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Rennstrecken Berichte

Misano 12./ 13./ 14. August 2017

Donnerstag, 10.8.2017

An der Geburtstagsparty von Emanuel fragte Dave uns beim Abschied, ob wir auch nach Misano kommen würden. Nein, meinte Antonio, denn er habe dann Pikettdienst.

Ungefähr eine Woche vor dem Renndatum, hat Antonio entschieden, mal abzuklären, ob es nicht doch eine Möglichkeit geben würde, um den Tag vom Pikett, der dem Abenteuer im Weg stand, loszuwerden. Glücklicherweise fand er einen netten Arbeitskollegen, der sich bereiterklärte, ihm auszuhelfen.

Also war das Wochenende gebucht. Am Donnerstag nach dem etwas vorgezogenen Feierabend starteten wir. Die 566 km waren in sechs Stunden bereits hinter uns. Um ca. 21:15 Uhr standen wir auf dem Platz.
Einige der Teilnehmer, die mit uns eine Box teilten, hatten wir auf dem Weg bei einer kurzen Pause schon kennengelernt. Dies waren Robin, Thomas und Tamara. Natascha und Emanuel kannten wir natürlich schon 😉

Etwa 20 Leute würden in der Box sein. Da sind wir ja gespannt auf diese riesen Truppe. Emanuel kennt sie alle und wir werden bestimmt auch bald alle kennenlernen.

Erst mal hiess es aber warten, denn wir hatten keine Ahnung welche Boxen für uns reserviert sind und vom Rehm war niemand da. Die Leute, die wir unterwegs schon getroffen hatten kamen erst am folgenden Tag, da sie ein Hotel gebucht hatten. Also holten wir uns ein Bierchen, setzten uns zu den Deutschen, die ebenfalls am Warten waren und verbrachten mit ihnen den Abend. Um 23.00 Uhr gaben wir auf, suchten ein Schlafplätzchen auf dem Gelände und begaben uns in den oberen Stock unserer fahrbaren Zweitwohnung.

Freitag, 11.8.2017

Um 7:30 Uhr standen wir langsam auf, da wir erwarteten, dass Emanuel bestimmt bald anrufen würde. Dies passierte allerdings nicht und so frühstückten wir gemütlich.

Heute klappte es mit der Anmeldung und auch mit der Box. 13, 14 und 15 waren unsere Nummern, aber erst die 13 war frei (vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir erst für Samstag, Sonntag, Montag gebucht hatten). Dort räumten wir den Töff ein und machten uns anschliessend bereit um nach San Marino zu fahren. Einer nach dem anderen trudelte auf der Strecke ein und so verzögerte sich unsere Abfahrt etwas.
Als wir dann loszogen, dachten wir, dass wir die 20 km ruck zuck hinter uns hätten, doch über die vielen Hügel zog sich die Strecke ganz schön in die Länge. Die Altstadt liegt ganz versteckt auf einem kleinen Berg, von welchem man erst mal aus der Ferne nur die drei Türme sehen kann, welche ihr Wahrzeichen bilden.

Oben angekommen hatten wir ein riesen Glück, dass gerade ein Parkplatz frei wurde, da diese sehr rar sind. Unser wichtigstes Ziel war ein Geocache in diesem Kleinstaat zu finden. Als dies erledigt war, besichtigten wir die Altstadt, in welcher es klare Touristenecken, aber auch ganz ruhige Orte gibt. Nun mussten noch Postkarten her, da San Marino eigene Briefmarken hat und Silvia eine leidenschaftliche Sammlerin ist. Genau im richtigen Laden hatte sie Karten ausgesucht, denn der nette Verkäufer durchschaute die Passion und wies auf spezielle Karten hin, die bereits mit wunderschönen Marken versehen waren. Darüber freute sich Silvia sehr. Auch über den Pinienzapfen, der wie eine Rose aussieht freute sich Silvia wie ein kleines Kind, da sie überzeugt war, dass kein Artikel in den zahlreichen Souvenirshops ihr mehr Freude hätte bereiten können.

Der Hunger führte uns auf eine kleine schöne Terrasse, auf welcher wir gut verköstigt wurden. Anschliessend fielen uns noch ein paar Geocaches zum Opfer, bevor wir wieder zurück nach Italien fuhren. Wieder über neue abenteuerliche Hügel führte uns der Weg zurück ans Meer. In Cattolica wollten wir uns noch ein Glace gönnen, doch das war gar nicht so einfach, denn die Parkplätze waren komplett ausgebucht. Etwas ausserhalb parkierte Antonio in eine Parklücke, die so eng war, dass wohl niemand sonst hineingekommen wäre. In brütender Hitze spazierten wir zum Strand, wo wir ein Geocache anvisierten, bei dem wir erst mal Diebesgut statt der Dose finden konnten. Die Dose zeigte sich dann aber doch noch. Dann stand ein Gelato auf dem Programm und im Anschluss nochmal eine kleine Dose. Auf dem Rückweg zum Auto kauften wir ein Schwimmbassin, welches wir netterweise schon aufgeblasen bekamen. Dieses die 300 Meter zum Auto zu schleppen erschien uns angenehmer, als es selber aufzupusten. Das Füllen auf dem Platz dauerte länger als erwartet. Eingeweiht wird es dann wohl erst am nächsten Tag.

