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Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.

Sonntag 25.06.17: Die Anreise von Trimmis nach Oslo

Endlich war er gekommen, der Tag an dem’s endlich losgeht! Voller Freude, aber auch mit einem etwas mulmigen Gefühl begann der Start zum „AdventureRoadTrip“ ans Nordkap.

Tagwach war für mich um 06:15, für meinen Schatz „erst“ um 06:30 🙂 Sie wird mich an den Flughafen in Zürich bringen.
Das muss Liebe sein, wenn sie so früh für mich aufsteht oder ist sie nur froh, dass ich weggehe…?!
Die ganze Nacht durch hatte es gewittert, weswegen wir kaum ein Auge zubekommen hatten.
Ziel war, um spätestens 7:00 Uhr loszufahren.
Ausnahmsweise haben wir das sogar geschafft, sogar 2 Minuten zu früh sind wir losgefahren. Auf dem Weg holten wir noch Kay Brem ab, da sein Zuhause praktisch an unserem Weg lag.
Die Fahrt verlief tiptop, zwar mit Regen und Gewittern zwischendurch, doch so sind wir schon mal vorbereitet für Norwegen, 🙂 man sagt ja, dass es dort viel regnen soll und die Prognosen für die nächsten Tage…nein, über die sprechen wir lieber nicht.

Ich war froh, dass Kay mit dabei war, vor allem am Flughafen, denn er ist ein alter Hase und weiss, im Gegensatz zu mir, wo was wie zu machen ist.
 
Das Checking  funktionierte fast reibungslos. Am Schalter gab es kleinere Probleme mit unseren Namen, aber da wir innerhalb des Schengenraums reisten spielte, dies zum Glück keine Rolle. Phu, Schwein gehabt!
Nach einem Latte Macchiato im Starbucks, verabschiedete ich mich von meinem Schatz, Sie brachte mein Auto wieder nach Hause (oder eher das Auto sie). Zusammen mit Kay suchte ich unser Gate auf.
Nun gibt es kein Zurück mehr, jetzt mussten wir nur noch warten bis unsere Kategorie aufgerufen wurde und dann gab’s ein Bustransport bis zum nicht allzu grossen Flugzeug.
 

Kay und ich hatten unsere Plätze nebeneinander und wo genau, na klar, ganz hinten im Flugzeug, das war anstrengend mit all dem unhandlichen Handgepäck (Helm, Töffjacke, Tasche mit Stiefeln und so weiter). Ausserdem war es im Flugzeug sehr heiss.
Der Pilot versprach, dass wir pünktlich abheben werden, jedoch ein wenig Turbulenzen in der Luft zu Stande kommen könnten. Was soll’s da müssen wir durch. Gestartet wurde wirklich pünktlich und der Flug war sehr angenehm, trotz kleinen Turbulenzen.
Während des Flugs, plauderten Kay und ich drauflos bis es plötzlich wieder hiess „Bitte anschnallen, die Landung erfolgt pünktlich um 12:50 Uhr.

    

Turbulenzen gab es auch am Boden oder besser gesagt kurz vorher. Da hat es ganz schön gewackelt, gefolgt von einem schroffem Aufsetzten am Boden,  aber alles ist gut gegangen und das beste? In Oslo regnet es „noch“ nicht.
Am Flughafen wurden wir von einer Dame mit einem Hondaschild in Empfang genommen. Nach einer kurzen Wartezeit, wurden wir zum Hotel gebracht.
Auch hier wurden wir herzlich empfangen, das Checking wurde von den Honda  Mitarbeitern durchgeführt. Nachdem wir alles Administrative erledigt hatten, merkten Kay und ich, dass ein kleines Hüngerchen aufgekommen war und so plünderten wir noch ein wenig das Buffet, bevor wir unsere schönen Zimmer bezogen.
   

Nachdem das Hotelzimmer bezogen war, hatten wir ein paar Stunden Zeit um uns zu erholen. Was macht ein Geocacher, wenn er Zeit hat?
Genau, er geht einen Geocache suchen (also mindestens einen). Schnell die Caches in der Nähe heruntergeladen und abmarschiert…
 
Ich habe doch tatsächlich zwei gefunden. Der Letzte war etwas speziell, ich landete auf einem Platz mit sehr vielen Autos, kein öffentlicher Parkplatz! Seltsamer Ort, aber egal, Hauptsache ich hab die Dose gefunden.
Als ich wieder im Hotel war, hatte ich noch ein Moment Zeit um mich hinzulegen und zu entspannen.

