Archiv der Kategorie: Privat

Dies und das, alles was so abgeht in meinem Leben

Kanton Graubünden mit Mini Beiz dini Beiz

Arno Lutz und ich dürfen diese Graubündenwoche beginnen.
Wie heisst das Sprichwort so schön?
Jeder Anfang ist schwer.

Schwer nur deswegen, weil wir keine Ahnung hatten wie das Ganze abgeht.
Wir hatten jedenfalls einen tollen Tag und es ging so weiter, die ganze Woche hatten wir Spass. Ok, leider durften wir „nur“ an 4 Tagen neue Beizen kennenlernen, da es die Aufnahmen für die Karfreitagswoche waren.

Kanton Graubünden – Tag 1 – Restaurant Casa da Luzi, Surcasti

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag 10. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag 11. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

Und hier sind wir nun:

Und so funktioniert’s:

Vier Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den Kanton Graubünden von Montag bis Donnerstag kulinarisch zu entdecken. Wegen dem Osterwochenende sind es nur vier statt wie üblich fünf Restaurants.

Arno Lutz, 34, hat vor einem Jahr im Casa da Luzi als Koch angefangen. Schnell hat er aber auch alle anderen Rollen übernommen und führt das Restaurant nun mit viel Herzblut im Alleingang. Das Haus gibt es schon seit über 400 Jahren und steht unter Heimatschutz. Seit Ende der 1980er-Jahre wird es als Restaurant betrieben. Im Casa da Luzi gibt es keine Speisekarte. Jeden Tag kreiert der Koch ein neues Viergangmenü. Die Vorspeise wird jeden Tag im Weinkeller serviert und besteht aus regionalem Käse und Trockenfleisch. Stammgast Antonio Aerni, 50, ist überzeugt von der Küche, vom Ambiente und der Aufgeschlossenheit des Wirtes.

Kanton Graubünden – Tag 2 – Gasthof Surselva, Brigels

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag 11. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 12. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

In einer ehemaligen Scheune werden die Bündner Beizentester in Brigels kulinarisch verwöhnt

Das Gasthaus Surselva befindet sich mit Wirtin Sandra Albin, 38, in der vierten Generation im Besitz der Familie. Das Haus wurde in den frühen 1950er-Jahren erbaut und lange als Scheune genutzt, bis es von Sandras Urgrossmutter zu einer Gaststätte umgebaut wurde. Sandra selber hat den Gasthof dann im Jahr 2012 übernommen. Das alte Holzhaus wurde nur sporadisch renoviert und befindet sich fast noch im Originalzustand. Auf der Karte stehen viele Bündner Spezialitäten wie Capuns, Bündner Gerstensuppe oder Bündner Fleisch. Christine Egger-Bolliger, 70, vertritt den Gasthof als Stammgast.

Kanton Graubünden – Tag 3 – Berggasthaus Post, Obermutten

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 12. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 13. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

Ein Berggasthaus, das Wert darauf legt, keine typische 08/15-Hüttenküche anzubieten.

Das Haus wurde ursprünglich in den 1930er-Jahren erbaut, ist 1997 aber komplett abgebrannt. Seit der Neueröffnung im Jahr 1999 wird es als Restaurant geführt. Die Wirtin Susanne Rosenberg, 59, hat das Lokal im letzten Jahr übernommen. Sie hatte lange in edlen Hotels gearbeitet und wollte zu den Wurzeln der Gastronomie zurückkehren, wo der Mensch als Freund und nicht als Gast empfangen wird. Sie ist ein Fan von neuen einheimischen Produkten, die wieder in Mode gekommen sind, und experimentiert gerne mit diesen. Stammgast Heidi Gruber, 62, komplettiert das Team vom Bergasthaus Post.

Kanton Graubünden – Tag 4 – Restaurant Triangel, Paspels

Sendetermine

  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 13. April 2017, 18:15 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 18. April 2017, 12:15 Uhr, SRF 1

Finale der Woche im Bündnerland – welche Beiz holt sich den Sieg und gewinnt nebst Ruhm und Ehre zusätzlich 1’000 Franken?

Im August 2014 wurde das Triangel neu eröffnet. Die Besonderheit des Hauses ist die schöne Aussicht auf die Berge. Die Restaurantbetreiber, Susanne Oehler und Markus Alig, haben beide eine grosse Affinität zu Spanien. So verfügten sie, als eines der ersten Schweizer Restaurants, über einen original spanischen Holzkohlegrill in ihrer Küche. Die Besonderheit ist, dass man damit im Hausinnern kochen kann. Der Feinmechaniker Orlando Fetz-Tanno, 63, vertritt seine Lieblingsbeiz als Stammgast.

Der Wochensieg geht nach Paspels ins Restaurant Triangel.

Na dann wünsche ich euch viel Spass beim zuschauen und wer weiss, vielleicht trifft man sich ja in der einten oder anderen Beiz.
Ein Besuch lohnt sich jedenfalls bei jeder der vier hier vorgestellten Lokale. Ich werde bestimmt früher oder später alle wieder besuchen. Natürlich nicht nochmals alle in der selben Woche, das war nämlich eine kleine Herausforderung jeden Abend auswärts essen 🙂

Ein Frühlings FTF im Sfiental

Heute sind wir zum Geocachen ins Safiental gefahren.
Da gab es einen FTF zu holen. 🙂
In Tenna und in Bonaduz fehlten uns noch ein paar Büxli die wir dann schnell gefunden haben.
Wir haben dabei diesen herrlichen Frühlingstag in vollen Zügen geniessen dürfen und haben fast 11 Kilometer zurückgelegt.

Bilder sagen mehr als Worte:

Mini Beiz dini Beiz in Graubünden

Die Woche in Graubünden wird vom 10.04.2017 – 13.04.2017 ausgestrahlt. Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen nicht, das gibt bestimmt eine Woche mit gemischten Emotionen 🙂

Falls du also Lust hast, mich mal wieder im TV zu sehen, dann schau doch jeweils um 18:15 Uhr auf SRF 1 ein.

Mercedes-Benz Driving Event mit loslachen.ch

Ein ganz schön aufregendes Wochenende haben wir am 18./19.2.2017 erleben dürfen.

Am Freitag waren wir an einem Geburtstagsessen. Da der Jubilar erst am Folgetag 60 wurde, diskutierten wir noch lange und schauten uns Fotos an bis die Kirchenglocke 12 Mal schlug. Nun konnte endlich der Kuchen aufgetischt werden. Wobei, Hunger hatte nach dem Tüüfelsteiessen niemand mehr, aber Geburtstag feiert man nun mal mit Kuchen und so probierten wir alle ein kleines Stück bevor wir die Party mit einem Verdauungsschnäpsli ausklingen liessen.