Um 18:00 Uhr war Feierabend auf der Rennstrecke, was für Silvia hiess: Inliner anschnallen und losdüsen. Ganz schön heiss, aber Spass hat es trotzdem gemacht.

Langsam trudelten auch noch die letzten Boxenmieter ein und so füllte sich die Box mit Bikes. Einige assen auf dem Platz, andere zogen sich in ihr Hotel zurück. Jene, welche auch ihr Nachtlager auf dem Platz eingerichtet hatten, verbrachten den Abend noch gemütlich zusammen. Das waren Natascha und Emanuel, Nicole und Dave, Melanie und Raphi, Tamara und Thomas, Reto, Robin und Silvia und Antonio.

In Hotels untergebracht waren Nina und Manuel, Marion und Berry, Sabrina und Liver, Alessandra und Simon.

Morgen geht’s dann los…

Samstag, 12.8.2017

Nach dem Frühstück machten sich alle Fahrer bereit für die Strecke. Nervosität lag in der Luft…

Und nicht nur das, nein auch der Regen, welcher in den frühen Stunden vom Himmel kam, hinterliess seine Nässe auf der Strecke. Erst mal war um 08:40 Uhr das Briefing angesagt bevor es für die Gruppe A um 09:00 Uhr losgehen sollte.

 

Anfangs wagte sich niemand auf die Strecke. Mit Sliks durfte man schon gar nicht raus. Als die Sonne dann mit voller Kraft versuchte so schnell wie möglich den Asphalt zu trocknen, traute sich Antonio als einer der ersten raus. Nach zwei Runden ist er aber wieder zurück in die Box gefahren, da es trotz den profilierten Michelin Power RS ein ziemlicher Eiertanz auf der noch teilweise nassen Rennstrecke war. Doch schon bald hatte die Kraft der Sonne auch die letzte Pfütze ausgetrocknet und so kam langsam Rennfeeling auf.

  

Bei den meisten lief alles gut, doch Emanuels Maschine wollte nicht so recht, das Getriebe streikte und auch die Suzuki von Robin machte Probleme, da wollte die Bremsanlage nicht, wobei, wie heisst es so schön: „Wer bremst verliert!“

Bis zum Mittag waren die neuen Gruppen eingeteilt, so dass nach der Mittagspause in dieser neuen Konstellation gefahren werden konnte. Das Wetter machte gut mit. Sonne, die mit aller Kraft brütete, Wind, der die Hitze etwas angenehmer erscheinen liess und Wolken, die zwischendurch für etwas Schatten sorgten.

         

Nun fehlte plötzlich auch noch bei Raphis BMW die Lenkkopfmutter! Robins Maschine haben wir gemeinsam wieder auf Vordermann gebracht, sodass er wieder auf die Strecke konnte. Ja, ja, langweilig wird es hier nie…

Am Abend war ein Tisch für alle 20+2 Leute im Ristorante da Rossi reserviert. Nachdem wir für alle ein Plätzchen in einem Auto gefunden hatten, ging die Anreise los. Irgendwie schien jedes Auto einen anderen Weg zu nehmen, doch schlussendlich sind alle angekommen, was ja auch das Entscheidende ist. Einige gönnten sich im Rossigeschäft noch ein Souvenir, während die anderen sich schon ein Plätzchen am Tisch ausgesucht hatten. Ein gemütlicher Abend, mit durchschnittlichem bis gutem Essen, aber einem sehr ungepflegten Damen WC. Auch was die Abkürzung WLF bedeutet wurde an diesem Abend herausgefunden. Ob du es auch hinbekommst diese drei Buchstaben zu entschlüsseln?

 

Berry hat dem Servierpersonal die Arbeit der Rechnungstrennung abgenommen, indem er erst mal alles bezahlt hat und dann durch alle geteilt wurde. Die Getränke hat er gesponsert. Vielen Dank dafür! Die Noten flogen ihm nur so zu. Er muss sich wie Dagobert Duck gefühlt haben 😉

Wieder in Misano angekommen, waren unsere Parkplätze besetzt. Emanuel übernahm den Job, dafür zu sorgen, dass die anderen ihre Fahrzeuge woanders abstellen, so dass wir unser Vorplatz wieder für uns hatten.

Müde und zufrieden legten wir uns ins Bett.

Sonntag, 13.7.2017

Vor dem Frühstück tankte Antonio seinen Töff noch auf, nicht dass das noch vergessen geht. Ein paar Runden drehte er noch, bevor er neue Reifen aufziehen wollte. Just in diesem Moment kam Alberto mit seiner Frau. Er ist Emanuels Mechaniker und ist gekommen um zu schauen, ob bei seiner Maschine noch was zu machen ist. Leider konnte auch er nichts mehr auf die Schnelle retten, was ganz schön hart zu hören war für Emanuel.

   

Antonio bekam fast noch etwas Stress mit Reifen wechseln, denn schon bald war das Quali, da wollte er schon bereit sein…
Mit seiner 1:57.225 Zeit qualifizierte er sich nicht für das Rennen der freien Klasse A und B von heute. Das Fahren war heute etwas mühsamer, da auch Tagesfahrer teilnehmen durften, so war die Strecke ziemlich überfüllt. Darum fuhr er nur eine Qualy und er wurde von Gino gejagt.
Die Qualifikation lief für unser Jungs und Mädels gut, andere hatten stürze und verursachten diverse rote Phasen. Und Reto nahm auch ein kurzes Bad vor dem Mittagessen.

