Advent Advent Geschichten

der_2._Advent

Mehr Bilder zu dem Thema Advent, Weihnachten, Samichlaus u.s.w.  findest du unter: Weihnachten

Nun die Geschichte:

Wie der Nikolaus zu einem Mäuschen kam

„Verfasser unbekannt

Es lebte einst in einem Haus
die kleine Feldmaus ‚Grauer Klaus‘.
Klaus war ziemlich unscheinbar,
weshalb es auch kein Wunder war,
dass niemand es entdeckte,
wie er sich dort versteckte.

Bei Nacht kam er aus seinem Bau,
denn da sind alle Katzen grau.
Tagein, tagaus sah ‚Grauer Klaus‘
bei Dunkelheit zum Fenster raus.
Und wenn er durch die Scheibe starrte,
sah es so aus, als ob er warte.

Tatsächlich hielt der ‚Graue Klaus‘
Ausschau nach dem Nikolaus.
Den sah er vor einem Jahr,
was Anfang des Dezember war,
mit einem Schlitten ohne Pferde,
denn den zog eine Rentierherde.

Und während sonst ein Schlitten fährt,
flog das Nikolausgefährt
– mit einem Rentier an der Spitze
und Nikolaus mit roter Mütze –
entlang am dunklen Himmelszelt
zu allen Kindern auf der Welt.

Beladen war der große Schlitten
mit Paketen und auch Tüten.
Deren Inhalt wählt stets aus
mit Bedacht der Nikolaus
und verteilt die Gaben dann.
Man nennt ihn ja den ‚Guten Mann‘.

Seit jener Nacht wünscht ‚Grauer Klaus‘
sich eine Fahrt mit Nikolaus
auf dessen großem Rentierschlitten.
Um diesen will er ihn jetzt bitten.
Nur: Wie tritt man als graue Maus
in Kontakt mit Nikolaus?

Das weiß bekanntlich jedes Kind!
Man schickt ihm Post. Das klappt bestimmt.
„Ich nehme die Computer-Maus“,
dachte schlau der ‚Graue Klaus‘,
sprang auf den Tasten hin und her.
Das Schreiben fiel ihm gar nicht schwer.

Weil seine Post sich sonst beschränkte,
auf die von Kids, die er beschenkte,
war sehr erstaunt der Nikolaus
von der Mail vom Grauen Klaus,
Die traf ein im Monat Mai.
Das Weihnachtsfest war längst vorbei.

„Es wollen Kinder sonst bloß Gaben
und Geschenke von mir haben.
Die Schlittenfahrt scheint mir bescheiden.
Ich kann den ‚Grauen Klaus‘ gut leiden.“
Scheinbar dachte Nikolaus,
ein Junge sei der Graue Klaus.

Er sprach: „Knecht Ruprecht, schaue schnell,
schließlich bist Du mein Gesell,
was über ‚Grauen Klaus‘ die Daten
in meinem Gold’nen Buch verraten.
Ist das Kind eins von den bösen
oder immer brav gewesen?“

Natürlich fand man auf der Suche
nichts über Klaus im Gold’nen Buche.
Das ist nicht sehr verwunderlich:
Der Klaus ist ja ein Mäuserich.
Das wissen wir. Doch offenbar
war das dem Nikolaus nicht klar.

Er sagte ernst zu seinem Knecht:
„Ich glaube, Ruprecht, mir wird schlecht.
Obwohl er darauf stehen müsste,
ist ‚Grauer Klaus‘ nicht auf der Liste.
Wie konnten wir ein Kind vergessen?
Vermutlich fehlen uns Adressen.

Bis Weihnachten ist’s lange hin,
zu warten macht da keinen Sinn.
Die Maus beißt keinen Faden ab.
Ich muss zur Erde gleich hinab.
Der ‚Graue Klaus‘ soll nicht mehr warten.
Wir wollen schnell den Schlitten starten.“

Nachdem er sich an Ruprecht wandte,
der Rudolf vor den Schlitten spannte
– das Rentier mit der roten Nase
das flinker ist als jeder Hase –
nahm er den Geschenkesack
auf seinem Rücken huckepack.

