es bereits dunkel und zweitens hatte es begonnen zu regnen und so war da nichts mit in die Ferne schauen. Todmüde legten wir uns hin und träumten vom Ein- und Aussteigen.

Bad Kötzingen-Regensburg- Schaufling, 2.5.2017
Da es bei Aufwachen so klang, als ob wir uns in einer Autowaschanlage befinden würden, haben wir uns mit dem Aufstehen noch etwas Zeit gelassen. Erst als die Sonne ein paar Strahlen zum Fenster rein warf, schlüpften wir unter den Decken raus. Nach einem gemütlichen Frühstück im Bus und dem Geniessen der Aussicht, die wir nun auch hatten, setzten wir unsere Stop and Go Fahrt fort. Nach gut drei Stunden Sonne und Regen hatten wir endlich die letzte Dose hinter uns und darüber waren wir auch wirklich froh. Spass macht sowas nun wirklich nicht, aber was tut man nicht alles um sein FP-Konto mal wieder etwas aufzufüllen.

    

Für die Schmiedung des weiteren Plans setzten wir uns ein leeres Gasthaus, in welchem wir von einem älteren Herr angeschaut wurden, als würden wir mitten in seine private Stube treten. Auf die Frage hin, ob sie geschlossen hätten meinte er, nein, nein, aber wir könnten nur den einen Tisch haben und wies auf einen Tisch am Eingang. Hm…einer reicht uns auch, war unsere Antwort und er meinte, dass die anderen gleich von Kartenspielern belegt werden würden. Wir dürfen gerne auch mitspielen fügte er noch an. Doch darauf verzichteten wir gerne. Das Angebot seiner Frau, die von Kuchen sprach, gefiel uns da schon besser. Während die Spieler, einer nach dem Anderen die Stube füllten, setzten wir unsere ausgewählten Caches auf die Liste im I-Pad. Weiter ging’s mit dem Anfahren von Dosen in Regensburg. Da dies recht anstrengend war, stellten wir, als wir der Innenstadt näher kamen, das Auto ab und liessen uns von einem Multi und ein paar Tradis zu Fuss durch die Stadt führen. Von einem Kirchturm aus konnten wir über ganz Regenburg blicken, doch so ganz geheuer war uns der wacklige Turm nicht, also schnell wieder runter…

 

Nach vielen Kilometern hatten wir dann einiges von der Stadt gesehen und unsere Beine drohten langsam aber sicher zu streiken. Na dann suchen wir doch was zum Sitzen und Essen. So wurde es gemacht und eins kann ich sagen: die Brauerei, die wir erwischt hatten war echt der Hammer (Weissbräuhaus, Schwarze-Bären-Strasse 6). Eine halbe Haxe mit Knödel und Sauerkraut sowie ein Zwiebelrostbraten mit Spätzle, das hatten wir uns doch verdient heute.

 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz landeten wir an der Donau auf einem Stellplatz in Donaustauf und dort fielen uns kurze Zeit später die Augen zu.

Donaustauf-Deggendorf- Schaufling, 3.5.2017
Am Morgen kochten wir wieder Kaffee und assen Müesli im Bus. Im Anschluss konnte Antonio es nicht lassen, das Auto von dem vielen Dreck zu befreien. Das Odin-Denkmal, welches aus einem mächtigen Palast bestand, war der nächste Programmpunkt. Wir hatten echt unseren Spass da oben samt Multi „Tempel des Odin GCJG2K“

 

Und weil das Wetter es gut mit uns meinte, trauten wir uns noch die „Verflixte Runde #1 GC4TE7B“ zu. Knobelcaches von der Art, die Antonio gerne mag. Unglaublich wie viel Abfall am Weg lag. Das sind ja echte Schweine, (wobei wir ja das Schwein nicht beleidigen wollen)  die so viel Zeugs einfach in die Natur rausschmeissen! Ein CITO wäre hier dringend mal notwendig.

 

Nachdem die Runde schon fast abgeschlossen war, taten uns die Füsse weh und wir waren müde. Eine Bäckerei lockte uns zu sich und der Kuchen drängte sich richtig auf. Gegessen wurde aber erst im Bus, denn wir wollten einen Kaffee dazu. Luxus pur 😉

Auf dem Weg nach Deggendorf konnten wir auf der Gegenspur noch die Aufräumarbeiten eines Unfalls sehen und den 13 km langen Stau hinten dran. Fast nur Lastwagen! Sowas hatten wir noch selten gesehen. Da hatten wir richtig Glück, dass unser Weg in die andere Richtung führte. In Deggendorf steuerten wir ein paar ausgewählte Dosen an, doch nicht alle liessen sich so einfach finden. Eine verlangte uns echt alles ab bis wir herausfanden, dass die gesuchte, versteckte, von aussen unsichtbare Antoniuskapelle geschlossen war. Schade, wäre wirklich etwas Spezielles gewesen.

 

In der Altstadt irrten wir noch etwas umher bevor wir ein Restaurant fürs Abendessen aufsuchten. Heute gab’s einen Beef Burger mit Vollkornbrötchen und Salat für mich und ein Zwiebelrostbraten mit Gemüse und einer Kartoffel-Blätterteigroulade für Antonio (Gasthof Höttl, Luitpoldplatz 22). Eine gute Wahl hatten wir mal wieder getroffen und so konnten wir gestärkt weiter ziehen.
Ein kleiner Lost Place, den Antonio sich alleine zu Gemüte führte, da ich keine Lust hatte durch den Sumpf zu waten.

 

Weiter führte uns die Reise in die Täler hinaus. Mal hoch, dann wieder runter. Zu einer ausgesuchten Dose konnten wir nicht, da die Strasse gesperrt war und wir nun wirklich nicht mehr zu Fuss gehen wollten. Also suchten wir uns einen Schlafplatz. Beim Landgasthof Düllhof in Schaufling wurden wir fündig. Sogar duschen konnten wir da und auch ein WC stand für den Stellplatz zur Verfügung. Der Hof war von einem Kräutergarten umgeben und ganz liebevoll mit selbstgemachten Figuren gestaltet.

 

Schaufling-Passau, 4.5.2017
Den Kräutergarten haben wir uns am Morgen noch genauer angesehen. Etwas chaotisch oder für uns unverständlich mit der Struktur der Beschriftung, sonst aber wirklich schön angelegt.

