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Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Nicht nur Geocachen in Ungarn

P1070548

Was gibt es schöneres als zwei Hobbi’s zu verbinden?

pannonia

Leider hatte es in Ungarn nicht so viele Caches zu holen, dennoch versuchten wir uns an diesem Pannonia Multi GC1PRPJ mit unserem noch feuchten Navi von Garmin, das 450T welches uns ganz schön an der Nase herumgeführt! Du meine Güte sind wir in der Pampa rungelaufen, so haben wir dafür auch die Gegend anschauen können.

P1070585 Wasserbrunnen loast tanke

Zur Not habe ich ja die Suzuki mit dabei was auch super Spass gemacht.

suzuki mit loslachen

Die Suzuki war eigentlich auch der Hauptgrund das wir hier gelandet sind…

Antonio Aerni Rennstrecke Adrenalin Boxenstop

…aber eben nun auch das Geocachen?

Ein bisschen hatten wir die Schnauzte voll… nichts ging auf, suchen wir am falschen Ort? Ist ja auch unser allererster Multi den wir alleine versuchen zu lösen.

Kurz bevor wir mit der Suche des Multis aufgegeben haben, rafften wir uns nochmals auf und Starteten einen letzten versuch und siehe da, nach einem Spaziergang innerhalb des Geländes konnten wir dann doch noch die letzten fehlenden Ziffern für die Endkoordinaten finden.

Nach dem Ausrechnen kamen wir dann auch auf vernünftige Koordinaten.

Pannoniaring GPS Schatzsuche Endkoordinaten Ausrechnen

Sieht gut aus

Das Büxli haben wir dann aber erst auf der Heimreise beim vorbeifahren nach ein bisschen suchen Gefunden, war nicht einfach da mitten im Wald!

Nur so nebenbei, meine Rundenzeit mit der Susi auf der Rennstrecke war 2:10,674

Natürlich sind wir nicht auf dem direkten Weg nach Hause, da gab es auch einiges zu sehen und zu erleben.

Autoschrott Früchtchen  Silvia mit Blades

Einfach  cool so zwei Hobbys zu haben.

Rijeka am 01./02./03.Oktober 2010

Wir sind wieder zurück von dem Rennstreckenbesuch in Rijeka und…

Alle 5 Hobbyrennfahrer und die Rennfahrerin sind glücklich und zufrieden wieder zuhause.

Alle haben ihre eigene Bestzeit geschlagen und wir haben auch noch was im Gepäck mitgebracht  

1 Pokal für den 10. Platz im Langstreckenrennen (Wudl & Antonio)

1 Pokal für den 3. Platz in der Kategorie bis 750er (Antonio)

1 Pokal für den 4. Platz für unsere Lady (Marion)

1 Pokal für den 2. Platz für unser Neuling auf der Strecke in der Kategorie Streetfighter (Marcel)

Auch hier werde ich bei Gelegenheit einen ausführlichen Bericht schreiben.

Es war ein richtig cooles Wochenende.

Danke allen dabei gewesenen

Misano 13./14./15. August 2010 – Verspäteter Bericht

Als wir heute den Reisebericht von Misano 2010 anschauen wollten, bemerkten wir mit Schrecken, dass es diesen noch gar nicht gibt! Der 92-P1060849Chef persönlich ist gerade mit einem anderen Projekt beschäftigt, also werde ich die Bruchstücke an Erinnerung, die noch in meinem Kopf weilen, zu Papier bringen. Die Fotos werden mir dabei wieder auf die Sprünge helfen und die Tatsache, dass dies die Reise ist, von der wir einander immer wieder erzählen. Vielleicht nicht zuletzt  wegen des Gratis-Pizza-Gutscheins, welchen wir vor Kurzem beim Aufräumen in die Finger bekommen haben.

Also starten wir unsere Reise:
Da wir beide Ferien hatten, konnten wir uns schon ein paar Tage vorher auf den Weg machen.
Über Davos-Zernez, St.Maria bis nach Bormio sind wir am ersten Tag gefahren, dies beweisen auch die vergilbten Leuchtstiftlinien auf der puzzleähnlich zerfallenen Karte, welche ich vor mir liegen habe. Ich erinnere mich noch genau, dass wir nach Bormio nach einer Schlafgelegenheit gesucht haben. Es war schon recht spät und die meisten Hotels hatten oder waren viel zu teuer.

Bei St.Caterina wurden wir dann auf einem Pass fündig. Ein kleines Rifugio mit einer Pizzeria stand da, wie wenn es auf uns gewartet hätte. Erst mal bekamen wir den Zimmerschlüssel, mit welchem wir uns in den oberen Stock begaben und dort ein enges Zimmer bekamen, direkt nebenan ein kleines Gemeinschaftsbad. Wir stellten unsere Reisetaschen hin und begaben uns ins Restaurant hinunter. Da wurden wir mit einer Pizza verwöhnt, die wir bis heute nie vergessen haben: Salatteller, Fleischplatte und Pizza in einem. Und da zu einem Preis, für welchen man bei uns nicht mal den Salatteller bekommen würde. Das war wirklich ein Erlebnis, diese Pizza!

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Am nächsten Tag begrüssten wir noch die eingehagten Ziegen bevor wir über den Pass weiter zogen. Wir steuerten die Ostküste Italiens an, welcher entlang wir weitertuckerten und den Blick aufs Meer genossen. Irgendwann, kurz vor Rimini, überkam uns die Lust, noch einwenig ins Meer zu hüpfen und so schnappten wir uns ein Hotel am Strand. So einfach war das zwar nicht mitten im August in der Hochsaison. Auf einem Tourismusbüro suchten sie für uns ein Hotel, das noch ein Zimmer frei hatte. Es dauerte beängstigend lange, bis dann das wohl letzte Zimmer der ganzen Küste gebucht werden konnte. Mannn waren wir froh, denn im Bus schlafen wäre unmöglich gewesen mit all unserem Rennstreckengepäck. Preis durfte also kein Hindernis mehr sein, wir mussten nehmen was man uns gab. Vom Zimmer aus hätten wir fast in den Pool springen können, doch wir zogen das Meer vor. Als wir einige Meter draussen waren, merkte ich, dass unter meinen Füssen an Stelle von Sand lauter Krebse waren…..iiiiiiigggiiiiiiitttt. „Schatzeli, i bewega mi kai Meter meh, kasch mi bitte usaträga!?!“ War mein Wunsch, der mit einem lauten Lachen erwidert wurde. Das hiess dann wohl, dass ich da alleine wieder raus musste. Und so genossen wir den Rest des Spätnachmittags am Strand. Seit diesem Erlebnis, bin ich etwas zurückhaltender mit Meerbesuchen geworden.

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Da ich Krebse und solche Wesen lieber auf dem Teller als unter den Füssen habe, führten wir uns zum Abendessen gleich mal 10-DSC04740ein Paar dieser Kandidaten zu Gemüte. Da ich die Arbeit es Schälens selber verrichten musste, wurde ich mit einem Esslatz eingekleidet. Da fühlt man sich doch gleich wieder 20 Jahre jünger….hihihihi…..
Am nächsten Tag führen wir dann unser Ziel an: Die Rennstrecke von Misano!
Dort trafen wir Lori, mit dem wir zusammen unser Lager einrichteten. Emanuel, Nati und Päuli, Duri und Madalena, André mit Natalia, Guido und Gino mit Familie.

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Am Abend inspizierten wir die Rennstrecke, worauf ich mich sehr gefreut hatte, da ich dafür extra die Inliner eingepackt hatte…Jupyyyy…
Natalia durfte dann am nächsten Tag mit André auf dem Bike mal eine Runde drehen, damit auch sie mindestens einmal auf der Strecke war.

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Das Wetter lockte die Truppe nicht so ausgiebig auf die Piste und so mussten wir uns halt ein anderes Programm zusammenstellen um die kurzen regenlosen Momente abzuwarten.
Mit Mühe bekamen wir fünf Spieler für das Eile mit Weile zusammen und so düsten wir statt auf der Rennstrecke über das Spielbrett. Alle anderen schraubten lieber an ihren Maschinen rum.

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In den kurzen Regenpausen steuerten aber alle schnell auf die Strecke und genossen die kurze Zeit, die ihnen blieb.

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Abends ging’s dann auswärts essen. Neben dem leckeren Essen gab’s auch noch Unterhaltung und zwar Dosenstapeln mit Duri 😉 Das muss ihm erst mal einer nachmachen!

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Die Rennzeiten wurden dann abends genau unter die Lupe genommen und jeder hoffte, am nächsten Tag noch die Chance zu bekommen, sich zu verbessern. Zudem wurde am Ferragosto noch ein Feuerwerk gezündet, welches wir sehr geniessen konnten.

