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Ein Geschenk auf dem Sunntigberg abgeholt und woanders versteckt


Warum ist ein Geschenk da oben versteckt für uns?  Tja, das ist eine lange Geschichte.
Die Grischunis, ja genau die, die uns überhaupt zum Cachen gebracht haben, wollten uns einen Cachebehälter schenken.
Statt einfach bei uns zu Hause vorbeizukommen, haben sie das Dösli hier oben auf 2030 m.ü.M versteckt.
Dummerweise aber ohne Logbuch drin, so dass wir uns den Weg nicht sparen konnten, selber hoch zu wandern.

Lange hat es gedauert, bis wir es endlich geschafft haben. Fast zwei Jahre! Weiterlesen

Geocaching, der steile Weg zum kleinen Bergsee

Vor langer, langer Zeit wollten wir diesen Geochache „  Der steile Weg zum kleinen Bergsee“ (GCPM47) schon unter die Füsse nehmen, doch irgendwie gab’s trotz des nahen Wohnorts immer wieder einen Grund die Tour hinauszuschieben. Wir geben zu, ein wenig Angst hatten wir auch, weil man uns erzählte, wie weit es bis zum Seelein ist. 
Heute gab es dann keine Ausrede mehr. Wir sattelten unsere E-Bikes, die uns ein wenig Unterstützung boten und fuhren bis zum Artimi hoch. Pause im ArtimiDort lagerten wir die Drahtesel zwischen und machten uns auf den Weg zum Dorf Spundätscha. Hier wurden die Höhenmeter abgelesen und es wurde gerechnet bzw. notiert. Phu…..ganz schön weit… aber da müssen wir durch. Das Kaffeeangebot eines Dorfbewohners schlugen wir aus Zeitgründen aus und stiegen den steilen Pfad nach oben. Eine Höhenlinie nach der anderen wurde geschnätzelt.

spundätscha

Nach einem zünftigen Energieverbrauch kamen wir dann beim Zwischenziel an. Dort begann es zu tröpfeln.

Dunkle Wolken

Oha….müssen wir umdrehen? War die ganze Anstrengung um sonst? Erst mal stärkten wir uns mit einem Balisto und entschieden dann doch weiter zu gehen. Die Höhenlinien liessen wir hinter uns, auf dem Grat wanderten wir bis zum Seelein. Endlich geschafft.  

Silvia und Antonio Saysersee Silvia Rieder

Wir waren so froh, endlich da zu sein. Ein angenehm kühles Lüftchen zog uns um die Ohren. Das Feuer der letzten Seebesucher rochen wir schon von weitem und sahen es nun auch. Die wenigen Schneefelder, die noch übrig waren, hatten einen roten Saharasandüberzug.

Saharasandüberzug

Im See sahen wir so viele sich paarende Frösche,  wie wir es noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hatten. Auch eine solche Anzahl an Molchen schon einmal gesehen zu haben konnten wir uns beide nicht erinnern. 

Rechts oben das Kreuz, welches uns demonstrierte, wie hoch wir uns hinaufgekämpft hatten.
Nach diesen idyllischen Momenten des Staunens, schweiften unsere Gedanken wieder zurück in die Realität.
Wegen dem Cache waren wir überhaupt hier hin gekommen, an diesen wunderschönen Platz. Wo ist er nun? 
Am Seerand entlang schritten wir zu dem Fels, der das Versteck bald frei gab. Glücklich und zufrieden trugen wir unsere Namen ins Logbuch.  Gehofft hatten wir, dass unter den Tauschgegenständen eine oder zwei Servelats liegen, die wir auf dem noch immer brennenden Feuer hätten brutzeln können,doch da wurden wir leider enttäuscht. 
Mit dem Bisschen Energie, das wir noch hatten, schleppten wir uns zum Gierenspitz hinauf, dessen Namen wir erst aus dem Gipfelbuch erfuhren. Dort tankten wir unseren Energiemangel wieder auf. Genossen noch kurz die Aussicht und flohen dann vor der grossen dunklen Wolke, die bedrohlich Nahe auf uns zu glitt.

Gierenspitz Richtung Chur Bündner Oberland Rheintal Weitsicht Der Grat

Schnellen Schrittes eilten wir nach Stams. Der Regen konnte uns nicht einholen, worüber wir nicht unglücklich waren.
Calandabräu Im Bergrestaurant füllten wir unser herausgeschwitzter Flüssigkeitsgehalt mit einem Calanda Bräu und einem Shorley auf.  Dann spazierten wir auf der Strasse zum Artimi hinunter, wo unsere Bikes in der brütenden Hitze brav auf uns warteten.

Nun durften wir nach unten düsen und somit den Akku der Räder wieder ein wenig auffüllen. Mit dem überqueren der Höhenlinien, in umgekehrter Richtung diesmal, spürten wir die Zunahme der drückenden Sonneneinstrahlung.
Zu Hause angekommen freuten wir uns erst mal auf eine erfrischende, kühle Dusche, die wir uns wohl auch verdient hatten. Und dann gab’s leckeres Essen. 

Ein fantastischen Ort, der uns ohne Geocaching wohl für immer verborgen geblieben wäre.