   

Eine Pendenz hatten wir ja noch bevor die weiter Reise uns nach Passau führte.
Den Cache den wir gestern Abend nicht mehr angehen konnten da die Strasse gesperrt war. Der Multi „Dunkle Kräfte?“ GC4VVC4
Ok, die war auch heute noch gesperrt, jedoch waren wir wieder fit genug um ca. 500 Meter zur ersten Station zu gehen. Auf diesen Cache hatten wir uns ganz besonders gefreut. Eine Metalldetektor haben wir vom Kollegen ausgeborgt und so freute sich Antonio bei jedem Pieps. Nochmehr natürlich, als ich ihm die Freigabe erteilte, dass er nun wirklich suchen könne, da die Koords erreicht waren.
Jede Station beeindruckte uns, mehr wollen wir hier nicht verraten, denn jeder soll den Spass ja selber erleben dürfen…

Nach diesem Abendteuer gings weiter Richtung Passau, kurz davor erblickten wir einen Schuhladen, ja da müssen wir rein, nein, nicht wegen mir, Antonio braucht neue Schuhe. Ok, ich hab mir dann auch ein Pärchen gegönnt, aber auch Antonio hat was Passendes gefunden.

Nachdem ein paar Dosen gezielt angefahren wurden, haben wir das Auto parkiert und sind der Donau entlang spaziert um an der Spitze der Altstadt einen Earthcache zu lösen und dann dem Inn entlang wieder zurückzuschlendern. Zwischendurch gab’s noch Kaffee und Kuchen, schliesslich sind wir in den Ferien. Von der Überschwemmung, die den Ort vor vier Jahren unter Wasser gesetzt hat, sieht man kaum noch was. Aber was man sieht: Es braucht nicht viel bis die Wasser über die Ufer treten. Immerhin ist die Stadt von drei Flüssen umgeben, denn auch die Ilz fliesst durch die Ortschaft. Das Spezielle an den drei Flüssen ist, dass sie unterschiedliche Farben haben. Die Donau sei blau, der Inn grün (Gletscherwasser) und die Ilz schwarz (Moorresten), so heisst es. Vor Ort konnte man nur geringe Farbunterschiede der Donau und des Inns sehen, vielleicht waren wir auch einfach zu tief um richtig auf die Flüsse hinunterschauen zu können. Die Ilz hingegen ist tatsächlich recht dunkel. Im Internet sieht man die Farbunterschiede von Luftbildern her wirklich gut. Schade, dass wir das vor Ort nicht so klar erkennen konnten. Trotzdem gefiel Passau uns besser als Regensburg.

   

Nun waren unsere Pendenzen mehr oder weniger abgearbeitet. Einen kleinen Lost Place etwas Ausserhalb fuhren wir noch an. Vor einem kleinen Abstecher ins Nachbarland, suchten wir verzweifelt nach einem Restaurant. Eines verliessen wir kurz nach Besichtigung wieder und viel mehr konnten wir erst mal nicht finden. Doch direkt vor der Grenze entdeckten wir dann doch noch was, damit wir nicht hungrig bleiben mussten. Und nun kommen wir zum Nachbarland: Ich war überzeugt, dass wir über die Tschechische Grenze fahren würden, doch da stand ein Schild mit Republik Österreich. Hups, da zeigen sich mal wieder meine glänzenden Geografiekenntnisse. Mir war nicht bewusst, dass wir schon wieder so südlich sind. Nach dem Besuch der Letterbox, die etwa gleich gut wie das Essen war (ok, aber müssten wir nicht extra nochmal anfahren), reisten wir in Richtung Schweiz. Ziel wäre ein Schlafplatz gewesen, doch die gefundenen Stellplätze waren entweder voll oder passten uns aus anderen Gründen nicht und so landeten wir schlussendlich irgendwo auf einem Parkplatz, auf welchem wir hoffentlich niemanden gestört haben. Müde waren wir so sehr, dass wir sofort eingeschlafen sind.

   

Ulbering, 5.5.2017
Am Morgen erst liessen wir das Dach hoch um zu frühstücken. Und dann setzten wir die Heimreise fort. Da ein Unfall weit voraus angesagt wurde, umfuhren wir das Autobahnstück und damit den ganzen Ammersee. Leider hatten wir die Caches dieser Gegend nicht auf der Offlinekarte, und so kurvten wir halt einfach so in der Gegend rum, liessen uns in einer Metzgerei leckere Brötchen belegen und steuerten dann die Autobahn wieder an. Einige Stunden später waren wir glücklich und zufrieden wieder zu Hause.

Fazit: Wetter war super, im Stau standen alle immer nur auf der Gegenseite, Favoritenpunkte haben wir viele gesammelt und wahrscheinlich etwa gleich viele wieder liegengelassen.
Kilometer und Zeit haben wir auch wieder genug gemacht.

Am Abend besuchten wir den FL/SG/GR Geocaching-Stammtisch GC73NM0 und liessen damit unsere Ferien ausklingen.

 

Abgelenkt – und der Tod fährt mit.

Die neue Präventionskampagne «Abgelenkt – und der Tod fährt mit.»

Unaufmerksamkeit und Ablenkung waren auch im letzten Jahr die Ursache Nummer Eins für die Verkehrsunfälle, die sich auf dem Kantonsgebiet Zürich ereigneten.

2988 mal war die Ursache der Unfälle auf Ablenkung am Steuer zurückzuführen. Und Ablenkung am Steuer endet oft tödlich. Das Benutzen eines Mobiltelefons, das Bedienen eines Navis oder sonst eines Geräts wie MP3-Player lenken vom Verkehr ab und sollten dringend vermieden werden.

Unser Ziel ist es, die durch Ablenkung verursachten Verkehrsunfälle zu senken sowie Fahrzeuglenkende und Mitfahrende hinsichtlich der Gefahren zu sensibilisieren.

Mehr zum Thema unter:  lenken statt ablenken

  • Wie sieht es denn bei dir aus?
  • Was machst du wenn das Telefon klingelt?
  • Was wenn dein Navi spinnt oder du eine neue Adresse eingeben willst?

Schreib mir doch einen kurzen Kommentar unten rein.


Kleiner Unfall

Hallo Leute,
nicht wundern wenn ich mich in der nächsten Zeit nicht mehr so oft melde.
Ich hatte leider einen kleinen Fahrradunfall.
Es wird wohl noch einige Wochen dauern bis ich wieder richtig fit bin.
Auf dem Bild siehst du die Unfallaufnahme. Weiterlesen

Suzuki GSX-R 1000 K3 back to Racetrack

Heute hat der Versuch begonnen meine mir untreu gewordene Rennmaschine wieder fit für die Rennstrecke zu machen…

Zum Glück ist Winter und dadurch reichlich Zeit vorhanden.