Dann ging es weiter mit dem Hondaprogramm.


Als die Türen zum Saal sich öffneten, staunte ich nicht schlecht. Wow, was ist denn das; so viele coole Motorräder in Reih und Glied aufgestellt, einfach sensationell!
  

Kay und ich suchten die Africa Twins  mit den Schweizern Nummernschildern.
Bald waren sie in unserem Blickfeld. Drei Stück, eine weiss-blaue, eine schwarze und eine rote. Davon zwei Automaten und eine geschaltete. Ich hab mich für die schwarze entschieden, zum Glück ein Automat. Ich freue mich schon riesig auf die morgige Fahrt.

Nach dem Bestaunen der Hondas, gab es einen Apero und danach wurden alle Fahrerteams vorgestellt. Was das bedeutet? Das Schweizer Team, also auch ich, musste auf die Bühne. Ich mit meinem Englisch, also eben gar keinem Englisch, stellte mich halt auf Deutsch vor; sehr peinlich. Zum Glück war das eine kurze Sache und ich durfte wieder ab der Bühne. Kay hat das sehr viel besser gemacht, sein Englisch kann sich sehen lassen! Nachdem sich alle 40 Fahrer vorgestellt hatten, gab es ein Briefing wie auf der Rennstrecke; alles Wichtige wurde aufgezählt.
Und ja, danach gab es ein sehr leckeres Abendessen vom Buffet.

Nach dem Essen wurde das Motorrad noch fertig gepackt und wir gönnten uns noch einen Schlummertrunk bevor es ab ins Bett geht, denn morgen wird ein harter Tag werden. Früh aufstehen und dann lange und weit fahren, aber wir freuen uns sehr auf dieses Abenteuer.

Gute Nacht, ich weiss schon wovon ich träumen werde….verrat ich aber nicht 😉

 

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude

Mit HONDA und dem N° ONE MAGAZINE

Alles beginnt mit einem unverhofften Anruf von meinem Kumpel Emanuel Elsa.
„Antonio du musst mit einer Honda Africa Twin von Oslo ans Nordkap fahren.
Motto:  Testen / Spass haben / geniessen.“
Natürlich konnte ich nicht sofort zusagen, auch wenn ich das sehr gerne gemacht hätte. Man bedenke, dass die Sommerferien seit langem schon eingegeben waren. Ein Glück, dass wir im Hause loslachen.ch selten Ferien buchen, wir lieben eher Spontanität.

Dieses Mal hat es sich ausbezahlt. Ich brauchte nicht lange um mir von meinem Chef die Absenz bewilligen zu lassen (auch er ein passionierter Motorradfahrer, vielen Dank an dieser Stelle). Hier war das Motto ganz klar „aufgeben gibt es nicht“ so eine Chance bekommt man(n) nicht alle Tage.

Bis es losgeht verbleiben nur gerade 25 Tage und es gibt noch einiges vorzubereiten.
Nicht nur was das Motorradfahren anbelangt, selbstverständlich gehört auch das Geocachen dazu.

Ich werde versuchen jeden Tag meiner Reise, falls es eine Verbindung zum Internet gibt, hier im Blog, und je nach dem im N° ONE MAGAZINE meinen Eindrücken freien Lauf zu lassen.

Und so wird das Ganze aufgezogen. Und…. ich gehöre zum Team Switzerland 🙂

Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Die MT10 hat die 1000 voll

Was macht man nicht alles um sein Motorrad so schnell und gut wie möglich einzufahren?
Genau, man fährt möglichst viele schöne Passstrassen. Von denen haben wir ja bekanntlich sehr viele 🙂
Da es das Wetter nun gut mit uns meinte, nutzte ich „schon wieder“ die Gelegenheit der 1000er Kilometergrenze näher zu rücken.
Mein Allerwertester schmerzt zwar immer noch leicht vom letzten Tüürli, doch was einen nicht umbringt, macht einen nur stärker 😉 In dem Sinne, Zähne zusammenbeissen und los.
Auch heute wieder 30°! Nein ich beklage mich nicht, ausser wenn ich an einer Ampel stehen muss und es einfach nicht grün werden will, ich werde dann rot vor lauter kochen.

