16. April 2026

Falsche Uhrzeit, echte Genüsse: Warum unser „Nicht-Trip“ an Ostern 2026 alles änderte

Einleitung: Wenn Pläne auf die Realität treffen

Eigentlich war der Plan für Ostern 2026 denkbar simpel: Eine Geburtstagseinladung im Hause „loslachen“ markierte den Fixpunkt im Kalender und bedeutete gleichzeitig das Aus für die ganz grossen Reisepläne. Doch wer die Geocaching-Community kennt, weiss, dass „keine grosse Reise“ noch lange nicht „keine Abenteuer“ bedeutet. Was als ruhiges Wochenende geplant war, entwickelte sich zu einer dynamischen Reise voller kulinarischer Überraschungen, kleiner Missgeschicke und der Erkenntnis, dass Spontanität oft der beste Reisebegleiter ist.

Nein, diesmal war es nicht so wie meistens. Gut, zugegeben, an Spontanität hat es nicht gefehlt, aber anders war es trotzdem. Kein Wunder, dass einige unserer Kollegen ziemlich überrascht waren.

Angefangen hat alles mit dem Samstag. Als die Geburtstagseinladung im Hause der loslachens eintraf, war der erste Fixpunkt gesetzt und gleichzeitig auch klar, dass es keine grosse Reise geben wird. Doch beginnen wir schön der Reihen nach.

1. Der „Dönerstag“ und die Logik der Geocacher

Am Donnerstag kamen wir auf Pakaschs Einladung zum Dönerstag GCBKTT8 nach. In Sevelen trafen sich mehr Leute, als es Plätze an den Tischen gab. Ging aber irgendwie trotzdem auf. Geocacher sind halt unkomplizierte Menschen.

Da es logischerweise am Osterwochenende sehr viel Verkehr Richtung Süden hat, suchten wir uns irgendwo im Ländle ein lauschiges Plätzchen, Spielten eine runde UNO Flip und genossen einen Whisky.

2. Das ungeplante Gourmet-Erlebnis: Von Mysterys zum 5-Gänge-Menü

Am Karfreitag schauten wir uns durch die Gegend. Hatten noch einige gelöste Mysteries auf der Karte, denen es heute an den Kragen ging. Am Mittag landeten wir nichtsahnend in der alten Eiche beim Campingplatz Triesen. Wurde ein richtig teurer Mittag, aber dafür bekamen wir auch wirklich köstliche 5 Gänge serviert.

3. Wald-Rätsel: Bärlauch oder Osterhase?

Als wir im Wald noch ein paar Dosen erpirschen wollten, beobachteten wir eine Grossmutter mit ihren Enkeln. Alle hatten ein Plastiksäckli dabei und so folgerten wir daraus, dass sie frischen Bärlauch pflücken wollten. Erst später, als sich unsere Wege wieder kreuzten, löste sich das Rätsel. Der Osterhase hatte Süssigkeiten im Wald versteckt. Immer schön den Bastbüscheln nach.

Nachdem wir dann ein wenig Bärlauch für eine neue Zopfidee eingepackt hatten, düsten wir staulos nach Hause.

4. Die Krux mit der Uhrzeit: Wenn das Grillgut allein bleibt

Silvia fragte noch, wann der 133. FL/SG/GR Geocaching Stammtisch-Grillevent startet. Antonio schaute nach, 18:30 Uhr. Also haben wir noch Zeit, uns ein wenig aufs Gutschi zu legen.

Noch nicht mal am Event angekommen, fuhren uns Geocacherautos entgegen, eins nach dem anderen….hm…FTF?

Nein, war es dann nicht. Der Event war praktisch vorüber, er dauerte nur bis 18:30 Uhr. Hups, da haben wir wohl etwas ungenau gelesen. Die Glut war perfekt, Platz hatte es genug auf dem Rost und auch ein paar Nasen waren noch auf dem Platz, so dass es doch noch recht gemütlich wurde.

