Einer der Turbulentesten Ausfahrten mit Unfall

Es ist wieder mal einer dieser Ausflüge geworden, die man nicht so schnell vergisst!!!

Und zwar über den Lukmanier wieder zurück über den San Bernardino.

Der Tag begann schon irgend wie seltsam!

Ich habe im Forum bekannt gegeben das ich um 10.00 am üblichem Treffpunk losfahren werde!

Biit hatte bereits um 9.30 mit einem Kumpel in Tamins abgemacht! Er wusste, dass er losfahren konnte, ich würde sie dann schon bei ihrem ersten Halt einholen! Natürlich war ich um 9.45 in Chur zum tanken.

Doch keine Karte um zu bezahlen!

Also… nur Bares ist wahres.

Geld raus und….. zuwenig für den ganzen Tag!

Mir blieb nichts anderes übrig als wieder nach Hause zu düsen und die fehlende Finanzquelle zu holen! Punkt 10.00 fuhr ich wieder nach Hause und holte die Karte! Ich wollte es nicht glauben das keiner der GRischa Biker diesen wunderschönen Herbsttag ohne Motorradfahren verbringen würde und fuhr nochmals die Tankstelle an!

Tatsache!!!!!!!!! Nicht einer da… Ok, zwei mussten arbeiten, die andern hatten also wohl ne defekte Griffheizung und wollten nicht frieren!

Aber das war ausgeschlossen bei den Prognosen! Ok also ohne die anderen!

Eigentlich hab ich erwartet, dass Biit und Gian-Reto (sein Kumpel) auf dem Lukmanier Hospiz warten würden, doch dieser war geschlossen!!!

Am Fusse des Lukmanier in diesem Restaurant ohne Namen in Acquarossa standen die 2. Soeben angekommen! Da es ja schon fast Mittag war, beschlossen wir was zu essen! Das war eine sehr sehr denn es war spitze!

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Eine 3/4 std. später ist dann auch noch Reto zu uns gestossen der noch später als ich losgefahren ist! Da wir ja nicht nur rumsitzen wollten, machten wir uns schon bald wieder auf den Weg!

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Natürlich Richtung Bellinzona!

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Und wieder ! Ich voraus mit dem Fun-Bike der Honda Hornet 600. Schon bald schloss ich auf 2 Motorradfahrer aus OW oder NW auf, wow der hintere eine Kawasaki ZX10 und der vordere eine Suzuki GSX-R 1000! Beide waren recht zügig unterwegs… doch ich merkte schon bald, nicht die geübtesten Fahrer. Als mich der Kawa Fahrer bemerkte wurde er nervös und in einer Spitzkehre ( in einem Dorf 50km/h ) traute er sich nicht seine Maschine in die Kurve zu legen und geriet sehr nahe an die Leitplanke! Na ja, egal, kann mal passieren!

Leider sind dann aber genau die 2, auf der Geraden…….( immer noch 50 ) losgebrettert !!!!! Ich hab sie ziehen lassen mit einem Kopfschütteln, denn ich achte in der Regel schon auf die Geschwindigkeits- Begrenzung, vor allem INNERORTS! Man lernt auch auf einer langen Geraden, die mit 50 Km/h begrenzt ist, wo weder Kinder, Einkaufszentren, Zebrastreifen, Schulen, Alte Leutchen, Katzen, Hunde, Elefanten, Pinguine oder sonst was anzutreffen sein könnten, bis zuletzt zuzuwarten, um danach erst das Gas zu gebrauchen!

Das tat ich natürlich dann auch sogleich, hatte die beiden auch schon in der nächsten Kurvenkombination wieder vor mir! Musste auch nicht lange warten und schon durfte ich die Kawa hinter mir lassen!

Als mich der Suzukifahrer im Spiegel bemerkte und sah das da eine Hornet im Anflug war, beschleunigte er aus einer leichten Linkskurve derart stark, dass sein Hinterrad leicht rutschte! ( Ist ja in der Regel kein Problem, wenn man damit umgehen kann und darauf gefasst ist! )

Er zog natürlich auch gleich weg, doch dann geschah das, was ich eigentlich wissen sollte!

Wie sehr hasse ich mittlerweile dieses Scheiss Geräusch, von Pneugequietsche Knall Schleif Brich & Motorgeheule dass einen nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen will!!!!!

er war für seine Verhältnisse zu schnell!!! Da war eine Linkskurve, nichts tragisches, doch der Gute bekam vermutlich angst, bremste und bremste und bremste immer noch!!!!! Er versuchte noch mit seinem linken Fuss auf der Strasse zu bremsen, doch….. Shit, der donnerte seitlich in die rechte Leitplanke! Er, wie das Motorrad, schlidderten. dieser ca.20m entlang bis zum Stillstand! (sah aus wie parkiert)

Ich wendete hinter ihm gleich, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen! Sein Kumpel war ihm dann behilflich, sich aus der misslichen Lage zu befreien! Er konnte bis zum nächsten Ausstellplatz weiterfahren, um dort eine Schadensaufnahme an Leib, Kleidung und Motorrad zu machen!

Wir talkten dann noch ein paar Augenblicke lang, aus denen ich dann erfuhr, wie lange er die GSX-R schon fahre… Nur ca.10’000Km. Ich glaube, auch dies ist einer dieser Kandidaten, die ab 25 einfach auf eine solche Rakete sitzen dürfen!!!