Als ich zuhause noch kurz nachgeschaut habe, wo es denn auch noch den einen oder anderen Geocache zu holen gibt, staunte ich nicht schlecht als ich sah, dass ich den MoCache auf dem Flüelapass noch nicht hatte.
Der Pass passt mir auf jede n Fall 😉
Nachdem ich mich wieder in das Lederkombi gezwängt hatte, konnte es losgehen.
Zuerst natürlich wieder über die Lenzerheide um uns „aufzuwärmen“.
Ich hätte es aber lieber etwas kühler gehabt, denn die Höhenmeter halfen nur bedingt die Temperatur zu senken!
Fälschlicherweise bin ich dann Richtung Brienz-Lenz-Davos gefahren, denn eigentlich hatte ich mir unterwegs gedacht den Albulapass dieses mal von dieser Seite aus zu befahren, um ins Engadin zu kommen, und dann viel später über den Flüela zurück zu kommen, doch ich verpasste die Abzweigung.
Eigentlich sowas von egal 🙂
So konnte ich in Davos die Maschine volltanken und für mich gab’s wieder mal ein Rivella.
Nun wartete der Flüela. Dazu sag ich jetzt mal nichts, ein Motorradfahrer genießt und schweigt 🙂 Einzig was mich ein bisschen gestört hat, sind die Fussraster die etwas zu tief angebracht sind 😉 Immer diese Geräusche in den Kurven!
Oben angekommen war noch der Geocache fällig. Ein Griff und ich konnte mich ins Logbuch eintragen, bin immer noch erstaunt, dass ich den all die Jahre noch nicht geholt hatte.

Flüelapass der See.

Meinem Hinterteil geht es nicht schlecht, aber ich muss es nochmals erwähnen, die MT10 ist sehr straff eingestellt, ich bin der Meinung, dass meine alte Susi weicher war. Aber wie schon erwähnt, das passt mir sehr gut.
Nun, eigentlich sollte ich hier weitererzählen.
Nach dem Flüela gab es nur zwei Optionen, entweder rechts oder links. Rechts = kürzere Strecke, einmal links abgebogen gibt es kein zurück mehr und es wird länger gehen.
Willst du raten was ich gewählt habe?
Aber hallo… klarer Fall, es ging das ganze Unterengadin runter bis nach Martina, dann ein kurzes Stück durchs Österreich nach Italien über den Reschenpass 🙂
Ja klar, um so länger um so besser 🙂
Am Reschenpass dann wieder einen Geocachehalt gemacht. Ohne das Navi zu zücken wurde das Döschen aus seinem Versteck gezogen und schon war unser Name im Logbuch.
Natürlich gab es hier auch noch ein obligates Foto vom Kirchturm im See, auch wenn mir die MT10 besser gefällt, die Kombination macht es aus 🙂

Reschenpass mit MT10 Yamaha

Übrigens, bald ist die 1000er Grenze geknackt! Ich freu mich.
Nachdem ich das Schweizer Nationalgetränk ausgetrunken hatte, konnte es weiter gehen, müsste ja heute noch nachhause kommen 🙂
Dann war es so weit, ich war gespannt wie ein Regenwurm zwischen zwei Hühnern, ob ich die 1000 Kilometer an einer würdigen Stelle erreichen würde.
Wir wurden nicht enttäuscht, das Foto sagt wohl alles oder?

