20. Januar 2026

Sommerferien 2025 Der Weg ist das Ziel. Balkanreise

Balkan 2025 – Eine Sommerreise voller Abenteuer, Caches, Kulinarik … und einem versteckten TB-TAG!
Wer suchet, der findet, und wer findet, kann gewinnen!
Alle Infos zum Gewinnspiel gibt’s ganz unten im Bericht, mitmachen lohnt sich!

Was als „Wir schauen mal, wohin der Weg uns führt“ begann, wurde zu einer unvergesslichen Tour quer durch Südosteuropa. Von kühlen Höhenzügen bis zu glühend heissen Küsten, von versteckten Geocaches bis zu überraschenden Begegnungen, von FTF-Jagden bis zu Genussmomenten mit Cremeschnitten, Cevapcici oder Polenta, diese Reise hatte einfach alles!

Mit unserem Marco Polo als Chalet auf Rädern durchquerten wir zwölf Länder, sammelten unzählige Eindrücke, und noch mehr Geschichten. Wer mit uns mitkommt, erlebt schroffe Offroad-Strecken, stille Sonnenuntergänge, witzige Cachefunde, kuriose Schlafplätze und jede Menge Überraschungen.

Schon vor einigen Jahren hatten wir den Balkan ins Visier genommen, doch Corona machte uns damals einen Strich durch die Rechnung. Nun haben wir einen neuen Anlauf gewagt. Und diesmal ging es los!

Einsteigen, zurücklehnen, Balkanreise 2025 kann beginnen!

Freitag, 27.6.25 Trimmis – Stelvio

Bereits am Vortag war alles gepackt, sodass die Reise heute direkt nach der Arbeit starten konnte. Um 17:32 Uhr brummte der Motor, unser Abenteuer nahm seinen Lauf!

In Zernez genehmigten wir uns zur Feier des Tages im Bahnhöfli Hotel a la Staziun ein leckeres Cordon Bleu.

Langsam im Ferienmodus angekommen, fuhren wir weiter über den Stelviopass.
Oben angekommen staunten wir nicht schlecht: Die Strasse war farbig beleuchtet, und gesperrt!

Grund: Nachtvelorennen.

Na dann hoffen wir mal, dass bis zum Morgengrauen alle im Ziel sind und wir freie Fahrt haben…

Silvia hatte noch eine ganz andere Mission: Während Antonio im Restaurant um Übernachtungserlaubnis fragte, machte sie sich auf den Weg zu einem Cache, den sie schon vor Jahren holen wollte, (GCXEG9).
Damals lag noch viel Schnee, aber es waren ja „nur ca. 40 Meter“.
Blöd nur, dass sie plötzlich mit beiden Beinen im Schnee versank und wimmernd vor Panik feststeckte.
Sie musste einsehen, dass ihr Vorhaben keine gute Idee gewesen war.

Mit letzter Kraft zog sie sich aus dem weichen Schnee, ein Gummistiefel und ein Socken blieben stecken.
Barfuss kroch sie zurück zum Büssli.
Antonio hat den Stiefel dann im Frühling auf einer Töfftour wieder eingesammelt.
(–> 16.10.2019 – Ein spontanes Wochenende mit einem FTF)

Samstag, 28.6.25 Stelviopass – Podbrezje (SLO)

Es war 5:00 Uhr morgens.
Wir schauten einander an, beide hellwach.
„Wollen wir nochmal versuchen einzuschlafen… oder einfach losfahren?“

Und schon waren wir auf dem kurvigen Weg ins Tal unterwegs: Meran, Bozen…
Gerade als wir dachten, hier noch nie durchgefahren zu sein, kam uns ein Gebäude verdächtig bekannt vor.
2018 waren wir tatsächlich schon mal in der Gegend, auf dem Weg nach Wien.

In Reisach, im Gasthaus Augstan, gönnten wir uns endlich das verdiente Mittagessen.
Von 5:00 Uhr morgens bis 12:00 Uhr mittags war eine lange Zeit, in der unsere Bäuche schon wie hungrige Hunde geknurrt hatten.

Auch die E-Vignette für die slowenische Autobahn lösten wir gleich hier, bequem über Vintrica via WiFi.

Den Uwrzelpass hoch, mit bis zu 18% Steigung, ging es weiter bis nach Kartitsch.
Dort hatten wir schon einmal einen Cache nicht gefunden, und auch diesmal wurde uns alles abverlangt, bis wir endlich das Logbuch in den Händen hielten.
Ahni bekam dafür ein Kerzchen in der Kirche nebenan.

In Slowenien hatten wir eine FTF-Runde im Visier und liessen deshalb das ursprünglich geplante Ziel Bled erst mal aus.
Kurz vor dem Ziel platzte jedoch der Traum vom FTF, also drehten wir wieder um.

Bled war uns dann doch etwas zu touristisch, und mit 34°C eindeutig zu heiss.
Die Parkgebühren sprachen ebenfalls gegen einen längeren Aufenthalt: 20€ für vier Stunden, Verhandlung zwecklos.
Auch der Parkplatz nebenan, mit 6?€ pro Stunde, war im Verhältnis kaum günstiger, für unseren Kurzbesuch aber okay.

Also:

Ein Glace, drei Caches (GC5JMNE, GC8922D und GCAGVWZ ), ein kurzer Schwatz mit Schweizern, die uns wegen loslachen.ch ansprachen, eine Bleder Crèmeschnitte zum Mitnehmen, und schon waren wir wieder unterwegs.

In einem ruhigen, schattigen Wald, begleitet vom Zwitschern der Vögel und dem Surren stechfreudiger Mücken, machten wir es uns unter Fichten, Kastanien und Eichen gemütlich, allerdings erst, nachdem Silvia zur Waldarbeiterin wurde:
Ein paar Äste versperrten den Weg, doch sie griff beherzt ein, und schon war der Durchgang frei.

So konnten wir die leichte, kaum spürbare Brise über unsere verschwitzte Haut gleiten lassen. Ein feines Z’Nacht, dazu ein kühles Bier, und als krönender Abschluss:

die legendäre Bleder Crèmeschnitte frisch aus dem Kühlschrank.
Ein Gedicht!

Fast zwölf Stunden waren wir unterwegs gewesen. Ungewöhnlich, und umso überraschender: Wir waren gar nicht einmal müde.

Sonntag, 29.6.25 Podbrezje (Slowenien) – Orišje (Kroatien)

Geschlafen wie zwei Steine. Stockdunkel war es, bis auf das sanfte Blinken der Glühwürmchen. Wunderbar!

Bereits um 7:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg. Noch war es angenehm kühl. Unser nächstes Ziel war Novo mesto. Dort suchten wir ein paar Caches und schlenderten durch das hübsche Dörfchen.

Am Mittag landeten wir in Crnomelj im Restaurant Gostilna Samarin mit Spanferkel und Spanlamm. Bedient wurden wir von einer sehr netten Dame, die ihre Roboterassistentin zur Hilfe hatte, ihre „beste Freundin“, wie sie sie nannte. Für uns war das echt lustig, da wir so einem Gerät noch nie begegnet waren.

Das nächste Ziel war wohl das Highlight des Tages: das Lost-Place-Schloss schlechthin! Ein absolutes Abenteuer. Und so “lost” war es gar nicht, die Fledermäuse haben einen Teil davon in Beschlag genommen. Bilder sagen hier mehr als tausend Worte…

Etwa eine Stunde westlich davon sollte ein Cache liegen, den noch niemand gefunden hatte: (GCB6KMX). Nun ja, der Weg dorthin war nicht ganz einfach zu finden, vielleicht nur mässig fahrtauglich oder wir kamen einfach von der falschen Seite.

Etwa einen knappen Kilometer vor dem Nullpunkt kam uns eine Frau entgegen, völlig entrüstet darüber, dass wir hier mit dem Auto entlangfahren wollten. „There is no road“, erklärte sie uns bestimmt. Wir zeigten ihr, wo unser Ziel lag. Sie meinte, wir könnten uns gerne selbst überzeugen, aber da hinten kämen wir unmöglich weiter.

Sie hatte recht.

Also ging es zu Fuss weiter. Völlig verschwitzt, bei über 30 Grad, kamen wir schliesslich oben auf dem Hügel an, gespannt, ob das Logbuch wirklich noch leer war. War es nicht. Aaaaber: Der Eintrag war mit einem Datum vor dem Publish versehen, vermutlich also vom Betatester. Der FTF-Ring war jedenfalls noch klar verschlossen gewesen.

Juhu! Erster FTF in Kroatien!

Für heute hatten wir genug Abenteuer und suchten uns ein gemütliches Plätzchen. Ein Hase hoppelte davon und gab den Platz für uns frei.

Nach dem Abendessen stiessen wir mit einem Whisky auf den wunderbaren Tag an. Umgeben von Linden, Kastanien, Robinien und einer uralten Kirche lauschten wir den Geräuschen der Natur und liessen den angenehm kühlenden Wind um uns tanzen.

Als die Kirche später beleuchtet wurde, wechselten wir den Platz, ca. 100 Meter weiter unten.
Glühwürmchen beobachteten uns vom Waldrand aus, rundherum ein kleines Naturspktakel, richtig schön wars.

Montag, 30.6.25 Orišje (Kroatien) – Krozsara (BIH)

Wieder waren wir früh wach. Um 6:00 begannen die Arbeiten im Wald, aber wach wurden wir davon nicht. Antonio vom schmerzenden Knie, Silvia einfach so. Um 7:00 starteten wir. Der Arbeiter machte uns den Weg frei.

Unser erstes Ziel waren die Plitvicerseen bzw. ein paar Caches in der Umgebung. Im Gebiet angekommen merkten wir, dass es gar nicht so einfach ist, hier zu cachen. Entweder bezahlt man 40?€ pro Person und quetscht sich in die Massen von Touristen, steht überall an, oder …

Wir entschieden uns für „oder“. Anhalten darf man nirgends, auf die Wasserfälle sieht man auch nicht. Also hüpfte Silvia einfach kurz raus, um die Winnetou-Dose (GC9WKAK) zu suchen, und siehe da: Von da aus konnte man sogar einen Blick auf die Wasserfälle in der Ferne erhaschen. Sie sind zwar schön, aber auf das Anstehen, die vielen Leute und den überhöhten Preis hatten wir wirklich keine Lust.

