Wie bereits in den letzten Jahren, durfte ich auch an der Werkschau 2026 im Sinnhof mit ein paar meiner Bilder dabei sein. Das stille Leiden bildete dabei das aktuellste Werk. Aus selbst hergestellten Erdfarben entstand der Baum, mit seinen tief verankerten Wurzeln, der seine Brust aufreisst, sein Herz zeigt und sein Leid still in die Welt hinausschreit. Diese Melancholie steht für die Natur, die unter dem Einfluss der Menschen leidet und oft kaum erhört wird. Sie wehrt sich, in der Realität mit Bergstürzen, Unwettern, Überschwemmungen, Hagel, Stürmen, Monsunen, Lawinen, Pandemien und so weiter, auf dem Bild wird das Leiden auf eine etwas andere Art ausgedrückt.

Auch das zweite Werk, das ursprünglich als Versuch für die Wirkung der Erdfarben und ihren Auftrag diente, fand einen Platz in der Ausstellung und vermittelte dort Ruhe und Geborgenheit oder vielleicht doch auch etwas Melancholisches?

Am meisten Eindruck hat ein Werk gemacht, das mir sehr am Herzen liegt. „Die Magie des Alters“ oder „Nichts ist so beständig wie die Vergänglichkeit“. Zu meiner Freude gab es Besucher, welche Ahni in dem Bild direkt erkannt haben. Ihr ist es gewidmet und ihre beständige Anwesenheit drückt es aus, trotz der Vergänglichkeit.

Des Weiteren durfte ich drei Fotografien zeigen. „Das Leben einer Lilie“ wurde 2006 im Rahmen des Studiums an der PH mit einer Camera Obscura aufgenommen.

„Zusammenhalt“ zwischen dem selbstsicheren Edelweiss und dem sich sanft darum schlingenden Laubblatt. Ein Sujet vom Guraletsch, das sich dort 2022 so unscheinbar in der Wiese präsentierte und mit entferntem Hintergrund erst seine wahre Pracht zum Ausdruck bringen kann.

„Die Lebensblume“ bildete die Dankeskarte von Ahni ihrem Abschied von der Erde. Eine magische Rose. Zum Geburtstag als Schnittblume von einer Kollegin erhalten, wurde sie in den Garten gesteckt und wuchs an. Jede Blüte zeigte sich in anderer Farbe und diese leuchtete in diesem fast schon kitschigen Pink, so dass man fast nicht glauben kann, dass kein Filter verwendet wurde. Auch hier wurde nur der Hintergrund entfernt, um den Fokus auf die Magie der Rose zu lenken.

Ich habe mich sehr gefreut, das so viele liebe Menschen die Ausstellung besucht haben. Herzlichen Dank!



