Vom Frühling in den Winter und zurück

Vom Frühling in den Winter und zurück

Für dieses Wochenende war, wie so oft noch nichts geplant. Doch das änderte sich, als wir am Freitag von der Arbeit nach Hause kamen und am Lift ein Zettel klebte, der daran erinnerte, dass am Sonntag den ganzen Tag der Strom abgestellt wird.
Den Freitagabend brauchten wir noch, um die Gedanken kreisen zu lassen…

Am Samstag wurde dann ein Plan ausgeheckt. Silvia schriebt sich kurz ein paar Gemeinden raus, die wir besuchen könnten, während Antonio schaute, wo es potentielle WohnmobilDinner gibt.

Will uns denn niemand??

Zwischendurch wurde noch Zopf gebacken und die Wäsche aufgehängt.
Ein WohnmobilDinner zu finden, das auch offen hat war gar nicht so einfach. Das erste war nur unter der Woche offen, das zweite hatte beim Anruf doch eine saisonale Pause eingelegt und beim dritten war der Koch einem Leistenbruch zum Opfer gefallen. Das vierte nahm unsere Anfrage dann endlich an… ob es auch gut sein würde?
Überraschungsmenu klingt  jedenfalls gut…

Nachdem der frischgebackene Zopf zum Frühstück probiert und als sehr lecker befunden worden war, packten wir den Rest davon ein und machten uns auf den Weg.

Der Weg ist das Ziel – oder doch nicht?


Fein säuberlich wurde der von Silvia vorbereitete Plan abgearbeitet – schön brav von Gemeinde zu Gemeinde.

Die eine Caches zeigten sich schnell, während andere hartnäckig in ihrem Versteck oder wo auch immer verborgen blieben.
Pünktlich um 17:40 Uhr standen wir auf dem Parkplatz des Restaurants Römerhof in Arbon. Dort wurden wir freundlich in Empfang genommen.

Fast wie echt!

Nachdem wir uns noch kurz die Beine vertreten hatten, setzten wir uns an den wunderschön dekorierten Tisch um gediegen zu dinieren.

Noch bevor das Essen serviert wurde, sind wir erkannt worden. Wie könnte es auch anders sein, andere Cacher waren auch hier. Zwar nicht fürs WohnmobilDinner, sondern normal im Hotel, aber das macht ja kaum einen Unterschied. Jedenfalls unterhielten wir uns mit den Berüchtigten bis das Essen kam.

Los geht’s mit dem Verwöhnprogramm

Der Gruss aus der Küche war schon richtig lecker und das Brot dazu…einfach ein Traum. Die Rieslingsuppe mit der Jakobsmuschel war ebenfalls sehr gut. Dann folgte ein Thunfischtartar mit Crevetten-Krabbenremoulade, auch das – ein Gedicht!

Lachen bis zum Wein(en)

Was dann kam brachte Silvia so zum Lachen, dass sie gar nicht mehr aufhören konnte zu weinen vor lauter lachen.
Der Kellner fragte wie es gewesen sei. Wir sagten, es sei sehr gut gewesen und Antonio fügte noch an, dass es nur noch besser werden könne…
Natürlich hatte er eigentlich sagen wollen, dass es gar nicht mehr besser werden könne, doch der Wein….
…das Tüpfchen auf dem i war dann als der Kellner den Hauptgang abräumen wollte und merkte, dass Silvia noch gar nicht fertig war. Er fragte Antonio zum Spass, ob er nochmal eine Portion wolle, da er ja schon fertig war. Antonios Antwort: „Bloss nicht!“

Silvia beherrschte sich noch bis der Kellner weg war und konnte dann weder das Lachen noch die daraus folgenden Tränen zurückhalten. „Hab ich wieder was Falsches gesagt?“, zeigte sich Antonio erstaunt. Auch diesmal hatte er es überhaupt nicht so gemeint, wie er es gesagt hatte. Der Wein, ja der Wein, der wird es wohl gewesen sein. Man sollte nicht so viel davon trinken, wenn man es nicht verträgt…Aber gut war er halt trotzdem.

