Sechs Schweizer Geocacher…

… hatten grosses vor! Drei Tage wandern, 59 Kilometer, 2250 Höhenmeter (das hat jemand behauptet, der nicht weiss, was die braunen Linien auf der Karte bedeuten, vielleicht waren es auch doppelt so viele…) und 201 Caches.
Doch wer sind diese verrückten Spinner? Es sind:
Rapelli, der für zwei essen kann (und trinken auch , flyMik, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wenn es um Höhenmeter geht (auch Pinocchio genannt), Jogihans, der immer eine Abkürzung findet (und diese auch benutzt), 4Rennschneckenmann, der die Truppe sicher nach Hause bringen wird (nachdem er mit einer Katze geflirtet hat), loslachenmann, der für die Dokumentation zuständig ist (und immer für ein Spässchen zu haben ist) und loslachenfrau, die für die weibliche Vertretung in der Runde sorgt (und als einzige nicht beleidigt ist, wenn sie als Sissi bezeichnet wird).

Jogihans Loslachen Frau Rapelli

Loslachen Mann 4Rennschnecken Mann FlyMIK

Das ist die verrückte Truppe, die glaubt im fernen Kufstein, der wilden Kaiserin auf die Spur zu kommen.

Doch beginnen wir mal von Vorne. Irgend einer aus dieser Truppe, man weiss nicht mehr genau, wer es war, hatte vor einigen Monaten die verrückte Idee die Runde von FredBull unter die Füsse zu nehmen. Ab diesem Zeitpunkt fing die Planung an: Wer kommt mit? Wann machen wir das Ganze? Wie viele Caches der Runde zu holen ist realistisch? Wo und wie viel mal übernachten wir? Was nehmen wir mit? Und so weiter…
Immer wieder hat sich eine Frage geklärt und so waren wir an diesem Wochenende so weit, dass wir starten konnten.

6.6.2013
Die Loslachens starteten schon am Donnerstagabend, damit Loslachenfrau nicht so früh aus den Federn muss. Auf dem Weg nach Wörgel, dort wollten wir übernachten, regnete es heftig, was uns nicht sehr motivierte, uns aber auch nicht vom Plan abbrachte. Bei unserem Wunschhotel hiess es, dass alles voll sei. Was??? Alles voll??? Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! Es war bereits nach 21:00 Uhr und wir hatten weder gegessen noch wussten wir, wo wir die Nacht verbringen können. Also gesucht wie wild. Im i-Phone und an der Strasse; NICHTS! Alles war voll und doch konnte uns niemand sagen, warum.
Um 21:45 Uhr waren wir irgendwo in einem kleinen Kaff in der Nähe, in welchem Losalchenfrau einen erfolgreichen Versuch startete, um zu einem Hotelzimmer zu kommen. Phu, schein gehabt! Sogar was warmes zu Essen wurde für uns noch gekocht. Wir waren echt froh, dass das doch noch geklappt hatte.

Feines Essen Gasthof Schroll

Zur Verdauung wollten wir noch einen nahegelegenen Cache zu Fuss angehen, da es in der Zwischenzeit aufgehört hatte zu regnen. Doch leider liessen sich unsere Taschenlampen nicht finden, die wir wohl im Laufe der Packzermonie nochmal umplatziert hatten. Die I-Phonlampe reichte nicht, so blieb diese Dose vor uns verborgen 

Da wir am nächsten Tag viel vor hatten, legten wir uns müde und zufrieden ins Bett. 

7.6.2013
Erst mal wurde ausgiebig gefrühstückt, bevor wir uns auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt machten, an welchem wir pünktlich eintrafen (8:27 Uhr). Der andere Teil der Truppe war bereits da. Nach der Begrüssung und dem Schuhwechsel konnten wir unsere Abenteuerreise in Angriff nehmen.
Motiviert und voller Tatendrang machten wir uns auf den Weg.
Von Dösli zu Dösli kämpften wir uns voran. Zwar hatten wir unsere Startschwierigkeiten mit dem Lesen des Navis, sonst hätten wir von Anfang an den richtigen Weg erwischt  Aber sonst gings ganz flott.