So kam es, dass – entgegen Plan –
der Nikolaus zur Erde kam,
in jenem Jahr im Monat Mai.
Knecht Ruprecht, der war auch dabei.
Dem war nicht gut, weil es ihn quälte,
dass auf der Liste jemand fehlte.

Zum Glück war diese Nacht sehr dunkel,
und neblig ohne Sternenfunkel,
sonst hätten sich wohl mehr als hundert
Leute sicherlich gewundert,
was in einer Maiennacht
der Nikolaus auf Erden macht.

Nur deshalb konnte es geschehen,
dass die beiden ungesehen,
und elegant, ganz unumstritten,
bremsten ab den großen Schlitten
vor dem alten Fachwerkhaus,
wo wohnte Feldmaus ‚Grauer Klaus‘.

Leis flüsterte der Nikolaus:
„Wir schleichen uns jetzt um das Haus
und werden einfach Mäuschen spielen
und durch die Fensterscheibe schielen,
was ‚Grauer Klaus‘ gerade macht,
ob er auch schläft um Mitternacht.“

Gesagt, getan. Man sah sie schleichen,
um das Fenster zu erreichen.
Hinein warf Ruprecht einen Blick
und wich sofort entsetzt zurück:
Er rief: „Das halte ich nicht aus!
Am Fensterbrett sitzt eine Maus.“

Auch ‚Grauer Klaus‘ war sehr erschreckt.
Zwei Männer hatten ihn entdeckt.
Die schienen ihm, wie er befand,
zwar streng, doch auch nicht unbekannt.
Die beiden Männer trugen Bärte.
Es waren Nikolaus und sein Gefährte!

Laut piepste er: „O Nikolaus:
Ich bin es – der ‚Graue Klaus‘!
Lass Dich bitte nicht lang bitten,
fahr mit mir auf Deinem Schlitten.
Das wünsche ich mir wirklich sehr,
nichts weniger und auch nicht mehr.“

Ganz still war plötzlich Nikolaus,
mucksmäuschenstill, wie eine Maus.
Auf einmal fing der gute Mann
fürchterlich zu lachen an.
Er hielt vor Lachen seinen Bauch.
Und sein Geselle lachte auch.

Schmunzelnd sprach der Nikolaus:
„Es handelt sich bei ‚Grauem Klaus‘
um ein Mäuschen in der Tat,
das mir die Mail geschrieben hat.
Und weil wir beide töricht sind
dachten wir, er wär ein Kind.“

Scharf dachte nach der Nikolaus:
„Was machen wir mit ‚Grauem Klaus‘?
Am besten kommt er mit uns mit,
dann kriegt er seinen Schlittenritt.
Ich setze ihn auf meinen Kragen,
und Ruprecht muss ihn so nicht tragen.“

Danach bestieg der Nikolaus
mit Ruprecht und mit ‚Grauem Klaus‘
den Schlitten, den das Rentier zog,
mit dem es durch die Lüfte flog.
Ein Rentier, das muss nicht nur rennen,
sondern sogar fliegen können.

Nun lebt die Feldmaus ‚Grauer Klaus‘
bei Ruprecht und bei Nikolaus.
Und fährt er nicht gerade Schlitten,
kommt er auf Rudolf angeritten,
denn bis Dezember haben frei
der Nikolaus und auch die drei

„Verfasser unbekannt“

Bild von  www.coolphotos.de

4 Gedanken zu „Advent Advent Geschichten

  1. Rentier

    auf den Bahamas
    eins zwei drei ,
    braungebrannt sind jedoch nur drei ,
    sonnenkreme gebraucht nur zwei ,
    einer war gar nicht dabei,
    denn dieser hatte einfach frei .

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