        

Nach dem Mittagessen, wofür Emanuel höchst persönlich die Früchte geschnippelt hatte, hatte Antonio so viel Spass auf der Strecke, dass er es dabei belassen wollte und den letzten Turn nicht mehr fuhr. Dafür legte er sich zu Silvia in den Privatpool. Die beiden genossen es so sehr, dass sie fast etwas zu viel Sonne abbekommen hatten, wobei Antonios leuchtend roter Rücken wohl eher von der Sonne beim Mittagessen kam.

   

Nach einer erfrischenden Dusche und für die einten noch ein Nickerchen, die andern noch Liebkosungen ,begannen schon die ersten Rennen, (A und B) welche von der Tribüne aus verfolgt wurden. Im ersten Rennen war Raphi dabei, beim zweiten flitzten Berry, Dave und Manuel bei den Tribünen vorbei.

 

Die Jungs waren nach dem Rennen ziemlich erschöpft.

  

Am Abend durfte Melanie, die Freundin von Raphi, mit Dave, auf dem Töff von Antonio am Mechanikerfahren teilnehmen, um auch selber mal auf der Strecke zu sein. Auch Thomas fuhr seine holde Tamara aus.

Dann wurde eine kurze Siesta eingelegt, bevor wir wieder gemeinsam Abendessen gingen.

Bis alle Männer bereit waren, haben die Damen sich noch einen Prosecco gegönnt. Tamara gab alles um die widerspenstige Flasche von ihrem Korken zu trennen, was sie schlussendlich mit ihrem Ehrgeiz, nach stundenlangem Probieren und einer klitzekleinen Hilfe von Thomas, auch schaffte. Nach dem Anstossen standen dann die Männer auch endlich da und so konnten wir losfahren.

  

Raphi wies uns auf den Parkplatz vom Ristorante L’Angelo Azzurro ein. Dave und Nicole spielten noch ein wenig Titanic bis alle eingetroffen waren.

Aufs Essen mussten wir ziemlich lange warten, aber was Soll’s wir haben ja Zeit…

Diesmal war’s Manuel, der sich mit viel Geld berieseln liess. Dafür musste er aber die Rechnung begleichen 😉

Die einen machten auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Cattolica um sich dort ein Gelato zu gönnen. Leider hatten dies nicht alle mitbekommen, weswegen die anderen schon ganz besorgt auf dem Rennplatz warteten (man kann nicht immer gewinnen) 😉

Montag, 14.8.2017

Heute ist der grosse Renntag. Die einen nutzten den ersten Turn noch als Vorbereitung, andere sparten den Pneu lieber fürs Rennen.

 

Ladies, Streetfighter und BotR3. Dies sind die drei Kategorien, die gemeinsam das erste Rennen fahren. Natascha und Antonio durften da mitfahren.

Beide schlugen sich tapfer und kämpferisch durch.

Bei den over 750 gingen Berry, Dave, Raphi und Manuel an den Start. Auch sie drehten den Gashahn kräftig auf.

 

Bei up to 600 und up to 750 zeigten Robin und Reto ihr Können.

Im BotR1 Rennen war Liver am Start.

Antonio durfte bei BotR2 nochmal antreten.

 

Zwei Crazy Old Men hatten wir zwar unter uns, doch so crazy, dass sie hier mitgefahren wären, sind sie dann doch nicht 😉

Ein paar Pokale konnten zusammengetragen werden. Berry holte sich zwei, Reto einen, Natascha (4. Platz im Ladies Cup) einen und auch Antonio (2. Platz Streetfighter) ging nicht leer aus.

 

Nach der Siegerehrung drehten einige noch ein paar Runden, während die anderen ihre Sachen einpackten. Nach der Verabschiedung ging’s wieder in Richtung Schweiz.

Antonio und Silvia legten in Como eine Pause fürs Abendessen ein. Ob das eine gute Idee war? Naja, wir mussten ewig auf unser Essen warten, welches nur teilweise lohnenswert war und per la Coperta mussten wir doch tatsächlich pro Person 3.50 Euro bezahlen. Ob wir wieder in der Trattoria del Gesumin essen werden? Rate mal!

Als wir dann endlich zu Hause angekommen waren, legten wir uns müde ins Bett.

Ein tolles Wochenende liegt in unserer Erinnerung und wir danken allen, die dabei waren. Hat Spass gemacht mit euch!

Antonios Bestzeit in diesem Jahr in Misano: 1:54.926

Rennergebnisse: 2. Platz Streetfighter, 5. Platz BotR2

Spassfaktor: unbezahlbar 😉

Hier noch die Interne Boxenrangliste:

  1. Berry 1:43.751
  2. Dave 1:44.840
  3. Manuel 1:46.191
  4. Raphi 1:47.666
  5. 1:50.396
  6. Reto 1:53.393
  7. Antonio 1:54.926
  8. Simon 1:54.989
  9. Robin 1:57.727
  10. Natascha 2:01.929
  11. Thomas 2:05.613

Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Nicht nur Geocachen in Ungarn

P1070548

Was gibt es schöneres als zwei Hobbi’s zu verbinden?

pannonia

Leider hatte es in Ungarn nicht so viele Caches zu holen, dennoch versuchten wir uns an diesem Pannonia Multi GC1PRPJ mit unserem noch feuchten Navi von Garmin, das 450T welches uns ganz schön an der Nase herumgeführt! Du meine Güte sind wir in der Pampa rungelaufen, so haben wir dafür auch die Gegend anschauen können.