Wie es zum Sturz gekommen ist könnt ihr unter: motorradunfall-nun-ist-es-klar lesen.

Falls jemand Interesse hat mir die Susi abzukaufen so wie sie ist, oder vielleicht Ersatzteile hat, einfach melden unter alles@loslachen.ch

Folgendes an arbeit steht an:

Rennverkleidung reparieren,

Heckrahmen reparieren, (Schweissen)

Tank reparieren (Spachteln)

Scheibe ersetzen (Rennscheibe vorhanden)

Schutzblech vorne ersetzen,

Achse Hinterrad ersetzten,

Fussraster links ersetzten,

Auspuffendtopf ersetzen (vorhanden)

Grasreste von Most aus dem Hinterreifen entfernen (ggf. Felge ersetzen (vorhanden))

Gabelsimmenringe ersetzen, (bei Gelegenheit)

Oelwechsel machen,

Bremsflüssigkeit ersetzen,

Nach langen 3 Monaten…

Seit gestern bin ich mein 3 Punkt Korsett, welches mich seit dem Motorradunfall am 29. Juni begleitete um meinen gebrochenen Wirbel zu stützen, losgeworden. (Siehe auch Bericht)

Nach den Röntgenaufnahmen meinte mein Arzt, dass ich jetzt mit dem Aufbau der Rückenmuskulatur beginnen kann. Durfte ja seit dem gar nichts machen.

Ist schon ein komisches Gefühl ohne stützendes Hilfsmittel herumzulaufen.

Ich freue mich jedoch sehr auf die ersten Squashkämpfe mit meinen Kollegen und überhaupt auf noch sehr vieles mehr.

Meine alten Knochen haben sich gut erholt, schon wieder Schwein gehabt.“

Most 27./ 28./ 29. Juni 2008 mit schwerem Unfall

Unglaublich, so viele GRischa Biker und loslachen.ch  Kollegen waren noch nie auf einer Rennstrecke zusammen.

Eigentlich war geplant, dass wir nach Brünn fahren, doch die haben an unserem ausgesuchten und bereits von Pascal Riedi gebuchten Termin Belagsarbeiten geplant!

Wir bekamen von RehmRaceDay.de die Meldung das Brünn storniert wird.

Kurzerhand hat sich Pascal und ich zusammengesetzt und wir haben etwas neues gesucht, es sollte eine Rennstrecke sein wo wir bis anhin noch nicht waren.

Die Wahl viel sehr schnell auf Most.

Diese befindet sich, genau wie Brünn auch in der Tschechei, nur ein wenig näher.

Also das Ganze sofort mit Datum und Anmeldefrist ins GRischa Biker Forum schreiben und abwarten wie viele sich für die neue Strecke begeistern können.

Schnell meldeten sich mehr und mehr an, ich hab natürlich auch meinen Kumpel Wudl gefragt, ob er Lust und Zeit hätte mitzukommen.

Er sagte sofort zu und hat noch gleich Martin und Walter mit angemeldet.

Barbara, die Freundin von Wudl kam als Begleitung mit.

Mit von der Partie waren auch 2 Prättigauer, Hitsch und Andy.

Des weiteren mit dabei als Fahrer/innen, Pascal und ich natürlich, dann Erwin, Segio, Duri, Christian, Marion, Röbi und als  Begleitung der Truppe waren Marcella und Maddalena mitdabei.

Oh… ganz vergessen, lange nach Anmeldeschluss und mit viel Überredungskunst hat sich auch unser Spätzünder André dazu entschlossen sich diesen Rekord an teilnehmenden Biker doch nicht entgehen zu lassen!

Es gab Biker die es kaum mehr erwarten konnten und hypernervös waren bis der Tag der Abreise da war.

TAG DER ANREISE

Geplante Abfahrtszeit war der Donnerstag  28. Juni Punkt 9:00 Uhr. Natürlich vollgetankt und das ab der Coop-Tankstelle in Landquart.

Morgens um 7.00 Uhr ging mein Wecker los und ich dachte ich könne es gemütlich angehen, denn ich habe ja alles am Vorabend verladen!

Das dachte ich eben nur, mir kamen noch tausend Dinge in den Sinn.

08:30 fertig!

Jetzt darf ich  nur noch Erwin abholen, Luftdruck am Bus prüfen und tanken, also nichts wie los.

Ich glaube Erwin war sehr, sehr nervös, er vergass sogar seiner Familie bye bye zu winken.

Ausgangs Trimmis fragte ich ihn, ob er wie besprochen die Pfannen eingepackt habe. Seine Handbewegung war klar und ich wendete.

So konnte er das verpasste Winken auch noch gleich nachholen

Nun wird es aber knapp mit Pünktlichkeit!

Der Pit-Stop bei Pneu Egger dauerte höchstens 45sec.

Getankt war ebenfalls sehr schnell und dennoch waren wir die Letzten auf dem Parkplatz.

Die lange Reise konnte starten, doch nach einer kurzen Fahrt von gerade mal 10 Kilometern mussten wir einen Halt einlegen um das Pikerl für Österreich zu kaufen, Lori nahm das Ganze sehr gemütlich.

Da hatten wir noch Zeit die Ladung von Riedi und Marion zu begutachten.

Erstaunt war ich, dass man mich voraus fahren lies, bin ja der, welcher trotz Navi über Schotter und Feldwegen zum Ziel gelangt

Dringende Pinkelpause, es war so dringend das wir den ersten Rastplatz genommen haben, der hatte leider nur Bäume 

Nach ein bisschen blablabla und Blödeleien ging es weiter.

Zeitlich waren wir gut unterwegs, das Navi sagte uns, dass wir ca. um 16:10 Uhr am Ziel sein sollten doch, als wir die Grenze zur Tschechei überschritten hatten, rief  Wudl mich an, er war schon früher als wir gestartet und er teilte mir mit, dass die Türöffnung erst um 18 Uhr sein werde! Also konnten wir es gemütlich nehmen.

Bei einem weiteren  kurzen Beinevertreten und einem Benzinstand-Nachfrage-Halt, hab ich alle informiert über das was mir Wudl gesagt hatte und somit war klar, eine Tankstelle suchen um die leeren Tanks zu füllen und ein Restaurant ansteuern wo wir was  essen können. Die Gefahr, dass wir ja erst sehr spät was selber kochen können war gross, der Aufbau des Lagers könnte ja bis in die tiefe Nacht dauern

Schon schnell nach der Weiterfahrt kam auch schon die erste Tankstelle.

