Malojapass

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Maloja

1815 m.ü.M

43 Km lang

von Silvaplana nach Chiavenna

Durchgehend geöffnet

Meine Tourenvorschläge:

Start in Chur:

  1. Lenzerheide, Julier, Maloja, Splügen
  2. Lenzerheide, Julier, Maloja, via Gandria (I), San-Bernardino
  3. Flüela, Maloja, Splügen
  4. Flüela, Maloja, via Gandria (I), San-Bernardino oder für die ganz Wilden und unersättlichen km Fresser:
  5. Lukmanier, San-Bernardino, Splügen, Maloja, Julier, Lenzerheide
  6. Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt 535 Km
  7. Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, zurück über den Oberalp weiter über Lukmanier, San Bernardino, Splügen, Maloja, Julier, Lenzerheide! Ca. 670 Km

Wer ist dabei diese Tour mal mitzufahren? Melde dich bei Mir!!!

Ich vergebe hier die Schweizer Schulnote 5.5

Beschreibung für Töfffahrer

Der Malojapass ist nur ein halber Pass. Denn die östliche Seite hat von St. Moritz bis zu Passhöhe keinen nennenswerten Höhenunterschied. Vom ort Maloja geht es dann 22 Kehren hinunter, Notabene! Es man erklimmt kein Berg, es gibt nur eine Rampe, aber dafür (Fahrspass pur).
In Castasegna (bin ich aufgewachsen ) ist die Schweiz – Italien Grenze, hier nochmals voll tanken um die hohen Benzinpreise in Italien zu umgehen.

Der Malojapass

Eigentlich ist er gar kein richtiger Pass, der Maloja. Lediglich die Auffahrt von Südwesten oder eben die Abfahrt dorthin hat Passcharakter. Am Talschluss des Oberengadins fällt der Berg abrupt etwa 400m in die Tiefe. Der Maloja überwindet diese Stufe. Er verbindet die Hochebene des Innquellgebietes um die Oberengadiner Seen mit dem Bergell. Er führt mithin vom Dach Europas in die lieblichen Gefilde des sonnigen Südens, nach Italien in die Region um den Lago di Como. Kenner behaupten, dass derjenige, der diese Landschaft besucht, immer wieder kommen muss. Schon Nietzsche, der in Sils Maria an der ‚Passhöhe‘ sein Quartier für längere Zeit aufgeschlagen hatte, glaubte hier das Paradies gefunden zu haben, ebenso wie Rainer Maria Rilke, der in Soglio lebte und seiner Begeisterung für die unglaublichen Natureindrücke dieser hochgebirgigen Landschaft immer wieder Ausdruck verlieh. Der Maler  Giovanni Segantini hat der Region ein unsterbliches künstlerisches Denkmal gesetzt. Man sollte meinen, dass Geschichte und Kultur sich nicht gerade in hochalpiner Kulisse entwickeln, in der Region des Maloja ist dies allerdings anders. Aber der Reihe nach:
Eingerahmt von den steilen Felsgipfeln des Bergell führt die Passtrasse vom Oberengadiner Hochplateau von gerade mal 1815m beim Örtchen Maloja schweizerisch gut ausgebaut über steile Serpentinen hinab ins Val Bregaglia bis ins italienische Chiavenna. Schon zu Römerzeiten war der Pass eine ausgebaute Passage, die Militär und Güter beförderte. Die Passstrasse ist 44Km lang, hat eine max. Steigung von 11% und ist ganzjährig geöffnet. Im oberen Teilstück liegen die bekannten Gletschermühlen, die die Grössten der Alpen sind. Etwa 40 Strudellöcher mit bis zu 20m Umfang und 11m Tiefe vermitteln einen Eindruck über die mahlenden Kräfte des Gletschereises. Hat man die anfänglich steile Passage gemeistert, folgen lang gezogene Kurven und schliesslich die Fahrt am Talgrund entlang des Flüsschens Maira, das dem Comersee zufliesst. Am Maloja ist die europäische Wasserscheide, der nach Norden fliessende, hier entspringende Inn, fliesst in die Donau. Ringsumher stehen die steil aufragenden Gipfel des Bergell: Sissone, Cengalo, Badile und Cristallo. V.a. morgens hat die Luft eine unglaubliche Klarheit und Frische, die eine Durchfahrt zum Genuss werden lässt. Im Tal kommt man durch kleine Orte, die Hauptstrasse führt heute allerdings daran vorbei, sodass man abbiegen sollte, um die schmucken Dörfer zu besichtigen. Casaccia und Stampa sind in typischer oberitalienischer Bauweise gehalten. Die Sprache hier ist denn auch italienisch. Man sollte nach Stampa unbedingt einen Abstecher zu einem besonderen Juwel unternehmen: Ein Ausflug nach Soglio. Das Dorf liegt auf einem Hochplateau, es ist von seinem Häuserensemble her völlig erhalten, steinerne Dächer, wie für die Ewigkeit gebaut. Ein Hauch von Mittelalter umgibt die schmucken Gebäude, nebenan wächst der grösste Edelkastanienhain der Alpen. Hier ist eine berühmte Familie zu Hause gewesen, die Salis, in deren Palast man heute übernachten kann. Rilke hat hier gewohnt. In den engen Gässchen kann man sich von Haus zu Haus quasi die Hand geben. Kenner behaupten, Soglio sei das schönste Dorf der Alpen. Südlich hiervon liegt Bondo mit seinem Jahrhunderte alten Kopfsteinpflaster und erst 1960 entdeckten Frührennaissancefresken. Auch hier steht ein Palazzo Salis, der der schönste Palast des Bergell sein soll. Wenige Kilometer weiter talabwärts folgt Castasegna und hier die italienische Staatsgrenze. Vorbei an rauschenden Wasserfällen geht die Strasse weiter bis Chiavenna, einer wuseligen lombardischen Stadt. Hier treffen wir auf die Passstrasse des Splügen, der vom Rheintal herabzieht. Es liegt an uns zu entscheiden, ob wir in die südlichen Gefilde der oberitalienischen Seen fahren wollen, oder nach Norden in die raue Bergwelt des Rheinursprungs.

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Text von http://www.touren-biker.de/

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