15. März 2026

Einfach los – zwei Tage, kein Plan und ganz viel Freiheit

Manchmal braucht es keinen grossen Plan, kein ausgeklügeltes Ziel und keine lange Vorbereitung. Manchmal reicht eine spontane Idee, ein freier Kalender und die Lust, einfach loszufahren. Genau so ist dieses kleine Abenteuer entstanden – zwei Tage Freiheit, ein Büssli, viele Caches, gutes Essen und jede Menge kleine Geschichten, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Silvia hatte Sportferien, Antonio nicht. Zumindest hat es so angefangen.

Es wurde ein Webinar besucht, fleissig gebacken, die Gartenplanung erstellt, ein wenig geinlined, die Steuererklärung ausgefüllt – und natürlich ausgeschlafen.

Am Mittwoch kam Silvia eine spontane Idee. Sie rief Antonio an, um herauszufinden, was er davon hält. Er schien nicht abgeneigt und leitete kurzerhand alles in die Wege.

Am Abend sassen wir bereits im Büssli und fuhren einfach mal los. Antonio konnte sich tatsächlich ganz kurzfristig zwei Tage frei nehmen. Und da unser nächster Termin erst am Freitagabend anstand, hatten wir plötzlich zwei volle Tage Zeit für … spontane Pläne 🙂

Abendessen beim Chinesen in Feldkirch, danach sehen wir weiter.

Mal sehen, ob sie uns noch im Lotos kennen – wir haben uns ja schon eine ganze Weile nicht mehr blicken lassen. Natürlich kannten sie uns noch. 🙂

Nach dem guten Essen suchten wir uns in der Nähe ein gemütliches Plätzchen für die Nacht. Zum Schlafen war es noch zu früh, also trauten wir uns an UNO Flip, das Team Pakasch Antonio zu seinem runden Wiegenfest geschenkt hatte.

Boah – da wurden die müden Hirnzellen gleich nochmal ordentlich aufgeweckt!

26.02.26 Feldkirch (A) – Lindenau (D)

Ein schönes Datum haben wir heute. Es war schon fast 10:00 Uhr, als wir uns auf den Weg nach Doren machten. Halt – die Autobahn liessen wir bewusst links liegen, also ganz gemütlich die Gegend erkundet. Sehen wir da Nebel? Ihhh… da wollten wir aber nicht hin. Zum Glück wies der Zeiger des Navis bei Bregenz nach rechts und so kamen wir dem milchigen Himmel davon.

Kurz vor dem Ziel kreuzten wir den Adler. Wer weiss, ob es das Gasthaus am Ziel überhaupt gibt? Alternativen gibt es dort kaum. Also kehrten wir kurzerhand um – und schon sassen wir im Gasthaus Adler. ?

Spontan entschieden wir uns für die Hirschberg-Runde (GC8T0JT), die als abwechslungsreiche Wanderung mit ursprünglich 20 Geocaches auf den Hirschberg führt.Zwar eine etwas ausgedehntere Tour als jene, die wir in Doren unter die Füsse nehmen wollten, aber dafür lag sie gleich neben uns.

Die Sonne begleitete uns, während der Schweiss die Sonnencreme von unseren Gesichtern spülte. Mal war es flach, dann mussten wir wieder ein Schneefeld queren, durch Matsch stapfen oder einen steilen, verwurzelten Weg erklimmen…

Doch alles klappte gut mit unseren Barfussschuhen. Zugegeben: Antonio hatte bald einmal nasse Füsse – das war etwas doof. ? Von Dose zu Dose arbeiteten wir uns bis an die Spitze des Hirschbergs hinauf. Dort genossen wir den verdienten Ausblick über all die Täler bis zu den verschneiten Alpen – wunderschön!

Auf dem Weg hinunter, als die Konzentration bereits etwas nachgelassen hatte, hörte Silvia hinter sich ein Rutschen. Hups! Hauptsache, keine Verletzungen!

Plötzlich rochen wir etwas: Rauch. Ein Feuer? Tatsächlich – weit und breit kein Mensch. Also eilten wir hin und löschten es. Zwar schien es absichtlich entzündet worden zu sein, doch so nah am Wald erschien es uns zu gefährlich, hier Müll zu verbrennen. Also löschten wir es sorgfältig und nahmen die Zündholzschachtel gleich mit.

In Stollen wurden wir von einer schneeweissen, stolzen, beidseitig verletzten Katze begrüsst – vermutlich war sie zur Hälfte im Maul eines Raubtiers gelandet. Antonio hatte die Ehre, sie streicheln zu dürfen.

Wieder in Langen bei Bregenz angekommen, freuten wir uns auf das Abendessen. Dieses musste sich jedoch noch etwas gedulden, da zuerst noch der Bonus und eine Challenge zu bergen waren. Erst danach begann die Suche nach einem geeigneten Plätzchen für die Nacht – gar nicht so einfach in dieser Gegend. Doch da unsere Ansprüche nicht gross sind, fanden wir bald einen Platz, der uns auch für die Nacht beherbergen durfte.

27.02.26 Lindenau (D) – Trimmis (CH)

Entgegen unserer Befürchtungen war es recht ruhig auf dem Platz. Wir starteten direkt zu Fuss zu einem Morgenspaziergang, der uns zu ein paar schönen Dosen führte. Der erste von insgesamt acht Caches heisst „Der Inkaschatz“ (GC9RTVP).

Gerade als wir eine davon öffnen wollten, hielt ein Auto an. Jemand stieg aus und kam mit der Frage auf uns zu, was wir hier machen. Etwas unsicher erklärten wir unser Hobby und erfuhren, dass er der Besitzer des Waldes ist und diese Dose letztes Jahr entdeckt hatte, als er den Baum fällen musste. Nun weiss er auch, worum es sich dabei handelt.

Wieder beim Büssli checkten wir, wie lange die Heimreise dauern würde, und beschlossen, nochmals im gleichen Gasthaus Adler wie am Vortag zu essen. Obwohl Silvia keinen Gorgonzola mag, traute sie sich, die Tortellini mit eben dieser Käsesauce zu bestellen. Antonio suchte sich vorsorglich etwas aus, das sie auch mögen würde, falls er spontan einspringen müsste. Der Geschmack war jedoch nicht so intensiv – und damit ganz lecker. ?

Auf dem Weg wurden noch zwei, drei Dosen gesucht, und dann ging es endgültig nach Hause. Noch schnell eine Ladung frische Komposterde für den Garten geholt – und schon war das spontane Wochenende unter der Woche wieder vorbei.

Am Abend trafen wir im Restaurant Term Bel liebe Freunde zum Cordonbleu-Festival. Was für ein Genuss! 🙂

Fazit

Zwei Tage, kein Plan, viel Natur, Bewegung, Lachen, gutes Essen und kleine Abenteuer – genau so fühlt sich Freiheit an.

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