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Ein spontanes Wochenende mit einem FTF

Die Zeit vergeht rasend schnell vorbei. Unter der Woche wird ein Termin vom anderen gejagt. Um so mehr gönnen wir uns am Wochenende gerne einfach mal ein wenig Abwechslung vom Arbeitsalltag.

Am Freitagabend, 14.06.2019, haben wir das Freilichttheater in Haldenstein besucht. Das Stück „Anna Göldi“ wurde im Innenhof des Schlosses aufgeführt. Eine wunderbare Inszenierung. Obwohl es fast drei Stunden (inkl. Pause) gedauert hatte, war es keine Sekunde langweilig oder langatmig. Gute Schauspielerinnen und Schauspieler haben das Stück raffiniert in Szene gesetzt.

Auch für den Samstag hatten wir etwas Spezielles geplant: Ein Besuch in der Ems Chemie. Diese luden zum Tag der offenen Tür ein. Unglaublich, wie viele Leute zu diesem Event angereist sind. Schon um 14:00 Uhr waren es über 8000 Besucher, die sich für die Firma interessierten. Das Ganze war perfekt organisiert, so dass es mit Führung, Essen und Shows reibungslos klappte.
Die Fakten am ende des Tages:

Kurz nachdem Herr Blocher uns über den Weg gelaufen war, trafen wir auch noch die Jamaduliherren. Obwohl wir alle hungrig waren, liessen wir uns die spektakuläre Feuerwehrshow nicht entgehen.  Von den Agility – Darbietungen konnte Antonio fast nicht genug bekommen.

  • 13’800 Besucher
  • 12’000 Würste
  • 2500 Gemüsetaschen
  • 15’000 Liter Getränke
  • 8000 Glacéportionen
  • 6500 Riesenradfahrten
  • 5400 Werkrundfahrten

Als wir uns dann vom Gelände verabschiedeten musste ein neuer Plan her, der schnell geschmiedet war: Kurz nach Hause um unsere sieben Sachen zu packen und dann ab auf den Stelvio. Dort war noch ein offener Virtualcache irtual Reward 2.0 PASSO STELVIO 2760 METRI zu holen, den wir uns spontan zum Ziel setzten.

Auf dem Weg sammelten wir noch ein paar Caches ein, Silvia auch Thymian.

Valsot (GR) (GC8993W)
Untere Schanz (GC7AAXZ)
Travelbug Hotel Vinschgau -ZF118 (GC6W6DP)
[LP] Bruchbude – ZF122 (GC60KE6)

Das Abendessen nahmen wir in Burgusio im Gasthof Mohren ein. Eigentlich wollten wir nicht ein solch edles Lokal zum Speisen, aber manchmal muss man nehmen, was halt offen hat. Das Restaurant war extrem gross und recht schön. Auf das Essen mussten wir recht lange warten, aber die Vorspeise (gebackener Ziegenkäse mit Salat) war vorzüglich. Die Ravioli gefüllt mit Kalbsbäckchen, welche Silvia bestellt hatte, waren sehr gut. Antonios Burger hingegen war nicht so der Hit. Schade! Damit Silvia nicht immer leer ausgeht, bestellte sie, als Antonio seine Schale orderte, einen japanischen Whisky, den sie zuvor an der Bar entdeckt hatte.

Zwar hatten wir nun viel mehr Zeit als gedacht beim Abendessen verbracht, aber trotzdem kamen wir noch vor dem Eindunkeln bei Vollmond auf der Passhöhe an. Dort schossen wir schnell die verlangten Fotos, denn länger als nötig wollte keiner draussen bleiben, da es so was von Winter und somit auch so was von kalt da draussen war.

Silvia versuchte, nachdem wir unser Schlafplätzchen gefunden hatten, sich zu einem nahegelegenen Tradi , Tibet Hüttevorzuarbeiten (GCXEG9), doch 25 Meter vor dem Ziel musste sie aufgeben. Bis zu den Knien sank sie bei jedem Schritt ein und die einzigen Hosen, die sie dabei hatten waren patschnass.

