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Wie viele Pässe waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die Pässe Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur Süd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pünktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

Während dem wir unseren  z’Nüni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren Motorrädern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter über den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe Mühe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um überall zu überholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hätte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

Früher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geäussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wäre seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also über den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit Längerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo über Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

Glücklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die Räder.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten Untersätzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte Tanksäule in Splügen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hätte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in Splügen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schüchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas Verspätung erwarten muss.
Also ging’s weiter über den Splügenpass.

Wow, was für ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brütende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der Splügenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum Glück ging’s jetzt wieder langsam aufwärts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten für den restlichen Heimweg, direkt über den Julier, über den Albula und die Lenzerheide oder über den Flüela.
Wir haben die mittlere Variante gewählt und haben die zwei restlichen Pässe mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere Motorräder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei für’s Mitkommen und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen Verspätung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Wieder im Element mit der MT10

Das Wetter ist ja nicht so auf unserer Seite bis jetzt in diesem Jahr.
So verwundert es doch nicht, dass  wenn die Sonne sich für einen Tag zeigt, man sich nach draussen begibt.
Bei mir war das heute der Fall. Da ich alles Wichtige bis 14 Uhr erledigen konnte, zog es mich auf meine neue Yamaha MT10.
Beim Start zeigte der Tacho exakte 400 Km an.
Ziel war einfach nur geniessen, so startete ich einfach mal Richtung Süden, doch es gibt viele Wege dorthin. So beschloss ich kurzerhand mal Richtung Disentis zu fahren, denn dort musste ich mich entscheiden, ob ich über den Lukmanier oder den Oberalb fahren will.
Die Wahl kam nachdem ich kurz vor der Abzweigung noch einen kurzen Halt bei einem Brunnen machte um meinen Durst zu stillen.
Der Oberalp hatte gewonnen. Ich genoss die Kurvenfahrt in vollen Zügen, herrlich wie sich die MT10 fahren lässt. Leider hat es etwas viele Baustellen, doch was soll’s, genau deswegen haben wir ja so coole Strassen 😉
In Andermatt angekommen, hatte ich genau 100 Km hinter mir.
Und wieder musste ich mich entschieden welchen Pass ich fahren will. Aber eigentlich war in meinem Kopf die Route schon bekannt 🙂
Also bog ich Richtung Gotthardpass ein.
Genial, einfach Hammer, sehr wenig Verkehr und die Temperaturen noch angenehm und ich fühlte mich auf der Yamaha einfach nur sauwohl. Fahrspass pur, die Sitzposition wie für mich gemacht, Handling wie ein Fahrrad nur mit etwas mehr Kraft 🙂 und ich darf ja noch gar nicht die volle Drehzahl auskosten (das wird ja lustig).
Auf der Passhöhe mal einen kurzen Halt eingelegt um ein paar Fotos zu schiessen und einfach mal den Moment zu geniessen.

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Weiter ging’s die alte Passstrasse runter, eine Kultstrasse nicht für jedermann, die Pflastersteine schüttelten den Fahrer (also mich) so richtig durch 😉 Die MT10 ist ziemlich hart eingestellt, was mir eigentlich ganz gut passt.