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Tatsächlich sah der nächste Tag vielversprechend aus und so schwangen sich alle auf ihre Räder. Die meisten kamen glücklicherweise auch heil wieder zurück. Zu Schaden kam nur eine Maschine (Hauptsache die Menschen blieben heil).

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Bei strahlendem Sonnenschein konnten dann die Lorbeeren der harten Arbeit geerntet werden.
Die Ausbeute war nicht zu verachten und alle freuten sich über die beachtliche Ausbeute.

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Glücklich und zufrieden wurden die Maschinen und alles andere wieder in den Bus gestopft und die Heimreise wurde in den frühen Abendstunden in Angriff genommen.

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Ein weiteres tolles Erlebnis ging zu Ende, doch die Erinnerung bleibt.

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Hockenheim 14./15.Mai 2010

Dieser Event wurde von Suzuki Schweiz organisiert. Da ich schon einige Jahre nicht mehr an den Veranstaltungen von Suzuki teilgenommen habe, weil die Preise immer mehr in die Höhe gingen, habe ich mich trotzdem wieder mal entschieden mich anzumelden.

Das hatte natürlich auch noch andere Gründe.

  1. war ich noch nie auf dem Hockenheimring
  2. die Strecke ist im Verhältnis zu anderen sehr nahe gelegen
  3. „viele“ Kumpels sind mit von der Partie
  4. ich konnte mein neues  Gerät testen, und
  5. wir hatten viele private Zuschauer

Die Fahrer waren:

André,  Duri,  Lori,  Sergio,  Emanuel und ich, als einzige fahrende Frau in unserem Lager, Marion.

Wir wurden begleitet von:

Natalia,  Maddalena,  Cornelia,  Marcella,  Silvia und Silvio.

Tag 1, die Anfahrt

Da es ja das Auffahrtswochenende war und wir ja alle am Donnerstag frei hatten, haben wir den Abfahrtstermin auf 12:30 Uhr an der Coop Tankstelle in Landquart festgelegt.

Trotz Saukälte war die Stimmung genial. Alle haben Vollgetankt und sich noch mit Reiseproviant eingedeckt.

und wer ist dieser süsse Sunnyboy?

Er ist glücklicher als die Frau aus dem Kanton SG im Wohnmobil (roter Kreis) ,die uns nicht gerade freundlich zu verstehen gegeben hat, dass es wegen solchen Deppen (wie wir es sind) Gesetze gebe, denn das sei kein Parkplatz

Mein Tipp…

… etwas mehr Sex praktizieren dann geht man(n) respektive Frau glücklicher durchs Leben

Wir hatten jedenfalls unseren Spass

Und der ging schon beim ersten Stopp los.

  1. Sergio war  nicht mehr hinter uns spurlos verschwunden!
  2. sind Silvio und Marion einfach weitergefahren, sie hatten nicht gesehen, dass wir eine Pipipause eingelegt haben!
  3. waren die Damentoiletten, glaube ich, nicht so sauber wie die der Männer WCs,  sodass einige unserer Ladys es bevorzugten die Männertoiletten zu benutzen!


Noch kurz Andrés neue Rennverschalung begutachten dann…


… hätte es eigentlich weiter gehen sollen, doch genau in dem Moment wo ich einsteigen wollte, hielt eine Polizeistreife neben mir an und  fragte mich freundlich:

„Na? In der Gruppe unterwegs?“

Ich: „Ja genau“ 🙂

Er: „Was habt ihr denn geladen? “

Ich: „Motorräder“

Er: “ Wo soll es denn hingehen?“

Ich: „Nach Hockenheim auf die Rennstrecke“

Er: „Na dann viel Spass“

Ich: „Danke und Tschüss“

Das ging ja dieses mal gut, habe schon anderes erlebt, wie damals auf der Fahrt nach Magny Cours im 2005 als wir erst von einer Französischen Polizeistreife verfolgt wurden, dann auf einen Rastplatz gelotst und dann von weiteren 5-6 Polizeistreifen kontrolliert wurden!

Ach ja… Sergio hat uns dann auch noch gefunden, er musste einen NOT Pipihalt mitten auf der Autobahn für Marcella machen !

Die Fahrt konnte also weiter gehen, wir mussten das Wohnmobil von Silvio wieder aufholen.

Emanuel hat die Verfolgung dessen aufgenommen und nach einer Kontaktaufnahme wussten wir, dass sie schon eine Tankstelle angefahren haben und dort auf uns warteten.

Schon bald haben wir die Beschilderung von Hockenheim gefunden und wurden dann auf den Parkplatz verwiesen um zu warten bis die Tore geöffnet werden, zum Glück hat der Regen nachgelassen, kalt war es aber trotzdem!

Einige Schnappschüsse während der Wartezeit.

Dann ging es los, das Rennen um einen guten Standplatz im Fahrerlager.

Und wie jedes mal, mit oder ohne Plan wussten wir nicht so genau wie, wo, was und überhaupt…

Doch nach einigen Unklarheiten und langen Gesichtern konnte das Aufbauen, Ausladen und Aufpumpen beginnen, es sah aus wie in einem Bienenstock.

Dann, als wir uns alle platziert hatten, konnten wir uns dem Zeltaufbau widmen.

André ist gross genug, doch Maddalena und Natalia haben ihre Mühe ganz oben die Nippel durch die Laschen zu ziehen 

Es war so was von kalt…

… ich war froh, dass ich meinen haarlosen Schädel mit einer warmen Mütze bedecken konnte.

Fehlt nur noch, dass es ein paar Grad weniger hat und es würde Schneien 

Sicherheitshalber habe ich auch die Reifen eingepackt damit sie nicht kalt bekommen.

Brachte zwar nicht viel, denn ich hab mich noch am selben Abend entschieden die Reifen zu wechseln, also den hinteren. Dachte erst der würde noch für ein paar Runden am ersten Tag genügen, dem war aber nicht so.

Was gibt es dann schöneres, als es sich gemütlich zu machen und etwas warmes zu kochen.

Spaghetti sind angesagt.

Dieses mal durfte ich nicht kochen, das haben  die Ladys übernommen. Der Vorteil?  Ich konnte gemütlich den Reifendienst  aufsuchen, danach Essen, ein feines Glas Wein trinken und im Anschluss, Anmelden und die Startnummer holen.

André hatte auch mal so eine alte GSX-R

Am Abend haben sich dann alle, ok, fast alle, ( Andé und Natalia haben es sich lieber im 24° warmen Bus gemütlich gemacht) unter Loris Zelt zu einem Glas Wein eingefunden.

Der Anreisetag war somit vorbei.

2. Tag  (Warten bis es nicht mehr regnet!)

Es regnet und regnet und regnet… trotzdem lassen wir uns die Laune nicht verderben und gehen zur obligatorischen Fahrerbesprechung.

Die Einzige, die an diesem Tag aufs Motorrad sitzen darf oder muss ist unsere Marion, sie hat sich die Instruktoren Fahrten gebucht.

Sie musste sich schon fast beeilen, denn es ging gleich los.

Ab zum Start, Papi  Silvio war ihr behilflich und Marcella schaute etwas neidisch zu

Einer von uns hatte richtige Regenreifen montiert…

…nein nicht Lori!!

Dieser hier,  Emanuel Elsa alias José , der es wagte bei diesem Wetter raus zu gehen, sollte ja auch kein Problem sein mit seinem Bazzaz System

emanuel elsa

Da düste Emanuel vorbei, dann kam auch Marion.

Das war für die meisten von uns schon etwas lästig: regen, nass und kalt!!!

Gegen Abend schien es, als ob sich die Strecke langsam abtrocknen würde. Ich war unschlüssig, ob ich raus soll oder nicht. Hab mich dann entschlossen von den Tribühnen aus zurück ins Fahrerlager zu gehen, um mich eventuell bereit zu machen.

Als ich da ankam und sah, dass Sergio schon bereit war für die Rennstrecke, war für mich klar… ich muss auch raus.

Schnell Pneuwärmer montieren, sie hatten noch 45 Minuten Zeit die Reifen aufzuwärmen.

Hier Sergio, der seine ersten Runden macht bei zum Teil noch sehr nassen Stellen

und hier versuche ich die Strecke von Hockenheim kennenzulernen.

Die ersten Turns waren nicht so toll,  einerseits weil es nass war und ich normale Strassenbereifung an meiner Susi montiert hatte, andererseits  weil ich mein neues Wundergerät „Bazzaz“ das erste Mal auf der Rennstrecke testen durfte.

Die 20 Minuten kennenlernen waren dann vorbei und ich war froh mein Baby ganz über die Runden gebracht zu haben.

