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Misano 12./ 13./ 14. August 2017

Donnerstag, 10.8.2017

An der Geburtstagsparty von Emanuel fragte Dave uns beim Abschied, ob wir auch nach Misano kommen würden. Nein, meinte Antonio, denn er habe dann Pikettdienst.

Ungefähr eine Woche vor dem Renndatum, hat Antonio entschieden, mal abzuklären, ob es nicht doch eine Möglichkeit geben würde, um den Tag vom Pikett, der dem Abenteuer im Weg stand, loszuwerden. Glücklicherweise fand er einen netten Arbeitskollegen, der sich bereiterklärte, ihm auszuhelfen.

Also war das Wochenende gebucht. Am Donnerstag nach dem etwas vorgezogenen Feierabend starteten wir. Die 566 km waren in sechs Stunden bereits hinter uns. Um ca. 21:15 Uhr standen wir auf dem Platz.
Einige der Teilnehmer, die mit uns eine Box teilten, hatten wir auf dem Weg bei einer kurzen Pause schon kennengelernt. Dies waren Robin, Thomas und Tamara. Natascha und Emanuel kannten wir natürlich schon 😉

Etwa 20 Leute würden in der Box sein. Da sind wir ja gespannt auf diese riesen Truppe. Emanuel kennt sie alle und wir werden bestimmt auch bald alle kennenlernen.

Erst mal hiess es aber warten, denn wir hatten keine Ahnung welche Boxen für uns reserviert sind und vom Rehm war niemand da. Die Leute, die wir unterwegs schon getroffen hatten kamen erst am folgenden Tag, da sie ein Hotel gebucht hatten. Also holten wir uns ein Bierchen, setzten uns zu den Deutschen, die ebenfalls am Warten waren und verbrachten mit ihnen den Abend. Um 23.00 Uhr gaben wir auf, suchten ein Schlafplätzchen auf dem Gelände und begaben uns in den oberen Stock unserer fahrbaren Zweitwohnung.

Freitag, 11.8.2017

Um 7:30 Uhr standen wir langsam auf, da wir erwarteten, dass Emanuel bestimmt bald anrufen würde. Dies passierte allerdings nicht und so frühstückten wir gemütlich.

Heute klappte es mit der Anmeldung und auch mit der Box. 13, 14 und 15 waren unsere Nummern, aber erst die 13 war frei (vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir erst für Samstag, Sonntag, Montag gebucht hatten). Dort räumten wir den Töff ein und machten uns anschliessend bereit um nach San Marino zu fahren. Einer nach dem anderen trudelte auf der Strecke ein und so verzögerte sich unsere Abfahrt etwas.
Als wir dann loszogen, dachten wir, dass wir die 20 km ruck zuck hinter uns hätten, doch über die vielen Hügel zog sich die Strecke ganz schön in die Länge. Die Altstadt liegt ganz versteckt auf einem kleinen Berg, von welchem man erst mal aus der Ferne nur die drei Türme sehen kann, welche ihr Wahrzeichen bilden.

Oben angekommen hatten wir ein riesen Glück, dass gerade ein Parkplatz frei wurde, da diese sehr rar sind. Unser wichtigstes Ziel war ein Geocache in diesem Kleinstaat zu finden. Als dies erledigt war, besichtigten wir die Altstadt, in welcher es klare Touristenecken, aber auch ganz ruhige Orte gibt. Nun mussten noch Postkarten her, da San Marino eigene Briefmarken hat und Silvia eine leidenschaftliche Sammlerin ist. Genau im richtigen Laden hatte sie Karten ausgesucht, denn der nette Verkäufer durchschaute die Passion und wies auf spezielle Karten hin, die bereits mit wunderschönen Marken versehen waren. Darüber freute sich Silvia sehr. Auch über den Pinienzapfen, der wie eine Rose aussieht freute sich Silvia wie ein kleines Kind, da sie überzeugt war, dass kein Artikel in den zahlreichen Souvenirshops ihr mehr Freude hätte bereiten können.

Der Hunger führte uns auf eine kleine schöne Terrasse, auf welcher wir gut verköstigt wurden. Anschliessend fielen uns noch ein paar Geocaches zum Opfer, bevor wir wieder zurück nach Italien fuhren. Wieder über neue abenteuerliche Hügel führte uns der Weg zurück ans Meer. In Cattolica wollten wir uns noch ein Glace gönnen, doch das war gar nicht so einfach, denn die Parkplätze waren komplett ausgebucht. Etwas ausserhalb parkierte Antonio in eine Parklücke, die so eng war, dass wohl niemand sonst hineingekommen wäre. In brütender Hitze spazierten wir zum Strand, wo wir ein Geocache anvisierten, bei dem wir erst mal Diebesgut statt der Dose finden konnten. Die Dose zeigte sich dann aber doch noch. Dann stand ein Gelato auf dem Programm und im Anschluss nochmal eine kleine Dose. Auf dem Rückweg zum Auto kauften wir ein Schwimmbassin, welches wir netterweise schon aufgeblasen bekamen. Dieses die 300 Meter zum Auto zu schleppen erschien uns angenehmer, als es selber aufzupusten. Das Füllen auf dem Platz dauerte länger als erwartet. Eingeweiht wird es dann wohl erst am nächsten Tag.