Motiviert Suche Kein Weg

Um 10:50 Uhr sahen wir von weitem ein Restaurant, für unsere Kaffeetrinker war klar, da wird unser erster Rast gemacht. Und auch die Nichtkaffeetrinker wurden mit Schoggi- oder Eierlikörkuchen gestärkt für die Weiterreise, mhhh war das lecker 
Der Wirt war wohl ein richtiger Eingesessener. Er kam schnell hinter unsere Mission und gab uns Tipps zum Finden der Verstecke. Er wollte keinesfalls als sogenannter „Muggli“ (Mugel) abgestempelt werden. Nein, nein, er wisse ja schliesslicht worum es gehe 
So konnten wir mit vollen Bäuchen und den Tipps des „Lederhosen-Nichtmugglis“ weiterziehen.

Kaffee und Kuchen Der Muggli

In einem Punkte wurden wir uns nicht ganz einig: Holen wir nur Döschen, die zur Runde gehören und dirket auf dem Weg liegen, oder sammeln wir auch noch andere ein, die uns zu kurzen Umwegen zwingen würden.

Der Mann der Abkürzungen gab die Antwort schnell: Wir holen alles, was auch nur einigermassen in Gehrichtung liegt, Umwege werden, genau so wie Abkürzungen, in Kauf genommen.
Also irrten wir auch mal etwas unsicher durch einen Wald bis wir wieder auf der Idealline ankamen.

Umweg Vom Venedigblick

Die Natur da oben ist sehr schön, was uns den langen Weg etwas erleichterte, auch die motivierenden Aufschriften auf den Hütten gaben uns neuen Ansporn um weiter nach oben zu steigen.

Schnaps in den Bergen

Unsere Mittagspause um 12:35 Uhr hatten wir uns wahrlich verdient, auch wenn nicht alle hungrig waren, da die Kuchenstücke beim Kaffeerast alles andere als klein waren. Trotzdem wurde fleissig gegessen. Einerseits, weil wir noch einen weiten Weg vor uns hatten und Energie brauchten und andererseits, weil das Essen Gewicht war, das wir mitschleppen mussten (FlyMik hatte uns zwar prognostiziert, dass es nur noch abwärts gehe, aber nach dem fünften mal, als es immernoch nicht gestimmt hatte, glaubten wir ihm nicht mehr und nannten ihn nur noch Pinocchio).

Mittagspause

Nur Jogihans, der clever kalkuliert hat, musste seinen Rucksack nicht leichteressen, denn er ausser Guetzli nichts zu essen dabei.
Eine Stunde nach dem Mittagsrast, zeigte sich uns die nächste Beiz, der wir nicht widerstehen konnten. Hier assen wir nichts mehr, nur unseren Flüssigkeitsverlust kompensierten wir wieder.
Was uns hier ein wenig besorgte, war das Wetter. Würde es halten bis wir im Hinterbärenbad waren? Der Wirt war skeptisch, denn er wusste, dass wir noch zwei Stunden Wanderung vor uns haben werden.
Also packten wir unsere Sieben Sachen und zottelten weiter (allerdings hatten wir optimistisch entschieden, die Regenklamotten noch im Rucksack zu lassen).

Flüssigkeitsaufnahme

Tapfer stiegen wir den Bettlersteig hinunter immer mit dem Gedanken unserem Tagesziel ein wenig näher zu kommen (und das, wenn möglich im Trockenen).

Steil runter Ein schwerer Cache

Bettlersteig Abgerutscht

Nun hatten wir wieder mal ne Pause verdient und wir konnten sie uns auch leisten, da das Wetter beständig zu bleiben schien. Neben dem Stein, auf welchen wir uns setzten stand ein Haus, einsam in der Natur, keine Strassen führten hier hin. Nur eine Gamse zeigte sich kurz, sonst schien es hier nichts zu geben (abgesehen von den Ameisen natürlich).