Der Vollmond schaute auf uns runter und musste ab Silvias Aktion wahrscheinlich so sehr lachen, dass er sich dann bald hinter die Wolken verzog. Immer wieder schaute er vorsichtig raus und blieb dann auch, als er sicher war, dass wir keine blöden Ideen mehr im Kopf hatten.

Das Wetterleuchten in der Ferne war eindrücklich und wir waren froh, dass wir im warmen Bus sein können und das Spektakle aus der Ferne betrachten können.

Am Sonntagmorgen standen wir circa um 8:00 Uhr auf. Silvia lernte heute, dass man die Warnung des Mondes nicht ignorieren sollte. Sie wollte sich noch einmal auf den Weg zum nahegelegenen Cache wagen. Diesmal in Gummistiefeln. Die ersten Schritte kam sie gut voran und der Schnee hielt sie. Doch dann sackte sie bis zu den Hüften ein und kam fast nicht mehr aus dem tiefen Schneeloch heraus. Mit aller Kraft versuchte sie es noch einmal und schaffte es, sich hochzudrücken, doch den Stiefel musste sie unten lassen. Auch Antonio, der versuchte diesen rauszuziehen, hatte keine Chance. Am einen Fuss ein Stiefel, der andere war nackt, schritt sie über den Schnee zurück zum Auto. Über den Kiesplatz wurde sie von Antonio gentlemanhaft getragen. Ja, das war ihr eine Lehre, die ihr Eindruck machte.

Ein weiterer Cache, der vom Schnee freigelegt war, konnte dann noch geloggt werden und eine Challenge auf dem Umbrailpass (Umbrailpass – Three States challenge GC7XCMB), fuhren wir auch an. Allerdings überlegte Antonio dort, dass er doch genau am selben Ort schon mal einen Cache gefunden hatte. Sogar ein Beweisfoto hatte er davon. Ein Vergleich mit dem Auslegedatum zeigte, dass dieser tatsächlich noch nicht so lange hier liegt und somit gut vorher schon eine Dose hier versteckt gewesen sein kann.

Wir traten nun den Heimweg an und machten im Restaurant Bargis in Klosters Mittagpause. Antonio hatte immer von der köstlichen Tomatensuppe geschwärmt, die es da gibt und so durften wir die Tagessuppe austauschen und ihm wurde seine Lieblingssuppe aufgetischt. Aufmerksam wie die Chefin war, bekam auch Silvia einen Teller mit einem Löffel drauf, so dass auch sie davon kosten konnte. Obwohl sie diese Suppensorte normalerweise nicht mag, konnte sie sich dafür begeistern, was daran zu sehen war, dass sie nicht nur ein Löffel voll probierte. Silvia bestellte ein Zwillings-Cordon Bleu (süss-scharf), das neben Käse und Schinken auch mit Rhabarber und Peperoncini gefüllt war. Antonio bekam im Tagesmenu ein normales Cordon Bleu.

Beides war hervorragend, genau wie das Ambiente und die Bedienung. Der Kaffee wurde uns offeriert und auch ein Hausschnäpsli gab es noch. Silvia kann nun gut verstehen, warum Antonio immer so schwärmt von diesem Restaurant.

Auf dem Nachhauseweg besuchten wir noch einen Cache in Conters (GC898YE) und einen in Furna (GC89910). So, nun aber ab nach Hause.

Eine Cachewartung beim „Weisst du was ich war? #1“ nahmen wir am Nachmittag vor, da wir sowieso noch nach Chur mussten und wenn wir schon in der Stadt sind, holen wir doch auch gleich einen Zvieri.

Diesen verspiesen wir gemütlich auf dem Balkon, bevor es für Antonio ernst wurde. Auf dem Weg hatten wir Brennnesseln gesammelt, in welchen Antonio seine Füsse baden musste, was er auch tapfer tat.

Nun liessen wir den Abend gemütlich ausklingen. Vieles hatten wir an diesem Wochenende erlebt und sind nun wieder bereit für die neue Woche.