Am Samstag machten wir uns trotz WM in St. Moritz auf den Weg ins Engadin. Nicht wegen des Skifahrens wählten wir diese Destination aus und verkehrstechnisch wäre es wohl auch nicht unsere erste Wahl gewesen. Der Grund, uns in den Stau zu begeben war, dass wir an einem Mercedes Benz Driving Event teilnehmen wollten. Im Package enthalten war ein Apero im Hotel mit anschliessendem Abendessen, die Übernachtung und natürlich das Winterfahrtraining.

Am Nachmittag checkten wir im Hotel Saratz in Pontresina ein. Weil die Sonne uns begleitete, liessen wir uns auf einen Spaziergang ein, auf welchem natürlich ein paar Geocaches lagen. Sobald der Schatten aktiv wurde, kühlte es rasch ab, weswegen wir bald wieder unser Zimmer aufsuchten. Die Badewanne, welche zu Hause fehlt, musste schon auch ausprobiert werden. Sozusagen ein kleines Wellnessprogramm auf dem Zimmer 😉

Um 19:00 wurden wir zum Apero erwartet. Dort lernten wir die anderen Teilnehmer des Events kennen und wurden von Michael, als Vertreter von Mercedes Benz, begrüsst.
Das Abendessen war sehr exquisit und schmeckte uns vorzüglich.



An unserem Tisch hatten wir so unterhaltsame Gespräche, dass wir gar nicht bemerkt hatten, wie sich die Tische um uns herum geleert hatten. Ja wir schienen tatsächlich die Letzten zu sein.
Also schnell ins Bett, damit wir dann morgen fit sind.

Beim Frühstück waren wir erwartungsgemäss nicht die ersten. Die Meisten waren fertig als wir ankamen. Trotzdem lagen wir voll im Zeitplan. Nach dem Auschecken machten wir uns auf den Weg zum Trainingsgelände beim Flughafen Samedan.

Silvia, die sich nicht gerade um den Kurs gerissen hatte, wusste nicht so recht was sie erwarten würde und hatte somit eher Respekt vor dem Tag. Antonio hingegen freute sich auf den lange ersehnten Event.
27 Fahrzeuge präsentierte uns Mercedes Benz. In voller Pracht, blitzblanc sauber glänzten sie an der Sonne, die bereits langsam ihre ersten, wärmenden Strahlen auf das Gelände warf.

Wir wurden der Gruppe blau und somit Horst zugeteilt. Dies war ein riesen Glück, denn er machte das super! Auch Silvia konnte die Posten geniessen und hatte Spass, sich den Aufgaben zu stellen, daraus zu lernen und auch einfach mal auf der Piste rumdriften zu dürfen und somit ein Gefühl für das Verhalten der verschieden angetriebenen Autos auf dem Eis zu bekommen.

Doch erst mal der Reihe nach. Erst mal verliessen wir das Gelände und fanden uns auf einem Kieswerk ein. Dort stand Offroad auf dem Programm. Dort lernten wir die ersten Autos etwas kennen und konnten unter anderem ausprobieren, wie es sich anfühlt, schräg am Berg zu stehen.

Wieder zurück auf dem Trainingsgelände wechselten wir die Autokategorie. Beim nächsten Posten lernten wir wie man ein Ausweichmanöver mit Vollbremsung auf Schnee und Eis am besten angeht und was das ABS dabei für eine Rolle spielt. Naja, wäre der „Hund“ echt gewesen, hätte er nicht überlebt. Zum Glück wurde er nur mit einem Töggeli simuliert.

Nach einem weiteren Kategorienwechsel war Slalomfahren angesagt. Hier durften wir die Wirkung des ESP ausprobieren in dem wir mit eingeschaltetem und abgeschaltetem System fuhren. Auch der Unterschied von Autos mit 4×4 und solchem mitHeckantrieb bekamen wir zu spüren.

 

Nach der Mittagspause übten wir nochmal einem Hindernis auszuweichen und genug vorsichtig zu lenken, damit die Reifen nicht einfach abrutschen, sondern das tun, was ich von ihnen will.

Nach dieser Übung waren wir bereit zum Driften. Dafür hatten wir echt viel Platz zur Verfügung und so liess Horst die Zügel etwas lockerer. Wir konnten recht selbständig den Parcour entlangdriften und ausprobieren, welches Auto wie reagiert. Das hat so was von Spass gemacht. Antonio natürlich noch mehr als Silvia, doch auch sie ist ganz schön in Fahrt gekommen. Antonio hätte wohl ewig weiterdriften können, er war voll in seinem Element und gab das Steuer jeweils nur ungern ab.

Last but not least, machten wir nochmal einen Abstecher ins Kieswerk. Dort erwartete uns eine spezielle Aufgabe. Wir wurden auf einen von Schnee bedeckten Kieshügel geführt. Oben angekommen kamen wir uns wie am Start einer Achterbahn vor. Unvorstellbar steil ging es den Hügel hinunter. Zweck davon war das DSR auszuprobieren. Das funktionierte tiptop. Allerdings nur, wenn Antonio am Steuer sass, was er auch die ganze Zeit tat. Silvia weigerte sich. Sie hatte Angst selber am Steuer zu sitzen bei dieser Übung.

Trotzdem hat das Fahrtraining im Gesamten beiden sehr viel Spass gemacht und sie haben viel gelernt dabei.

Mit einem kleinen Geschenk und vielen tollen und wirksamen Erinnerungen wurden wir gegen Abend verabschiedet. Den anschliessenden Stau wegen des WM Endes, nahmen wir gerne in Kauf.

Natürlich gibt es zum Abschluss auch wieder ein Youtubefilmchen 😉

Vielen Dank an die Ring Garage in Chur, welche uns die Teilnahme an diesem Event ermöglicht hat! 

Was lange währt wird endlich gut…

…nun war ich lange nicht mehr sehr aktiv im Bereich Malen. Knapp ein Jahr lang stand das Bild auf der Staffelei und wartete darauf, dass sich wieder ein paar weitere Striche auf die Leinwand verirren. Als die Grundlage gegeben war, wurden die Ruhephasen grösser. Die Angst, etwas kaputt zu machen oder etwas nicht richtig hinzubekommen war zu gross. Der Mut und die Inspiration liessen auf sich warten.
Erst als ich eine neue Leinwand mit einer andren Idee auf die Staffelei stellte, kam alles zurück: der Mut, die Ideen, die Farben. Und so konnte ich diese anspruchsvolle Arbeit nun doch noch zu Ende bringen.

Das Original ist in der Bibliothek in Vals ausgestellt und kann dort angeschaut oder gekauft werden.

Mini Beiz dini Beiz mit Antonio

Kennst du mini Beiz dini Beiz?
Ich jetzt schon, und zwar so richtig, denn ich war mitten drin statt nur dabei 🙂

Die voraussichtlichen Ausstrahlungsdaten für Mini Beiz, dini Beiz – Woche in Graubünden sind vom 10.04.2017 – 13.04.2017.

Das ist der Link zu den laufenden und vergangen Sendungen.

