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Dies und das, alles was so abgeht in meinem Leben

Ausflug ins Tessin und Jubiläum!

Am Samstag den 13.5.2017 durften Antonio und Silvia ihr neunjähriges Zusammensein feiern. Ja die Zeit vergeht wie im Flug…doch als ob das nicht genug wäre, gab es am selben Tag noch ein zweites Jubiläum. Genau vor einem Jahr durfte die beiden Turteltäubchen den Mercedes Marco Polo abholen. Wen das mal nicht timeing ist!

Was ist denn geplant an diesem Wochenende? -Ein Ausflug ins Tessin steht auf dem Programm. Aber nicht irgend ein Ausflug….dazu gleich mehr.

Um 9:00 Uhr am Samstagmorgen (ja ok, wir waren 10 Min zu spät), haben wir Andreas abgeholt, um gemeinsam ins Tessin zu fahren. Um 11:00 Uhr (ja die 10 Minuten Verspätung haben wir mitgenommen), haben wir Eva, Laura, Ramona, Bojan und Dario getroffen. Zugegeben, der Ort an dem wir den Treffpunkt vereinbart hatten, ist ein wenig ein aussergewöhnlicher Ort um etwas zu unternehmen, doch wir hatten eben an diesem Ort etwas vor. Ein gruseliger Lostplace sollte besucht werden. Erst mal wurden die Regeln bekannt gegeben: Wir verhalten uns absolut leise und unauffällig, es wird nichts mitgenommen, genau so wie auch nichts kaputt gemacht wird. Jeder ist für sich selber verantwortlich und handelt mit äusserster Vorsicht, da Böden wie auch Decken morsch sein könnten und man so niemals sicher sein kann, dass alles hält.

Ganz vorsichtig schlichen wir uns ins Innere des geisterhaften Objekts. Die ersten Taschenlampen wurden angeknipst und die Paparazziausrüstung wurde gezückt.

    

Vorsichtig wurde eine  Räumlichkeit nach der anderen untersucht, ganz schön gruselig…
…und gross. Hier ein paar Eindrücke aus dem ehemaligen Krankenhaus:

    

Bei einigen Funden wollten wir gar nicht so genau wissen, was sich hier drin schon alles abgespielt hat:

Nach zwei Stunden hatten wir die Geister wieder verlassen. Zum Abschied genossen wir noch einen Zvieri mit ihnen und verabschiedeten uns dann endgültig.

STOP, war da nich noch was?
L’ultimo ha spento la luce? Sì? Ok, allora via di qua 😉

Als ob wir noch nicht genug bekommen hätten, stand nochmal so was in der Art auf dem Programm. Auch hier liessen wir äusserste Diskretion walten. Doch du darfst einen kleinen Einblick bekommen. Aber nur einen kleinen:

            

Zum Abschluss wurde ein Kuchen vertilgt und dann….

…plötzlich schreckten wir auf. Was war das? war das echt? Oder war das alles nur ein Traum?
Hm…keine Ahnung. Jedenfalls waren wir jetzt sicher wach, befanden uns wieder in der Realität und machten uns für den Abend parat.
Mit Andreas spazierten wir durch Locarno, genossen die Sonne und suchten nebenbei noch die gesuchten Antworten für einen Multi.

Als wir beim Lagolungo, dem Treffpunkt ankamen, standen unsere Kollegen schon bereit. Hungrig bestellten wir uns durch die Karte und genossen den gemütlichen Abend. Gesprächsstoff gab’s genug und so verging der Abend wie im Flug.

 

Ein romantischer Spaziergang am See fällig? – Klar doch.

Bevor die Mücken uns so richtig plagen konnten, lösten wir unsere Versammlung auf und zogen uns in unsere Schlafgemächer zurück.

Am nächsten Tag trafen wir Andreas nach dem Frühstück. Gemeinsam gönnten wir uns einen Ausflug zum Bahnhof in Locarno, um dort ein Döschen zu suchen, bevor es in Richtung „Nach Hause“ ging. Zwischendurch haben wir noch ein, zwei Stopps eingelegt, sei es um einen Cache zu begutachten oder um ein Glace zu schlotzen. Von der Sonne des Südens gewärmt, kamen wir am frühen Nachmittag zu Hause an.

 

Danke allen, die dabei waren für das gemütliche und spezielle Weekend!

