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Frühlingsferien 2020 – home sweet home – It’s Corona time

Wer hätte gedacht, dass wir unsere Frühlingsferien trotz herrlichem Sonnenschein zu Hause verbringen werden. Der Grund dafür, wer hätte gedacht, dass sowas hier jemals passieren könnte, war die Coronapandemie. Empfehlung des BAG, dass man zu Hause bleiben soll.

Eigentlich hätten wir auf unser Maiensäss wollen, aber irgendwie haben wir dann in letzter Sekunde doch entschieden zu Hause zu bleiben. Hier haben wir genug zu tun und es ist doch eigentlich so schön hier! Wir haben alles was wir brauchen und langweilig wird es uns sowieso nie.

Also sind wir am Samstag einkaufen gegangen. So, dass wir möglichst nicht mehr in die Läden müssen. Da wir gerne backen, musste mal sicher genug Mehl und etwas Hefe in den Vorrat. Alles Andere ergibt sich dann von selbst.

Die selber gezogenen Setzlinge, die Samen dafür hat Silvia sich bei Kollegen erbettelt, gediehen prächtig. Also wurden jeden tag ein paar davon in den Garten verfrachtet. Nach der ersten Ladung war die Enttäuschung gross. Alles weg! Die kleinen, tückischen, sich gut versteckten Schnecken hatten sich ein genüssliches Festmahl gegönnt.
Nun war Silvia froh, dass sie nicht alle Setzlinge auf einmal gepflanzt hatte, denn bei der nächsten Ladung wurden Schneckenkörner dazu serviert. Ein elendes Schlachtfeld präsentierte sich am nächsten Tag. Doch immerhin haben die zarten Pflänzchen das Massacker überlebt.

Antonio hat sich auf eine Reise begeben. Zurück in die Ferien könnte man sagen. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, alle alten Ferienfotos auszusortieren, was ganz schön zeitintensiv ist.

Zwischendurch wird er von Silvia auf einen Spaziergang geschleppt, da sie ein paar Kräuter sammeln will. Sie hat sich mit dieser Materie etwas auseinandergesetzt und will das neu Gelernte ausprobieren.
Also wird’s kreativ in der Küche.

Aber nicht nur wegen der neuen Kräuter. Auch Antonio probiert alles Mögliche aus. Nach dem Topfbrot vor ein paar Wochen kam der Zopf und dann auch noch eine Pittä. Alles was er in die Hände nimmt wird einfach perfekt. Uns so kam er eines Tages auf die Idee, er könnte mal wieder eine Sachertorte zaubern. Die letzte hatte er zwei Jahre zuvor für Jürgs 50. Geburtstag angefertigt. Also wäre es mal wieder an der Zeit, nicht dass er dieses Handwerk noch verlernt.

Während Silvia sich im Garten ihren Kräutern und Unkräutern widmete, machte er sich an die Arbeit. Doch schon bald hätte er sich gewünscht, dass sie hier wäre und ihm sagt, was er falsch macht. Der Teig sah gar nicht so aus, wie er hätte sollen. Erst nach mehrmaligem Lesen des Rezepts war der Fehler gefunden. Man(n) müsste halt schon alle sechs Eier und nicht nur eins davon unter die Masse mischen. Zum Glück sind wir hier unter uns, sonst wäre es ja fast noch peinlich. Jedenfalls wurde nun doch noch alles gut und der Kuchen gelang hervorragend!

Die Hälfte davon wurde bei Jürg und Sandra in den Milchkasten gelegt und so trafen wir uns am Abend zu Kaffee und Kuchen. Geht mit Skype tiptop und hat riesen Spass gemacht.

Wir haben noch über das Einfärben von Spatzen gewitzelt als am nächsten Mittag ein wunderschön glänzendes blaues Insekt mit rot-pink gefärbtem Hinterteil auf unseren Balkon folg. Na wenn das nicht eine Nachricht unserer Freunde ist……

Da das Wetter immer so schön war, verbrachten wir viel Zeit auf Balkonien und beobachteten die Insekten und Pflanzen, ganz schön spannend was sich da alles abspielt.

