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Wenn das Schicksal zuschlägt – Teil 4

Wenn das Schicksal zuschlägt, Teil 1
Wenn das Schicksal zuschlägt, Teil 2
Wenn das Schicksal zuschlägt, Teil 3
Wenn das Schicksal zuschlägt -Teil 4

Samstag, 28.10.17 (Silvia)

Wie unsere Nacht war….hm….Antonio hat recht gut geschlafen. Er musste nur zweimal aufstehen. Allerdings ist er sehr früh wach geworden und dementsprechend früh aufgestanden. Ich bin etwas später als Antonio ins Bett gegangen, doch konnte ich nicht schlafen, da gewisse Geräusche mich wachgehalten haben. Ich versuchte es dann auf dem Sofa im Wohnzimmer. Das klappte etwas besser, doch irgendwie muss ich mein Knie überstreckt haben, das hat so weh getan, dass ich eine Weile brauchte, bis ich mein Bein wieder normal bewegen konnte. Als Antonio aufstand, legte ich mich noch für ein par Stunden ins Bett.

Unser erster Termin heute war nach dem Mittag. Wir trafen uns bei unserem Cache Hello from the other side. (GC3890V) mit G-Scrat der bei der Programmierung geholfen hatte. Da er und Miroma77 noch am Lösen des Finals waren, warteten wir etwas versteckt, bis sie soweit waren. Dann als Antonio und G-Scrat sich gerade an die Optimierung des Caches machen wollten, kamen von hinten Herr und Frau Manijaja angeschlichen. Ha, was für ein Zufall. Zwar haben wir noch gedacht, dass sowas passieren könnte, doch erachteten es eher als unrealistisch, dass ausgerechnet in den paar Minuten jemand kommen würde. Also haben sie den Cache wieder geschlossen und die beiden die finalen Aufgaben erledigen lassen, bevor sie weiterbastelten. Miroma77 durfte handlangern.
Dann haben wir sie noch zu Kaffe und Kuchen mit zu uns nach Hause genommen.Gerade als sie sich auf den Nachhauseweg machen wollten, klingelte es und meine Eltern lösten sie ab.
Auch mit ihnen machten wir nochmal eine Kaffe und Kuchensession und sie erzählten uns von der Thailandreise und brachten uns interessante und tolle Geschenke von dort mit.

Das war ein sehr gemütlicher und toller Nachmittag.

Doch nun war für Antonio Zeit sich etwas auszuruhen. Er döste noch etwas vor sich hin, bis ich das Abendessen zubereitet hatte. Appetit hatte er eigentlich keinen, trotzdem ass er zwei Spiegeleier, 7 Scheiben Ananas, etwas Käse, Brot, Salametti, und trank eine Ovo dazu.

Dann legte er sich wieder hin.

Ich lass noch die Logs vom Coin „Antonios Schutzengel“ auf welche Antonio mich hingewiesen hatte. Die waren so schön und emotional geschrieben, dass mir vor Rührung die Tränen in die Augen schossen. Vielen Dank für diese schönen Worte!

Dann war es Zeit um Happy Day zu schauen. Darauf freuten wir uns schon die ganze Woche. Mal sehen, ob eines unserer Lose gezogen wird 😉

Ich liess es mir dann auch den anschliessenden Boxkampf von Anthony Joshua (der neue IBO- und WBA Superchampion-Weltmeister im Schwergewicht) gegen Carlos Takam nicht entgehen. Antonio, den sowas nicht besonders interessiert, legte sich vorher schlafen.
Etwas überraschend hatte der Ringrichter den Kampf frühzeitig abgebrochen, doch der Sieger stand zu dem Zeitpunkt eh schon fest: Anthony Joshua konnte seinen Titel mit Bravour verteidigen. So nun boxe ich mich auch zu meinen Träumen durch. Gute Nacht allerseits!

Sonntag 29.10.17 (Antonio)

Was für ein Datum! Ja, genau heute vor einem Monat hat sich unser Leben schlagartig und unerwartet verändert, aber so ist das Leben. Immer für Überraschungen gut. Die einen schöner, die anderen weniger.
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Misano 12./ 13./ 14. August 2017

Donnerstag, 10.8.2017

An der Geburtstagsparty von Emanuel fragte Dave uns beim Abschied, ob wir auch nach Misano kommen würden. Nein, meinte Antonio, denn er habe dann Pikettdienst.

Ungefähr eine Woche vor dem Renndatum, hat Antonio entschieden, mal abzuklären, ob es nicht doch eine Möglichkeit geben würde, um den Tag vom Pikett, der dem Abenteuer im Weg stand, loszuwerden. Glücklicherweise fand er einen netten Arbeitskollegen, der sich bereiterklärte, ihm auszuhelfen.