Frühlingsferien-Motto FP’s sammeln und gleich wieder ausgeben

Diesmal planten wir nicht weit im Voraus. Die Wetterprognose war ziemlich düster und so haben wir am Sonntag entschieden, dass wir am Montag bei Regensburg den Autopowertrail B-W-T (Bayer-Wald-Thropy GC4WMQN ) absolvieren werden. Motto der Reise: Favoritenpunkte sammeln (und vielleicht auch wieder ein paar davon ausgeben).

Frühlingsferien 2017: Regensburg-Deggendorf-Passau

Trimmis-Regensdorf- Bad Kötzingen, 1.5.2017
Am Montagmorgen starteten wir um 9:40 Uhr unsere Reise. Das Wetter wechselte immer wieder, sodass wir von Sonne bis Regen alles mal dabei hatten. Um 13:30 kamen wir in Regensburg bei der Nr. 1 des Powertrails an. Auf dem Weg dorthin lag noch eine Mysterydose „justus.peter.bob“ GC4C8G1, die wir (mit Hilfe) mal gelöst hatten. Diese wollten wir noch holen, doch oh Schreck, das ist ja ein T5er. Naja, schauen können wir ja mal, vielleicht lässt sich zu zweit was machen… Vor Ort konnten wir das Vogelhäuschen sehen, doch mit der Höhe sieht es nicht so gut aus.

Wir schauten einander an, dann wieder zu dem Döschen hoch, hmm, könnte knapp werden, aber probieren können wir’s ja mal. Also zog ich die Schuhe aus und stellte mich Antonio auf die Schultern und er richtete sich aus der Hocke auf. Immer näher kam ich dem Objekt der Begierde, noch ein Stück… und dann war Feierabend. Nahe dran bin ich, doch ein kleines Stück fehlt noch. Fest den Arm ausstrecken. Nein, das reicht noch immer nicht. Ich traute mich fast nicht zu fragen, ob ich Antonio auf den Kopf stehen darf. Da es um einen Cache geht, ist sich Antonio dafür nicht zu schade und lässt mich auf sein Haupt steigen. Ich musste darüber sowas von lachen, dass ich es kaum schaffte, den kleinen Schritt zu machen. Nochmal jeden Knochen strecken, doch auch das reichte nur zu einer Berührung des Gehäuses und so musste ich unverrichteter Dinge wieder vom edlen Thron hinuntersteigen. Wir konnten es fast nicht glauben, dass nur sooo wenig gefehlt hatte und nichts im Wald rumliegt, das uns noch das fehlende Stück ergänzen hätte können. Nicht mal ein Foto konnten wir von der kurligen Aktion machen, denn wir waren ja beide voll im Einsatz. Tja und so mussten wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Das war ja ein toller Start unserer Reise.

Die erste Dose des Powertrails bei Regensburg konnten wir gut finden und das sogar bei trockenem Wetter. Auch die zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte und so weiter zeigten sich bald. Nach einer Stunde hatten wir 30 Caches hinter uns und langsam den Dreh raus, wie wir einigermassen zeitsparend vorankommen. 30 Dosen pro Stunde würde heissen, dass wir 10 Stunden für den ganzen PT brauchen würden. Das kommt nicht in Frage, aber wir haben uns ja erst mal eingewöhnen müssen und haben’s jetzt im Griff. Die zweiten 30 Büxlein waren in 45 Min geschafft. Ja, ja, Übung macht den Meister. Sogar die Sonne wagte hin und wieder einen Blick nach unten um zu sehen, wie wir vorankommen.

Nach vier Stunden waren knapp 180 Dosen geloggt und unsere Bäuche knurrten so laut, dass wir nicht mehr weiter suchen konnten. In Bad Kötzingen fütterten wir erst unser Cachemobil und dann unsere hungrigen Mägen. Was Wärschaftes muss her. Fast wie von selbst landeten wir in einer tollen Gaststube, die genau das bot, was wir gesucht hatten. Als ich vom WC zurückkam, bat ich Antonio, sich die Gäste direkt hinter uns mal genau anzusehen, denn ich war der Meinung an dem Rucksack einen Ghost-Pin gesehen zu haben. Endgültig entlarvt waren die Nachbarn, als sie ihr Navi auf den Tisch legten und kurze Zeit später sassen die beiden an unserem Tisch. Bei herrlichem Essen und intensiver Unterhaltung verging der Abend wie im Flug. Nachdem wir unsere TBs gegenseitig discovert hatten, mussten wir aber schnell weiter, denn bald würde es eindunkeln und wir hatten noch keine Ahnung wo wir übernachten werden. Dem PT entlang loggten wir ein Döschen nach dem anderen, bis wir dann endlich ein geeignetes Plätzchen ergattern konnten. Die Aussicht wäre toll gewesen, doch erstens war es bereits dunkel und zweitens hatte es begonnen zu regnen und so war da nichts mit in die Ferne schauen. Todmüde legten wir uns hin und träumten vom Ein- und Aussteigen.