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In Airolo angekommen war eins klar, den Sommer gibt es doch. Die Temperaturen stiegen immer mehr und es duftete förmlich nach Ferien.
Plötzlich bin ich unter einer schönen grossen alten Brücke durchgefahren und ich war der Meinung, dass hier ein Geocache versteckt sein müsste. Also stoppte ich kurz und schaute auf’s App. Ne, doch nicht, jonu, also nutzte ich den Halt für was anders hinter einen Baum 😉
Ich entschloss mich bis nach Bellinzona die Autobahn zu benutzen, denn auf der Nebenstrasse ist ein Dörfchen nach dem andern und ich hatte ja noch einiges vor mir 😉
In Bellinzona wollte mein Zweirad nach 200 Km etwas Flüssiges und ich schloss mich dem an, auch ich hatte Durst und auch ein kleines Hüngerli 🙂
Also 1x Bleifrei 1x Rivella und 1x Snickers, nein nicht weil ich mich wie eine Diva fühlte oder schlecht drauf war 🙂 aber es ging uns danach allen besser.
So, nun wartete einer meinen Lieblingspässe auf uns, der San Bernardino.
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es mir Spass gemacht hat.
Kurz vor dem San Bernardino Dorf hat es eine Baustelle mit einem Lichtsignal, ich musste relativ lange warten und da hörte ich hinter mir eine Supermotard um die Kurven pfeifen.
Ich drehte mich um und sah sie immer näher kommen, sah cool aus 🙂
Er hatte das richtige Timing und konnte an mir ohne zu bremsen vorbeidüsen weil es grad grün wurde 🙂
Nun ging der Spass so richtig los, wir kurvten den Pass hintereinander hoch, er in seinem Style, ich in meinem 🙂
Oben angekommen gab es einen kurzen Schwatz, denn er musste wieder zurück, weil er noch tanken musste.
So ging meine Reise wieder alleine weiter.
Von hier aus könnte ich in ca. 40 Minuten zuhause sein doch… ne, ich hab noch nicht genug.
In Splügen wurde der Blinker nach rechts gestellt und der Pass war mein 🙂
Wie immer hatte ich auch auf diesem Abschnitt meine Freude, cool waren unter anderem die vielen Murmeltiere, die das schöne warme Wetter genossen, doch nicht so gut, dass sie es halb auf der Strasse machten!
In Chiavenna war es definitiv am wärmsten,  29° herrlich, doch mir war bewusst, dass es heute nicht so bleiben wird.
Tja, in Castasegna machte ich eine weitere kurze Pause, zwar hat die Yami noch nicht nach Most verlangt, aber wenn man schon mal hier ist.

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War auch gut, denn als ich gerade den letzten Schluck des Rivellas nahm, brauchte ein Geocacher einen Tip. Doch als ich sie am Telefon hatte, war das auch schon erledigt 😉
Nun ging’s langsam Richtung nachhause 😉
Über den Maloja, meine alte Heimstrecke, wow, ich bereue meinen Markenwechsel nicht ein bisschen, war ein super Entscheid.
Oben am Malojasee nochmals eine kurzes Fotoshooting.

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Nun war der Endspurt angesagt, bei nun mittlerweile 14°C.
Der zweitletzte Pass wartete auf mich, der Albula, brrrr… zum Glück hab ich Griffheizungen bestellt, hier oben hätte ich sie brauchen können bei den 11°C.
Der einzige Trost, es geht bald wieder abwärts, was ja auch wärmere Temperaturen bedeutete.
Dem war auch so, aber nur bis es wieder die Lenzerheide hoch ging.
Wenn du jetzt glaubst, dass mein Hinterteil nicht schmerzen würde, dann irrst du dich…
Ich wusste schon lange nicht mehr wie ich sitzen sollte!
Aber das wird mit zunehmender Übung sicher besser 😉
In Chur angekommen traf ich noch einen Cacherkollegen, als ich für einen kurzen Schwatz angehalten hatte, frage er mich nur: „bisch nit am sekkla?“
Was sekkla? Ich gehöre doch nicht zu den Joggern!
Als er mir sagte, dass vor ca. 30 Minuten ein neuer Cache von büpo im Fürstenwald freigeschaltet wurde, stieg mein Adrenalin erneut.
So verabschiedete ich mich, denn ady73 wartete bereits auf eine gemeinsame Suche im Fürstenwald.
So düste ich nach Hause und stellte mein Töff mit dem Tageszähler von 435 Km in der Garage ab 🙂 um im Fürstenwald den Tag zu beenden.
Ein für mich unvergesslicher Tag ging zu Ende mit einem Bierchen von büpo spendiert 🙂

Motorradausflug mit der KTM

Endlich finde auch ich wieder mal die Zeit um einen Ausflug über ein paar Pässe zu machen.

Das war der Erste grössere in diesem Jahr, kaum zu glauben nicht wahr?

Meine Susi hat die Strasse noch nie gesehen im 2011! Ich glaube ich werde alt.

An unserem Donnerstagshock hat mir Squidli nahegelegt, dass wieder mal ein Ausflug fällig wäre.

Ich musste an der KTM erst noch eine Strassenbereifung aufziehen, denn mit Rennpneus hätte die Rennleitung keine Freude an mir, oder doch? Finanziell gesehen sicherlich.

Am Samstag bin ich früh aufgestanden und habe meine KTM strassentauglich hergerichtet, eine loslachen Event SMS versendet und ins Forum geschrieben wann und wo wir starten.

