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Wie viele Pässe waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die Pässe Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur Süd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pünktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

Während dem wir unseren  z’Nüni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren Motorrädern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter über den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe Mühe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um überall zu überholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hätte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

Früher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geäussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wäre seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also über den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit Längerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo über Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

Glücklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die Räder.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten Untersätzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte Tanksäule in Splügen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hätte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in Splügen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schüchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas Verspätung erwarten muss.
Also ging’s weiter über den Splügenpass.

Wow, was für ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brütende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der Splügenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum Glück ging’s jetzt wieder langsam aufwärts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten für den restlichen Heimweg, direkt über den Julier, über den Albula und die Lenzerheide oder über den Flüela.
Wir haben die mittlere Variante gewählt und haben die zwei restlichen Pässe mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere Motorräder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei für’s Mitkommen und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen Verspätung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Ein perfekter (Geburts)tag :-)

Am 10. Juni 2017 war es mal wieder so weit, dass Silvia ein Jährchen mehr auf den Buckel bekam. Normalerweise lädt Antonio sie zum Abendessen ein, doch in diesem Jahr war alles etwas anders. Erst mal der Reihe nach…
Am Morgen (also nachdem Silvia aufgestanden war 😉 fuhren wir nach Chur um dort zu frühstücken. Dies bot sich an, da bei uns zu Hause die Küche umgebaut wurde und daher Chaos in der Wohnung herrschte.
Beim Gwerder an der Ringstrasse hatten wir noch nie gefrühstückt. Also probierten wir das mal aus. Der Ort kam uns sehr gelegen, da Silvia kleiner Zwilling (Insider) in der Nähe wohnt und wir ihm auch noch schnell zum Geburtstag gratulieren wollten.
Kaum hatten wir im Gwerder das Frühstück bestellt, kam Markus, ein Kollege aus der Bäckerei und setzte sich noch ein Weilchen zu uns. Das war echt gemütlich. Nach dem Essen machten wir uns auf den Heimweg. Antonio bereitete sich auf eine Wanderung  zum Schnielskopf vor, auf welchem er noch einen Cache zu verstecken hatte.

Silvia verbrachte den Nachmittag mit einer guten Freundin und deren Tochter im Tierpark. Und so durften beide einen tollen Nachmittag geniessen, der eine mit einer grossen Anstrengung, die andere gemütlich, durch den Park spazierend.

Für den Abend hatte Silvia eine ganz besondere Überraschung geplant. Nicht als Geburtstagsgeschenk, sondern zum 9 jährigen Zusammensein hatte sie Antonio diesen Abend geschenkt, einfach das Datum hat sie auf ihren Geburtstag verlegt.

Antonio kam nach Hause und sah, dass die Badesachen bereitgestellt waren. Dies stimmte ihn nicht unbedingt freudig, da Schwimmen/Baden nicht zu seinen grössten Hobbys zählt.
Als Silvia kam, bemerkte er, dass er eigentlich schon Hunger habe, worauf sie nicht weiter einging. Die Reise führte die beiden nach Bad Ragaz, was er schon befürchtet hatte. Allerdings war das Ziel das SpaHouse und nicht wie erwartet das Thermalbad. Dort war die Eingangstüre geschlossen und auch mit Klingeln fanden wir keinen Einlass. Etwas ratlos stöberten wir herum, bis Silvia sich entschloss, im Schaubinstitut nachzufragen, ob man uns dort helfen könne. Tatsächlich hiess es dort, dass wir goldrichtig seien und so wurde Antonio gerufen. Jacky führte uns zu eine Umkleidekabine, in welcher wir uns umziehen sollten. Antonio hatte noch immer keine Ahnung was ihn hier erwarten würde, doch er wollte es einfach über sich ergehen lassen, damit wir nachher schön essen gehen könnten. Gerade als wir die Türe der Kabine schliessen wollten, rief Jacky uns, dass wir noch kurz warten sollen, sie habe noch etwas vergessen. Sie eilte fort und kam schnell wieder und drückte Silvia eine Karte in die Hand. „Ihr könnt noch wählen, ob ihr Fleisch oder Fisch wollt.“ Nun schaute Antonio ganz dumm aus der Wäsche. Waaaass? Silvia entschied für beide. Während dem Umziehen erklärte Silvia den Plan. Antonio war so überrascht, dass er noch gar nicht so recht wusste, was er davon halten sollte.
Jacky führte uns durch das ehemalige Thermalbad und erzählte die Geschichte des Hauses. Am Ende des Ganges, wies sie auf eine halb offene Tür, durch welche man in einen roten Raum mit Kerzen spähen konnte. Wir wurden hineingeführt, hier staunten wir nicht schlecht. Wow! Ein gedeckter Tisch im Wasser, Kerzenlicht, romantische Musik, ein angenehm warmes Klima, Rosenblätter im Wasser. Einfach toll!

