Schlagwort-Archive: Furka

Wie viele Pässe waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die Pässe Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur Süd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pünktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

Während dem wir unseren  z’Nüni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren Motorrädern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter über den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe Mühe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um überall zu überholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hätte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

Früher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geäussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wäre seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also über den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit Längerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo über Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

Glücklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die Räder.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten Untersätzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte Tanksäule in Splügen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hätte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in Splügen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schüchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas Verspätung erwarten muss.
Also ging’s weiter über den Splügenpass.

Wow, was für ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brütende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der Splügenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum Glück ging’s jetzt wieder langsam aufwärts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten für den restlichen Heimweg, direkt über den Julier, über den Albula und die Lenzerheide oder über den Flüela.
Wir haben die mittlere Variante gewählt und haben die zwei restlichen Pässe mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere Motorräder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei für’s Mitkommen und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen Verspätung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Töffausflug vom Samstag 09.10.2010

Gestern Abend habe ich mich kurz um entschlossen mit 2, respektive 3 Töff -kumpels, welche ich bis dato nur vom Forum kannte, eine der letzten Töff- Ausflüge in dieser Saison zu machen.

Sascha hat mir am Freitag zur später Stunde mitgeteilt, dass er mit Freundin Chantal und Stefan um 08:00 Uhr in Wädenswil losfahren wird um den Furka, Grimsel und Susten zu fahren.

Wir haben in Andermatt abgemacht. Ich fuhr über den Oberalppass und sie durch den Kanton Schwyz.

Ich sag euch… An einem freien Tag so früh aufzustehen, sollte verboten sein, das meinte auch meine Freundin Silvia und blieb im warmen Bett.

Die Sonne war noch nirgends zu sehen und es war so was von  kalt !!!

Egal, abgemacht ist abgemacht und ich fuhr los.

In Ilanz hatte es dicken Nebel und es war feucht!

Da habe ich langsam aber sicher angefangen an den Fingern zu frieren!

Als ich in Cumpadials den ersten Sonnenstrahl in greifbarer Nähe sah… hielt ich an um etwas Wärme zu tanken

Habe eine kurze Pause eingelegt, die Handschuhe auf dem warmen Motor deponiert und gewartet bis sie etwas wärmer wurden.

Erstaunlicherweise wurde es immer wärmer je höher ich kam und auf dem Oberalppass war es angenehm.

Was soll ich jetzt sagen…

Ich war 15 Minuten vor dem abgemachten Termin in Andermatt und habe mir eine ganz helle Schale und zwei Gipfeli bestellt, natürlich draussen auf der Terrasse!

Ich bin soooo blöd…. da war es wieder richtig frisch!  Jonu, was soll`s

Ich musste nicht lange warten, da kamen die zwei Italienerinnen, MV Agosta Brutale und die Ducati Monster  mit Stefan, Sascha und Chantal auf dem Rücken

Nach einem kurzen Kennenlernen mit Kaffee und Gipfelei ging’s weiter.

So richtig wusste niemand in welche Richtung, also kam der Vorschlag, erst mal den Furkapass in Angriff zu nehmen und dann der Grimselpass.

Kaum losgefahren sind wir in eine gefährliche Situation geraten!

Ein Traktor kam uns entgegen, dieser hatte Eisen geladen, welches auch die Hälfte der Gegenfahrbahn in Anspruch nahm!

Ich hab es im letzten Moment gesehen und konnte gerade noch ausweichen.

Unglaublich! Eigentlich hätte ich umdrehen sollen und…

… ich war aber so was von sprachlos und entsetzt, dass mir das nicht mal in den Sinn gekommen ist!

Die Fahrt danach war cool, oben am Furkapass haben wir erfahren, dass Chantal bis dort hin noch Jungfrau war jedenfalls was Passfahrten angeht

Nach dem Furka kam der Grimsel und in Innertkirchen tankten wir unsere Maschinen auf.

Da wir noch keinen Hunger hatten , beschlossen wir auch noch den Sustenpass zu, um eventuell in Wassen ein Restaurant aufzusuchen.

