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Wenn das Schicksal zuschlägt – Teil 9

Der Aufbau ist in vollem Gang

Um den Körper wieder fit zu bekommen, hat Antonio ein anspruchsvolles Training vorgenommen. Einige Kilometer spulte er in dieser Woche ab. Dabei verschwitzte er sogar einen Arzttermin. Doch also ob das nicht genug wäre, liess er sich auch noch bei Silvia in der Schule einspannen. Auch Postbote spielte er, um sich bei allen, die ihn während der Krankheit besucht hatten zu bedanken. Ein ganz schön volles Programm. Vielleicht fast zu voll?
Tja und dann war schon Weihnachten; Besuch in Vals, Spaziergänge, gutes Essen, Geschenke geben und erhalten, liebe Leute treffen und dann gab’s da noch einen kleinen Ausflug ins Ausland… 
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Sonntagsspaziergang, Tritt und Mädli

An diesem Wochenende hatten wir noch nichts vor. Das Wetter schien gut zu sein, fast zu gut, denn die Prognose versprach über 30°C. Hm…was könnte man an solche einem heissen Sonntag machen? Silvia könnte in die Badi gehen, doch das ist nix für Antonio und wir wollten ja zusammen was unternehmen.

Am Tritt wären noch ein paar Dosen offen und auch das Mädli wäre noch zu besteigen.
Tritt Einstig GC4MWY2 /  Tritt GC4MTX0 / PT Igis->Turm: Kaputte Bank GC3Z14V / Mädli Gratweg GC585BP /  Mädli 1496m GC5858P

Also los, Sonnencreme, Hut, Brille, Wanderschuhe, GPS, Stöcke, Rucksack gefüllt und schon konnte es losgehn.

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Den Tritt haben wir noch nie bewältigt und so machten wir uns durch den Wald auf den Weg zu unserer ersten offiziellen weiss-blauen Wanderung. Wir kamen gut voran, doch merkten bald, dass wir sehr sorgfältig auf das GPS schauen müssten, da man im Wald schnell mal ein paar Meter vorbei ist und die Koords einem ein wenig Tanzen lassen.

Der Einstig war dann aber trotzdem schnell entdeckt und so nahmen wir den steilen Aufstieg in Angriff. „Du hesches im Griff mit de Koords?!“ Rief Silvia mehrmals zurück, denn sie dachte, dass es doch bald mal wieder eine Dose haben müsste. „Ja,ja, no as Stückli witer!“ Und plötzlich lag uns so eine Unsicherheit im Nacken. Wir spürten, dass wir zu weit sind und checkten all unsere Geräte ab. Tatsächlich, die Dose muss weiter unten liegen. Nicht dass es zu wenig anstrengend für uns gewesen wäre, aber da mussten wir halt nochmal runter. Dort zeigte sich die grosse Büx dann schnell. Nach dem Loggen durften wir wieder hinauf steigen und schon bald standen wir am Horizont.

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Nun war die Frage, wie’s weiter gehen soll. Mädli, oder einfach gemütlich grillieren und wieder runter?- Da wir beide noch fit waren, gingen wir weiter. Geht ganz schön hoch da und schmal ist es. Auf beide Seiten geht’s runter. Also scheinen wir auf dem Grad zu balancieren. Ungewohntes Gefühl, aber es macht Spass.

Medli Grat

Auf dem Weg durften wir noch kurz Bekanntschaft mit Giachen machen, oder war es Gian? Er hatte keine Zeit zum Plaudern und so konnten wir ihn nicht fragen, welcher der beiden Steinböck er ist.

Kurz darauf mussten wir eine wacklige, nur noch an wenigen Punkten befestigte Treppe hochsteigen, gaaaar nicht vertrauenswürdig, doch sie hielt uns trotzdem.

wacklig

Oben angekommen, erkannten wir die Treppe bald und Antonio durfte hochkraxeln. Silvia meinte, dass sie das Dösli auf dem schönen Kletterbaum oben am Grad montiert hätte und auch Antonio gefiel diese Idee gut, doch als wir oben waren, merkten wir, dass die Idee nun so gut auch nicht gewesen wäre, viel zu gefährlich, da geht es voll krass runter auf der anderen Seite!

antonio aerni mädli 16-IMG_0110 11-IMG_0088

Aber die Aussicht von da oben, die ist echt nicht zu verachten.aussicht vom medli

Und so öffneten wir ein wohlverdientes Bierchen und genossen unser Päuschen.

ein bierchen in ehren

Anschliessend ging’s zurück zum Stunaboda, wo eine Feuerstelle lag, die noch so heiss war, dass wir nicht einmal ein Streichholz brauchten um es wieder mit Flammen zu versetzen. Silvia verbrannte sich grausam die Finger, doch Antonio wusste ein gutes Gegenmittel, das sofort Abhilfe schuf. Als die Glut dann gut war, konnten wir unsere mitgebrachte Wurst grillieren und den warmen Nachmittag im Schatten geniessen.

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Wir legten uns nach dem Essen auf die Wiese und beobachteten die Wolkenformationen, die immer wieder neue Tierformen bildeten, die wir uns gegenseitig erklärten.

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Nachdem wir genug Päuseli hatten, machten wir uns bereit zum Abstieg über den Schlund. Auf dem Weg noch Cacherkontrollen bei unseren beiden Dösli gemacht und am Schluss waren wir echt froh, endlich beim Auto anzukommen.

Müde aber zufrieden nach 22.6 Kilometer und fünf gefunden Büxli,  machten wir uns auf den Heimweg. Zu Hause gab’s erst mal eine Dusche und dann zum Abschluss des Tages einen Coupe Romanoff.