Ich bog wohl etwas zu knapp ab, denn André ist als einziger an uns vorbeigefahren!

Ok, die Einfahrt war gleich hinter einer Kurve, doch die andern haben es auch geschafft

Unser Röbi konnte das erste Mal mit seinen Sprachkenntnissen auftrumpfen. Er durfte mit dem netten Fräulein an der Kasse in vollen Zügen flirten,  aber nur bis wir alle unser Benzin und  Kanister gefüllt und bezahlt hatten!

Ich glaub es ging ihm alles etwas zu schnell, er hätte sie am liebsten gleich mitgenommen

Egal… nun gings auf die Suche nach unserm Racer, bin mir jedoch sicher gewesen ihn bald wieder zu finden. Dem war dann auch so, er hat an der nächsten Tankstelle getankt und wartete auf uns.

Wenige Kilometer vor der Rennstrecke habe ich ein Restaurant mit einem grossen Parkplatz für all unsere Fahrzeuge gesichtet und steuerte dieses an.

Die schöne Gartenwirtschaft und der grosse Parkplatz war das einzige was überzeugte, das Essen und die Geschwindigkeit des Services liessen zu wünschen übrig.

Nach dem Essen und dem Kaffee, den man nun wirklich nicht trinken konnte,  ging der Convoy weiter. Wir waren etwas spät dran (Schneckentempo des Kellners).

Das Navigationssystem wollte mich auch dieses Mal kurz vor dem Ziel über eine Holperpiste durch den Wald schicken, da ich aber 6 Fahrzeuge hinter mir hatte, hab ich es nicht riskiert und fuhr einfach der normalen Strasse entlang bis die kleine Tafel mit Pfeil –> Circuit de Most uns zum Eingang brachte.

Wir waren ja erst nach 18 Uhr da und die Tore hätten eigentlich schon lange offen sein sollen, doch wir durften uns der Warteschlange anschliessen.

Wudl war als erster auf dem Platz, hat sich schnell ein Ideals Plätzchen ausgesucht und hat subito mit dem Aufbau seines Zeltes begonnen, das konnte man von der loslachen Truppe nicht wirklich sagen.

Bis jeder wusste, wo er was wie und überhaupt hinstellen soll… verging so viel Zeit, dass es schon bald dunkel wurde.

Unsere 3 hübschen Begleiterinnen machten das einzig richtige, die Jungs machen lassen und staunen wie kompliziert die sich anstellen können.

Dann war alles mehr oder weniger so wie wir es wollten und nach dem letzten Kontrollgang von Lori und einer letzten Behandlung meiner Sehnenschneideentzündung konnten wir beruhigt schlafen gehen.

DER ERSTE RACERTAG

Diese Bilder sagen wohl alles über die Wettersituation aus.

Lori macht das einzig richtige:

Schlafen. Ob er die ganze Nacht draussen war weiss ich nicht. Klar ist, dass Röbi, Sergio und Erwin die ersten gewesen sind, die aus den Federn sind.

Ich hab gegen Morgen so was von gefroren!!! Hab leider meinen Schlafsack und die Heizung vergessen, dachte aber auch, dass es im Sommer überflüssig sei so was mitzuschleppen.

Das nächste Mal weiss ich es.

Langsam aber sicher erwachte unsere Zeltstadt zum Leben und schon bald ging es zu und her wie in einem Bienenhaus. Motorräder auf die Ständer stellen, Pneuwärmer montieren und gar schon Pneus wechseln.

Ich wollte mal testen wie es ist mit Linsen Motorrad zu fahren, doch… wie man am Gesichtsausdruck von Marion sehen kann, hatte ich meine liebe Mühe und nach etlichen Versuchen lies ich es dann auch bleiben.

Ab 09:00 Uhr war die Strecke für freies Fahren geöffnet und der eine oder andere von uns hat sich auch gleich auf Kennenlernfahrt gemacht.

Es gab aber auch schon die ersten Pannen wie man sieht, Riedis Yamaha hat Kühlerwasser verloren, doch zusammen mit Milota haben sie schon bald das Leck entdeckt!

Der Lüfter streifte am Kühler und hat dadurch ein kleines Loch eingeschliffen, zum Glück reparierbar.

Während der Yamahareparatur machten sich einige von uns, wie zum Beispiel Marion und Sergio auf den Weg etwas Spass zu haben.

Wir mussten gestaffelt zur Fahrerbesprechung und wir wussten, dass wir uns da entscheiden müssen, ob wir am späteren Nachmittag am Fun-Langstreckenrennen mitfahren wollen und mit wem.

Wenn man mitmachen will,  muss man zu zweit mit zwei Motorrädern antreten.

Auch da gab es ein kleineres Durcheinander!

Eigentlich wollten André und ich zusammen fahren, er hat sich dann aber abgemeldet, sodass ich mich auf die Suche nach einem anderen Fahrer machen musste.

Wudl hat sich mit Martin zusammengetan, Riedi mit Milota, dann wollte Riedi doch nicht, weil er befürchtete dass sein Kühler es nicht mitmachen würde.

So haben Milota und ich uns zusammengetan, doch nur für kurze Zeit, denn das Ganze, weiss nicht mal warum, wurde wieder über den Haufen geworfen.

Die definitive 2 Stundenrennen Team-Zusammensetzung war folgende:

  • Riedi mit Röbi
  • Milota mit Martin
  • und ich durfte mit Wudl antreten.

Bevor es aber so weit war konnten wir noch locker und nach Lust und Laune auf der Piste unsere Runden drehen und uns eine Rennstrategie austüfteln.

Diese war eigendlich relativ schnell klar bei Wudl und mir, natürlich wurde alles sehr streng geheim behandelt.

Meine erste Ausfahrt war beeindruckend und ich fühlte mich gleich wohl auf der Piste von Most  ok, es gab die eine oder andere Kurve die speziell war und ich hatte ein wenig Mühe mit der Linienwahl.

Beispiel die 180° Kurve ganz hinten, das war nicht so meine  auch die letzte vor der Zielgerade, da ist der Belag sehr schlecht, es gibt da Schläge auf der Ideallinie!

Wir hatten alle riesen Spass und jeder verbesserte seine Zeiten kontinuierlich.

Kurz vor 16:00 wurde es dann ziemlich hektisch und die Nervosität stieg.

Die letzten Vorbereitungen fürs Langstreckenrennen mussten abgeschlossen werden.