MT10 - Yamaha

Nun konnte ich also glücklich und erleichtert in Richtung Zuhause fahren.
Der Weg führte mich durchs Münstertal über den kurvenreichen Ofenpass. Auch dieser macht Spass ihn zu befahren.
Auf der anderen Seite in Zernez angekommen, stellte sich wieder die berühmte Frage, rechts oder links.
Nun dieses Mal wählte ich die kürzere Strecke, es ist ja Zeit mal nach Hause zu kommen, also rechts, um wieder über den Flüela zu kommen, einfach herrlich. 🙂
In Davos machte ich dann wieder einen Tankstopp, das selbe Fräulein bediente mich und ich sah ihre fragenden Blicke,“der war doch vor kurzem schon mal hier!“ 😉
Selbstverständlich habe ich die Yamaha wieder über die Lenzerheide nachhause gebracht.
Tageskilometer 350 🙂
Total 1186 Kilometer.
Am Montag geht’s ab in die Werkstatt, nein, nicht weil etwas nicht funktioniert, der ersehnte erste Service wird gemacht.
Ob ich es dann etwas ruhiger angehen werde? Wir werden es ja sehen.
Es macht einfach nur Hammerspass, die verbaute Technik der Yamaha funktioniert bis jetzt einwandfrei.
Die TCS ( Traktionskontrollsystem) hab ich in den Stufen 2 und 3 getestet, an die Sufe 1 hab ich mich noch nicht getraut.
Über das Handling muss ich nicht viel sagen, es ist wie in Velo 🙂 man schmeisst die Maschine, ob bei engen wie auch bei weiten Kurvenkombinationen kinderleicht herum.
Die Federung ist ziemlich hart eingestellt, für mich passt das perfekt. Wie es dann mit Sozia sein wird weiss ich noch nicht.
Das ich mal ein Motorrad  mit einem Tempomat besitzen würde, hätte ich nie gedacht, doch ich muss ehrlich zugeben, es ist eine tolle Sache, gerade in einem Dorf oder ausserorts kann man die gewünschte Geschwindigkeit eingeben und man erspart sich das ewige auf den Tacho schauen. Die Schweizer Rennleitung ist sehr aktiv.
Lange Rede kurzer Sinn: die MT10 ist ein absolutes Funbike 🙂 Das haben sie gut hinbekommen.

Wieder im Element mit der MT10

Das Wetter ist ja nicht so auf unserer Seite bis jetzt in diesem Jahr.
So verwundert es doch nicht, dass  wenn die Sonne sich für einen Tag zeigt, man sich nach draussen begibt.
Bei mir war das heute der Fall. Da ich alles Wichtige bis 14 Uhr erledigen konnte, zog es mich auf meine neue Yamaha MT10.
Beim Start zeigte der Tacho exakte 400 Km an.
Ziel war einfach nur geniessen, so startete ich einfach mal Richtung Süden, doch es gibt viele Wege dorthin. So beschloss ich kurzerhand mal Richtung Disentis zu fahren, denn dort musste ich mich entscheiden, ob ich über den Lukmanier oder den Oberalb fahren will.
Die Wahl kam nachdem ich kurz vor der Abzweigung noch einen kurzen Halt bei einem Brunnen machte um meinen Durst zu stillen.
Der Oberalp hatte gewonnen. Ich genoss die Kurvenfahrt in vollen Zügen, herrlich wie sich die MT10 fahren lässt. Leider hat es etwas viele Baustellen, doch was soll’s, genau deswegen haben wir ja so coole Strassen 😉
In Andermatt angekommen, hatte ich genau 100 Km hinter mir.
Und wieder musste ich mich entschieden welchen Pass ich fahren will. Aber eigentlich war in meinem Kopf die Route schon bekannt 🙂
Also bog ich Richtung Gotthardpass ein.
Genial, einfach Hammer, sehr wenig Verkehr und die Temperaturen noch angenehm und ich fühlte mich auf der Yamaha einfach nur sauwohl. Fahrspass pur, die Sitzposition wie für mich gemacht, Handling wie ein Fahrrad nur mit etwas mehr Kraft 🙂 und ich darf ja noch gar nicht die volle Drehzahl auskosten (das wird ja lustig).
Auf der Passhöhe mal einen kurzen Halt eingelegt um ein paar Fotos zu schiessen und einfach mal den Moment zu geniessen.

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Weiter ging’s die alte Passstrasse runter, eine Kultstrasse nicht für jedermann, die Pflastersteine schüttelten den Fahrer (also mich) so richtig durch 😉 Die MT10 ist ziemlich hart eingestellt, was mir eigentlich ganz gut passt.