Bad Kötzingen-Regensburg- Schaufling, 2.5.2017
Da es bei Aufwachen so klang, als ob wir uns in einer Autowaschanlage befinden würden, haben wir uns mit dem Aufstehen noch etwas Zeit gelassen. Erst als die Sonne ein paar Strahlen zum Fenster rein warf, schlüpften wir unter den Decken raus. Nach einem gemütlichen Frühstück im Bus und dem Geniessen der Aussicht, die wir nun auch hatten, setzten wir unsere Stop and Go Fahrt fort. Nach gut drei Stunden Sonne und Regen hatten wir endlich die letzte Dose hinter uns und darüber waren wir auch wirklich froh. Spass macht sowas nun wirklich nicht, aber was tut man nicht alles um sein FP-Konto mal wieder etwas aufzufüllen.

    

Für die Schmiedung des weiteren Plans setzten wir uns ein leeres Gasthaus, in welchem wir von einem älteren Herr angeschaut wurden, als würden wir mitten in seine private Stube treten. Auf die Frage hin, ob sie geschlossen hätten meinte er, nein, nein, aber wir könnten nur den einen Tisch haben und wies auf einen Tisch am Eingang. Hm…einer reicht uns auch, war unsere Antwort und er meinte, dass die anderen gleich von Kartenspielern belegt werden würden. Wir dürfen gerne auch mitspielen fügte er noch an. Doch darauf verzichteten wir gerne. Das Angebot seiner Frau, die von Kuchen sprach, gefiel uns da schon besser. Während die Spieler, einer nach dem Anderen die Stube füllten, setzten wir unsere ausgewählten Caches auf die Liste im I-Pad. Weiter ging’s mit dem Anfahren von Dosen in Regensburg. Da dies recht anstrengend war, stellten wir, als wir der Innenstadt näher kamen, das Auto ab und liessen uns von einem Multi und ein paar Tradis zu Fuss durch die Stadt führen. Von einem Kirchturm aus konnten wir über ganz Regenburg blicken, doch so ganz geheuer war uns der wacklige Turm nicht, also schnell wieder runter…

 

Nach vielen Kilometern hatten wir dann einiges von der Stadt gesehen und unsere Beine drohten langsam aber sicher zu streiken. Na dann suchen wir doch was zum Sitzen und Essen. So wurde es gemacht und eins kann ich sagen: die Brauerei, die wir erwischt hatten war echt der Hammer (Weissbräuhaus, Schwarze-Bären-Strasse 6). Eine halbe Haxe mit Knödel und Sauerkraut sowie ein Zwiebelrostbraten mit Spätzle, das hatten wir uns doch verdient heute.

 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz landeten wir an der Donau auf einem Stellplatz in Donaustauf und dort fielen uns kurze Zeit später die Augen zu.

Donaustauf-Deggendorf- Schaufling, 3.5.2017
Am Morgen kochten wir wieder Kaffee und assen Müesli im Bus. Im Anschluss konnte Antonio es nicht lassen, das Auto von dem vielen Dreck zu befreien. Das Odin-Denkmal, welches aus einem mächtigen Palast bestand, war der nächste Programmpunkt. Wir hatten echt unseren Spass da oben samt Multi „Tempel des Odin GCJG2K“

 

Und weil das Wetter es gut mit uns meinte, trauten wir uns noch die „Verflixte Runde #1 GC4TE7B“ zu. Knobelcaches von der Art, die Antonio gerne mag. Unglaublich wie viel Abfall am Weg lag. Das sind ja echte Schweine, (wobei wir ja das Schwein nicht beleidigen wollen)  die so viel Zeugs einfach in die Natur rausschmeissen! Ein CITO wäre hier dringend mal notwendig.

