Geplant war ein entspanntes Auffahrtswochenende am Bodensee mit Geocaching, Camping und Grillplausch. Doch unser Büssli hatte andere Pläne: Es piepste, spukte und streikte, ganz wie vor zwei Jahren. Zwischen Pannendienst, Dosenjagd im Dickicht, Heuschnupfenattacken und Zopfglück wurde die Auffahrt 2025 zu einem unvergesslichen Abenteuer.
Mit dabei: JaMaDuLi, bonchur, Mountain-Fantasy und wir von loslachen.ch, wir haben uns als Bündner-Team in den Logbücher verewigt.
Was wir gesucht, gefunden und verflucht haben und warum selbst die Enten Mitleid hatten – lest ihr hier;
Auffahrt 2025 – Geocaching, Genuss & kleine Pannen rund um den Bodensee
Wie jedes Jahr drängte sich irgendwann die Frage auf, wo an Auffahrt gecacht werden könnte. Der Süden fiel weg, und so standen Ravensburg, Ischgl und die Bodenseeregion zur Auswahl. Letztere machte das Rennen.
Anreise: Zwischen Zopf und Campingplatz
Am Mittwoch machten wir uns auf den Weg. In Konstanz assen wir zu Mittag im der Gaststätte Ziegelhof.
Für den Camping Klausenhorn waren wir noch zu früh dran, und so genossen wir im Büssli bei einer Tasse Kaffee ein Stück des wunderbaren Russenzopfs, welchen Antonio mit Liebe am Vorabend gebacken hatte.
Um 15:00 Uhr gewährte man uns Einlass, und so konnten wir unser Plätzchen für die nächsten Tage einrichten. Das Wetter liess zu wünschen übrig. Doch mit Hoffnung auf Besserung hüllten wir uns für den Apéro in die warmen Jacken, bevor das Abendessen im Bistro – leider ebenfalls draussen – eingenommen wurde. Hauptsache, wir waren zusammen. Doch als es kühler wurde, zogen sich dann doch alle lieber in ihre warme Stube zurück.







Auffahrtstag: Radeln, Caches und Pollenalarm
Am Donnerstagmorgen, wir hatten uns auf 9:00 Uhr für den Aufbruch geeinigt, radelten wir los. Kurze Zeit später trafen wir auf JaMaDuLi-Mann, der von Litzelstetten her kam. Ja, genau die Ortschaft, in welcher wir am Vortag bei der Anreise ein teures Foto gekauft hatten.
Die Gräser standen in voller Blüte, was für die Heuschnupfenfraktion eher unangenehm war. Während die Herren mit Cachesuchen beschäftigt waren, widmeten sich die Damen der Energie der Bäume. Teilweise hatte die Vegetation derart überhandgenommen, dass es kein Spass mehr war, sich in das Dickicht zu begeben und doch entlarvten wir fast alle Verstecke.







Da hatten wir uns das Mittagessen redlich verdient. JaMaDuLi-Frau kam zum Essen auch noch dazu, und so waren wir fast komplett.






Es war erst kurz nach drei, als wir bereits beim Bier auf den ersten Tag anstiessen. Das Abendessen im Ufer39 überzeugte nur mässig, gemütlich war’s trotzdem.





Freitag 30. Mai 2025: Wenn das Büssli schweigt…
Weniger gemütlich war die Nacht für Antonio gewesen. Das Büsli hatte sich ständig wiederholende verdächtige Geräusche von sich gegeben, die uns an damals vor zwei Jahren erinnerten. Ebenfalls am Auffahrtswochenende war es… und genau wie damals lief am Morgen gar nichts mehr. Die Autobatterie war dahin, obwohl wir am Strom hingen. Zwar funktionierten im Gegensatz zum letzten Déjà-vu das Licht, der Kühlschrank und das Wasser noch, aber die Türverriegelungen, die Heizung wie auch der Motor taten keinen Wank. Silvia hatte dank Ohropax erst am Morgen erfahren, was in der Nacht ab 3 Uhr alles gespukt hatte.
Und nun? Die anderen waren bereits auf dem Weg zur Runde. Wir überlegten noch. Antonio blieb und telefonierte mit der Mercedes SAGA Garage in Chur und dann noch mit der Mercedes Hotline in Deutschland.
Silvia radelte die 13 km alleine los zu den anderen.


Selbst die Enten hatten Mitleid…
Irgendwann stiess auch Antonio zur Truppe, genau in dem Moment, als Verstärkung gefragt war. Eigentlich hatten wir auf dieser Runde etwas schönere Dosen erwartet, und so freuten wir uns über jede, die nicht nur 0815 war, auch wenn die meisten bereits ziemlich in die Jahre gekommen sind und sich über eine kleine Revision freuen würden.