Also war das Wochenende gebucht. Am Donnerstag nach dem etwas vorgezogenen Feierabend starteten wir. Die 566 km waren in sechs Stunden bereits hinter uns. Um ca. 21:15 Uhr standen wir auf dem Platz.
Einige der Teilnehmer, die mit uns eine Box teilten, hatten wir auf dem Weg bei einer kurzen Pause schon kennengelernt. Dies waren Robin, Thomas und Tamara. Natascha und Emanuel kannten wir natürlich schon 😉

Etwa 20 Leute würden in der Box sein. Da sind wir ja gespannt auf diese riesen Truppe. Emanuel kennt sie alle und wir werden bestimmt auch bald alle kennenlernen.

Erst mal hiess es aber warten, denn wir hatten keine Ahnung welche Boxen für uns reserviert sind und vom Rehm war niemand da. Die Leute, die wir unterwegs schon getroffen hatten kamen erst am folgenden Tag, da sie ein Hotel gebucht hatten. Also holten wir uns ein Bierchen, setzten uns zu den Deutschen, die ebenfalls am Warten waren und verbrachten mit ihnen den Abend. Um 23.00 Uhr gaben wir auf, suchten ein Schlafplätzchen auf dem Gelände und begaben uns in den oberen Stock unserer fahrbaren Zweitwohnung.

Freitag, 11.8.2017

Um 7:30 Uhr standen wir langsam auf, da wir erwarteten, dass Emanuel bestimmt bald anrufen würde. Dies passierte allerdings nicht und so frühstückten wir gemütlich.

Heute klappte es mit der Anmeldung und auch mit der Box. 13, 14 und 15 waren unsere Nummern, aber erst die 13 war frei (vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir erst für Samstag, Sonntag, Montag gebucht hatten). Dort räumten wir den Töff ein und machten uns anschliessend bereit um nach San Marino zu fahren. Einer nach dem anderen trudelte auf der Strecke ein und so verzögerte sich unsere Abfahrt etwas.
Als wir dann loszogen, dachten wir, dass wir die 20 km ruck zuck hinter uns hätten, doch über die vielen Hügel zog sich die Strecke ganz schön in die Länge. Die Altstadt liegt ganz versteckt auf einem kleinen Berg, von welchem man erst mal aus der Ferne nur die drei Türme sehen kann, welche ihr Wahrzeichen bilden.

Oben angekommen hatten wir ein riesen Glück, dass gerade ein Parkplatz frei wurde, da diese sehr rar sind. Unser wichtigstes Ziel war ein Geocache in diesem Kleinstaat zu finden. Als dies erledigt war, besichtigten wir die Altstadt, in welcher es klare Touristenecken, aber auch ganz ruhige Orte gibt. Nun mussten noch Postkarten her, da San Marino eigene Briefmarken hat und Silvia eine leidenschaftliche Sammlerin ist. Genau im richtigen Laden hatte sie Karten ausgesucht, denn der nette Verkäufer durchschaute die Passion und wies auf spezielle Karten hin, die bereits mit wunderschönen Marken versehen waren. Darüber freute sich Silvia sehr. Auch über den Pinienzapfen, der wie eine Rose aussieht freute sich Silvia wie ein kleines Kind, da sie überzeugt war, dass kein Artikel in den zahlreichen Souvenirshops ihr mehr Freude hätte bereiten können.

Der Hunger führte uns auf eine kleine schöne Terrasse, auf welcher wir gut verköstigt wurden. Anschliessend fielen uns noch ein paar Geocaches zum Opfer, bevor wir wieder zurück nach Italien fuhren. Wieder über neue abenteuerliche Hügel führte uns der Weg zurück ans Meer. In Cattolica wollten wir uns noch ein Glace gönnen, doch das war gar nicht so einfach, denn die Parkplätze waren komplett ausgebucht. Etwas ausserhalb parkierte Antonio in eine Parklücke, die so eng war, dass wohl niemand sonst hineingekommen wäre. In brütender Hitze spazierten wir zum Strand, wo wir ein Geocache anvisierten, bei dem wir erst mal Diebesgut statt der Dose finden konnten. Die Dose zeigte sich dann aber doch noch. Dann stand ein Gelato auf dem Programm und im Anschluss nochmal eine kleine Dose. Auf dem Rückweg zum Auto kauften wir ein Schwimmbassin, welches wir netterweise schon aufgeblasen bekamen. Dieses die 300 Meter zum Auto zu schleppen erschien uns angenehmer, als es selber aufzupusten. Das Füllen auf dem Platz dauerte länger als erwartet. Eingeweiht wird es dann wohl erst am nächsten Tag.