Als erstes ging ich an die Box zu Erich Peter von pvmmotosport.ch um meine ersten Erfahrungen mit dem Bazzaz mitzuteilen und gleich zuzuschauen wie er mit dem Laptop Einstellungen vornimmt.

Danach wurde mein Töff untersucht und einige Einstellungen wurden geändert.

Das war’s für den ersten Tag…

Hier ein paar Schnappschüsse zwischendurch.

3. Tag (kein Regen mehr!)

Da ist auch schon Sergio wieder auf den Beinen!

Er muss sich draussen anziehen, denn im kleinen Auto hinter ihm ist es relativ eng, die Scheiben sind immer noch beschlagen von der Nacht

Wir mussten uns ein wenig beeilen, denn… es gab nochmals eine Fahrerbesprechung für alle, und das schon sooo früh am Morgen!

Kaum Zeit um einen Kaffee zu trinken und um zu frühstücken. Alle wussten, dass man heute auf eine trockne Strecke kann.

Die wichtigsten Vorbereitungen werden umgehend in Angriff genommen.

Duri montiert die Pneuwärmer…

… und André muss seine Frisur auf Vordermann gebracht werden 

Dann ging es Schlag auf Schlag…

… erst ging Duri raus,

er ist der einzige, ausser unserem Rennfahrer Emanuel Elsa, der diese Rennstrecke schon kannte und drehte seine Runden.

dann durfte Lori, André und ich raus.

Es hat richtig Spass gemacht ein paar zügige Runden zu drehen mit André am Hinterrad.

Nach den Turns ging es wieder raus und gleich nochmals zu Erich Peter um Bericht zu erstatten.

Danach gab es eine kleine interne Besprechung.

Leider gibt es keine Rundeinzeiten, denn für ein Transponder hätte man nochmals Geld bezahlen müssen, wie auch für das Vergleichsfahren!

Ein riesen Minuspunkt für den Suzuki-Event…

…es war sehr teuer!

Ich persönlich werde an solchen Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen.

Emanuel Elsa macht sich bereit für das Vergleichsfahren.

Wir wollten dies nichts verpassen und haben uns einen coole Tribühnenplatz gesucht.

Dann durften wir wieder auf die Piste, doch…

… ich wurde erwischt!

Sonst ist es immer die Yamaha R1 von  André, welche ich erwische beim Motorenöl nachfüllen, dieses Mal hat er mich erwischt

Egal, Hauptsache nochmals raus.

Dieses mal André vor mir, da schnappen wir gerade die 717

Nach diesen lässigen Runden konnte man den Verschleiss von Andrés Reifen analysieren,die hatten schon etwas gelitten.

Na ja, alles geht mal zu Ende, auch dieses kalte, nasse und dennoch coole Wochenende.

Das bedeutet natürlich, dass wir wieder zusammen räumen,

Lori hat natürlich wie immer das perfekte Ladesystem…

…ich ein wenig weniger, Hauptsache alles drin.

soweit so gut, als alles bereit war zur Abfahrt gingen wir uns noch verabschieden

Die Abfahrtszeit wurde etwas verzögert, da der Bus von Lori, respektive dessen Batterie den Geist aufgegeben hatte!

Der Schnellstarter von Duri konnte auch nicht so recht helfen,

also holte ich meinen Bus und das mitgeführte Überbrückungskabel und…

… es konnte losgehen, Alt hilft Neu 

Hoffe, dass Lori die Batterie bis zum 28. Mai auf Vordermann bringen wird, um nach Brünn zu kommen.

Im Konvoi ging es dann Richtung Heimat.

Hungrig machten wir einen letzten Halt in der Autobahn-Raststätte Würenlos, auch Fressbalken genannt,  um den Hunger zu stillen und uns zu verabschieden.

Einen kleinen, grösseren und (im Nachhinein gesehen) lustigen Zwischenfall gab es während dem Essen!

Gel Marion, war nicht so lustig für dich

Eine Spinne hat sich von der Decke abgeseilt und peilte die Mitte unseres Tisches an.

Der Schreck war riesig, sollte aber nun etwas überwunden sein oder?

Wir verabschiedeten uns da voneinander und jeder machte sich auf den Heimweg.

Alle und alles ist heil nach Hause gekommen.

Der einzigse der einen Pokal nach hause gebracht hat war Duri mit einem 5. Platz

Danke an euch alle, war echt

Franciacorta

 Die Strecke von Franciacorta befindet sich an der Grenze einer schönen Landschaft, reich an Weinbergen, tolle Gegend, Geschichte und Burgen: die Franciacorta.

Es ist berühmt für seine Weine,  Hohe Qualität ihre legendären Winkeller und Hotels  mitten im grünen wo man die Weine degstieren kann.

Die benachbarten Seen Iseo-See,und Montisola, der größte der Seen, bietet andere Möglichkeiten für ein intensives Wochenende.

Franciacorta “Ausgabe 2008” ist zu 80%  eine neue Strecke.

Die Koordinaten   (I)  N 45°30’49.92″ E 10° 0’18.71″

Von Chur ist sie 307 km = ca. 3,5 Std. entfernt.

Die Hauptmerkmalen:

AUTODROMO VON FRANCIACORTA

Lange Strecke:

Länge 2519,28 m (Dreidimensional)

Breite 12,00 m

Länge der Zielgerade 519,08 m

Länge gerade Osten (zwischen Kurve 11 und 12) 443,34 m

Länge gerade Süd (zwischen Kurve 4 und  5) 199,79 m

Anzahl Kurven 13 (8 rechts – 5 links)

Radius Minimum 16 m (Kurve 5)

Radius Maxsimum 90

m (Kurve 9)

Neigungswinkel positiv Maximum 3,00% (ende gerade ost)

Neigungswinkel negativ Maximum 4,53% (Ausgangs Kurve 12)

Neigungswinkel Quer Maximum  7% (mitten in der Kurve  12)

Kurze Strecke:

Länge 1683,58 m (Dreidimensional)

Breite 12,00 m

Länge der Zielgerade 519,08 m

Länge gerade Süd (zwischen Kurve 4 und 5) 199.79 m

Anzahl Kurven  11 (7 rechts – 4 links)

Radius Minimum 16 m (Kurve 5)

Radius Maxsimum 43,6  m (Kurve 7)

Neigungswinkel positiv Maximum 3,00% (ende gerade ost)

Neigungswinkel negativ Maximum 4,53% (Ausgangs Kurve 10)

Neigungswinkel Quer Maximum  7% (mitten in der Kurve  10)

Infos:

Man kann sich für einen Vormittag oder einem Nachmittag sowie für einen ganzen Tag anmelden.

Die Preise wie ich gesehen habe (2010) liegen somit für ein Freies Training  (Motorrad)

Morgens 120 € / Nacmitags 120€ / einen ganzen Tag 200€

Es gibt Tage da kann man Turnus in 20 Minuten-takt machen, (Reservierung notwendig)

Empfohlene Kategorien A/B/C

z.B ab

09:00 Uhr B = 25 €

09:20 Uhr C = 30 €

09:40 Uhr B = 35 €

10:00 Uhr Reserviert für Lizenzierte FMI = 40€

10:20 Uhr C = 35 €

usw.

Reservation / Anmeldung /Termine

http://www.autodromodifranciacorta.it

Anfahrt/Kontakt

Autodromo di Franciacorta
Località Bargnana 25030 Castrezzato – Brescia- Italia.
Telefon  030.70.40.677

Mit Auto/Motorrad
– Autobahn A4 Milano-Venezia Ausfahrt Ospitaletto
– Hauptstrasse SP 19 bis abzweigung SP 18 Richtung  Castrezzato

Mit dem Flieger
– Aereoporto von Bergamo Orio al Serio, km 38
– Aereoporto von Brescia Montichiari – Gabriele D’Annunzio, km 35
– Aereoporto von Milano Linate, km 80
– Aereoporto von Verona Villafranca – Catullo, km 75

Mit dem Zug
– FS Milano-Venezia FS Milano – Bergamo – Brescia

Misano 13./ 14./ 15. August 2009

Der lang ersehnte Event auf der Rennstrecke mit Rehm ist endlich gekommen und wieder waren wir eine kleine aber feine Truppe.

Mit dabei waren Erwin und Lori mit den Suzukis GSXR 1000 K5, ich mit meiner GSXR 750 K8 und meine Silvia die uns begleitete. Es war ihr erstes mal mit uns Hobbyrennfahrern.

Auch mit uns ist Noa mit einer Repsol Honda und Martin mit der Suzuki GSXR 1ooo, sie werden aber  erst einen Tag später zu uns stossen.

Schon einige Wochen zuvor diskutierten wir über eine Anreise ein paar Tage vor dem Event, da wir ja alle noch Ferien haben.

Das haben wir dann auch so gemacht. Wir starteten bereits am Dienstag 11. August.