 

Nachdem die Runde schon fast abgeschlossen war, taten uns die Füsse weh und wir waren müde. Eine Bäckerei lockte uns zu sich und der Kuchen drängte sich richtig auf. Gegessen wurde aber erst im Bus, denn wir wollten einen Kaffee dazu. Luxus pur 😉

Auf dem Weg nach Deggendorf konnten wir auf der Gegenspur noch die Aufräumarbeiten eines Unfalls sehen und den 13 km langen Stau hinten dran. Fast nur Lastwagen! Sowas hatten wir noch selten gesehen. Da hatten wir richtig Glück, dass unser Weg in die andere Richtung führte. In Deggendorf steuerten wir ein paar ausgewählte Dosen an, doch nicht alle liessen sich so einfach finden. Eine verlangte uns echt alles ab bis wir herausfanden, dass die gesuchte, versteckte, von aussen unsichtbare Antoniuskapelle geschlossen war. Schade, wäre wirklich etwas Spezielles gewesen.

 

In der Altstadt irrten wir noch etwas umher bevor wir ein Restaurant fürs Abendessen aufsuchten. Heute gab’s einen Beef Burger mit Vollkornbrötchen und Salat für mich und ein Zwiebelrostbraten mit Gemüse und einer Kartoffel-Blätterteigroulade für Antonio (Gasthof Höttl, Luitpoldplatz 22). Eine gute Wahl hatten wir mal wieder getroffen und so konnten wir gestärkt weiter ziehen.
Ein kleiner Lost Place, den Antonio sich alleine zu Gemüte führte, da ich keine Lust hatte durch den Sumpf zu waten.

 

Weiter führte uns die Reise in die Täler hinaus. Mal hoch, dann wieder runter. Zu einer ausgesuchten Dose konnten wir nicht, da die Strasse gesperrt war und wir nun wirklich nicht mehr zu Fuss gehen wollten. Also suchten wir uns einen Schlafplatz. Beim Landgasthof Düllhof in Schaufling wurden wir fündig. Sogar duschen konnten wir da und auch ein WC stand für den Stellplatz zur Verfügung. Der Hof war von einem Kräutergarten umgeben und ganz liebevoll mit selbstgemachten Figuren gestaltet.

 

Schaufling-Passau, 4.5.2017
Den Kräutergarten haben wir uns am Morgen noch genauer angesehen. Etwas chaotisch oder für uns unverständlich mit der Struktur der Beschriftung, sonst aber wirklich schön angelegt.

   

Eine Pendenz hatten wir ja noch bevor die weiter Reise uns nach Passau führte.
Den Cache den wir gestern Abend nicht mehr angehen konnten da die Strasse gesperrt war. Der Multi „Dunkle Kräfte?“ GC4VVC4
Ok, die war auch heute noch gesperrt, jedoch waren wir wieder fit genug um ca. 500 Meter zur ersten Station zu gehen. Auf diesen Cache hatten wir uns ganz besonders gefreut. Eine Metalldetektor haben wir vom Kollegen ausgeborgt und so freute sich Antonio bei jedem Pieps. Nochmehr natürlich, als ich ihm die Freigabe erteilte, dass er nun wirklich suchen könne, da die Koords erreicht waren.
Jede Station beeindruckte uns, mehr wollen wir hier nicht verraten, denn jeder soll den Spass ja selber erleben dürfen…

Nach diesem Abendteuer gings weiter Richtung Passau, kurz davor erblickten wir einen Schuhladen, ja da müssen wir rein, nein, nicht wegen mir, Antonio braucht neue Schuhe. Ok, ich hab mir dann auch ein Pärchen gegönnt, aber auch Antonio hat was Passendes gefunden.