Um 18:00 Uhr war Feierabend auf der Rennstrecke, was für Silvia hiess: Inliner anschnallen und losdüsen. Ganz schön heiss, aber Spass hat es trotzdem gemacht.

Langsam trudelten auch noch die letzten Boxenmieter ein und so füllte sich die Box mit Bikes. Einige assen auf dem Platz, andere zogen sich in ihr Hotel zurück. Jene, welche auch ihr Nachtlager auf dem Platz eingerichtet hatten, verbrachten den Abend noch gemütlich zusammen. Das waren Natascha und Emanuel, Nicole und Dave, Melanie und Raphi, Tamara und Thomas, Reto, Robin und Silvia und Antonio.

In Hotels untergebracht waren Nina und Manuel, Marion und Berry, Sabrina und Liver, Alessandra und Simon.

Morgen geht’s dann los…

Samstag, 12.8.2017

Nach dem Frühstück machten sich alle Fahrer bereit für die Strecke. Nervosität lag in der Luft…

Und nicht nur das, nein auch der Regen, welcher in den frühen Stunden vom Himmel kam, hinterliess seine Nässe auf der Strecke. Erst mal war um 08:40 Uhr das Briefing angesagt bevor es für die Gruppe A um 09:00 Uhr losgehen sollte.

 

Anfangs wagte sich niemand auf die Strecke. Mit Sliks durfte man schon gar nicht raus. Als die Sonne dann mit voller Kraft versuchte so schnell wie möglich den Asphalt zu trocknen, traute sich Antonio als einer der ersten raus. Nach zwei Runden ist er aber wieder zurück in die Box gefahren, da es trotz den profilierten Michelin Power RS ein ziemlicher Eiertanz auf der noch teilweise nassen Rennstrecke war. Doch schon bald hatte die Kraft der Sonne auch die letzte Pfütze ausgetrocknet und so kam langsam Rennfeeling auf.

  

Bei den meisten lief alles gut, doch Emanuels Maschine wollte nicht so recht, das Getriebe streikte und auch die Suzuki von Robin machte Probleme, da wollte die Bremsanlage nicht, wobei, wie heisst es so schön: „Wer bremst verliert!“

Bis zum Mittag waren die neuen Gruppen eingeteilt, so dass nach der Mittagspause in dieser neuen Konstellation gefahren werden konnte. Das Wetter machte gut mit. Sonne, die mit aller Kraft brütete, Wind, der die Hitze etwas angenehmer erscheinen liess und Wolken, die zwischendurch für etwas Schatten sorgten.

         

Nun fehlte plötzlich auch noch bei Raphis BMW die Lenkkopfmutter! Robins Maschine haben wir gemeinsam wieder auf Vordermann gebracht, sodass er wieder auf die Strecke konnte. Ja, ja, langweilig wird es hier nie…

Am Abend war ein Tisch für alle 20+2 Leute im Ristorante da Rossi reserviert. Nachdem wir für alle ein Plätzchen in einem Auto gefunden hatten, ging die Anreise los. Irgendwie schien jedes Auto einen anderen Weg zu nehmen, doch schlussendlich sind alle angekommen, was ja auch das Entscheidende ist. Einige gönnten sich im Rossigeschäft noch ein Souvenir, während die anderen sich schon ein Plätzchen am Tisch ausgesucht hatten. Ein gemütlicher Abend, mit durchschnittlichem bis gutem Essen, aber einem sehr ungepflegten Damen WC. Auch was die Abkürzung WLF bedeutet wurde an diesem Abend herausgefunden. Ob du es auch hinbekommst diese drei Buchstaben zu entschlüsseln?

 

Berry hat dem Servierpersonal die Arbeit der Rechnungstrennung abgenommen, indem er erst mal alles bezahlt hat und dann durch alle geteilt wurde. Die Getränke hat er gesponsert. Vielen Dank dafür! Die Noten flogen ihm nur so zu. Er muss sich wie Dagobert Duck gefühlt haben 😉

Wieder in Misano angekommen, waren unsere Parkplätze besetzt. Emanuel übernahm den Job, dafür zu sorgen, dass die anderen ihre Fahrzeuge woanders abstellen, so dass wir unser Vorplatz wieder für uns hatten.

Müde und zufrieden legten wir uns ins Bett.