Pause Das Alleinstehende Haus

Nachdem wir also den Rucksack wieder ein wenig leichter gemacht hatten (und die Bäuche schwerer), machten wir uns auf die letzte Etappe. Und kurz nach 16:00 Uhr konnten wir unsere Hütte im Hinterbärenbad sehen. Vor allem FlyMik war sehr froh darüber, denn er hatte den Reservationszettel vergessen und hatte die Abmachung mit Anita (oder wie auch immer sie hiess  dass wir uns bis um 16:00 melden, um die Reservation zu bestätigen, falls wir bis dahin noch nicht angekommen sind.
Anita haben wir zwar keine gefunden, aber in Der Hütte wurden wir willkommen geheissen und zwei Zimmer wurden uns zugeteilt; die Nummer 15 und das Bärenzimmer.
In der 15 quartierten sich Jogihans, Rapelli und FlyMik ein und das Bärenzimmer wurde den beiden Loslachens und dem Rennschneckenmann überlassen (erst später sollten wir erfahren, dass das Bärenzimmer eindeutig die bessere Wahl war, aber dazu später mehr).

Hinterbäerenbad Bärenzimmer Zimmer 15

Die einen nahmen erst mal eine wohltuende Dusche, während die anderen sich erst mal ein Bierchen gönnten. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist grandios, so fühlten wir uns schnell wohl hier.
Doch etwas stand uns noch bevor (ja, das Essen auch, aber so weit sind wir noch nicht); die Planung des folgenden Tages. Der Hüttenwart war überzeugt, dass unser Plan nicht aufgehen würde. So weit können wir an einem Tag nicht gehen, meinte er. Aber er zeigte uns Varianten für Abkürzungen auf. Also diskutierten und prognostizierten wir drauflos. Wir schauten das Modell mit dem Höhenprofil an (Höhenprofil?- was ist das denn? Die braunen Weglein?)
Nun ja, nach langem Besprechen entschieden wir uns dann am nächsten Tag einfach mal zu starten und jeweils bei den möglichen Abkürzungen weiter zu entscheiden.

Wanderplan der PT Tour Imposant Skeptischer Hüttenwart

Doch erst mal gab jetzt das lang ersehnte Abendessen. Leider gab es keinen Kartoffelsalat mehr und auch FlyMiks gewünschte Germknödel waren hier nicht auf der Speisekarte zu finden 
Schnitzel mit Kartoffeln, Spinatknödel. Piccata milanese mit Spaghetti und Kaiserschmarren waren unsere Wünsche. Lecker war’s, auch wenn die Portionengrössen nicht alle so wirklich sättigen konnten.

Das Abendessen

Also musste noch ein Marillenschnapserl hinterher um den Frust über die kleinen Portionen zu mildern  und bald danach legten sich die einen zur Ruh. Jene, welche noch nicht genug Energie abgelassen hatten, machten noch einen kurzen Abendspaziergang zu einem Guetnachtdösli bevor auch sie sich zu Bett begaben.

Abendstimmung

Jene, die das Bärenzimmer hatten konnten einigermassen gut schlafen, die in der 15 hatten ihr Nachtlager direkt neben dem rauschenden Bärenbach, der auch in der Nacht nicht aufhörte zu toben. Von den Schnarchkonzerten wollen wir mal absehen…. 

8.6.2013
Um 6:00 Uhr war Tagwach. Viel zu früh für die Schlafmützin unter den harten Männer, denen es nicht früh genug sein konnte. Gut geschlafen hat, so viel ich weiss, niemand. Sei es wegen den Schnarchkonzerten oder dem lauten Tosen des Baches, oder aus irgendwelchen anderen Gründen. Aber ob wir gut geschlafen haben spielt auch keine Rolle, danach fragt niemand, denn aufstehen müssen wir ja trotzdem, da hilft nichts… also ab zum bereitstehenden Frühstück (wurde bereits am Vorabend für uns bereitgestellt, da wir früher, als die Hüttenbesitzer aufgestanden sind). Die Loslachens hatten nur Kaffee bestellt, da sie noch mehr als genug Vorräte im Rucksack hatten, welche sie nicht wieder zurück ins Dorf schleppen wollten. Die anderen haben ihr Frühstück von der Hütte bezogen, ausser Jogihans. Er ist gegen die Vernichtung von Essen, daher hat er sich hingebungsvoll aufgeopfert und am Schluss die Resten der anderen aufgefuttert.