Dann gings Schlag auf Schlag!

Die Fahrer welche als zweites starten, mussten ihre Motorräder mit allem Zubehör in die Boxengasse bringen um dann von dort aus starten zu können wenn sein Teamkollege von der Rennstrecke kommt.

Das Rennen geht über 2 Stunden mit 2 Fahrern und 2 Motorrädern.

Die Boxencrew von Wudl und mir haben Barbara und Walter übernommen, ihre Aufgabe bestand darin, die Rennmaschinen zu tanken, Pneuwärmer montieren respektive demontieren, sehr wichtig war auch der Wechsel des Transponders bei den Boxsenstopps / Fahrerwechsel.

Den Job durfte Barbara übernehmen und sie machte auch gleich einige Trockenübungen.

Wichtig war auch, dass die Crew die Fahrer auf der Piste nicht aus den Augen verlieren, denn wir haben abgemacht dass, wenn Wudl oder ich ein Problem haben, ihnen ein Zeichen geben würden… (nota bene: das auf der Zielgeraden mit über 220 km/h)

Als erstes war Wudl an der Reihe und sein Plan war, mindestens 1 Stunde draussen zu bleiben, um wenig Zeit zu verlieren bei den Boxenstops.

Es geht los….. Pneuwärmer weg, Motor starten und ab zur Startaufstellung…

Nach der Aufwärmrunde wurde es spannend. Die Motorräder werden auf die Startposition geschoben.

Hier Röbi, doch wo ist seine Maschine?

Riedi hält sie auf der anderen Seite

Aber warum  denn das ?

Weil es ein Le Mans Start gibt. Was heisst das?

Bei einem Le-Mans-Start stehen die Fahrzeuge üblicherweise ausserhalb und längs der Strecke im Startbereich (schräg in Fahrtrichtung), Motorräder werden von Helfern gehalten. Die gegenüberliegende Streckenbegrenzung stellt die Startlinie der Fahrer dar, so dass alle Fahrer die gleiche Entfernung zu ihren Fahrzeugen haben. Nach dem Startzeichen (Senken der Startflagge) rennen die Fahrer über die Strecke zu ihren Fahrzeugen, steigen ein bzw. sitzen auf, starten und fahren los.

Achtung….. fertig …… loooooos

Wudl und ich starteten von der Startposition  21 aus.

Wudl drehte eine Runde nach der anderen…. Und ich hatte Zeit meinen Rivalen (Röbi und Riedi) respektive dessen Crew, Marion und André, zu helfen.

Denn nach gerade nur 26 Minuten ist Röbi schon raus gekommen um an Riedi zu übergeben, hier war klar, sie haben mindestens eine 3 Stop Strategie!

Riedi wartet gespannt auf die Einfahrt von Röbi

Marion gab alles, um eine schnelle Weiterfahrt zu ermöglichen

Gooo Riedi…  Gooooooo!!!!

Beim Team Milota / Martin war es sehr ruhig, Milota drehte, wie Wudl auch seine Runden.

Bei Wudl lief es sehr gut… er hat sich nach einem super Start immer mehr nach vorne gearbeitet und nach etwa 45 Minuten bin auch ich langsam nervös geworden und bereitete mich langsam auf den Wechsel vor.

Nach etwas mehr als einer Stunde hatte ich doch noch das Bedürfnis schnell mein Tank zu leeren, wartete aber noch bis er an Start und Ziel vorbei fuhr denn so hatte ich schon mal mindestens 110 Sekunden Zeit um kurz auszutreten, respektive 220 Sekunden weil er ja erst ein Zeichen geben muss bevor er raus kommt.

Uiui… dem war auch so, als ich zurück kam musste ich mich echt beeilen… es war so weit, Wudl wollte raus. Seine Position war unglaublich er ist bis zum 5. Platz vorgedrungen und ich war nun bereit.

Zumindest um rauszufahren, aber ob ich auch bereit war um die 5. Position zu verteidigen?

Wir werden sehen, zumal ich einen neuen Satz Pneu montiert habe und dieser noch nicht mal eine Runde gefahren bin!

Barbara machte die wichtigste Arbeit an der Box perfekt.

Wudl ist fix und fertig

Milota drehte eine Runde nach der anderen und ich hab dann am Ende erfahren, dass er mit seiner 600er Suzuki 1:16 Stunden gefahren ist bevor er wegen Benzinmangels an die Box fuhr und an Martin übergeben hat.

Hier hat Marcella für einen optimalen Stopp gesorgt.

Milota ist geschafft!

Anders lief es bei Röbi, auch er kam nochmals raus und übergab zum 2. Mal an Riedi welcher bis zum Schluss gefahren ist.

Ich war nicht schlecht unterwegs, fühlte mich wohl, wollte eigentlich nur den Platz verteidigen und ans Ziel kommen.

Ist nicht so einfach denn benzinsparendes Fahren war angesagt.

Nach 40 Minuten dachte ich, es habe kein Ende… wusste auch nicht auf welcher Position wir waren, sah manchmal nur im rechten Augenwinkel an der Boxenmauer meine Crew und Wudl am Winken, das  konnte nur ein gutes Zeichen sein und ich war dementsprechend motiviert.

Das Ende nahte, die grosse Uhr zählte rückwärts und es war bald zu ende, als ich auf die Zielgerade einbog sah ich den Mann mit der karrieren Flagge sich bereit machen, gleichzeitig schaute ich auf die Uhr welche noch ca. 7 Sek. bis zum 0 fehlten, doch der gute Mann schwenkte die Flagge… das wars, es ist geschafft.

Nach ein paar Freudewheelies kehrte ich in die Box zurück und da fragte mich Wudl, ob ich sicher sei, dass das Rennen zu ende gewesen sei!

Na klar doch… er hat mir ja die Flagge gezeigt, egal!

Ich war aber trotzdem etwas verunsichert, doch wir haben es geschafft und sind auf dem 5. Platz gelandet (vorerst).

Als Wudl die Rangliste holte und darauf stand, dass wir ausgeschieden seien, hat er mich zu sich gerufen und wir analysierten das Ganze bei einem Bierchen…

Plötzlich war er sich nicht mehr sicher, ob wir vielleicht wegen ihm disqualifiziert worden waren, weil ihm in den Sinn kam, (nach noch einem Bierchen) dass er eventuell zu schnell durch die Boxsengasse gefahren ist!

Mich hat das natürlich gefreut, nicht das wir vielleicht den 5. Rang verloren haben… nein, dass auch er schuld sein könnte, denn  ich hab ja dem Flaggenschwinger vertraut!