Um 18:00 Uhr war Feierabend auf der Rennstrecke, was für Silvia hiess: Inliner anschnallen und losdüsen. Ganz schön heiss, aber Spass hat es trotzdem gemacht.

Langsam trudelten auch noch die letzten Boxenmieter ein und so füllte sich die Box mit Bikes. Einige assen auf dem Platz, andere zogen sich in ihr Hotel zurück. Jene, welche auch ihr Nachtlager auf dem Platz eingerichtet hatten, verbrachten den Abend noch gemütlich zusammen. Das waren Natascha und Emanuel, Nicole und Dave, Melanie und Raphi, Tamara und Thomas, Reto, Robin und Silvia und Antonio.

In Hotels untergebracht waren Nina und Manuel, Marion und Berry, Sabrina und Liver, Alessandra und Simon.

Morgen geht’s dann los…

Samstag, 12.8.2017

Nach dem Frühstück machten sich alle Fahrer bereit für die Strecke. Nervosität lag in der Luft…

Und nicht nur das, nein auch der Regen, welcher in den frühen Stunden vom Himmel kam, hinterliess seine Nässe auf der Strecke. Erst mal war um 08:40 Uhr das Briefing angesagt bevor es für die Gruppe A um 09:00 Uhr losgehen sollte.

 

Anfangs wagte sich niemand auf die Strecke. Mit Sliks durfte man schon gar nicht raus. Als die Sonne dann mit voller Kraft versuchte so schnell wie möglich den Asphalt zu trocknen, traute sich Antonio als einer der ersten raus. Nach zwei Runden ist er aber wieder zurück in die Box gefahren, da es trotz den profilierten Michelin Power RS ein ziemlicher Eiertanz auf der noch teilweise nassen Rennstrecke war. Doch schon bald hatte die Kraft der Sonne auch die letzte Pfütze ausgetrocknet und so kam langsam Rennfeeling auf.

  

Bei den meisten lief alles gut, doch Emanuels Maschine wollte nicht so recht, das Getriebe streikte und auch die Suzuki von Robin machte Probleme, da wollte die Bremsanlage nicht, wobei, wie heisst es so schön: „Wer bremst verliert!“

Bis zum Mittag waren die neuen Gruppen eingeteilt, so dass nach der Mittagspause in dieser neuen Konstellation gefahren werden konnte. Das Wetter machte gut mit. Sonne, die mit aller Kraft brütete, Wind, der die Hitze etwas angenehmer erscheinen liess und Wolken, die zwischendurch für etwas Schatten sorgten.

         

Nun fehlte plötzlich auch noch bei Raphis BMW die Lenkkopfmutter! Robins Maschine haben wir gemeinsam wieder auf Vordermann gebracht, sodass er wieder auf die Strecke konnte. Ja, ja, langweilig wird es hier nie…

Am Abend war ein Tisch für alle 20+2 Leute im Ristorante da Rossi reserviert. Nachdem wir für alle ein Plätzchen in einem Auto gefunden hatten, ging die Anreise los. Irgendwie schien jedes Auto einen anderen Weg zu nehmen, doch schlussendlich sind alle angekommen, was ja auch das Entscheidende ist. Einige gönnten sich im Rossigeschäft noch ein Souvenir, während die anderen sich schon ein Plätzchen am Tisch ausgesucht hatten. Ein gemütlicher Abend, mit durchschnittlichem bis gutem Essen, aber einem sehr ungepflegten Damen WC. Auch was die Abkürzung WLF bedeutet wurde an diesem Abend herausgefunden. Ob du es auch hinbekommst diese drei Buchstaben zu entschlüsseln?

 

Berry hat dem Servierpersonal die Arbeit der Rechnungstrennung abgenommen, indem er erst mal alles bezahlt hat und dann durch alle geteilt wurde. Die Getränke hat er gesponsert. Vielen Dank dafür! Die Noten flogen ihm nur so zu. Er muss sich wie Dagobert Duck gefühlt haben 😉

Wieder in Misano angekommen, waren unsere Parkplätze besetzt. Emanuel übernahm den Job, dafür zu sorgen, dass die anderen ihre Fahrzeuge woanders abstellen, so dass wir unser Vorplatz wieder für uns hatten.