Nachdem ein paar Dosen gezielt angefahren wurden, haben wir das Auto parkiert und sind der Donau entlang spaziert um an der Spitze der Altstadt einen Earthcache zu lösen und dann dem Inn entlang wieder zurückzuschlendern. Zwischendurch gab’s noch Kaffee und Kuchen, schliesslich sind wir in den Ferien. Von der Überschwemmung, die den Ort vor vier Jahren unter Wasser gesetzt hat, sieht man kaum noch was. Aber was man sieht: Es braucht nicht viel bis die Wasser über die Ufer treten. Immerhin ist die Stadt von drei Flüssen umgeben, denn auch die Ilz fliesst durch die Ortschaft. Das Spezielle an den drei Flüssen ist, dass sie unterschiedliche Farben haben. Die Donau sei blau, der Inn grün (Gletscherwasser) und die Ilz schwarz (Moorresten), so heisst es. Vor Ort konnte man nur geringe Farbunterschiede der Donau und des Inns sehen, vielleicht waren wir auch einfach zu tief um richtig auf die Flüsse hinunterschauen zu können. Die Ilz hingegen ist tatsächlich recht dunkel. Im Internet sieht man die Farbunterschiede von Luftbildern her wirklich gut. Schade, dass wir das vor Ort nicht so klar erkennen konnten. Trotzdem gefiel Passau uns besser als Regensburg.

   

Nun waren unsere Pendenzen mehr oder weniger abgearbeitet. Einen kleinen Lost Place etwas Ausserhalb fuhren wir noch an. Vor einem kleinen Abstecher ins Nachbarland, suchten wir verzweifelt nach einem Restaurant. Eines verliessen wir kurz nach Besichtigung wieder und viel mehr konnten wir erst mal nicht finden. Doch direkt vor der Grenze entdeckten wir dann doch noch was, damit wir nicht hungrig bleiben mussten. Und nun kommen wir zum Nachbarland: Ich war überzeugt, dass wir über die Tschechische Grenze fahren würden, doch da stand ein Schild mit Republik Österreich. Hups, da zeigen sich mal wieder meine glänzenden Geografiekenntnisse. Mir war nicht bewusst, dass wir schon wieder so südlich sind. Nach dem Besuch der Letterbox, die etwa gleich gut wie das Essen war (ok, aber müssten wir nicht extra nochmal anfahren), reisten wir in Richtung Schweiz. Ziel wäre ein Schlafplatz gewesen, doch die gefundenen Stellplätze waren entweder voll oder passten uns aus anderen Gründen nicht und so landeten wir schlussendlich irgendwo auf einem Parkplatz, auf welchem wir hoffentlich niemanden gestört haben. Müde waren wir so sehr, dass wir sofort eingeschlafen sind.

   

Ulbering, 5.5.2017
Am Morgen erst liessen wir das Dach hoch um zu frühstücken. Und dann setzten wir die Heimreise fort. Da ein Unfall weit voraus angesagt wurde, umfuhren wir das Autobahnstück und damit den ganzen Ammersee. Leider hatten wir die Caches dieser Gegend nicht auf der Offlinekarte, und so kurvten wir halt einfach so in der Gegend rum, liessen uns in einer Metzgerei leckere Brötchen belegen und steuerten dann die Autobahn wieder an. Einige Stunden später waren wir glücklich und zufrieden wieder zu Hause.

Fazit: Wetter war super, im Stau standen alle immer nur auf der Gegenseite, Favoritenpunkte haben wir viele gesammelt und wahrscheinlich etwa gleich viele wieder liegengelassen.
Kilometer und Zeit haben wir auch wieder genug gemacht.

Am Abend besuchten wir den FL/SG/GR Geocaching-Stammtisch GC73NM0 und liessen damit unsere Ferien ausklingen.

 

Kanton Graubünden mit Mini Beiz dini Beiz

Arno Lutz und ich dürfen diese Graubündenwoche beginnen.
Wie heisst das Sprichwort so schön?
Jeder Anfang ist schwer.

Schwer nur deswegen, weil wir keine Ahnung hatten wie das Ganze abgeht.
Wir hatten jedenfalls einen tollen Tag und es ging so weiter, die ganze Woche hatten wir Spass. Ok, leider durften wir „nur“ an 4 Tagen neue Beizen kennenlernen, da es die Aufnahmen für die Karfreitagswoche waren.

Kanton Graubünden – Tag 1 – Restaurant Casa da Luzi, Surcasti

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag 10. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag 11. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

Und hier sind wir nun:

Und so funktioniert’s:

Vier Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den Kanton Graubünden von Montag bis Donnerstag kulinarisch zu entdecken. Wegen dem Osterwochenende sind es nur vier statt wie üblich fünf Restaurants.

