Ein abwechslungsreiches Wochenende

Essen am Freitagabend, am Samstagabend an einer Geburtstagsfeier eingeladen sein und am Sonntag einen Apéro riche besuchen. So ein durchgeplantes Wochenende haben wir nicht oft. Doch beginnen wir erst mal von vorn…

Vielleicht hast du bereits mitbekommen, dass wir ein „Dinner for two“ Büchlein haben. Damit kann man vergünstigt während eines Jahres in 15 ausgewählten Restaurants essen. Da gut zu essen eines unserer Hobbys ist, passt das doch nicht schlecht zu uns, oder?
Jedenfalls haben wir für den Freitagabend einen Tisch im Restaurant Sommerfeld in Pragg-Jenaz gebucht. Da wir noch etwas früh dran waren, lockte uns ein Geocache kurz nach Fideris, bevor wir unseren reservierten Platz einnahmen. Das Wildgericht sowie das Ambiente waren gut, die Bedienung ok.

Am Samstag trödelten wir nach dem Aufstehen etwas herum, bis wir dann auf die Idee kamen, eine Geocacherunde (CRVP 1-18) in Grüsch-Schiers unter die Füsse zu nehmen. Für einen Kollegen sollten wir noch Fotos vom Prättigau beim Cachen machen und so passte das tiptop. Die Runde bestand aus sehr kreativen und wirklich abwechslungsreichen Boxen, doch was uns störte war, dass die meisten davon mit Schrauben an lebenden Bäumen befestigt waren. Ja, man könnte darüber diskutieren, ob und wie fest Schrauben Bäumen wirklich schaden, doch für uns gibt es da kein Kompromiss. Wir sind der Ansicht, dass es nicht sein darf, dass für unser Hobby Bäume auf diese Weise verletzt werden.

Auf dem Weg haben wir die wunderbare Natur genossen und in Erinnerungen geschwelgt. Eine Wegwarte am Strassenrand, ein plätschernder Brunnen, der Tau auf den grün-bläulichen Gräsern, das hellgrün leuchtende Moos, die Lichtspiele von Schatten und Sonne im Wald, all das macht uns beim Geocachen glücklich. Manchmal lässt es uns für einen Moment sogar unbeschwert und frei wie Kinder werden.

Im Laufe der Zeit haben wir gelernt, der Natur wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken, genauer hinzuschauen und dadurch so viel Schönes und Interessantes wahrzunehmen.
Auf halber Strecke wollten dann auch unsere Bäuche etwas Schönes sehen und so haben wir einen Abstecher ins Restaurant Alpina gemacht. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit durften wir nicht zu sehr zuschlagen, da am Abend noch eine Party auf uns wartete, andererseits hatten wir noch gar nichts gegessen. Somit handelte es sich eigentlich um unser Frühstück, welches wir um 13:00 Uhr in Form eines Salates, einer Suppe, gefolgt von einer Pizza Hawai zu uns nahmen. Nicht grad ein typisches Frühstück, doch für die Uhrzeit ein leckeres Essen. Mit den frischen Ananasstücken einfach ein Gedicht…

Gestärkt gingen wir den Rückweg an. Schon bald begegneten wir einem Eichhörnchen, das eifrig den Waldboden durchwühlte und sich von uns keineswegs stören liess. Etwas später erweckte ein Baum unsere Aufmerksamkeit, der sehr harzig war. Silvia, die sich momentan in einer Kräuterphase befindet, hat auch ein Auge auf Heilwirkungen von Kräutern und anderen Naturprodukten geworfen. Harz ist eines der Produkte, die sie zu Salben verarbeitet. Beim Sammeln von Harz muss man allerdings darauf achten, dass nur das vom Baum nicht mehr benötigte Harz in kleinen Mengen vorsichtig abgelöst wird.

Zwischen den Naturschönheiten gab es immer wieder ein Cache zu holen und so waren wir schon bald wieder beim Auto. Naja, nicht ganz. Antonio fand noch einen Tunnel auf dem Weg, den er nicht unbesichtigt lassen konnte…wofür er war? – Wir wissen es nicht.