Ich habe wie immer auch die Susi von Erwin mit im Gepäck, dieses mal aber ohne ihn, er fuhr mit Lori mit, denn mein Beifahrersitz war von Silvia belegt.

Wir haben um 10 Uhr in Trimmis den Treffpunkt festgelegt. Weiterlesen

Rijeka am 03./04./05.Oktober 2008

Wie immer kommen zuerst mal die Koordinaten vom Eingang der Rennstrecke Rijeka

N 45°23’02.3″ E 014°31’01.9″

Dann ist an dieser Stelle noch etwas vorweg zu sagen.

Ich war „nur“ als Motorradtransporteur, Zuschauer, Modellautospieler…

… und Fotograf mit nach Rijeka, denn ich musste mich immer noch von meinem Unfall in Most erholen.

Auch dieses mal waren einige von uns auf der Rennstrecke.
Namentlich waren das als Fahrer/In:
Wudl, Heinz, Walter,  Marion, Riedi, Milota, Röbi, Lori, Squidli, Erwin
Zuschauer/In:
Antonio, Sandra
Angekommen sind wir nach einer guten Anreise am Donnerstagabend dem 02.Oktober.
Hier die letzten Vorkehrungen bevor es ins Bett geht.

Erwin und Lori beschäftigt mit der Elektrizität, Squidli mit einem Calanda Bier


Der Morgen des 1. Renntages sah nicht wirklich so aus als ob es warm werden würde!


Dennoch konnten die Racer nicht einfach rumsitzen und nichts tun, ich meine es regnet ja nicht und die Motorräder sind auch bereit!


Squidli macht sich schon mal fertig und er gehört zu den Ersten die rausfahren.


Er musste jedoch nicht alleine raus, er wurde von Röbi begleitet.

Eine halbe Stunde später machten sich auch Lori und Erwin auf den Weg um die Rennstrecke zu erkunden.


Aber was ist denn mit Milota und Heinz los?
Wo ist Wudl, Walter, Marion und Riedi?
Na ja, Milota hat noch das eine oder andere an seiner Suzuki zu basteln,


Heinz ist nicht so motiviert,


Wudl und Walter sind nirgends zu finden!
Riedi gispelt sicher in der Gegend herum, und Marion?
Sie plaudert mit Lori der soeben wieder zurück gekommen ist von seinen ersten Runden.


Auch die andern sind wieder zurück.
Erwin und Röbi, beide etwas nachdenklich scheint mir!

Meinungsaustausch von oben beobachtet
Jetzt ist auch Riedi da, er ist noch nicht bereit um raus zu fahren und Milota muss noch seine Susi tanken.


Dann aber geht es auch für sie los.


Das Wetter machte nicht so grosse Freude, es regnete immer wieder.
Also was bleibt da für die verrücktesten  Racer anderes übrig als Regenbereifung zu montieren, um dann am 2 Stundenrennen eine Chance zu haben?!
Milota und Riedi haben sich für eine clevere Lösung entschieden, das eine Motorrad mit Slick bestücken und das andere eben mit Regenreifen.


Dieses Sauwetter macht die einen richtig müde und die andern hungrig


Da versucht er sein Glück; Milota, gib alles

Samstag  Tag 2.
Es regnet nicht mehr, doch es ist noch etwas nass.
Heute darf Sandra auch mal Rennluft schnuppern, Röbi stellt ihr seine
GSX-R 1000 zur Verfügung, doch erst gibt es noch kurze Instruktionen


In der Zwischenzeit macht sich auch Marion für den ersten Run bereit.


Beide Ladys sind bereit und sie können starten, wenn Sandra denn rauf kommt


Geschafft und …. loos


Und so sieht es in Rijeka aus, wenn es stürmt und das macht es sehr oft!


Die Ladys auf der Strecke nebeneinander und danach, sie  haben es geschafft und nun werden Erfahrungen und erlebtes ausgetauscht.


Sandra versucht es am Nachmittag auch noch mit der Kawa von Wudl, er traut der Sache anscheinend nicht ganz.
Dann durfte Erwin mit der #72 an den Start für sein Rennen.


Am Abend haben wir diesen Biker gesehen, er trainierte für einen Auftritt irgendwo.


Vor dem Abendessen prüft Lori noch seinen Reifen


und wie soll es auch anders sein?
Wudl hat schon Werkzeug bereit für die Klappersacki…  ach nein,  Kawasaki von Heinz


Dann das verdiente Feierabendbier , die einen mit Feldschlösschen und die andern mit dem besten Bier, ein Calandabräu


Dann wurde es kalt und es ging es ins Suzuki-Zelt wo weiter diskutiert, getrunken, gelacht und geschnupft wurde.


Dann ging es für die einen etwas früher, für die andern etwas später ins Bett um für den letzten Renntag fit zu sein.

Sonntag  Tag 3.
Schon früh am Morgen steht Röbi an einer für ihn persönlichen Schlüsselstelle die relativ glimpflich ausging


Dabei schaute er gemeinsam mit Lori wie Marion, ihr Rennen bravourös bestreitet.


Nach ihrem Rennen kamen die andern zum Zuge,
Wudl, Heinz, Röbi, Riedi, Squidli und Milota wurden erwischt.


Und das ist eben Milota der sich erholt nach einem Abflug!


Er hat doch tatsächlich seine Suzuki ins Kies geworfen…
Als ob das nicht genügen würde… er hat sie auch noch in Flammen aufgehen lassen! 


Na ja, Hauptsache ist, dass er sich nichts gebrochen hat.
Aber eine leichte Hirnerschütterung hat er schon davongetragen; was er alles für einen Quatsch erzählte!


Dann zu guter Letzt war da noch die Sieger-Ehrung und ich glaube für unsere Truppe hat es sich gelohnt, denn:
Marion und Heinz dürfen nach vorne gehen und 3 Pokale in Empfang nehmen.
Marion einen super 2. Platz und Heinz darf gleich 2 Pokale mitnehmen.

Und das war es nun schon bald, das Rijekawochenende geht zu Ende
Nun ist zusammenpacken angesagt,

verabschieden von Wudl, Heinz und Walter, sie wollen nicht noch was essen bevor sie sich auf die Heimreise machen.


Sie haben was verpasst, ein super Menü und der Beweis, dass Frauen mehrere Dinge gleichzeitig machen können, gel Marion, Berichterstattung, schneiden, essen, denken, freuen, und und und…


Auch wenn ich nicht töffahren durfte, es war ein tolles Wochenende mit:
Guido, Riedi, Marion Antonio, Erwin, Röbi, Lori, Christian Sandra
nicht zu vergessen die fehlenden auf dem Bild, Wudl, Heinz und Walter

Most 27./ 28./ 29. Juni 2008 mit schwerem Unfall

Unglaublich, so viele GRischa Biker und loslachen.ch  Kollegen waren noch nie auf einer Rennstrecke zusammen.

Eigentlich war geplant, dass wir nach Brünn fahren, doch die haben an unserem ausgesuchten und bereits von Pascal Riedi gebuchten Termin Belagsarbeiten geplant!

Wir bekamen von RehmRaceDay.de die Meldung das Brünn storniert wird.

Kurzerhand hat sich Pascal und ich zusammengesetzt und wir haben etwas neues gesucht, es sollte eine Rennstrecke sein wo wir bis anhin noch nicht waren.

Die Wahl viel sehr schnell auf Most.

Diese befindet sich, genau wie Brünn auch in der Tschechei, nur ein wenig näher.

Also das Ganze sofort mit Datum und Anmeldefrist ins GRischa Biker Forum schreiben und abwarten wie viele sich für die neue Strecke begeistern können.

Schnell meldeten sich mehr und mehr an, ich hab natürlich auch meinen Kumpel Wudl gefragt, ob er Lust und Zeit hätte mitzukommen.

Er sagte sofort zu und hat noch gleich Martin und Walter mit angemeldet.

Barbara, die Freundin von Wudl kam als Begleitung mit.

Mit von der Partie waren auch 2 Prättigauer, Hitsch und Andy.

Des weiteren mit dabei als Fahrer/innen, Pascal und ich natürlich, dann Erwin, Segio, Duri, Christian, Marion, Röbi und als  Begleitung der Truppe waren Marcella und Maddalena mitdabei.

Oh… ganz vergessen, lange nach Anmeldeschluss und mit viel Überredungskunst hat sich auch unser Spätzünder André dazu entschlossen sich diesen Rekord an teilnehmenden Biker doch nicht entgehen zu lassen!

Es gab Biker die es kaum mehr erwarten konnten und hypernervös waren bis der Tag der Abreise da war.