Arno Lutz, 34, hat vor einem Jahr im Casa da Luzi als Koch angefangen. Schnell hat er aber auch alle anderen Rollen übernommen und führt das Restaurant nun mit viel Herzblut im Alleingang. Das Haus gibt es schon seit über 400 Jahren und steht unter Heimatschutz. Seit Ende der 1980er-Jahre wird es als Restaurant betrieben. Im Casa da Luzi gibt es keine Speisekarte. Jeden Tag kreiert der Koch ein neues Viergangmenü. Die Vorspeise wird jeden Tag im Weinkeller serviert und besteht aus regionalem Käse und Trockenfleisch. Stammgast Antonio Aerni, 50, ist überzeugt von der Küche, vom Ambiente und der Aufgeschlossenheit des Wirtes.

Kanton Graubünden – Tag 2 – Gasthof Surselva, Brigels

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag 11. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 12. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

In einer ehemaligen Scheune werden die Bündner Beizentester in Brigels kulinarisch verwöhnt

Das Gasthaus Surselva befindet sich mit Wirtin Sandra Albin, 38, in der vierten Generation im Besitz der Familie. Das Haus wurde in den frühen 1950er-Jahren erbaut und lange als Scheune genutzt, bis es von Sandras Urgrossmutter zu einer Gaststätte umgebaut wurde. Sandra selber hat den Gasthof dann im Jahr 2012 übernommen. Das alte Holzhaus wurde nur sporadisch renoviert und befindet sich fast noch im Originalzustand. Auf der Karte stehen viele Bündner Spezialitäten wie Capuns, Bündner Gerstensuppe oder Bündner Fleisch. Christine Egger-Bolliger, 70, vertritt den Gasthof als Stammgast.

Kanton Graubünden – Tag 3 – Berggasthaus Post, Obermutten

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 12. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 13. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

Ein Berggasthaus, das Wert darauf legt, keine typische 08/15-Hüttenküche anzubieten.

Das Haus wurde ursprünglich in den 1930er-Jahren erbaut, ist 1997 aber komplett abgebrannt. Seit der Neueröffnung im Jahr 1999 wird es als Restaurant geführt. Die Wirtin Susanne Rosenberg, 59, hat das Lokal im letzten Jahr übernommen. Sie hatte lange in edlen Hotels gearbeitet und wollte zu den Wurzeln der Gastronomie zurückkehren, wo der Mensch als Freund und nicht als Gast empfangen wird. Sie ist ein Fan von neuen einheimischen Produkten, die wieder in Mode gekommen sind, und experimentiert gerne mit diesen. Stammgast Heidi Gruber, 62, komplettiert das Team vom Bergasthaus Post.

Kanton Graubünden – Tag 4 – Restaurant Triangel, Paspels

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 13. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 18. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

Finale der Woche im Bündnerland – welche Beiz holt sich den Sieg und gewinnt nebst Ruhm und Ehre zusätzlich 1’000 Franken?

Im August 2014 wurde das Triangel neu eröffnet. Die Besonderheit des Hauses ist die schöne Aussicht auf die Berge. Die Restaurantbetreiber, Susanne Oehler und Markus Alig, haben beide eine grosse Affinität zu Spanien. So verfügten sie, als eines der ersten Schweizer Restaurants, über einen original spanischen Holzkohlegrill in ihrer Küche. Die Besonderheit ist, dass man damit im Hausinnern kochen kann. Der Feinmechaniker Orlando Fetz-Tanno, 63, vertritt seine Lieblingsbeiz als Stammgast.

Der Wochensieg geht nach Paspels ins Restaurant Triangel.

Na dann wünsche ich euch viel Spass beim zuschauen und wer weiss, vielleicht trifft man sich ja in der einten oder anderen Beiz.
Ein Besuch lohnt sich jedenfalls bei jeder der vier hier vorgestellten Lokale. Ich werde bestimmt früher oder später alle wieder besuchen. Natürlich nicht nochmals alle in der selben Woche, das war nämlich eine kleine Herausforderung jeden Abend auswärts essen 🙂

Ein Frühlings FTF im Sfiental

Heute sind wir zum Geocachen ins Safiental gefahren.
Da gab es einen FTF zu holen. 🙂
In Tenna und in Bonaduz fehlten uns noch ein paar Büxli die wir dann schnell gefunden haben.
Wir haben dabei diesen herrlichen Frühlingstag in vollen Zügen geniessen dürfen und haben fast 11 Kilometer zurückgelegt.

