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Pfingstwochenende 2019 in Süddeutschland

Da ein verlängertes Wochenende vor der Tür stand, wollten wir eine kleine Reise machen. Allerdings hatten wir uns noch überhaupt keine Gedanken gemacht, wohin wir gehen könnten. Kurz vor dem Geocaching-Stammtischhaben wir uns entschieden, in welche Richtung wir fahren und dass wir direkt nach dem Event starten würden. Gesagt- getan und so wurde es fast noch ein wenig stressig, da wir noch packen mussten.

Samstag, 8.Juni

Am Freitag waren wir nach dem Stammtisch noch bis nach Vogt gefahren. Dort übernachteten wir auf einem Parkplatz und standen erst auf, als wir ausgeschlafen hatten. In Bad Waldsee steuerten wir den Lidl an, um dort Proviant für unser Picknick zu kaufen. Leider waren die offenen gesalzenen Mandeln, die Antonio so gerne mag, hier nicht zu bekommen, aber dafür gab es sonst alles was wir benötigten.

Nun konnten wir die Hausaufgabenrunde bei Fischbach in Angriff nehmen. Kurz nach dem Start verliess uns der Handyempfang, was uns lehrte, dass es kluger ist, die Caches offline runterzuladen.
Silvia war ziemlich arm dran. Der Heuschnupfen plagte sie gewaltig. Zwar hatte sie sich einer Honigtherapie unterzogen, die bis vor Kurzem auch gut wirkte. Nur gegen Gräser kam sie nicht an, da Bienen dort keine Pollen holen. Was hier noch dazu kam war, dass andere Pflanzen als bei uns blühen und so nützte die Immunisierung gegen diese Polleninvasion nichts. Naja, Hauptsache, dass es zu Hause besser geht, das ist schon sehr viel Wert und Silvia ist sehr dankbar für diese Besserung. Danke liebe Trimmiser-Bienen!

Nun aber wieder zurück zur Runde. Die Dosen waren so angelegt, dass jeder Dose ein Schulfach zugeordnet war und immer eine Hausaufgaben zu lösen war, die dann für das Finden des Bonuscaches notwendig sein würde. Gemütlich wanderten wir durch die schönen Wälder und Wiesen und kämpften uns von einer Unterrichtsstunde zur nächsten.
Als wir ein Plätzchen fürs Mittagessen suchten, war da ein Jägerhochsitz, der uns gut gepasst hätte. Wär doch mal was anderes, auf so einem zu picknicken. Da dieser aber zu wackelig war, haben wir es uns auf einem Stapel gefällter Birkenstämme bequem gemacht. Eine Schwebefliege wollte gar nicht mehr von uns ablassen. Ganz zahm kroch sie auf Silvias Hand herum und liess sich auch durch Berührungen nicht stören. Sie folgte uns sogar zum nächsten Cache.

Nach ca. 4 Stunden waren wir bei der letzten Dose. Diese gefiel uns am wenigsten gut. Unendlich viele Löcher hätten wir da zuhalten müssen um mit Wasser im Rohr ans Logbuch zu kommen. Nach dem dritten Anlauf haben wir es dann patschnass endlich geschafft. Nun mussten wir noch die Bonuskoords berechnen und los ging’s.
Wieder zurück beim Auto suchten wir uns nach Zecken ab. Tatsächlich krochen da einige davon auf unseren Beinen herum. Mühsam, diese kleinen Tierchen. Hoffentlich haben wir alle erwischt.

Beim Bräuhaus Ummendorf haben wir einen Stellplatz gefunden und natürlich auch dort gegessen. Ist ja klar, wenn man schon gratis dort übernachten kann. Das Essen schmeckte uns sehr gut und so genossen wir den Aufenthalt dort, bevor wir uns von einem Multi durchs Dörfchen führen liessen. Bei Kaffee, Kuchen und Eis verbrachten  wir den Abend in einem Café.

Sonntag, 9.Juni

Wir hatten recht gut geschlafen. Da wir im Restaurant aufs WC durften, putzten wir uns auch gleich dort die Zähne und machten uns dann auf den Weg.
Eine Runde in der Nähe von Ellwangen stand auf dem Programm. Sie war vom gleichen Owner, wie die Dosen vom Vortag. Gemütlich spazierten wir die 8 Kilometer ab.
Zwei Dosen konnten wir nicht finden, die anderen zeigten sich bald und waren sehr abwechslungsreich und witzig.