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In Airolo angekommen war eins klar, den Sommer gibt es doch. Die Temperaturen stiegen immer mehr und es duftete förmlich nach Ferien.
Plötzlich bin ich unter einer schönen grossen alten Brücke durchgefahren und ich war der Meinung, dass hier ein Geocache versteckt sein müsste. Also stoppte ich kurz und schaute auf’s App. Ne, doch nicht, jonu, also nutzte ich den Halt für was anders hinter einen Baum 😉
Ich entschloss mich bis nach Bellinzona die Autobahn zu benutzen, denn auf der Nebenstrasse ist ein Dörfchen nach dem andern und ich hatte ja noch einiges vor mir 😉
In Bellinzona wollte mein Zweirad nach 200 Km etwas Flüssiges und ich schloss mich dem an, auch ich hatte Durst und auch ein kleines Hüngerli 🙂
Also 1x Bleifrei 1x Rivella und 1x Snickers, nein nicht weil ich mich wie eine Diva fühlte oder schlecht drauf war 🙂 aber es ging uns danach allen besser.
So, nun wartete einer meinen Lieblingspässe auf uns, der San Bernardino.
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es mir Spass gemacht hat.
Kurz vor dem San Bernardino Dorf hat es eine Baustelle mit einem Lichtsignal, ich musste relativ lange warten und da hörte ich hinter mir eine Supermotard um die Kurven pfeifen.
Ich drehte mich um und sah sie immer näher kommen, sah cool aus 🙂
Er hatte das richtige Timing und konnte an mir ohne zu bremsen vorbeidüsen weil es grad grün wurde 🙂
Nun ging der Spass so richtig los, wir kurvten den Pass hintereinander hoch, er in seinem Style, ich in meinem 🙂
Oben angekommen gab es einen kurzen Schwatz, denn er musste wieder zurück, weil er noch tanken musste.
So ging meine Reise wieder alleine weiter.
Von hier aus könnte ich in ca. 40 Minuten zuhause sein doch… ne, ich hab noch nicht genug.
In Splügen wurde der Blinker nach rechts gestellt und der Pass war mein 🙂
Wie immer hatte ich auch auf diesem Abschnitt meine Freude, cool waren unter anderem die vielen Murmeltiere, die das schöne warme Wetter genossen, doch nicht so gut, dass sie es halb auf der Strasse machten!
In Chiavenna war es definitiv am wärmsten,  29° herrlich, doch mir war bewusst, dass es heute nicht so bleiben wird.
Tja, in Castasegna machte ich eine weitere kurze Pause, zwar hat die Yami noch nicht nach Most verlangt, aber wenn man schon mal hier ist.

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War auch gut, denn als ich gerade den letzten Schluck des Rivellas nahm, brauchte ein Geocacher einen Tip. Doch als ich sie am Telefon hatte, war das auch schon erledigt 😉
Nun ging’s langsam Richtung nachhause 😉
Über den Maloja, meine alte Heimstrecke, wow, ich bereue meinen Markenwechsel nicht ein bisschen, war ein super Entscheid.
Oben am Malojasee nochmals eine kurzes Fotoshooting.

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Nun war der Endspurt angesagt, bei nun mittlerweile 14°C.
Der zweitletzte Pass wartete auf mich, der Albula, brrrr… zum Glück hab ich Griffheizungen bestellt, hier oben hätte ich sie brauchen können bei den 11°C.
Der einzige Trost, es geht bald wieder abwärts, was ja auch wärmere Temperaturen bedeutete.
Dem war auch so, aber nur bis es wieder die Lenzerheide hoch ging.
Wenn du jetzt glaubst, dass mein Hinterteil nicht schmerzen würde, dann irrst du dich…
Ich wusste schon lange nicht mehr wie ich sitzen sollte!
Aber das wird mit zunehmender Übung sicher besser 😉
In Chur angekommen traf ich noch einen Cacherkollegen, als ich für einen kurzen Schwatz angehalten hatte, frage er mich nur: „bisch nit am sekkla?“
Was sekkla? Ich gehöre doch nicht zu den Joggern!
Als er mir sagte, dass vor ca. 30 Minuten ein neuer Cache von büpo im Fürstenwald freigeschaltet wurde, stieg mein Adrenalin erneut.
So verabschiedete ich mich, denn ady73 wartete bereits auf eine gemeinsame Suche im Fürstenwald.
So düste ich nach Hause und stellte mein Töff mit dem Tageszähler von 435 Km in der Garage ab 🙂 um im Fürstenwald den Tag zu beenden.
Ein für mich unvergesslicher Tag ging zu Ende mit einem Bierchen von büpo spendiert 🙂

Eine neue Ära hat begonnen

Ja, nach 30 Jahren Suzuki Fan, habe ich mich entschlossen eine Yamaha zu kaufen.
Fertig Rennmaschinen, jetzt ist „Gemütlichkeit“ angesagt 😉
Ob die Yamaha mich so begeistern kann wie es die Suzukis gemacht haben werden wir ja sehen, eins sei aber schon mal gesagt: meine erste Kilometer die ich mit der MT-10 machen durfte versprechen gutes 🙂

Nach der ersten Fahrt am Freitag, der einzig schöne Tag in der Woche, bin ich zu Rocco,  „grafica.li“ gefahren um der Yamaha gleich ein klitzekleines Facelifting (Schutzfolie) verpassen zu lassen 😉

Von mir aus  darf der Sommer nun kommen.

