Schlagwort-Archive: notdosen

Cacherweekend in Tannheim (Auffahrtswochenende 2017)

Tannheim und die Adlerrunden

Schon vor einiger Zeit wurde an einem Hock diskutiert, dass man über Auffahrt irgendwo gemeinsam Cachen gehen könnte. Antonio suchte eine anspruchsvolle Tour in Kufstein aus. Leider stellte sich bald heraus, dass einige sich diese Runde nicht zutrauten und so waren nur noch wir und mountain-fantasy übrig. Wir studierten die Route genau und reservierten die Hüttenübernachtung.

Drei Wochen vorher schneite es nochmal tief runter, was uns sehr verunsicherte, so dass wir das Projekt absagen mussten, weil man bis zu 14 Tagen vorher kostenlos stornieren kann.

Ja und jetzt? In Cacherkreisen ging das Gerücht umher, dass Luri1958 und heifeli sich überlegt hatten, vielleicht nach Tannheim zu fahren. Vorsichtig fragten wir dort mal an, ob wir da mitmachen dürften. Netterweise wurden wir aufgenommen. Auch Jamadulis und mounty_ch waren dabei. Mountain-fantasy-Frau meldete sich auch in dieser Gruppe an und so waren wir eine grosse Truppe, die zusammen losziehen wollte. Nur mit Übernachtungsmöglichkeiten haperte es ein wenig. Antonio reservierte nach einem Tip von Sybille einen Campingplatz mit Appartements. Platz gab es auch noch für alle und so buchten wir sofort. (Alpenwelt Tannheimertal)

Mittwoch 24.5.2017

Am Mittwochnachmittag, meldete sich Antonio bei der Arbeit ab. Um ca.15:00 Uhr starteten wir unsere Reise. Die Anfahrt war länger als geplant, weil wir den gesperrten Pass ignoriert hatten. Keine gute Idee! Also wieder zurückfahren und die Umfahrung nehmen. Selberschuld!

Um 18:10 Uhr kamen wir auf dem Campingplatz an, wo wir erst mal eine ausgiebige Info über alles, was man in der Umgebung machen kann bekommen haben. Sybille kam auch bald dazu und mit etwas Überredungskunst konnten wir davon abwenden, dass sie sich auch die ganzen Infos erzählt bekommt, da wir echt Hunger hatten. Gemeinsam fuhren wir nach Tannheim um in der Dorfstube was zu essen. Allerdings war die Beiz so voll, dass wir erst warten mussten bevor es ein Platz für uns gab. Das Essen war lecker und währenddessen kamen auch Lutz und Heike dazu. Nach dem gemütlichen Abend ging’s zurück auf den Camping und schon bald kamen Jürg und Elena an. Während wir uns langsam ins Bett verkrochen, feierten die anderen noch bis in alle Nacht hinein. Auch Duri und Madlaina, gesellten sich, nachdem sie den von Antonio versteckten Zimmerschlüssel gefunden hatten, dort dazu.

  

Donnerstag 25.5.2017

Pünktlich um 8:00 Uhr trafen alle zum Frühstück ein und wir konnte unseren Plan schmieden. Die Kaffemaschine drohte kurz zu streiken, doch dann spuckte sie doch noch Kaffee für alle aus. Danke, liebe Kaffeemaschine! 😉

 

Tag 1. = SAT A001 – A49 Schwarzer Adler – NW-Tour Lohmoos
Tag 2. = SAT E001- E050 Schwarzer Adler N-Tour Einstein
Tag 3. = SAT F001 Krinnen Almenrunde – Start und ein paar Caches des SAT G Krinnenspitzen-Trails

Alle waren gestärkt für den Tag. Nachdem alle sich eingecheckt hatten, konnte es um 9:30 Uhr losgehen. Am Anfang wurden wir mit der Runde A nach Tannheim geführt. Später ging’s den Hügel hoch. Auch ein anderes Schweizer Cacherpächen trafen wir auf dem Weg an. Doch bald verliess uns das Glück und wir konnten keine Dosen mehr finden. Am Anfang setzten wir noch eigene Notdosen, doch bald gingen diese aus. Das Stimmungsbarometer nahm Zusehends ab. Bei einem Fund stieg es rasant wieder an, doch das kam nur noch selten vor. So viele Dosen einfach weg??? Das kann doch nicht sein!! Hin und wieder fanden wir dann weit im OFF mal wieder was. Ob da jemand absichtlich gewütet hatte? Jedenfalls sank die Stimmung immer tiefer in den Keller, was sehr schade war, da die Runde sonst sehr schön war. Nach dem Mittagessen und nach dem Zvieri gab es wieder kurze Fundserien, die uns wieder etwas Motivation gaben, doch irgendetwas scheint hier wirklich nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein.