P1070585 Wasserbrunnen loast tanke

Zur Not habe ich ja die Suzuki mit dabei was auch super Spass gemacht.

suzuki mit loslachen

Die Suzuki war eigentlich auch der Hauptgrund das wir hier gelandet sind…

Antonio Aerni Rennstrecke Adrenalin Boxenstop

…aber eben nun auch das Geocachen?

Ein bisschen hatten wir die Schnauzte voll… nichts ging auf, suchen wir am falschen Ort? Ist ja auch unser allererster Multi den wir alleine versuchen zu lösen.

Kurz bevor wir mit der Suche des Multis aufgegeben haben, rafften wir uns nochmals auf und Starteten einen letzten versuch und siehe da, nach einem Spaziergang innerhalb des Geländes konnten wir dann doch noch die letzten fehlenden Ziffern für die Endkoordinaten finden.

Nach dem Ausrechnen kamen wir dann auch auf vernünftige Koordinaten.

Pannoniaring GPS Schatzsuche Endkoordinaten Ausrechnen

Sieht gut aus

Das Büxli haben wir dann aber erst auf der Heimreise beim vorbeifahren nach ein bisschen suchen Gefunden, war nicht einfach da mitten im Wald!

Nur so nebenbei, meine Rundenzeit mit der Susi auf der Rennstrecke war 2:10,674

Natürlich sind wir nicht auf dem direkten Weg nach Hause, da gab es auch einiges zu sehen und zu erleben.

Autoschrott Früchtchen  Silvia mit Blades

Einfach  cool so zwei Hobbys zu haben.

Pannonia-Ring, ich komme

Jetzt  ist es fix.

Ich habe mich für den Pannonia-Ring entschieden, ich werde am Osterwochenende mit www.jura-racing.de da meine Runden drehen.

Das ist die Premiere, sei es den Ring wie auch mit dem Veranstalter.

Leider ist die Rennstrecke etwas weit weg, aber was macht man nicht alles um Spass zu haben?

Wer ist mit dabei?

Streckenlänge: 4740 m (5184 yd)
Rechtskurven: 11
Linkskurven: 7
Streckenbreite: 11 – 13 m
Länge der Start-Zielgerade: 700 m (766 yd)
V-max Pro-Superbike: ca. 260 km/h (160 mph)
off. Rundenrekord: 1’56.04 (Andreas MEKLAU, AUT)
inoff. Rundenrekord: 1’53.9 (Andreas MEKLAU, AUT SUPERBIKE)
Großzügig angelegte Sturzräume (Kiesbett)

Der kann Töfffahren

Wenn man bedenkt das Emanuel Elsa wegen mir angefangen hat  Motorrad zu  fahren, macht mich das mächtig Stolz.

Zumindest behauptet er das es so ist! Jedenfalls finde ich es cool.

Das Filmchen wurde letzte Woche aufgenommen auf der schönen Rennstrecke von Portimao.

Goooo Emanuel

Rijeka am 01./02./03.Oktober 2010

Wir sind wieder zurück von dem Rennstreckenbesuch in Rijeka und…

Alle 5 Hobbyrennfahrer und die Rennfahrerin sind glücklich und zufrieden wieder zuhause.

Alle haben ihre eigene Bestzeit geschlagen und wir haben auch noch was im Gepäck mitgebracht  

1 Pokal für den 10. Platz im Langstreckenrennen (Wudl & Antonio)

1 Pokal für den 3. Platz in der Kategorie bis 750er (Antonio)

1 Pokal für den 4. Platz für unsere Lady (Marion)

1 Pokal für den 2. Platz für unser Neuling auf der Strecke in der Kategorie Streetfighter (Marcel)

Auch hier werde ich bei Gelegenheit einen ausführlichen Bericht schreiben.

Es war ein richtig cooles Wochenende.

Danke allen dabei gewesenen

Misano 13./14./15. August 2010 – Verspäteter Bericht

Als wir heute den Reisebericht von Misano 2010 anschauen wollten, bemerkten wir mit Schrecken, dass es diesen noch gar nicht gibt! Der 92-P1060849Chef persönlich ist gerade mit einem anderen Projekt beschäftigt, also werde ich die Bruchstücke an Erinnerung, die noch in meinem Kopf weilen, zu Papier bringen. Die Fotos werden mir dabei wieder auf die Sprünge helfen und die Tatsache, dass dies die Reise ist, von der wir einander immer wieder erzählen. Vielleicht nicht zuletzt  wegen des Gratis-Pizza-Gutscheins, welchen wir vor Kurzem beim Aufräumen in die Finger bekommen haben.

Also starten wir unsere Reise:
Da wir beide Ferien hatten, konnten wir uns schon ein paar Tage vorher auf den Weg machen.
Über Davos-Zernez, St.Maria bis nach Bormio sind wir am ersten Tag gefahren, dies beweisen auch die vergilbten Leuchtstiftlinien auf der puzzleähnlich zerfallenen Karte, welche ich vor mir liegen habe. Ich erinnere mich noch genau, dass wir nach Bormio nach einer Schlafgelegenheit gesucht haben. Es war schon recht spät und die meisten Hotels hatten oder waren viel zu teuer.