Also weiter zum Lost Place Flugzeug (GC5822P). Hier hatten wir Glück, die Kindergruppe kam erst nach uns. Diese turnte später auf den Flügeln herum, sodass wir kaum hinsehen konnten. Selbst die Wirtin des Bistros musste sich die Augen zuhalten.

Der Hangar (GCAQ0DG) war das nächste Highlight. Während die Motorräder erst zögerlich ein paar Fotos knippsten, fuhren wir mit dem Büssli direkt hinein. Was für ein Erlebnis! Drinnen kamen uns sogar Autos entgegen, das bestärkte uns nur, mutig weiterzufahren und alles auf diese Weise zu erkunden. Es hat richtig Spass gemacht!

Nur ein paar hundert Meter vom letzten Schauplatz entfernt konnte Antonio wieder einmal nicht widerstehen: Ein verlassener Lost Place grinste ihn regelrecht an, ausnahmsweise ganz ohne Geocache!
Während Silvia seelenruhig den Logeintrag vom letzten Fund tippte, turnte Antonio schon neugierig durchs verfallene Gemäuer. Man könnte fast meinen, er habe einen eingebauten Lost-Place-Radar. Abschalten?
Keine Chance!

Das Navi führte uns zielsicher… direkt auf eine geschlossene Grenze zu! Ähm, nein danke, wir wollten gemütlich im „Big House“ einkehren, nicht im Niemandsland stranden. Also: Kehrtwende!

Im Restaurant angekommen, die nächste Überraschung: Englisch? Fehlanzeige. Dafür wurde hier fröhlich Deutsch gesprochen, läuft!

„Essen?“ „Hmm… joa, wir könnten schon was machen. Zum Beispiel Gemüsesuppe und danach eine gemischte Grillplatte?“

Klang gut, also: gebucht!

Und dann kam das Essen. Wow! Ist das für eine ganze Familie?
Tapfer arbeiteten wir uns durch, sehr lecker war’s!

Ab der Grenze wurden die Strassen zunehmend schlechter, oder besser gesagt: Das Navi führte uns durchs Hinterland, wo Teer wohl eher optional ist. Schlagloch an Schlagloch holperten wir durch die Landschaft, bis wir in Ostrozac bei der Burg (GC36B7X) ankamen.

Nach dem Rundgang gönnten wir uns im Kod Cuce Eiscaf nebenan eine Erfrischung, ein Glücksgriff!
Die Besitzerin war unglaublich herzlich und, Überraschung, eine ehemalige Schweizerin!

Als wir ihr vom verschwundenen Cache erzählten, hielt sie sich erschrocken die Hand vor den Mund. Sie habe gedacht, hier wären Drogen versteckt worden! Sogar die Kripo sei deswegen schon mal da gewesen. Na, wenn das nicht Stoff für einen Krimi ist…

Nun machten wir uns auf den Weg nach Banja Luka. An der Una, einem glasklaren Fluss, legten wir einen kurzen Stopp zur Abkühlung ein, das tat richtig gut bei der Hitze!

Im Kozara-Nationalpark fanden wir einen abgelegenen Übernachtungsplatz: ein riesiger, verlassener, geteerter Platz mitten im Grünen. Die Riesenbremsen surrten um uns herum, als wären sie auf Angriff programmiert, und die Schwebefliegen schwebten wie kleine Drohnen um uns, um uns ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

Dienstag, 1.7.25 Krozsara (BIH) – Sarajevo (BIH)

Es war wieder ziemlich früh, zumindest für Silvia Verhältnisse, als wir den kurvigen Hügel hinunterfuhren. Auf der Strasse lag eine tote Schlange, das Eichhörnchen hatte mehr Glück und huschte noch rechtzeitig vor dem Auto in den schützenden Wald.

Gegen 9:00 Uhr erreichten wir Banja Luka. Wir besichtigten die Festung und suchten ein paar Geocaches, (GC7XA9K und GC9EYDQ) bevor wir weiter zu den warmen Quellen fuhren. Kein typischer Touristenort, ohne Cache (GCA6JFH) wären wir wohl nie hier gelandet. Der Altersschnitt war eindeutig jenseits der 70 und wir haben ihn mit unserer Anwesenheit drastisch gesenkt, zumindest Silvia 😉

Das Thermalwasser wurde in verschiedenen Becken gesammelt, in denen jeweils ein paar Einheimische das wohltuend warme Wasser genossen. Silvia half einem Mann beim Einstieg ins rutschige Becken und später einer Frau beim Aussteigen, hoffentlich hat das unsere etwas ungewöhnliche Anwesenheit etwas „normalisiert“. 🙂

Das nächste Ziel war Sarajevo. Auf dem Weg dorthin legten wir in Turbe einen Zwischenhalt ein, genauer gesagt im Cevabdzinica Vlasic, wo uns der köstliche Grillduft in die Nase stieg. Im Grill brutzelten einige Poulets vor sich hin, und eines davon fiel uns zum Opfer.

Ein ganzes Poulet, dazu jede Menge Pittabrot, zwei Mineralwasser und zwei Cappuccino, das Ganze für gerade mal 25 Konvertible Mark, also etwa 12 Franken. Preis-Leistungs-Verhältnis: absolut top!

Vor der Hauptstadt warfen wir aus der Ferne einen Blick auf die „umstrittenen Bosnischen Pyramiden“. Für uns war klar: gesehen reicht. Ein Abstecher vor Ort war es uns nicht wert.

In Sarajevo angekommen, schlenderten wir durch die Altstadt, und wurden von der Touristenflut beinahe überrollt. Antonio verging bei so vielen Leuten etwas die Lust am Stadtbummel. Auch Silvias Versuch, ihn mit einem original türkischen Kaffee aufzumuntern, blieb erfolglos, Antonio verzog nur das Gesicht.

Aber Silvia gab nicht auf. Sie führte ihn zum Stand mit der türkischen Ice Cream, und da kam die Wende: Ganz wie auf Instagram bekam Antonio die volle Eis-Show geboten.

Endlich! Ein breites Lächeln huschte über sein Gesicht. 🙂

Über abenteuerlich enge und kurvige Strassen tuckerten wir den Hügel hinauf zur Lost-Place-Bobbahn, ein echtes Highlight!
Die Caches (GCANKDY und GC7VD5R) führten uns entlang der stillgelegten Strecke, wo einst Olympioniken unterwegs waren.

Etwas weiter oben, bei einem versteckten Fort, fanden wir ein paradiesisches Plätzchen für die Nacht:
Aussicht auf die Stadt, absolute Ruhe, umgeben von Natur, und sogar ein Cache (GC9GTJV ) direkt in der Nähe.

Was will man mehr?

Mittwoch, 2.7.25 Sarajevo (BIH) – Piva Nationalpark (Montenegro)

In der Nacht wurde es unangenehm kalt, sodass wir uns erst um 5:00 Uhr überwinden konnten, doch noch die richtigen Bettdecken in den zweiten Stock zu schleppen.

Um 7:00 Uhr wurden wir von merkwürdigen Geräuschen geweckt, erst nicht genau identifizierbar, bis wir feststellten: Schafe!
Eine ganze Herde graste gemütlich rund ums Büssli herum.

Die ältere Schäferin war sehr freundlich, und obwohl wir kein Wort miteinander sprechen konnten, verstanden wir uns auf Anhieb.
Sie zog mit ihrer Herde weiter, und Antonio wagte sich an die abenteuerliche Abfahrt zurück zur Bobbahn.

Dort winkten wir der Schäferin noch einmal zu und cachten uns dann Schritt für Schritt bis ganz nach oben.
Oben angekommen staunten wir nicht schlecht: Eine riesige Anlage im Bau, mitten im Wald, hier scheint jemand mit einem grossen touristischen Aufschwung zu rechnen…

Lost Places gab es in dieser Gegend zuhauf, und so machten wir nach der Erkundung eines alten Forts aus Tito-Zeiten (GC86V64 ) gleich weiter.

Ein riesiges, verfallenes Hotel (GC7ZNBY) zog uns in seinen Bann, imposant, düster, und irgendwie faszinierend.

Den Abschluss machte die alte Sprungschanze (GC4K5A8), die, wie so vieles hier, ein stiller Zeuge der Winterolympiade 1984 ist.

Ein Stück Geschichte, das langsam von der Natur zurückerobert wird.

Glücklicherweise fanden wir auch noch ein Restaurant, das kein Lost Place war: das Planinska Kuca Bjelasnica.
Dort bestellten wir uns einen Burek, muss man einfach mal gegessen haben, wenn man in Bosnien ist!

Und tatsächlich: ein richtig leckeres Stück Fleischkuchen, die Balkan-Variante der Churer Fleischtorte, sozusagen.

Würzig, saftig, sättigend, einfach gut!

Da in Montenegro noch ein FTF (GCB97KV) offen war, gaben wir diesen als nächstes Ziel ein.

Dass man dem Navi nicht immer trauen sollte, hatte uns ja bereits die Ex-Schweizerin prophezeit, und sie sollte recht behalten.
Es führte uns über Wege, die man mit viel Fantasie noch als Strassen bezeichnen konnte.

Doch dann: Überraschung! Ein Panzer mitten im Nirgendwo.
Und noch besser: Ein Cache! (GCB32K9), das versöhnte uns mit der abenteuerlichen Route.

Zur Belohnung gab’s ein erfrischendes Bad in einem glasklaren Bach.
Silvia nutzte die Gelegenheit, um sich gleich auch noch die Haare zu waschen,
Antonio der ja keine hat, verzichtete grosszügig … wie immer. 😉

Später schlichen wir drei Lastwagen hinterher durch eine gewaltige Schlucht, bis wir schliesslich die montenegrinische Grenze erreichten.

Von dort ging’s weiter dem Lake Piva entlang, eine beeindruckende Strecke!
Unser Ziel war ein ganz besonderer Cache. Doch dann die Enttäuschung:

Schon ein Name im Logbuch! War der FTF etwa futsch?