Sonntag 9:00 Agip Tankstelle in Chur.

André und Squidli waren bereits am Warten als ich angekommen bin, hinter mir fuhr auch noch ein unbekanntes Motorrad, es war Jan, ein Neuer, der uns über das Forum gefunden hat.

Kurze Routenbesprechung und…

…da klingelte das Handy!

Sergio! Er hat verschlafen  und wollte uns nachfahren.

Achtung fertig los…

Erst über die Lenzerheide dann Richtung Albula.

In Preda der erste Halt mit Kaffee und Gipfeli inklusive nette Bedienung.

Nach der Stärkung düsten wir weiter, nächstes Ziel war das Ristorante/Pensione Sfazù hiter dem Berninapass.

Immer eine gute Adresse um zu Essen, natürlich haben wir geschaut, dass wir um die Mittagszeit da ankommen um ein feines Menü zu geniessen.

Dort angekommen hatte ich ein Gespräch mit Sergio, der Arme durfte uns nicht folgen, weil seine Liebste gestern ihren Frauen-Polterabend hatte und nun etwas schwach auf den Beinen sei 

Fängt ja gut an! 

Wir haben wie immer gut gegessen und auch die Aussicht war nicht ohne.

Dann ging’s wieder zurück über den Bernina, den Maloja runter in die Hitze bis nach Chiavenna und dann gleich wieder den Splügen hoch wo es wieder erträglicher wurde.

Kurz vor Splügen drehte Squidli um, er hat wohl was verloren, André und ich fuhren weiter und wurden doch prompt …

von der Rennleitung Angehalten und kontrolliert!

Als wir fertig auseinandergenommen worden sind, kam auch Jan auf den Parkplatz, nur Squidli fehlte noch, egal wir beschlossen in Splügen eine Pause zu machen, um auf ihn zu warten.

Die Pause war relativ kurz, denn er tauchte auf, bevor wir von unseren Motorrädern absteigen konnten.

André verabschiedete sich da von uns, er bevorzugte es nach Hause zu gehen statt noch was mit uns zu trinken.

Der letzte Halt haben wir dann zu dritt in Sufers gemacht, wo auch unsere Töffs was zu trinken bekommen haben.

War eine tolle Ausfahrt, hat Spass gemacht, danke euch dafür und bis zum nächsten Mal.

 

 

Die 13 sind geschlagen worden!

Vor 2 Jahren hab ich spontan 13 Schweizer Pässe an einem Tag gemacht, das hat Spass gemacht, im Jahr 08 war ich ein wenig verhindert dieses Vorhaben zu wiederholen oder gar zu toppen wegen meinem Motorradunfall. Das habe ich heute nachgeholt.

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Gestern Abend suchte ich eine Route aus. Das Kriterium war, „wie mache ich so viele Pässe wie möglich ohne einen 2 oder 3 mal zu fahren.“

Dies ist in der Schweiz fast nicht möglich, ich hab es auf die Schnelle nicht herausgefunden, also nahm ich auch Italienische Pässe zur Hilfe.

Und nun kommts, halt dich fest…

…ganze 19 Pässe hab ich gemacht, 15 in der Schweiz und 4 in Italien!!!

Ich hab ja nie behauptet ganz sauber zu sein denn sonst hätte ich das nie geplant

Also musste ich gestern relativ früh in die Federn, weil ich schon ausgeschlafen sein sollte bei einem solchen Vorhaben.

Die Wetterprognosen waren eigentlich nicht schlecht, morgens noch bewölkt und dann nach und nach schöner. Um 6:45 Uhr ging der Wecker los! Der Blick aus dem Fester war nicht gerade erfreulich, es war noch nass, doch es regnete nicht und Richtung Chur und das Bündner Oberland sah ich einen kleinen Fleck blau am Himmel. Nach dem Frühstück ging es dann los, und sicherheitshalber montierte ich mir meine Regenjacke weil es eher kühl war.

— > Start 7:30

–> Tageskilometerstand auf 0.00 gesetzt und ab die Post.

Der erste Pass den ich angefahren bin heute morgen war der Oberalppass, doch es war hart bis dort hin. Schon nach 10 km von Zuhause entfernt hat es angefangen zu regnen!

„Ich kann ja nicht schon aufgeben“,

dachte ich mir und als ich in Ilanz war sind die Strassen schon wieder trocken gewesen.

