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Facebook-Fake-Profilen

ACHTUNG!

Betrüger klonen auf Facebook ganze Profile. Dann kaufen sie auf Kosten der Geschädigten ein. Die Polizei rät zur Vorsicht.

Eine neue Betrugsform hat in den vergangenen Tagen die St. Galler Polizei beschäftigt. Die Betrüger geben sich als Facebook-Freunde aus und gehen über Paypal-Konten auf Kosten der Geschädigten auf Shoppingtour.

Die Masche der Betrüger läuft laut Polizei folgendermassen: Die Täter kopieren bestehende Facebook-Profile, indem sie Profil- und Titelbild downloaden und so das bestehende Facebook-Profil nachahmen. Von diesen Fake-Profilen verschicken sie dann Freundschaftsanfragen an die Freunde des richtigen Profils.

Einkaufstour mit Paypal

Wer den Betrug nicht bemerke und die Freundschaftsanfrage annehme, werde im nächsten Schritt über eine private Nachricht nach seiner Handynummer gefragt, schreibt die Polizei. Wer seine Handynummer rausgegeben habe, bekomme per SMS einen Zahlencode zugeschickt. Diesen Zahlencode solle das Opfer dann an das Fake-Profil zurückschicken.

«Mit diesen Handynummern werden Paypal-Konten eröffnet, mit welchen Einkäufe getätigt werden. Diese werden der Telefonrechnung der Geschädigten belastet», heisst es in der Mitteilung.

«Sie verwendete Emojis»

Wie das Ganze abläuft, erzählt eine Betroffene, die anonym bleiben möchte: Sie hätte die Freundschaftsanfrage ihrer vermeintlichen Freundin angenommen und diese hätte sofort einen Chat gestartet. «Sie war kurz angebunden, schrieb auf Hochdeutsch und verwendete Emojis. Das war überzeugend». Dann wurde sie von der Bekannten aufgefordert, ihr den Code zu schicken, den sie aufs Handy erhalten hat.

«Ich war am arbeiten, hatte gerade etwas Stress und habe mir erst nichts weiter dabei gedacht», erzählt sie. Darum gab sie den Code weiter. Danach erhielt sie ein SMS von der Swisscom, dass über ihre Nummer für 200 Franken bei iTunes eingekauft wurde. «Da dämmerte es mir, dass etwas faul ist», erzählt die Betroffene, der es unangenehm ist, den Betrügern aufgesessen zu sein. Die Swisscom habe ihr geraten, Anzeige zu erstatten.

Was tun?

Schützen könne man sich vor der Masche, indem man keine per SMS erhaltenen PIN-Codes weiterschicke und keine unbekannten SMS bestätige. Die eigene Mobiltelefonnummer solle nicht bekannt geben werden, auch auf Anfrage nicht.

Auch sollte man Vorsicht walten lassen, bei der Annahme von neuen Freundschaftsanfragen. Zudem lohnt sich an dieser Stelle eine Überprüfung der Privatsphären-Einstellungen.

Dort kann geregelt werden, ob das eigene Profil öffentlich ist und wer Informationen wie den Arbeitsort oder das Geburtsdatum zu sehen bekommt. Der Privatsphäre-Check wird über das Schloss-Symbol oben rechts beim Profil gestartet (siehe Bildstrecke).

Falls das eigene Profil kopiert wurde, kann dies bei Facebook gemeldet werden. Dafür drückt man beim Fake-Profil auf die Schaltfläche mit den drei Punkten und wählt «Melden» aus.

Quelle:  20min.ch