TAG DER ANREISE

Geplante Abfahrtszeit war der Donnerstag  28. Juni Punkt 9:00 Uhr. Natürlich vollgetankt und das ab der Coop-Tankstelle in Landquart.

Morgens um 7.00 Uhr ging mein Wecker los und ich dachte ich könne es gemütlich angehen, denn ich habe ja alles am Vorabend verladen!

Das dachte ich eben nur, mir kamen noch tausend Dinge in den Sinn.

08:30 fertig!

Jetzt darf ich  nur noch Erwin abholen, Luftdruck am Bus prüfen und tanken, also nichts wie los.

Ich glaube Erwin war sehr, sehr nervös, er vergass sogar seiner Familie bye bye zu winken.

Ausgangs Trimmis fragte ich ihn, ob er wie besprochen die Pfannen eingepackt habe. Seine Handbewegung war klar und ich wendete.

So konnte er das verpasste Winken auch noch gleich nachholen

Nun wird es aber knapp mit Pünktlichkeit!

Der Pit-Stop bei Pneu Egger dauerte höchstens 45sec.

Getankt war ebenfalls sehr schnell und dennoch waren wir die Letzten auf dem Parkplatz.

Die lange Reise konnte starten, doch nach einer kurzen Fahrt von gerade mal 10 Kilometern mussten wir einen Halt einlegen um das Pikerl für Österreich zu kaufen, Lori nahm das Ganze sehr gemütlich.

Da hatten wir noch Zeit die Ladung von Riedi und Marion zu begutachten.

Erstaunt war ich, dass man mich voraus fahren lies, bin ja der, welcher trotz Navi über Schotter und Feldwegen zum Ziel gelangt

Dringende Pinkelpause, es war so dringend das wir den ersten Rastplatz genommen haben, der hatte leider nur Bäume 

Nach ein bisschen blablabla und Blödeleien ging es weiter.

Zeitlich waren wir gut unterwegs, das Navi sagte uns, dass wir ca. um 16:10 Uhr am Ziel sein sollten doch, als wir die Grenze zur Tschechei überschritten hatten, rief  Wudl mich an, er war schon früher als wir gestartet und er teilte mir mit, dass die Türöffnung erst um 18 Uhr sein werde! Also konnten wir es gemütlich nehmen.

Bei einem weiteren  kurzen Beinevertreten und einem Benzinstand-Nachfrage-Halt, hab ich alle informiert über das was mir Wudl gesagt hatte und somit war klar, eine Tankstelle suchen um die leeren Tanks zu füllen und ein Restaurant ansteuern wo wir was  essen können. Die Gefahr, dass wir ja erst sehr spät was selber kochen können war gross, der Aufbau des Lagers könnte ja bis in die tiefe Nacht dauern

Schon schnell nach der Weiterfahrt kam auch schon die erste Tankstelle.

Ich bog wohl etwas zu knapp ab, denn André ist als einziger an uns vorbeigefahren!

Ok, die Einfahrt war gleich hinter einer Kurve, doch die andern haben es auch geschafft

Unser Röbi konnte das erste Mal mit seinen Sprachkenntnissen auftrumpfen. Er durfte mit dem netten Fräulein an der Kasse in vollen Zügen flirten,  aber nur bis wir alle unser Benzin und  Kanister gefüllt und bezahlt hatten!

Ich glaub es ging ihm alles etwas zu schnell, er hätte sie am liebsten gleich mitgenommen

Egal… nun gings auf die Suche nach unserm Racer, bin mir jedoch sicher gewesen ihn bald wieder zu finden. Dem war dann auch so, er hat an der nächsten Tankstelle getankt und wartete auf uns.

Wenige Kilometer vor der Rennstrecke habe ich ein Restaurant mit einem grossen Parkplatz für all unsere Fahrzeuge gesichtet und steuerte dieses an.

Die schöne Gartenwirtschaft und der grosse Parkplatz war das einzige was überzeugte, das Essen und die Geschwindigkeit des Services liessen zu wünschen übrig.

Nach dem Essen und dem Kaffee, den man nun wirklich nicht trinken konnte,  ging der Convoy weiter. Wir waren etwas spät dran (Schneckentempo des Kellners).

Das Navigationssystem wollte mich auch dieses Mal kurz vor dem Ziel über eine Holperpiste durch den Wald schicken, da ich aber 6 Fahrzeuge hinter mir hatte, hab ich es nicht riskiert und fuhr einfach der normalen Strasse entlang bis die kleine Tafel mit Pfeil –> Circuit de Most uns zum Eingang brachte.

Wir waren ja erst nach 18 Uhr da und die Tore hätten eigentlich schon lange offen sein sollen, doch wir durften uns der Warteschlange anschliessen.

Wudl war als erster auf dem Platz, hat sich schnell ein Ideals Plätzchen ausgesucht und hat subito mit dem Aufbau seines Zeltes begonnen, das konnte man von der loslachen Truppe nicht wirklich sagen.

Bis jeder wusste, wo er was wie und überhaupt hinstellen soll… verging so viel Zeit, dass es schon bald dunkel wurde.

Unsere 3 hübschen Begleiterinnen machten das einzig richtige, die Jungs machen lassen und staunen wie kompliziert die sich anstellen können.

Dann war alles mehr oder weniger so wie wir es wollten und nach dem letzten Kontrollgang von Lori und einer letzten Behandlung meiner Sehnenschneideentzündung konnten wir beruhigt schlafen gehen.

DER ERSTE RACERTAG

Diese Bilder sagen wohl alles über die Wettersituation aus.

Lori macht das einzig richtige:

Schlafen. Ob er die ganze Nacht draussen war weiss ich nicht. Klar ist, dass Röbi, Sergio und Erwin die ersten gewesen sind, die aus den Federn sind.

Ich hab gegen Morgen so was von gefroren!!! Hab leider meinen Schlafsack und die Heizung vergessen, dachte aber auch, dass es im Sommer überflüssig sei so was mitzuschleppen.

Das nächste Mal weiss ich es.

Langsam aber sicher erwachte unsere Zeltstadt zum Leben und schon bald ging es zu und her wie in einem Bienenhaus. Motorräder auf die Ständer stellen, Pneuwärmer montieren und gar schon Pneus wechseln.

Ich wollte mal testen wie es ist mit Linsen Motorrad zu fahren, doch… wie man am Gesichtsausdruck von Marion sehen kann, hatte ich meine liebe Mühe und nach etlichen Versuchen lies ich es dann auch bleiben.

Ab 09:00 Uhr war die Strecke für freies Fahren geöffnet und der eine oder andere von uns hat sich auch gleich auf Kennenlernfahrt gemacht.

Es gab aber auch schon die ersten Pannen wie man sieht, Riedis Yamaha hat Kühlerwasser verloren, doch zusammen mit Milota haben sie schon bald das Leck entdeckt!

Der Lüfter streifte am Kühler und hat dadurch ein kleines Loch eingeschliffen, zum Glück reparierbar.

Während der Yamahareparatur machten sich einige von uns, wie zum Beispiel Marion und Sergio auf den Weg etwas Spass zu haben.

Wir mussten gestaffelt zur Fahrerbesprechung und wir wussten, dass wir uns da entscheiden müssen, ob wir am späteren Nachmittag am Fun-Langstreckenrennen mitfahren wollen und mit wem.

Wenn man mitmachen will,  muss man zu zweit mit zwei Motorrädern antreten.

Auch da gab es ein kleineres Durcheinander!

Eigentlich wollten André und ich zusammen fahren, er hat sich dann aber abgemeldet, sodass ich mich auf die Suche nach einem anderen Fahrer machen musste.

Wudl hat sich mit Martin zusammengetan, Riedi mit Milota, dann wollte Riedi doch nicht, weil er befürchtete dass sein Kühler es nicht mitmachen würde.

So haben Milota und ich uns zusammengetan, doch nur für kurze Zeit, denn das Ganze, weiss nicht mal warum, wurde wieder über den Haufen geworfen.

Die definitive 2 Stundenrennen Team-Zusammensetzung war folgende:

  • Riedi mit Röbi
  • Milota mit Martin
  • und ich durfte mit Wudl antreten.

Bevor es aber so weit war konnten wir noch locker und nach Lust und Laune auf der Piste unsere Runden drehen und uns eine Rennstrategie austüfteln.

Diese war eigendlich relativ schnell klar bei Wudl und mir, natürlich wurde alles sehr streng geheim behandelt.

Meine erste Ausfahrt war beeindruckend und ich fühlte mich gleich wohl auf der Piste von Most  ok, es gab die eine oder andere Kurve die speziell war und ich hatte ein wenig Mühe mit der Linienwahl.

Beispiel die 180° Kurve ganz hinten, das war nicht so meine  auch die letzte vor der Zielgerade, da ist der Belag sehr schlecht, es gibt da Schläge auf der Ideallinie!