 

Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Unser Rückblick auf das Jahr 2016

Auch dieses Jahr war wieder so einiges los…
Was sicher ist, ich habe viele Kilometer gemacht, ob mit dem neuen Auto, dem neuen Töff oder zu Fuss auf etlichen Geocachewanderungen. 🙂

Zuerst der Rückblick von Silvia

und dann mein Rückblick

 

1966+50=2016 und die Reise nach Malaga.

Was soll ich dazu bloss sagen, eigentlich nicht viel, ausser dass wir, im 66 geborene Bergeller/innen, ein absolut geniales langes Wochenende zusammen verbringen durften.
Es begann folgendermassen:
1966Wie immer haben Franca, Renza und Osvaldo zu einem Treffen der 1966er Bergeller aufgerufen.
Am 28. Mai 2016 war es soweit; ein Essen im Restaurant Corona in Vicosoprano sollte auch gleich zu einem Ideenaustausch für eine kleine gemeinsame Reise dienen.
Jeder hätte dazu einen Vorschlag mitbringen sollen.
Es kam aber alles ein bisschen anders. Sehr schnell kursierte das Wort Malaga herum.
Na ja… als ich das hörte, war mein Wochenendvorschlag sowas von peinlich, dass ich es niemandem gesagt habe. Die hätten mich doch bestimmt ausgelacht, wenn ich mit der Albignahütte gekommen wäre! 🙂

Nach ein paar Terminvergleichen wurde doch glatt schon ein Datum fixiert. Wenn ich ehrlich bin, ich glaubte nicht daran, doch wie man aus diesem Bericht entnehmen kann, hat es tatsächlich geklappt. Wie zu erwarten war, sind nicht alle gekommen, doch die Reisegruppe war sowas von genial 🙂
Angemeldet waren:
Danila, Renza, Silvia, Franca, Osvaldo, Alberto, Gianfranco, Renato und ich.

Ein paar Wochen später:
Nachdem ich erfahren hatte, dass Alberto Flugtickets für Danila und sich organisieren würde, fragte ich ihn, ob er auch gleich für mich mitbuchen könne. „Certo!“, sagte er. Cool, dann ist ja alles klar (fast alles).
Als ich lange nichts mehr von ihm gehört und ich das Hotel schon gebucht hatte, fragte ich nochmals nach….
„Si si, niente problemi, guarderò prossima settimana!“
Die nächste Woche war dann auch schon da und immer noch kein Flugticket. Also nochmals angeklopft. 😉
Dann ging es schnell und ich bekam die Bestätigung. Ein Swissflug am Freitag 28.10.16 / Boarding 09:15.
Alberto meinte ich könne mein Auto bei ihm stehen lassen, damit wir gemeinsam zum Flughafen fahren können. Gute Idee, „Grazie Alberto!“ 🙂
Eigentlich wollte ich am Vorabend etwas früher zu Bett gehen, doch das hat nicht geklappt.
Gegen Mitternacht schlüpfte ich dann doch noch unter die Decke. Der Wecker war auf 5:15 Uhr gestellt, damit ich dann zeitig um 5:45 Uhr in Richtung St.Gallen losdüsen kann.

Freitag 28.10.2016

Gegen Uhr 5:45 rüttelte und schüttelte es! 
„Du Schatz, wolltest du nicht um 5:45 Uhr losfahren?“
„Oh neeeiiin!!!! Shit! Verpennt!“

Zum Glück hatte ich schon alles gepackt und so konnte ich mit ein bisschen Verspätung losfahren.
Alles verlief dann doch noch nach Plan und ich war pünktlich bei Alberto.
Zusammen fuhren wir dann zum Flughafen, wo uns ausser dem Flieger auch noch Danila erwarten würde, sie reiste von Bern an. Doch zuvor mussten wir noch das Auto unterbringen.
Alberto war sich sicher, dass wir ein etwas ausserhalb gelegenen Parkplatz (sei etwas günstiger) ergattern könnten. Doch dem war nicht so; keine Reservierung = kein Parkplatz!
Also ab ins Parkhaus.
Danila war schnell gesichtet und die Freude gross 🙂

Ich hab mich vorgängig ein bisschen informiert (z.B. Sitzplätze reserviert) und wusste deshalb, dass ich mit max. 8 Kg Handgepäck und dem Online-Checking einfach direkt zum Gate spazieren hätte können, doch weil Alberto seine Koffer von seiner Frau hatte packen lassen und Danila halt eine Frau ist, mussten die zwei erst noch ihre Koffern abgeben und dafür noch separat bezahlen.

Nachdem wir die Zollkontrolle gut überstanden hatten, gab es endlich einen Kaffe. Das bestellte Gipfeli hab ich bis heute nicht bekommen (hab es überlebt) :-).

Lustig war, dass wir die Sitzreihe 34 (meine Lieblingsnummer) zugewiesen bekommen haben und dass wir auf dem Gate A 66 einsteigen konnten.
So, was ist noch zu sagen? Nichts, ausser dass es in Zürich neblig war, logo 🙂

Pünktlich wie wir Schweizer halt sind, startete das Flugi mit uns in Richtung Sonne, „dolce far niente“ und zum Rest der 66er Truppe (Renza, Franca, Osvaldo und Gianfranco), die vom Bergell aus nach Bergamo gefahren waren und von dort aus das Flugi nach Malaga genommen hatten. Einzig Silvia, sie war die erste die den Zielort erreichte,  ist von Genf her gekommen.
Ach ja, da war noch Renato, niemand wusste, ob er nun wirklich kommen würde, erst im Laufe des Nachmittags hat er sich bei uns gemeldet, er musste am Morgen noch arbeiten und ist erst nach dem Mittag von Zürich aus geflogen.
So, eigentlich ist nun genug geschrieben… doch eins muss ich noch loswerden, der Zwischenfall in unserem Flugzeug auf dem Hinflug:
Danila und Alberto unterhielten sich, so wie man das halt macht wenn man sich lange nicht gesehen hat. Sie plauderten so vor sich hin als sich der Vordermann zu ihnen umdrehte und sie bat nicht mehr zu sprechen. WAAAS? Wo gibt’s denn sowas? Dessen Begleitung konnte anscheinend nicht schlafen! Hallo, es ist noch nicht mal Mittag!
Wir schüttelten nur kurz den Kopf, der hochnäsige, junge Italiener mit Gel in den Haaren und einer dunklen Sonnenbrille, drehte sich wieder nach vorn und es kam wie es kommen musste… Wir, also Danila und Alberto wurden schon wieder gemassregelt!
Ich mischte mich ein und sagte ihm, dass wir in einem öffentlichem Flugzeug sitzen und er doch das nächste Mal Businessklasse buchen oder mit seinem eigenen Auto fahren soll, wenn er mehr Ruhe brauche und er sich doch bitte wieder umdrehen soll 😉

Das fängt ja gut an, aber wir lassen uns doch von so einem jungen Schnösel nicht das Wochenende verderben 🙂

Höchste Zeit für ein paar Fotos oder?