Nudelfertig kamen wir beim Camping an und freuten uns auf den gemütlichen Grillabend. Später spazierten wir sogar noch zum See, um den romantischen Sonnenuntergang zu bestaunen.



Samstag 31.Mai 2025: Höhen, Hirnzellen & Heuschnupfen
Wieder starteten wir vom Camping aus und trafen dann JaMaDuLi-Mann, der uns von der anderen Seite entgegenkam. Einfach hin und loggen war heute nicht drin, unsere Hirnzellen wie auch die Feinmotorik wurden ganz schön auf die Probe gestellt, zumindest zwischendurch. Auch in luftiger Höhe wurde gesucht. Da bekommt man ja einen steifen Nacken vom vielen Hochschauen, und so blieb der eine oder andere für uns unsichtbar in seinem Versteck.








Bei einem Bänkli ohne Ameisen packten wir unsere Brötli aus und während die einen vom Heuschnupfen nassen, genossen die anderen ihr Essen.
Nachmittags nahmen wir es gemütlich, wir sind nicht mehr wie früher, als wir kaum aufhören konnten: ein paar Dosen, ein Bierchen, nochmal ein paar Dosen und dann Feierabend. Nach dem Apéro auf dem Camping wurde der Drahtesel erneut gesattelt. Im Ziegelhofstüble hatten wir ein Plätzchen reserviert. Lecker war’s an unserem letzten gemeinsamen Abend.








Sonntag 1. Juni 2025: Abschied und Pannendienst
Ein gemeinsames Programm hatten wir keines mehr, da wir ja gar nicht wegkamen. Antonio rief, wie vereinbart, beim Mercedes-Pannendienst an. Diese hatten, wie bereits am Freitag, ein riesiges Durcheinander gemacht, waren aber sehr freundlich. Eine Stunde später riefen wir erneut an, und wieder gab es irgendwie ein Durcheinander. Als Antonio das dann nicht mehr so lustig fand, schickten sie den ADAC endlich und dieser kam auch nach kurzer Zeit. Schnell den Booster anhängen, Motor einschalten, und dieser brummte zu unserer Freude sofort auf. Juhu, wir können los! Kurz von den anderen verabschiedet, und weg.
Selbst beim Erdbeerenkaufen auf dem Sonnenhof, der uns empfohlen wurde, wartete Antonio zur Sicherheit mit laufendem Motor draussen. Wir haben es geschafft, zu Hause anzukommen mit dem Büssli, juhu!
Nachdem alles ausgeräumt und die Fahrräder versorgt waren, brachten wir es gleich zur Mercedes SAGA Ringgarage in Chur, damit es wieder sicher und ohne Angst vor weiteren Pannen unterwegs sein kann.
Zurück zu Hause genossen wir einen feinen Brunch à la loslachen.ch 🙂


Fazit: Auffahrt 2025 – zwischen Caches, Chaos und Campingglück
Auch wenn nicht alles ganz rund lief, das Wetter durchwachsen war, das Büssli zickte und der Heuschnupfen so manchen Niesanfall auslöste, war die Auffahrt 2025 am Bodensee ein unvergessliches Abenteuer. Die Mischung aus Geocaching, Geselligkeit, Genuss und ein klein wenig Pannenchaos hat einmal mehr bewiesen: Mit dem richtigen Team wird selbst ein durchwachsenes Wochenende zu einer goldenen Erinnerung.
Wir freuen uns schon auf die nächste Auffahrt, hoffentlich mit pannenfreiem Büssli, schönem Wetter und vielen neuen Dosen in bester Gesellschaft.
Mit grosser Freude und einem Lächeln im Gesicht wurde der Auffahrts-Bericht gelesen. Die gemeinsame Zeit am Bodensee war für uns mega schön und bereichernd. Wir haben sie in vollen Zügen genossen.
In diesem Sinne hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen!
Was für ein schöner Kommentar, danke euch von Herzen!
Es freut uns riesig, dass ihr den Bericht mit einem Lächeln gelesen habt und die gemeinsame Zeit am Bodensee für euch ebenso besonders war wie für uns. Auch wir denken sehr gerne daran zurück, es war einfach rundum schön!
Auf ein baldiges Wiedersehen freuen wir uns jetzt schon!
Antonio und Silvia
Hoi ihr zwei
Wie immer intressant eure Erlebnisse mit zu erleben. Danke !
Das Sonnenuntergangsfoto ist eindrücklich.
Der “ Ameisenhaufen“ mit den Hörnern drin ist rätselhaft ?
Geniesst weiterhin eure Reisen und dafür viel Glück mit dem Büssli !
Renate