                                                 

Angekommen am Ziel waren wir doch etwas müde und froh unsere Schuhe ausziehen zu können. Hoffentlich sind unsere Füsse morgen wieder startklar.

Das Abendessen haben wir wieder in der Dorfstube zu uns genommen. Leider wurden wir auf zwei Tische verteilt, doch das Essen und die Bedienung war tiptop. Sogar ein Schnapserl wurde uns noch offeriert, da wir erst hatten auf unseren Tisch warten müssen und dann das Essen etwas dauerte.

    

Müde wollten wir uns schon zu Bett legen, als es am Bus klopfte und Jürg uns noch zu einem Glas Wein verführen wollte. Wir waren jedoch zu müde und überliessen das Saufen den anderen. Nein, natürlich hatten sie nicht gesoffen, sondern einfach noch gemütlich ein Glas Wein genossen 😉

Freitag 26.5.2017

Die Füsse schmerzten schon noch ziemlich als wir aufwachten. Ob wir das schaffen werden heute? Der „Einstein“ steht auf dem Programm, ein Berg auf 1866 m.ü.M. das wird hart werden. Die Wanderschuhe wurden nur kurz auf Probe getragen und dann durch die Trekkingschuhe ersetzt. Wir hofften eine gute Wahl getroffen zu haben, doch endgültig werden wir das erst am Abend wissen.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Einkaufen, wo wir beschlossen, wie wir die Runde am besten angehen werden. Der Plan war ausgeheckt und los ging’s.

Erst flach und dann kam langsam der Anstieg, doch immernoch ganz human. Die Sonne gab zu verstehen, dass sie heute warm herunterzubrennen im Sinn hatte, doch ein sanftes Lüftchen kämpfte dagegen an, was für uns sehr angenehm war.

             

Nach ein paar Stunden wurde der Weg immer steiler. Die Dosen im Dorf konnten mehrheitlich gut gefunden werden. Doch nachher haperte es wieder ganz schön.

Da wir wussten, dass die „Spezialisten“ unterwegs sind, konnten wir guten Gewissens trotzdem loggen und zudem hatten wir am Vorabend beim Schwarzen Adler noch Ersatzdosen und Logbücher geholt und diese teilweise ersetzt.

      

Dann kam die verdiente Mittagspause bevor es dann so richtig steil wurde.
Als es dann heikel wurde, hatte Heike etwas Mühe mit der Aussicht bzw. dem steilen Abhang. Antonio begleitete sie gekonnt über die heiklen Stellen und so hat sie es unbeschadet überstanden.

                    

Heike, Jürg und Elena machten sich langsam an den Abstieg auf der anderen Seite, während die anderen noch das letzte Stück zum Einstein unter die Füsse nahmen. Diese waren immernoch recht „lauftauglich“, was uns doch sehr erstaunte.

Die Aussicht da oben war bombastisch! Nach einer Pause, vielen Fotos, und natürlich den Einträgen beim Cache und dem Gipfelbuch, machten wir uns an den Abstieg.

   

Die Flora beeindruckte uns sehr. Die Einträge in den noch fehlenden Caches kontrollierte Lutz fein säuberlich und den schwierigen holte Antonio mit Lutz zusammen, während die anderen Paparazzi spielten.

    

Der Abstieg lief recht gut. Die anderen hatten wir auf dem letzten Stück auch noch eingeholt und so wanderten wir gemeinsam zum Café, um dort einen Coup zu geniessen. Ja, den hatten wir uns wirklich verdient. Ach ja, da wir noch die A Runde kreuzten, kontrollierten wir, ob die „Spezialisten“, die heute die ganzen Runden warten sollten auch wirklich unterwegs waren. Tatsächlich, da waren sie schon gewesen. Makellose neue Dosen fanden wir da vor. Toll!