MT-10

 

Ein Wochenende mit Honda Suisse – No ONE und Cachen

Was für ein unerwartetes und cooles Wochenende. 
Ich durfte in Vertretung für Emanuel Elsa vom TOP BIKER MAGAZIN No ONE an der Honda Swiss Summer Tour teilnehmen.

Honda Suisse Summer Tour 2015
Ein volles Programm war angesagt. Nur das Wetter versprach nicht allzu viel!
Als Treffpunkt wurde eine Berghütte beim idyllischen Lac de Taney angegeben in der wir übernachteten und am Samstagmorgen sollte es dann bei Zeiten auf die Testfahrt über diverse Pässe und abwechslungsreiche Strassen nach Aix-les-Bains (F) gehen. Dort übernachteten wir am zweiten Abend. Doch davor ging es auf’s Schiff, wo wir unser Abendessen verspeisen durften.
Der Sonntag war dann ganz der Rückreise gewidmet.
Soweit die Kurzfassung, ach ja, das wichtigste hätte ich fast vergessen.
Zum Test standen folgende Motorräder bereit:

  • GL1800F6B Bagger
  • GL1800 GOLD WING Anniversary
  • VFR800F
  • CB1000RA
  • CB650F (im Lieferwagen)
  • CBR1000RA MARQUEZ
  • CBR600RA
  • VFR1200XD Crosstourer
  • VFR800X Crossrunner

Ich freute mich so sehr an diesen Anlass teilnehmen zu dürfen, auch wenn ich die meisten Testfahrer gar nicht kenne, dass ich mir den ganzen Freitag freigenommen habe.
Ich durfte mir sogar ein Motorrad aussuchen, mit dem ich die Anreise antreten durfte.
Nun ja, da gab es zwei Kriterien, das eine war das Wetter, eher schlechte Prognosen, das andere die lange Anfahrt.
Nun kommt’s, wer mich kennt weiss eigentlich, dass ich eher auf Sportmaschinen oder Naketbikes stehe also sitze. Für diese Fahrt habe ich mir aber die GL1800 GOLD WING Anniversary ausgesucht. 
Noch nie hatte ich das Vergnügen mit so einem riesen „Schiff“ zu fahren. Dementsprechend hoch war auch der Respekt, oder war es gar Angst?
Jedenfalls hab ich die Wahl getroffen und der Tag war da; ich musste die Gold Wing beim Motorbike in Chur abholen.
Mann war ich nervös, da half auch die moralische Unterstützung von Emanuel nicht viel.
Und da stand sie nun, das Flaggschiff von einer Honda.  Mir wurden alle wichtigen und weniger wichtigen Knöpfe, Hebelchen und Schalterchen erklärt und schon konnte es losgehn.

Ja, wenn sie einmal rollt, geht das ganz gut, jedenfalls bin ich problemlos ums erste Eck gekommen. Natürlich konnte ich nicht sofort nachhause, eine kleine Kennenlernrunde musste schon noch sein.
So steuerte ich das fahrende Sofa durch die Stadt und verlies diese dann Richtung Lenzerheide.

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Oh ja, bequem ist sie, da kann man aber gar nichts sagen und eben, wenn sie einmal rollt, dann geht das kinderleicht. Erstaunt war ich tatsächlich wie leicht sich die Maschine um die ersten engen Kurven führen liess.
Auf der Lenzerheide testete ich dann die Heizungen, Sitz/Griff und Fuss, perfekt.