Doch Moment mal…

Das war ja nur der Owner! 🙂

Juhu! Unser erster FTF in Montenegro! (GCB97KV)

Nun war es langsam an der Zeit, einen Schlafplatz zu finden. Wir wollten in die Höhe, und das war genau die richtige Entscheidung!

Angenehm kühl, ein leichter Wind, absolute Ruhe, fast wie auf einer Alp bei uns.

Während des Abendessens wurden wir von zahlreichen Insekten begrüsst und eingehend begutachtet. Kein Wunder, wir befanden uns ja im Pivanationalpark, wo die Vielfalt an Tierarten, Pflanzen und Pilzen besonders gross ist.

Nach dem Essen bekamen wir noch Besuch:
Ein Guide mit zwei Gästen aus Israel kam mit dem Quad angebrummt, ein kurzer Austausch, dann waren wir wieder für uns.

Die Sonne war bereits untergegangen, als wir den gelungenen Tag mit einem Glas Whisky ausklingen liessen.

Donnerstag, 3.7.25 Piva Nationalpark (Montenegro MNE) – Louvcen Nationalpark, Kuk bei Kotor (MNE)

Die Sonne wärmte schon früh, und so kurvten wir wieder hinunter zum See. Da in Bosnien noch ein Earthcache-FTF (GCB65DK) auf uns wartete, machten wir uns auf den Weg dorthin.

Phu, der lag ganz schön abgelegen!

Silvia fühlte sich sichtlich unwohl in diesem halbverlassenen, teils zerfallenen Dorf. Einzelne Gestalten waren zu sehen, was die beklemmende Stimmung nicht gerade besser machte.
Also: schnell das nötige Foto für den Earthcache geschossen, die Antworten so gut wie möglich eruiert und dann nichts wie weg von Hum.

Der Weg zurück nach Montenegro führte durch idyllische Landschaften.

An der Grenze standen wir zum ersten Mal rund eine halbe Stunde an, und das, obwohl sie, wie fast alle bisher passierten Grenzübergänge, ziemlich abgelegen war.

Am Meer angekommen, setzten wir uns in Kumbor ins Restaurant Kavkaz Olimpija.
Man staunte dort sichtlich über den fernen Besuch. Gegessen haben wir gut, besonders Silvia, die sich für Fisch entschieden hatte.

Antonios Lamm war zwar lecker, doch musste er mit den Händen essen, weil die Messer schlicht nicht scharf genug waren. Aber man hatte uns wohl irgendwie vergessen.
Vielleicht, weil wir die einzigen Gäste waren.

Als Antonio zur Bar ging, um einen Kaffee zu bestellen, erschrak der Kellner kurz, da fiel ihm wohl plötzlich ein, dass wir ja auch noch da waren…

Weiter ging’s der Meeresbucht entlang bis nach Kotor. Doch schon bald steckten wir fest, Stau ohne Ende.
Viel zu touristisch für unseren Geschmack und bei 37.5 Grad auch eindeutig zu heiss.

Also fuhren wir weiter, zu einem Lost-Place-Fort (GC1095F ), das wir mit Freude erkundeten. Drinnen war es angenehm kühl, ein willkommener Kontrast zur flimmernden Hitze draussen.

Nur eine kleine Quadgruppe mit ihrem Guide kam kurz vorbei, um die schöne Aussicht von dort oben zu geniessen.

Danach gehörte das alte Gemäuer wieder ganz uns allein.

Uns war immer noch viel zu warm, also hofften wir, in einem Restaurant ein Eis geniessen zu können.

Doch Fehlanzeige, kein Eis weit und breit.
Stattdessen gab’s einen kalten Latte macchiato aus der Dose … immerhin mit schöner Aussicht.

Kurzentschlossen, und natürlich den Caches folgend (darunter sogar ein Höhlencache, GC109GG), wollten wir herausfinden, wo die nächstgelegene Gondelbahn hinführt.

25 Kurven später standen wir auf dem Kuk, Monte 1350, mitten im Nationalpark Lovcen (GCB8KZA).

Ruhe und Naturidylle? Denkste!

Stattdessen erwarteten uns: laute Musik, ein Adventurepark, Rodelbahn, Paintball, Pumptrack, Zipline und Co.
volle Action statt stiller Bergromantik.

Nach dem Cache da oben suchten wir uns ein abgelegenes Plätzchen.
Das war Adventure ganz nach Antonios Gusto.

Silvia hingegen… na ja, sagen wir mal: tiefenentspannt war sie keineswegs.
Sie versuchte sich abzulenken, während Antonio mit leuchtenden Augen Wege fuhr, die eigentlich gar keine für den Marco Polo mehr waren.

Schwitzten wir wegen der Hitze, oder war’s doch eher das Adrenalin?
Jedenfalls war klar: Hierher verirrt sich keiner. Zumindest nicht mit einem normalen Auto.
Und wir waren heilfroh, dass wir keine Panne hatten.

Am Abend wurde die Musik aus dem Tal noch lauter, aber immerhin um 21:45 Uhr abgestellt.
Zuvor konnten wir noch einen schönen Sonnenuntergang geniessen, und dann: ab unter die Decke.

Freitag, 4.7.25 Louvce Nationalpark, Kuk bei Kotor (MNE) – Tirana (Albanien AL)

Abenteuerlich war auch die Fahrt zurück zur richtigen Strasse.
Für Silvia die perfekte Gelegenheit, Tiefenentspannung zu üben, ganz im Sinne ihres tibetanischen Lieblingsspruchs:

„Wenn du ein Problem lösen kannst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
Wenn du es nicht lösen kannst, bringen Sorgen auch nichts.“

Ob’s geholfen hat? Sagen wir mal so: Sie hat es überlebt. 🙂

Bei einem Cache unterwegs (GC5639W) schaute uns plötzlich eine Schildkröte an.
Beim genaueren Hinsehen entdeckten wir noch zwei weitere, ganz entspannt im Schatten.

Weiter ging’s dem Fluss Rijeka entlang, wo wir die beeindruckende Landschaft bestaunten, bis wir schliesslich beim atemberaubenden Horse Shoe (GC13C3C) ankamen. Eine dieser Aussichten, die man nicht mehr vergisst!

Durch weitere Caches fanden wir zu einem kaum sichtbaren Canyon (GCAJRXV), obwohl die Strasse direkt daneben entlangführte. Normalerweise führt der Canyon wohl mehr Wasser, heute war er allerdings ziemlich ausgetrocknet. Und wir? Ganz schön hungrig!

Im nahegelegenen Restaurant Niagara bestellte Silvia eine frisch zubereitete Pita, lecker! Antonio durfte sich über ein saftiges Steak freuen, denn das Lamm unter der Glocke war leider ausverkauft.

Doch geniessen konnte er es nur mit Vorsicht: Eine freche Katze hatte ebenfalls Appetit und schlich sich verdächtig nah heran. Da hiess es für Antonio: Steak sichern statt teilen! 😉

Nachmittags überquerten wir bei 40 Grad die albanische Grenze. Zum Glück haben wir eine Klimaanlage, sonst wären die 20 Minuten Wartezeit bestimmt länger gewesen, zumindest in der Wahrnehmung.

In Albanien hatte es sehr schöne Resorts, rundherum aber nur Wüste, Müll und Armut. Durch die Dörfer oder Städte zu fahren war sehr mühsam, da alle die was einkaufen wollen einfach auf der Strasse anhalten, Pannenblinker rein und die anderen müssen warten oder sie überholen wie Kamikazien ohne den Durchblick zu haben.

Tirana haben wir umfahren, doch auch das war schon genug anstrengend. Wir fanden einen Steinbruch auf etwa 1000 m ü.M., wo es deutlich angenehmer und kühler war um zu übernachten.

Nur ein Hase, ein paar Vögel und allerlei Insekten leisteten uns Gesellschaft. Der Hase allerdings machte sofort kehrt, als er uns entdeckte..

Nach dem Essen tranken wir einen Whisky auf Ahni, das vor genau zwei Jahren von uns gegangen ist. Wir denken oft an sie und tragen sie in unserem Herzen stets bei uns.

Samstag, 5.7.25 Tirana (Albanien AL) – Permet Thermalquellen (AL)

Die Nacht war nicht gerade zum Loslachen. Es war 3:15 Uhr als zwei weisse grosse Hunde unser Auto anbellten. Dann folgten zwei Männer mit Taschenlampen, die uns blendeten. Da die Hunde nicht aufhörten, war uns nicht mehr so wohl. Wir standen auf und machten uns bereit im Notfall sofort loszufahren.

Nach einer Weile zogen sie weiter. Uns pochte noch immer das Herz, aber wir legten uns wieder schlafen. Silvia erblickte noch kurz eine Sternschnuppe und so wussten wir, dass alles gut wird.

Am Morgen als die Sonne aufging schaute Silvia auf die Uhr. 5:50 Uhr, allerdings wurde diese Zeit seit drei Tagen angezeigt, da die Batterie leer war. Also keine Ahnung wie spät es war.

Kurz nach 7:00 Uhr wurde es zu heiss um weiterzuschlafen. Also stellten wir den Tagesplan zusammen bzw. Änderten ihn kurzerhand.

Statt nach Ohrid fuhren wir in Richtung Pronovik, um von dort aus über absolut abenteuerliche unbesfestigte Strassen zu einem albanischen FTF zu kommen, dass dies nicht die einzige Offroadpiste für heute war, erfuhren wir erst später.

In Berat machten wir eine kurze Pause und spazierten durch die Burganlage, krass wie heiss es am Morgen schon ist, dafür hatte es noch wenig Touristen.

Je näher wir dem Cache kamen, desto schlechter wurde die Strasse. Um so mehr staunten wir, als wir plötzlich vor einem Stausee standen. Ein zwei Offroadfahrzeuge kamen entgegen, doch wussten wir nie so genau, ob wir es bis zur Dose schaffen. Bei fast 40 Grad mussten wir genau abwägen, ob wir bei einem Nichtweiterkommen zu Fuss zum Nullpunkt wandern wollen.

Zu unserer Freude war das nicht notwendig, da Antonio und der Marco Polo diese Herausforderung meisterhaft gelöst haben.