Gate A66 Swiss

unten grau oben blau

Hoch über Spanien Landeanflug auf Malaga

Malaga-Strand

In Malaga sind wir sogar zu früh gelandet 🙂
Raus aus dem Flughafen und Alberto hat gleich ein Taxi geangelt.
Der Taxichauffeur konnte mit dem Namen unseres Hotels (California) nicht viel anfangen, doch als wir ihm die Adresse gesagt hatten fuhr er los.
Er machte einen riesen Umweg, (ich hab es auf einer Offlinekarte verfolgt) (vertrauen ist gut Kontrolle ist besser) auf den wir ihn auch angesprochen hatten, doch er erklärte uns, dass dies die schnellere Route sei. Im Nachhinein war dann klar, er hat den Transit genommen, was auch gut so war.

1-img_0526

Als wir dann im Hotel angekommen waren, wussten wir warum Alberto weniger für das Hotelzimmer bezahlt hatte als wir; unsere Vermutung hat sich somit bestätigt. Alberto hat eine Nacht zuwenig gebucht 🙂 Ein kleiner Chaot? Na ja, jedenfalls hat er Schwein gehabt und er musste sich keine Brücke für die letzte Nacht suchen. 🙂
Nachdem wir die Zimmer bezogen und alles inspiziert hatten, warteten wir auf die anderen und machten dabei ein paar Fotos.

California Malaga Hotel Terrasse Terrazzo Eingangshalle Altes Telefon Alte Tel.Centrale Antonio Danila Alberto

Währenddessen verpflegten und vergnügten sich die andern ein paar hundert Meter weiter weg, denn sie waren schon am Morgen gelandet.

Menù Osvaldo Renza Silvia Gianfranco Franca

Als wir uns dann alle begrüsst hatten, trennten sich unsere Wege auch schon wieder, denn sie konnten ihre Zimmer am Morgen noch nicht beziehen, dafür hatten sie halt eben schon gegessen.
Also wurde getauscht, wir essen und sie Zimmer beziehen 🙂 Treffpunkt 18:00 Uhr frisch geduscht vor dem Hotel 😉

Danila, Alberto und ich spazierten in Richtung Strand, wo wir auch sofort ein gemütliches Restaurant gefunden hatten und das auch nur gerade 30 Meter neben einem Geocache 🙂 Ich versuchte diesen unauffällig zu suchen, doch der Hunger war zu gross und so verschob ich das auf den Dessert.
Danila und Alberto gingen nach dem Essen zurück zum Hotel und ich, ja ich machte noch einen Spaziergang am Strand entlang und fand dabei meinen ersten Cache in Malaga.

Erster Geocache in Malaga Strandspaziergang  Palmenstrand

Nach diesem kurzen Abenteuer ging`s zum Hotel, duschen und kurz ausruhen, man weiss ja nie was einem noch erwartet bei einer solchen Bande.
Als wir uns dann vor dem Hotel trafen sagte uns Osvaldo, dass Renato auch in der Stadt sei. Er hat sich ein Appartement gekrallt und uns zur Besichtigung gleich eingeladen. Cool, noch ein 66er mehr dabei.
Also los… durch die Altstadt zum Picasso Museum und zu Renato. Als er dann doch noch den richtigen Code für die Eingangstüre erwischt hatte, gab es bei ihm einen tollen Aperò. Was haben wir gelacht, bevor es dann wieder nach draussen ging um ein Restaurant zu finden, welches 9 durchgeknallte, gut aussehende, junggebliebene, im 1966 geborene Nasen aufnimmt.

Einkaufsmeile von Malaga Jahrgänger Danila plaudert mit Schatz Viele Wegweiser Malagas Altstadtstrassen Picasso-Museum Warten bis die Tür sich öffnet Zugangscode vergessen 018-img_0565 Picasso-Eingang Apero im Appartement Alberto, Renato, Osvaldo, Danila, Silvia Gianfranco, Franca, Renza Francas Pelz Gianfranco mit Francas Pelz  Aussicht von der Wohnung Malagas Gassen Piazza Kirche 028-img_0587 Weinfässer im El Pimpi El Pimpi Meine Sala Innenhof El-Pimpi Nachtimpressionen

Ich würde sagen, wir sind angekommen, geniessen und dolce far niente war angesagt.
Nun lasse ich Bilder sprechen…

Samstag 29.10.2016

Was für eine Morgenstimmung nach der kurzen Nacht und vor dem Frühstück.

Morgenstimmung Richtung Meer Auf der Hotelterrasse

Nach dem Frühstück Versammelten wir uns vor dem Hotel, meistens mussten wir auf einen warten, schon gestern liess er über 30 Minuten auf sich warten! Heute waren es nur 15 Minuten 😉 Mal sehen, ob es bessert!

Hibiskus und Renza Antonio und Osvaldo Blumen vor dem Hotel Hibiskus

Auch heute ging es erst mal gemeinsam in die Stadt. Ich versuchte einen Cache zu finden, dies war aber nicht möglich, da es zu viele Muggels hatte und ich wollte die Truppe ja nicht aufhalten. Dies machte ich ja schon zu genüge um Fotos zu schiessen 😉 Ausserdem wusste ich, dass am Nachmittag jeder das machen kann, was er will und was war das bei mir? Genau, Stadt und Land auf Geocaches abklappern.
Zuerst wurde aber noch geplaudert, geschaut, gestaunt, gelacht, getrunken, fotografiert u.s.w.
So gegen Uhr 14:00 plagte uns ein kleines Hüngerli und wir suchten das El Pimpi auf, in welchem wir ein gemütliches Plätzchen fanden. Das Essen war lecker und ich hab sogar ein Tintenfischstückli von Renza’s Meeresfrüchteteller versucht! Ich lebe noch 🙂

Brunnen Altes Tor bei altem Baum Brunnenkunst Plättli überall Rosenpracht El Pimpi Gianfranco und Renato mit der Technik  Malaga vor dem essen Allerlei im Pimpi Meeresfrüchte von Renza El Pimpi mittagessen

Nach dem Essen haben sich unsere Wege getrennt, zumindest bis zum Abendessen.
Ich bin von einem zum anderen Ende der Stadt gewandert und habe 10 Caches gesucht und 9 davon gefunden. Dabei habe ich viele abgelegene Gassen, Alleen, Pärke, Teiche, einen Baum mit ganz komischen Früchten, einen verlassenen Lostplace-Friedhof, eine Unterkunft eines Closchars und auf einem Hügel, abseits des Tourismus eine grosse Büxe (die einzige grosse in Malaga) gefunden, eine tolle Aussicht genossen und zum Schluss noch eine Blase am Fuss erwischt, bevor es zu einer erfrischenden Dusche vor dem Abendessen zum Hotel zurück ging.