Wieder zuhause angekommen kam die nächste Herausforderung. Ein Parkmanöver in der Tiefgarage war angesagt. Irgendwie spürte ich mein Herz mehr klopfen als sonst!  Aber alles ging gut. Das halbe Auto konnte auf dem Zentralständer abgestellt werden.
Weil es so schön war, wollte ich meinem Schatz das GoldWing Erlebnis nicht vorenthalten und wir beschlossen eine kleine Runde zu drehen.
Sie fühlte sich anfangs recht wohl darauf, halt wie auf dem Stubensofa 
Als es dann wieder aufwärts ging, meinte sie ganz trocken: „Duuu… das isch aber scho as bitzli langwiilig“  und das, notabene, wegen geringer Bodenfreiheit in den Kurven, was ein Rasterkratzen nicht verhindern lies! 
Tja, ist ja auch irgendwie verständlich, denn bei mir macht das Töfffahren erst in den richtigen Kurven Spass. Weiterlesen

Ferientagebuch mit Geocachen und TÖFF-fahren

Tagebuch von Antonio, Winterferien mit FTF Jagd durch Frankreich und Italien mit einem TÖFF Vergleichstest an der Cote d’Azur und das im Januar. Die Reise ging am 10.1.2015 los und endete am 17.1.2015
Ferien-Collagen FR-IT

Wie alles begann…
Ungefähr eine Woche vorher wurde ich angefragt ob ich wieder mal Lust hätte ein Motorrad Vergleichstest für das Motorradmagazin TÖFF zu machen.
Na klar doch, wenn’s zeitlich passt.
Als ich dann aber erfuhr, dass dieser Termin in Südfrankreich stattfinden soll, zweifelte ich erst mal einem Moment lang. Immerhin war der Test das letzte Mal praktisch vor der Haustür.
Vier Tage sollte das Ganze dauern.
Der Zufall wollte es, dass ich noch ein paar Tage unverplante Ferien übrig hatte. Warum eigentlich nicht? – So sagte ich zu und wer mich kennt weiss, dass ich da noch anderes im Sinn hatte: Genau, Geocaching! 
Sofort begann meine Vorbereitung diesbezüglich. So viele Pocketqueris runterladen, das neue Navi in all seinen Funktionen nochmal testen, überlegen, was ich noch alles brauche,… Menno war das eine Arbeit. 
Plan = 0. Also fast, ich muss einfach am Mittwochmorgen in Gémenos in Töffmontur bereitstehen.
Aber es gab auch noch eine andere Mission, die ich gerne erfüllen wollte:
Es fehlt noch ein FTF in Frankreich, dann hätten wir in acht Länder mindestens einen FTF, das ist schon fast Rekordverdächtig (zumindest in der Schweiz). 
Am Abend vor der Abreise, hab ich noch eine Trial Maschine von meinem Kumpel bekommen um zwischendurch ein bisschen Spass zu haben. Mit so einem Motorrad kann man fast überall hoch und runter fahren. Ich hoffte sehr, dass ich auch die Gelegenheit haben würde es auszukosten.
Am nächsten Morgen hab ich dann die letzten Navivorbereitungen abgeschlossen und den Loslachen.ch Bus geladen. Schlafsack, Duvet, Trial, Ersatzbenzin, Fahrrad, Laptop Navis usw.
Punkt 14:00 ging’s los, Ziel: Einfach mal Richtung Genf.
Erster cachetechnischer Halt wurde erst am „Rastplatz Oberbipp“ GC16TFZ gemacht. Nicht ohne Grund, jaja klar, auch um eine Pipipause zu machen, doch hier gab es einen Cache, den ich schon mal vergebens gesucht hatte. Damals war es sau kalt und ich brach die Suche schnell ab. 
Heute suchte ich auch wieder etwas länger nach dem NANO! Aber dieses Mal ging ich mit einem Smiley weiter 

