9. März 2026

Reviewertreffen in Heidelberg – CoordiNation 2025

Bereits vor über einem Jahr haben wir uns für dieses Treffen angemeldet. Allerdings haben wir das Datum damals etwas zu flüchtig angeschaut und dachten, der Event sei bereits im August 2024. Nachdem dieses Missverständnis geklärt war, blieb umso mehr Vorfreude für die CoordiNation 2025, wo sich Reviewerinnen und Reviewer aus aller Welt trafen. Zwischen spannenden Sessions, internationalen Begegnungen und natürlich einigen Geocaches, erlebten wir ein Wochenende voller Spannung, Kultur und Sprachenvielfalt.

Freitag, 29.8.25 – Erster Frust, Zeitdruck und neue Begegnungen

Unser Wochenende begann mit Navi-Spielereien und einer entspannten Eispause in Ellwangen. In Heidelberg erwarteten uns verschollene Caches, ein fast verpasstes Apothekermuseum und erste Begegnungen mit Reviewer-Kollegen aus aller Welt – ein Auftakt voller Überraschungen.

Der Event dauerte zwar vom Mittwoch bis am Sonntag, doch wir gehören noch nicht zu den Pensionierten und hatten auch keinen Urlaub zu dieser Zeit, sodass wir erst am Freitag loslachen – ach nein, losfahren – konnten. Glücklicherweise konnten wir diesen Tag beide freibekommen.

Um ca. 8:45 Uhr machten wir uns auf den Weg. Knapp fünf Stunden prognostizierte das Navi, korrigierte diese Zeit jedoch immer wieder – selten nach unten, meistens nach oben.

Am Mittag legten wir einen Stopp in Ellwangen ein und stärkten uns in der Metzgerei Rief und Gaststätte Goldenes Kreuz. Nein, wir liessen uns nicht stressen, spazierten noch durch den Ort und probierten im Eiscafé „Da Claudio“ eine der kreativen Eisvariationen.

So, nun ist aber wirklich Zeit weiterzufahren, sonst kommen wir ja nie an unsrem Ziel an.

In Heidelberg parkten wir zuerst in einem der wenigen Parkhäuser, die hoch genug für unser Büssli sind, und machten uns auf den Weg zur ersten Dose, um die Füsse zu vertreten. Die erste, die wir ausgesucht hatten, Bitte Nummer verstellen! :–) (GC8YDW2) war verschwunden und somit disabled. Also wählten wir eine andere, die eigentlich einfach sein sollte – Im Vorübergehen (GC65KNC), doch sie zeigte sich uns nicht. Schliesslich setzten wir uns in einer Gartenwirtschaft an einen eingedeckten Platz. Irgendwann teilte uns die Bedienung mit, dass sie trotz sperrangelweit geöffneter Tür erst in einer Stunde öffnen würden. Na, das war ja mal ein Start in Heidelberg! Wie bei unserem letzten Besuch – aber dazu später mehr.

In der Hotellobby des Intercity Hotels begann die Anmeldung für den Event, und wir liessen uns kurz blicken, machten uns dann aber gleich wieder vom Acker. Silvia wollte unbedingt noch ins Apothekermuseum im Schloss, doch dieses war nur noch eine Stunde offen und weit und breit war kein Parkplatz frei, sodass Antonio im Büssli warten musste. Silvia war eine von gaaanz vielen Besuchern, es wurde eng und die Zeit drängte, sodass alles im Eiltempo erkundet wurde. Einige Infos fotografierte sie einfach, um sie später in Ruhe zu studieren. Fast von der Reinigungskraft rausgeschmissen, verliess sie das Museum kurz vor 18:00 Uhr, eilte noch auf die Terrasse, um einen Blick auf die Stadt zu erhaschen und wurde gerade noch aus dem sich bald schliessenden Tor gelassen.

Ein spezieller Lost Place LP Bushäuschen Hausackerweg (GC6J2AE) (ehemalige Bushaltestelle) für den wir das Auto einfach kurz auf der Strasse parkierten, zeigte sich uns als Nächstes. Ohne Hint hätten wir den in all dem Gerümpel nie gefunden, ein ganz cleveres Versteck!

Endlich war es Zeit fürs Abendessen im Restaurant Schlosshotel Molkenkur oberhalb der Stadt. Ein edler Saal war für die 94 Gäste reserviert. Hier trafen wir unsere Reviewerkollegen aus der Schweiz, aber auch aus weiteren 20 weiteren Ländern. Man solle sich ein wenig durchmischen, um Austausch mit fremden Reviewern, GeoAwares und Lackeys zu erhalten. Uhhh, davor grauste es uns: Silvia ist eher schüchtern in grossen Menschenmengen, Antonio hat es nicht so mit der Englischen Sprache.

Silvia tauschte sich mit dem Niederländischen GeoAware aus, während Antonio sich zwischen den Schweizer Reviewern wohler fühlte. Bei einem ausgeklügelten Bingo kam man nicht mehr drumherum, sich mit anderen auszutauschen und schon war das Eis gebrochen.

Apropos Eis – Antonio war dann zusammen mit Hoepsillenium ganz schnell in den Startlöchern, als das Dessertbuffet eröffnet wurde.

Auf dem Königsstuhl übernachteten wir schliesslich, bevor es am nächsten Tag wieder in die Stadt hinunterging.

Unser Marco Polo foliert wie ein Chalet, mit aufgestelltem Dach auf einem Parkplatz im Wald.