Genau so war es auch, Mittagspause und SMS Versand an unsere Liebsten zuhause.

Stefan hat sich das Menu  Gnocchi alla Antonio bestellt

Als ich die Servicetochter fragte, ob ich das Essen umsonst bekomme, weil ich auch so heisse, verneinte sie!

Habe ich halt Schnippo bestellt gut war auch das.

Chantal und Sascha haben beschlossen von Wassen aus Richtung nachhause zu fahren, weil sie noch einige Termine hatten.

Ich hatte verschiedene Möglichkeiten zurück zu fahren.

Zusammen mit Stefan haben wir uns für den Oberalp, Lukmanier und dann den San Bernardino entschieden.

Stefan`s Vorfreude war gross

Als wir dann endlich bezahlen konnten, haben wir uns von dem jungen Paar verabschiedet.

Am Oberalppass hatte es etwas Verkehr, der Lukmanier dagegen war fast leer, doch….

… das Wetter machte im Süden nicht mit, am Hospitz sah es so aus!

Frage: wenden oder weiter?

Wir haben uns für „weiter“ entschlossen und es war nicht so die richtige Lösung, wieder saukalt und gar Nebelregen, Sicht gleich Null!!!

Was soll`s, von Biasca aus war es wieder einigermassen ok, aber als wir in San- Bernardino angekommen sind, beschlossen wir durch die Röhre zu düsen.

Und siehe da, auf der anderen Seite schien wieder die Sonne

Das war ein echt toller Ausflug mit 7 Pässen, in Thusis noch ein Abschiedskaffee und dann ab nach Hause und unter die Dusche.

Danke Chantal, Sascha und Stefan für den tollen Tag.

Die 13 sind geschlagen worden!

Vor 2 Jahren hab ich spontan 13 Schweizer Pässe an einem Tag gemacht, das hat Spass gemacht, im Jahr 08 war ich ein wenig verhindert dieses Vorhaben zu wiederholen oder gar zu toppen wegen meinem Motorradunfall. Das habe ich heute nachgeholt.

18_paesse_25.07.09_045

Gestern Abend suchte ich eine Route aus. Das Kriterium war, „wie mache ich so viele Pässe wie möglich ohne einen 2 oder 3 mal zu fahren.“

Dies ist in der Schweiz fast nicht möglich, ich hab es auf die Schnelle nicht herausgefunden, also nahm ich auch Italienische Pässe zur Hilfe.

Und nun kommts, halt dich fest…

…ganze 19 Pässe hab ich gemacht, 15 in der Schweiz und 4 in Italien!!!

Ich hab ja nie behauptet ganz sauber zu sein denn sonst hätte ich das nie geplant

Also musste ich gestern relativ früh in die Federn, weil ich schon ausgeschlafen sein sollte bei einem solchen Vorhaben.

Die Wetterprognosen waren eigentlich nicht schlecht, morgens noch bewölkt und dann nach und nach schöner. Um 6:45 Uhr ging der Wecker los! Der Blick aus dem Fester war nicht gerade erfreulich, es war noch nass, doch es regnete nicht und Richtung Chur und das Bündner Oberland sah ich einen kleinen Fleck blau am Himmel. Nach dem Frühstück ging es dann los, und sicherheitshalber montierte ich mir meine Regenjacke weil es eher kühl war.

— > Start 7:30

–> Tageskilometerstand auf 0.00 gesetzt und ab die Post.

Der erste Pass den ich angefahren bin heute morgen war der Oberalppass, doch es war hart bis dort hin. Schon nach 10 km von Zuhause entfernt hat es angefangen zu regnen!

„Ich kann ja nicht schon aufgeben“,

dachte ich mir und als ich in Ilanz war sind die Strassen schon wieder trocken gewesen.

Ich freute mich zu früh, denn das Ganze dauerte nicht lange und es schüttete dann in Trun nicht schlecht.

Weisst du was mich weitergetrieben hat? -Die Fahrradfahrer die auch schon unterwegs waren. Ich zog es durch bis auf den Oberalp, auch wenn ich schon fast meine Finger nicht mehr spürte! Das es so kalt war, mit dem hatte ich nicht gerechnet. Oben angekommen sah es für eine Weiterfahrt  viel versprechend aus und ich durfte auf Wetterbesserung hoffen.