So, nun ist es aber Zeit aufzubrechen. Die Sonne strahlt unsere Kulisse bereits an, nur bis zu uns runter mag sie am frühen Morgen noch nicht scheinen, also gehen wir ihr ein Stück entgegen.
Die ersten Dösli lassen nicht lange auf sich warten, genau so, wie wir auch die ersten schnell Höhenmeter hinter uns lassen. Bei der nächsten Hütte schreien die Jungs fleissig herum bei der Dosensuche. Nur die Schlafmützin in der Truppe fühlt sich in die armen (bis dahin) noch schlafenden Gäste hinein, die mit Sicherheit nicht von uns geweckt werden wollten. Doch leider haben sie keine Wahl, denn ich bin sicher, das auch der Hinderstletzte ab unserem Geschrei wach geworden ist. Dass Rapelli das Cacheversteck noch gleich geschrottet hat wollen wir jetzt an dieser Stelle nicht erwähnen (denn er hat es auch wieder repariert). Nach dem Loggen sind wir schnell abgehauen, nicht dass noch jemand auf die Idee kommt sich über uns zu beschweren.

Zu laut An Höhe gewinnen Der Sonne entgegen IMG_6497

Weiss eigentlich jemand, was das für braune schmale Wege sind, die immer auf der Karte eingezeichnet sind? Sie verlaufen immer quer und einigermassen parallel über die Karte, ihr Abstand zueinander ist immer unterschiedlich…….Ach ja, jetzt fällt es mir ein Höhenlinien nennt man die Dinger! Wir spürten sehr intensiv, wie es sich anfühlt, wenn diese Dinger ganz nahe beieinander liegen, denn so ging es, bis wir ganz oben am Horizont bei der nächsten Hütte, welche sich auf dem Stripsenjoch befand, angekommen waren.

Alpenblumen Schweizer Geocacher Stripsenjoch

Stripsenjoch Aussicht Wegweiser Bergwelt

Pinocchio prophezeite uns, dass es ab jetzt nur noch hinunter gehen würde, doch auf ihn hörten wir (aufgrund schlechter Erfahrungen) schon lange nicht mehr 
Nach einer Erfrischung und einer Pipipause nahmen wir die nächste Etappe unter die Füsse.
Wunderschöne Landschaft, beschienen von warmem Sonnenlicht, war der Lohn für die anstrengende Wanderung. Die Waldgrenze hatten wir (zumindest für eine kurze Zeit), wie auch das erste Schneefeld, bereits hinter uns gelassen. Die in kräftigen Farben blühenden Blumen verzierten die Alpen.
Und nun betraten wir Tiroler Naturschutzgebiet. Den Weg nicht zu verlassen war schwierig, da es erst mal viele oder eben gar keinen klaren Weg hatte, doch wir bekamen schnell Übung im finden des richtigen Weges und so setzten wir unserer Reise auf der anderen Talseite fort bis FlyMik von einer Hungerattacke geplagt wurde und wir eine kurze Mittagspause einlegten. Er drückte eine Tube Astronautenfutter in sich hinein, während die anderen sich mit normalem Picknick-Futter verköstigten.

