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Ein perfekter (Geburts)tag :-)

Am 10. Juni 2017 war es mal wieder so weit, dass Silvia ein Jährchen mehr auf den Buckel bekam. Normalerweise lädt Antonio sie zum Abendessen ein, doch in diesem Jahr war alles etwas anders. Erst mal der Reihe nach…
Am Morgen (also nachdem Silvia aufgestanden war 😉 fuhren wir nach Chur um dort zu frühstücken. Dies bot sich an, da bei uns zu Hause die Küche umgebaut wurde und daher Chaos in der Wohnung herrschte.
Beim Gwerder an der Ringstrasse hatten wir noch nie gefrühstückt. Also probierten wir das mal aus. Der Ort kam uns sehr gelegen, da Silvia kleiner Zwilling (Insider) in der Nähe wohnt und wir ihm auch noch schnell zum Geburtstag gratulieren wollten.
Kaum hatten wir im Gwerder das Frühstück bestellt, kam Markus, ein Kollege aus der Bäckerei und setzte sich noch ein Weilchen zu uns. Das war echt gemütlich. Nach dem Essen machten wir uns auf den Heimweg. Antonio bereitete sich auf eine Wanderung  zum Schnielskopf vor, auf welchem er noch einen Cache zu verstecken hatte.

Silvia verbrachte den Nachmittag mit einer guten Freundin und deren Tochter im Tierpark. Und so durften beide einen tollen Nachmittag geniessen, der eine mit einer grossen Anstrengung, die andere gemütlich, durch den Park spazierend.

Für den Abend hatte Silvia eine ganz besondere Überraschung geplant. Nicht als Geburtstagsgeschenk, sondern zum 9 jährigen Zusammensein hatte sie Antonio diesen Abend geschenkt, einfach das Datum hat sie auf ihren Geburtstag verlegt.

Antonio kam nach Hause und sah, dass die Badesachen bereitgestellt waren. Dies stimmte ihn nicht unbedingt freudig, da Schwimmen/Baden nicht zu seinen grössten Hobbys zählt.
Als Silvia kam, bemerkte er, dass er eigentlich schon Hunger habe, worauf sie nicht weiter einging. Die Reise führte die beiden nach Bad Ragaz, was er schon befürchtet hatte. Allerdings war das Ziel das SpaHouse und nicht wie erwartet das Thermalbad. Dort war die Eingangstüre geschlossen und auch mit Klingeln fanden wir keinen Einlass. Etwas ratlos stöberten wir herum, bis Silvia sich entschloss, im Schaubinstitut nachzufragen, ob man uns dort helfen könne. Tatsächlich hiess es dort, dass wir goldrichtig seien und so wurde Antonio gerufen. Jacky führte uns zu eine Umkleidekabine, in welcher wir uns umziehen sollten. Antonio hatte noch immer keine Ahnung was ihn hier erwarten würde, doch er wollte es einfach über sich ergehen lassen, damit wir nachher schön essen gehen könnten. Gerade als wir die Türe der Kabine schliessen wollten, rief Jacky uns, dass wir noch kurz warten sollen, sie habe noch etwas vergessen. Sie eilte fort und kam schnell wieder und drückte Silvia eine Karte in die Hand. „Ihr könnt noch wählen, ob ihr Fleisch oder Fisch wollt.“ Nun schaute Antonio ganz dumm aus der Wäsche. Waaaass? Silvia entschied für beide. Während dem Umziehen erklärte Silvia den Plan. Antonio war so überrascht, dass er noch gar nicht so recht wusste, was er davon halten sollte.
Jacky führte uns durch das ehemalige Thermalbad und erzählte die Geschichte des Hauses. Am Ende des Ganges, wies sie auf eine halb offene Tür, durch welche man in einen roten Raum mit Kerzen spähen konnte. Wir wurden hineingeführt, hier staunten wir nicht schlecht. Wow! Ein gedeckter Tisch im Wasser, Kerzenlicht, romantische Musik, ein angenehm warmes Klima, Rosenblätter im Wasser. Einfach toll!

Nachdem wir den Wein ausgewählt hatten, packten wir einen Schemel und stiegen hinab ins warme, wohlige Wasser. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, kam Jacky und servierte uns die Vorspeise: Melone mit Rohschinken, Salat und zwei verschiedene Brotsorten.

Wir bekamen genug Zeit um gemütlich zu Essen, bevor der zweite Gang aufgetischt wurde. Caspacio aus Spanien, ein Genuss mit Pfiff. Zum Hauptgang gab’s Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti und Gemüse. Normalerweise sind wir nicht so die Röstiesser, doch diese war so knusprig, dass wir sie richtig gerne hatten.

Auch hier staunten wir, woher Jacky weiss, wie lange wir zum Essen brauchen. Nach einer kurzen Verdauungspause, kam ein Tiramisu mit Beeren dazu zu uns und wir bestellen noch einen Latte Macchiato dazu.
Im Anschluss bekamen wir noch eine Viertelstunde Zeit um einfach nur zu geniessen. Jacky holte uns ab und brachte uns wieder zur Umkleide. Zwei Stunden hatte der perfekte Genuss gedauert.
Auf dem Heimweg überlegten wir, was wir mit dem angebrochenen Abend noch anstellen könnten. Schlussendlich landeten wir in Chur am Buskers, wo wir zahlreiche Strassenkünstler bestaunen konnten. Auch dort trafen wir noch Kollegen und so konnten wir den Abend würdig abrunden.

Der erste Geburtstag für Silvia, an welchem es keinen Kuchen gegeben hatte und trotzdem war es einfach ein perfekter Tag.