Bilder sagen mehr als Worte:

Mini Beiz dini Beiz in Graubünden

Die Woche in Graubünden wird vom 10.04.2017 – 13.04.2017 ausgestrahlt. Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen nicht, das gibt bestimmt eine Woche mit gemischten Emotionen 🙂

Falls du also Lust hast, mich mal wieder im TV zu sehen, dann schau doch jeweils um 18:15 Uhr auf SRF 1 ein.

Mercedes-Benz Driving Event mit loslachen.ch

Ein ganz schön aufregendes Wochenende haben wir am 18./19.2.2017 erleben dürfen.

Am Freitag waren wir an einem Geburtstagsessen. Da der Jubilar erst am Folgetag 60 wurde, diskutierten wir noch lange und schauten uns Fotos an bis die Kirchenglocke 12 Mal schlug. Nun konnte endlich der Kuchen aufgetischt werden. Wobei, Hunger hatte nach dem Tüüfelsteiessen niemand mehr, aber Geburtstag feiert man nun mal mit Kuchen und so probierten wir alle ein kleines Stück bevor wir die Party mit einem Verdauungsschnäpsli ausklingen liessen.

Am Samstag machten wir uns trotz WM in St. Moritz auf den Weg ins Engadin. Nicht wegen des Skifahrens wählten wir diese Destination aus und verkehrstechnisch wäre es wohl auch nicht unsere erste Wahl gewesen. Der Grund, uns in den Stau zu begeben war, dass wir an einem Mercedes Benz Driving Event teilnehmen wollten. Im Package enthalten war ein Apero im Hotel mit anschliessendem Abendessen, die Übernachtung und natürlich das Winterfahrtraining.

Am Nachmittag checkten wir im Hotel Saratz in Pontresina ein. Weil die Sonne uns begleitete, liessen wir uns auf einen Spaziergang ein, auf welchem natürlich ein paar Geocaches lagen. Sobald der Schatten aktiv wurde, kühlte es rasch ab, weswegen wir bald wieder unser Zimmer aufsuchten. Die Badewanne, welche zu Hause fehlt, musste schon auch ausprobiert werden. Sozusagen ein kleines Wellnessprogramm auf dem Zimmer 😉

Um 19:00 wurden wir zum Apero erwartet. Dort lernten wir die anderen Teilnehmer des Events kennen und wurden von Michael, als Vertreter von Mercedes Benz, begrüsst.
Das Abendessen war sehr exquisit und schmeckte uns vorzüglich.



An unserem Tisch hatten wir so unterhaltsame Gespräche, dass wir gar nicht bemerkt hatten, wie sich die Tische um uns herum geleert hatten. Ja wir schienen tatsächlich die Letzten zu sein.
Also schnell ins Bett, damit wir dann morgen fit sind.

Beim Frühstück waren wir erwartungsgemäss nicht die ersten. Die Meisten waren fertig als wir ankamen. Trotzdem lagen wir voll im Zeitplan. Nach dem Auschecken machten wir uns auf den Weg zum Trainingsgelände beim Flughafen Samedan.

Silvia, die sich nicht gerade um den Kurs gerissen hatte, wusste nicht so recht was sie erwarten würde und hatte somit eher Respekt vor dem Tag. Antonio hingegen freute sich auf den lange ersehnten Event.
27 Fahrzeuge präsentierte uns Mercedes Benz. In voller Pracht, blitzblanc sauber glänzten sie an der Sonne, die bereits langsam ihre ersten, wärmenden Strahlen auf das Gelände warf.

Wir wurden der Gruppe blau und somit Horst zugeteilt. Dies war ein riesen Glück, denn er machte das super! Auch Silvia konnte die Posten geniessen und hatte Spass, sich den Aufgaben zu stellen, daraus zu lernen und auch einfach mal auf der Piste rumdriften zu dürfen und somit ein Gefühl für das Verhalten der verschieden angetriebenen Autos auf dem Eis zu bekommen.

Doch erst mal der Reihe nach. Erst mal verliessen wir das Gelände und fanden uns auf einem Kieswerk ein. Dort stand Offroad auf dem Programm. Dort lernten wir die ersten Autos etwas kennen und konnten unter anderem ausprobieren, wie es sich anfühlt, schräg am Berg zu stehen.