         

Auf dem Camping gönnten wir uns eine Dusche, und fütterten die technischen Geräte mit Logs, Brichtli, Fotos usw.

Dann machten wir uns auf den Weg zum Abendessen, welches wir an diesem Abend im Hofbräuhaus zu uns nehmen wollten, da die Dorfstube bereits ausgebucht war. Nein, nicht in München, hier in der Gegend scheint die Österreichische Version zu liegen.

Dort angekommen schaute die Dame ins grosse Buch, doch da standen wir nicht drin. Wir waren für den Samstag vorgemerkt. Waaaaass????- Ja tatsächlich hatten die uns falsch eingetragen. Anstelle einer Entschuldigung wurde uns ein anderes Restaurant empfohlen, in welchem die Dame nach unserer Aufforderung anrief, aber niemand abnahm. Ja und jetzt?!?

Vielleicht hat der Schwarze Adler noch für uns neun Platz. Nachdem wir dort waren, wussten wir, das dies nicht der Fall war. Super! Und woher bekommen wir nun noch was zwischen unsere Beisserchen??? Duri und Madlaina kannten ein Hotel/Restaurant, in welchem sie bei einem früheren Besuch schon mal waren. Tatsächlich nahmen die unsere grosse Gruppe auf. Hotel Engel in Grän hiess die rettende Location. Dort assen wir zwar sehr gut, jedoch hatten alle zu viel, weil die Portionen nicht zu knapp berechnet waren. Auch hier wurde uns noch ein Absacker spendiert, da wir etwas lange hatten warten müssen.

       

Die Einen hatten noch nicht genug und killten nochmal ne Flasche Wein, während die Weicheier (sorry, aber da ich auch dazu gehört habe, traue ich mich das zu sagen) sich sofort zu Bett legten.

Samstag 27.5.2017

Heute trafen wir uns eine halbe Stunde später zum Frühstück. Anschliessend stockten einige aus der Gruppe den Proviant im MPreis noch auf und da es heute ein wirklich heisser Tag zu werden drohte, machten wir noch einen Stopp beim Sonnenhutladen. Ein Lukratives Geschäft für den Ladenbesitzer…

So, jetzt müssen wir uns wirklich langsam beeilen! Mit der Sesselbahn überwanden wir die ersten Höhenmeter.

   

Die Runde F der Schwarzen Adler Routen war unser Ziel. Da ein paar G-Caches unsere Route kreuzten, nahmen wir die auch gleich mit. Wir freuten uns sehr, da das Spezialteam anscheinend vor uns hier war. Schöne neue Dosen mit fast jungfräulichen Logbüchern fanden wir vor. Nach dem dritten Fund in Serie, empfanden wir das schon fast als aussergewöhnlich. Ja schon fast langweilig, so schnell ging es voran. Nein, beklagen wollen wir uns wirklich nicht. So sollte es sein und so macht es auch richtig Spass. Wir kamen zügig voran. Die heftige Steigung, die vor uns lag bremste das Tempo zwar massiv, aber trotzdem waren wir recht zügig unterwegs. Alle Dosen da, so schön! Die Aussicht war ebenfalls toll und genauso das Wetter. Bis oben war es schon ganz schön anstrengend und doch waren wir sehr zufrieden so gut vorangekommen zu sein.

               

Im Schatten einer Hütte machten wir Mittagspause bevor es flach des Weges weiterging. Sogar abwärts zwischendurch. Bei der nächsten Hütte suchten wir die fehlende Letterbox. Nichts da, die wollte sich nicht zeigen. Was sich hingegen zeigte, war eine andere Cachergruppe und so erfuhren wir, dass sie es waren, die neue Dosen für uns ausgelegt hatten und gar nicht das „Spezialteam“. Wir freuten uns natürlich trotzdem sehr darüber. Hauptsache es waren Dosen da, von wem auch immer. Sie hatten dafür auf einer anderen Runde, die von uns ausgesetzten Büxen gefunden. So ergänzt man sich eben…

    

Auch fanden wir heraus, dass der Cacherdieb am Dienstag und Mittwoch sein Unwesen getrieben haben musste und, wie wir später erfahren mussten, auch heute. Aber dazu später mehr.