Nun waren wir hunrig und hofften auch genausogut wieder zurückzukehren. In Bogove im Restaurnt Eva bestellten wir Leber und Lamm, wer was ist wohl überflüssig zu erwähnen. Dort durften wir auch Wasser im Büssli auffüllen. Nun stellte sich die Frage in welche Richtung wir weiterfahren. Unser Ziel lag im Süden.

Das Autonavi führte nach Norden mit einem grossen Bogen. Googlemaps behauptete, dass wir eine Stunde schneller wären, wenn wir nach Süden fahren. Wem glauben wir? Dem verlockenden kürzeren Weg natürlich. Belohnt wurden wir mit ein paar Caches mit einer wunderschönen Schlucht, dem Osumi Canyon. (GCB6F0R und GCB6EYF)

Doch dann war fertig mit Teerstrasse. Zwei Stunden zeigte das Navi noch an und die Strasse wurde immer schlechter.

Ein Auto kam uns entgegen und der Fahrer meinte, dass es in 10 Kilometer noch viel schlechter wäre und er deshalb umkehren musste. Wir überlegten kurz, Antonio wollte es probieren.

Im Schneckentempo tuckerten wir über Wege, die man nocht Strassen nenne kann. Tiefe ausgewaschene Rinnen, Schlaglöcher, Geröll, Steigungen hoch und runter, haarsträubend!

Antonio hielt tapfer durch. Ca. Einundhalbstunden, oder zwei, volle Konzentration. Silvia durfte gar nocht erst hinschauen und so blickte sie einfach in die Ferne auf die faszinierenden Berge und in die tiefen Schluchten.

Silvia fing plötzlich zu lachen an, was Antonio erstaunte. Mitten in diesem Nichts hatte einen Cache ‚Just a DriveIn‘ (GC6MHXW). Tatsächlich hatte ein Offroadcacher hier eine Dose platziert, was uns Hoffnung gab, irgendwie auch noch den Rest des Weges zu schaffen.

Kurz vorher war sogar ein Cafe und ein Campingplatz zu sehen, aber natürlich eher für Wanderer gedacht.

Als wir dann schwitzend, von der hohen Temperatur oder der Anspannung sei dahingestellt, fiel uns ein, das ja noch ein weiterer FTF offen war und dieser lag kurz vor unserem Ziel. Tatsächlich ergatterten wir auch den. (GCB78FN)

Als wir in Petran abgebogen und kurz darauf bei der Thermalquelle ankamen, waren wir sowas von müde, dass wir den Offroadplatz stehen liessen und stattdessen einen, zwar auch offroad, aber humanzugänglichen Ort wählten.

Z’nacht, ein Whisky, kurz in den Canyon runterschauen, Silvia, ausgerechnet, ist noch einer kleinen Schlange begegnet und dann gings ab in die Heia.

Sonntag, 6.7.25 Permet Thermalquellen (AL) – Lingiades (GR)

Um 7:30 Uhr meinte Antonio, der bereits früher aufgestanden war, dass Silvia langsam aus dem Bett kriechen sollte, wenn wir vor dem Ansturm der Menschenmasse in den Canyon wollen.

Also los… Tatsächlich waren wir, ausgenommen der Einheimischen, die zum hinteren Pot pilgerten, noch fast die Einzigen da unten.
Wir lösten einen Earthcache (GCAJHXN) und liessen uns danach zum Tradi navigieren, (GC6WF1R) der in einer grossen Höhle hinten im Canyon wohnt.

Dort folgte die Peinlichkeit des Tages; kein Stift dabei. Also ein Fotolog.

Wir erforschten dann auch noch den hinteren Teil der Schlucht.

Auf dem Rückweg setzten wir uns in den Thermalpot, in welchem wohl eher die Einheimischen sassen.

Silvia entdeckte einen doch recht stattlichen Krebs in einem Loch, doch wir blieben drotzdem sitzen und hofften, dass im milchigen Wasser nicht nochmehr davon sitzen und auf unsere Füsse lauern.

Ansonsten trafen wir ein paar der Frösche an, welche in der Nacht die Schlucht für sich haben und uns dies auch hören liessen, gestern Abend.

Eine kleine Schlange hat Silvia im Wasser auch noch entdeckt, doch diese versteckte sich als wir kamen. Da waren wir froh….

Kurz bevor wir die Quellen verliessen, wurden wir noch von einem ehemaligen Einheimischen angesprochen, der zwischenzeitlich in Boston wohnt. Er schwört auf das Thermalwasser. (C V 4D1G)

Unsere Reise führte uns weiter, doch bei einem Cache (GC8AEBZ) wurden wir von einem weniger erfreulichen Fund empfangen: Ein totes Schaf lag dort, und der Geruch war leider kaum zu ignorieren.

Ausgerechnet hier mussten wir auch noch lange nach dem Cache suchen. Als wir schliesslich das eindeutige Versteck fanden, war es leer.

Also platzierten wir eine neue Dose. Der Owner bedankte sich herzlich und war froh, dass er den Cache nicht archivieren musste.

Nachdem wir wieder normal atmen konnten, ging’s weiter, über die Grenze nach Griechenland.

Dort assen wir in Kleidonia in einem sehr gemütlichen Restaurant zu Mittag.
Dass uns eine Stunde gestohlen wurde (Zeitzone) störte uns nicht, wobei es schon komisch war, erst um 16:30 das Lokal verlassen zu haben.

Bei Lingiades entdeckten wir eine Strasse, die weit in die Höhe führte. Aufgrund der hohen Temperaturen kam uns das gerade recht. Nachdem wir die Kuhbarriere überwunden hatten, stellten wir unser Chalet auf etwa 1200 m ü. M. ab.

Seesicht, unter 30 Grad, ein leichter Wind, ja, so lässt sich’s leben…

Montag, 7.7.25 Lingiades (GR) – Pyli Geopark (GR)

Am späten Abend hörten wir, wie ein Hund an uns vobeieilte, angekommen bei der Hirtenhütte bellte er, um den Hirten zu holen. Dieser fuhr dann mit seinem halb zerfallenen Pickup auf die Alp. Von dort hörte man zwischendurch Gebell und der Hirt blieb bis zu den frühen Morgenstunden oben. Ob da ein Wolf die Herde bedrohte?

Unsere Reise ging weiter nach Meteora, wo wir das Naturphänomen der emporragenden Felsen bewunderten.

Faszinierend, dass darauf Klöster gebaut wurden. Eines besichtigten wir gemeinsam, das zweite schaute sich Silvia alleine an. Allerdings suchten wir uns die kleineren, von weniger Reisecars angefahrenen aus.

Wieder beim Büssli schaute eine Rumänin interessiert in unser Chalet und so machten wir mit ihr eine Besichtigungstour. Dann mussten wir ihr noch erklären, wo die Schweiz ist. Sie erzählte alles voller Freude ihrer Reisegruppe und natürlich freute sie sich auch, dass wir ihr Land auch noch besuchen werden.

Auf dem Weg in Dorf Kastraki runter wurden wir gleich abgefangen und liessen uns auf dieses Restaurant, Boufidis Greek Tavernein. Sie bedienten uns gut. Während des Essens wurden wir einfach bei jedem Bissen beobachtet. Zwei Katzen sassen auf der Mauer neben uns und hofften auf Gnade, bettelten aber nur sehr, sehr dezent, was ihnen zu Gute kam.

Nun stand noch ein letzter Cache (GC6A45N) bei den Felsen auf dem Programm. Er führte uns in eine Felsenhöhle. Absolut genial!

Leider haben wir die Dose nicht gefunden, aber der der Ort war auch so der Hammer!

Als nächstes stand ein FTF in Griechenland auf dem Plan. Dafür fuhren wir nochmal eine knappe Stunde Richtung Süden nach Pylli. Dort erwartete uns eine uralte Bogenbrücke zwischen zwei Wasserfällen. Wunderschön!

Vezweifelt suchten wir den Cache (GCB3TDW) bei den angegebenen Koordinaten. Nichts. Schrieben den Owner an. Entschieden, dort zu suchen, wo es gemäss Bild auf der Karte noch sein könnte, auch wenn die Kords 37 Meter im Abseits waren. Uuuund wurden fündig. Juhu, FTF in Griechenland! Die Freude war gross, die Hitze auch. Es lief nur so runter und so stürzten wir uns ins kalte Wasser….uhhh, das tat gut!

Da es uns hier so gut gefiel, entschieden wir gleich zu bleiben. Der Hund, der hier wohnt, war sowas von nett, aber keineswegs aufdringlich und wurde so zu unserem Freund. Antonio hätte ihn wohl am liebsten mitgenommen.

Dienstag, 8.7.25 Pyli Geopark (GR) – Nea Agathoupoli(GR)

Um kurz vor Mitternacht kam ein Auto angerauscht. Lichter gegen uns gerichtet, später Musik voll aufgedreht. In der Hoffnung, dass seine Batterie so bald durch ist, ‚schliefen‘ wir weiter. Irgendwann zog er wieder ab.

Ein Motorrad brauste auch noch mitten in der Nacht aufs Gelände, blieb aber nicht sehr lange. Unser Wachhund war etwas schwach. Er hatte zwar gebellt, aber war zurückhaltend.

Am Morgen standen dann drei neue Hunde da und später kam ein weiterer und ‚unserer‘ wieder dazu. Sehr anhänglich, aber immer respektvoll.

Für den weiteren Reiseverlauf musste Silvia gleich mal Klartext reden: Der FTF in Nordmazedonien, (GC2J44N) den wir schon länger im Auge hatten, wird gestrichen, zu risikoreich. Antonio versuchte es zwar noch mit Gegenargumenten, kam damit aber nicht durch.

Also weiter nach Trikala, dann durch Larisa und rauf auf den Hügel nach Ampelakia, im charmanten Dörfchen angekommen gab es sogar eine Bäckerei! Perfekt, um unsere Vorräte aufzustocken.

Beim ausgiebigen Mittagessen im Restaurant Tavern wurden wir aufmerksam beobachtet, nicht etwa von Menschen, sondern von Katzen und einem Hund, die jede Gabel genau im Blick hatten. 🙂

Und dann: Silvia wollte das Dörfchen noch zu Fuss erkunden. Der Hund vom Restaurant? Spazierte einfach mit, als gehörte er zu uns, brav, freundlich und absolut herzig.