loslachen auf dem Weg

Der nächste Halt musste sein, weil auch das Cachemobil nicht ohne Diesel läuft.
Da es bei der Tankstelle in der Nähe auch ein Büxli hatte, wurde dieses von mir besucht. Ha! Das ist ja mal ein Ding, dieses Dösli musste ich gar nicht suchen.
Es schien so, als ob das Büxli gewachsen wäre, denn das Versteck ging nicht zu. Komisch, aber was soll’s, den Owner habe ich informiert. Fahrt in die FTF Ferien
Langsam wurde es dunkel, und ich machte nochmals eine Pipipause und versuchte mich kurz an einem Tradi. Nur kurz, denn im Dunklen auf einem Rastplatz… na ja… schnell weg hier. 
Auf dem iPhöndli noch schnell nach einem Hotel Ausschau gehalten und auch eins gefunden. Konnte aber nicht online buchen, also Adresse eingetippt und los.
Uiuiui… Plötzlich und unverhofft überquerte ich die Grenze und landete vor dem Hotel. Und so war ich fast ohne es zu merken schon in Frankreich.
Da muss ich jetzt durch, obwohl ich kaum französisch kann.  An der Rezeption war meine erste Frage; Deutsch? Italienisch?
Das freundliche Fräulein hatte erbarmen mit mir und wir konnten uns auf italienisch unterhalten. Sie wollte alles wissen von mir, komisch… von sich hat sie nichts erzählt.  Hotelzimmer Nachdem das Zimmer inspiziert war, knurrte der Magen… shit, ich muss noch aus dem Haus.Im Zentrum habe es einen Chinesen und ein Italiener. Ich stellte mir gerade vor, wie ich die Karte beim Chinesen studieren würde und nur Bahnhof verstehe,  also war klar, eine Pizza kann ich besser bestellen.Ich fand die Pizzeria dann auch auf Anhieb und die quattro stagioni war sehr lecker.Als kleines Verdauerli steuerte ich einen weiteren Tradi an. Der blieb mir verwehrt, sch…. NANO. Da es aber noch ein anderer in der „Nähe“ hatte, versuchte ich mich noch daran. Dieser zeigte sich auch ziemlich schnell und ich konnte den Tag doch noch mit einem Erfolg beenden. 

Soviel zur Vorgeschichte.  Weiterlesen

Motorradausflug mit der KTM

Endlich finde auch ich wieder mal die Zeit um einen Ausflug über ein paar Pässe zu machen.

Das war der Erste grössere in diesem Jahr, kaum zu glauben nicht wahr?

Meine Susi hat die Strasse noch nie gesehen im 2011! Ich glaube ich werde alt.

An unserem Donnerstagshock hat mir Squidli nahegelegt, dass wieder mal ein Ausflug fällig wäre.

Ich musste an der KTM erst noch eine Strassenbereifung aufziehen, denn mit Rennpneus hätte die Rennleitung keine Freude an mir, oder doch? Finanziell gesehen sicherlich.

Am Samstag bin ich früh aufgestanden und habe meine KTM strassentauglich hergerichtet, eine loslachen Event SMS versendet und ins Forum geschrieben wann und wo wir starten.

Sonntag 9:00 Agip Tankstelle in Chur.

André und Squidli waren bereits am Warten als ich angekommen bin, hinter mir fuhr auch noch ein unbekanntes Motorrad, es war Jan, ein Neuer, der uns über das Forum gefunden hat.

Kurze Routenbesprechung und…

…da klingelte das Handy!

Sergio! Er hat verschlafen  und wollte uns nachfahren.

Achtung fertig los…

Erst über die Lenzerheide dann Richtung Albula.

In Preda der erste Halt mit Kaffee und Gipfeli inklusive nette Bedienung.

Nach der Stärkung düsten wir weiter, nächstes Ziel war das Ristorante/Pensione Sfazù hiter dem Berninapass.

Immer eine gute Adresse um zu Essen, natürlich haben wir geschaut, dass wir um die Mittagszeit da ankommen um ein feines Menü zu geniessen.

Dort angekommen hatte ich ein Gespräch mit Sergio, der Arme durfte uns nicht folgen, weil seine Liebste gestern ihren Frauen-Polterabend hatte und nun etwas schwach auf den Beinen sei 

Fängt ja gut an! 

Wir haben wie immer gut gegessen und auch die Aussicht war nicht ohne.

Dann ging’s wieder zurück über den Bernina, den Maloja runter in die Hitze bis nach Chiavenna und dann gleich wieder den Splügen hoch wo es wieder erträglicher wurde.

Kurz vor Splügen drehte Squidli um, er hat wohl was verloren, André und ich fuhren weiter und wurden doch prompt …

von der Rennleitung Angehalten und kontrolliert!

Als wir fertig auseinandergenommen worden sind, kam auch Jan auf den Parkplatz, nur Squidli fehlte noch, egal wir beschlossen in Splügen eine Pause zu machen, um auf ihn zu warten.

Die Pause war relativ kurz, denn er tauchte auf, bevor wir von unseren Motorrädern absteigen konnten.

André verabschiedete sich da von uns, er bevorzugte es nach Hause zu gehen statt noch was mit uns zu trinken.

Der letzte Halt haben wir dann zu dritt in Sufers gemacht, wo auch unsere Töffs was zu trinken bekommen haben.

War eine tolle Ausfahrt, hat Spass gemacht, danke euch dafür und bis zum nächsten Mal.