Nach der letzten Box, die wirklich ganz toll als Hotel aufgebaut war, gönnten wir uns einen Coupe im Restaurant Sporti . Und bald schon war es Zeit nach Hause zu fahren, um uns für den Abend parat zu machen.

Auf dem Weg sagte Silvia, dass sie einen Plan von Alvaschein habe, um dann im Dorf den Weg zu weisen. „Alvaschein?“, stutzte Antonio, „ich dachte wir fahren nach Alvaneu.“ „Nicht wirklich, es hat niemand etwas von Alvaneu gesagt,“ war die Antwort. Hups, also befragen wir das Navioracle, ob es uns nach Alvaschein führen kann. Der zeitliche Unterschied war zum Glück vernachlässigbar klein und so trafen wir in Alvaschein ein, wo wir bereits erwartet wurden und uns ein Platz für unsere Übernachtungsgelegenheit zugewiesen wurde.

Vom Geburtstagskind und seiner Familie wurden wir herzlich in Empfang genommen. Lustig, dass man die Geschwister aufgrund optischer Ähnlichkeiten so gut zuordnen konnte.
Der Abend war sehr unterhaltsam und amüsant. Entsprechend verging er wie im Flug und schon bald brach der wahre Geburtstag an. Da wir nicht so Nachteulen sind, verzogen wir uns im Vergleich zu anderen recht früh in unser Nestchen. Lange hörten wir noch, wie die anderen weiter feierten, bis dann endlich Ruhe in das ehemalige Turnhallengebäude einkehrte.

Am Morgen wurden wir von Gesprächen auf allen möglichen Sprachen geweckt. Alle Landessprachen waren vertreten und es schien wohl nicht für alle offensichtlich zu sein, dass wir mithören können 😉

Mit einem reichhaltigen Brunch starteten wir in den Tag. Doch bald schon verabschiedeten wir uns von der netten Familie Cadosch, da wir noch ein wenig Cachen wollten. Mehr spontan als geplant, landeten wir an einem ganz speziellen, geheimen Ort, zu dem wir uns, ausser in diesen Bildern, nicht weiter äussern. Grandios!

Auch ein Ort, an dem wir bereits vor einigen Jahren mal waren wurde von uns besucht. Die Kirche karolingische Kirche St. Peter und Paul Mistal, die ihren Ursprung wohl um das 8. oder 9. Jahrhundert hat stellt einen nahezu einzigartigen Aufbau dar, wenn man sie mit den anderen uns bekannten Kirchen vergleicht. Auch das später dazugebaute Beinhaus mit dem eindrücklichen und doch so wahren Spruch fasziniert immer wieder.

Wir liessen es uns nicht nehmen, doch noch einen Abstecher nach Alvaneu zu machen. Schliesslich wartete da eine weitere Geocacherunde auf uns. Die Dosen waren einfach zu finden, ganz nach unserem Gusto. Die Natur hatte auch hier einiges zu bieten, so dass wir den Spaziergang sehr genossen haben.

Höchste Zeit nach Hause zu fahren, sagte die Uhr. Stimmt, wir haben ja noch eine Verabredung. Kaum angekommen, klingelte schon das Telefon. Wir wurden abgeholt, um auf das Weingut von Jürg Hartmann in Malans zu kommen. Die Gastgeber, Jan und Karin nahmen uns herzlich in Empfang und langsam trudelten auch die anderen ein, die den beiden beim Umzug geholfen hatten.
Die Schattenplätze waren sehr begehrt, so wie auch die Chips 😉 Der Nachmittag verging durch die angeregten Diskussionen wie im Flug. Bald wurden wir mit weiteren Köstlichkeiten der Familie Hartmann verwöhnt. Diese Rieslingsuppe….ein richtiger Gaumenschmaus…
Die Runde wurde immer kleiner und so machten auch wir uns langsam auf den Heimweg. Zum Glück hatten wir einen Chauffeur 😉

Ein Wochenende, das wir mal wieder sehr genossen haben, neigte sich langsam dem Ende zu. Danke an alle, die dabei waren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.