Sonntag, 13.7.2017

Vor dem Frühstück tankte Antonio seinen Töff noch auf, nicht dass das noch vergessen geht. Ein paar Runden drehte er noch, bevor er neue Reifen aufziehen wollte. Just in diesem Moment kam Alberto mit seiner Frau. Er ist Emanuels Mechaniker und ist gekommen um zu schauen, ob bei seiner Maschine noch was zu machen ist. Leider konnte auch er nichts mehr auf die Schnelle retten, was ganz schön hart zu hören war für Emanuel.

   

Antonio bekam fast noch etwas Stress mit Reifen wechseln, denn schon bald war das Quali, da wollte er schon bereit sein…
Mit seiner 1:57.225 Zeit qualifizierte er sich nicht für das Rennen der freien Klasse A und B von heute. Das Fahren war heute etwas mühsamer, da auch Tagesfahrer teilnehmen durften, so war die Strecke ziemlich überfüllt. Darum fuhr er nur eine Qualy und er wurde von Gino gejagt.
Die Qualifikation lief für unser Jungs und Mädels gut, andere hatten stürze und verursachten diverse rote Phasen. Und Reto nahm auch ein kurzes Bad vor dem Mittagessen.

        

Nach dem Mittagessen, wofür Emanuel höchst persönlich die Früchte geschnippelt hatte, hatte Antonio so viel Spass auf der Strecke, dass er es dabei belassen wollte und den letzten Turn nicht mehr fuhr. Dafür legte er sich zu Silvia in den Privatpool. Die beiden genossen es so sehr, dass sie fast etwas zu viel Sonne abbekommen hatten, wobei Antonios leuchtend roter Rücken wohl eher von der Sonne beim Mittagessen kam.

   

Nach einer erfrischenden Dusche und für die einten noch ein Nickerchen, die andern noch Liebkosungen ,begannen schon die ersten Rennen, (A und B) welche von der Tribüne aus verfolgt wurden. Im ersten Rennen war Raphi dabei, beim zweiten flitzten Berry, Dave und Manuel bei den Tribünen vorbei.

 

Die Jungs waren nach dem Rennen ziemlich erschöpft.

  

Am Abend durfte Melanie, die Freundin von Raphi, mit Dave, auf dem Töff von Antonio am Mechanikerfahren teilnehmen, um auch selber mal auf der Strecke zu sein. Auch Thomas fuhr seine holde Tamara aus.

Dann wurde eine kurze Siesta eingelegt, bevor wir wieder gemeinsam Abendessen gingen.

Bis alle Männer bereit waren, haben die Damen sich noch einen Prosecco gegönnt. Tamara gab alles um die widerspenstige Flasche von ihrem Korken zu trennen, was sie schlussendlich mit ihrem Ehrgeiz, nach stundenlangem Probieren und einer klitzekleinen Hilfe von Thomas, auch schaffte. Nach dem Anstossen standen dann die Männer auch endlich da und so konnten wir losfahren.

  

Raphi wies uns auf den Parkplatz vom Ristorante L’Angelo Azzurro ein. Dave und Nicole spielten noch ein wenig Titanic bis alle eingetroffen waren.

Aufs Essen mussten wir ziemlich lange warten, aber was Soll’s wir haben ja Zeit…

Diesmal war’s Manuel, der sich mit viel Geld berieseln liess. Dafür musste er aber die Rechnung begleichen 😉

Die einen machten auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Cattolica um sich dort ein Gelato zu gönnen. Leider hatten dies nicht alle mitbekommen, weswegen die anderen schon ganz besorgt auf dem Rennplatz warteten (man kann nicht immer gewinnen) 😉

Montag, 14.8.2017

Heute ist der grosse Renntag. Die einen nutzten den ersten Turn noch als Vorbereitung, andere sparten den Pneu lieber fürs Rennen.

 

Ladies, Streetfighter und BotR3. Dies sind die drei Kategorien, die gemeinsam das erste Rennen fahren. Natascha und Antonio durften da mitfahren.

Beide schlugen sich tapfer und kämpferisch durch.

Bei den over 750 gingen Berry, Dave, Raphi und Manuel an den Start. Auch sie drehten den Gashahn kräftig auf.

 

Bei up to 600 und up to 750 zeigten Robin und Reto ihr Können.

Im BotR1 Rennen war Liver am Start.

Antonio durfte bei BotR2 nochmal antreten.

 

Zwei Crazy Old Men hatten wir zwar unter uns, doch so crazy, dass sie hier mitgefahren wären, sind sie dann doch nicht 😉

Ein paar Pokale konnten zusammengetragen werden. Berry holte sich zwei, Reto einen, Natascha (4. Platz im Ladies Cup) einen und auch Antonio (2. Platz Streetfighter) ging nicht leer aus.

