Von Römertopfbrot, Blümchen und Wildbienen

Von Römertopfbrot, Blümchen und Wildbienen

Nach einer intensiven Arbeitswoche und zermürbenden Wartezeit auf die Resultate der halbjährlichen medizinischen Abklärungen von Antonios „Günther“ brauchten wir wieder etwas, um ein wenig abzuschalten. Geocaching eignet sich dafür sehr gut. Also los … ab ins Unterland, da gibt es noch viel zu tun.

Das erste Zwischenziel lag in Sihlbrugg. Hoch oben. Zu hoch? Nicht für uns. Mit vereinten Kräften kamen wir zum Cache (Challenge, alle Gemeinden vom Kanton ZH).

Kerzchen, Brot und Spiel

In Kappel am Albis besichtigten wir die eindrückliche Klosterkirche und zündeten für Ahni ein Kerzchen an. Nachdem wir den ProSpecieRara Garten inspiziert hatten, fütterten wir auf dem Weg zum Cache, (Gemeinsam unterwegs GC28KKJ) ein paar neugierige Hühner mit Löwenzahn. 

Bald kamen wir bei unserem Übernachtungsplatz an, wo Silvia sich die ersten, knapp aus der Erde kämpfenden Kräutchen schnappte, während Antonio Kaffee aufsetzte und das knusprige, zuvor im Römertopf zubereitete Brot anschnitt. Mal wieder ein super leckeres Brot, das er da hingezaubert hat.

Übrigens: Hätten wir etwas früher vom www.direktabhof.ch erfahren, hätten wir noch einen Abstecher nach Rifferswil gemacht und uns vielleicht noch mit ein paar Leckereien eingedeckt. Jenu, ein andermal…

So haben wir am Abend noch ein paar spannende Runden UNO gespielt.

Kampf ums Essen

Am Samstagmorgen zogen wir los in Richtung Hallwilersee, denn ein paar Gemeinden hatten wir in dieser Gegend noch offen. Richtig schön zu sehen, dass der Frühling bald kommt, mit all seiner Pracht! 

In Menziken wollten wir zu Mittag essen, was gar nicht so einfach war; viele Restaurants, aber entweder waren diese geschlossen, hatten keine Parkplätze mehr frei oder entsprachen nicht unseren Wünschen. Die getroffene Wahl Ristorante il Castello 2, bot gutes Essen, aber die Wartezeit und die Bedienung liess zu wünschen übrig. Der Kaffee ging einfach vergessen und wurde auf Nachfrage mit einer Entschuldigung geliefert. Auf der Rechnung ging er dann zum Glück auch vergessen. Mit oder ohne Absicht –  keine Ahnung.

Nachmittags rätselten und cachten wir uns durch Wälder, Hügel und Täler bis zum Zvieri.

Klettern, Bienen und Kräuterkunde

Dann durfte Silvia mal wieder auf einen Baum. (Der Wurm drin! GC55V4T)
Dieser gefiel ihr ausserordentlich gut und auf dem Rückweg lag da noch ein potenzielles Bienenhotel auf dem Weg… zudem staunten wir ab dem extremen Farbunterschied der Buchenschnitte älteren und neueren Datums.

Und dann war er schon wieder da, der Abend. Ach ja, Silvia fängt wieder an kräuterzuhexen… heute hat sie das gefleckte Lungenkraut kennengelernt. Heilwirkung, wie der Name schon sagt, für die Atemwege, aber auch für das Bindegewebe und die Wundheilung wirkt es unterstützend. Die Blütenfarbe kann von rosa zu blau wechseln…

Ein gutes Plätzli für die Nacht hatten wir bereits im Visier und zwar in Bettwil. Wenn das kein passender Ort für eine Übernachtung ist… Dort genossen wir den Sonnenuntergang und das Abendessen.

Verschlossene Caches und unerwartetes Essen

Die Sonne schien auch am Sonntagmorgen und wir kamen recht zeitig (für unsere Verhältnisse) aus dem Bett. Ein Spaziergang durch den Wald führte uns gleich durch zwei Gemeinden: Bünzen (da musste Antonio Silvia gleich einen uralten Sketch zeigen „Hallo! Do Isch Kuenz In Bünze„) und Besenbühren. (DU & ICH GC8JKMV) und (DU & ICH 3 GC8T0RJ)

Gute Tarnungen und unknackbare Schlösser (Lockpicker#2 GC66NQV)…naja, vielleicht sind wir etwas aus der Übung mit dem Lockpicken. Haben wir tatsächlich schon lange nicht mehr gemacht. Oder war unser Material nicht mehr das Beste? – Auch möglich. Jedenfalls mussten wir hier unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen.

Nachdem wir die wunderschönen, weiss glänzenden Buschwindröschen im nächsten Wald bewundert hatten, war dann auch bald Mittag. In Bremgarten wollten wir essen. Die erste Wahl beherbergte eine geschlossene Gesellschaft und so wurde uns die auch von uns ins Auge gefasste zweite Wahl empfohlen. Kaum abgesessen, waren wir uns plötzlich unsicher, ob wir in dem Lokal waren, in das wir eigentlich wollten. Unter „Stadtkeller“ hatten wir uns etwas anderes vorgestellt und nirgends war ein Name vermerkt. Die Speisekarte zeigte auch nicht die erwarteten Gerichte. Hm…die Getränke hatten wir bereits bestellt. Sollen wir diese trinken und dann wieder gehen? Nein, das ist nicht anständig. Wir finden schon was. Da, ja genau da „Schlemmerteller Stadtkeller“ und so wussten wir, dass wir im richtigen Lokal waren. Antonio wählte gleich dieses Gericht, Silvia entschied sich für Cholera (Walliser Lauch-Apfelwähe) mit Safransauce. 

Es haute uns fast vom Hocker. Waren wir doch so unsicher, was wir hier bekommen, wurde uns hier ein exzellentes Essen aufgetischt. Frisch zubereitet, äusserst schmackhaft, mit tiefgründiger Philosophie, echt der Hammer! Ja, da wurden wir echt positiv überrascht. Auf der Liste der goutmieux.ch Restaurants findet sich auch der Stadtkeller (eine uns bis anhin unbekannte Auszeichnung, die für natürliche, saisonale und regionale Küche steht).

Ein unterlassener Frühlingsputz

Ein, zwei Verdauungsspaziergängchen später war es dann auch wieder Zeit uns auf den Weg nach Hause zu machen und auch heute waren wir froh, dass der Stau, wie immer, nur auf der Gegenfahrbahn war.

Dort angekommen wollten wir uns unser (altes) Bienenhotel anschauen. Im Frühjahr sei Zeit es zu reinigen stand auf manchen Seiten. Andere meinten, man solle die Bienen selber reinigen lassen und nur Spinnweben entfernen… Jedenfalls erübrigte sich das, als wir feststellten, dass unsere Wildbienen da drin übernachten. Da können wir schlecht neben dran rumstochern. Also lassen wir da lieber die Finger davon.

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