Manchmal läuft ein Wochenende nicht so, wie man es geplant hat – und genau das macht die besten Geschichten aus. Wir hatten uns einiges vorgenommen, doch schon am Freitag zeigten sich die ersten Überraschungen. Vom verschobenen Parkplatz über unerwartete Abenteuer beim Geocachen bis hin zu kulinarischen Entdeckungen – dieses Wochenende hielt alles bereit, nur nicht das, was wir erwartet hatten. Aber gerade darin lag der Charme: Auch wenn nicht alles nach Plan lief, genossen wir jede Minute und sammelten Erinnerungen, die noch lange nachklingen werden.
Freitag 12.09.2025
Am Freitag liefen die Vorbereitungen für den Dorfmarkt in Trimmis auf Hochtouren. Für uns bedeutete das, dass wir unser Chalet-Büssli nicht in der Garage parkieren sollten, wenn wir am Samstag wegfahren wollten. Also stellten wir es nach dem Donnerstag-Hock auf dem Parkplatz unten im Dorf ab.
Samstag, 13.09.2025
Die Vorbereitungen vor unserem Haus waren nicht gerade leise, sodass Antonio um acht Uhr das Bett verliess und für Silvia das Schlafzimmerfenster schloss, damit sie noch ein bisschen Ruhe geniessen konnte.
Antonio machte sich, wie fast jeden Samstag, Gedanken, welche Zopfvariante er backen könnte. Und wie sagt er meistens? Wer nicht wagt, gewinnt nicht – also gab es diesmal eine etwas scharfe Variante, dachte er zumindest.
Der Teig ging auf wie selten, doch am Schluss fehlte die gewünschte Schärfe! Antonio war wohl doch zu vorsichtig mit dem Chili und CalaChili-Honig.




Nach dem Brunch mit dem fast normalen Zopf (nächstes Mal gibt es eine dreifache Ladung Chili) spazierten wir über den Markt, bevor wir unser Bettzeug unter die Arme nahmen, um mit dem Büssli auf Abenteuerreise zu gehen.
Unser Ziel war klar: in Rankweil im Restaurant Werkstatt essen zu gehen. Den Tipp bekamen wir von Robby, der schon öfters dort war und davon geschwärmt hatte.
Natürlich hatte Antonio einen Tisch für 18:00 Uhr reserviert – sicher ist sicher.
Doch wie sollte die Zeit bis dahin verbracht werden? Klar, mit geocachen! Wir steuerten eine schon lange fällige Runde im Wildpark in Feldkirch an.
Dort staunten wir nicht schlecht, wie gut der Park besucht war. Gleichzeitig waren wir etwas betrübt, dass die vielen Wildtiere – Gämsen, Steinböcke, Hirsche, Rehe und viele mehr – in Gefangenschaft leben müssen.
Wir waren aber hier, um zu cachen, und die meisten Caches lagen im angrenzenden Wald.
Die Runde machte leider nur mässig Spass, da die meisten Logbücher entweder voll oder nass waren. Aber der Spaziergang und die Umgebung waren es allemal wert.





Langsam wurde es Zeit, Richtung Rankweil aufzubrechen, damit unser Tisch in der Werkstatt nicht weitergereicht wurde. Noch zwei, drei Caches bis dorthin – und schon durften wir eintreten.
Wir wurden freundlich empfangen und an einen Tisch geführt. Antonios Herz klopfte ein bisschen schneller, als er das Motorrad mitten im Restaurant sah. Sehr cool! Als er den Vorderreifen anfasste, wusste er: Das Motorrad wird nie auf der Strasse fahren – die Reifen sind so hart, da würde man im Nu auf der Nase landen. ?


Was soll man hier bloss bestellen? Alles klingt verführerisch. Wir entschieden uns für den Heissen Stein. Eine gute Wahl, aber halt doch kein Vergleich zum Rosenhügel in Chur.
Wir genossen unseren Jubiläumstag (jeden 13.) und zur Feier des Tages gab es einen Bananasplit – Ausnahmsweise mit Rahm, so wie von Regula empfohlen, weil es gut für die Knie sein soll ?
Vom Restaurant aus konnten wir einen wunderschönen Regenbogen betrachten, der sogar noch leicht leuchtete, als wir die Werkstatt verliessen.




Dann stellte sich die Frage, wo wir schlafen würden. Wir hatten da eine Idee von einem Platz, an dem wir im März schon einmal übernachtet hatten – mit toller Aussicht. Aber zur Verdauung gab es erst noch ein, zwei Caches.
Die Fahrt zum Schlafplatz dauerte ca. 25 Minuten. Oben angekommen – oh Schreck! Ein Übernachtungsverbot!


Na ja, das mussten wir akzeptieren und fuhren wieder talwärts. Auf die schnelle fanden wir keine Alternative, sodass wir uns entschieden haben, halt einfach nach Hause zu fahren. Einen Stellplatz schauten wir uns auf dem Weg noch an – gefiel uns aber überhaupt nicht: mitten im Dorf, wo buntes Treiben herrschte. Nicht das, was wir wollten.
Also weiter. Kurz vor der Grenze meinte Silvia: „Da hat es noch ein Plätzchen. Wollen wir es uns wenigstens mal anschauen?“ Gesagt, getan – und ja, wir blieben. Kurze Zeit später waren wir im Land der Träume.
Sonntag, 14.09.2025
Guten Morgen Schweiz? Oder doch Österreich? Keins von beidem – vermutlich Niemandsland?
Jedenfalls ein gemütliches Plätzchen für den Notfall.
Wir hatten gut geschlafen, und der Regen, der in der Nacht auf unser Büssli geprasselt war, störte uns überhaupt nicht.
Gegen 9 Uhr machten wir uns langsam auf den Heimweg – natürlich wollten wir noch ein paar Caches finden.

Tja, das Finden war heute nicht unser Ding! Beim Cache „3 2 1 Kabumm“ (GC4Y050) suchten wir lange erfolglos, loggten einen Notfund und zogen weiter.
Die nächsten zwei Caches fanden wir hingegen problemlos: „Staubern Talstation“ (GC9VM4Y) und „Vorderer Tratt“ (oder Äussere Maienalp,) (GC4ZYZR). Dann erreichte uns eine Nachricht von den Ownern des nicht gefundenen „1 2 3 Kabumm“. Sie gaben uns einen Tipp. So fuhren wir nochmals zurück – und siehe da: Die beiden standen sogar da und warteten auf uns. Das Finden des wirklich sehr gut versteckten Caches war jetzt ein Leichtes. Vielen Dank an dieser Stelle!
Nach einem netten Schwatz trennten sich unsere Wege wieder. Zwei weitere Caches blieben vor uns verborgen, und so düsten wir mit nassen Füssen und leicht frustriert nach Hause.
Dort wartete gegen Mittag unser obligater Brunch mit der zweiten Zopfhälfte auf uns, was die Laune sofort wieder ins Positive drehte.


Fazit:
Zöpfe zu mild, Caches zu tricky, Schlafplatz verboten – aber genau das machte das Wochenende zu einem spontanen Abenteuer!