Samstag, 30.8.25 – Rätsel, Stadtspiele und internationale Begegnungen

Der Samstag versprach Action, Rätselspass und internationale Begegnungen. Zwischen Volunteers aus zahlreichen Ländern gab es jede Menge zu entdecken – von Working Sessions bis zu versteckten Caches in der Altstadt.

Zwischen 100 und 150 Volunteers aus 21 verschiedenen Ländern sassen für eine gemeinsame Working Session zusammen. Da gab es einiges zu diskutieren!

Am Nachmittag wurden wir in Gruppen aufgeteilt und machten uns auf die Suche nach extra für uns versteckten Rätseln, die in der Altstadt verteilt waren. Der italienische Reviewer erwies sich als exzellenter Guide, sodass wir nach einem kleinen Umweg beim ersten Posten gut vorankamen.

Silvia wartete sehnsüchtig darauf, endlich beim „Monkey Business GC7B7NT“ vorbeizukommen, einem Virtualcache, den wir vor ein paar Jahren schon einmal machen wollten. Damals scheiterte das Vorhaben daran, dass wir kein Parkhaus fanden, das hoch genug für unser Büssli war – frustrierend!
Heute klappte es endlich. Nach dem Foto setzte Antonio sich in ein Café – das viele Laufen war nichts für sein noch immer nicht ganz genesenes Knie.

Nachdem das Rätsel gelöst war, wollten wir mit dem Bus zurück zu unserem Büssli, das am anderen Ende der Stadt in einem seiner Höhe angepassten Parkhaus stand. Doch hier nahmen die Busse es nicht so genau mit dem Fahrplan – nur jeder zweite kam, wenn überhaupt.

Im „Events am Schlossberg – Haus Bremeneck“, einst ein traditionsreiches Studentenhaus, hatte uns das HQ zum Abendessen eingeladen. Das Catering konnte sich sehen lassen: Leckere Salate, knusprige Brezeln, saftige Grilladen und zum Schluss köstliche Glaces vom Italiener. Uns ging es richtig gut. An unserem Tisch: Schweizer, Italiener, Liechtensteiner 😉 und ein israelischer Reviewer. Entsprechend wurde Deutsch, Englisch und Italienisch gesprochen – international eben.

Ganz plötzlich herrschte Aufbruchstimmung. – Warum? Ist doch noch gar nicht so spät! Der letzte Bus fahre gleich los. Ja dann sind wir mal gespannt, ob der auch kommt.
Alle eilten «dert ahi» zur Haltestelle und hofften … die Zeit verging … die Freude war gross, als irgendwann tatsächlich ein Bus im Sichtfeld erschien. Der Chauffeur machte schon grosse Augen, als er sah, was für eine Menschenmasse da stand, aber mit etwas Drängeln und Mosten kamen wir alle rein.
Dann schnappen wir unser Büssli aus der Tiefgarage und tuckerten zurück zum gleichen Platz wie gestern Nacht.

Sonntag, 31.8.25 – Letzte Gespräche, verfehlte Wahl und gute Ankunft

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Abschieds, ein letztes Cachen und viele Gespräche – ein ruhiger Ausklang nach einem aufregenden Wochenende.

Am Morgen waren wir noch am Königsstuhl unterwegs und cachten ein wenig. Besonders faszinierend war eine Vergessene Mühlsteine (Part 1) der Earthcache (GCAN36Q) im Wald, bei dem wir einiges über die Geologie und das Steinmetzhandwerk vergangener Zeiten lernten.

Beim Frühstück am Rhein: Welcome Reviewers @Heidelberg (GCAYMPC), trafen wir noch einmal viele Reviewer, aber auch andere Cacher. Ein schöner Abschluss des internationalen Treffens, bei dem fleissig diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht wurden, bevor wir den Heimweg wieder unter die Räder nahmen.

In Nussloch im Amici Bar & Restaurant machten wir einen Stopp, um Mittag zu essen – einer der wenigen Male, bei denen Silvia nicht ihr goldenes Händchen bei der Auswahl bewies. Die Bedienung wirkte eher zögerlich, und der Wunsch, die Rosmarinkartoffeln gegen das Artischockenrisotto zu tauschen, kostete noch mal € 3,50 was ja an und für sich kein Problem wäre, jedoch bei so einem teuren Fleisch…

Das Entrecôte für € 39 war leider ein echter Zähigkeitsrekord – so zähes Fleisch bekommt man nicht alle Tage. Während dem Essen haben wir das freundlich erwähnt, und es wurde angeboten: zurückgeben und etwas Anderes bestellen. Da wir aber wissen, dass zurückgeschicktes Essen meist im Müll landet, hat Antonio sich das tapfer durchgekämpft – schliesslich ist dafür ein Tier gestorben.

Die Pizza von Silvia war da schon deutlich besser – was ja nicht viel braucht 😉

Am Schluss haben wir noch, ungefragt einen Espresso offeriert bekommen. Zum Glück trinken wir Espresso – wäre ja blöd gewesen, wenn nicht.

Aber wie Antonio immer sagt: «Ma kann nit immer gwünna!»

Dafür war die DiDa Eismanufaktur Eisdiele – Eiscafe in Senden umso lobenswerter.

Glücklich und zufrieden kamen wir abends zu Hause wieder an. Was will man mehr?!

Fazit

Auch wenn es für uns aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse und der vielen Menschen etwas anstrengend war, durften wir eine sehr lehrreiche und insgesamt schöne Erfahrung erleben.

Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam und an das HQ fürs köstliche Abendessen.

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