Naturschutz Regeln Viele Wege Mittagsrast Astronautenfutter für flyMIK

Da wir noch eine lange Wanderung vor uns hatten und unser Hüttenwart nicht daran glaubte, dass wir das an einem Tag schaffen würden, mussten wir schnell weiter. Über Schnee- und Geröllfelder, mal hoch, mal runter, mal gerade aus führten uns die Navis von Cache zu Cache. Auch die Bäume liessen wir nicht aus… egal ob stehen oder liegend, alle haben wir sie bezwungen 

Geröllhalde Scheefeld

Baumcache Zu überwinden

Um 13:30 Uhr konnten wir unseren lang ersehnten Hüttenbesuch in die endlich machen.
Wir waren froh um eine Pause und die meisten hatte auch wieder Hunger und schlugen kräftig zu. Nur die Loslachens bestellten wieder mal eine Extrawurst, nein, keine Wurst, ein Coup! Nur wollte uns den niemand bringen! Die anderen hatten ihr Mahl bereits verschlungen und immer noch war kein Coup bei uns. Als wir nachfragten wollte wohl niemand zugeben, dass der vergessen gegangen war. „Kommt glei“ hiess es. Aber es dauerte nochmal eine halbe Ewigkeit bis er bei uns war. Gegessen war er dann um einiges schneller und so konnten wir weiterziehen.

Verpflegung ruft alle essen nur loslachen nicht Von der Hütte aus

Ab jetzt ging es tatsächlich erst mal nur noch Abwärts. Und weil unsere Knie tapfer durchgehalten hatten, gönnten wir uns zur Feier des Tages in der nächsten Beiz gleich nochmal was. Die einen nur Flüssiges, die anderen auch noch was Leckeres.
Nun lag noch die letzte Etappe des heutigen Tags vor uns. Bei der nächsten Dose hatten wir sogar die Wahl zwischen dem Petling der auf der einen Strassenseite versteckt war und dem auf der anderen Strassenseite. Da hat wohl jemand einen nicht gefunden und gleich einen zweiten auf der falschen Seite versteckt. Wir haben uns im Original (mit Spoiler klar identifizierbar) geloggt.

Nur noch abwärts Schon wieder Pause Eins links eins rechts

Als wir merkten, dass wir schon bald wieder bei der Hütte sind, überkam FlyMik und Loslachenfrau eine Offensivattake. Sie rannten los um die ersten bei der nächsten Dose zu sein. Doch Rapelli und Loslachenmann bemerkten das Vorhaben der beiden bald und sie wurden ebenfalls vom  Wettkampffieber gepackt. Jogihans und 4Rennschneckenmann waren noch mit dem Loggen des letzten Caches beschäftigt und haben von der Jagdattacke erst im Nachhinein etwas mitbekommen.
Jedenfalls forderte uns der letzte Cache bevor wir das Brücklein, welches uns über den Bärenbach  zur Hütte führte, richtig heraus. Lange mussten wir suchen bis Loslachenmann den erlösenden Ruf “ I hanen!“ erklingen liess. Nun konnten alle erleichtert zur Hütte ziehen. Jene, welche die 35 noch nicht gefunden hatten, machten das jetzt noch und dann gings ab unter die Dusche.
Und weil die Jungs nie genug kriegen von Wettkämpfen, musste auch um den FTF in der Dusche gekämpft werden. Loslachenfrau legte dafür für (ihren Partner natürlich) ein paar Extrarunden zum Zimmer im dritten Stock und wieder zurück ein. Nach dem zweiten Mal hochrennen traf sie den Hüttenwart oben an. Er meinte lächelnd: “ Sans halt schnell di Schweizer, gel!“
Jaja, schnell sind sie. Aber auch ihnen tun die Füsse weh nach dem langen anstrengenden Tag.
Nachdem Loslachenfrau dann auch endlich geduscht hatte (ohne FTF Jagd, denn sie hatte die Frauendusche für sich allein), kam sie zum Aussenbad und traf dort die nächste Männeraktion an.
Es schien schon wieder um eine Wette zu gehen.
Spöttisch und etwas ungläubig beobachtete sie, wie die Jungs versuchten 4 Minuten im Wadenhohen (eher kühlen) Wasser zu stehen, gefilmt von Loslachenmann, der auch die Zeit stoppte.
Nachdenklich überlegte sie, ob die Jungs das erst meinen, oder sie nur verarschen wollen. Doch sie merkte schnell, dass es tatsächlich ein Problem für die Männer war ins Wasser zu stehen. Nun sollte sie versuchen, was keiner geschafft hatte. Würde sie es schaffen, gewinnt sie ein Abendessen von Loslachenmann und 8 Marillenschnäpse von Rapelli.
Da sie soeben fünf Minuten ihre Beine mit kalten Wasser abgeduscht hatte, wusste sie, dass es eh kein Problem für sie sein würde, die vier Minuten da hineinzustehen (zumal sie das auch ohne Wette vorgehabt hätte). FlyMik erhöhte den Einsatz um zwei Schnäpse pro weitere Minute.
Nach fünf Minuten musste sie dann das Becken verlassen, nicht weil es ihr zu kalt war, sondern weil sie sonst zu betrunken geworden wäre, wenn sie all die gewonnen Schnäpse auch hätte trinken müssen  