18_paesse_25.07.09_1049

Der Blick in die Zukunft, und der in die Vergangenheit.

18_paesse_25.07.09_1055 18_paesse_25.07.09_1052

Nach 5 Minuten waren meine Handschuhe, die ich auf den warmen Motor legte, wieder ein klein wenig erträglicher überzuziehen!

Leider war es auch Richtung Andermatt noch nass aber zum Glück regnete es nicht mehr.

Rechts abbiegen und die Schöllenschlucht runter um bei Wassen dann den Sustenpass in Angriff zu nehmen, welcher ebenfalls immer wieder nass war und immer noch kalt!

18_paesse_25.07.09_056 18_paesse_25.07.09_1058

Ob es am Wetter lag oder daran das ich relativ früh unterwegs war weiss ich nicht, aber Verkehr hatte ich nicht viel.

Schnell weiter, habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Temperatur etwas ansteigen wird.

In Innertkirchen ging ich links weg um den Grimsel unter die Räder zu nehmen. Hier musste ich mir schon langsam Gedanken machen wo ich tanken soll, normalerweise blinkt die Tankanzeige bei 200 km, doch dieses mal lässt sie auf sich warten, so dachte ich an die Tankstelle nach dem Furka, wo es auch gleich ein Restaurant gab um einen Kaffee zu trinken, erst ist aber eben der Grimsel an der Reihe. Wie du sehen kannst hatte ich auch da so ziemlich mieses Wetter und wenn ich ehrlich bin, ich dachte ans Aufgeben!!! Zurück über den Oberalp und nach Hause in die warme Stube!

Bilder sprechen ja bekanntlich ihre eigene Sprache!

Grimsel-Pass Grimsel-Pass Grimselpass

Nun hat sich auch schon das Lämpchen bemerkbar gemacht, dass mein Baby frischen Sprit willDazu müssen wir aber erst mal den Furka bewältigen. Vom Hospitz gibt es auch ein paar Bilder. Diese wurden von einer Gruppe Italos geschossen die auch Unterwegs waren. War eine lustige Unterhaltung

18_paesse_25.07.09_1005

Die Tankstelle, die ich dachte am Fusse des Furka bei Andermatt, gibt es nicht mehr nur noch das Restaurant, also weiterfahren, doch was soll ich machen? Nach Andermatt zurück oder riskieren  den Gotthard zu machen, um dann in Airolo zu tanken?

Ich hab mich für Variante 2. entschlossen und hoffte dabei, dass ich nicht in einen Stau gerate. Bis auf den Hospitz bin ich gekommen, ist ja nicht so weit.

gotthard-pass_25.07.09_008

Für die Fahrt abwärts nach Airolo nahm ich die uralte Passstrasse, die ist immer noch mit Pflastersteinen bestückt, was auch so bleiben wird, ein ganz spezielles Fahren ist das

Ich schaffte über 220 km mit einer Tankfüllung und war froh als ich die Tankstelle anfahren konnte,

Wollte eigentlich schon seit einer halben Ewigkeit zum Kaffee und einem Nussgipfel oder so und nun suchte ich ein Restaurant um auch mich ein wenig zu stärken. Das fand ich erst nach ca. 17 Kilometer nach einer Fahrt hinter einem Wohnmobil, das ich nicht überholen konnte. Kurz vor Faido fand ich eine Pizzeria und da es kurz vor Mittag war hab ich mir eine Pizza bestellt 

Das hat echt gut getan, auch der Espresso hat geschmeckt.

Nach dem Essen beschloss ich die nächste Autobahneinfahrt zu nehmen um bis nach Lostallo zu fahren, wo ich sie wieder verlassen werde um einer meiner Lieblingspässe in Angriff zu nehmen, nämlich den San Bernardino

Meine Regenjacke konnte ich im etwas (aber nicht viel) wärmerem Tessin verpacken.