Während Silvia die Dorfkirche besichtigte, wartete Antonio draussen, natürlich im Schatten, mit seinem neuen pelzigen Freund.

Auf der Weiterfahrt hatten wir dann etwas Puff mit den Strassen: Wir bezahlten für die Autobahn, fuhren dann aber auf einer Nebenstrasse daneben her.

Eine falsche Einfahrt später, erneut bezahlt, und schon waren wir in die falsche Richtung unterwegs.

Also nochmal umgedreht, wieder bezahlt, und endlich landeten wir auf der richtigen Strasse in der richtigen Richtung.

Am Meer haben wir kurz die Füsse ins Wasser gehalten, mehr war nicht drin, es war zu schmutzig und unangenehm lau.

Im nächsten Ort wollten wir dann gemütlich einen Kaffee trinken und ein Glace dazu geniessen. Hm… Eiscreme gab es nur in Form kleiner Stieleis, und ein Coffeeshop sei man auch nicht, der sei nebenan, habe aber noch nicht offen. Ein Frappe könne er uns anbieten. Wir sind ja flexibel…

Dabei fiel uns ein: Der Kellner beim Mittagessen hatte den Cappuccino auch schon vom Nachbarrestaurant geholt. Dort hatten wir für beide Getränke inklusive Eis zusammen 4€ bezahlt, genau so viel wie mittags allein für den Cappuccino. Aber günstig ist es hier auf jeden Fall, sehr sogar!

In Nea Agathoupoli haben wir vor einer Vogelwarte parkiert.

Die Optionen am Strand schienen uns nicht geeignet, da dort Männer von anderen Männern sehr begehrt sind und wir keine Szene aufmischen wollen, der wir nicht angehören. Da sind uns die Störche, Libellen usw. doch um einiges lieber.

Allerdings war es am Abend richtig heiss. Wir machten noch eine kurzen Spaziergang im Naturschutzgebiet und hofften ans Meer zu kommen, was uns leider nicht gelang. Da die Mücken kurz vor der Dämmerung in Scharen ankamen, mussten wir ins Innere des Büssli fliehen. Dort kochte es nahezu. Wir litten. Aber als wir dann im Bett lagen, holte uns der Schlaf bald ein.

Mittwoch, 9.7.25 Nea Agathoupoli (GR) – Strumica(NMG)fürs Mittagessen -Razlog (BG)

Um 7:30 Uhr wurde es so heiss, dass wir aufstehen mussten, 32,5 Grad um 8:00 Uhr, kraaaasssss! Dringend angesagt: einen Ventilator finden.

Wir kamen an ein Elektrogeschäft, oder war es doch eher eine Broki? Als wir unseren Wunsch äusserten, ging der Verkäufer kurzerhand zu seinem Auto und holte genau so ein kleines Ventilatörchen heraus, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Für 10€ drehte er es uns an, vermutlich war es nicht mal die Hälfte wert, aber da wir uns nicht wehrten, freute er sich wohl über sein Geschäft des Tages.

Im nächsten Baumarkt besorgten wir dann noch einen stärkeren Ventilator. Dass wir diesen heute gar nicht brauchen würden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht…

Nun ging es weiter zur nordmazedonischen Grenze, an der wir die grüne Versicherungskarte vorzeigen mussten. Unsere war laut dem Zöllner allerdings abgelaufen.

Hups! Zum Glück hatten wir uns vor der Abreise sicherheitshalber noch eine aktuelle Version zuschicken lassen. Und tatsächlich, wir hatten die richtige dabei! (Wobei die Versicherung uns ursprünglich versehentlich die fürs Motorrad geschickt hatte. Nur weil wir genau kontrollierten, hatten wir die richtige bemerkt und organisiert.)

Im Land angekommen, musste natürlich erst mal eine Dose her. Hinter einem Kloster, vorbei an Abfallbergen, fanden wir schliesslich die Dose, (GC78817) und darauf hatte es sich ein kleiner Skorpion gemütlich gemacht. Der wollte allerdings nicht aufs Foto.

Nur ein paar hundert Meter weiter entdeckten wir zwei riesige, beeindruckende hohle Platanen in einem kleinen Park. Leider war der zugehörige Cache nicht an seinem Platz. (GC78826)

In Strumica fanden wir dann tatsächlich das dritte von Google Maps angezeigte Restaurant, das Arena Playground & Restaurant, auch in echt, also nutzten wir die Gelegenheit. Da man mit Euro bezahlen konnte, mussten wir uns keine Sorgen um Bargeld machen, und hoffentlich auch bald nicht mehr um unseren knurrenden Magen.

Silvia bestellte eine mazedonische Pizza, Antonio ein Gericht mit Huhn an Honig-Soja-Sauce, serviert mit Pommes und Gemüse. Beides schmeckte hervorragend.

Der Cappuccino war so gut, dass wir gleich drei davon bestellten. Und während wir nicht gerade auf unsere Handys glotzten (man muss das WLAN ja nutzen, wenn’s schon mal da ist), konnten wir den Kindern auf dem Indoorspielplatz beim Spielen zuschauen.

Als die Rechnung kam, haute es Antonio fast aus den Socken: Umgerechnet 16,50€ für alles! So gut und so günstig hatten wir auf der ganzen Reise noch nie gegessen.

Da kein FTF in Nordmazedonien mehr in Aussicht war, brachen wir nach Bulgarien auf. An der Grenze wurden wir freundlich mit einem „Grüezi“ und einem breiten Lächeln begrüsst, mehr konnte der Grenzbeamte zwar nicht auf Deutsch, aber das war äusserst sympathisch.

Kurz nach der Grenze hielten wir an, um die Vignette für Bulgarien auf Vintrica online zu lösen, was erfreulich reibungslos funktionierte. Die Autobahn in Richtung Sofia war noch nicht ganz fertig, und so führte ein Zwischenstück durch eine mit überteuerten Verkaufsständen gesäumte Strasse. Verständlich, jeder Tourist muss dort durch.

Uns lockten hübsche Holzbrettchen in einen der Läden, aber der junge Verkäufer war keineswegs aufdringlich. Ganz im Gegenteil, er liess uns in aller Ruhe schauen und ebenso ungestört wieder gehen, obwohl wir nichts kauften.

Endlich kam die Abzweigung, die uns zu unserem erstem FTF in Bulgarien, (GCB1WXK), führen sollte. Das Tal war gespickt mit Werbetafeln für Fünf-Sterne-Resorts, Thermalbäder und ähnliche Angebote. Erst kurz vor dem Touristennest bogen wir in den einsamen Wald ab, Richtung „Skipiste“. Und… hinter dem Parkschild war tatsächlich eine Dose befestigt!

Doch, waren wir wirklich die Ersten?

Jupiiiii! Jaaa… unser erster FTF in Bulgarien!

Wir dachten, dass hier weit und breit keine Menschenseele anzutreffen sei, und fuhren zur Erkundung noch ein Stück weiter in den Wald. Dort wurden wir heftig angebellt, ein Hund gab alles, was seine Stimmbänder hergaben.

Vor einem kleinen Haus stand eine uralte Frau, der wir natürlich freundlich zuwinkten. Sie erwiderte unser Winken mit einem herzlichen Lächeln, ein rührender Moment.

Also zurück zum Cacheplatz, wo wir unser Nachtlager aufschlugen. Später kam noch ein Auto, hielt auf dem Platz, musterte uns kurz, und fuhr wieder zurück.

Hier, bei 23 Grad und Wind, wurde es dann doch etwas kühl für unsere leichte Kleidung, wer hätte das gedacht? Also verzogen wir uns ins Innere. Gut, wir waren ja auch auf 1270 m.ü.M., und wie wir hörten, hatte es auf dem Flüelapass am Vortag sogar geschneit…

Aber die Ventilatoren werden ihren Einsatz schon noch bekommen. Ganz bestimmt.

10.7.25 Razlog (Bulgarien) – Knjazevac (Serbien)

Erst um 9:00 Uhr wachten wir auf, es war kalt, wie schon in der Nacht. Um 9:15 kam der Bauer vorbei und erklärte uns (vermutlich), dass er gleich mähen müsse und wir deshalb nicht hier stehen bleiben könnten. Er sprach nur Bulgarisch, war aber sehr freundlich, und wahrscheinlich froh, als wir schliesslich das Feld räumten.

Wir erkundeten noch das nächste Dorf und verliessen das Tal in Richtung Sofia, der bulgarischen Hauptstadt. Am Stadtrand kehrten wir im Restaurant Sezoni zum Mittagessen ein. Silvia wollte eigentlich Fritto Misto, doch das war aus. Die freundliche Bedienung empfahl stattdessen ein Schnitzel vom Kotelett, oder so etwas in der Art. Es sei „sehr lecker“.

Antonio bekam seine Rippchen zuerst, wurde dann aber fast ein wenig neidisch, als ein Servierwagen angerollt kam und das panierte Kotelett direkt vor unseren Augen kunstvoll präpariert wurde. Es war tatsächlich ein Gaumenschmaus!

Dazu genossen wir den Ausblick auf zwei Künstlerinnen, die gegenüber die Fassade eines Hauses kunstvoll bemalten, ein echtes Stadtbild-Upgrade in Echtzeit.

Etwas Respekt hatten wir vor der nächsten Mission: Mit dem Auto mitten hinein ins Zentrum, zur Alexander-Newski-Kathedrale wo Silvia auch ein Virtual Cache (GC89000) machten wollte. Doch wir staunten nicht schlecht, wie problemlos das tatsächlich klappte.

Während Silvia die Kirche von innen bestaunte, suchte Antonio den Cache (GC7KYTA) im angrenzenden Park der sich nicht so eicht aus seinem Versteck grübeln lies.

Da sich bei uns beiden schon wieder die Blasen meldeten (Silvia hatte sich übrigens beim Händewaschen im Restaurant-WC eingesperrt und wäre nicht mehr rausgekommen, wenn nicht zufällig die halbe Belegschaft direkt davorgestanden hätte), suchten wir danach ein kleines, aber sehr feines Café auf. Gebäckhaus „Pri Bari“ (Ein muss wenn man man in Sofia ist)

Nun ging’s weiter nach Serbien. An der Grenze warteten wir etwa 20 bis 30 Minuten, es verlief aber alles problemlos.