Auf dem weiteren Weg waren wir immer knapp vor dem anderen Team oder, wenn wir länger mit Suchen hatten, gemeinsam unterwegs.

Wenn keine Dose zu finden war, legten wir einen Ersatz….doch dann….wir waren wieder Mal etwas länger am Suchen, kam einer von der anderen Gruppe und versicherte, dass dieser vor ein paar Stunden, als er hier hochwanderte, noch da gewesen sei. Die Sache wird immer suspekter, denn eine Dose konnte doch noch gefunden werden, einfach nicht am gleichen Ort. Irgendwas stinkt hier zum Himmel!

       

Angekommen bei der Bahnstation loggten wir noch die lustige Letterbox beim Restaurant und die Einen tranken noch was.

  

Antonio, Duri und Madlaina haben beschlossen mit einem Mountain-Car den Berg runterzudüsen. Die anderen empfanden die Bahn als angenehmer, um ins Tal zu gelangen.
Die drei Rennfahrer hatten Spass und kamen etwas staubig, (vor allem Duri) aber heil und zufrieden unten an. Dass wir sie von den Sesseln aus beobachtet haben, hatten sie gar nicht mitbekommen.

          

Zum verdienten Coup fuhren wir an den See. Herrlich hier!

 

Doch schon bald mussten wir los, denn bis zum Abendessen dauert’s nicht mehr lange und duschen wollen wir doch bitte vorher noch. Jürg und Elena hatten nur bis am Samstag gebucht. Sie traten gleich die Heimreise an und so verabschiedeten wir uns von ihnen.

Zum Abendessen waren wir wieder im Hotel Engel in Grän, da es uns am Vorabend so gut geschmeckt hatte. Auch heute war ein schöner Tisch in der gemütlichen Stube für uns reserviert. Die Mehrheit entschied sich für Fisch, doch Antonio und Duri sind echte Fleischtiger, daher konnten sie dem Gruppenzwang der anderen widerstehen.

Da wir, cleverer als am Vortag, auf die Vorspeise verzichtet hatten, war sogar noch Platz für ein Dessert….köstlich…

Wie angekündigt, nahm pünktlich um 21:00 Uhr der DJ seinen Platz ein. Gar nicht mal so schlechte Musik, aber trotzdem hatten wir eigentlich beschlossen langsam aufzubrechen. Doch plötzlich war Lutz weg, er hatte sich ein paar Meter weiter vor den Fernseher gesetzt um Fussball zu gucken. Auch Duri und Heike sassen neben ihm als wir eigentlich gehen wollten. Also pflanzten wir anderen, Madlaina, Sybille, Silvia und Antonio, uns in die kuschligen Sofas neben an und bestellten einen Drink. Die Tänzer in der Lobby faszinierten uns mehr als der Bildschirm. Als das Spiel dann vorbei war, wurden wir von den Fussballfans aufgefordert zu gehen. Jaja, isch scho guet…

 

Sonntag 28.5.2017

Wie auch am Vortag, trafen wir uns erst um 8:30 Uhr zum Frühstück. Heute stand für uns nur noch eine Letterbox holen und die Heimreise auf dem Programm. Lutz und Heike wollten noch ein paar Dosen sammeln, auch Duri und Madlaina hatten noch ein paar Pendenzen offen und Sybille schlug direkt den Heimweg ein.

Nach der Verabschiedung fuhren wir nach Tannheim um die Entenhausen liegt im Tannheimer Tal (Letterbox) zu suchen. Das stellte sich als gar nicht so einfach raus. Knochen von einem riesen Tier lagen zwar im Wald herum, aber nix vom Cache. Auch der Ort kam uns komisch vor und so brauchten wir einen Telefonjoker. Duri, der diesen schon geholt hatte, beschrieb den Weg und so wurden auch wir noch fündig. Keine Ahnung was hier bei der Berechnung schief gelaufen war.

     

Jedenfalls waren wir jetzt startklar und düsten zurück in die Schweiz.
Dort wartete noch Arbeit auf uns, da wir bald eine neue Küche bekommen…

Aber wir kommen wieder, wir haben noch ein paar grüne Flecken die in gelbe 🙂 umgewandelt werden wollen. Wir haben insgesamt 158 Büxli an diesem warmen Aufffahrtswochenende besucht.