Na ja, da gab es nur eins… zu Rosi Rehm gehen und das Ganze klären…

Wir standen vor geschlossenen Türen denn die Rennleitung ist zum Essen in die Stadt gegangen, also mussten wir warten bis zum morgigem Tag.

Das Warten und der Frust haben wir uns dann mit diversen Bierchen runter gespült, für mich waren es definitiv zu viele, ich hatte ein wenig Mühe mit meiner Standfestigkeit beim Pipimachen, gell Röbi, dir ging’s ein klein wenig besser

Der 2.Racetag, Freies Fahren, Qualifying und Rennen

Nach einer ziemlich kalten Nacht in meinem Loslachbus, ging das Treiben in unserem kleinen Lager schon früh los. Ich aber bin den Morgen ganz easy angegangen, denn ich hätte mich nicht getraut schon früh aufs Bike zu steigen…

Wudl wollte natürlich als erstes wissen wie es nun mit unserer Platzierung aussah und es war ok, wir wurden nicht disqualifiziert und der 5. Rang mit Pokal war uns sicher, das bedeutete aber, dass Milota und Walter auf dem 11 Rang bleiben werden und leider keinen Pokal für den 10. Platz entgegennehmen können.

Hier Röbi, er will vor der ersten Fahrt auf Slicks wechseln, er sieht ein wenig unbeholfen aus, irgendeiner wird ihm schon helfen und das war auch so…

Dann ging einer nach dem andern oder auch zusammen raus auf die Piste um Spass zu haben. Der war bei allen ziemlich hoch.

Am Abend gab es dann ein Race, Freie Klasse B-Lauf.

Duri war da qualifiziert, doch er hatte ein wenig Stress, besser gesagt,  er wollte gar nicht mitfahren weil er 3 Mal an diesem Tag auf die Schna… geflogen  ist, das letzte Mal kurz vor dem Race und dabei ist ihm auch noch der Raster gebrochen.

Nicht verzagen Wudl fragen, wobei Wudl von sich aus auf Duri zuging und hat ihm so richtig Feuer unter dem Arsch gemacht…

Schnell was zusammenbauen und… mit vereinten Kräften haben wir es geschafft ihn ins Race zu schicken,

er war der Letzte der sich in die Startaufstellung hinstellte.

Hier die Liste wer noch bei dem Spass mitdabei war und auch gleich die Endplatzierung:

Milota 15.
Röbi 18.
Duri 20.
Martin 32. und
Riedi 33.

Alle Angaben ohne Gewähr.
Bevor das nächste Rennen starten konnte musste Racer natürlich wieder mal zuerst Oel in seine Yamaha nachfüllen**

Dann gleich im Anschluss war das Rennen Freie Klasse (80 km) 14 Runden, die Liste unserer Fahrer mit den Ergebnissen:

Wudl 18.
Ich 21.
Racer 24.

Wir waren ziemlich erledigt nach dem Rennen, da kommt eine Flasche Mineralwasser grad richtig.

Danach ging’s an die Eingeweide der Yamaha R6 von Riedi, Kupplungsprobleme. So wie man sehen kann, muss diese Reparatur interessant sein, mehr Leute hätten kein Platz gehabt um die kleine R6

Der 3. für mich fatale letzte Tag. Freies Fahren und Rennen

Auch diese letzte Nacht war sehr kühl, doch wir lassen uns doch deswegen nicht die Laune verderben wie man an den Bildern sehen kann die schon früh aufgenommen wurden, ok, nicht alle hatten kalt

Ab 9:00 war die Piste offen und die meisten von uns wollten die Morgenluft schnuppern und fuhren los um sich auf die Spassraces vorzubereiten.

Ja Racer, auch meine Suzuki braucht ab und zu Oel.

Im erste Rennen, der gemischten Klasse, Ladies Cup, Streefighter Cup und Best of the Rest durften folgende von uns Starten:

Marion, Erwin, Lori, Walter und Sergio.

Leider hab ich hier keine Rangliste erhalten, ich weiss aber, dass Erwin auf dem sensationellen 3.  und Marion auf dem 4. Rang gelandet sind.

Im nächsten Race bis 750er starteten:

Duri, er beendete das Rennen auf Rang 14 und Sergio schaffte es auf den Rang 20.

Weiter ging’s mit der Sparte über 750er wo auch ich starten durfte doch leider gestürzt  bin und somit das Ziel nicht erreicht habe!

Doch erst erzähle ich das, was ich nur von Bildern und vom Hörensagen mitbekommen habe.

Nach meinem verschuldetem Rennunterbruch nach nur 4 Runden sieht die Plazierung folgendermassen aus:

  • 7. wurde Christian aus dem Prättigau
  • 11. Wudl
  • 15. Andy aus dem Prättigau
  • 16. Röbi und
  • Racer wurde 17.

In der Klasse bis 600er finden wir:

  • Milota auf dem 9. Platz
  • Riedi 10ter.

Dann zuletzt die Crazy Old Man Klasse wo auch ich dabei hätte sein können.

Hier hat Wudl den 12. Rang erreicht.

Die Siegesehrung fand gleich im Anschluss statt.

Erwin war so lieb und hat mich vertreten während dem ich im Krankenhaus lag! Er hat zusammen mit  Wudl den Pokal für das Langstreckenrennen vom Freitag abgeholt.

Weitere Gewinner von Pokalen waren:

Erwin mit einem spitzen 3. Rang

Marion

Riedi links, Milota rechts

Vor der Unfallgeschichte noch die interne Rangliste:

  1. 1:47.151 Hitsch B #451
  2. 1:48.650 Wudl #113
  3. 1:49.488 Antonio #34
  4. 1:49.563 Röbi #117
  5. 1:50.401 André #39
  6. 1:50.435 Andi #25
  7. 1:50.653 Milota #671
  8. 1:52.498 Riedi #83
  9. 1:53.833 Duri #55
  10. 1:54.438 Erwin #7
  11. 1:55.912 Lori #176
  12. 1:56.798 Sergio #135
  13. 1:57.241 Walter #158
  14. 2:02.407 Marion #81

Und nun die Geschichte meines ersten und hoffentlich letzten Highsiders!

Was ist geschehen? Wie konnte dieser Unfall geschehen?