Ich freute mich zu früh, denn das Ganze dauerte nicht lange und es schüttete dann in Trun nicht schlecht.

Weisst du was mich weitergetrieben hat? -Die Fahrradfahrer die auch schon unterwegs waren. Ich zog es durch bis auf den Oberalp, auch wenn ich schon fast meine Finger nicht mehr spürte! Das es so kalt war, mit dem hatte ich nicht gerechnet. Oben angekommen sah es für eine Weiterfahrt  viel versprechend aus und ich durfte auf Wetterbesserung hoffen.

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Der Blick in die Zukunft, und der in die Vergangenheit.

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Nach 5 Minuten waren meine Handschuhe, die ich auf den warmen Motor legte, wieder ein klein wenig erträglicher überzuziehen!

Leider war es auch Richtung Andermatt noch nass aber zum Glück regnete es nicht mehr.

Rechts abbiegen und die Schöllenschlucht runter um bei Wassen dann den Sustenpass in Angriff zu nehmen, welcher ebenfalls immer wieder nass war und immer noch kalt!

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Ob es am Wetter lag oder daran das ich relativ früh unterwegs war weiss ich nicht, aber Verkehr hatte ich nicht viel.

Schnell weiter, habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Temperatur etwas ansteigen wird.

In Innertkirchen ging ich links weg um den Grimsel unter die Räder zu nehmen. Hier musste ich mir schon langsam Gedanken machen wo ich tanken soll, normalerweise blinkt die Tankanzeige bei 200 km, doch dieses mal lässt sie auf sich warten, so dachte ich an die Tankstelle nach dem Furka, wo es auch gleich ein Restaurant gab um einen Kaffee zu trinken, erst ist aber eben der Grimsel an der Reihe. Wie du sehen kannst hatte ich auch da so ziemlich mieses Wetter und wenn ich ehrlich bin, ich dachte ans Aufgeben!!! Zurück über den Oberalp und nach Hause in die warme Stube!

Bilder sprechen ja bekanntlich ihre eigene Sprache!

Grimsel-Pass Grimsel-Pass Grimselpass

Nun hat sich auch schon das Lämpchen bemerkbar gemacht, dass mein Baby frischen Sprit willDazu müssen wir aber erst mal den Furka bewältigen. Vom Hospitz gibt es auch ein paar Bilder. Diese wurden von einer Gruppe Italos geschossen die auch Unterwegs waren. War eine lustige Unterhaltung

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Die Tankstelle, die ich dachte am Fusse des Furka bei Andermatt, gibt es nicht mehr nur noch das Restaurant, also weiterfahren, doch was soll ich machen? Nach Andermatt zurück oder riskieren  den Gotthard zu machen, um dann in Airolo zu tanken?

Ich hab mich für Variante 2. entschlossen und hoffte dabei, dass ich nicht in einen Stau gerate. Bis auf den Hospitz bin ich gekommen, ist ja nicht so weit.

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Für die Fahrt abwärts nach Airolo nahm ich die uralte Passstrasse, die ist immer noch mit Pflastersteinen bestückt, was auch so bleiben wird, ein ganz spezielles Fahren ist das

Ich schaffte über 220 km mit einer Tankfüllung und war froh als ich die Tankstelle anfahren konnte,

Wollte eigentlich schon seit einer halben Ewigkeit zum Kaffee und einem Nussgipfel oder so und nun suchte ich ein Restaurant um auch mich ein wenig zu stärken. Das fand ich erst nach ca. 17 Kilometer nach einer Fahrt hinter einem Wohnmobil, das ich nicht überholen konnte. Kurz vor Faido fand ich eine Pizzeria und da es kurz vor Mittag war hab ich mir eine Pizza bestellt 

Das hat echt gut getan, auch der Espresso hat geschmeckt.

Nach dem Essen beschloss ich die nächste Autobahneinfahrt zu nehmen um bis nach Lostallo zu fahren, wo ich sie wieder verlassen werde um einer meiner Lieblingspässe in Angriff zu nehmen, nämlich den San Bernardino

Meine Regenjacke konnte ich im etwas (aber nicht viel) wärmerem Tessin verpacken.