Auf der serbischen Seite tauschte Silvia noch etwas Geld, damit wir wenigstens mit ein paar Dinar ausgestattet waren, denn der Euro wird in Serbien offiziell nicht akzeptiert.

An der nächsten Mautstelle kamen unsere ersten Dinar auch gleich zum Einsatz.

Ein paar Stunden später erreichten wir einen kleinen Wasserfall mit einer Höhle, in der ein Cache (GC5ZKVN) versteckt sein sollte. Doch wir taten uns schwer damit. Erst der berühmte „letzte Blick“ brachte schliesslich den Erfolg.

Immer wieder durchquerten wir kleine Dörfer, die sehr verarmt wirkten, wie aus einer anderen Zeit. Hin und wieder begegneten uns ein paar alte Menschen, ein Hund oder eine Katze, sonst schien alles ausgestorben. Zwischendurch tauchten jedoch auch immer wieder gut erhaltene oder sogar neue Häuser auf, ein krasser Kontrast.

Kurz nach 18:00 Uhr begaben wir uns auf Schlafplatzsuche, und wurden bald fündig: ein etwas versteckter Platz unten am Fluss.

Wir hatten gerade unser Essen zubereitet, als zwei junge Männer mit einem Luftgewehr den Weg entlangkamen. Wir grüssten freundlich, sie auch.

Später kam noch ein Auto vorbei. Auch hier wurde beidseitig gegrüsst, in der Hoffnung, dass Sympathie auf Gegenseitigkeit beruhte.

Wir assen, sie schossen auf ihre Dosen, und alle waren zufrieden.

Freitag, 11.7.25 Knjazevac (Serbien) – Colibasi (Rumänien)

12 Grad zeigte das Tacho um 7:30 Uhr an, frisch! Doch Silvia wollte trotzdem Haare waschen.

Auf dem Weg zum ersten FTF in Serbien entdeckten wir plötzlich ein Flugzeugwrack am Strassenrand.
Klarer Fall: Antonio hat sofort gebremst, raus, hin! Doch noch schneller war Silvia, die sich direkt ins Cockpit warf, als wär’s ein Selfie-Spot mit Pilotenschein.

Beim Erkunden der Überreste dann die Überraschung: Eine Filmdose! Ein echter Geocache-Zufallsfund, und nicht irgendeiner: Ein Wherigo! (GCABRP6) Wenn das mal nicht ein cooler Zufall ist!

Im nächsten Dorf kauften wir ein grosses Brot, für umgerechnet ca. 70 Rappen. Dann ging es weiter in eine Schlucht hinein, auf der Suche nach einem natürlichen Felsentor.

Nachdem wir das Auto geparkt hatten, schloss sich uns ein Hund an, der uns eine Weile begleitete. Kurz darauf überholte uns ein Fahrradfahrer, wie wir später erfuhren, war das der Ranger, der schnell sein Häuschen öffnen musste, um Eintritt zu verlangen.

Der Preis, den er nannte, haute Silvia fast aus den Socken. Zum Glück zeigte er dann auf das Preisschild, und siehe da: Der tatsächliche Preis war zehnmal kleiner. Also zahlten wir gerne (ca. 6 Franken für beide).

Das Felsentor (GCAVV39) war gleichzeitig der Schlüssel zu einem FTF in Serbien, worüber wir uns natürlich sehr freuten!

Wieder beim Auto fühlten wir uns kurz ein wenig lost. Kaum haben wir kein Internet, sind wir schon aufgeschmissen. Silvia hatte gerade keinen Plan, wie wir am besten zum nächsten Grenzübergang nach Rumänien kommen würden.

Ausserdem knurrte der Magen, doch weit und breit war kein Essen in Sicht. Irgendwie fanden wir schliesslich nicht nur zurück zur Orientierung, sondern auch zu einem Restaurant Miroczka.

Kurz nach uns hielt ein weiteres Fahrzeug an, mit Aargauer Nummernschild. Wie klein die Welt doch ist!

Antonio musste es über sich ergehen lassen, dass wir serbische Polenta bestellten, bei uns würde man wohl Griessbrei dazu sagen. Also bestellten wir für ihn zur Sicherheit noch Brot dazu. Die letzten Dinar gaben wir kurz vor der Grenze für Kaffee und Glace aus.

Wenig später fuhren wir in Rumänien ein. Der erste Cache führte uns in ein Fahrradgeschäft. (GC7EEC6 )
Wir wurden freundlich begrüsst, und durften gleich loslegen. Tipps gab’s keine, nur den Hinweis: „Kein Stress!“

Also pfoteten wir uns durch, drehten jedes Dekoteil um, suchten überall, bei jeder fragenden Blick in seine Richtung grinste der Mitarbeiter nur und zuckte die Schultern. Bis Antonio schliesslich die Dose in den Händen hielt, Found it!

Nach dieser lustigen Begegnung machten wir uns auf den Weg zur Transsilvanischen Alpenstrasse.

Aufgrund der Zeitverschiebung hatten wir allerdings eine Stunde verloren und mussten daher schon vor dem Anstieg einen Schlafplatz suchen.

Silvia konnte nicht hinschauen. Hier war es also, wo die vorher gesichteten dunklen Wolken sich entleert hatten.

Doch Antonio brachte uns sicher ans Ziel, wie könnte es auch anders sein?

Samstag, 12.7.25 Colibasi (Rumänien) – Transilvanische Alpen (RO)

Am Morgen wurden plötzlich ganz viele FTFs veröffentlicht, genau in der Richtung, in die wir unterwegs waren. Doch schnell war uns klar, dass das nichts wird: Einige gehörten zu einem Event, andere lagen mitten in einer grösseren Ortschaft.

Also entschieden wir uns stattdessen für eine Wanderung, den Berg hinauf. Auf dem Weg fiel uns ein, dass es hier ja Bären geben könnte. Also versuchten wir, nicht allzu leise zu sein, schliesslich sollen sie uns lieber früh genug hören als plötzlich erschreckt vor uns stehen.

Am Nullpunkt angekommen, wollte sich das Döschen (GCAY6K8) erst nicht zeigen. Umso erleichterter waren wir, als Antonio es endlich erspähte:

Juhu – erster FTF in Rumänien!

Auf dem Rückweg verliefen wir uns zunächst, denn dort, wo die Karte einen Weg zeigte, war in Wirklichkeit keiner. Aber wir fanden schliesslich doch heil nach unten, und hatten inzwischen ordentlich Hunger. Es war bereits 13:00 Uhr.

Ein Restaurant zu finden, war gar nicht so einfach. Also gab’s Pizza. Nur: Wir wurden nicht bedient, und niemand wies uns darauf hin, dass man an der Theke bestellen muss. Irgendwann checkten wir es selbst, und konnten endlich essen.

Dann ging es endlich los: der Weg nach Transsilvanien! Ein Bubentraum von Antonio, der nun endlich in Erfüllung ging.

Ein Pass wie in der Schweiz, nur dass er kein Ende nimmt: hoch, runter, rüber, wieder hoch… Antonio vergass zwischendurch fast, dass wir im Büssli und nicht auf dem Töff unterwegs waren. Silvia musste schon fast mit in die Kurven liegen!
Zwischendurch gab es ein paar Geocachestops 🙂 (GC31FNA und GC2373H)

Wir entschieden uns, auf einer der Passhöhen einfach von der Strasse weg nach hinten ins Gelände zu fahren, so weit, bis man uns nicht mehr sah.

Ein einsames, wunderschönes Plätzchen mitten in der stillen Natur. Nur ein paar Raben und Heuschrecken scheinen hier zu wohnen, sonst: absolute Ruhe.

As Träumli!

Beim Znacht staunten wir über das Aroma des selbstgepflückten, rumänisch-transsilvanischen Thymians, so intensiv! Silvia verspürte dabei gleich ein wohliges Heimatgefühl.

Nach dem Essen kamen noch ein paar andere Offroad-Camper. Die einen blieben, den anderen war es bei 14 Grad im Dachzelt zu kalt und zu windig. Auch wir mussten die Heizung einschalten, auf 2040 m.ü.M. will man nicht frieren.

Nach einem wunderschönen roten Sonnenuntergang schlüpften wir schnell unter die warme Decke.

Sonntag, 13.7.25 Transilvanische Alpen (RO) – Hitias (RO)

Voller Vorfreude kurvten wir den Pass hinunter, durch Schaf und Kuhsperren uns dem Dorf Petros wo Kohle abgebaut wird, weiter nach Hunedoara zur Burg, die wir ins Visier genommen hatten.

Einige behaupten, dies sei das wahre Draculaschloss, andere vermarkten jenes in Bran als das „echte“. In Wirklichkeit aber war Graf Vlad III. Draculea, das historische Vorbild der fiktiven Draculafigur, nie im Schloss Bran. Dort war nämlich eine feindliche Partei untergebracht.

In Hunedoara hingegen war Vlad tatsächlich zu Besuch, beim ungarischen König Matthias Corvinius, der ihm zunächst Schutz bot, ihn später jedoch wegen angeblichen Verrats festnehmen liess. Allerdings hielt er ihn nur kurz in dieser Burg gefangen, die folgenden zwölf Jahre verbrachte Vlad in der Burg Visegrád in Ungarn.

Wir besichtigten die Burg noch vor dem Mittag, da war es angenehm leer. Den Cache (GC7WM21) konnten wir allerdings erst nach dem Mittagessen im Restaurant Urban by WERK loggen, da ausgerechnet diese eine Bank, auf der er versteckt war, permanent besetzt war, obwohl rundherum neun andere leer standen.

Hunedoara, auf Deutsch übrigens Eisenmarkt, war früher ein bedeutendes Zentrum der Eisenverarbeitung. Heute zeugen davon nur noch zahlreiche verlassene Industrieanlagen, wahre Lost-Place-Paradiese.

Besonders ins Auge stachen uns einige prunkvolle, fast schon kitschig anmutende Häuser im Chinastil. Unsere Recherche ergab: Das sind sogenannte „Zigeunerhäuser“, erbaut von wohlhabenden Roma-Familien, die sich in den letzten Jahren hier angesiedelt haben und sich offenbar mit immer mehr Prunk gegenseitig überbieten.