 

Nach der Siegerehrung drehten einige noch ein paar Runden, während die anderen ihre Sachen einpackten. Nach der Verabschiedung ging’s wieder in Richtung Schweiz.

Antonio und Silvia legten in Como eine Pause fürs Abendessen ein. Ob das eine gute Idee war? Naja, wir mussten ewig auf unser Essen warten, welches nur teilweise lohnenswert war und per la Coperta mussten wir doch tatsächlich pro Person 3.50 Euro bezahlen. Ob wir wieder in der Trattoria del Gesumin essen werden? Rate mal!

Als wir dann endlich zu Hause angekommen waren, legten wir uns müde ins Bett.

Ein tolles Wochenende liegt in unserer Erinnerung und wir danken allen, die dabei waren. Hat Spass gemacht mit euch!

Antonios Bestzeit in diesem Jahr in Misano: 1:54.926

Rennergebnisse: 2. Platz Streetfighter, 5. Platz BotR2

Spassfaktor: unbezahlbar 😉

Hier noch die Interne Boxenrangliste:

  1. Berry 1:43.751
  2. Dave 1:44.840
  3. Manuel 1:46.191
  4. Raphi 1:47.666
  5. 1:50.396
  6. Reto 1:53.393
  7. Antonio 1:54.926
  8. Simon 1:54.989
  9. Robin 1:57.727
  10. Natascha 2:01.929
  11. Thomas 2:05.613

Frühlingsferien-Motto FP’s sammeln und gleich wieder ausgeben

Diesmal planten wir nicht weit im Voraus. Die Wetterprognose war ziemlich düster und so haben wir am Sonntag entschieden, dass wir am Montag bei Regensburg den Autopowertrail B-W-T (Bayer-Wald-Thropy GC4WMQN ) absolvieren werden. Motto der Reise: Favoritenpunkte sammeln (und vielleicht auch wieder ein paar davon ausgeben).

Frühlingsferien 2017: Regensburg-Deggendorf-Passau

Trimmis-Regensdorf- Bad Kötzingen, 1.5.2017
Am Montagmorgen starteten wir um 9:40 Uhr unsere Reise. Das Wetter wechselte immer wieder, sodass wir von Sonne bis Regen alles mal dabei hatten. Um 13:30 kamen wir in Regensburg bei der Nr. 1 des Powertrails an. Auf dem Weg dorthin lag noch eine Mysterydose „justus.peter.bob“ GC4C8G1, die wir (mit Hilfe) mal gelöst hatten. Diese wollten wir noch holen, doch oh Schreck, das ist ja ein T5er. Naja, schauen können wir ja mal, vielleicht lässt sich zu zweit was machen… Vor Ort konnten wir das Vogelhäuschen sehen, doch mit der Höhe sieht es nicht so gut aus.

Wir schauten einander an, dann wieder zu dem Döschen hoch, hmm, könnte knapp werden, aber probieren können wir’s ja mal. Also zog ich die Schuhe aus und stellte mich Antonio auf die Schultern und er richtete sich aus der Hocke auf. Immer näher kam ich dem Objekt der Begierde, noch ein Stück… und dann war Feierabend. Nahe dran bin ich, doch ein kleines Stück fehlt noch. Fest den Arm ausstrecken. Nein, das reicht noch immer nicht. Ich traute mich fast nicht zu fragen, ob ich Antonio auf den Kopf stehen darf. Da es um einen Cache geht, ist sich Antonio dafür nicht zu schade und lässt mich auf sein Haupt steigen. Ich musste darüber sowas von lachen, dass ich es kaum schaffte, den kleinen Schritt zu machen. Nochmal jeden Knochen strecken, doch auch das reichte nur zu einer Berührung des Gehäuses und so musste ich unverrichteter Dinge wieder vom edlen Thron hinuntersteigen. Wir konnten es fast nicht glauben, dass nur sooo wenig gefehlt hatte und nichts im Wald rumliegt, das uns noch das fehlende Stück ergänzen hätte können. Nicht mal ein Foto konnten wir von der kurligen Aktion machen, denn wir waren ja beide voll im Einsatz. Tja und so mussten wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Das war ja ein toller Start unserer Reise.

Die erste Dose des Powertrails bei Regensburg konnten wir gut finden und das sogar bei trockenem Wetter. Auch die zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte und so weiter zeigten sich bald. Nach einer Stunde hatten wir 30 Caches hinter uns und langsam den Dreh raus, wie wir einigermassen zeitsparend vorankommen. 30 Dosen pro Stunde würde heissen, dass wir 10 Stunden für den ganzen PT brauchen würden. Das kommt nicht in Frage, aber wir haben uns ja erst mal eingewöhnen müssen und haben’s jetzt im Griff. Die zweiten 30 Büxlein waren in 45 Min geschafft. Ja, ja, Übung macht den Meister. Sogar die Sonne wagte hin und wieder einen Blick nach unten um zu sehen, wie wir vorankommen.