Ich freute mich schon riesig auf den mir bevorstehenden Pass und ich fühlte mich so richtig im Element, vor allem als  ich einige Motorräder vor mir sah Es war eine Gruppe aus dem Kanton Freiburg, beim Überholen des ersten hab ich einen kleinen Adrenalinschub bekommen, weil auf meiner Überholspur Holz lag!

Der zweite war eher ein Problem zu überholen. Als ich seine Suzuki von hinten anschaute dachte ich mir schon…. uiuiui Sturzspuren an beiden Seiten und keine Rückspiegel dran! Das erschwerte natürlich das überholen. Wie machst du dich bemerkbar? Versuchte mich hörbar zu machen, doch er achtete mich nicht, da konnte ich ihn nur ausbremsen das machte ich dann auch In San Bernardino stiess ich auf die zwei Vordersten, der eine hatte eine Yamaha R1 und seine Kleidung war sehr speziell, hab es leider verpasst diese zu fotografieren. Hab beide geschnappt, aber sie liessen nicht gleich locker.

Zurück zur Kleidung; Jeans mit  so Rollerbladesknieschoner bestückt,  und wie ein kleiner Rennfahrer das Knie auf dem Asphalt. Egal, mir hat es Spass gemacht.

Oben angekommen gab es natürlich ein weiteres Bild

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Weiter den San Bernardino hinunter bis nach Splügen und dann den gleichnamigen Pass der nach Italien führt hinauf, ist auch einer meiner Lieblingspässe trotz oder vielleicht genau wegen seinen sehr engen Spitzkehren.

Oben angekommen suchte ich vergebens eine Tafel mit Namen und Höhe Also konnte ich gleich weiter hinunter nach Chiavenna, um danach das schöne Bergell hinauf zum Maloiapass zu fahren. Doch erst noch eine kleine Stärkung für mich und wieder Benzin für meine Susi an der City Tankstelle oberhalb von Castasegna  (wieder in der Schweiz).

Es wird vielleicht etwas langweilig, doch auch der Maloja gehört zu meinen Favoriten und auch den konnte ich in vollen Zügen geniessen.  Leider fand ich auch hier keine Tafel

Bald hatte ich die Hälfte meiner geplanten Tour geschafft, noch den Julier und dann eben auch die Entscheidung abzubrechen und nach Hause zu fahren oder noch einen in Angriff zu nehmen.

Der Julier, mittlerweile zeigte die Zeit 14:52 an! Das könnte spät werden, dachte ich mir. Das Wetter passte, auch wenn es immer noch sehr frisch war.

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In Tiefencastel angekommen zog mich meine Suzuki automatisch rechts weg Richtung Albulapass Dieser gehört zu den schlechtesten in der Schweiz, die ich kenne. Ok, nicht der ganze Pass, aber da schüttelt es dich so was von durch, das glaubt einer der ihn noch nie gefahren hat gar nicht, da braucht ein Mann Eierschoner

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Zum Glück war das nur eine kleine Regeneinlage. Unten in La Punt sah es wieder gut aus.

Der nächste  anstehende Pass war der Bernina und da es nach diesem wieder nach Italien geht, wo vier Pässe auf mich warteten, machte ich einen verfrühten Tankstopp.

An der Tankstelle in Samedan war auch die Polizei am Pause machen und als ich mein Motorrad vor der Tankstelle parkte um Verstärkung zu mir zu nehmen, hat sich die Frau Polizistin auf mich zu bewegt, was ich nicht so gerne habe! Sie schaute auf mein Hinterteil… also das meiner Susi und die Nummer und zog dann wieder ab. Ich kaufte mir einen Ovodrink und hab daran an einen Kumpel gedacht, unter dem Motto  “ nicht besser, aber länger“  und das brauchte ich, denn ich hatte „erst“  10 Pässe hinter mir.

Am Bernina sah ich dann die zwei Polizisten wieder, die ihre Augen auf die Töffs geworfen hatten, doch nicht auf meinen

Der Bernina Hospitz

bernina_pass

Den Bernina hinunter und links abbiegen und über den Forcola di Livigno, hier hab ich doch echt die Tafel verpasst, nur ich weiss warum… war etwas nervös da oben aber hier ein Bild vom Web.

forcola_di_livigno

In Livigno bin ich dann auch noch einen Umweg gefahren! Na ja, hab ja genügend Zeit!!!