Antonio hat sich am Donnerstag auf eine Velotour gemacht. Obwohl er eigentlich strikt zu Hause bleiben wollte, hat ihn nun der Drang erreicht, mit dem Velo loszudüsen. Obwohl wir nicht darüber gesprochen hatten, wussten wir beide wo die Reise ihn hinführen würde. Schon lange wollte er mal auf den Kukelspass und so hat er dies heute verwirklicht. Nicht alles mit der Spitzengeschwindigkeit von 86.4 Km/h. ?
Die gewählte Route ist bestimmt nicht die einfachste, aber so ist er eben, der Antonio; wenn, dann richtig ?

Silvia hat Derweil ein paar Kräuter für den Beilagensalat gesammelt und die Natur auf den Wittenen genossen.

Kurz bevor das mexikanische Abendessen parat war, kam ein Anruf, dass Antonio abgeholt werden wollte, weil der Akku leer ist. War ja nicht mehr weit weg und so wurde er zum Abendessen nach Hause geholt und im Anschluss, mit dem inzwischen gefütterten Akku, wieder zum Velo gebracht.

Am Wochenende hat Antonio wieder die Backlust gepackt. Da er am Zopfrezept etwas rumgpröbelt hat, ist daraus so eine Art Pittä mit Kuchengeschmack geworden. Muss ja auch nicht alles immer einen Namen haben, Hauptsache es schmeckt! Und ja, geschmeckt hat es.

Im Gegensatz zu dem anhaltenden Sonnenschein, der heute zwar auch immer wieder mal vorbeigeschaut hat, gab es am Samstag auch etwas Regen. Viel war es nicht, aber besser als gar nichts, würden wohl die ausgetrockneten Böden sagen.

Zum Abendessen haben wir neben dem Salat, der aus Resten und Kräutern zusammengemischt wurde, eine Pizza bestellt. Ist schon fast zum Coronaritual geworden, dass wir am Wochenende jeweils eine Pizza bestellen.

Übrigens haben wir am Samstag auch noch einen kleinen Ausflug gemacht. Und zwar nach Berlin. Man war das abenteuerlich! Ein Lost Place nach dem anderen und noch viele weitere Erlebnisse….jaja, Ferienfotos bringen Erinnerungen zurück….
https://www.loslachen.ch/20151025/herbstferien-berlin-lps-und-whisky/
🙂

Antonio versucht sich an einer Bütschella oder Pitta

Zeit: ca. 3 Stunden 15 Minuten
Ein Rezept von 1964

Zutaten

  • 200 ml lauwarmes Wasser, ca. 25° – 30° 
  • 7 Gramm Trockenhefe oder 20 Gramm Frischhefe
  • 575 Gramm Mehl
  • 93 Gramm Zucker
  • 7 Gramm Vanillezucker 
  • 1 Teelöffel Salz
  • 113 Gramm Butter, erweicht
  • 3 Eier, leicht geschlagen
  • 1/2 geriebene Zitronenschale
  • 75 Gramm Rosinen (in Wasser für ca. 15 Minuten aufgeweicht)
  • 1-2 Esslöffel Hagelzucker

Zubereitung

Füge die Hefe dem warmen Wasser hinzu. Beiseite stellen und die Hefe vollständig auflösen lassen.

In einer großen Schüssel alle folgenden Zutaten messen und hinzufügen: 
Mehl, Zucker, Zitronenschale und Salz.  Zusammen verquirlen, bis alles gut vermischt ist.
Füge dann der Mehlmischung die Butter, 2 Eier (das dritte Ei für später aufbewahren) und die Hefemischung hinzu.  
Rühren, bis sich ein Teig bildet.
Knete den Teig – entweder von Hand oder mit einem Elektromixer mit Teighaken – etwa 10 Minuten lang.  

Wenn der Teig fast fertig ist, füge die Rosinen hinzu und kneten Sie sie in den Teig, bis sie gleichmäßig verteilt sind.  
Der Teig sollte glatt und elastisch sein. Wenn du auf den Teig drückst und mit dem Finger eine Vertiefung machst, sollte er zurück springen.
In eine Schüssel geben und zudecken.  