Wieder zurück auf dem Trainingsgelände wechselten wir die Autokategorie. Beim nächsten Posten lernten wir wie man ein Ausweichmanöver mit Vollbremsung auf Schnee und Eis am besten angeht und was das ABS dabei für eine Rolle spielt. Naja, wäre der „Hund“ echt gewesen, hätte er nicht überlebt. Zum Glück wurde er nur mit einem Töggeli simuliert.

Nach einem weiteren Kategorienwechsel war Slalomfahren angesagt. Hier durften wir die Wirkung des ESP ausprobieren in dem wir mit eingeschaltetem und abgeschaltetem System fuhren. Auch der Unterschied von Autos mit 4×4 und solchem mitHeckantrieb bekamen wir zu spüren.

 

Nach der Mittagspause übten wir nochmal einem Hindernis auszuweichen und genug vorsichtig zu lenken, damit die Reifen nicht einfach abrutschen, sondern das tun, was ich von ihnen will.

Nach dieser Übung waren wir bereit zum Driften. Dafür hatten wir echt viel Platz zur Verfügung und so liess Horst die Zügel etwas lockerer. Wir konnten recht selbständig den Parcour entlangdriften und ausprobieren, welches Auto wie reagiert. Das hat so was von Spass gemacht. Antonio natürlich noch mehr als Silvia, doch auch sie ist ganz schön in Fahrt gekommen. Antonio hätte wohl ewig weiterdriften können, er war voll in seinem Element und gab das Steuer jeweils nur ungern ab.

Last but not least, machten wir nochmal einen Abstecher ins Kieswerk. Dort erwartete uns eine spezielle Aufgabe. Wir wurden auf einen von Schnee bedeckten Kieshügel geführt. Oben angekommen kamen wir uns wie am Start einer Achterbahn vor. Unvorstellbar steil ging es den Hügel hinunter. Zweck davon war das DSR auszuprobieren. Das funktionierte tiptop. Allerdings nur, wenn Antonio am Steuer sass, was er auch die ganze Zeit tat. Silvia weigerte sich. Sie hatte Angst selber am Steuer zu sitzen bei dieser Übung.

Trotzdem hat das Fahrtraining im Gesamten beiden sehr viel Spass gemacht und sie haben viel gelernt dabei.

Mit einem kleinen Geschenk und vielen tollen und wirksamen Erinnerungen wurden wir gegen Abend verabschiedet. Den anschliessenden Stau wegen des WM Endes, nahmen wir gerne in Kauf.

Natürlich gibt es zum Abschluss auch wieder ein Youtubefilmchen 😉

Vielen Dank an die Ring Garage in Chur, welche uns die Teilnahme an diesem Event ermöglicht hat! 

Was lange währt wird endlich gut…

…nun war ich lange nicht mehr sehr aktiv im Bereich Malen. Knapp ein Jahr lang stand das Bild auf der Staffelei und wartete darauf, dass sich wieder ein paar weitere Striche auf die Leinwand verirren. Als die Grundlage gegeben war, wurden die Ruhephasen grösser. Die Angst, etwas kaputt zu machen oder etwas nicht richtig hinzubekommen war zu gross. Der Mut und die Inspiration liessen auf sich warten.
Erst als ich eine neue Leinwand mit einer andren Idee auf die Staffelei stellte, kam alles zurück: der Mut, die Ideen, die Farben. Und so konnte ich diese anspruchsvolle Arbeit nun doch noch zu Ende bringen.

Das Original ist in der Bibliothek in Vals ausgestellt und kann dort angeschaut oder gekauft werden.

Mini Beiz dini Beiz mit Antonio

Kennst du mini Beiz dini Beiz?
Ich jetzt schon, und zwar so richtig, denn ich war mitten drin statt nur dabei 🙂

Die voraussichtlichen Ausstrahlungsdaten für Mini Beiz, dini Beiz – Woche in Graubünden sind vom 10.04.2017 – 13.04.2017.

Das ist der Link zu den laufenden und vergangen Sendungen.

 

Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Unser Rückblick auf das Jahr 2016

Auch dieses Jahr war wieder so einiges los…
Was sicher ist, ich habe viele Kilometer gemacht, ob mit dem neuen Auto, dem neuen Töff oder zu Fuss auf etlichen Geocachewanderungen. 🙂

Zuerst der Rückblick von Silvia

und dann mein Rückblick