Bei St.Caterina wurden wir dann auf einem Pass fündig. Ein kleines Rifugio mit einer Pizzeria stand da, wie wenn es auf uns gewartet hätte. Erst mal bekamen wir den Zimmerschlüssel, mit welchem wir uns in den oberen Stock begaben und dort ein enges Zimmer bekamen, direkt nebenan ein kleines Gemeinschaftsbad. Wir stellten unsere Reisetaschen hin und begaben uns ins Restaurant hinunter. Da wurden wir mit einer Pizza verwöhnt, die wir bis heute nie vergessen haben: Salatteller, Fleischplatte und Pizza in einem. Und da zu einem Preis, für welchen man bei uns nicht mal den Salatteller bekommen würde. Das war wirklich ein Erlebnis, diese Pizza!

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Am nächsten Tag begrüssten wir noch die eingehagten Ziegen bevor wir über den Pass weiter zogen. Wir steuerten die Ostküste Italiens an, welcher entlang wir weitertuckerten und den Blick aufs Meer genossen. Irgendwann, kurz vor Rimini, überkam uns die Lust, noch einwenig ins Meer zu hüpfen und so schnappten wir uns ein Hotel am Strand. So einfach war das zwar nicht mitten im August in der Hochsaison. Auf einem Tourismusbüro suchten sie für uns ein Hotel, das noch ein Zimmer frei hatte. Es dauerte beängstigend lange, bis dann das wohl letzte Zimmer der ganzen Küste gebucht werden konnte. Mannn waren wir froh, denn im Bus schlafen wäre unmöglich gewesen mit all unserem Rennstreckengepäck. Preis durfte also kein Hindernis mehr sein, wir mussten nehmen was man uns gab. Vom Zimmer aus hätten wir fast in den Pool springen können, doch wir zogen das Meer vor. Als wir einige Meter draussen waren, merkte ich, dass unter meinen Füssen an Stelle von Sand lauter Krebse waren…..iiiiiiigggiiiiiiitttt. „Schatzeli, i bewega mi kai Meter meh, kasch mi bitte usaträga!?!“ War mein Wunsch, der mit einem lauten Lachen erwidert wurde. Das hiess dann wohl, dass ich da alleine wieder raus musste. Und so genossen wir den Rest des Spätnachmittags am Strand. Seit diesem Erlebnis, bin ich etwas zurückhaltender mit Meerbesuchen geworden.

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Da ich Krebse und solche Wesen lieber auf dem Teller als unter den Füssen habe, führten wir uns zum Abendessen gleich mal 10-DSC04740ein Paar dieser Kandidaten zu Gemüte. Da ich die Arbeit es Schälens selber verrichten musste, wurde ich mit einem Esslatz eingekleidet. Da fühlt man sich doch gleich wieder 20 Jahre jünger….hihihihi…..
Am nächsten Tag führen wir dann unser Ziel an: Die Rennstrecke von Misano!
Dort trafen wir Lori, mit dem wir zusammen unser Lager einrichteten. Emanuel, Nati und Päuli, Duri und Madalena, André mit Natalia, Guido und Gino mit Familie.

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Am Abend inspizierten wir die Rennstrecke, worauf ich mich sehr gefreut hatte, da ich dafür extra die Inliner eingepackt hatte…Jupyyyy…
Natalia durfte dann am nächsten Tag mit André auf dem Bike mal eine Runde drehen, damit auch sie mindestens einmal auf der Strecke war.

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Das Wetter lockte die Truppe nicht so ausgiebig auf die Piste und so mussten wir uns halt ein anderes Programm zusammenstellen um die kurzen regenlosen Momente abzuwarten.
Mit Mühe bekamen wir fünf Spieler für das Eile mit Weile zusammen und so düsten wir statt auf der Rennstrecke über das Spielbrett. Alle anderen schraubten lieber an ihren Maschinen rum.

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In den kurzen Regenpausen steuerten aber alle schnell auf die Strecke und genossen die kurze Zeit, die ihnen blieb.

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Abends ging’s dann auswärts essen. Neben dem leckeren Essen gab’s auch noch Unterhaltung und zwar Dosenstapeln mit Duri 😉 Das muss ihm erst mal einer nachmachen!

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Die Rennzeiten wurden dann abends genau unter die Lupe genommen und jeder hoffte, am nächsten Tag noch die Chance zu bekommen, sich zu verbessern. Zudem wurde am Ferragosto noch ein Feuerwerk gezündet, welches wir sehr geniessen konnten.

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Tatsächlich sah der nächste Tag vielversprechend aus und so schwangen sich alle auf ihre Räder. Die meisten kamen glücklicherweise auch heil wieder zurück. Zu Schaden kam nur eine Maschine (Hauptsache die Menschen blieben heil).

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Bei strahlendem Sonnenschein konnten dann die Lorbeeren der harten Arbeit geerntet werden.
Die Ausbeute war nicht zu verachten und alle freuten sich über die beachtliche Ausbeute.

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Glücklich und zufrieden wurden die Maschinen und alles andere wieder in den Bus gestopft und die Heimreise wurde in den frühen Abendstunden in Angriff genommen.

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Ein weiteres tolles Erlebnis ging zu Ende, doch die Erinnerung bleibt.