Wir hatten alle riesen Spass und jeder verbesserte seine Zeiten kontinuierlich.

Kurz vor 16:00 wurde es dann ziemlich hektisch und die Nervosität stieg.

Die letzten Vorbereitungen fürs Langstreckenrennen mussten abgeschlossen werden.

Dann gings Schlag auf Schlag!

Die Fahrer welche als zweites starten, mussten ihre Motorräder mit allem Zubehör in die Boxengasse bringen um dann von dort aus starten zu können wenn sein Teamkollege von der Rennstrecke kommt.

Das Rennen geht über 2 Stunden mit 2 Fahrern und 2 Motorrädern.

Die Boxencrew von Wudl und mir haben Barbara und Walter übernommen, ihre Aufgabe bestand darin, die Rennmaschinen zu tanken, Pneuwärmer montieren respektive demontieren, sehr wichtig war auch der Wechsel des Transponders bei den Boxsenstopps / Fahrerwechsel.

Den Job durfte Barbara übernehmen und sie machte auch gleich einige Trockenübungen.

Wichtig war auch, dass die Crew die Fahrer auf der Piste nicht aus den Augen verlieren, denn wir haben abgemacht dass, wenn Wudl oder ich ein Problem haben, ihnen ein Zeichen geben würden… (nota bene: das auf der Zielgeraden mit über 220 km/h)

Als erstes war Wudl an der Reihe und sein Plan war, mindestens 1 Stunde draussen zu bleiben, um wenig Zeit zu verlieren bei den Boxenstops.

Es geht los….. Pneuwärmer weg, Motor starten und ab zur Startaufstellung…

Nach der Aufwärmrunde wurde es spannend. Die Motorräder werden auf die Startposition geschoben.

Hier Röbi, doch wo ist seine Maschine?

Riedi hält sie auf der anderen Seite

Aber warum  denn das ?

Weil es ein Le Mans Start gibt. Was heisst das?

Bei einem Le-Mans-Start stehen die Fahrzeuge üblicherweise ausserhalb und längs der Strecke im Startbereich (schräg in Fahrtrichtung), Motorräder werden von Helfern gehalten. Die gegenüberliegende Streckenbegrenzung stellt die Startlinie der Fahrer dar, so dass alle Fahrer die gleiche Entfernung zu ihren Fahrzeugen haben. Nach dem Startzeichen (Senken der Startflagge) rennen die Fahrer über die Strecke zu ihren Fahrzeugen, steigen ein bzw. sitzen auf, starten und fahren los.

Achtung….. fertig …… loooooos

Wudl und ich starteten von der Startposition  21 aus.

Wudl drehte eine Runde nach der anderen…. Und ich hatte Zeit meinen Rivalen (Röbi und Riedi) respektive dessen Crew, Marion und André, zu helfen.

Denn nach gerade nur 26 Minuten ist Röbi schon raus gekommen um an Riedi zu übergeben, hier war klar, sie haben mindestens eine 3 Stop Strategie!

Riedi wartet gespannt auf die Einfahrt von Röbi

Marion gab alles, um eine schnelle Weiterfahrt zu ermöglichen

Gooo Riedi…  Gooooooo!!!!

Beim Team Milota / Martin war es sehr ruhig, Milota drehte, wie Wudl auch seine Runden.

Bei Wudl lief es sehr gut… er hat sich nach einem super Start immer mehr nach vorne gearbeitet und nach etwa 45 Minuten bin auch ich langsam nervös geworden und bereitete mich langsam auf den Wechsel vor.

Nach etwas mehr als einer Stunde hatte ich doch noch das Bedürfnis schnell mein Tank zu leeren, wartete aber noch bis er an Start und Ziel vorbei fuhr denn so hatte ich schon mal mindestens 110 Sekunden Zeit um kurz auszutreten, respektive 220 Sekunden weil er ja erst ein Zeichen geben muss bevor er raus kommt.

Uiui… dem war auch so, als ich zurück kam musste ich mich echt beeilen… es war so weit, Wudl wollte raus. Seine Position war unglaublich er ist bis zum 5. Platz vorgedrungen und ich war nun bereit.

Zumindest um rauszufahren, aber ob ich auch bereit war um die 5. Position zu verteidigen?

Wir werden sehen, zumal ich einen neuen Satz Pneu montiert habe und dieser noch nicht mal eine Runde gefahren bin!

Barbara machte die wichtigste Arbeit an der Box perfekt.

Wudl ist fix und fertig

Milota drehte eine Runde nach der anderen und ich hab dann am Ende erfahren, dass er mit seiner 600er Suzuki 1:16 Stunden gefahren ist bevor er wegen Benzinmangels an die Box fuhr und an Martin übergeben hat.

Hier hat Marcella für einen optimalen Stopp gesorgt.

Milota ist geschafft!

Anders lief es bei Röbi, auch er kam nochmals raus und übergab zum 2. Mal an Riedi welcher bis zum Schluss gefahren ist.

Ich war nicht schlecht unterwegs, fühlte mich wohl, wollte eigentlich nur den Platz verteidigen und ans Ziel kommen.

Ist nicht so einfach denn benzinsparendes Fahren war angesagt.

Nach 40 Minuten dachte ich, es habe kein Ende… wusste auch nicht auf welcher Position wir waren, sah manchmal nur im rechten Augenwinkel an der Boxenmauer meine Crew und Wudl am Winken, das  konnte nur ein gutes Zeichen sein und ich war dementsprechend motiviert.

Das Ende nahte, die grosse Uhr zählte rückwärts und es war bald zu ende, als ich auf die Zielgerade einbog sah ich den Mann mit der karrieren Flagge sich bereit machen, gleichzeitig schaute ich auf die Uhr welche noch ca. 7 Sek. bis zum 0 fehlten, doch der gute Mann schwenkte die Flagge… das wars, es ist geschafft.

Nach ein paar Freudewheelies kehrte ich in die Box zurück und da fragte mich Wudl, ob ich sicher sei, dass das Rennen zu ende gewesen sei!

Na klar doch… er hat mir ja die Flagge gezeigt, egal!

Ich war aber trotzdem etwas verunsichert, doch wir haben es geschafft und sind auf dem 5. Platz gelandet (vorerst).

Als Wudl die Rangliste holte und darauf stand, dass wir ausgeschieden seien, hat er mich zu sich gerufen und wir analysierten das Ganze bei einem Bierchen…

Plötzlich war er sich nicht mehr sicher, ob wir vielleicht wegen ihm disqualifiziert worden waren, weil ihm in den Sinn kam, (nach noch einem Bierchen) dass er eventuell zu schnell durch die Boxsengasse gefahren ist!

Mich hat das natürlich gefreut, nicht das wir vielleicht den 5. Rang verloren haben… nein, dass auch er schuld sein könnte, denn  ich hab ja dem Flaggenschwinger vertraut!

Na ja, da gab es nur eins… zu Rosi Rehm gehen und das Ganze klären…

Wir standen vor geschlossenen Türen denn die Rennleitung ist zum Essen in die Stadt gegangen, also mussten wir warten bis zum morgigem Tag.

Das Warten und der Frust haben wir uns dann mit diversen Bierchen runter gespült, für mich waren es definitiv zu viele, ich hatte ein wenig Mühe mit meiner Standfestigkeit beim Pipimachen, gell Röbi, dir ging’s ein klein wenig besser

Der 2.Racetag, Freies Fahren, Qualifying und Rennen

Nach einer ziemlich kalten Nacht in meinem Loslachbus, ging das Treiben in unserem kleinen Lager schon früh los. Ich aber bin den Morgen ganz easy angegangen, denn ich hätte mich nicht getraut schon früh aufs Bike zu steigen…

Wudl wollte natürlich als erstes wissen wie es nun mit unserer Platzierung aussah und es war ok, wir wurden nicht disqualifiziert und der 5. Rang mit Pokal war uns sicher, das bedeutete aber, dass Milota und Walter auf dem 11 Rang bleiben werden und leider keinen Pokal für den 10. Platz entgegennehmen können.

Hier Röbi, er will vor der ersten Fahrt auf Slicks wechseln, er sieht ein wenig unbeholfen aus, irgendeiner wird ihm schon helfen und das war auch so…

Dann ging einer nach dem andern oder auch zusammen raus auf die Piste um Spass zu haben. Der war bei allen ziemlich hoch.

Am Abend gab es dann ein Race, Freie Klasse B-Lauf.

Duri war da qualifiziert, doch er hatte ein wenig Stress, besser gesagt,  er wollte gar nicht mitfahren weil er 3 Mal an diesem Tag auf die Schna… geflogen  ist, das letzte Mal kurz vor dem Race und dabei ist ihm auch noch der Raster gebrochen.