Kirche Malaga Belebte Gasse La Piazza Alter Brunnen Museum Jorge Found it Abbruchhaus Verlassenen Gasse Viele Wege führen nach... Bodenkunst Teich im Park Malagas Hafen Geocache in Malagas Hafen Park mit komischem Baum Was sind das für Früchte Palmenallee Goldfischteich 074-img_0669 Zitronen Burg Auf den Hügel Altes Tor Lostplace Friedhof closchare behausung Finde Antonio Waldweg in Malaga weitsicht Malaga Plaza de Toros Malaga von oben  Geocache schilf Plaza de Toros Gedeckte Allee

Für den Abend haben wir in einem Restaurant, in welchem eine Flamenco Tanzaufführung gezeigt wurde, einen Tisch reserviert.

Als wir dann im Restaurant angekommen waren, hatten wir einen morz Spass, und so ganz nebenbei haben wir auch noch sehr gut gegessen, auch wenn dieses Restaurant etwas teurer war als die bisherigen. Doch das ist Nebensache, denn es hat alles gepasst, sogar das Pissoire war mir ein Foto wert 😉

Bergeller 1966  Kangaroo Salat zur Vorspeise Flamenco  olé Gianfranco im element

Nach fast 4 Stunden essen, trinken und plaudern, schlenderten wir noch durch die belebten Gassen der Altstadt mit einem Abstecher in eine Bar hoch über den Dächern, doch leider hatte es dort zu wenig Platz für uns alle und so zogen wir weiter um dann am Ende in einer Gartenbeiz den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Gianfranco und Alberto waren natürlich wieder mal separat in intensiven Gespräche vertieft (auf einem Bänkli gegenüber der Gartenbeiz) 😉
Renato haben wir an diesem Abend verabschiedet, denn sein Flieger bringt ihn schon am Sonntagmorgen wieder zurück in die Schweiz: „Tschüss Renato und danke für den Aperò, bis zum nächsten Mal.“ 😉

Nach dem Essen Renza und Antonio Die 1966er Männer Burggeist Hoch oben Bar über den Dächer Amici per sempre

Sonntag 30.10.2016

Der letzte ganze Tag ist nun angebrochen. Geniessen, spazieren, den Umzug von Franca und Osvaldo in ein neues Appartement begleiten (denn sie bleiben noch etwas länger), essen und einfach „sein“ ist angesagt. Leider wollte Gianfranco nicht mit uns den Tag verbringen (selber Schuld), sodass wir ihn erst  gegen Abend wieder angetroffen haben.
Auch hier; Fotos sagen mehr als Worte, wobei das erste Foto schon einer Erklärung bedarf:

Wir sitzen gemütlich beim Frühstück als Renza ein Panoramabild machen will. Mitten drin lässt der Kellner das ganze Tablett mit viel Geschirr drauf fallen. Renza erschrickt so fest, dass sie der Linie des Panoramabildes nicht mehr folgen kann, dennoch hat sie die Aufnahme durchgezogen. So ist das etwas andere Bild, auf dem nur Danila als solches zu erkennen ist, entstanden. 🙂

Misslungenes Panoramabild

Die Freunde Fischerhäuschen Grillstelle am Meer 120-img_0759 Herrliche Sicht la vita è bella Frische Fische auf dem Feuer Renza und Alberto beim Aperò Kabelsalt Über den Dächer vom Appartement Silvia Renza Franca Danila Hibiscus rot-gelb Alberto und Silvia Geiskäse-Salat Osvaldo und Alberto Pizza

Nachdem wir in einem Gartenrestaurant den halben Tag verbracht hatten, ging es an den Strand und auf dem Rückweg zum Hotel konnten wir noch den Sonnenuntergang geniessen und ich, kurz vor dem Hotel noch die Ernte von einem Multi-Cache einholen.

Malaga-66 the best Silvia mit Danila Antonio Aerni in Malaga Die 1966er Truppe Franca mit Danila Silvia geniesst es Sandstrand Meersicht Der letzte Geocache in Malaga 135-img_0817 Renza mit Osvaldo vor dem Sonnenuntergang Tschüss Sonne  Sonnenuntergang in Malaga

Zurück beim Hotel durften die andern unter die Dusche hüpfen. Ich wollte aber, bevor es in die Stadt zum Essen geht, noch unseren Abflug für den nächsten Morgen kontrollieren. Na ja, nicht mal Alberto wusste so genau, ob er alles Richtig gemacht hatte. Darum; vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, oder so 😉

Das war auch gut so, denn ich konnte einfach den Swissflug, den Danila, Alberto und ich gebraucht hätten, nicht finden. Nach langem Hin und Her hatte dann Renza den richtigen Blick, auf das Papier, das Alberto zum Glück nicht weggeschmissen hatte. Sie entdeckte im Kleingedruckten, dass wir gar nicht mit der Swiss zurückfliegen werden, sondern mit der Fluggesellschaft Vueling! Na da hätte ich noch lange auf der falschen App rumklicken können. Danke Renza!
Also subito die richtige App runtergeladen und die Flugnummer eingetippt.
Na da schau einer an, wir wurden gefunden 🙂 Also gleich den Online Check-In gemacht und die Sitzreihe reserviert. Dies war nicht so wie bei der Swiss kostenlos, nein, hier mussten wir dafür bezahlen! Egal, Hauptsache es hat alles geklappt. Wir waren alle sehr erleichtert, doch am meisten denke ich, war es Alberto, der bei der Buchung anscheinend nur immer auf den OK-Weiter Knopf gedrückt hatte 🙂

So, nun konnten wir mit ein bisschen Verspätung den letzten Abend in Angriff nehmen. Auch Gianfranco ist wieder zu uns gestossen und sein Wunsch für’s Abendessen war eine Pizza! Ja supi, wir hatten am Nachmittag schon eine! Aber da wir ja so liebe und freundliche, geborene 66er sind, suchten wir ein Restaurant, in welchem es auch Pizza gibt. Ziemlich spät abends hat es dann auch geklappt, um 23:32 Uhr hatten wir alle was auf dem Tisch, ausser der Pizza von Gianfranco, die lies noch ein bisschen auf sich warten. Strafe muss sein 😉

das letzte Abendessen um 23:40 scaloppine al limone Warum wird Franca stranguliert Frieden Freude 1966

Montag 31.10.2016

Am letzten Morgen ging’s noch einmal gemeinsam zum Frühstück. Wie immer war Gianfranco der letzte 😉 Alberto, Danila, Renza und ich hatten es sehr lustig (taaac… taaaac… tac taaaac…). Ein alter Film (il ragazzo di campagna) brachte uns so was von zum Lachen. Wir plauderten und hatten es halt lustig als plötzlich der Kellner bei uns auftauchte und uns um etwas Ruhe bat! Ups… wortwörtlich; fertig lustig! Aber das passte ja, beim Hinflug gab es Reklamationen im Flieger, so auch jetzt kurz vor der Abreise 🙂 Tja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht, so sind wir einfach abgezottelt und haben die alten, nörgelnden Morgenmuffel zurückgelassen 🙂

Silvia war die erste, die heute Morgen abreisen musste. Von ihr hatten wir uns am Vorabend schon verabschiedet.
Die nächsten zwei, denen wir arrivederci sagen mussten, waren Renza und Gianfranco, ihr Flieger hob ca. um 11:30 Uhr ab.
So haben wir, Danila, Alberto und ich, nach dem Hotel-Auschecken den Bus in die Stadt genommen um uns noch einmal mit Franca und Osvaldo zu treffen. Die zwei Glücklichen haben noch eine ganze Woche Ferien vor sich. 🙂

Nach einem kleinen Häppchen im El Pimpi galt es auch für uns ernst und wir waren gespannt, ob das mit den Flugtickets auch wirklich klappen wird. Unterwegs zum Flughafen hab ich noch schnell via Online-Check-In die zwei Koffern von Danila und Alberto eingecheckt 😉 wenn schon spannend, dann das ganze Programm.