Nach vier Stunden waren knapp 180 Dosen geloggt und unsere Bäuche knurrten so laut, dass wir nicht mehr weiter suchen konnten. In Bad Kötzingen fütterten wir erst unser Cachemobil und dann unsere hungrigen Mägen. Was Wärschaftes muss her. Fast wie von selbst landeten wir in einer tollen Gaststube, die genau das bot, was wir gesucht hatten. Als ich vom WC zurückkam, bat ich Antonio, sich die Gäste direkt hinter uns mal genau anzusehen, denn ich war der Meinung an dem Rucksack einen Ghost-Pin gesehen zu haben. Endgültig entlarvt waren die Nachbarn, als sie ihr Navi auf den Tisch legten und kurze Zeit später sassen die beiden an unserem Tisch. Bei herrlichem Essen und intensiver Unterhaltung verging der Abend wie im Flug. Nachdem wir unsere TBs gegenseitig discovert hatten, mussten wir aber schnell weiter, denn bald würde es eindunkeln und wir hatten noch keine Ahnung wo wir übernachten werden. Dem PT entlang loggten wir ein Döschen nach dem anderen, bis wir dann endlich ein geeignetes Plätzchen ergattern konnten. Die Aussicht wäre toll gewesen, doch erstens war es bereits dunkel und zweitens hatte es begonnen zu regnen und so war da nichts mit in die Ferne schauen. Todmüde legten wir uns hin und träumten vom Ein- und Aussteigen.

Bad Kötzingen-Regensburg- Schaufling, 2.5.2017
Da es bei Aufwachen so klang, als ob wir uns in einer Autowaschanlage befinden würden, haben wir uns mit dem Aufstehen noch etwas Zeit gelassen. Erst als die Sonne ein paar Strahlen zum Fenster rein warf, schlüpften wir unter den Decken raus. Nach einem gemütlichen Frühstück im Bus und dem Geniessen der Aussicht, die wir nun auch hatten, setzten wir unsere Stop and Go Fahrt fort. Nach gut drei Stunden Sonne und Regen hatten wir endlich die letzte Dose hinter uns und darüber waren wir auch wirklich froh. Spass macht sowas nun wirklich nicht, aber was tut man nicht alles um sein FP-Konto mal wieder etwas aufzufüllen.

    

Für die Schmiedung des weiteren Plans setzten wir uns ein leeres Gasthaus, in welchem wir von einem älteren Herr angeschaut wurden, als würden wir mitten in seine private Stube treten. Auf die Frage hin, ob sie geschlossen hätten meinte er, nein, nein, aber wir könnten nur den einen Tisch haben und wies auf einen Tisch am Eingang. Hm…einer reicht uns auch, war unsere Antwort und er meinte, dass die anderen gleich von Kartenspielern belegt werden würden. Wir dürfen gerne auch mitspielen fügte er noch an. Doch darauf verzichteten wir gerne. Das Angebot seiner Frau, die von Kuchen sprach, gefiel uns da schon besser. Während die Spieler, einer nach dem Anderen die Stube füllten, setzten wir unsere ausgewählten Caches auf die Liste im I-Pad. Weiter ging’s mit dem Anfahren von Dosen in Regensburg. Da dies recht anstrengend war, stellten wir, als wir der Innenstadt näher kamen, das Auto ab und liessen uns von einem Multi und ein paar Tradis zu Fuss durch die Stadt führen. Von einem Kirchturm aus konnten wir über ganz Regenburg blicken, doch so ganz geheuer war uns der wacklige Turm nicht, also schnell wieder runter…

 

Nach vielen Kilometern hatten wir dann einiges von der Stadt gesehen und unsere Beine drohten langsam aber sicher zu streiken. Na dann suchen wir doch was zum Sitzen und Essen. So wurde es gemacht und eins kann ich sagen: die Brauerei, die wir erwischt hatten war echt der Hammer (Weissbräuhaus, Schwarze-Bären-Strasse 6). Eine halbe Haxe mit Knödel und Sauerkraut sowie ein Zwiebelrostbraten mit Spätzle, das hatten wir uns doch verdient heute.

 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz landeten wir an der Donau auf einem Stellplatz in Donaustauf und dort fielen uns kurze Zeit später die Augen zu.