Abendessen Hinterbärenbad Sissi Der Boss

Nach diesem Spektakel bestellten wir dann endlich unser wohlverdientes Abendessen. Eine Fonduepfanne voller Käsehörnli und einen Salat für jeden.
Ausser Rapelli waren alle zufrieden damit. Ihm hatte es aber so gut geschmeckt, dass er noch mehr wollte. Also bestellte er noch Nachschlag. Danach war auch er satt und konnte zu einem Verdauerli übergehen. Die Wettschulden wurden eingelöst und so floss fleissig das Feuerwasser. Natürlich hat Loslachenfrau ihre gewonnen Schnäpse nicht alle selber getrunken  Schliesslich gab es bei unserem Programm auch noch einen dritten und letzten Tag, an welchem sie auch teilnehmen wollte (und zwar nicht nur als Schnapsleiche).

9.6.2013
Heute mussten wir nicht ganz so früh aufstehen, doch Schlafmützin war es immer noch zu früh.
Frühstück gab es erst später (weil wir vergessen hatten rechtzeitig zu bestellen). Also aufstehen, alles packen, Rechnung bezahlen und ab die Post. Die schmerzenden Füsse am besten gar nicht beachten, denn der Schmerz lässt mit der Zeit nach, wenn die Füsse und die Schuhe sich wieder aneinander gewöhnt haben.
Etwas aussergewöhnlich war es schon erst mal zwei Stunden mit nüchternem Magen zu wandern bis man was zwischen die Beisserchen bekommt. Um so mehr konnten wir uns auf ein schmackhaftes Frühstück um 9:38 Uhr freuen. Jeder bestellte das Frühstück, welches ihm am meisten zusagte.

Waldgeister Frühspaziergang

Nach der Stärkung zogen wir glücklich und zufrieden in Richtung Kufstein weiter.
Die Strecke war nicht zu unterschätzen, es zog sich ganz schön hin. Und als jemand die brilliante Idee äusserte noch den Wasserfallcache zu holen, der fast einen Kilometer von unserer Route weg lag, stellten sich bei 4 Rennschneckenmann und Loslachenfrau Proteste ein. Also bewachten sie die kleine Kapelle während die anderen auch dieses Abenteuer noch auf sich nahmen.

Dass sie trotz intensiver Suche nicht fündig werden würden, erfuhren sie erst nachher.
Während der langen Wartezeit vergnügte sich 4Rennschneckenmann mit einer Katze, die Gefallen an ihm zu haben schien. Sie wollte ihn gar nicht mehr gehen lassen.

Die Kapelle 4Rennschenken mit Katze
Doch als die tapferen Kerle zurückkamen konnten auch wir nicht länger auf der faulen Haut liegen.

Die Tapferen 4

Kufstein rückte immer näher und trotzdem war es noch in weiter Ferne.
Bei der nächsten Beiz hatte eigentlich noch niemand Hunger, aber einkehren mussten wir trotzdem, denn wir lasen auf dem Aushängeschild, GERMKNÖDEL, FlyMik hatte sich schon die ganze Zeit nach diesen Dingern gesehnt und nun sollte er sie auch noch bekommen. Wie ein kleines Kind strahlte er! Und so bekamen plötzlich alle Appetit. Also wurde wieder reichhaltig gespiesen, jeder das, wonach ihm gerade war….