Ich freute mich schon riesig auf den mir bevorstehenden Pass und ich fühlte mich so richtig im Element, vor allem als  ich einige Motorräder vor mir sah Es war eine Gruppe aus dem Kanton Freiburg, beim Überholen des ersten hab ich einen kleinen Adrenalinschub bekommen, weil auf meiner Überholspur Holz lag!

Der zweite war eher ein Problem zu überholen. Als ich seine Suzuki von hinten anschaute dachte ich mir schon…. uiuiui Sturzspuren an beiden Seiten und keine Rückspiegel dran! Das erschwerte natürlich das überholen. Wie machst du dich bemerkbar? Versuchte mich hörbar zu machen, doch er achtete mich nicht, da konnte ich ihn nur ausbremsen das machte ich dann auch In San Bernardino stiess ich auf die zwei Vordersten, der eine hatte eine Yamaha R1 und seine Kleidung war sehr speziell, hab es leider verpasst diese zu fotografieren. Hab beide geschnappt, aber sie liessen nicht gleich locker.

Zurück zur Kleidung; Jeans mit  so Rollerbladesknieschoner bestückt,  und wie ein kleiner Rennfahrer das Knie auf dem Asphalt. Egal, mir hat es Spass gemacht.

Oben angekommen gab es natürlich ein weiteres Bild

san-bernardino_25.07.09_009

Weiter den San Bernardino hinunter bis nach Splügen und dann den gleichnamigen Pass der nach Italien führt hinauf, ist auch einer meiner Lieblingspässe trotz oder vielleicht genau wegen seinen sehr engen Spitzkehren.

Oben angekommen suchte ich vergebens eine Tafel mit Namen und Höhe Also konnte ich gleich weiter hinunter nach Chiavenna, um danach das schöne Bergell hinauf zum Maloiapass zu fahren. Doch erst noch eine kleine Stärkung für mich und wieder Benzin für meine Susi an der City Tankstelle oberhalb von Castasegna  (wieder in der Schweiz).

Es wird vielleicht etwas langweilig, doch auch der Maloja gehört zu meinen Favoriten und auch den konnte ich in vollen Zügen geniessen.  Leider fand ich auch hier keine Tafel

Bald hatte ich die Hälfte meiner geplanten Tour geschafft, noch den Julier und dann eben auch die Entscheidung abzubrechen und nach Hause zu fahren oder noch einen in Angriff zu nehmen.

Der Julier, mittlerweile zeigte die Zeit 14:52 an! Das könnte spät werden, dachte ich mir. Das Wetter passte, auch wenn es immer noch sehr frisch war.

julier_pass_25.07.09_011 julier_25.07.09_012

In Tiefencastel angekommen zog mich meine Suzuki automatisch rechts weg Richtung Albulapass Dieser gehört zu den schlechtesten in der Schweiz, die ich kenne. Ok, nicht der ganze Pass, aber da schüttelt es dich so was von durch, das glaubt einer der ihn noch nie gefahren hat gar nicht, da braucht ein Mann Eierschoner

albula_pass_25.07.09_1013 albula_25.07.09_1016

Zum Glück war das nur eine kleine Regeneinlage. Unten in La Punt sah es wieder gut aus.

Der nächste  anstehende Pass war der Bernina und da es nach diesem wieder nach Italien geht, wo vier Pässe auf mich warteten, machte ich einen verfrühten Tankstopp.

An der Tankstelle in Samedan war auch die Polizei am Pause machen und als ich mein Motorrad vor der Tankstelle parkte um Verstärkung zu mir zu nehmen, hat sich die Frau Polizistin auf mich zu bewegt, was ich nicht so gerne habe! Sie schaute auf mein Hinterteil… also das meiner Susi und die Nummer und zog dann wieder ab. Ich kaufte mir einen Ovodrink und hab daran an einen Kumpel gedacht, unter dem Motto  “ nicht besser, aber länger“  und das brauchte ich, denn ich hatte „erst“  10 Pässe hinter mir.

