9 Pässe an einem Tag

Ja ja, richtig gelesen, der Ausflug vom 02.07.2005 führte über 9 Pässe mit ca.528 km. Ein Bericht mit wenig Bilder, denn um ein solches Ziel zu erreichen, braucht man mehr Zeit zum fahren als zum fotografieren

Das Wetter war ja alles andere als freundlich. Am Samstag morgen um 7.30 Uhr es noch! Um 9.00 Uhr bin ich trotz allem an unseren traditionellen Treffpunkt gefahren und war erstaunt, dass da schon Simon und Rino am warten waren, kurze Zeit später ist dann auch noch Urs dazu gekommen!

Also konnte es losgehen. Der erste Halt war eigentlich nach dem Oberalppass gedacht, doch wir haben ihn vorgezogen und schon in Disentis gemacht, weil es sehr nach Regen aussah Richtung Oberalppass. Die Pause hat nicht viel genutzt, wir wurden leicht berieselt, zum Glück aber nicht lange, der Pass selber war trocken doch sehr kühl 4,5° Brrrrrrrrrr.

Unterhalb von Andermatt in der Göschenenschlucht hat Rino sein Visier verloren!

Also kurze Reparatur

dsc04167.jpg und …….

Nach erfolgreicher Reparatur, konnte es weitergehe Richtung Wassen. Von da den Sustenpass hoch und wieder runter, um in Innertkirchen das verdiente Mittagessen im super guten und preiswerten Restaurant Hof & Post zu uns zu nehmen.

dsc04172.jpg dsc04174.jpg

Gestärkt konnten wir vier die Reise fortsetzen über den Grimselpass. In Ulrichen machten wir einen Tankstop vor dem Nufenenpass. Durchs Tessin erlebten wir wie es ist bei 31° Motorrad zu fahren. *schwitz* Die zügige Fahrt den San Bernardino hoch hat Durst gemacht und eine weitere kurze Pinkelpause war auch wieder angesagt! Bis hier haben wir erst 5 Pässe hinter uns gebracht! Es standen also noch 4 weitere vor uns! Urs hat sich an dieser Stelle von uns verabschiedet, er wollte nicht mehr

Bis nach Splügen ist er noch mitgefahren, von dort sind Simon, Rino und ich rechts abgezweigt um den Splügenpass zu bezwingen Für mich fing es auch sehr spannend an, ein paar Kurven weiter oben hab ich zwei Seven Flitzer gesehen die sich um die Kehren jagten.

caterham-seven.jpg

Diese sind einfach spitze, lassen sich fahren wie ein Gokart. Ich konnte sie dann auch einholen. Als mich der hintere Fahler bemerkte, wollt er mich vor lassen Ich winkte höflich ab, erst mal beobachten, denn wie gesagt, die Dinger gehen wie auf Schienen um die Kurven! Wer den Splügenpass kennt weiss, dass auf der Schweizerseite sehr viele 180° Kurven kurz hintereinander kommen

spluegen.jpg

Der vor mir fahrende Seven hat sich vor der ersten Kurve, nach der ca. 1.5 Km langen Geraden derart verbremst, dass ich für einen Moment ausser blauem Rauch und Gummigeschmack nichts mehr gesehen habe. Nach drei Kurven hab ich ihn dann überholt, um den anderen Flitzer, der sich schon abgesetzt hatte, zu beobachten! Auch er hatte seine Mühen in den sehr engen Kehren, einmal hatte er dann sehr grosses Glück, ihn schob das eigene Gewicht über die Vorderräder, es fehlten nur wenige Millimeter und er hätte mit dem rechten Rad die Mauer geküsst! Er musste den Retourgang einlegen und dann ging’s im gleichen Tempo weiter! Ich hatte echt alle Hände voll zu tun, es hat aber richtig Spass gemacht Oben am Pass angekommen musste er auf seinen Kumpel warten und ich auf meine.

In Chiavenna hat sich dann wieder die Benzinlampe bemerkbar gemacht, doch wir haben erst noch einen Halt im Grotto Ghiggi eingelegt um selber Flüssigkeit zu tanken, bevor die Maschinen in Castasegna ihren Durst gelöscht bekamen! Da stehen sie und warten auf die Weiterfahrt über die verbleibenden 3 Pässe.

dsc04181.jpg

Der Maloja, Julier und die Lenzerheide haben wir dann auch noch ohne Zwischenfälle gemeistert! Das war es nun wieder mal Leute,

9 Pässe….

Oberalp, Susten, Grimsel, Nufenen, San Bernardino, Splügen, Maloja, Julier und die Lenzerheide = 528 Km

Es hat echt Spass gemacht und Simon träumt sicher noch lange vom Susten und Grimselpass. Nicht umsonst , betitelte er wohl diesen Tag als…. den schönsten in seinem noch jungen Leben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.