Wie sie zu ihrem Reichtum gekommen sind? Darüber gibt es nur wilde Spekulationen. Sicher ist nur: Durch das traditionelle Kupferhandwerk, für das die Roma bekannt sind, wohl eher nicht, da vermutet man eher andere (nicht ganz lupenreine) Geschäfte im Ausland.

Unser Weg führte uns weiter Richtung Westen. Wegen einiger Umleitungen suchten wir uns noch auf rumänischem Boden ein ruhiges Plätzchen für die Nacht, nicht allzu nah an den Grenzen zu Serbien und Ungarn.

An einem Fluss schlugen wir unser Lager auf, aber baden wollten wir darin lieber nicht. Das Wasser war so eklig, dass sogar tote Blutegel angeschwemmt wurden. Die Frösche, und später auch eine Familie, die sich fröhlich ins Wasser stürzte, schienen das allerdings weniger zu stören.

Wir konnten nun endlich unseren Ventilator ausprobieren, denn das Thermometer war längst wieder fröhlich über die 30-Grad-Marke gehüpft.

Montag, 14.7.25 Hitias (RO) – Monostorapati (Ungarn)

Vogelgezwitscher, einige Vögel landeten sogar direkt auf dem Büssli, dazu Hundegebell in weiter Ferne und ein bewölkter Himmel. Wir machten uns auf den Weg zur ungarischen Grenze.

Zuvor vertankten wir noch das restliche Bargeld. Eine klassische Grenze gab es hier nicht mehr, aber alle, die nicht wie vorgeschrieben über den Rastplatz fuhren, wurden später herausgewunken. Ob sie gebüsst wurden? Keine Ahnung, wir gehörten jedenfalls nicht dazu. Glück gehabt.

Dafür bekamen wir nun wieder eine Stunde zurück, die uns unterwegs irgendwo gestohlen worden war. Zurück in der Home-Zeitzone! Nur blöd: Jetzt mussten wir wieder eine Stunde länger warten, bis es Mittagessen gab.

In Kunszentmiklós suchten wir uns das Restaurant Szentmiklosi aus. Die Speisekarte, ausschliesslich auf Ungarisch. Auch das Personal sprach kein Englisch. Doch mit Händen, Füssen und Google Translate kamen wir trotzdem zu einem richtig guten Essen: Suppe, Schnipo für Antonio, Quarknödel für Silvia, danach noch ein Tiramisu, ein Latte, ein Espresso und eine Flasche Mineral.

Das Ganze für umgerechnet gerade mal 16 Franken. Unfassbar.
Und dann gab es zum Desser vom Dessert noch den ersten Cache in Ungarn (GC6RF02)

Kurz vor Csor passierte direkt vor uns ein schwerer Unfall. Wir hatten gerade noch die Gelegenheit verpasst, die Ausfahrt davor zu nehmen. Nun: Feuerwehr, Rettung, Polizei, das volle Programm.

Ein besonders genialer Zeitgenosse war mitten in die Rettungsgasse gefahren und blockierte damit den Weg, unfassbar, wie wenig Mitdenken manchmal unterwegs ist.

Später wies uns die Polizei an zu wenden, und so fuhren wir ausnahmsweise mal in der Gegenrichtung auf der Autobahn zurück. Auch wenn es düster aussah, hoffen wir sehr, dass es für die Verunfallten glimpflich ausgegangen ist.

Über eine Umleitung mit Schotterstrasse kamen wir schliesslich zur nächsten Autobahneinfahrt und setzten unsere Reise fort, Richtung Plattensee.

Dort cachten wir ein wenig, sogar ein STF (GCB9NAH) konnten wir verbuchen, danach gönnten wir uns Kaffee und Glace.

Letzteres war eine Überraschung: Wir wussten nämlich gar nicht so genau, was wir bestellt hatten. Bei Antonio stellte sich die Kombination als Apfel-Schokolade heraus. Doch auf Silvias Wahl war er so neidisch (mit kandierten Früchten!), dass er mit ihr seinen Apfel gegen ihre Sorte tauschen wollte.

Später wollten wir noch kurz zum See und suchten nach einem Zugang, als Antonio bei einem Baum plötzlich eine Dose entdeckte. Silvia schaute auf der Karte nach, aber dort war nichts verzeichnet. Hm… Das Logbuch war leer. Wie lange der da wohl schon liegt?
Ob der Cache erst geplant, aber noch nicht veröffentlicht wurde? Oder einfach vergessen ging?

Wir behalten den Ort auf jeden Fall im Auge. Und: Eingeschrieben haben wir uns vorsichtshalber schon mal.
Update: er wurde dann tatsächlich noch veröffendlicht (GCB9Q7A)

Der ausgesuchte Schlafplatz lag weiter entfernt als gedacht, nach 550 km Fahrt war Antonio entsprechend müde.

Ein Schmetterling flatterte ums Auto, suchte so lange, bis er schliesslich unter dem Vorhang hindurch ins Innere kam.
Ob das ein Zeichen von Antonios Papi war, der heute im Himmel seinen Geburtstag feiert?
Wir liessen den Schmetterling wieder in die Freiheit, und dachten fest an Papi.

In der Nacht wurden wir von sanften Regentropfen geweckt. Dachfenster zu, und weiterschlafen.

Am Morgen bestaunten wir die Schönheit unseres Übernachtungsplatzes. Noch am Vorabend hatte Silvia etwas Angst gehabt, hier vielleicht vom Jäger verscheucht zu werden…

Dienstag, 15.7.25 Monostorapati (Ungarn) – Sankt Jakob (Österreich)

Wir machten uns wieder auf den Weg zum Plattensee, mit 594km² (zum Vergleich: 12km² mehr als der Genfersee und 60km² mehr als der Bodensee) ist er der grösste Binnensee und der bedeutendste Steppensee Mitteleuropas.

Unsere Mission: herausfinden, ob er wirklich so flach ist, wie man sagt (durchschnittliche Tiefe: 3,25m, maximale Tiefe: 12,5m). Und tatsächlich: Wir konnten ein ganzes Stück hinauswatscheln, bevor wir keinen Boden mehr unter den Füssen spürten.

Nach einem kurzen Schwumm liessen wir uns auf der Wiese der Seebadi trocknen. Doch ein kühler Wind machte den Aufenthalt nicht gerade gemütlich, also machten wir uns noch vor dem Mittag auf den weiteren Weg.

In Sümeg setzten wir uns ins Restaurant Varcsarda unterhalb der Burg. Die Speisekarte war sogar auf Deutsch angeschrieben, so konnte Antonio zum ersten Mal seit Langem sein Essen wieder selbst aussuchen.

Silvia probierte eine ungarische Gulaschsuppe, Antonio bestellte eine gemischte Fleischplatte. Beides war sehr gut, und es hatte sogar noch Platz für ein Dessert.

Übrigens: Das war das erste Mal auf der ganzen Reise, dass wir aktiv nach einem Dessertwunsch gefragt wurden!

Ein kleiner Verdauungsspaziergang führte uns den Hügel zur Burg hinauf, unterwegs loggten wir noch einen Cache. (GCB9NAH)

Dann war es soweit: Zum ersten Mal gaben wir im Navi „Zuhause“ ein.

Ein paar Stunden später überquerten wir die österreichische Grenze. Und ein paar weitere Stunden später standen wir vor einer Herausforderung, die wir auf der ganzen Reise so noch nicht erlebt hatten: einen legalen Schlafplatz finden.

In Österreich ist das freie Übernachten mit dem Camper streng reglementiert, mit teils hohen Bussen (angeblich bis zu 3600 Euro). Überall Schilder, Verbote und Kontrollen. Nach langer Suche und einigen abenteuerlichen Routenführungen, die sogar Antonio ins Schwitzen brachten, gaben wir schliesslich auf.

Wir stellten uns auf den Gratis-Stellplatz mitten im Dorf Sankt Jakob. Diesen teilten wir mit einem netten, älteren Pärchen aus Frankreich.

Mittwoch 16.7.25 Sankt Jakob (A) – Cavaso del Tomba (I)

Die Nacht war ruhiger als erwartet. Trotzdem machten wir uns zwischen 8:00 und 9:00 wieder auf den Weg.
Irgendwann fiel Silvia ein, dass in Slowenien doch noch ein Cache neu veröffentlicht worden war. (GCABF66) Ein kurzer Check der Distanz:

Hm… wäre näher als München…

Ach komm, wir drehen!

Schnell nahmen wir mit lynx313 Kontakt auf, nicht, dass er uns den Cache in letzter Minute noch wegschnappt. Als klar war, dass von ihm keine Gefahr drohte, wendeten wir. Sollte genau bis zum Mittagessen reichen!

Eine Vignette für Slowenien, wieder bei Vintrica online gelöst, und los.
Unterwegs stellten wir dann fest, dass wir sie gar nicht gebraucht hätten, da uns das Navi über Italien führte. Jenu…

Bald erreichten wir eine stark touristisch geprägte Region zwischen Italien und Slowenien, entsprechend war auch der Verkehr. Würde es noch für den FTF reichen?

Auto abgestellt, über die Strasse gerannt, einmal ums Hüttchen, nichts.
Nochmal genau hingeschaut… und da war er! Das Logbuch: leer!

Juhu – unser erster FTF in Slowenien!

Somit haben wir in 30 Länder mindestens einen FTF! 🙂

Jetzt hatten wir uns das Mittagessen in Tolmin redlich verdient.
Nach dem Essen im Restaurant Kavarna in Gostilna Pri Noni wurden noch ein, zwei weitere Caches (GC974H2 und GCANGY8) gesucht und der türkisfarbene Fluss aus der Nähe bewundert. Dann ging die Fahrt weiter.

Silvia war so müde, dass sie während der Fahrt eingeschlafen war. Antonio hatte inzwischen einfach „Zuhause“ ins Navi eingegeben. Als Silvia wieder aufwachte, schaute sie, wo wir sind, und erschrak.

Sie hätte eine komplett andere Route gewählt!

Das Navi hatte uns quer durch Slowenien in den Süden und dann nach Italien geführt, über Milano zurück in die Schweiz.