Ich wollte ja bloss meinen Vordermann überholen, der ein wenig langsamer vor mir fuhr, hab ihn mir innerhalb von 4 Runden so schön zurechtgelegt, nach einer Rechtskurve setzte ich zum überholen an, ich setzte nur… so weit ist es eben nicht gekommen

Beim rausbeschleunigen merkte ich, dass mein Hinterrad wegrutschte, im selben Moment hob es mich vom Motorrad ab, ich machte einen Handstand auf der Maschine um kopfüber zu sehen wie mein Motorrad von vorne aussieht, dann knallte es mich zurück und für eine Sekunde dachte ich… „Schwein gehabt, kommt gut“

Dem war dann halt nicht so, es war nur die Katapult-Vorbereitung! Es hat mich so was von vom Sitz geschleudert!!!

Ich hab den Flug noch genau vor mir… sah noch wie meine Maschine stürzte und ich in der Luft, mag jetzt nicht spekulieren aber, es waren einige Meter senkrecht oberhalb.

Dann kam das was niemand so gerne erlebt, die Rückkehr auf den Boden.

Beim ersten Aufschlag hat es so geknallt, dass ich dachte… der Rücken muss gebrochen sein, das hat so was von geknackst und das zweimal hintereinander… dann ging es eine halbe Ewigkeit bis ich auf dem Bauch liegend zum Stillstand kam.

Meine ersten Gedanken waren: weg von der Strasse, oder liegen bleiben wegen dem Rücken?

Ich habe mich fürs Erste entschieden und mich nur mit den Händen in die Wiese geschleppt.

Das Gefühl da zu liegen, einerseits mit der Freude es überlebt zu haben und das Bewusstsein nicht verloren zu haben, gleichzeitig die Angst, dass man nicht mehr gehen kann, das ist richtig strub!

Der Versuch meine Beine zu bewegen und sie zu fühlen ist mir gelungen, bloss hatte ich keine Kraft .

Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort und ich hab gleich auf meinen Rücken gedeutet…

Na ja, sie haben sicherlich ihr Bestes gegeben, denke ich mal und mich dann in den Krankenwagen geladen, ohne Schaufelbarre!

Ich hab ihnen dann gesagt wo ich mein Lager aufgeschlagen hatte und gehofft, dass Kumpel Röbi, der die tschechische Sprache beherrscht, mit mir ins Krankenhaus fahren würde.

Auf gute Freunde kann man zählen, alle kamen zum Krankenwagen und streckten ihre Nase rein und wünschten mir Glück

Ich glaube ich hab da schon wieder Sprüche gerissen wie:

„Mann war das geil“

Ob ich das auf den Sturz oder auf das Allgemeine bezogen habe, lassen wir mal offen.

Das Ganze war mir nirgends recht, denn ich wusste, dass durch meinen Sturz einigen der Tag versaut wurde… An dieser Stelle ein riesiges , das kann ich niemals mehr gut machen.

Das Spital war ja mal der Hammer, noch nie so ne Absteige gesehen… da wird man ja krank vor lauter Angst da bleiben zu müssen!

Der Arzt hat mir gleich bei der Ankunft die Wirbelsäule mit zwei Finger abgetastet und erleichtert meinte er,

“ Alles klar, Glück gehabt, alles in Ordnung mit dem Rücken!“

Dann haben sie mich, mehr oder weniger unsanft auf eine andere Pritsche gelegt und es ging dann ab zum Röntgen und zum Ultraschall.

Geröntgt wurde „nur“ mein Brustkorb, der Befund war:

3 Rippen gebrochen.

Die Innereien waren anscheinend nach dem Untersuch ok.

Mir sind die Polizisten im Spital aufgefallen, die da herumschwirrten, Röbi fragte einen Pfleger, was die da wollen… der plauderte dann aus dem Nähkästchen, an Röbis Gesicht sah ich, dass da nicht alles sauber ist!
Die sind da weil immer wieder Patienten ausgeraubt wurden und angeblich auch immer wieder Vergewaltigungen stattfanden!

Das war ein Grund mehr um hier so schnell wie möglich wieder zu verduften!

Hab dann vorsorglich schon mal mit der Rega Kontakt aufgenommen um zu wissen was ich machen muss um so schnell wie möglich in die Schweiz zu kommen.

Diese haben alle meine notwendigen Angaben aufgenommen und mir gesagt sie werden sich wieder melden.

In der Zwischenzeit wurde ich in eine Art Abstellraum geschoben um zu warten wie es weitergeht.

Wie schon gesagt, ich wollte keine einzige überflüssige Stunde da bleiben und schon gar nicht ohne Röbi.

Ich habe dann nach 2 Stunden noch mal die Rega angerufen, um zu erfahren wie es weiter geht. Das nette Fräulein sagte mir, dass sie eine Arztsitzung um 16:30 haben um zu besprechen was weiter geht.

Das war erst in 2 1/2 Stunden… das war mir zu lange. Röbi sagte mir, dass ein Krankentransport für mich vorbereitet sei und ich nur das Ok geben müsse und ich dann abgeholt würde…

Ich wurde 10 min nach meinem letzten Anruf vom Regaarzt persönlich angerufen und er sagte mir, dass sie mich gerne zurück in die Schweiz holen würden, dies aber erst nach dem Einverständnis des Arztes vor Ort und erst am anderen Tag, dazu müsse ich dann nach Prag transportiert werden und von da aus mit dem Flugzeug nach Hause. Wenn es aber Komplikationen geben sollte mit meiner Lunge, na dann könne es bis 10 Tage gehen bis ich flugtauglich sei!

Für mich stand fest… nur weg hier, der dortige Arzt hat bestätigt, dass ich transportfähig sei, so gab ich Röbi das Ok den vorbereiteten Privattransport zu bestätigen und zu bestellen.

Ich versuchte dann mit Mühe mich aufzusetzen und hatte eine riesige Lust auf einen Kaffee. Kaum ausgesprochen, stand mein Freund auch schon mit einem Becher vor mir, doch… mir wurde ganz elend, ich sagte das zu Röbi, worauf er sich wie ein Blitz auf die Suche nach einem geeigneten Behälter machte

Es kam nicht dazu, ich legte mich nochmals hin und es ging gleich besser.

Nach einer weiteren halben Stunde versuchte ich die Aktion nochmals, es ging sehr viel besser.

Wir bestellten einen Rollstuhl, da ich ja immer noch nicht gehen konnte. Wir bekamen einen, ich sags dir… so was hab ich noch nie gesehen, dieser sah aus wie ein Einkaufswagen, komplett aus Gittergestell gemacht, kein Kissen, keine Polsterung, rein gar nichts!

Was soll`s.