Was sagt uns dass, lässt man sich also wohl besser nicht auf solche Experimente ein. Man soll den Hinteren vorbei fahren lassen, wenn er schneller kommt als man schon fährt. Denn man weiss ja nicht, ob der da in der Gegend wohnt und/oder er diese Strasse in und auswendig kennt!

Und zu guter letzt noch… Lass in so einer Situation einfach die Bremse los und schau dorthin, wo du auch wirklich hin willst!

Das Lösungswort heisst: Üben, üben und nochmals üben!

Du denkst nun, dass war der einzige Zwischenfall heute?!?!

war es nicht!

Da es zwischen Biasca und Roveredo sehr auf der Hauptstrasse ist, haben wir die Autobahn für dieses kurze Stück genommen!

….nach Bellinzona, da wo der Radarkasten steht, kommen doch ohne Scheiss, ca. 8 Japaner und zum Teil zu 3. nebeneinander daher gelaufen!!!

Haben die eine oder was????

Ich bin hupend an denen vorbeigefahren und hab natürlich auch zeigen müssen! Für den Moment ist das alles!
Die Fahrt bis zum San Bernardino DORF war dann auch super.. dann noch quatschen und ne ruhige Minute haben.

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Kurz darauf hörten wir ein Donnern!!!! Unsere Blicke richteten sich zur Autostrasse, da hat tatsächlich einer, nicht die schön ausgebaute, alte Passstrasse genommen!!! Es war eine Ducati 998R schwups und er war im Tunnel!

Stopp!!!

Nein, es donnerte schon wieder! Der hat doch vor oder im Tunnel das Motorrad gewendet! Du meinst das war alles!?!?!?!

NEIN!

Er nahm nicht die offizielle Ausfahrt! Der blieb auf der Autostrasse stehen bis keiner mehr entgegen kam und bog einfach in die Gegengerichtete Einfahrt ab!

oder was????

Was ist denn das für ein „Spezieller“! Er parkierte 10m neben uns, ging in die Tankstelle und holte sich einen Kaffee!

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Ok , die Duc vom Allerfeinsten, doch der Blick auf seinen Pneu sagte mir…. der absolute Geradeausfahrer! Der hat halt vermutlich einfach nur viel Geld und hat sich dieses Teil geleistet, weil er ja schon ein paar Jahre über 25 ist! Aber wenn dieser Herr mit seinem Auto genau so fährt und auf der Autostrasse wendet ist er eine potenzielle Gefahr! Er fuhr dann auch gleich wieder los, natürlich nicht über den Pass, sondern durch den Tunnel!

So machten auch wir uns wieder auf den Weg, natürlich über den „Berg!“

Treffpunkt: Parkplatz in Hinterrhein! Ich wieder voraus!
Hat natürlich wieder richtig Spass gemacht, die Serpentinen hoch und auf der anderen Seite wieder runter

Ich glaubte, meinen Augen wieder nicht trauen zu können!

Da kam mir doch ein riesiger Lastwagen mit Anhänger entgegen! Da konnte ich nur machen!

Ich wollte sehen, wie er die erste Spitzkehre überwinden würde (unmöglich) und stellte weiter unten aus! Er hat auf mein Zeichen reagiert und hat auch angehalten! Also fuhr ich wieder hoch zu ihm, es war ein POL und ich machte ihn darauf aufmerksam, dass er da nie um die Kurven kommen würde!

Da war eine kleine Naturstrasse, die wie mir schien, wieder nach unten führte! Ich machte ihm den Vorschlag kurz da runter zu fahren um zu schauen ob er den Riesen da wenden kann!

Meines Erachtens wäre es gegangen, hab ihn dann auch eingeladen bei mir auf den Sozius zu sitzen „hüstel“ um sich selber ein Bild zu machen!

Er hat sich jedoch fürs Rückwärtsfahren entschieden „der Clevere“ und das abwärts mit den vielen Kurven!

Mittlerweile ist der Rest der Truppe auch angekommen und wir machten einen neuen Treffpunkt ab: Bündnerstübli in Tamins!

Also ab auf die 2. letzte Etappe!
Du glaubst mir nicht was jetzt noch kommt! Nein glaub ich wirklich nicht….

Ich wieder voraus !

Von Hinterrhein über das Dorf Splügen bis nach Sufers sind es ca. 15 km. Die anderen wurden ein wenig aufgehalten und ich dachte mir in Sufers, mal auf die andern zu warten! Sehr weise Entscheidung! Ich stellte vor einer Kurve aus, zwischen Autohahn Ein und Ausfahrt. Gleichzeitig war dies auch die Hauptstrasse!

Da stand doch mitten auf der Strasse man glaubt es kaum, eine Grossmutter mit ihrem Fahrrad und 2 m hinter ihr, auch in der Strasse, ihr Enkelkind, ebenfalls mit Fahrrad bewaffnet!

Nicht auszudenken was hätte passieren können wenn ein Auto, Motorrad, ich oder sonst was, da um die Kurve gekommen wäre!

Aus voller Lunge rief ich Hey!!! ab der Strasse!!!!

Leute ich sag’s euch….. Der pure Wahnsinn… Im Bündnerstübli haben wir dann den Tag nochmals Revue passieren lassen, bei einem Abschiedsgetränk!

abschlussdrink.JPG

Da blieben mir am Ende dieses turbulenten Tages nur noch 3 Sachen, ein feines Raclette, ein superschöner Abend

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und zu guter Letzt, dass Erlebte hier für euch niederzuschreiben!

 

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