Die Route wurde spontan angepasst, und so landeten wir auf dem Monte del Grappa. (GC3M9WX)
Tolle Aussicht, aber auch Musik und Feuerwerk von allen Seiten aus der Ferne.

Während draussen der Regen prasselte, der erste richtige Regen auf der Reise, wenn man das Nieseln der letzten Nacht nicht mitzählt, machten wir es uns im Büssli gemütlich:

Wir assen, spielten eine Runde UNO und rundeten den Abend mit einem bedrohlich verdunsteten (…oder haben wir wirklich schon so viel davon getrunken?) Whisky ab.

„So geht das“, würde Maloney sagen.

Da Silvia noch immer sehr müde war und etwas Kopfschmerzen hatte, und bei Antonio der Bauch leicht rebellierte, legten wir uns bereits um 20:00 Uhr schlafen.

Donnerstag, 17.7.25 Cavaso del Tomba (I)

Die letzten Kurven – Heimreise mit Umwegen

Antonio war bereits um 6:00 Uhr wach und erwischte gerade noch den Sonnenaufgang. Silvia quälte sich eine halbe Stunde später aus dem Bett, sie hätte gut und gerne noch ein, zwei Stündchen anhängen können.

Richtung Trentino traten wir den Heimweg an.

Silvia lotste plötzlich Antonio ins Dörfchen Levico Terme, wo sie unbedingt in einer Metzgerei Sette Nani kaufen wollte.

Doch dabei blieb es nicht, ein Einkauf im Coop Trentino musste auch noch sein. Bei dem riesigen Logo an der Fassade hätte man meinen können, es handle sich um einen Freizeitpark statt um einen Supermarkt…

Nach ein paar weiteren Stunden Fahrt kam uns der Gedanke:

„Warum nicht noch den ältesten Geocache Italiens holen?“

Der Tipp kam übrigens von bonchur, danke dafür!

Da der Cache (GC17B3) sogar halbwegs auf unserer Route lag, gab’s nur eins: Abbiegen, anhalten, lossuchen!

Vor Ort dann die übliche Frage: „Wo parken wir unser Büssli?“ Nach kurzer Suche fanden wir eine kleine Nische am Strassenrand.
Von dort ging’s zu Fuss weiter, ein gemütlicher Spaziergang mit schöner Aussicht auf zwei Schlösser.

Der Zugang zum Nullpunkt brauchte etwas Mut: ziemlich eng, ziemlich rutschig, ein falscher Tritt, und ein unsanfter Abflug wäre garantiert gewesen.

Zum Glück ist alles gut gegangen, und nun steht auch unser Nickname im Logbuch dieses Caches, der bereits seit dem 15. Mai 2001 aktiv ist.

In Latsch im Vinschgau wählten wir den Bierkeller fürs Mittagessen. Neben uns wurde ein älteres Schweizer Pärchen platziert, so dass wir noch in ein nettes Gespräch verwickelt wurden.

Natürlich konnte Silvia dem Kräuterschlössl nicht widerstehen, ein liebevoll gestaltetes Kräuter- und Gemüsegärtchen mit einem Hofladen, dessen Regale nach unserem Besuch wohl wieder aufgefüllt werden mussten.

In Glurns lockte uns ein Cache (GC9GZC1) in das historische Städtchen, und da blieben wir dann auch gleich noch für ein Glace und einen Latte Macchiato hängen. Auch konnte Silvia nicht einfach so bei einer Metzgerei vorbeigehen. So kommen wir nie nach Hause…

Auf dem Weg zum Flüelapass schlug Antonio vor, noch einen Cache zu holen. “Flüela Reloaded GC7QAPZ” bot einen würdigen Abschluss für unsere Abenteuerreise.

Um ca. 18:30 Uhr schafften wir es tatsächlich, wir waren wieder zu Hause. Die im Vinschgau eingekauften Leckereien boten uns ein wunderbares Abendessen. Während Antonio sich der Wäsche widmete, verschwand Silvia im Garten.


Fazit unserer Ferienreise 2025

  • Im Osten fühlten wir uns sicherer als z.B. in Italien, auch gute Schlafplätze waren dort einfacher zu finden.
  • Die Menschen im Balkan sind mehrheitlich sehr freundlich, offen und herzlich.
  • Grosse Armut ist in vielen östlichen Ländern sichtbar, aber auch viel Hilfsbereitschaft.
  • Abfall ist allgegenwärtig, allerdings gibt es im Osten fast überall öffentliche Container, im Westen dagegen ist es oft mühsam, seinen Müll loszuwerden.
  • Landschaftlich haben alle besuchten Länder ihre Reize.
  • Preislich bestehen riesige Unterschiede, oft kaum nachvollziehbar.
  • Etwas Bargeld dabeizuhaben lohnt sich immer.
  • Strassenhunde waren durchwegs freundlich und anständig.
  • Und auch wenn alle Länder sehr interessant und bereichernd waren: Wir sind froh und dankbar, hier in der Schweiz leben zu dürfen.

Eindrücke von jedem Land

Slowenien: viele Wälder, gepflegt und grün
Kroatien: Schöne Landschaften, viele Lost Places, von abgelegen schönen Orten bis zu überfüllten und überteuerten touristischen Gegenden gib es alles
Bosnien: sehr freundliche und herzliche Menschen
Montenegro: landschaftlich wunderschön, viel Adventuretourismus (Zipline, Rafting, Paintball…)
Albanien: viele Olivenbäume, Wassertanks auf den Dächern, teils kaum Englischkenntnisse, Ölpumpen, teilweise Schlitzohren bei der Bezahlung (umgerechnet 4.80 Fr für 6 Flaschen Mineral)
Griechenland: neue Autobahnen, Mautstruktur unklar, viele (freundliche) Strassenhunde, günstige Lebensmittel (1.50Euro für 6 Flaschen Mineral)
Nordmazedonien: sehr günstiges und gutes Essen, 16.50€ für eine mazedonische Pizza, ein edles Hühnchengericht, 3 Cappuccino und eine Flasche Wasser. Sehr viel Abfall liegt überall herum, alles wirkt ziemlich heruntergekommen
Bulgarien: teure Souvenirshops an Touri-Strecken, zurückhaltende Menschen, sprechen kaum Englisch
Serbien: sehr arme Dörfer, überraschend wenig Abfall
Rumänien: viele schöne Einfamilienhäuser mit Gärten, viele Ziehbrunnen, wenig Müll, auffällige Roma-Paläste in Hunedoara
Ungarn: günstiges Essen, kaum Englischkenntnisse (ausser am Plattensee) manchmal dafür Deutsch (in Touristenregionen)


Unsere Reiseroute mit den Cachefunden (rot markiert) ist auf dieser –> Geocaching-Lesezeichenlisten direkt aufrufbar.

Spezielles

Internet:

z.B. Swisscom: 40 GB EU-Datenvolumen nutzbar in:

  • Italien
  • Österreich
  • Slowenien
  • Kroatien
  • Griechenland
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Ungarn

Ariola-Paket: 20 GB Datenvolumen für 49€, speziell für die Nicht-EU-Länder:

  • Bosnien und Herzegowina
  • Montenegro
  • Albanien
  • Nordmazedonien
  • Serbien

Autobahnen und Vignette

Vignettenpflicht, (online lösbar, z.B. über vintrica.com) in:

  • Slowenien
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Ungarn
  • Österreich

Mautstationen
gibt es in den restlichen bereisten Ländern:

  • Italien
  • Kroatien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Montenegro
  • Albanien
  • Nordmazedonien
  • Griechenland
  • Serbien

Währungen:

  • Euro (EUR) in:
    • Italien
    • Österreich
    • Slowenien
    • Kroatien
    • Montenegro
    • Griechenland
  • Bosnien und Herzegowina: konvertible Mark (BAM)
  • Albanien: Albanischer Lek (ALL)
  • Nordmazedonien: Mazedonischer Denar (MKD)
  • Bulgarien: Bulgarischer Lew (BGN)
  • Serbien: Serbischer Dinar (RSD)
  • Rumänien: Rumänischer Leu (RON)
  • Ungarn: Ungarischer Forint (HUF)

Infos zum Gewinnspiel:

In diesem Bericht haben wir eine TB-TAG-Nummer gut versteckt. Hast du sie schon entdeckt?
Dann nichts wie ab ins zugehörige TB-Listing und dort einen Logeintrag hinterlassen, so sicherst du dir die Chance auf einen von drei tollen Gewinnen!

Einsendeschluss ist der 31.08.2025

Nur Logeinträge, die bis zu diesem Datum im TB-TAG-Listing eingereicht wurden, nehmen an der Verlosung teil.
Drei glückliche Finder:innen werden ausgelost, vielleicht gehörst du ja dazu?

Viel Spass beim Suchen und viel Glück! ?

4 Gedanken zu „Sommerferien 2025 Der Weg ist das Ziel. Balkanreise

  1. Hoi Silvia & Antonio

    Ich war lange nicht mehr hier, umso schöner ist zu sehen, dass es Euch immer noch gut geht und die Freude am Geocachen und Campen nicht verflogen ist.
    Den Bericht zu lesen, war eine Freude. Es ist so toll geschrieben, dass man denkt, man sei dabei gewesen. Danke, für die Mühe.

    Allzeit gute Fahrt und Gesundheit
    Oliver

    1. Hoi Oliver,
      Na, das ist ja eine Überraschung – lange nichts von dir gehört!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, wir freuen uns sehr, dass dir unser Ferienbericht gefallen hat.
      Wir haben übrigens gesehen, dass du vor Kurzem einen Geocache von uns gefunden und geloggt hast – auch das hat uns sehr gefreut.

      Ganz liebe Grüsse

      Silvia und Antonio

  2. Hoi ihr zwei
    Danke für euren intressanten Bericht.
    Lange, intressant und alles andere als langweilig. Es ist fast als hätte ich die Reise mitgemacht. Da brauche ich nicht selber zu reisen und erlebe trotzdem viel 🙂
    Cool ! Danke !

    1. Hallo Mami
      schön, dass du auf diese Weise die Reise sozusagen auch miterleben konntest. Irgendwie praktisch, wenn die anderen für einen Reisen und man von zu Hause aus auch was davon hat 😉
      Danke dir für den tollen Kommentar 🙂

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