Pass Nummer 13 wartet, auch wenn es nur ein kleiner ist, um hier ein Bild zu machen musste ich kurz umkehren, weil die Tafel verdreht war, ist ja Italien

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Der Verkehr hier in Italien war erheblich, leider! Doch ich hatte ja Zeit.

Auch an der Tafel des Passo di Foscagno fuhr ich vorbei und musste umkehren.

passo_di_foscagno

Dann der relativ lange Weg zu einem weiteren geilen Pass. Ganze 40 Minuten bis zum Stelvio oder auf Deutsch Stilfser JochHier traff ich einige Italo Racers, mit denen ich ein Schwätzchen hielt und  die auch gleich meinen Fotoapparat bedienten

Passo_ Stelvio stelvio_stilfser_joch

Der Endspurt war angesagt, es war ja auch bereits nach 18 Uhr als ich das Bild am Umbreil machte, den musste ich aber nur abwärts fahren, denn er ist ja nicht weit vom Stelvio entfernt. Der Umbreil ist mittendrin immer noch Naturstrasse, geht aber mehr oder weniger problemlos. Dieser Pass  ist sogar für Anfänger mit neuen Motorrräder machbar, gel Lori, waisch no? 

umbrail_pass umbreil

Der Ofenpass hat mir ein wenig Mühe gemacht, weil die Sonne schon sehr tief stand und mich ein bisschen blendete, will mich aber nicht beklagen, weil mir eine blendende Sonne lieber ist als Regen

ofen_pass passo del forno

Sodali, hast du mitgezählt? Bis ich Zuhause bin fehlen noch zwei Pässe. Ich muss schon sagen, ich hab nichts dagegen, wenn ich mein Baby in die Garage stellen kann,

Also nahm ich, nach der Durchquerung des Nationalparks den Flüela in Angriff, den ich so weit ohne irgend welche Vorkommnisse hinter mich gebracht hatte.

flüela

In Davos angekommen begann dann der letzte Abschnitt, das Landwassertal Richtung Wiesen, und da gab es wieder eine tolle Begegnung, erst mit zwei  Töfffahrern. Der eine mit L, diese schlossen auf einen weissen Porsche Carrera mit ZH Nummernschild auf.  Ich überholte die beiden und folgte „unauffällig“ dem weissen Flitzer und… es war einfach unglaublich wie der da hoch fuhr!

Die Lenzerheide war die letzte Hürde, die ich nehmen musste und das Benzinlämpchen hat sich auch wieder gemeldet, doch ich hoffte es bis nach Chur zu schaffen, um an der Masanserttankstelle auch gleich mein Baby zu waschen, bevor ich es wieder für ein paar Tage versorge.

Das wars, insgesamt 19 Pässe und ganze 786 gefahrene Kilometer.

Jetzt bin ich hundemüde und der eine oder andere Körperteil schmerzt ein bisschen, erstaunlicherweise aber nicht der Teil an dem man zuerst denken würde

Nochmals zum Mitschreiben:

  1. Oberalp,
  2. Susten,
  3. Grimsel,
  4. Furka,
  5. Gotthard,
  6. San Bernardino,
  7. Splügen,
  8. Maloja,
  9. Julier,
  10. Albula,
  11. Bernina,
  12. Forcola di Livigno,
  13. Passo Eira,
  14. Passo di Foscagno,
  15. Stelvio,
  16. Umbreil,
  17. Ofen,
  18. Flüela,
  19. Lenzerheide

Es hat mir riesen Spass gemacht und das nächste mal starte ich nur wenn es 100% trocken ist. Vielleicht würde dann noch ein oder zwei weitere Pässe drin liegen.

und …

Trial Fun Fahrkurs mit Driving Graubuenden

An den Suzuki-Testtagen von Motos Obertor wurde ich angesprochen, dass das Fahrsicherheitszentrum Driving Graubünden einen Geländefahrkurs für Einsteiger veranstaltet und auch noch gleich die Motorräder zur Verfügung stellt.

Das wäre doch was für die GRischa Biker. Also nichts wie nach Hause und im Forum bekanntgeben.

Und schon bald haben sich Biker angemeldet…

Röbi, Sergio, Andi, Benj, Lori, Biit, Urs, André und ich natürlich.