Am Flughafen hat dann alles geklappt mit den Tickets auf den iPhöndlis mussten wir nur noch durch den Zoll.

Da wurde ich auf die Seite genommen und eine Zollbeamtin machte mir klar, dass ich mein Handgepäck öffnen solle. Ich verstand kein Wort, doch war klar was zu machen ist. Sie streifte irgendetwas über mein Handgepäck und auch im inneren des Rucksacks. Keine Ahnung auf was ich untersucht wurde! Sie hat es mir auch nicht gesagt und wenn sie es hätte, hätte ich es vermutlich auch nicht verstanden!
Jedenfalls war mein Gepäck sauber 🙂

Dass wir nicht in einem Swissflugzeug sitzen war schnell klar. Sehr eng, schmutzig und bezahlen mussten wir auch alles selber. Dazu kommt natürlich die Pünktlichkeit. Während die Swiss viel früher am Ziel war als geplant, war die Vueling Airways viel zu spät gelandet! Dafür war es etwas billiger als der Hinflug mit der Swiss.
Egal, der Flug war trotzdem schön und wir sind glücklich aber müde in Zürich gelandet.
Für Danila ging die Reise mit dem Zug weiter nach Bern.
Alberto und ich mussten erst noch sein Auto im Parkhaus suchen bevor wir es für satte Fr.128.- auslösen konnten! Die spinnen doch!
Er hat mich wieder mit zu sich genommen wo mein Auto auf mich wartete um wieder zurück ins Bündnerland zu fahren.

Ciao Renza e Gianfranco Der Beweis Boarding Addio Malaga über den Wolken Sonnenuntergang im Flieger Flughafen Zürich

Zum Schluss wie fast immer, ein kurzes Filmchen.

Grazie a voi tutti per questa bellissima avventura dei 1966.
Ci vedermo presto al più tardi forse a (Lissabon?).
Best of 1966

 

Herbstferien 2016: Bergell, Maloja, Valle Maggia, Valle Verzasca,…

Schon vor zwei Jahren waren die 40 Caches entlang der Via Panoramica (GC4KTKT) im Bergell herausgekommen, doch damals waren wir in Amerika. Antonio wäre zwar am liebsten sofort mit einem Privatjet ins Bergell gedüst, doch Millionäre sind wir noch lange nicht und so musste er die FTFs damals an ady73 abtreten.

Bregaglia Piz Badile

Doch nun war der Zeitpunkte gekommen, an welchem auch wir uns auf diese Wanderung begeben. Am Vorabend sind wir über den Splügen nach Chiavenna gefahren, haben uns dort mit Wanderproviant eingedeckt, ein paar Geocache gesucht und in Castasegna ein Plätzchen für die Nacht gesucht wo wir nach einem feinen Essen bei Vito schlafen konnten.

Regenbogen am Splügen Splügen Markt in Chiavenna Chiavenna Dorf Hintergasse von Chiavenna Klosters Chiavenna Campanile Acquafraggia Villa di Chiavenna An der Grenze Cachen Essen bei Vito Castasegna

Am Sonntagmorgen standen wir pünktlich an der Haltestation um uns nach Casaccia chauffieren zu lassen (auch wenn die Station nicht mehr dort war, wo sie früher ihren Standort hatte). Wir freuten uns sehr auf die uns bevorstehende Wanderung, aber etwas Respekt vor der Kälte hatten wir doch. Auch viele andere Wanderer hatten das gleiche Vorhaben. Kein Wunder bei dem herrlichen Herbstwetter. Unser Vorteil war, dass der offizielle Weg an einem anderen Ort beginnt und so konnten wir erst mal in Ruhe die ersten Dosen suchen.

Stall in Brentan Castasegna-Casaccia Panoramica start Via Panoramica Diga Albigna loastplace Büxli gefunden Kühe Vegetation

Die Kälte war ganz schön bitter und so waren wir um Handschuhe und Mütze wirklich froh. Doch als die ersten Sonnenstrahlen über die Berggipfel spähten wussten wir, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis sie zu uns rüberreichen. Kaum waren sie da, erwärmte sich die Erde rasch und wir konnten eine Schicht nach der andern in den Rucksack packen.

Erste Sonnenstrahlen Komische Sachen Hand in Hand Cucusali Spoiler

Die Dosen auf der Strecke konnten wir dank der guten Spoilerbilder gut finden. Ohne wäre es hin und wieder ganz schön schwierig, wenn nicht unmöglich gewesen. Daher waren wir sehr froh, diese zu haben.

Während Silvias Rucksack immer schwerer wurde, da sie für den Kleidertransport zuständig war, wurde Antonio seiner immer leichter, denn er enthielt Esswaren.

Auf einem Bänkli über Vicosoprano genossen wir unser Picknick. Zum Glück hatten wir den Cache vor dem Essen gesucht, denn der Platz füllte sich laufend mit Pärchen, die ebenfalls eine Mittagspause einlegten.

Bestes Wetter Glockenblume Herrliche Wanderung Fleissige Biene Wandersmann Eine Frucht? Waldfoto Einfach nur schön Mittagspause oberhalb Vicosoprano

Auf der Wanderung hatten wir immer wieder einen herrlichen Ausblick auf die gegenüberliegende Bergkette mit dem von Antonio so geliebten Piz Badile, die Dörfer im Bergell, die schönen Bäche, Wasserfälle und Wälder. Begleitet wurden wir stets von der wärmenden Sonne und natürlich von kreativen, abwechslungsreichen Cacheverstecken.

Ach ja, in Durbegia haben wir uns im Wandercafé noch einen Kaffe aus einer Mocca und ein Stück Nusstorte gegönnt, das war auch ganz schön gemütlich.