Müde und zufrieden legten wir uns ins Bett.

Sonntag, 13.7.2017

Vor dem Frühstück tankte Antonio seinen Töff noch auf, nicht dass das noch vergessen geht. Ein paar Runden drehte er noch, bevor er neue Reifen aufziehen wollte. Just in diesem Moment kam Alberto mit seiner Frau. Er ist Emanuels Mechaniker und ist gekommen um zu schauen, ob bei seiner Maschine noch was zu machen ist. Leider konnte auch er nichts mehr auf die Schnelle retten, was ganz schön hart zu hören war für Emanuel.

   

Antonio bekam fast noch etwas Stress mit Reifen wechseln, denn schon bald war das Quali, da wollte er schon bereit sein…
Mit seiner 1:57.225 Zeit qualifizierte er sich nicht für das Rennen der freien Klasse A und B von heute. Das Fahren war heute etwas mühsamer, da auch Tagesfahrer teilnehmen durften, so war die Strecke ziemlich überfüllt. Darum fuhr er nur eine Qualy und er wurde von Gino gejagt.
Die Qualifikation lief für unser Jungs und Mädels gut, andere hatten stürze und verursachten diverse rote Phasen. Und Reto nahm auch ein kurzes Bad vor dem Mittagessen.

        

Nach dem Mittagessen, wofür Emanuel höchst persönlich die Früchte geschnippelt hatte, hatte Antonio so viel Spass auf der Strecke, dass er es dabei belassen wollte und den letzten Turn nicht mehr fuhr. Dafür legte er sich zu Silvia in den Privatpool. Die beiden genossen es so sehr, dass sie fast etwas zu viel Sonne abbekommen hatten, wobei Antonios leuchtend roter Rücken wohl eher von der Sonne beim Mittagessen kam.

   

Nach einer erfrischenden Dusche und für die einten noch ein Nickerchen, die andern noch Liebkosungen ,begannen schon die ersten Rennen, (A und B) welche von der Tribüne aus verfolgt wurden. Im ersten Rennen war Raphi dabei, beim zweiten flitzten Berry, Dave und Manuel bei den Tribünen vorbei.

 

Die Jungs waren nach dem Rennen ziemlich erschöpft.

  

Am Abend durfte Melanie, die Freundin von Raphi, mit Dave, auf dem Töff von Antonio am Mechanikerfahren teilnehmen, um auch selber mal auf der Strecke zu sein. Auch Thomas fuhr seine holde Tamara aus.

Dann wurde eine kurze Siesta eingelegt, bevor wir wieder gemeinsam Abendessen gingen.

Bis alle Männer bereit waren, haben die Damen sich noch einen Prosecco gegönnt. Tamara gab alles um die widerspenstige Flasche von ihrem Korken zu trennen, was sie schlussendlich mit ihrem Ehrgeiz, nach stundenlangem Probieren und einer klitzekleinen Hilfe von Thomas, auch schaffte. Nach dem Anstossen standen dann die Männer auch endlich da und so konnten wir losfahren.

  

Raphi wies uns auf den Parkplatz vom Ristorante L’Angelo Azzurro ein. Dave und Nicole spielten noch ein wenig Titanic bis alle eingetroffen waren.

Aufs Essen mussten wir ziemlich lange warten, aber was Soll’s wir haben ja Zeit…

Diesmal war’s Manuel, der sich mit viel Geld berieseln liess. Dafür musste er aber die Rechnung begleichen 😉

Die einen machten auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Cattolica um sich dort ein Gelato zu gönnen. Leider hatten dies nicht alle mitbekommen, weswegen die anderen schon ganz besorgt auf dem Rennplatz warteten (man kann nicht immer gewinnen) 😉

Montag, 14.8.2017

Heute ist der grosse Renntag. Die einen nutzten den ersten Turn noch als Vorbereitung, andere sparten den Pneu lieber fürs Rennen.

 

Ladies, Streetfighter und BotR3. Dies sind die drei Kategorien, die gemeinsam das erste Rennen fahren. Natascha und Antonio durften da mitfahren.

Beide schlugen sich tapfer und kämpferisch durch.

Bei den over 750 gingen Berry, Dave, Raphi und Manuel an den Start. Auch sie drehten den Gashahn kräftig auf.

 

Bei up to 600 und up to 750 zeigten Robin und Reto ihr Können.

Im BotR1 Rennen war Liver am Start.

Antonio durfte bei BotR2 nochmal antreten.

