Etwas späterer Start, kühle 13 °C in Trimmis, aber die Vorfreude war riesig! Heute ging es mit der MT-10 ins Bergell. Auf dem Programm: Kurven kratzen, einen gemuggelten Cache ersetzen, ein Abstecher nach Italien für ein grandioses Essen und ein Wiedersehen mit guten Freunden. Eine Tour, die beweist, dass die besten Erlebnisse oft passieren, wenn man den Helm absetzt.
Los ging’s heute nicht allzu früh mit dem Töff. Erstens musste noch schnell ein Ersatzcache gebastelt werden, nachdem der Cache in Castasegna gemuggelt wurde. So nutzte ich gleich die Gelegenheit, Robby meine Ankunftszeit in Bondo durchzugeben.
Und zweitens war es am Morgen doch noch ziemlich frisch, um so früh über die Pässe zu düsen. Bei der Abfahrt in Trimmis zeigte das Thermometer immerhin schon 13 °C. Also lieber noch etwas warten, bevor ich auf dem Töff zu Tiefkühlkost werde.
Tankstopp in Maloja
In Maloja musste ich doch tatsächlich einen Tankstopp einlegen. Hier musste ich noch nie tanken! Normalerweise reicht der Sprit locker bis hinunter ins Bergell – vermutlich hatte ich beim letzten Abstellen in der Garage einfach nicht genug nachgefüllt.
Heute hiess es deshalb: kurzer Boxenstopp statt direkt weiter Richtung Italien.
Von Bondo nach Italien
In Bondo angekommen, hiess es erst einmal raus aus dem Lederkombi und rein in kurze Hosen und T-Shirt. Die Motorradkluft durfte jetzt Pause machen.
Denn nun ging es mit Robby und seinem Auto über die Grenze nach Italien – schliesslich wartete dort ein feines Essen auf uns. In Prata Camportaccio ging es ins PIZZA&GRILL Muiá. Und nein, heute wurde ausnahmsweise keine Pizza bestellt!
Stattdessen gab’s ein Filetto di manzo al pepe verde und dazu Pommes frites. Und was soll ich sagen: Das war wahrlich ein Gaumenschmaus! Manchmal muss es eben nicht Pizza sein – auch wenn man gerade in einem Pizza & Grill sitzt.
Ein echter Geheimtipp
Nach dem Essen zeigte mir Robby noch einen echten Geheimtipp in der nähe: das Agriturismo Pra L’Ottavi. Ein wunderschönes Fleckchen, das definitiv auf meine Merkliste kommt. Beim nächsten Mal werde ich hier auf jeden Fall einmal einkehren. Schliesslich müssen gute Geheimtipps ja persönlich getestet werden.
Cache-Ersatz mit Aussicht
Robby war dann so nett und fuhr mich noch zum Cache in Brentan, GC3708H, der ersetzt werden musste, nachdem der Vorgänger gemuggelt wurde. Immer wieder schön, von hier oben über die Dächer von Castasegna zu blicken. Da macht selbst ein Cache-Ersatz richtig Freude.
Ein Nachmittag voller Erinnerungen
Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich im Garten von Robbys Mama und seiner Schwester. Später gesellten sich auch noch Livia und ihr Freund dazu – und sogar eine ehemalige Nachbarin von früher, aus der Zeit, als ich noch hier wohnte.
Natürlich wurden bei Kaffee und Kuchen jede Menge alte Geschichten hervorgeholt. Es wurde gelacht, erzählt und in Erinnerungen geschwelgt. Einfach ein richtig gemütlicher Nachmittag mit lieben Menschen und vielen schönen Erinnerungen.
Irgendwann ruft dann doch der Heimweg
Auch wenn es noch so gemütlich war, irgendwann muss auch ich wieder nach Hause. Schliesslich wird es nicht wärmer, je später es wird – eher im Gegenteil.
Also zwängte ich mich wieder in das Lederkombi und verabschiedete mich von Robby. Dabei bedankte ich mich ganz herzlich für diesen unvergesslichen Tag, den ich mit ihm und seiner Familie verbringen durfte. Ein Tag voller schöner Begegnungen, alter Geschichten, feinem Essen und ganz vielen tollen Erinnerungen. Genau solche Tage bleiben einem im Herzen.
Kurvenfeeling auf dem Splügenpass
Der Heimweg führte mich über den Splügenpass – immer wieder ein echtes Erlebnis und Kurvenfeeling pur. Ich liebe diese anspruchsvolle Passstrasse einfach. Jede Kurve ein kleines Abenteuer, und wenn dann noch die fantastische Landschaft dazukommt, ist die Fahrt sowieso perfekt.
Zurück in Trimmis
Glücklich und zufrieden in Trimmis angekommen. Bevor die MT-10 wieder in der Garage verschwand, wurde sie natürlich noch vollgetankt – schliesslich soll sie für die nächste Ausfahrt wieder bereit sein.
Zu Hause angekommen, gab’s erst einmal eine heisse Dusche und danach wurden die schmerzenden Glieder gepflegt und wieder etwas aufgepäppelt. Tja, man ist ja bekanntlich nicht mehr der Jüngste … zumindest der Körper scheint das manchmal ziemlich deutlich zu wissen.
Fazit
Ein perfekter Tag auf und abseits der Strasse! Nach Kurvenrausch am Splügenpass, einem genialen Nachmittag voller alter Geschichten im Bergell und einem Rinderfilet in Italien, bin ich müde, aber glücklich wieder in Trimmis gelandet. Die Knochen spürt man vielleicht am Abend, aber das Herz ist voll mit schönen Erinnerungen. Fazit: Genau für solche Tage fährt man Motorrad!