Donaustauf-Deggendorf- Schaufling, 3.5.2017
Am Morgen kochten wir wieder Kaffee und assen Müesli im Bus. Im Anschluss konnte Antonio es nicht lassen, das Auto von dem vielen Dreck zu befreien. Das Odin-Denkmal, welches aus einem mächtigen Palast bestand, war der nächste Programmpunkt. Wir hatten echt unseren Spass da oben samt Multi „Tempel des Odin GCJG2K“

 

Und weil das Wetter es gut mit uns meinte, trauten wir uns noch die „Verflixte Runde #1 GC4TE7B“ zu. Knobelcaches von der Art, die Antonio gerne mag. Unglaublich wie viel Abfall am Weg lag. Das sind ja echte Schweine, (wobei wir ja das Schwein nicht beleidigen wollen)  die so viel Zeugs einfach in die Natur rausschmeissen! Ein CITO wäre hier dringend mal notwendig.

 

Nachdem die Runde schon fast abgeschlossen war, taten uns die Füsse weh und wir waren müde. Eine Bäckerei lockte uns zu sich und der Kuchen drängte sich richtig auf. Gegessen wurde aber erst im Bus, denn wir wollten einen Kaffee dazu. Luxus pur 😉

Auf dem Weg nach Deggendorf konnten wir auf der Gegenspur noch die Aufräumarbeiten eines Unfalls sehen und den 13 km langen Stau hinten dran. Fast nur Lastwagen! Sowas hatten wir noch selten gesehen. Da hatten wir richtig Glück, dass unser Weg in die andere Richtung führte. In Deggendorf steuerten wir ein paar ausgewählte Dosen an, doch nicht alle liessen sich so einfach finden. Eine verlangte uns echt alles ab bis wir herausfanden, dass die gesuchte, versteckte, von aussen unsichtbare Antoniuskapelle geschlossen war. Schade, wäre wirklich etwas Spezielles gewesen.

 

In der Altstadt irrten wir noch etwas umher bevor wir ein Restaurant fürs Abendessen aufsuchten. Heute gab’s einen Beef Burger mit Vollkornbrötchen und Salat für mich und ein Zwiebelrostbraten mit Gemüse und einer Kartoffel-Blätterteigroulade für Antonio (Gasthof Höttl, Luitpoldplatz 22). Eine gute Wahl hatten wir mal wieder getroffen und so konnten wir gestärkt weiter ziehen.
Ein kleiner Lost Place, den Antonio sich alleine zu Gemüte führte, da ich keine Lust hatte durch den Sumpf zu waten.

 

Weiter führte uns die Reise in die Täler hinaus. Mal hoch, dann wieder runter. Zu einer ausgesuchten Dose konnten wir nicht, da die Strasse gesperrt war und wir nun wirklich nicht mehr zu Fuss gehen wollten. Also suchten wir uns einen Schlafplatz. Beim Landgasthof Düllhof in Schaufling wurden wir fündig. Sogar duschen konnten wir da und auch ein WC stand für den Stellplatz zur Verfügung. Der Hof war von einem Kräutergarten umgeben und ganz liebevoll mit selbstgemachten Figuren gestaltet.

 

Schaufling-Passau, 4.5.2017
Den Kräutergarten haben wir uns am Morgen noch genauer angesehen. Etwas chaotisch oder für uns unverständlich mit der Struktur der Beschriftung, sonst aber wirklich schön angelegt.

   

Eine Pendenz hatten wir ja noch bevor die weiter Reise uns nach Passau führte.
Den Cache den wir gestern Abend nicht mehr angehen konnten da die Strasse gesperrt war. Der Multi „Dunkle Kräfte?“ GC4VVC4
Ok, die war auch heute noch gesperrt, jedoch waren wir wieder fit genug um ca. 500 Meter zur ersten Station zu gehen. Auf diesen Cache hatten wir uns ganz besonders gefreut. Eine Metalldetektor haben wir vom Kollegen ausgeborgt und so freute sich Antonio bei jedem Pieps. Nochmehr natürlich, als ich ihm die Freigabe erteilte, dass er nun wirklich suchen könne, da die Koords erreicht waren.
Jede Station beeindruckte uns, mehr wollen wir hier nicht verraten, denn jeder soll den Spass ja selber erleben dürfen…

Nach diesem Abendteuer gings weiter Richtung Passau, kurz davor erblickten wir einen Schuhladen, ja da müssen wir rein, nein, nicht wegen mir, Antonio braucht neue Schuhe. Ok, ich hab mir dann auch ein Pärchen gegönnt, aber auch Antonio hat was Passendes gefunden.