Lasse den Teig mindestens eine Stunde gehen oder bis er sich verdoppelt hat.

Lege es auf ein Backblech, das mit Backpapier bedeckt ist.
Decke das  Brot mit Plastikfolie ab und lasse es weitere 45 Minuten aufgehen.

Entfern die Plastikfolie und trage mit einem Pinsel eine dünne Schicht des geschlagenen Eies aufs Brot auf.  
Danach bestreue es mit etwas Hagelzucker.

Backe das Brot für 15 Minuten im vorgeheizten Ofen ( Ober-/Unterhitze) bei 170 °, dann weitere 30 Minuten auf 150 ° weiter bis die Pitta goldbraun ist.

Zum Abkühlen auf einen Rost legen.

Wer will kann den Teig auch in einer Springform aufgehen lassen, damit er dann nicht so flach ist und eher in die Höhe aufgeht.

En Guata

?

Zopf, Antonio hat es gewagt.

Nachdem Antonios erstes Brot gut gelungen ist, setzte er sich als Ziel einen Zopf zu backen.
Der erste war schon nicht schlecht, doch war da noch ein bisschen Feinarbeit angesagt.
Erstaunlicherweise gelang es beim zweiten Mal so gut, dass das Rezept gleich hier im virtuellen Rezeptbuch festgehalten wird.
Willst du es auch probieren? Dann nichts wir ran an den Teig 🙂

Zutaten für 2 Hefezöpfe: 

  • 500 g Mehl
  • 250 g Milch
  • 20 g frische Hefe (oder 7 g trockene Hefe)
  • 2 Teelöffel Salz
  • 70 g Zucker 
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Eigelb
  • 70 g Butter 

Zum Bestreichen:

  • 1 Ei gemixt mit etwas Milch 

Salz zum Mehl geben
Zucker und Hefe in die Milch, (nicht zu warm) geben und auflösen,
dann alles dem Mehl beifügen.
Die Butter, den Vanillezucker und das Eigelb zugeben.

Die Masse solange rühren bis sie gebunden ist, dann auf der Arbeitsfläche mit der Handfläche 15 Minuten gut kneten.

Den Teig in eine Schüssel geben und zugedeckt für 1 1/4 Stunden gehen lassen, idealerweise bei 25° Celsius bis er ums Doppelte aufgegangen ist. 

Teig in vier gleich grosse Portionen teilen, da wir je zwei Stränge brauchen.

Die einzelnen Teile flach drücken und unter Spannung einrollen, damit gehen sie besser und gleichmässiger auf.

Die Teile für 10 Minuten unter einer Klarsichtfolie ruhen lassen, dadurch ist der Teig entspannter und lässt sich anschliessend besser rollen.

Die ersten zwei Stränge auf die gleiche Länge ausrollen und übereinander zu einem Kreuz legen.

Mit dem untern Teil anfangen und von links nach rechts bzw. umgekehrt legen und das Gleiche mit den anderen beiden Strängen usw. bis daraus ein Zopf entstanden ist.

Mit den anderen beiden Strängen wiederholen wir das Ganze.
45 Minuten gehen lassen, optimal bei 25° Celsius.
Die Zöpfe mit einem ganzen Ei und ein bisschen Milch bestreichen.

In den kalten Ofen schieben und mit Umlauf bei 200°C 15 Minuten backen, danach auf 180° zurückstellen und weitere 10 Minuten fertigbacken.

Auf einem Gitter auskühlen lassen und geniessen 🙂
En Guata.

Rosendeko:

Wenn du eine Rose als Deko willst, benötigst du ein Stück Teig, dieses zwackst du ab bevor du den Teig in vier gleiche Teile teilst.

Dieses Stück sehr dünn ausrollen, sodass du sieben Scheiben mit einem Durchmesser von ca. 5-6 cm. ausstechen kannst. Dies geht am besten mit einem Dessertring oder einem Glas .

Die sieben Kreise überlappend hinlegen und zusammen aufrollen.
Die Rolle in der Mitte mit einem scharfen Messer durchtrennen und die so entstehen Rosen (zwei Stück), die auf den Zopf gelegt werden können.