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Hockenheim 14./15.Mai 2010

Dieser Event wurde von Suzuki Schweiz organisiert. Da ich schon einige Jahre nicht mehr an den Veranstaltungen von Suzuki teilgenommen habe, weil die Preise immer mehr in die Höhe gingen, habe ich mich trotzdem wieder mal entschieden mich anzumelden.

Das hatte natürlich auch noch andere Gründe.

  1. war ich noch nie auf dem Hockenheimring
  2. die Strecke ist im Verhältnis zu anderen sehr nahe gelegen
  3. „viele“ Kumpels sind mit von der Partie
  4. ich konnte mein neues  Gerät testen, und
  5. wir hatten viele private Zuschauer

Die Fahrer waren:

André,  Duri,  Lori,  Sergio,  Emanuel und ich, als einzige fahrende Frau in unserem Lager, Marion.

Wir wurden begleitet von:

Natalia,  Maddalena,  Cornelia,  Marcella,  Silvia und Silvio.

Tag 1, die Anfahrt

Da es ja das Auffahrtswochenende war und wir ja alle am Donnerstag frei hatten, haben wir den Abfahrtstermin auf 12:30 Uhr an der Coop Tankstelle in Landquart festgelegt.

Trotz Saukälte war die Stimmung genial. Alle haben Vollgetankt und sich noch mit Reiseproviant eingedeckt.

und wer ist dieser süsse Sunnyboy?

Er ist glücklicher als die Frau aus dem Kanton SG im Wohnmobil (roter Kreis) ,die uns nicht gerade freundlich zu verstehen gegeben hat, dass es wegen solchen Deppen (wie wir es sind) Gesetze gebe, denn das sei kein Parkplatz

Mein Tipp…

… etwas mehr Sex praktizieren dann geht man(n) respektive Frau glücklicher durchs Leben

Wir hatten jedenfalls unseren Spass

Und der ging schon beim ersten Stopp los.

  1. Sergio war  nicht mehr hinter uns spurlos verschwunden!
  2. sind Silvio und Marion einfach weitergefahren, sie hatten nicht gesehen, dass wir eine Pipipause eingelegt haben!
  3. waren die Damentoiletten, glaube ich, nicht so sauber wie die der Männer WCs,  sodass einige unserer Ladys es bevorzugten die Männertoiletten zu benutzen!


Noch kurz Andrés neue Rennverschalung begutachten dann…


… hätte es eigentlich weiter gehen sollen, doch genau in dem Moment wo ich einsteigen wollte, hielt eine Polizeistreife neben mir an und  fragte mich freundlich:

„Na? In der Gruppe unterwegs?“

Ich: „Ja genau“ 🙂

Er: „Was habt ihr denn geladen? “

Ich: „Motorräder“

Er: “ Wo soll es denn hingehen?“

Ich: „Nach Hockenheim auf die Rennstrecke“

Er: „Na dann viel Spass“

Ich: „Danke und Tschüss“

Das ging ja dieses mal gut, habe schon anderes erlebt, wie damals auf der Fahrt nach Magny Cours im 2005 als wir erst von einer Französischen Polizeistreife verfolgt wurden, dann auf einen Rastplatz gelotst und dann von weiteren 5-6 Polizeistreifen kontrolliert wurden!

Ach ja… Sergio hat uns dann auch noch gefunden, er musste einen NOT Pipihalt mitten auf der Autobahn für Marcella machen !

Die Fahrt konnte also weiter gehen, wir mussten das Wohnmobil von Silvio wieder aufholen.

Emanuel hat die Verfolgung dessen aufgenommen und nach einer Kontaktaufnahme wussten wir, dass sie schon eine Tankstelle angefahren haben und dort auf uns warteten.

Schon bald haben wir die Beschilderung von Hockenheim gefunden und wurden dann auf den Parkplatz verwiesen um zu warten bis die Tore geöffnet werden, zum Glück hat der Regen nachgelassen, kalt war es aber trotzdem!

Einige Schnappschüsse während der Wartezeit.

Dann ging es los, das Rennen um einen guten Standplatz im Fahrerlager.

Und wie jedes mal, mit oder ohne Plan wussten wir nicht so genau wie, wo, was und überhaupt…

Doch nach einigen Unklarheiten und langen Gesichtern konnte das Aufbauen, Ausladen und Aufpumpen beginnen, es sah aus wie in einem Bienenstock.

Dann, als wir uns alle platziert hatten, konnten wir uns dem Zeltaufbau widmen.

André ist gross genug, doch Maddalena und Natalia haben ihre Mühe ganz oben die Nippel durch die Laschen zu ziehen 

Es war so was von kalt…

… ich war froh, dass ich meinen haarlosen Schädel mit einer warmen Mütze bedecken konnte.

Fehlt nur noch, dass es ein paar Grad weniger hat und es würde Schneien 

Sicherheitshalber habe ich auch die Reifen eingepackt damit sie nicht kalt bekommen.

Brachte zwar nicht viel, denn ich hab mich noch am selben Abend entschieden die Reifen zu wechseln, also den hinteren. Dachte erst der würde noch für ein paar Runden am ersten Tag genügen, dem war aber nicht so.

Was gibt es dann schöneres, als es sich gemütlich zu machen und etwas warmes zu kochen.

Spaghetti sind angesagt.