Am Bernina sah ich dann die zwei Polizisten wieder, die ihre Augen auf die Töffs geworfen hatten, doch nicht auf meinen

Der Bernina Hospitz

bernina_pass

Den Bernina hinunter und links abbiegen und über den Forcola di Livigno, hier hab ich doch echt die Tafel verpasst, nur ich weiss warum… war etwas nervös da oben aber hier ein Bild vom Web.

forcola_di_livigno

In Livigno bin ich dann auch noch einen Umweg gefahren! Na ja, hab ja genügend Zeit!!!

Pass Nummer 13 wartet, auch wenn es nur ein kleiner ist, um hier ein Bild zu machen musste ich kurz umkehren, weil die Tafel verdreht war, ist ja Italien

passo_eira in livigno passo_eira

Der Verkehr hier in Italien war erheblich, leider! Doch ich hatte ja Zeit.

Auch an der Tafel des Passo di Foscagno fuhr ich vorbei und musste umkehren.

passo_di_foscagno

Dann der relativ lange Weg zu einem weiteren geilen Pass. Ganze 40 Minuten bis zum Stelvio oder auf Deutsch Stilfser JochHier traff ich einige Italo Racers, mit denen ich ein Schwätzchen hielt und  die auch gleich meinen Fotoapparat bedienten

Passo_ Stelvio stelvio_stilfser_joch

Der Endspurt war angesagt, es war ja auch bereits nach 18 Uhr als ich das Bild am Umbreil machte, den musste ich aber nur abwärts fahren, denn er ist ja nicht weit vom Stelvio entfernt. Der Umbreil ist mittendrin immer noch Naturstrasse, geht aber mehr oder weniger problemlos. Dieser Pass  ist sogar für Anfänger mit neuen Motorrräder machbar, gel Lori, waisch no? 

umbrail_pass umbreil

Der Ofenpass hat mir ein wenig Mühe gemacht, weil die Sonne schon sehr tief stand und mich ein bisschen blendete, will mich aber nicht beklagen, weil mir eine blendende Sonne lieber ist als Regen

ofen_pass passo del forno

Sodali, hast du mitgezählt? Bis ich Zuhause bin fehlen noch zwei Pässe. Ich muss schon sagen, ich hab nichts dagegen, wenn ich mein Baby in die Garage stellen kann,

Also nahm ich, nach der Durchquerung des Nationalparks den Flüela in Angriff, den ich so weit ohne irgend welche Vorkommnisse hinter mich gebracht hatte.

flüela

In Davos angekommen begann dann der letzte Abschnitt, das Landwassertal Richtung Wiesen, und da gab es wieder eine tolle Begegnung, erst mit zwei  Töfffahrern. Der eine mit L, diese schlossen auf einen weissen Porsche Carrera mit ZH Nummernschild auf.  Ich überholte die beiden und folgte „unauffällig“ dem weissen Flitzer und… es war einfach unglaublich wie der da hoch fuhr!

Die Lenzerheide war die letzte Hürde, die ich nehmen musste und das Benzinlämpchen hat sich auch wieder gemeldet, doch ich hoffte es bis nach Chur zu schaffen, um an der Masanserttankstelle auch gleich mein Baby zu waschen, bevor ich es wieder für ein paar Tage versorge.

Das wars, insgesamt 19 Pässe und ganze 786 gefahrene Kilometer.

Jetzt bin ich hundemüde und der eine oder andere Körperteil schmerzt ein bisschen, erstaunlicherweise aber nicht der Teil an dem man zuerst denken würde

Nochmals zum Mitschreiben:

  1. Oberalp,
  2. Susten,
  3. Grimsel,
  4. Furka,
  5. Gotthard,
  6. San Bernardino,
  7. Splügen,
  8. Maloja,
  9. Julier,
  10. Albula,
  11. Bernina,
  12. Forcola di Livigno,
  13. Passo Eira,
  14. Passo di Foscagno,
  15. Stelvio,
  16. Umbreil,
  17. Ofen,
  18. Flüela,
  19. Lenzerheide

Es hat mir riesen Spass gemacht und das nächste mal starte ich nur wenn es 100% trocken ist. Vielleicht würde dann noch ein oder zwei weitere Pässe drin liegen.

und …