Wandersfrau Fast übertrieben die Markierungen Glücklich Muschio morbido ;-) Verpflegung in Durbegia Marienkäfer Buchhaltung muss sein Piz Badile Blick auf Bondo Treppe mit dem Badile

Kurz vor Soglio taten uns dann die Füsse schon etwas weh und wir merkten, dass da schon ein paar Schrauben in den Gelenken mal wieder angezogen werden sollten.

Zwar waren wir erleichtert, als wir in Soglio angekommen waren, doch zu Ende war unsere Wanderung damit noch nicht. Erst haben wir noch kurz eine Cachekontrolle bei unserer eigenen Dose, Soglio (GC37NZZ) gemacht und dann ging’s weiter unter der Cascata – Wasserfall (GC37P3C) nach Castasegna. Die Kastanienwälder sind wirklich schön im herbstlichen Sonnenlicht, aber auch gefährlich, da die stachligen Kugeln ohne Vorwarnung von den Bäumen kullern. Glücklicherweise wurden wir nicht getroffen.

Soglio Kastanien Schädel la cascata

Am Ziel angekommen gönnten wir uns eine kurze Pause, bevor wir von Heinz und Jasmin zum Znacht abgeholt wurden. Bei einer leckeren Pizza und interessanten Gesprächen liessen wir den Abend gemütlich ausklingen. Die beiden brachten uns dann auch wieder nach Hause wo wir uns todmüde in die Federn fallen liessen.

Brentan mit Vollmond

Am nächsten Morgen besuchten wir das Pretorio – Folterkammern (GC3713H) in Vicosoprano. Der Cache hatten wir da schon lange versteckt, doch Silvia war noch nie im Innern dieses gruseligen Gebäudes. Interessant und schön eingerichtet und zudem noch frei zugänglich.

Pretorio Vico Gerichtssaal Pretorio Das letzte Stündchen hat geschlagen Folterkammer Pretorio

Weiter führte uns der Weg nach Maloja, wo wir spontan entschieden noch ein Seitental zu besuchen. Auch hier war Silvia noch nie und Antonio konnte sich nicht an seine kindlichen Besuche erinnern.

Eine kunstvoll gestaltete Staumauer, die sogar zur Kletterwand umfunktioniert wurde (oder dies als Zusatzfunktion hat) erwartete uns hinter der Villa Baldini. Ein attraktiver Wanderweg (den wir zwischendurch etwas aus den Augen verloren haben), führte uns an den Lägh da Bitabergh und von dort aus wanderten wir zum Lägh da Cavloc. Im Restaurant erfuhren wir, dass es von einem Altersgenossen von Antonio geführt wird. Das Essen dort war wirklich spitzenmässig und auch die Tatsache, dass wir mitten am Nachmittag was bekommen beeindruckte uns.

Nun reichte es uns aber mit Wandern. Auf dem Rückweg merkten wir die Beine schon ganz schön vom Vortag. Jaja, das ist halt wenn man so untrainiert in der Gegend rumwatschelt.

Regenbogen (GC4GT2X) / Lägh da Bitabergh (GC64TQ7) / La Furcela (GC64TYJ) / Zwergenhaus (GC4GTDB) / Tannenbaum (GC4GTC6) / Zwergenhöhle (GC4GTAW) / Gelb Rot Weiss (GC4GT6A)

Staumauer Val Orden Villa Baldini Spass in der Val Orden Lägh da Bitabergh See Lägh da Bitabergh Silvia am Lägh da Bitabergh Antonio Aerni Silvia Rieder Lägh da Cavloc Restaurant bei Sandro Marazzi Lägh da Cavloc Essen im Restaurant Lägh da Cavloc Stutzflug

Zu Hause ruhten wir uns dann erst mal aus und genossen eine laaange, warme Dusche.

Am Dienstag gönnten wir uns eine Ruhepause und blieben zu Hause. Zu tun gibt’s da ja bekanntlich  immer was.

Gegen Abend studierten wir mal den Wetterbericht und stellten fest, dass es für den Rest der Woche nur im Süden schön sein wird. Also erstellten wir einen groben Plan. Dieser sah so aus, dass wir vielleicht ins Valle Maggia fahren könnten, so nach Bosco Gurin oder so… 1000 Caches wurden mal runtergeladen und so düsten wir am Mittwochmorgen los.

Kurz vor Bellinzona entdeckten wir eine Serie, die einige Favoritenpunkte aufwies wodurch wir uns dazu verführen liessen. Vermone (GC5YFP5)  Tatsächlich waren die Verstecke ganz schön clever und nicht alltäglich. Plötzlich kam uns ein Pärchen entgegen. Muggels? Oder auch Cacher? Antonio hatte es schon lange durchschaut, während Silvia noch darüber studierte. Die kennen wir doch! Arcobaleno! Was für ein Zufall! Die Gelegenheit nutzten wir gleich um zusammen mittagessen zu gehen. Ossobucco für alle 😉 Zusammen suchten wir noch die restlichen Dosen, welche beide Parteien noch offen hatten, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Das war wirklich eine tolle Überraschung gewesen, die beiden so spontan zu treffen.

Kletterpartie von loslachen.ch Frau Silvia auf dem Trail Der Baum als Zopf Was macht er denn da? arcobaleno-frau aAntonio nicht beim Pilzlen

Wir verfolgten nun unser Ziel weiter und reisten in Richtung Maggiatal. Doch schon ganz am Anfang wurden wir von einem Grotto aufgehalten und da war ein Parkplatz auf welchem ein Verkehrsschild stand, das wir nicht recht deuten konnten. Heisst es, dass man hier übernachten darf oder eben genau das Gegenteil? Unsere Googlerecherchen waren auch nicht ganz eindeutig, doch wir glaubten, es sei gestattet. Nach einem leckeren Abendessen im Grotto America (die wussten auch nicht recht, ob es erlaubt ist auf dem Parkplatz zu nächtigen) nisteten wir uns also in unsrem Bus ein.

Maggia Schlucht Alte Eisenbahnbrücke Cache in Val Maggia Erlaubt oder nicht! Romantisches essen in Grotto Ameica Im Grotto America Essen im Grotto America Ponte Brolla

Um 1:30 Uhr erfuhren wir dann von der Polizei, dass auf der Tafel steht, dass es nicht gestattet ist die Nacht dort zu verbringen. Allerdings gaben sie uns Tipps, wo wir den Rest der Nacht verbringen können, ohne von ihnen nochmal gestört zu werden.