Dieses mal durfte ich nicht kochen, das haben  die Ladys übernommen. Der Vorteil?  Ich konnte gemütlich den Reifendienst  aufsuchen, danach Essen, ein feines Glas Wein trinken und im Anschluss, Anmelden und die Startnummer holen.

André hatte auch mal so eine alte GSX-R

Am Abend haben sich dann alle, ok, fast alle, ( Andé und Natalia haben es sich lieber im 24° warmen Bus gemütlich gemacht) unter Loris Zelt zu einem Glas Wein eingefunden.

Der Anreisetag war somit vorbei.

2. Tag  (Warten bis es nicht mehr regnet!)

Es regnet und regnet und regnet… trotzdem lassen wir uns die Laune nicht verderben und gehen zur obligatorischen Fahrerbesprechung.

Die Einzige, die an diesem Tag aufs Motorrad sitzen darf oder muss ist unsere Marion, sie hat sich die Instruktoren Fahrten gebucht.

Sie musste sich schon fast beeilen, denn es ging gleich los.

Ab zum Start, Papi  Silvio war ihr behilflich und Marcella schaute etwas neidisch zu

Einer von uns hatte richtige Regenreifen montiert…

…nein nicht Lori!!

Dieser hier,  Emanuel Elsa alias José , der es wagte bei diesem Wetter raus zu gehen, sollte ja auch kein Problem sein mit seinem Bazzaz System

emanuel elsa

Da düste Emanuel vorbei, dann kam auch Marion.

Das war für die meisten von uns schon etwas lästig: regen, nass und kalt!!!

Gegen Abend schien es, als ob sich die Strecke langsam abtrocknen würde. Ich war unschlüssig, ob ich raus soll oder nicht. Hab mich dann entschlossen von den Tribühnen aus zurück ins Fahrerlager zu gehen, um mich eventuell bereit zu machen.

Als ich da ankam und sah, dass Sergio schon bereit war für die Rennstrecke, war für mich klar… ich muss auch raus.

Schnell Pneuwärmer montieren, sie hatten noch 45 Minuten Zeit die Reifen aufzuwärmen.

Hier Sergio, der seine ersten Runden macht bei zum Teil noch sehr nassen Stellen

und hier versuche ich die Strecke von Hockenheim kennenzulernen.

Die ersten Turns waren nicht so toll,  einerseits weil es nass war und ich normale Strassenbereifung an meiner Susi montiert hatte, andererseits  weil ich mein neues Wundergerät „Bazzaz“ das erste Mal auf der Rennstrecke testen durfte.

Die 20 Minuten kennenlernen waren dann vorbei und ich war froh mein Baby ganz über die Runden gebracht zu haben.

Als erstes ging ich an die Box zu Erich Peter von pvmmotosport.ch um meine ersten Erfahrungen mit dem Bazzaz mitzuteilen und gleich zuzuschauen wie er mit dem Laptop Einstellungen vornimmt.

Danach wurde mein Töff untersucht und einige Einstellungen wurden geändert.

Das war’s für den ersten Tag…

Hier ein paar Schnappschüsse zwischendurch.

3. Tag (kein Regen mehr!)

Da ist auch schon Sergio wieder auf den Beinen!

Er muss sich draussen anziehen, denn im kleinen Auto hinter ihm ist es relativ eng, die Scheiben sind immer noch beschlagen von der Nacht

Wir mussten uns ein wenig beeilen, denn… es gab nochmals eine Fahrerbesprechung für alle, und das schon sooo früh am Morgen!

Kaum Zeit um einen Kaffee zu trinken und um zu frühstücken. Alle wussten, dass man heute auf eine trockne Strecke kann.

Die wichtigsten Vorbereitungen werden umgehend in Angriff genommen.

Duri montiert die Pneuwärmer…

… und André muss seine Frisur auf Vordermann gebracht werden 

Dann ging es Schlag auf Schlag…

… erst ging Duri raus,

er ist der einzige, ausser unserem Rennfahrer Emanuel Elsa, der diese Rennstrecke schon kannte und drehte seine Runden.

dann durfte Lori, André und ich raus.

Es hat richtig Spass gemacht ein paar zügige Runden zu drehen mit André am Hinterrad.

Nach den Turns ging es wieder raus und gleich nochmals zu Erich Peter um Bericht zu erstatten.

Danach gab es eine kleine interne Besprechung.

Leider gibt es keine Rundeinzeiten, denn für ein Transponder hätte man nochmals Geld bezahlen müssen, wie auch für das Vergleichsfahren!

Ein riesen Minuspunkt für den Suzuki-Event…

…es war sehr teuer!

Ich persönlich werde an solchen Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen.

Emanuel Elsa macht sich bereit für das Vergleichsfahren.

Wir wollten dies nichts verpassen und haben uns einen coole Tribühnenplatz gesucht.

Dann durften wir wieder auf die Piste, doch…

… ich wurde erwischt!

Sonst ist es immer die Yamaha R1 von  André, welche ich erwische beim Motorenöl nachfüllen, dieses Mal hat er mich erwischt

Egal, Hauptsache nochmals raus.

Dieses mal André vor mir, da schnappen wir gerade die 717

Nach diesen lässigen Runden konnte man den Verschleiss von Andrés Reifen analysieren,die hatten schon etwas gelitten.

Na ja, alles geht mal zu Ende, auch dieses kalte, nasse und dennoch coole Wochenende.

