7. Oktober 2026

Ein herbstliches Wochenende im Euthal

Spontane Ideen sind doch oft die besten. Wenn der Spätsommer langsam dem Herbst weicht und das Wochenende nach einem kleinen Abenteuer ruft, hält uns nichts mehr zu Hause. Die grosse Frage war nur: Wohin soll die Reise gehen? Das stand bis zu unserem wöchentlichen Donnerstagshock noch völlig in den Sternen. Doch Antonio hatte da bereits eine clevere Idee im Ärmel, mit der er Silvia sofort begeistern konnte – nicht zuletzt, weil sie sich so keinen eigenen Plan ausdenken musste. Unser Ziel: Das malerische Euthal.

Freitag, 25.9.26

Nach dem Feierabend wurde alles gepackt und schon konnte es losgehen. Also fast. Etwas fehlte noch und das war Silvia. Sie wollte doch nur noch kurz den Kompost leeren. Nein, diesmal war sie nicht im Garten hängengeblieben. Sie war noch ein wenig am Quatschen mit jemandem, den sie gerade getroffen hatte.

So, jetzt aber los. Einige Zeit später fuhren wir am Sihlsee vorbei, bis es nicht mehr weiter geht. Dort stellten wir unser Häuschen ab und genossen das lang ersehnte Abendessen.

Nach einer Runde UNO legten wir uns in den oberen Stock und schliefen mittelmässig bis zum nächsten Morgen.

Samstag, 26.9.26

Mehr Verkehr als erwartet gab es da hinten, doch davon liessen wir uns nicht stören. Um 7:30 Uhr dachten wir, dass wir noch 5 Minuten die Augen schliessen und schon war es 8:30 Uhr. Egal, ist eh noch ziemlich frisch. Eine Stunde später waren wir mit den Bikes startklar, um die Runde um den Sihlsee anzugehen. (Der Traum vom blauen Wasser #1 bis 60#)

Wunderschön bei diesem Wetter, aber doch noch recht frisch bis kurz vor Mittag. Die Dosen zeigten sich abwechslungsreich und dicke, fette, garstige Spinnen sollte man auch nicht scheuen, davon hat es hier einige rund um den See.

Am Mittag kehrten wir im eher hochpreisigen Restaurant Lincoln ein und genossen ein Wildgericht.

Gestärkt cacheten wir weiter und genossen das tolle Panorama. Im Café Paradies gönnten wir uns nochmal eine Pause und liessen die Seesicht auf uns wirken. Dann folgte der Endspurt.

Während Antonio die Bikes auflud, sammelte Silvia ein paar prallrote, kräftige Hagebutten. Beim Skiliftkiosk, Imbis im Rank, fragten wir, ob wir auf dem Parkplatz nächtigen dürfen. Obwohl sie gerade beim Schliessen ihres kleinen Lokals war, erlaubte sie uns die Nacht hier zu verbringen und das WC lasse sie auch gleich offen. So lieb!

Ist zwar etwas laut und zu essen hätten wir gern im Kiosk bezogen, da wir eigentlich ausgeschossen sind, aber mit Suchen findet man immer noch was und so sind wir nicht verhungert und genossen die herrliche Abendstimmung am See.

Sonntag, 27.9.26

Dank Ohropax konnten wir gut schlafen. Als die Sonne ihre ersten Strahlen durchs Dachfenster schickte, standen wir auf. In Einsiedeln lief ein Radrennen, weswegen wir einen Umweg nehmen mussten. Ein paar Dosen später standen wir auf dem Klosterplatz, zu dem man dank einer cleveren Konstruktion trotz Velorennen gelangen konnte. Silvia schaute sich mal wieder die prunkvolle Kirche an, während Antonio sich um einen LAB Cache inklusive Bonus kümmerte.

Um 11:30 bestellten wir im „Das Hiesig“ je ein grosses Frühstück. Der Kaffee stand nach ein paar Minuten auf dem Tisch. Als wir nach einer halben Stunde mal nachfragten, ob man uns vergessen habe, wurden wir gefragt, in welcher Form wir das Ei möchten und so stand gut 50 Minuten nach der Bestellung endlich das Essen auf dem Tisch.

Doch wo blieben der Zopf, die Brötchen und die Gipfeli, die auf der Speisekarte angepriesen wurden? Auf Nachfrage servierte man uns noch je eine Brezel. Hätte man uns von Anfang an informiert, wäre uns nicht so viel Wasser im Mund zusammengelaufen. Dafür war das kleine Schälchen Apfelmus, das nicht auf der Karte stand, sehr lecker. Und mit der deutlichen Preisreduktion konnten sie uns dann doch noch besänftigen.

Pünktlich zur abgelaufenen Parkuhr kamen wir beim Auto an und machten uns langsam auf den Heimweg. Nach ein paar Cachestopps und einer Tankeinlage kamen wir zu Hause an. Heiss wie im Sommer. Zum Zvieri kosteten wir die Einsiedler Spezialitäten, von der Bäckerei Goldapfel, die optisch eindeutig mehr hergaben als geschmacklich. Dafür hatte der Garten einiges für einen leckeren Znacht zu bieten.

Fazit: 
Rückblickend war dieser Trip ins Euthal genau das, was wir gebraucht haben: eine wunderbare Mischung aus Natur, Geocaching-Erfolgen und kleinen, unerwarteten Überraschungen. Auch wenn nicht alles strikt nach Plan lief – seien es dicke Spinnen auf der Route, improvisierte Schlafplätze oder ein Frühstück, das uns auf eine harte Geduldsprobe stellte –, genau diese Momente machen eine Reise unvergesslich.
Mit herrlichen Panoramen, müden Beinen und dem Bauch voller Leckereien haben wir die goldene Jahreszeit gebührend willkommen geheissen. Ein rundum gelungenes Wochenende – das nächste Abenteuer kann kommen!

Ein Kommentar zu „Ein herbstliches Wochenende im Euthal“

  1. Euthal im Herbst ist tatsächlich eine der unterschätztesten Ecken in der Schweiz, der Weg hinunter zum Sihlsee hat was Meditatives. Hattet ihr am Ende doch noch im Restaurant Hoch-Ybrig eingekehrt oder blieb es beim Picknick im Wald?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert