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Testfahrt mit der MT09

Heute hatte ich die Möglichkeit die Yamaha MT09 2017 ausgiebig zu testen.
Was heisst ausgiebig? Ein Wort das sich relativiert je nach Ansicht.
Gestartet bin ich zusammen mit meinem Kumpel Erwin um 08:30 Uhr vom Motocenter in Chur aus gings erst mal Richtung Tessin.

An der MT09 ist mir sofort aufgefallen, dass man mit sitzen gleich vorne am Tank landet.
In Splügen angekommen war klar, dass wir den Pass Richtung Chiavenna nehmen würden.
In Monte Spluga war z’Nüni ziit 🙂 Also einen Stop eingelegt und die ersten Eindrücke verarbeitet.
Die MT09 und ich waren noch nicht so gute Kumpels. Mir passt das Einlenken nicht ganz, ich fühlte mich nicht ganz wohl. Spass machte es aber bis dorthin trotzdem.

In Chiavenna angekommen zeigte das Thermometer 32° an und das Verkehrsaufkommen war sehr hoch.

Ich freute mich das schöne Bergell hinaufzufahren bis nach Maloja. Dies gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsstrecken.

Die MT09 brachte mich mit ihrem 3 Zylindern und 115 PS problemlos und agil auch diesen spassmachenden Pass hoch.

Am BeachClub gab es ein kurzes Fotoshootig bevor es dann weiter ging zu unserem geplanten Mittagessen in Sfazù im Puschlav auf der anderen Seite vom Berninapass.

Auch dieser Pass ist ein Träumchen für Motorradfahrer. Es gibt viele langgezogene sowie engere Kurven. In Richtung Puschlav geht es natürlich mehrheitlich abwärts, doch so kann man sich wieder auf die Rückfahrt freuen, denn nach dem wie immer feinen (heute Pizzoccheri)  Essen im Restaurant Sfazù, ging es zurück ins Engadin.

Erwin und ich haben uns dazu entschlossen, wieder mal den Albulapass unter die Räder zu nehmen. Zuvor brauchten unsere Töffs aber was zu trinken. In La Punt wurde also getankt und ich staunte, nur 5,2 Liter hat die Yamaha gegurgelt.
Zu meinem Pech hat sich ein Hummelchen in mein Lederkombi verirrt! Ich muss wohl nicht erwähnen warum ich es bemerkte oder?(da soll mir einer sagen, dass Hummeln nicht stechen). Es brannte einen Moment lang höllisch. Da gibt es nur ein Gegengift, Adrenalin. 😉

Der Albula ist ein guter Pass um das Fahrwerk der MT09 ein bisschen herauszufordern.
Für meinen Geschmack ist die 193 kg fahrfertige Maschine ein bisschen zu weich. Ich mag es eher härtereingestellt, dennoch hatte ich nie ein ungutes Gefühl bei den zum Teil schlechten Strassenabschnitten.

Endspurt, über die Lenzerheide und wieder zurück zum Motocenter in Chur.

Es hat Spass gemacht mit dem 3-Zylinder, 4-Takt, DOHC, 4 Ventile und den 847 cm3  die 280 km über den Splügen, Maloja, Bernina, zurück wieder über den Bernina, Albula und die Lenzerheide zu fahren.

Wie Anfangs schon erwähnt, sind die MT09 und ich nicht die ultimativen Freunde geworden. Dies hat sich bis zum Schluss durchgezogen und kommt wohl daher, dass die Maschine zu wenig Gewicht aufs Vorderrad bringt.

Was mir ganz gut gepasst hat, ist zum Einen die zweistufige Tractionskontrolle, ob man die jetzt braucht bei den 115 PS sei dahingestellt, jedenfalls vermittelt es ein gutes Gefühl. Zum Andern finde ich den Quickshifter eine coole Sache. Wenn man das einmal hatte, will man es immer haben. Bei der MT09 könnte er noch etwas präziser arbeiten.

Die drei Leistungs-Modi:
A = Aggressiv
B = Regen
Std. = Standart, oder eine ideale Zwischenlösung.

Alles in allem, ein tolles Bike, bei welchem Preis / Leistung voll und ganz passt.

Danke Erwin für’s Begleiten und dem Motocenter in Chur für den bislang guten und zuverlässigen Service. 

Als ich dann die MT09 wieder abgegeben hatte, sattelte ich meine MT10 und düste durchs Versam hoch ins schöne Vals, wo ich von meinem Schatz schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Motorradausflug mit der KTM

Endlich finde auch ich wieder mal die Zeit um einen Ausflug über ein paar Pässe zu machen.

Das war der Erste grössere in diesem Jahr, kaum zu glauben nicht wahr?

Meine Susi hat die Strasse noch nie gesehen im 2011! Ich glaube ich werde alt.

An unserem Donnerstagshock hat mir Squidli nahegelegt, dass wieder mal ein Ausflug fällig wäre.

Ich musste an der KTM erst noch eine Strassenbereifung aufziehen, denn mit Rennpneus hätte die Rennleitung keine Freude an mir, oder doch? Finanziell gesehen sicherlich.

Am Samstag bin ich früh aufgestanden und habe meine KTM strassentauglich hergerichtet, eine loslachen Event SMS versendet und ins Forum geschrieben wann und wo wir starten.

Sonntag 9:00 Agip Tankstelle in Chur.

André und Squidli waren bereits am Warten als ich angekommen bin, hinter mir fuhr auch noch ein unbekanntes Motorrad, es war Jan, ein Neuer, der uns über das Forum gefunden hat.

Kurze Routenbesprechung und…

…da klingelte das Handy!

Sergio! Er hat verschlafen  und wollte uns nachfahren.

Achtung fertig los…

Erst über die Lenzerheide dann Richtung Albula.

In Preda der erste Halt mit Kaffee und Gipfeli inklusive nette Bedienung.

Nach der Stärkung düsten wir weiter, nächstes Ziel war das Ristorante/Pensione Sfazù hiter dem Berninapass.

Immer eine gute Adresse um zu Essen, natürlich haben wir geschaut, dass wir um die Mittagszeit da ankommen um ein feines Menü zu geniessen.

Dort angekommen hatte ich ein Gespräch mit Sergio, der Arme durfte uns nicht folgen, weil seine Liebste gestern ihren Frauen-Polterabend hatte und nun etwas schwach auf den Beinen sei 

Fängt ja gut an! 

Wir haben wie immer gut gegessen und auch die Aussicht war nicht ohne.

Dann ging’s wieder zurück über den Bernina, den Maloja runter in die Hitze bis nach Chiavenna und dann gleich wieder den Splügen hoch wo es wieder erträglicher wurde.

Kurz vor Splügen drehte Squidli um, er hat wohl was verloren, André und ich fuhren weiter und wurden doch prompt …

von der Rennleitung Angehalten und kontrolliert!

Als wir fertig auseinandergenommen worden sind, kam auch Jan auf den Parkplatz, nur Squidli fehlte noch, egal wir beschlossen in Splügen eine Pause zu machen, um auf ihn zu warten.

Die Pause war relativ kurz, denn er tauchte auf, bevor wir von unseren Motorrädern absteigen konnten.

André verabschiedete sich da von uns, er bevorzugte es nach Hause zu gehen statt noch was mit uns zu trinken.

Der letzte Halt haben wir dann zu dritt in Sufers gemacht, wo auch unsere Töffs was zu trinken bekommen haben.

War eine tolle Ausfahrt, hat Spass gemacht, danke euch dafür und bis zum nächsten Mal.

 

 

Die 13 sind geschlagen worden!

Vor 2 Jahren hab ich spontan 13 Schweizer Pässe an einem Tag gemacht, das hat Spass gemacht, im Jahr 08 war ich ein wenig verhindert dieses Vorhaben zu wiederholen oder gar zu toppen wegen meinem Motorradunfall. Das habe ich heute nachgeholt.

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Gestern Abend suchte ich eine Route aus. Das Kriterium war, „wie mache ich so viele Pässe wie möglich ohne einen 2 oder 3 mal zu fahren.“

Dies ist in der Schweiz fast nicht möglich, ich hab es auf die Schnelle nicht herausgefunden, also nahm ich auch Italienische Pässe zur Hilfe.

Und nun kommts, halt dich fest…

…ganze 19 Pässe hab ich gemacht, 15 in der Schweiz und 4 in Italien!!!

Ich hab ja nie behauptet ganz sauber zu sein denn sonst hätte ich das nie geplant

Also musste ich gestern relativ früh in die Federn, weil ich schon ausgeschlafen sein sollte bei einem solchen Vorhaben.

Die Wetterprognosen waren eigentlich nicht schlecht, morgens noch bewölkt und dann nach und nach schöner. Um 6:45 Uhr ging der Wecker los! Der Blick aus dem Fester war nicht gerade erfreulich, es war noch nass, doch es regnete nicht und Richtung Chur und das Bündner Oberland sah ich einen kleinen Fleck blau am Himmel. Nach dem Frühstück ging es dann los, und sicherheitshalber montierte ich mir meine Regenjacke weil es eher kühl war.

— > Start 7:30

–> Tageskilometerstand auf 0.00 gesetzt und ab die Post.

Der erste Pass den ich angefahren bin heute morgen war der Oberalppass, doch es war hart bis dort hin. Schon nach 10 km von Zuhause entfernt hat es angefangen zu regnen!

„Ich kann ja nicht schon aufgeben“,

dachte ich mir und als ich in Ilanz war sind die Strassen schon wieder trocken gewesen.

Ich freute mich zu früh, denn das Ganze dauerte nicht lange und es schüttete dann in Trun nicht schlecht.

Weisst du was mich weitergetrieben hat? -Die Fahrradfahrer die auch schon unterwegs waren. Ich zog es durch bis auf den Oberalp, auch wenn ich schon fast meine Finger nicht mehr spürte! Das es so kalt war, mit dem hatte ich nicht gerechnet. Oben angekommen sah es für eine Weiterfahrt  viel versprechend aus und ich durfte auf Wetterbesserung hoffen.

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Der Blick in die Zukunft, und der in die Vergangenheit.

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Nach 5 Minuten waren meine Handschuhe, die ich auf den warmen Motor legte, wieder ein klein wenig erträglicher überzuziehen!

Leider war es auch Richtung Andermatt noch nass aber zum Glück regnete es nicht mehr.

Rechts abbiegen und die Schöllenschlucht runter um bei Wassen dann den Sustenpass in Angriff zu nehmen, welcher ebenfalls immer wieder nass war und immer noch kalt!

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Ob es am Wetter lag oder daran das ich relativ früh unterwegs war weiss ich nicht, aber Verkehr hatte ich nicht viel.

Schnell weiter, habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Temperatur etwas ansteigen wird.

In Innertkirchen ging ich links weg um den Grimsel unter die Räder zu nehmen. Hier musste ich mir schon langsam Gedanken machen wo ich tanken soll, normalerweise blinkt die Tankanzeige bei 200 km, doch dieses mal lässt sie auf sich warten, so dachte ich an die Tankstelle nach dem Furka, wo es auch gleich ein Restaurant gab um einen Kaffee zu trinken, erst ist aber eben der Grimsel an der Reihe. Wie du sehen kannst hatte ich auch da so ziemlich mieses Wetter und wenn ich ehrlich bin, ich dachte ans Aufgeben!!! Zurück über den Oberalp und nach Hause in die warme Stube!

Bilder sprechen ja bekanntlich ihre eigene Sprache!

Grimsel-Pass Grimsel-Pass Grimselpass

Nun hat sich auch schon das Lämpchen bemerkbar gemacht, dass mein Baby frischen Sprit willDazu müssen wir aber erst mal den Furka bewältigen. Vom Hospitz gibt es auch ein paar Bilder. Diese wurden von einer Gruppe Italos geschossen die auch Unterwegs waren. War eine lustige Unterhaltung

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Die Tankstelle, die ich dachte am Fusse des Furka bei Andermatt, gibt es nicht mehr nur noch das Restaurant, also weiterfahren, doch was soll ich machen? Nach Andermatt zurück oder riskieren  den Gotthard zu machen, um dann in Airolo zu tanken?

Ich hab mich für Variante 2. entschlossen und hoffte dabei, dass ich nicht in einen Stau gerate. Bis auf den Hospitz bin ich gekommen, ist ja nicht so weit.

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Für die Fahrt abwärts nach Airolo nahm ich die uralte Passstrasse, die ist immer noch mit Pflastersteinen bestückt, was auch so bleiben wird, ein ganz spezielles Fahren ist das

Ich schaffte über 220 km mit einer Tankfüllung und war froh als ich die Tankstelle anfahren konnte,

Wollte eigentlich schon seit einer halben Ewigkeit zum Kaffee und einem Nussgipfel oder so und nun suchte ich ein Restaurant um auch mich ein wenig zu stärken. Das fand ich erst nach ca. 17 Kilometer nach einer Fahrt hinter einem Wohnmobil, das ich nicht überholen konnte. Kurz vor Faido fand ich eine Pizzeria und da es kurz vor Mittag war hab ich mir eine Pizza bestellt 

Das hat echt gut getan, auch der Espresso hat geschmeckt.

Nach dem Essen beschloss ich die nächste Autobahneinfahrt zu nehmen um bis nach Lostallo zu fahren, wo ich sie wieder verlassen werde um einer meiner Lieblingspässe in Angriff zu nehmen, nämlich den San Bernardino

Meine Regenjacke konnte ich im etwas (aber nicht viel) wärmerem Tessin verpacken.

Ich freute mich schon riesig auf den mir bevorstehenden Pass und ich fühlte mich so richtig im Element, vor allem als  ich einige Motorräder vor mir sah Es war eine Gruppe aus dem Kanton Freiburg, beim Überholen des ersten hab ich einen kleinen Adrenalinschub bekommen, weil auf meiner Überholspur Holz lag!

Der zweite war eher ein Problem zu überholen. Als ich seine Suzuki von hinten anschaute dachte ich mir schon…. uiuiui Sturzspuren an beiden Seiten und keine Rückspiegel dran! Das erschwerte natürlich das überholen. Wie machst du dich bemerkbar? Versuchte mich hörbar zu machen, doch er achtete mich nicht, da konnte ich ihn nur ausbremsen das machte ich dann auch In San Bernardino stiess ich auf die zwei Vordersten, der eine hatte eine Yamaha R1 und seine Kleidung war sehr speziell, hab es leider verpasst diese zu fotografieren. Hab beide geschnappt, aber sie liessen nicht gleich locker.

Zurück zur Kleidung; Jeans mit  so Rollerbladesknieschoner bestückt,  und wie ein kleiner Rennfahrer das Knie auf dem Asphalt. Egal, mir hat es Spass gemacht.

Oben angekommen gab es natürlich ein weiteres Bild

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Weiter den San Bernardino hinunter bis nach Splügen und dann den gleichnamigen Pass der nach Italien führt hinauf, ist auch einer meiner Lieblingspässe trotz oder vielleicht genau wegen seinen sehr engen Spitzkehren.

Oben angekommen suchte ich vergebens eine Tafel mit Namen und Höhe Also konnte ich gleich weiter hinunter nach Chiavenna, um danach das schöne Bergell hinauf zum Maloiapass zu fahren. Doch erst noch eine kleine Stärkung für mich und wieder Benzin für meine Susi an der City Tankstelle oberhalb von Castasegna  (wieder in der Schweiz).

Es wird vielleicht etwas langweilig, doch auch der Maloja gehört zu meinen Favoriten und auch den konnte ich in vollen Zügen geniessen.  Leider fand ich auch hier keine Tafel

Bald hatte ich die Hälfte meiner geplanten Tour geschafft, noch den Julier und dann eben auch die Entscheidung abzubrechen und nach Hause zu fahren oder noch einen in Angriff zu nehmen.

Der Julier, mittlerweile zeigte die Zeit 14:52 an! Das könnte spät werden, dachte ich mir. Das Wetter passte, auch wenn es immer noch sehr frisch war.

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In Tiefencastel angekommen zog mich meine Suzuki automatisch rechts weg Richtung Albulapass Dieser gehört zu den schlechtesten in der Schweiz, die ich kenne. Ok, nicht der ganze Pass, aber da schüttelt es dich so was von durch, das glaubt einer der ihn noch nie gefahren hat gar nicht, da braucht ein Mann Eierschoner

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Zum Glück war das nur eine kleine Regeneinlage. Unten in La Punt sah es wieder gut aus.

Der nächste  anstehende Pass war der Bernina und da es nach diesem wieder nach Italien geht, wo vier Pässe auf mich warteten, machte ich einen verfrühten Tankstopp.

An der Tankstelle in Samedan war auch die Polizei am Pause machen und als ich mein Motorrad vor der Tankstelle parkte um Verstärkung zu mir zu nehmen, hat sich die Frau Polizistin auf mich zu bewegt, was ich nicht so gerne habe! Sie schaute auf mein Hinterteil… also das meiner Susi und die Nummer und zog dann wieder ab. Ich kaufte mir einen Ovodrink und hab daran an einen Kumpel gedacht, unter dem Motto  “ nicht besser, aber länger“  und das brauchte ich, denn ich hatte „erst“  10 Pässe hinter mir.

Am Bernina sah ich dann die zwei Polizisten wieder, die ihre Augen auf die Töffs geworfen hatten, doch nicht auf meinen

Der Bernina Hospitz

bernina_pass

Den Bernina hinunter und links abbiegen und über den Forcola di Livigno, hier hab ich doch echt die Tafel verpasst, nur ich weiss warum… war etwas nervös da oben aber hier ein Bild vom Web.

forcola_di_livigno

In Livigno bin ich dann auch noch einen Umweg gefahren! Na ja, hab ja genügend Zeit!!!

Pass Nummer 13 wartet, auch wenn es nur ein kleiner ist, um hier ein Bild zu machen musste ich kurz umkehren, weil die Tafel verdreht war, ist ja Italien

passo_eira in livigno passo_eira

Der Verkehr hier in Italien war erheblich, leider! Doch ich hatte ja Zeit.

Auch an der Tafel des Passo di Foscagno fuhr ich vorbei und musste umkehren.

passo_di_foscagno

Dann der relativ lange Weg zu einem weiteren geilen Pass. Ganze 40 Minuten bis zum Stelvio oder auf Deutsch Stilfser JochHier traff ich einige Italo Racers, mit denen ich ein Schwätzchen hielt und  die auch gleich meinen Fotoapparat bedienten

Passo_ Stelvio stelvio_stilfser_joch

Der Endspurt war angesagt, es war ja auch bereits nach 18 Uhr als ich das Bild am Umbreil machte, den musste ich aber nur abwärts fahren, denn er ist ja nicht weit vom Stelvio entfernt. Der Umbreil ist mittendrin immer noch Naturstrasse, geht aber mehr oder weniger problemlos. Dieser Pass  ist sogar für Anfänger mit neuen Motorrräder machbar, gel Lori, waisch no? 

umbrail_pass umbreil

Der Ofenpass hat mir ein wenig Mühe gemacht, weil die Sonne schon sehr tief stand und mich ein bisschen blendete, will mich aber nicht beklagen, weil mir eine blendende Sonne lieber ist als Regen

ofen_pass passo del forno

Sodali, hast du mitgezählt? Bis ich Zuhause bin fehlen noch zwei Pässe. Ich muss schon sagen, ich hab nichts dagegen, wenn ich mein Baby in die Garage stellen kann,

Also nahm ich, nach der Durchquerung des Nationalparks den Flüela in Angriff, den ich so weit ohne irgend welche Vorkommnisse hinter mich gebracht hatte.

flüela

In Davos angekommen begann dann der letzte Abschnitt, das Landwassertal Richtung Wiesen, und da gab es wieder eine tolle Begegnung, erst mit zwei  Töfffahrern. Der eine mit L, diese schlossen auf einen weissen Porsche Carrera mit ZH Nummernschild auf.  Ich überholte die beiden und folgte „unauffällig“ dem weissen Flitzer und… es war einfach unglaublich wie der da hoch fuhr!

Die Lenzerheide war die letzte Hürde, die ich nehmen musste und das Benzinlämpchen hat sich auch wieder gemeldet, doch ich hoffte es bis nach Chur zu schaffen, um an der Masanserttankstelle auch gleich mein Baby zu waschen, bevor ich es wieder für ein paar Tage versorge.

Das wars, insgesamt 19 Pässe und ganze 786 gefahrene Kilometer.

Jetzt bin ich hundemüde und der eine oder andere Körperteil schmerzt ein bisschen, erstaunlicherweise aber nicht der Teil an dem man zuerst denken würde

Nochmals zum Mitschreiben:

  1. Oberalp,
  2. Susten,
  3. Grimsel,
  4. Furka,
  5. Gotthard,
  6. San Bernardino,
  7. Splügen,
  8. Maloja,
  9. Julier,
  10. Albula,
  11. Bernina,
  12. Forcola di Livigno,
  13. Passo Eira,
  14. Passo di Foscagno,
  15. Stelvio,
  16. Umbreil,
  17. Ofen,
  18. Flüela,
  19. Lenzerheide

Es hat mir riesen Spass gemacht und das nächste mal starte ich nur wenn es 100% trocken ist. Vielleicht würde dann noch ein oder zwei weitere Pässe drin liegen.

und …

Ausflug mit 350 resp. 460 km

250409_ausflug_004Am Samstag haben wir einen kleinen Ausflug über ein paar Pässe gemacht. Die Idee und Route hat unser Toni vorgegeben und im GRischa Biker Forum angekündigt. Zusätzlich habe ich noch mit dem GRischa Biker SMS Dienst die Abonnenten informiert. Start war um 10:00 Uhr von der Coop Tankstelle in Thusis. Das Wetter war schön aber doch ziemlich kalt. Das hielt uns jedoch nicht zurück, warme Kleider unter dem Lederkombi wirken Wunder.
Mit von der Partie waren Toni, Guido, Erwin mit Sozius Daniel und Silvia als meine Sozia.

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Nach der kleinen Stärkung konnte es dann losgehn Richtung Julier -> Maloia -> Sondrio-> Tirano -> Berninapass -> Julier und die Lenzerheide.

Ich kann nur sagen, dass es am Julier arschkalt war… also ich hab mir fast die Finger gebrochen vor lauter Kälte, das war wieder mal ein Augenblick wo ich jene beneidete, welche eine Griffheizung montiert hatten, und das waren gleich zwei von unserer Gruppe.

Den ersten Halt mussten wir in Sils einlegen weil eine allgemeine Pipi Pause angesagt war, ich nutzte gleich die Gelegenheit meine Finger wieder auf Temperatur zu bringen, dabei hat mir ein Schwarzer Container geholfen der richtig aufgeheizt war von der Sonne

Dann gings einige Kilometer  weiter bis zum Maloiapass, da wollte die Honda von Toni nicht mehr, Plattfuss und, er musste sie stehen lassen. Er konnte gleich mit einem Auto zurückfahren und wir haben die Fahrt fortgesetzt.

Kurz vor Castasegna haben wir einen Tankstop und eine Kaffeepause eingelegt.

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Dann gings weiter, aber nur bis an die Grenze,  da haben wir noch einen alten bekannten getroffen und so kam es, dass wir noch ein wenig  bla bla bla  114gn_-_bla_bla_bla60 Zeit brauchten bevor es dann wirklich weiter ging, es standen noch einige Kilometer vor uns. Der nächste Halt war zwischen Morbegno und Sondrio als ich folgende Tafel las:

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Die Endscheidung war nicht schlecht, da konnten wir panini caldi in verschiedenen Variationen bestellen, die schmeckten

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Das Wetter im Süden war ja nicht gerade auf unser Seite, es war immer noch ziemlich frisch und schon den Gedanken den Bernina, den Julier und dann noch die Lenzerheide bezwingen zu müssen  machte keine Laune wetter9

Den letzten Halt machten wir in Sfazu am Fusse des Berninapasses

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bevor  wir eben die 2330 m ü.M. bezwangen.

Die Fahrt war gar nicht so schlimm, jedenfalls nicht so kalt wie am Morgen. Als wir in Rona tankten, hat mich Toni angerufen und wollte mit uns Essen gehen. Warum nicht, wir hatten ja noch nicht all zu viel im Bauch und so machten wir im Rosenhügel ab wo, ausser Erwin und Daniel, alle was zu Essen bekamen. Der Vorteil, dass Toni ohne Töff gekommen ist war, dass auch Barbara zum Essen kam. Es war wie immer sehr fein und ein tolles Zusammensein sowieso

Nach dem Essen schnell nach Hause, umziehen und den Bus fassen, ich habe Toni versprochen seinen luftlosen Töff zu holen und in die Werkstatt zu transportieren. Meine Silvia hat mich begleitet und mich wach gehalten, um 0:45 Uhr waren wir wieder Zuhause und haben somit heute  ca. 460 km gemacht.

Die nächste Ausfahrt machen wir dann wenn es ein paar Grad wärmer ist Ok das hab ich letztes mal schon gesagt

Danke an alle und eben bis zum nächsten mal 

Der Spontane Ausflug der mit einem Doppelunfall endete.

Ja ja, da kann ich nur folgendes dazu sagen….

Günstige teile meiner Suzuki 750 K6 zu verkaufen!
Da wäre zum Beispiel ein Hinterrad samt Nabe und Bremsanlage

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oder aber auch eine Batterie, nur 3 Monate alt

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möglich ist es auch viele Einzelteile zu erwerben und mit viel Geduld das Puzzle zusammenzustellen.

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dazu fehlt natürlich das Hauptteil um den Aufbau zu beginnen!

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Ich würde aber ganz ehrlich sagen das es sich nicht mehr lohnt, der Arbeitsaufwand ist etwas zu gross  dann ist da auch noch das Motorrad vom Kumpel, sieht auch nicht mehr so toll aus 

hinter-der-kurve

Was ist geschehen!
Das Wetter war ja gestern nicht so toll, es waren Gewitter gemeldet.
Eigentlich wollte ich nicht auf Tour gehen, doch nach einem Anruf von Röbi eine spontane runde zu drehen, war ich dann doch überredet.
Er ist zu mir gekommen und wir haben uns entschlossen erst mal über den Julier zu fahren und dann den Himmel zu studieren was das Wetter macht.
Der Fall war klar, es ging über den Bernina.
Ich fuhr ihm hinter her. Normalerweise ist es immer anders rum, die Biker wollen das ich voraus fahre, an diesem Tag wollte ich aber nicht.
Am Bernina, auf der Südseite, unterhalb des Grenzübergangs in einer doppelten rechts links kurve ist es dann geschehen!
Röbi kam in der Linkskurve zu fall weil irgend was auf der Strasse lag! Als ich das funkende Motorrad vor mir sah hab ich total falsch reagiert!
In der Schräglage zu hart bremsen sollte man nun wirklich nicht.
Was geschieht wenn man es trotzdem macht? Das Vorderrad verabschiedet sich und es kommt zum Sturz.
Der Aufprall meiner Susi am Eck der Mauer tat ihr gar nicht gut 

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Wehrend meines Sturzes hoffte ich keinen schlag abzubekommen, sei es durch das Motorrad, das nur Zentimeter an mir vorbei geflogen sein muss nach dem Aufprall in die Mauer oder in eine Leitplanke oder sonst was hartes!
Ich stand noch währen dem rutschen auf, versuchte mich zu orientieren wo ich überhaupt bin. 
Ich konnte noch stehen und ich konnte noch alles bewegen *buhh* welch Glück im Unglück. Mein Baby lag weiter oben eben ziemlich demoliert! Wo aber ist Röbi?
Ich drehte mich um und da kam er mir entgegen auf den eigenen Füssen, er hielt sich den rechten Arm und er meinte das dieser gebrochen sei 

Na ja, das wichtigste ist eh das wir noch leben.
Der griff zu meinem Handy ging ins leere, das war weg!
Also nahm ich das von Röbi und telefonierte der 144, die organisierten dann den Rest!
Es ging dann schon fast eine halbe stunde bis der Krankenwagen auftauchte, eine sehr sehr lange zeit wenn man schmerzen hat wie sie Röbi hatte.
Ich sag nur eins:
bin froh das ich ein Lederkombi habe, er hat (hatte) eine Goretexbekeidung. *uiuiui*, die Kleider sehen furcht-erregend aus im Gegensatz zu meinem Kombi.
Er wurde dann bestens versorgt vom Notfalldienst aus Poschiavo.
Mit dem Krankenwagen wurde er dann nach Samedan gebracht um ihn zu untersuchen. Ich hab dann noch dem Pannendienst geholfen die zwei Susis aufzuladen, der war nicht grade lieb mit den zwei, das hat sicher ein paar Kratzer mehr gegeben!  

susiauflad totalschaden

Als alles aufgeräumt war durfte ich Polizeiauto fahren welches mich nach Poschiavo brachte um einen Rapport zu schreiben! Nach 3 Stunden war dann alles vorbei.
Die Motorräder nach Chur zu Transportieren wäre verlorene zeit und unnötige Arbeit, die kann man auch da auf den Schrott bringen.
Der Polizist hat mich noch zur Garage gefahren wo ich die Nummerschilder und die persönliche Sachen von Röbi abholen konnte, die Helme hab ich gleich da gelassen, die sind auch nicht mehr zu gebrauchen!

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Wie komm ich nun wieder nach hause?

Na mit dem Zug 

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Gelegenheit die schöne Landschaft zu geniessen.

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Langsam machten sich schmerzen am Ellenbogen, welche ich zwar sofort bemerkte nach dem Unfall, aber als nicht so schlimm einstufte, und die am Fussgelenk die erst mit Zug fahren immer stärker wurden bemerkbar 
In Samedan hab ich dann einen zwischen halt eingelegt um Röbi im Spital zu besuchen und seine Sachen abzugeben. Der 15 min. Marsch mit Kombi und schmerzendem Fuss zum Spital war anstrengend! Mein Kumpel lag noch in der Notfallstation, ich durfte zu ihm und war froh ihn „so gut gelaunt“ wieder zu sehen.
Seine Schulter war ausgerenkt und ein Bruch des Daumens muss am anderen Tag noch operiert werden.
Nach einer Stunde Aufenthalt musste ich wieder auf den Zug, nochmals 15 min. Laufen bis zum Bahnhof. Das Züglifahren konnte weiter gehen. Schnell wurde mir klar das auch ich ins Spital gehen würde um zu schauen was da los ist mit meinem Fuss. Emanuel war so lieb und holte mich in Ems ab um mich nach Hause zu fahren weil die Verbindungen von Chur aus sehr schlecht waren!
Zuhause angekommen hab ich dann zum ersten mal die Schuhe ausgezogen weil ich ja duschen und auch nicht in der Töffmontur zum untersuch wollte.
Oh weh! Die Schuhe haben mir den ganzen Tag eine super Stabilität gegeben. Es sind ja die neuen welche eine Schiene eingebaut haben. Diese konnte ich am letzten Donnerstag nach einer kleinen rep. abholen. Nicht zu denken was hätte sein können wenn ich mit den alten Stiefeln unterwegs gewesen wäre.
Nach der dusche war mir klar das ich nicht mehr selber Auto fahren konnte und Emanuel hat sich bereit erklärt Taxi zu spielen.
Im Spital wurde dann mein Ellenbogen und das Fussgelenk geröntgt.
Das Resultat nach 2 Stunden Aufenthalt:
Bänderzerrung!
Für mindestens 4 Wochen muss ich nun eine Schiene tragen  Ist ja nicht so schlimm.
Wir Leben noch!
Ich hatte den ganzen tag nichts zu Essen bekommen, so sind wir, Emanuel mit Nati und ich noch zu einem Kebap gegangen, das um 23.30 Uhr! musste aber sein.
So das war’s, an Emanuel und Nati

für die Hilfeleistung und ich wünsche Röbi eine gute Besserung.

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