Eine top motivierte Angestellte, wie übrigens alle in diesem „Verlies“, hat mir dann einige Papiere gebracht (Entlassungspapiere) um zu unterschreiben, danach hat Röbi mich auf den Korridor geschoben und hat mich doch tatsächlich da alleine zurückgelassen!

Das hatte natürlich seinen Grund, er fuhr mit dem Taxi zurück auf den Platz, wo meine Kollegen bereits alles gepackt hatten und zur Abfahrt bereit waren, um sie zum Spital zu lotsen.

Mir kam die Wartezeit unendlich lange vor und mir wurde wieder super komisch, ich glaube ich hab innerhalb von 5 Minuten 7 Liter Schweiss verloren, so übel war mir, dabei brachte ich keinen Pips raus…

Nachdem ich mich wieder gefasst hatte, wie auch immer, ist dann auch schon meine Rettung eingetroffen.

Beim Anblick von all meinen Kumpels, machte sich ein Gefühl von Freude, Peinlichkeit, Zorn und Traurigkeit breit, ich legte mich auf das vorbereitete Bett und es konnte losgehen.

Mittlerweile war es 16 Uhr und eine lange Heimreise stand bevor…

 

Es ging zügig voran und ich versank auch ab und zu in einen kurzen Schlaf, dies sicherlich wegen den Schmerzmitteln die ich von Röbi bekam.

Der Tross hielt glaube ich 2 oder 3 mal an… dabei wurde ich liebevoll umsorgt.

Im Kantonsspital Chur sind wir gegen Mitternacht angekommen, diese wussten schon Bescheid, dass ich kommen werde, denn ich rief sie unterwegs an.

Wurde dann gleich in die Notfallstation geschoben und subito hat mir eine Nachtschwester eine Drogendosis (Infusion) in meinen Arm gesteckt!

Pascal und Marion staunten nicht schlecht wie schnell das Zeug in mich rein floss.

Dann nochmal schnell röntgen und Ultraschall machen und warten bis ich ins Zimmer konnte, das war dann gegen 02:00 Uhr.

Der Arzt fragte mich ob ich die Röntgenbilder der Tschechei mit habe, aber die sind natürlich im Auto geblieben.

Der Befund war zum Ersten schon mal nicht schlecht (der Schein trügt)

Sie haben nicht 3 Rippen gesehen sondern nur 1 und sonst nichts.

Als sie mich dann ins Zimmer schoben, fragte ich, ob es möglich sei noch was essbares zu bekommen, da ich seit dem Morgenessen nichts mehr zwischen den Zähnen hatte. Ich war begeistert, sie haben mir ein ganzes Nachtessen aufgetischt… ich begnügte mich mit einem Joghurt und drei Stück Brot.

Die Nacht war lange und schmerzhaft, doch selber Schuld!

Als ich die Röntgenbilder abgegeben habe, die mir Erwin brachte, sah es ganz anders aus. Von wegen nur 1 Rippe! Die Tschechen haben 3 gefunden und die Schweizer 1 andere, der Arzt sagte mir mit einem Lächeln im Gesicht, dass es nun eben 4 Rippen seien, 3 rechts 1 links, aber dass es ja nicht auf die Menge ankommt

Man sagte mir, ich dürfe aufstehen und mich bewegen, was mir sehr schwer fiel, doch ich bin ja ein tapferer Kerl und überlegte schon, nach Hause zu gehen.

Man sagte mir jedoch, dass man mich noch eine Nacht zur Beobachtung da behalten will, mir war`s recht, denn es kam mir wie Ferien in einem 4 Stern- oder mehr Hotel vor, sehr gutes Essen und rund um Service, durchs Band freundliches und zuvorkommendes Pflegepersonal. Ich würde eine Bestnote vergeben, auch wenn ich zweimal nicht das bestellte Essen bekam, ist ja nicht so schlimm, auch das war super.

Am Dienstag wollte ich dann, bevor ich entlassen wurde, wissen, ob ich mir wirklich keine Gedanken wegen dem Rücken machen muss.

Darauf meinte der Arzt, dass wir nochmals röntgen können.

Vor dem Mittagessen spazierte ich also zur Röntgenabteilung, wo ich nochmals bestrahlt wurde!

Dann konnte ich mich wieder meinen täglichen Aufgaben zuwenden, Kaffee trinken mit meinem Besuch, spazieren, Radio hören und liegen.

Als ich beim Nachtessen war, kam der Dottore und sagte mir, dass man was an der Wirbelsäule sehe und um ganz sicher zu gehen, ich sofort in die Computertomographie müsse.

Ok, also spazierte ich wieder los… als ich da ankam schaute mich die nette Frau an und fragte mich, ob ich mich verlaufen hätte? Ich sagte ihr, dass ich zu einer CT Untersuchung angemeldet sei wonach sie ganz komisch aus der Wäsche schaute…

„Hier sind sie richtig, doch ich hab einen Mann in einem Bett oder zumindest in einem Rollstuhl erwartet“

Das ging recht schnell vorbei und mein Weg führte gleich wieder in die Kantine wo André auf mich wartete.

Als ich dann um 21:30 in mein Zimmer wackelte, erwartete mich der Arzt und hat mir gleich eine schlechte Nachricht überbracht, er verordnete mir ab sofort Bettruhe und absolut flaches Liegen!

Ich müsse mir keine Sorgen machen, es sei einfach nur eine Vorsichtsmassnahme und wir müssten bis Morgen früh warten bis die Spezialisten die Aufnahmen genauer analysiert haben. Keine Sorgen machen?

Na bravo… das war ja mal eine Nachricht… was soll’s, ab ins Bett und nicht mehr bewegen und versuchen ein wenig zu schlafen. Ich hatte ganze 3 Stunden die Augen geschlossen!

Ich war froh, dass die Spezialisten früh gekommen sind, aber nicht, dass sie mir sagten, dass ich einen Wirbel gebrochen hätte und nun ab sofort ein Dreipunktekorsett für schlappe 3 Monate tragen müsse.

Es sei stabil und so lange das so bleibe, brauche man nicht zu operieren.

Das war’s auch schon… ich durfte wieder aufstehen mit dem Ding und nach einer weiteren Nacht durfte ich nach Hause gehen…

Ich hatte also ein paar mal Schwein… ich darf nun einfach nicht viel machen und höchstens 1 Kg heben.

Nun ist Geduld angesagt und die Hoffnung, dass alles wieder so wird wie es war.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die so gut zu mir geschaut haben und es noch weiter tun…

euer Bruchpilot Antonio