5. Innovation in der Backstube und Stadtgeflüster

Am Samstag wurde die Hexenküche aktiviert. Während Silvia sich einem ausgedehnten Schönheitsschlaf unterzog, wurde in der Küche gehackt, gemixt, geknetet und schliesslich gebacken. Was für ein Duft!

  • Der Klassiker: Ein grosser, traditioneller Hefezopf.
  • Der Herzhafte: Ein innovativer Bärlauchzopf (mit der frischen Waldbeute).
  • Der Exotische: Ein goldgelber Safranzopf wurden unter Antonios Fittichen gezaubert. Köstlich!

Am Abend stiegen wir in den Bus. Nein, nicht in unser Chaletbüssli, in den ÖV-Bus, der uns nach Chur chauffierte. Uns war die Ehre zuteil geworden, an Grosi12 ihrer Geburtstagsfeier teilnehmen zu dürfen. Ein gemütlicher Abend mit wunderbarem Essen und in angenehmer Gesellschaft. Danke, dass wir mit dir feiern durften.

6. Kulturelle Perlen und der Ruf des Nachbarn

Am Sonntag hüpfte Silvia noch kurz in den Garten. Antonio vertrieb sich die Zeit im Fitness. Dann waren wir beide ready für die Fahrt. Ab nach Olten, oder mindestens mal in diese Richtung. In Benken in der Brezelstube durften wir uns an den Stammtisch zu einem Pärchen setzen, das auch nicht reserviert hatte.
Gutes Essen, angemessene Preise und dann auch noch ein faszinierendes Bäckermuseum, das wir nach dem Essen bestaunten.

Der nächste Halt war in Suhr. Dort genossen wir bei wunderbarem Frühlingswetter einen ausgedehnten Waldspaziergang, gespickt von einer Geocaching-Filmrunde #1 GCA2A23. Wirklich tolle Dosen, die liebevoll und kreativ gestaltet und gut gewartet waren.

Am frühen Abend bezogen wir unser Nachtlager, wo der Zopf ausgepackt wurde und auch der Osterhase hat es nicht überlebt.

Ein paar Runden UNO Flip und schon hatte uns das Land der Träume.

7. Fazit: Antizyklisch zum Glück

Zum Glück waren wir bereits wach, als die Alarmanlage des Nachbarbüros lauthals aufbrüllte und gar nicht mehr aufhören wollte.

Kurze Zeit später waren wir auf dem Weg nach Olten zur letzten Ruhestätte von Antonios Eltern. Mal sehen, ob es dem Hauswurz dort gefällt, den wir ihnen als Geschenk mitgebracht haben.

Gegenüber dem Känzeli stach uns ein Sendeturm ins Auge, der sogleich unser nächstes Ziel bildete. Auf dem Weg zur Froburg sammelten wir ein paar Caches und begutachteten dann die stattliche Ruine. Wieder zurück beim Parkplatz gab es noch einen kurzen Abstecher zu einem zugeschütteten Bunker, bevor wir ins Restaurant Froburg gingen, in welchem wir zuvor ein Plätzchen reserviert hatten.

Auf dem Heimweg legten wir dank Nati noch einen Stopp beim Argauer Osterevent ein. Dort lernten wir ein paar neue Gleichgesinnte kennen und trafen auch auf altbekannte Gesichter. Nach dem gemütlichen Beisammensein traten wir den Heimweg, natürlich entgegen der Staurichtung an.

Und so neigte sich wieder ein verlängertes Wochenende seinem Ende zu. Wetter gut, Leute gut, alles gut!

Der Schlüssel zum entspannten Finale war die Strategie, konsequent „entgegen der Staurichtung“ nach Hause zu fahren. Ostern 2026 hat gezeigt, dass man keine Weltreise braucht, wenn die Zutaten stimmen: Gutes Wetter, inspirierende Leute und die Offenheit für das Ungeplante.

Hast du auch schon erlebt, wie eine falsch gelesene Uhrzeit oder ein unerwarteter Fund im Wald plötzlich dein ganzes Wochenende gerettet hat? Genau diese ungeplanten Umwege werden am Ende oft zu den schönsten Geschichten.
Erzähl uns deine in den Kommentaren. 🙂

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