Nachdem wir den Wein ausgewählt hatten, packten wir einen Schemel und stiegen hinab ins warme, wohlige Wasser. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, kam Jacky und servierte uns die Vorspeise: Melone mit Rohschinken, Salat und zwei verschiedene Brotsorten.

Wir bekamen genug Zeit um gemütlich zu Essen, bevor der zweite Gang aufgetischt wurde. Caspacio aus Spanien, ein Genuss mit Pfiff. Zum Hauptgang gab’s Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti und Gemüse. Normalerweise sind wir nicht so die Röstiesser, doch diese war so knusprig, dass wir sie richtig gerne hatten.

Auch hier staunten wir, woher Jacky weiss, wie lange wir zum Essen brauchen. Nach einer kurzen Verdauungspause, kam ein Tiramisu mit Beeren dazu zu uns und wir bestellen noch einen Latte Macchiato dazu.
Im Anschluss bekamen wir noch eine Viertelstunde Zeit um einfach nur zu geniessen. Jacky holte uns ab und brachte uns wieder zur Umkleide. Zwei Stunden hatte der perfekte Genuss gedauert.
Auf dem Heimweg überlegten wir, was wir mit dem angebrochenen Abend noch anstellen könnten. Schlussendlich landeten wir in Chur am Buskers, wo wir zahlreiche Strassenkünstler bestaunen konnten. Auch dort trafen wir noch Kollegen und so konnten wir den Abend würdig abrunden.

Der erste Geburtstag für Silvia, an welchem es keinen Kuchen gegeben hatte und trotzdem war es einfach ein perfekter Tag.

Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Von zuhause nach Basel und übers Hudelmoos wieder zurück

Der Wetterbericht prognostizierte nicht viel gutes. Aber wer glaubt schon den Prognosen…Zudem spielt es keine Rolle, denn wir haben einen Verabredung in Basel und da gehen wir hin, egal was der Himmel von sich gibt.

Ds Tanti (nein nicht verwandt mit uns, das ist ihr Cacherpseudonym) wird 50, na da müssen wir doch dabei sein. Vor allem, weil sie uns auch dabei haben möchte, denn sie hat uns zu ihrer Party eingeladen. Nicht irgendwo, sondern auf einer Burg will sie feiern.

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Die ganze Jugendherberge, welche die Burg beinhaltet hat sie gemietet um das ganze Wochenende durchzufeiern.

Nach unserer Ankunft haben wir erst mal die paar umliegenden Caches geholt, da die Sonne an diesem Abend noch stärker als der Regen war. Dann wurde gefeiert. Da hat sich ds Tanti ganz schön ins Zeug gelegt. Ein toller Apero mit vielen Cachern und anderen tollen Leuten, sogar eine Burgmagd, die sich in unser Jahrhundert verirrt hatte war dabei, die hatte ja was zu erzählen, da staunten wir nicht schlecht!

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Dann ein Festmahl, bei welchem wir die Gestalten noch ein wenig besser kennenlernen durften. In dieser netten Gesellschaft merkten wir gar nicht, wie schnell die Zeit verging und so kam der Wechsel vom Freitag in den Samstag immer näher. Singend begrüssten wir ds Tanti in ihrem 50sten Lebensjahr und stossten gleich darauf an. Dann liessen wir die späten (oder frühen) Stunden bei netten Plaudereien ausklingen. Um 1:30 Uhr machten wir uns langsam auf den Weg ins Zimmer. Ein 10er Schlag ganz für uns alleine, wow!