Nicht verzagen Wudl fragen, wobei Wudl von sich aus auf Duri zuging und hat ihm so richtig Feuer unter dem Arsch gemacht…

Schnell was zusammenbauen und… mit vereinten Kräften haben wir es geschafft ihn ins Race zu schicken,

er war der Letzte der sich in die Startaufstellung hinstellte.

Hier die Liste wer noch bei dem Spass mitdabei war und auch gleich die Endplatzierung:

Milota 15.
Röbi 18.
Duri 20.
Martin 32. und
Riedi 33.

Alle Angaben ohne Gewähr.
Bevor das nächste Rennen starten konnte musste Racer natürlich wieder mal zuerst Oel in seine Yamaha nachfüllen**

Dann gleich im Anschluss war das Rennen Freie Klasse (80 km) 14 Runden, die Liste unserer Fahrer mit den Ergebnissen:

Wudl 18.
Ich 21.
Racer 24.

Wir waren ziemlich erledigt nach dem Rennen, da kommt eine Flasche Mineralwasser grad richtig.

Danach ging’s an die Eingeweide der Yamaha R6 von Riedi, Kupplungsprobleme. So wie man sehen kann, muss diese Reparatur interessant sein, mehr Leute hätten kein Platz gehabt um die kleine R6

Der 3. für mich fatale letzte Tag. Freies Fahren und Rennen

Auch diese letzte Nacht war sehr kühl, doch wir lassen uns doch deswegen nicht die Laune verderben wie man an den Bildern sehen kann die schon früh aufgenommen wurden, ok, nicht alle hatten kalt

Ab 9:00 war die Piste offen und die meisten von uns wollten die Morgenluft schnuppern und fuhren los um sich auf die Spassraces vorzubereiten.

Ja Racer, auch meine Suzuki braucht ab und zu Oel.

Im erste Rennen, der gemischten Klasse, Ladies Cup, Streefighter Cup und Best of the Rest durften folgende von uns Starten:

Marion, Erwin, Lori, Walter und Sergio.

Leider hab ich hier keine Rangliste erhalten, ich weiss aber, dass Erwin auf dem sensationellen 3.  und Marion auf dem 4. Rang gelandet sind.

Im nächsten Race bis 750er starteten:

Duri, er beendete das Rennen auf Rang 14 und Sergio schaffte es auf den Rang 20.

Weiter ging’s mit der Sparte über 750er wo auch ich starten durfte doch leider gestürzt  bin und somit das Ziel nicht erreicht habe!

Doch erst erzähle ich das, was ich nur von Bildern und vom Hörensagen mitbekommen habe.

Nach meinem verschuldetem Rennunterbruch nach nur 4 Runden sieht die Plazierung folgendermassen aus:

  • 7. wurde Christian aus dem Prättigau
  • 11. Wudl
  • 15. Andy aus dem Prättigau
  • 16. Röbi und
  • Racer wurde 17.

In der Klasse bis 600er finden wir:

  • Milota auf dem 9. Platz
  • Riedi 10ter.

Dann zuletzt die Crazy Old Man Klasse wo auch ich dabei hätte sein können.

Hier hat Wudl den 12. Rang erreicht.

Die Siegesehrung fand gleich im Anschluss statt.

Erwin war so lieb und hat mich vertreten während dem ich im Krankenhaus lag! Er hat zusammen mit  Wudl den Pokal für das Langstreckenrennen vom Freitag abgeholt.

Weitere Gewinner von Pokalen waren:

Erwin mit einem spitzen 3. Rang

Marion

Riedi links, Milota rechts

Vor der Unfallgeschichte noch die interne Rangliste:

  1. 1:47.151 Hitsch B #451
  2. 1:48.650 Wudl #113
  3. 1:49.488 Antonio #34
  4. 1:49.563 Röbi #117
  5. 1:50.401 André #39
  6. 1:50.435 Andi #25
  7. 1:50.653 Milota #671
  8. 1:52.498 Riedi #83
  9. 1:53.833 Duri #55
  10. 1:54.438 Erwin #7
  11. 1:55.912 Lori #176
  12. 1:56.798 Sergio #135
  13. 1:57.241 Walter #158
  14. 2:02.407 Marion #81

Und nun die Geschichte meines ersten und hoffentlich letzten Highsiders!

Was ist geschehen? Wie konnte dieser Unfall geschehen?

Ich wollte ja bloss meinen Vordermann überholen, der ein wenig langsamer vor mir fuhr, hab ihn mir innerhalb von 4 Runden so schön zurechtgelegt, nach einer Rechtskurve setzte ich zum überholen an, ich setzte nur… so weit ist es eben nicht gekommen

Beim rausbeschleunigen merkte ich, dass mein Hinterrad wegrutschte, im selben Moment hob es mich vom Motorrad ab, ich machte einen Handstand auf der Maschine um kopfüber zu sehen wie mein Motorrad von vorne aussieht, dann knallte es mich zurück und für eine Sekunde dachte ich… „Schwein gehabt, kommt gut“

Dem war dann halt nicht so, es war nur die Katapult-Vorbereitung! Es hat mich so was von vom Sitz geschleudert!!!

Ich hab den Flug noch genau vor mir… sah noch wie meine Maschine stürzte und ich in der Luft, mag jetzt nicht spekulieren aber, es waren einige Meter senkrecht oberhalb.

Dann kam das was niemand so gerne erlebt, die Rückkehr auf den Boden.

Beim ersten Aufschlag hat es so geknallt, dass ich dachte… der Rücken muss gebrochen sein, das hat so was von geknackst und das zweimal hintereinander… dann ging es eine halbe Ewigkeit bis ich auf dem Bauch liegend zum Stillstand kam.

Meine ersten Gedanken waren: weg von der Strasse, oder liegen bleiben wegen dem Rücken?

Ich habe mich fürs Erste entschieden und mich nur mit den Händen in die Wiese geschleppt.

Das Gefühl da zu liegen, einerseits mit der Freude es überlebt zu haben und das Bewusstsein nicht verloren zu haben, gleichzeitig die Angst, dass man nicht mehr gehen kann, das ist richtig strub!

Der Versuch meine Beine zu bewegen und sie zu fühlen ist mir gelungen, bloss hatte ich keine Kraft .

Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort und ich hab gleich auf meinen Rücken gedeutet…

Na ja, sie haben sicherlich ihr Bestes gegeben, denke ich mal und mich dann in den Krankenwagen geladen, ohne Schaufelbarre!

Ich hab ihnen dann gesagt wo ich mein Lager aufgeschlagen hatte und gehofft, dass Kumpel Röbi, der die tschechische Sprache beherrscht, mit mir ins Krankenhaus fahren würde.

Auf gute Freunde kann man zählen, alle kamen zum Krankenwagen und streckten ihre Nase rein und wünschten mir Glück

Ich glaube ich hab da schon wieder Sprüche gerissen wie:

„Mann war das geil“

Ob ich das auf den Sturz oder auf das Allgemeine bezogen habe, lassen wir mal offen.

Das Ganze war mir nirgends recht, denn ich wusste, dass durch meinen Sturz einigen der Tag versaut wurde… An dieser Stelle ein riesiges , das kann ich niemals mehr gut machen.

Das Spital war ja mal der Hammer, noch nie so ne Absteige gesehen… da wird man ja krank vor lauter Angst da bleiben zu müssen!

Der Arzt hat mir gleich bei der Ankunft die Wirbelsäule mit zwei Finger abgetastet und erleichtert meinte er,

“ Alles klar, Glück gehabt, alles in Ordnung mit dem Rücken!“

Dann haben sie mich, mehr oder weniger unsanft auf eine andere Pritsche gelegt und es ging dann ab zum Röntgen und zum Ultraschall.

Geröntgt wurde „nur“ mein Brustkorb, der Befund war:

3 Rippen gebrochen.

Die Innereien waren anscheinend nach dem Untersuch ok.

Mir sind die Polizisten im Spital aufgefallen, die da herumschwirrten, Röbi fragte einen Pfleger, was die da wollen… der plauderte dann aus dem Nähkästchen, an Röbis Gesicht sah ich, dass da nicht alles sauber ist!
Die sind da weil immer wieder Patienten ausgeraubt wurden und angeblich auch immer wieder Vergewaltigungen stattfanden!

Das war ein Grund mehr um hier so schnell wie möglich wieder zu verduften!

Hab dann vorsorglich schon mal mit der Rega Kontakt aufgenommen um zu wissen was ich machen muss um so schnell wie möglich in die Schweiz zu kommen.

Diese haben alle meine notwendigen Angaben aufgenommen und mir gesagt sie werden sich wieder melden.

In der Zwischenzeit wurde ich in eine Art Abstellraum geschoben um zu warten wie es weitergeht.