Das Einzige das etwas störte an der Sache, war… wir mussten bereits um 08:00 Uhr in Tiefencastel sein… (Sorry Andy für das Missverständnis, da du ja eh ein Frühaufsteher bist, hat dir die halbe Stunde sicher nichts angetan oder? )

Ich kann mir hier einen langen Bericht ersparen, denn es war einfach nur oberhammergeil…

Wir waren eine super Truppe und wie Andi (Andreas) und das Betreuerteam das Ganze rüber brachten… einfach sensationell.

Nachdem wir uns also sooo früh vor dem Hotel-Restaurant Albula trafen, ging`s gleich los mit Begrüssung und so.

Auf dem Gelände stellten wir uns dann vor und wir bekamen auch gleich einen kleinen Einblick, was uns erwarten wird.

Die GRischa Biker waren in der Mehrzahl.

Nachdem wir nach der Wanderung wieder zurück waren, natürlich auf Betriebstemperatur und ein bisschen drüber, standen unsere Trial Maschinen bereit.

Es hatte verschiedene Leistungsstärken zur Auswahl, 125er, 200er und 300er GasGas Motorrräder.

Die Ersten haben sich eine geschnappt und wir durften einfach mal 2 Runden drehen auf der „Autobahn“.

Dann wurde an die zweite Gruppe übergeben.


Wie man sieht, brauchte Röbi den z`nüni Kaffi mit Gipfeli

Man kann auch käffala und gleichzeitig was lernen… wir haben ja ein vollbepacktes Programm!

Hier geht es um das Gleichgewicht.

Dann weitere Instruktionen, was wir zu beachten haben auf im Feld, wie zum Beispiel auf- und absteigen während der Fahrt.

Auch während den kurzen Pausen konnten wir es nicht lassen kleine interne Wettkämpfe zu starten, trotzdem es soooo was von heiss war!!!

Danach weitere Übungen…

Gut zuhören und nachmachen… aber nicht so wie Andi, der es stehend machen durfte und mit heraus geklapptem Ständer.

Übung: Prima Ballerina und einige Schnappschüsse

Der Energie raubende Morgen war vorbei und es ging zum Mittagessen ins Restaurant.

Und wieder freute sich Röbi am meisten aufs Essen

Doch bei seiner ersten Suppe, die er bekam, war kein ganzes Ei drin, kurz den Oberkellner benachrichtigt und schon hat es geklappt

Es war auch im Restaurant sehr warm… Interessante Diskussionen über dies und das samt Schmusereien

Wir hatten nicht viel Zeit zur Erholung, wir waren ja auch wegen was anderem da!

Also zahlen und ab auf das nun noch heissere Gelände weiter lernen.

Zur Auflockerung gab es gleich einen kleinen Wettkampf.


Dann einfach noch mehr Übungen, auch mit einem speziellen Gespann. Allesamt haben sehr viel Spass gemacht.

Dann war es schon fast vorbei… es stand noch ein letzter Wettkampf vor uns.

3 Sektionen mussten wir befahren. Das Ziel war, möglichst ohne einen Fuss abzustellen durch den Parcours zu kommen.

Pro abgesetzten Fuss 1 Strafpunkt.

Das Maximum in einer Sektion sind 5 Strafpunkte.

Nach der Besichtigung, wo man am besten durchfahren kann, ging`s los. Jeder gegen jeden.

Ich war mit Racer und Beni in der Gruppe.

Meine kleine Pause (ohne Fuss auf dem Boden) kostete mich trotzdem 1 Strafpunkt!

Punktevergabe an jedem Posten.

Die letzte Aufgabe war die Schwerste… da kassierten ich und Beni 5 Punkte, Racer hatte es voll im Griff (aber nur das erste Mal, beim Versuch 2 und 3 ist auch er gescheitert (Glück gehabt) Aber der erste Durchgang wird gewertet und da kassierte er einen einzigen Punkt!

Das war’s, Besprechung und Eindrücke austauschen.

Ganz langsam brachte es die Rangliste ans Licht… wer talentiert ist und wer Pech hatte.

Ein herzhafter Applaus als Dankeschön an die geduldigen Betreuer, war eine super tolle Sache…

…und Achtung… einige von uns kommen bald wieder, denn es hat uns viel gebracht.

Ein Dankeschön auch an unsere Fotografin Silvia, ohne ihren Einsatz hätte es keine Bilder gegeben.

und zum Schluss noch ein zusammenschnitt