Nachdem ein paar Dosen gezielt angefahren wurden, haben wir das Auto parkiert und sind der Donau entlang spaziert um an der Spitze der Altstadt einen Earthcache zu lösen und dann dem Inn entlang wieder zurückzuschlendern. Zwischendurch gab’s noch Kaffee und Kuchen, schliesslich sind wir in den Ferien. Von der Überschwemmung, die den Ort vor vier Jahren unter Wasser gesetzt hat, sieht man kaum noch was. Aber was man sieht: Es braucht nicht viel bis die Wasser über die Ufer treten. Immerhin ist die Stadt von drei Flüssen umgeben, denn auch die Ilz fliesst durch die Ortschaft. Das Spezielle an den drei Flüssen ist, dass sie unterschiedliche Farben haben. Die Donau sei blau, der Inn grün (Gletscherwasser) und die Ilz schwarz (Moorresten), so heisst es. Vor Ort konnte man nur geringe Farbunterschiede der Donau und des Inns sehen, vielleicht waren wir auch einfach zu tief um richtig auf die Flüsse hinunterschauen zu können. Die Ilz hingegen ist tatsächlich recht dunkel. Im Internet sieht man die Farbunterschiede von Luftbildern her wirklich gut. Schade, dass wir das vor Ort nicht so klar erkennen konnten. Trotzdem gefiel Passau uns besser als Regensburg.

   

Nun waren unsere Pendenzen mehr oder weniger abgearbeitet. Einen kleinen Lost Place etwas Ausserhalb fuhren wir noch an. Vor einem kleinen Abstecher ins Nachbarland, suchten wir verzweifelt nach einem Restaurant. Eines verliessen wir kurz nach Besichtigung wieder und viel mehr konnten wir erst mal nicht finden. Doch direkt vor der Grenze entdeckten wir dann doch noch was, damit wir nicht hungrig bleiben mussten. Und nun kommen wir zum Nachbarland: Ich war überzeugt, dass wir über die Tschechische Grenze fahren würden, doch da stand ein Schild mit Republik Österreich. Hups, da zeigen sich mal wieder meine glänzenden Geografiekenntnisse. Mir war nicht bewusst, dass wir schon wieder so südlich sind. Nach dem Besuch der Letterbox, die etwa gleich gut wie das Essen war (ok, aber müssten wir nicht extra nochmal anfahren), reisten wir in Richtung Schweiz. Ziel wäre ein Schlafplatz gewesen, doch die gefundenen Stellplätze waren entweder voll oder passten uns aus anderen Gründen nicht und so landeten wir schlussendlich irgendwo auf einem Parkplatz, auf welchem wir hoffentlich niemanden gestört haben. Müde waren wir so sehr, dass wir sofort eingeschlafen sind.

   

Ulbering, 5.5.2017
Am Morgen erst liessen wir das Dach hoch um zu frühstücken. Und dann setzten wir die Heimreise fort. Da ein Unfall weit voraus angesagt wurde, umfuhren wir das Autobahnstück und damit den ganzen Ammersee. Leider hatten wir die Caches dieser Gegend nicht auf der Offlinekarte, und so kurvten wir halt einfach so in der Gegend rum, liessen uns in einer Metzgerei leckere Brötchen belegen und steuerten dann die Autobahn wieder an. Einige Stunden später waren wir glücklich und zufrieden wieder zu Hause.

Fazit: Wetter war super, im Stau standen alle immer nur auf der Gegenseite, Favoritenpunkte haben wir viele gesammelt und wahrscheinlich etwa gleich viele wieder liegengelassen.
Kilometer und Zeit haben wir auch wieder genug gemacht.

Am Abend besuchten wir den FL/SG/GR Geocaching-Stammtisch GC73NM0 und liessen damit unsere Ferien ausklingen.

 

Antonios 2014

Und schon wieder ist ein Jährchen vorüber. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Findest du nicht auch?
Antonio und Silvia haben im 2014 sehr viele interessante Dinge erlebt.
Sie sind in der Schweiz herumgereist, waren in Amerika, haben Ulm unsicher gemacht und noch so viel anderes. Und wozu das Ganze?- Natürlich, um sich an vielen Geocaches zu bereichern. Dadurch haben wir viele Erinnerungen gesammelt, die wir noch lange in unseren Köpfen behalten werden.

Das Jahr 2014 war alles andere als langweilig…

Antonios Jahr 2014_bearbeitet-1

was das neue Jahr bringt… das kann keiner wissen.

Lassen wir uns überraschen.

Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch ins 2015 und viele schöne Momente im neuen Jahr!

Antonio und Silvia