Wie schon gesagt, ich wollte keine einzige überflüssige Stunde da bleiben und schon gar nicht ohne Röbi.

Ich habe dann nach 2 Stunden noch mal die Rega angerufen, um zu erfahren wie es weiter geht. Das nette Fräulein sagte mir, dass sie eine Arztsitzung um 16:30 haben um zu besprechen was weiter geht.

Das war erst in 2 1/2 Stunden… das war mir zu lange. Röbi sagte mir, dass ein Krankentransport für mich vorbereitet sei und ich nur das Ok geben müsse und ich dann abgeholt würde…

Ich wurde 10 min nach meinem letzten Anruf vom Regaarzt persönlich angerufen und er sagte mir, dass sie mich gerne zurück in die Schweiz holen würden, dies aber erst nach dem Einverständnis des Arztes vor Ort und erst am anderen Tag, dazu müsse ich dann nach Prag transportiert werden und von da aus mit dem Flugzeug nach Hause. Wenn es aber Komplikationen geben sollte mit meiner Lunge, na dann könne es bis 10 Tage gehen bis ich flugtauglich sei!

Für mich stand fest… nur weg hier, der dortige Arzt hat bestätigt, dass ich transportfähig sei, so gab ich Röbi das Ok den vorbereiteten Privattransport zu bestätigen und zu bestellen.

Ich versuchte dann mit Mühe mich aufzusetzen und hatte eine riesige Lust auf einen Kaffee. Kaum ausgesprochen, stand mein Freund auch schon mit einem Becher vor mir, doch… mir wurde ganz elend, ich sagte das zu Röbi, worauf er sich wie ein Blitz auf die Suche nach einem geeigneten Behälter machte

Es kam nicht dazu, ich legte mich nochmals hin und es ging gleich besser.

Nach einer weiteren halben Stunde versuchte ich die Aktion nochmals, es ging sehr viel besser.

Wir bestellten einen Rollstuhl, da ich ja immer noch nicht gehen konnte. Wir bekamen einen, ich sags dir… so was hab ich noch nie gesehen, dieser sah aus wie ein Einkaufswagen, komplett aus Gittergestell gemacht, kein Kissen, keine Polsterung, rein gar nichts!

Was soll`s.

Eine top motivierte Angestellte, wie übrigens alle in diesem „Verlies“, hat mir dann einige Papiere gebracht (Entlassungspapiere) um zu unterschreiben, danach hat Röbi mich auf den Korridor geschoben und hat mich doch tatsächlich da alleine zurückgelassen!

Das hatte natürlich seinen Grund, er fuhr mit dem Taxi zurück auf den Platz, wo meine Kollegen bereits alles gepackt hatten und zur Abfahrt bereit waren, um sie zum Spital zu lotsen.

Mir kam die Wartezeit unendlich lange vor und mir wurde wieder super komisch, ich glaube ich hab innerhalb von 5 Minuten 7 Liter Schweiss verloren, so übel war mir, dabei brachte ich keinen Pips raus…

Nachdem ich mich wieder gefasst hatte, wie auch immer, ist dann auch schon meine Rettung eingetroffen.

Beim Anblick von all meinen Kumpels, machte sich ein Gefühl von Freude, Peinlichkeit, Zorn und Traurigkeit breit, ich legte mich auf das vorbereitete Bett und es konnte losgehen.

Mittlerweile war es 16 Uhr und eine lange Heimreise stand bevor…

 

Es ging zügig voran und ich versank auch ab und zu in einen kurzen Schlaf, dies sicherlich wegen den Schmerzmitteln die ich von Röbi bekam.

Der Tross hielt glaube ich 2 oder 3 mal an… dabei wurde ich liebevoll umsorgt.

Im Kantonsspital Chur sind wir gegen Mitternacht angekommen, diese wussten schon Bescheid, dass ich kommen werde, denn ich rief sie unterwegs an.

Wurde dann gleich in die Notfallstation geschoben und subito hat mir eine Nachtschwester eine Drogendosis (Infusion) in meinen Arm gesteckt!

Pascal und Marion staunten nicht schlecht wie schnell das Zeug in mich rein floss.

Dann nochmal schnell röntgen und Ultraschall machen und warten bis ich ins Zimmer konnte, das war dann gegen 02:00 Uhr.

Der Arzt fragte mich ob ich die Röntgenbilder der Tschechei mit habe, aber die sind natürlich im Auto geblieben.

Der Befund war zum Ersten schon mal nicht schlecht (der Schein trügt)

Sie haben nicht 3 Rippen gesehen sondern nur 1 und sonst nichts.

Als sie mich dann ins Zimmer schoben, fragte ich, ob es möglich sei noch was essbares zu bekommen, da ich seit dem Morgenessen nichts mehr zwischen den Zähnen hatte. Ich war begeistert, sie haben mir ein ganzes Nachtessen aufgetischt… ich begnügte mich mit einem Joghurt und drei Stück Brot.

Die Nacht war lange und schmerzhaft, doch selber Schuld!

Als ich die Röntgenbilder abgegeben habe, die mir Erwin brachte, sah es ganz anders aus. Von wegen nur 1 Rippe! Die Tschechen haben 3 gefunden und die Schweizer 1 andere, der Arzt sagte mir mit einem Lächeln im Gesicht, dass es nun eben 4 Rippen seien, 3 rechts 1 links, aber dass es ja nicht auf die Menge ankommt

Man sagte mir, ich dürfe aufstehen und mich bewegen, was mir sehr schwer fiel, doch ich bin ja ein tapferer Kerl und überlegte schon, nach Hause zu gehen.

Man sagte mir jedoch, dass man mich noch eine Nacht zur Beobachtung da behalten will, mir war`s recht, denn es kam mir wie Ferien in einem 4 Stern- oder mehr Hotel vor, sehr gutes Essen und rund um Service, durchs Band freundliches und zuvorkommendes Pflegepersonal. Ich würde eine Bestnote vergeben, auch wenn ich zweimal nicht das bestellte Essen bekam, ist ja nicht so schlimm, auch das war super.

Am Dienstag wollte ich dann, bevor ich entlassen wurde, wissen, ob ich mir wirklich keine Gedanken wegen dem Rücken machen muss.

Darauf meinte der Arzt, dass wir nochmals röntgen können.

Vor dem Mittagessen spazierte ich also zur Röntgenabteilung, wo ich nochmals bestrahlt wurde!

Dann konnte ich mich wieder meinen täglichen Aufgaben zuwenden, Kaffee trinken mit meinem Besuch, spazieren, Radio hören und liegen.

Als ich beim Nachtessen war, kam der Dottore und sagte mir, dass man was an der Wirbelsäule sehe und um ganz sicher zu gehen, ich sofort in die Computertomographie müsse.

Ok, also spazierte ich wieder los… als ich da ankam schaute mich die nette Frau an und fragte mich, ob ich mich verlaufen hätte? Ich sagte ihr, dass ich zu einer CT Untersuchung angemeldet sei wonach sie ganz komisch aus der Wäsche schaute…

„Hier sind sie richtig, doch ich hab einen Mann in einem Bett oder zumindest in einem Rollstuhl erwartet“

Das ging recht schnell vorbei und mein Weg führte gleich wieder in die Kantine wo André auf mich wartete.

Als ich dann um 21:30 in mein Zimmer wackelte, erwartete mich der Arzt und hat mir gleich eine schlechte Nachricht überbracht, er verordnete mir ab sofort Bettruhe und absolut flaches Liegen!

Ich müsse mir keine Sorgen machen, es sei einfach nur eine Vorsichtsmassnahme und wir müssten bis Morgen früh warten bis die Spezialisten die Aufnahmen genauer analysiert haben. Keine Sorgen machen?

Na bravo… das war ja mal eine Nachricht… was soll’s, ab ins Bett und nicht mehr bewegen und versuchen ein wenig zu schlafen. Ich hatte ganze 3 Stunden die Augen geschlossen!

Ich war froh, dass die Spezialisten früh gekommen sind, aber nicht, dass sie mir sagten, dass ich einen Wirbel gebrochen hätte und nun ab sofort ein Dreipunktekorsett für schlappe 3 Monate tragen müsse.

Es sei stabil und so lange das so bleibe, brauche man nicht zu operieren.

Das war’s auch schon… ich durfte wieder aufstehen mit dem Ding und nach einer weiteren Nacht durfte ich nach Hause gehen…

Ich hatte also ein paar mal Schwein… ich darf nun einfach nicht viel machen und höchstens 1 Kg heben.

Nun ist Geduld angesagt und die Hoffnung, dass alles wieder so wird wie es war.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die so gut zu mir geschaut haben und es noch weiter tun…

euer Bruchpilot Antonio