Nach dem Unterbruch versuchten wir am empfohlenen Platz noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen. Auch wenn es etwas laut an der Strasse war, hielten wir es bis 9:45 Uhr aus. Und so wurde es fast 11:00 bis wir dann endlich weiterpilgerten.
An diesem Tag erwarteten uns einige schöne Caches bzw. schöne Orte, an welche wir durch die Dosen hingeführt wurden. So zum Beispiel eine Kapelle mit Aussicht über Maggia, ein Kraftwerk „Linescio, dove l’acqua sparisce – Es verschwindet (GC1ZNKZ) “ in einer schönen Schlucht, ein Lost Place Steinbruch „Cava abbandonata / verlassener Steinbruch (GC2ZP5T)“ und zum Schluss gab’s noch eine Dorfführung durch Bosco Gurin (GC1V083), die einzige Tessinergemeinde, die offiziell deutschsprachig ist (oder wenigstens sein sollte), da es eine Walsersiedlung ist.
Im Restaurant fragten wir die Bedienung, warum sie nicht Deutsch spreche und sie entschuldigte sich damit, dass sie nicht von hier sei. Aber es würden viele Leute hierherkommen, weil sie diese deutschsprachige Walsersiedlung anschauen wollen. Für uns war es ok, dass sie nicht Deutsch konnte, auch wenn wir fast nichts von der Speisekarte verstanden hatten und so einfach mal was bestellten. Alles war lecker- Schwein gehabt 😉

Morgendstund hat gold im Mund Blume mit Tau Schleuse Verbotener Zugang? Von weitem Tunnelcache Die unendliche Treppe Abkühlung nach dem Aufstieg Hier bin ich Spezielle Farben Silvia auf der Brücke Z'marend Altes Dorf Linesco Linesco Eine anhängliche Bewohnerin von Linesco LostPlace Niemand anwesend Silvia bei alte Seilwinde Büxli im Bagger Zeitrese Früher mal Vergebens Zeitzeugen Alt und Jung Vergessen Vergangene Zeiten Springt nicht mehr an Ersatzteil Bewachsener LKW Pilz Moos bedeckte Ladefläche Lostpalce Verlassener Steinbruch Castanien Unendliche Treppe Mudeum in Bosco Multi von BelTicino Kirche von BoscoGurin Hotel Walserhof Esssaal Walserhof Vorspeise Walserhof Walserhof Hauptgang Dessert

Diesmal versuchten wir unser Glück auf einem grossen Parkplatz, der aussah, als ob er für den Wintertourismus angelegt worden war. Was waren wir froh um die Heizung, da die Temperaturen zwischen positiven und negativen Zahlen schwankten! Brrrrr….

Bosco Gurin by Night

Am Freitagmorgen war die Wiese leicht gefroren. Doch im Bus konnte uns die Kälte nichts anhaben. Da wir auch noch nicht vertrieben worden waren, kochten wir einen Kaffee und assen Müesli und dann ist auch noch Haare waschen angesagt, also für Silvia 😉

Unser Stellplatz -3° sau sau kalt Haare-waschen  Tagwach in Bosco Gurin Bosco Gurin

Antonio hatte herausgefunden, dass Simone auch im Tessin ist und so verabredeten wir uns für den Abend. Wir fuhren nun weiter nach Fusio, welches ganz hinten im Maggiatal liegt. Dort wird der Lago di Sambuco von einer Staumauer gestützt und natürlich liegt dort auch ein Dösli. „Fusio – Diga del Sambuco (GC2CBPV)“ Wahnsinn, wie das Tal sich in die Länge zieht und einfach nicht endet.

Lago di Sambuco Diga Hinter der Staumauer Sanbuco

Auf dem Rückweg machten wir uns auf die Suche nach den Caches, die hier im Tal versteckt waren. Dadurch bekamen wir eine Führung, die besser nicht hätte sein können. Wie z.B Fusio – I mulini e la pesta (GC3NT95).
In Fusio tranken wir einen Kaffee, da wir nicht so recht wussten, ob wir in dem Restaurant essen wollen. Als die Nachbaren bedient wurden, sahen wir, dass wir es doch hätten wagen können. Doch unser Plan sah bereits anders aus. Wir machten aus dem Brot, welches wir noch im Auto hatten und der Bresaola, die noch übrig war, zwei Sandwiches und spazierten damit nach Mungo. Dort besuchten wir die bekannte Kirch von Mario Botta und wanderten dann zum Cache hoch. Hier gab’s noch einen mitgebrachten Dessert und eine grandiose Aussicht auf beide Talseiten.

Hebststimmung Imposanter Kastanienbaum LoslPlace Dorf im Kastanienwald Alte Mühle Mulino Rieder Silvia Zeitzeugen der Sägerei Mehl stampfen in der alten Mühle Multi unterwegs Mogno Alte Bauweise Bota Geteilte Persönlichkeit Der falsche Weg Aussicht geniessen Mit Kirche von Botta

Bei Bignasco bekamen wir ganz unerwartet eine Führung durch das Dorf,  wie es ganz früher mal war La lüèra di Bignasco (GC1FNYH) und auch in Cevio durften wir mit einem Multi in die Geschichte eintauchen und staunen. „I grotti di Cevio (GC1PQDW)

Eins hatten wir gelernt: Caches von BelTicino sollte man nicht auslassen, denn die lohnen sich sehr!

Riesen Kastanienbaum wer da  La lüèra di Bignasco Führung durch die vergangenheit Alte Kunst Vergessenen Technik Tradi in Cervio Start zum Multi Cevio Grotti besichtigung Bottoglioni Weinfässer Immer am iPhone Multi von BelTicino Grotto Kastanien Blumen gemisch BaumKunst Eingewachsener Löffel

Mit Simone assen wir im Verzascatal in der Pizzeria Posse. Ja, der Jürg hat eine gute Empfehlung abgegeben, auch wenn es auf den ersten Blick einen etwas öden Eindruck machte, die Pizza korrigierte diesen Eindruck sofort.

Restaurant Posse Lavertezzo

Den Kaffee gab’s bei Simone zu Hause und ganz in der Nähe schlugen wir auch unser Nachtlager auf.

Nach dem Frühstück mit Seesicht machten wir uns langsam auf den Heimweg. Hin und wieder eine Dose und schon wieder zeigte BelTicino uns Geheimnisse seines Kantons, die uns begeisterten. TI-CHALLENGE no. 4 – 1 cache x A…Z & 0…9 (GC476GA) / Osogna – Santa Maria del Castello (GC2WRTR)

Unser Schlafplatz Seesicht Z'mörgala bei Gordola Lady ob Bellinzona Oben angekommen Klettergarten Challenge Final von BelTicino Schisshaas che bel pozzo Phantastisch

Über den Lukmanierpass fuhren wir dann wieder nach Graubünden, wo wir noch einige Wartungen an eigenen Dosen auf dem Programm hatten.

In Alvaneu fragte Antonio zum Spass, ob wir baden gehen wollen und wahrscheinlich bereute er es im selben Moment schon wieder, da er hätte wissen müssen, dass Silvia darauf sofort anspringt. Nach dieser Entspannung suchten wir das von der Receptionistin empfohlene Restaurant La Cantina D’Alvaro auf und liessen uns zum Abschluss der Ferien nochmal verwöhnen.

Termalbad in Alvaneu Avaneu Bad  La Cantina D'Alvaro Alvaneu

So, jetzt fahren wir aber wirklich nach Hause.

Das waren mal wieder abwechslungsreiche und tolle Ferien!