Bei der letzten Dose lag ein Teich und die Frösche quakten uns ein Ständchen. Leider nützte das nichts um den Cache zu finden.
Dafür trauten wir uns etwas zu tun, was man eigentlich nicht tut. Wir stiegen auf einen Hochsitz und verspeisten dort unser Picknick. Dort oben hatte es keine lästigen Mücken, die uns unten so sehr geplagt hatten. Dafür entdeckten wir einige Zecken. Die mussten wir auf dem Weg durchs hohe Gras aufgelesen haben. Keine Angst, wir liessen keine lebendig auf dem Hochsitz liegen, die sollen sich da nicht vermehren.
Silvias Magen passte sich dem Froschgequake an, was sich ganz lustig anhörte. Nachdem wir die Bonuskoordinaten ausgerechnet hatten, stiegen wir wieder runter und spazierten noch zu dieser letzten Dose.
Kaum sassen wir im Auto, fing es an zu regnen. Ja da hatten wir aber Glück gehabt.

Nun überlegten wir, wohin der weitere Weg uns führen sollte. Die Entscheidung fiel auf Buxheim. Auf dem Weg dorthin wollte Silvia noch eine Klosterkirche anschauen. Dies stand in Rot an der Rot. Sehr imposant, diese Barockkirche. Auch in Buxheim konnte sie es nicht lassen. Sie besuchte dort das Kartause – Museum. Antonio, dem das nicht so viel sagt, wartete derweil im Auto. Für Silvia war dieser Besuch interessant, da ihr Onkel in einem Kloster dieses strengen Ordens lebt, sie aber nie hinein durfte, da es ein Männerkloster ist, was bedeutet, dass den Frauen der Zutritt verwehrt wird. Nun konnte auch sie mal einen Einblick hinter die Mauern bekommen. Vor allem die Schnitzereien in der Klosterkirche beeindruckten sie sehr. Aber auch die andern Räume, wie zum Beispiel die Zellen, die sie sonst jeweils nur an einem Model zu Gesicht bekam, gaben ihr ein Bild des Lebens eines Kartäusers.

Antonio hat in der Zwischenzeit einen Cache geholt und ein Lokal fürs Abendessen sowie einen Schlafplatz ausgesucht. Das Essen war sehr gut, wenn auch ziemlich deftig, und der Schlafplatz passte uns auch gut. Ach ja, einen Cache suchten wir noch auf dem Weg. Bevor wir die Dose suchten, beobachteten wir die Enten im Garten nebenan. Lange blieben sie nicht, denn eine Katze verjagte sie, so dass sie schnell zur Riesenganz im Gehege nebenan watschelten.

Beim nächsten Cache hatten wir dann grosse Mühe und brauchten einen Hint, der erst später kam. Wird also morgen nochmal angefahren.

Montag 10. Juni

Als wir aufwachten hörten wir, dass es regnet. Also liessen wir uns Zeit. Erst kurz vor 10:00 Uhr starteten wir die Weiterreise. Die geplante Runde machten wir des Wetters wegen nicht und so fuhren wir erst mal nach Leutkirch. Erst besichtigten wir dort einen Lost Place, bei dem es natürlich auch einen Cache hatte.

Weiter ging’s dann mit dem Besuch des Dörfchens. Dort war neben dem ersten Cache das Café Bock und wir hatten Bock auf Essen. Also bestellten wir uns um 12:00Uhr ein mediterranes und ein skandinavisches Frühstück.

Nach diesem Genuss spazierten wir zum Earthcache und dann quer durch die Altstadt noch zu ein paar weiteren Dosen. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Stück Eierlikörtorte, das wir uns teilten. Zufrieden machten wir uns auf den Heimweg. Bis jetzt hatte das Wetter gut gehalten. Erst in Bregenz regnete es, und das in Strömen. War uns aber egal, denn wir sassen ja im trockenen gut geschützten Auto.

Zu Hause packten wir alles aus und waren froh, endlich mal wieder unter die Dusche stehen zu können. Zum Abendessen führte Antonio seine Silvia in die Krone in Trimmis aus und dort wartete eine Überraschung. Ihre Eltern sassen bereits an einem Tisch.

Sie waren extra für das Überraschungsgeburtstagsessen nach Trimmis gefahren. Alle freuten sich sehr und wir verbrachten einen gemütlichen und schönen Abend.

Und schon ist das Pfingstwochenende wieder vorüber. Ein paar schöne Tage haben wir in Deutschland verbracht und tolle Caches gefunden.