Ob wir das Dessert auch noch wollen, war dann die Frage des Kellners bei seinem nächsten Besuch. War das die Reaktion auf Antonios unpassenden Äusserungen? – Klar wollen wir das Dessert! Was für eine Frage! 
Das hatten wir zum Glück nur gedacht…

Warten mit Belohnung

Es dauerte ganz schön lange bis dieses zubereitet war. Wir verweilten uns mit dem Schreiben dieses Berichts, natürlich nur bis zu dieser Stelle hier und spielten dann noch ein paar runden UNO. Dieses Spiel hat’s uns ganzs schön angetan, vor allem mit den coolen Zusatzkarten, die bei der neuen Version, die wir extra fürs Auto gekauft hatten, dabei sind.

Es klopfte an der Tür, wir legten die Karten zur Seite und schon stieg uns ein unglaublich guter Duft in die Nase. Frisch aus dem Ofen sei das Amarettosufflé und daher noch richtig heiss, also sollen wir noch ein paar Minuten warten. Gar nicht so einfach bei dem Duft. Also wurde erst mal die Deko probiert. Wow, der Geschmack dieser Beeren! Wie frisch aus dem Garten. Das Apfelsorbet passte extrem gut zu dem Soufflé, dass nun endlich genug abgekühlt war. Ein Traum!!!

Nachdem die UNO-Runde noch beendet wurde, hüpften wir einen Stock höher. Erholt waren wir nur halbwegs nach der etwas lauten Nacht. Aber der Besuch hier war echt super. Den Römerhof können wir sehr empfehlen, allerdings nur, wenn man bereit ist, das gross Portemonnaie auszupacken. Wir finden Preis-Leistung hier aber absolut in Ordnung. Speisen von dieser Qualität haben halt nun mal ihren Preis.

Stromlos? – Also cachen wir drauflos

Am nächsten Morgen machten wir uns, für unsere Verhältnisse eher früh, auf den Weg. Wir erinnern uns, dass es zu Hause keinen Strom gibt. Bis 16:00 Uhr. Also haben wir viel Zeit!

Obwohl es ganz schön kalt war, arbeiteten wir uns durch die Gemeinden in Bodenseenähe und kamen dabe an Orte, in denen wir noch nie waren. In manchen schneite es sogar, was wir als Grund dazu verwendeten, dass wir mehrheitlich DriveIn Caches holten.

Im Appenzell kannte sich unser Navi nicht so gut aus und so landeten wir irgendwann auf einer schneebedeckten Schlittelpiste. Wenn das nur gut kommt…
Ja, wir waren froh, als wir ohne Zusammenstoss wieder auf einer normalen Strasse ankamen.

Frühstück am Nachmittag

Inzwischen war 14:00 Uhr und wir hatten noch nichts gegessen. Also hielten wir in Speicher auf einer Anhöhe an, kochten Kaffee und genossen den zweiten Teil des Zopfs. Ein leckeres Essen!

Langsam aber sicher machten wir uns nun auf den Heimweg. Krass, wie lange der Stau war, der in der Gegenrichtung stand. Wir waren richtig froh, in der richtigen Richtung zu wohnen 😉

Wasser bis zum Strom

Um 16:30 Uhr gab es immer noch kein Strom zu Hause. Zum Glück aber warmes Wasser und so duschten wir erst mal und waren überrascht, wie abhängig man doch heutzutage von Strom ist. Automatisch drückt man auf den Lichtschalter, öffnet den Kühlschrank oder will die Herdplatte einschalten. Auch Musik gibt es keine und Wlan halt auch nicht. Jaja, es schadet nicht, sich mal bewusst zu werden, wie abhängig wir doch sind…

Mit einer Stunde Verspätung waren wir dann wieder in der Zivilisation. Schön zu Hause zu sein!

There are 2 comments for this article
  1. Sascha at 22:33

    „Wer nöd wot, hät gha“ – aber nichts zu Essen oder keine Gäste. Toll habt Ihr was tolles gefunden, sieht echt lecker aus, danke fürs Teilen!

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