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Am nächsten Morgen wurden wir von den quitschenden Hölzern der alten Burg geweckt. Das Frühstück war schon parat, was für ein Service. Der Regen liess entgegen aller Erwartungen noch immer auf sich warten, wobei wir ja froh waren, dass er noch ein wenig da oben zurückgehalten wurde. Am Vorabend hatten wir ein tolles Foto von einem interessanten Cache zu Gesicht bekommen, den gingen wir nun zusammen mit Team Pinkpetra an.

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Als ob wir ein Abkommen mit der Obrigkeit getroffen hätten, setzte der Regen pünktlich nach der Rückkehr zum Auto ein.

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Unser nächstes Ziel war wetterunabhängig; Superpunkte im Coop verbraten (nur Dinge, die wir wirklich brauchen). Noch ein paar Döschen gesucht, die gerade auf dem Weg lagen und schon war es wieder Zeit um zur Burg zurückzukehren, denn dort begann nun der offizielle Geocacherevent vom dsTanti.

Plötzlich verdunkelte sich der Himmel , wie wenn jemand den Lichtschalter gedrückt hätte und die Regenpause war zu Ende. Wir begaben uns in die schützenden Burgmauern und genossen noch ein paar Köstlichkeiten in angenehmer Gesellschaft, bevor wir uns auf die Rückreise begaben.

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Nein, es ging noch nicht ganz bis nach Hause, unser nächstes Ziel war der Hudelmoos-Grillevent, also suchten wir uns ein Hotel auf dem Weg. In Will sind wir fündig geworden, ein spezielles B&B Bett am Weiher in Wil unsere Aufmerksamkeit.

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In einem edlen Lokal, Hof zu Wil, genehmigten wir uns ein leckeres Mahl, man sollte das Leben schliesslich geniessen, auch wenn es regnet 😉

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Am Morgen wurden wir, wie auch schon am Tag zuvor in Basel, vom Quietschen des alten Hauses geweckt. Das Frühstück war in einem kleinen, gemütlichen Raum neben einer zweckmässigen, modernen Küche bereitgestellt. Wir hatten Blick auf die Strasse der schönen Altstadt und….ja, das erschreckte uns schon ein wenig, auf die Schneeflocken, die unbekümmert zu Boden fielen.

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Bei solchem Wetter an einem Grillevent teilnehmen, ob das gemütlich wird? Wir werden ja sehen. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto freundlicher zeigte sich der Himmel. Zwischendurch haben wir noch ein paarwenige Dösli besucht, und wollten einen Töff „klauen“ leider passte der nicht in unser Bus.

Toeff im Bus

Am Zielort angekommen, machte sich Elisabeth, also Blauburgundermann, und Schluni auf den Weg zum alljährlichen Rätselcache. Wir schlichen uns gleich dazu und zottelten mit. Das Rätsel dazu haben wir halt erst im Nachhinein auf der Heimfahrt gelöst (wenn man das schon mal umdrehen kann mit dem Suchen und Rätseln 😉

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Wieder zurück am Event, genossen wir bei einem Kaffee die leckeren Desserts von popfex und plauderten noch ein wenig mit uns bekannten Cachern, auch wenn diese eher rar waren (nicht die Cacher, aber die uns bekannten).

Am frühen Nachmittag machten wir uns im warmen Auto auf den Weg nach Hause. Mit der kurzweiligen Beschäftigung des Rätsels waren wir ruckzuck an den Homecoordinaten angekommen. Dort gab’ erst mal ein kleines Nickerchen, bevor wir dann den Grillkäse, welcher Birklimann uns spendiert hat ausprobiert haben.

Mal wieder ein abwechslungsreiches und tolles Wochenende, welches uns ein paar schöne Erinnerungen geschenkt hat.

Trainingstagebuch eines Mannes

Liebes Tagebuch,
zu meinem vierzigsten Geburtstag hat mir meine Liebste eine Woche mit
einem persönlichen Trainer geschenkt. Dabei bin ich ja noch top in Form!
Immerhin habe ich mit 20 ja Fußball gespielt, aber ein bisschen Bewegung
wird ja auch ganz nett sein. Weiterlesen