10. Mai 2026

Reviewertreffen im Tessin 2026

Fünf Jahre Verspätung können einem Wochenende entweder die Luft nehmen – oder ihm genau die richtige Portion Geschichte verleihen. Was einst von Corona ausgebremst wurde, führte uns nun endlich gemeinsam ins Tessin. Ohne fixen Plan, dafür mit viel Vorfreude, einer Prise Chaos und jeder Menge Dosen im Visier. Zwischen Urwaldpfaden, Glace-Stopps, langen Cacherrunden, guten Gesprächen und einem Hauch von Abenteuer wurde aus einem längst überfälligen Treffen genau das, worauf wir so lange gewartet hatten: ein Wochenende, das noch lange nachklingt.

Donnerstag, 30.4.2026

Silvia hatte noch Ferien, und so konnten wir nach Antonios Feierabend ins Chalet eintreten und uns ins Tessin beamen.
Dort hatten wir einen Schlafplatz im Visier. Wir wussten aber auch, dass unklar ist, ob dieser noch zur Verfügung steht – was dann leider nicht der Fall war.
Also mussten wir den noch nicht geschmiedeten Plan B aus dem Ärmel schütteln.

Freitag, 1.5.2026

Im Valle Maggia wachten wir auf und legten die Optionen für den Tag auf den Tisch.
Die erste Cacherrunde würde etwa sieben Stunden dauern; das wollten wir Antonios Knie und dem noch immer leicht lädierten Fuss nicht antun.
Die Folge war, dass wir uns plötzlich auf der TRAIL PARDO GC7M4P5 befanden. Jene Tour, die wir damals vor fünf Jahren gemeinsam hätten abwandern wollen, die aber für dieses Treffen nicht infrage kam.

Nein, wir hatten nicht im Sinn, die ganze Runde zu absolvieren, sondern nur einen Teil – man kann da immer wieder abkürzen. Wenn man das nicht macht, hat man gut acht Stunden später müde Beine und ist um 60 Caches schwerer. Genau das ist uns passiert.

Die Strecke war sehr abwechslungsreich: Mal kämpften wir uns durch einen weglosen Urwald, dann folgten breite Wanderwege, eine schöne Aussicht auf die Brissago-Inseln und den Lago Maggiore, ein schmaler Steig über eine Schlucht, viele Stufen, mal üble Steigungen, dann wieder Flachland, mal steinig, mal Teerstrassen, doch fast immer ausserhalb oder am Rande der Zivilisation.

Mittagessen hatten wir zum Glück dabei, denn Restaurants haben wir vergebens gesucht. Das iPad gab bei der Nummer 39 den Geist auf, doch das iPhone konnte aushelfen.

Nach achteinhalb Stunden waren wir fertig und kamen noch vor 18:00 Uhr im Hotel Nessi in Locarno an, wo wir die anderen Reviewer trafen. Nachdem alle ihr Zimmer bezogen hatten und das Aperöli getrunken war, machten wir uns auf den Weg nach Losone ins Grotto Raffael. Musik, sehr gutes Essen und gute Gespräche – richtig gemütlich!

Samstag, 2.5.2026

Gar nicht so einfach, gemeinsam zu cachen, wenn niemand die Führung übernimmt. Nachdem wir einen Leitwolf definiert hatten, konnte es losgehen.

Die Jazzrunde GC8YE37 in Ascona und noch ein paar andere Dosen wurden bei einem ausgedehnten Spaziergang abgewandert.
Da wir das Mittagessen ausgelassen hatten, kompensierten wir das mit Glace. Eins vom Glacebüsli und das zweite kurz darauf an der Promenade bei herrlichem Sonnenschein.

Nach einem Apéro – vielen Dank dafür, Hoepsi – war es Zeit für den Event. Die Tessiner, also Danymey, hatten extra den Event „Guru & Mortali – Il Concilio di Locarno GCBMMBK“ an einer speziellen Location organisiert, an dem Reviewer und andere Cacher zusammengeführt wurden.
Dort gab es den Apéro Nummer zwei. Danke den Organisatoren dafür!

Anschliessend kehrten alle, die sich dafür angemeldet hatten, im Ristorante della Valle ein und genossen dort eine leckere Pizza. Es war ziemlich laut, aber trotzdem herrschte eine gute Stimmung. Das letzte Glace für heute rundete den Abend ab.

Wobei, nicht ganz: Auf dem Weg zum Hotel kamen wir noch an ein paar Dosen vorbei. Jetzt waren wir aber k. o. und froh, uns ins Bett fallen lassen zu können.

Sonntag, 3.5.2026

Wir waren ja nicht nur zum Spass zusammengekommen, sondern auch, um die Traktandenliste abzuarbeiten, und diesen Programmpunkt hatten wir uns für heute aufgehoben. Bis zum Mittag war alles geklärt, sodass wir noch die letzten gemeinsamen Caches suchen konnten, bevor jeder wieder seinen eigenen Weg einschlug.

Bei uns hiess das, noch die Not-Founds der PARDO-Runde zu beheben. Wir hatten am gestrigen Event mit den Ownern geklärt, wo das Problem liegt. Das waren nämlich wir selbst: Die Koordinaten sind ja bereits 6 Jahre alt. Bei den zwei DNFs wurden diese vom Owner geändert, aber bei uns nicht.

Dass wir am Wochenende des 1. Mai im Tessin waren, bekamen wir auf der Heimreise zu spüren. Laaange dauerte die Reise in den heimischen Norden, genau zwei Stunden mehr als normal, doch irgendwann kamen auch wir zu Hause an. Im Gepäck schöne Erinnerungen an ein weiteres tolles Wochenende, für das wir sehr dankbar sind. Danke euch allen für das tolle Erlebnis!

Fazit:
Am Ende blieb mehr als nur eine beeindruckende Zahl gefundener Dosen.
Dieses Wochenende zeigte einmal mehr, wie viel schöner unser Hobby wird, wenn man es mit den richtigen Menschen teilen kann.
Viel Bewegung, spontane Planänderungen, feines Essen, lange Gespräche und unzählige gemeinsame Erinnerungen machten das Tessin-Wochenende zu etwas ganz Besonderem. Auch wenn die Heimreise zäh war – die Vorfreude aufs nächste Wiedersehen, was nicht mehr 5 Jahre dauern wird, begann eigentlich schon unterwegs.

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