Motiviert Supertafel Eierliqueurkuchen

Germknödel Mampfen

Wieder legten die Männer einen Sondercache ein, der nicht direkt auf der Rute lag. Loslachenfrau opferte sich um auf die Rucksäcke aufzupassen und gleichzeitig den Earthcache (der nächste Cache, der auf der Rute lag) vorzubereiten.

Ausbüxen

Kurze Zeit später begaben wir uns auf den Abstieg zur Tischhoferhöhle, bei welcher der Earthcache gelöst werden konnte. Dann gings steil hinunter bis zum Bach und auf der anderen Seite genauso steil wieder hinauf. Phuuuu…. das kostete ganz schön Energie! Die eben angefressenen Kalorien waren jetzt bestimmt wieder verbraucht worden.
Aber immerhin waren wir nun schon wieder ein Stück näher an Kufstein. Schon fast da könnte man sagen…und ehrlich gesagt: Wir waren echt froh darüber!

Lösung vom Earth Die Höhle  Earth Cache

Der Weg In die Schlucht

Als wir endlich wieder unsere Autos sahen, waren wir echt Happy! Wir hatten es geschafft!!! Tapfer durchgehalten, alle wieder heil unten! Müde, erschöpft, aber glücklich!

loslachen.ch

Eine Pendenz hatten wir zwar noch: Zwei Caches, die zur Route gehörten, wir aber nicht geholt hatten, da sie zu weit unten lagen, mussten wir jetzt noch holen. Dazu fuhren wir ans andere Ende  von Kufstein. Dort gings dann die Treppenstufen hoch, und hoch und wollte gar nicht mehr aufhören. FlyMik spielte Jacklässig und stieg mit den Crocs die stufen hoch. 4Rennschneckenmann, der wohl auch wieder ein wenig Energie getankt hatte überkam die Euphorie und er rannt die Treppe hinauf.
Beim hinuntersteigen zeigte sich, dass FlyMik dich der einzige war, der sein Schuhwerk herausforderte. Eine Wandererin stieg doch tatsächlich mit Flipflops die Stufen hinab!
Aber bei FlyMik sieht es mit den weissen Socken dazu, doch irgendwie lustiger aus 

FlipFlop Wanderer

Und so ging unsere Abenteuerreise zu Ende!

Eigentlich wollten einige von uns das Ende würdig bei einem gemeinsamen Abendessen beim Chinesen in Feldkirch feiern, doch da dort warens nur noch zwei…
die andern haben leider gekneift, da FlyMik von der Gruppe überstimmt worden war
Schade, aber da kann man nichts machen.

Lotos Feldkirck

Ist ja auch zu verstehen, dass die Jungs wieder zu ihren Familien wollen, die drei Tage lang auf sie hatten verzichten müssen. 

War ein echt cooles Abenteuer mit euch Jungs!!! Hat riesen Spass gemacht!!! Und ich bin echt stolz auf euch (und auch mich natürlich auch ) 
Herzlichen Dank an Jogihans, FlyMik, Rapelli, 4Rennschneckenmann und Loslachenmann 

Und wer weiss…. vielleicht gibts ja wieder mal ein Projekt in dieser Art 

Es grüsst euch, eure Sissi und Franz-Josef

Sissi

4 Gedanken zu „Sechs Schweizer Geocacher…

  1. Rapelli

    Ja es war super und hat spass gemacht mit fünf Sissis bei der Wilden Kaiserin 🙂
    Danke loslachen für die viele Zeit, welche Du noch in den Bericht und den Film investiert hast es bleibt ein Erinnerungsdokument von einem sensationellen Cacher Weekend.
    Rapelli

    Antworten
  2. Michael

    Wir möchten Ende Juli die gleiche Tour machen, aber uns vielleicht einen Tag mehr Zeit nehmen,
    könnt ihr uns die Reihenfolge wie ihr die Caches besucht habt mailen
    und uns vlt einen Tipp geben wie wir die Tour am sinnhaftesten in 4 Tage teilen können?
    Das wäre super nett, vielen Dank, Michl68 und Brigitte

    Antworten

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