Das bedeutet natürlich, dass wir wieder zusammen räumen,

Lori hat natürlich wie immer das perfekte Ladesystem…

…ich ein wenig weniger, Hauptsache alles drin.

soweit so gut, als alles bereit war zur Abfahrt gingen wir uns noch verabschieden

Die Abfahrtszeit wurde etwas verzögert, da der Bus von Lori, respektive dessen Batterie den Geist aufgegeben hatte!

Der Schnellstarter von Duri konnte auch nicht so recht helfen,

also holte ich meinen Bus und das mitgeführte Überbrückungskabel und…

… es konnte losgehen, Alt hilft Neu 

Hoffe, dass Lori die Batterie bis zum 28. Mai auf Vordermann bringen wird, um nach Brünn zu kommen.

Im Konvoi ging es dann Richtung Heimat.

Hungrig machten wir einen letzten Halt in der Autobahn-Raststätte Würenlos, auch Fressbalken genannt,  um den Hunger zu stillen und uns zu verabschieden.

Einen kleinen, grösseren und (im Nachhinein gesehen) lustigen Zwischenfall gab es während dem Essen!

Gel Marion, war nicht so lustig für dich

Eine Spinne hat sich von der Decke abgeseilt und peilte die Mitte unseres Tisches an.

Der Schreck war riesig, sollte aber nun etwas überwunden sein oder?

Wir verabschiedeten uns da voneinander und jeder machte sich auf den Heimweg.

Alle und alles ist heil nach Hause gekommen.

Der einzigse der einen Pokal nach hause gebracht hat war Duri mit einem 5. Platz

Danke an euch alle, war echt

Franciacorta

 Die Strecke von Franciacorta befindet sich an der Grenze einer schönen Landschaft, reich an Weinbergen, tolle Gegend, Geschichte und Burgen: die Franciacorta.

Es ist berühmt für seine Weine,  Hohe Qualität ihre legendären Winkeller und Hotels  mitten im grünen wo man die Weine degstieren kann.

Die benachbarten Seen Iseo-See,und Montisola, der größte der Seen, bietet andere Möglichkeiten für ein intensives Wochenende.

Franciacorta “Ausgabe 2008” ist zu 80%  eine neue Strecke.

Die Koordinaten   (I)  N 45°30’49.92″ E 10° 0’18.71″

Von Chur ist sie 307 km = ca. 3,5 Std. entfernt.

Die Hauptmerkmalen:

AUTODROMO VON FRANCIACORTA

Lange Strecke:

Länge 2519,28 m (Dreidimensional)

Breite 12,00 m

Länge der Zielgerade 519,08 m

Länge gerade Osten (zwischen Kurve 11 und 12) 443,34 m

Länge gerade Süd (zwischen Kurve 4 und  5) 199,79 m

Anzahl Kurven 13 (8 rechts – 5 links)

Radius Minimum 16 m (Kurve 5)

Radius Maxsimum 90

m (Kurve 9)

Neigungswinkel positiv Maximum 3,00% (ende gerade ost)

Neigungswinkel negativ Maximum 4,53% (Ausgangs Kurve 12)

Neigungswinkel Quer Maximum  7% (mitten in der Kurve  12)

Kurze Strecke:

Länge 1683,58 m (Dreidimensional)

Breite 12,00 m

Länge der Zielgerade 519,08 m

Länge gerade Süd (zwischen Kurve 4 und 5) 199.79 m

Anzahl Kurven  11 (7 rechts – 4 links)

Radius Minimum 16 m (Kurve 5)

Radius Maxsimum 43,6  m (Kurve 7)

Neigungswinkel positiv Maximum 3,00% (ende gerade ost)

Neigungswinkel negativ Maximum 4,53% (Ausgangs Kurve 10)

Neigungswinkel Quer Maximum  7% (mitten in der Kurve  10)

Infos:

Man kann sich für einen Vormittag oder einem Nachmittag sowie für einen ganzen Tag anmelden.

Die Preise wie ich gesehen habe (2010) liegen somit für ein Freies Training  (Motorrad)

Morgens 120 € / Nacmitags 120€ / einen ganzen Tag 200€

Es gibt Tage da kann man Turnus in 20 Minuten-takt machen, (Reservierung notwendig)

Empfohlene Kategorien A/B/C

z.B ab

09:00 Uhr B = 25 €

09:20 Uhr C = 30 €

09:40 Uhr B = 35 €

10:00 Uhr Reserviert für Lizenzierte FMI = 40€

10:20 Uhr C = 35 €

usw.

Reservation / Anmeldung /Termine

http://www.autodromodifranciacorta.it

Anfahrt/Kontakt

Autodromo di Franciacorta
Località Bargnana 25030 Castrezzato – Brescia- Italia.
Telefon  030.70.40.677

Mit Auto/Motorrad
– Autobahn A4 Milano-Venezia Ausfahrt Ospitaletto
– Hauptstrasse SP 19 bis abzweigung SP 18 Richtung  Castrezzato

Mit dem Flieger
– Aereoporto von Bergamo Orio al Serio, km 38
– Aereoporto von Brescia Montichiari – Gabriele D’Annunzio, km 35
– Aereoporto von Milano Linate, km 80
– Aereoporto von Verona Villafranca – Catullo, km 75

Mit dem Zug
– FS Milano-Venezia FS Milano – Bergamo – Brescia