 

Zwei Crazy Old Men hatten wir zwar unter uns, doch so crazy, dass sie hier mitgefahren wären, sind sie dann doch nicht 😉

Ein paar Pokale konnten zusammengetragen werden. Berry holte sich zwei, Reto einen, Natascha (4. Platz im Ladies Cup) einen und auch Antonio (2. Platz Streetfighter) ging nicht leer aus.

 

Nach der Siegerehrung drehten einige noch ein paar Runden, während die anderen ihre Sachen einpackten. Nach der Verabschiedung ging’s wieder in Richtung Schweiz.

Antonio und Silvia legten in Como eine Pause fürs Abendessen ein. Ob das eine gute Idee war? Naja, wir mussten ewig auf unser Essen warten, welches nur teilweise lohnenswert war und per la Coperta mussten wir doch tatsächlich pro Person 3.50 Euro bezahlen. Ob wir wieder in der Trattoria del Gesumin essen werden? Rate mal!

Als wir dann endlich zu Hause angekommen waren, legten wir uns müde ins Bett.

Ein tolles Wochenende liegt in unserer Erinnerung und wir danken allen, die dabei waren. Hat Spass gemacht mit euch!

Antonios Bestzeit in diesem Jahr in Misano: 1:54.926

Rennergebnisse: 2. Platz Streetfighter, 5. Platz BotR2

Spassfaktor: unbezahlbar 😉

Hier noch die Interne Boxenrangliste:

  1. Berry 1:43.751
  2. Dave 1:44.840
  3. Manuel 1:46.191
  4. Raphi 1:47.666
  5. 1:50.396
  6. Reto 1:53.393
  7. Antonio 1:54.926
  8. Simon 1:54.989
  9. Robin 1:57.727
  10. Natascha 2:01.929
  11. Thomas 2:05.613

Testfahrt mit der MT09

Heute hatte ich die Möglichkeit die Yamaha MT09 2017 ausgiebig zu testen.
Was heisst ausgiebig? Ein Wort das sich relativiert je nach Ansicht.
Gestartet bin ich zusammen mit meinem Kumpel Erwin um 08:30 Uhr vom Motocenter in Chur aus gings erst mal Richtung Tessin.

An der MT09 ist mir sofort aufgefallen, dass man mit sitzen gleich vorne am Tank landet.
In Splügen angekommen war klar, dass wir den Pass Richtung Chiavenna nehmen würden.
In Monte Spluga war z’Nüni ziit 🙂 Also einen Stop eingelegt und die ersten Eindrücke verarbeitet.
Die MT09 und ich waren noch nicht so gute Kumpels. Mir passt das Einlenken nicht ganz, ich fühlte mich nicht ganz wohl. Spass machte es aber bis dorthin trotzdem.

In Chiavenna angekommen zeigte das Thermometer 32° an und das Verkehrsaufkommen war sehr hoch.

Ich freute mich das schöne Bergell hinaufzufahren bis nach Maloja. Dies gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsstrecken.

Die MT09 brachte mich mit ihrem 3 Zylindern und 115 PS problemlos und agil auch diesen spassmachenden Pass hoch.

Am BeachClub gab es ein kurzes Fotoshootig bevor es dann weiter ging zu unserem geplanten Mittagessen in Sfazù im Puschlav auf der anderen Seite vom Berninapass.

Auch dieser Pass ist ein Träumchen für Motorradfahrer. Es gibt viele langgezogene sowie engere Kurven. In Richtung Puschlav geht es natürlich mehrheitlich abwärts, doch so kann man sich wieder auf die Rückfahrt freuen, denn nach dem wie immer feinen (heute Pizzoccheri)  Essen im Restaurant Sfazù, ging es zurück ins Engadin.

Erwin und ich haben uns dazu entschlossen, wieder mal den Albulapass unter die Räder zu nehmen. Zuvor brauchten unsere Töffs aber was zu trinken. In La Punt wurde also getankt und ich staunte, nur 5,2 Liter hat die Yamaha gegurgelt.
Zu meinem Pech hat sich ein Hummelchen in mein Lederkombi verirrt! Ich muss wohl nicht erwähnen warum ich es bemerkte oder?(da soll mir einer sagen, dass Hummeln nicht stechen). Es brannte einen Moment lang höllisch. Da gibt es nur ein Gegengift, Adrenalin. 😉

Der Albula ist ein guter Pass um das Fahrwerk der MT09 ein bisschen herauszufordern.
Für meinen Geschmack ist die 193 kg fahrfertige Maschine ein bisschen zu weich. Ich mag es eher härtereingestellt, dennoch hatte ich nie ein ungutes Gefühl bei den zum Teil schlechten Strassenabschnitten.

Endspurt, über die Lenzerheide und wieder zurück zum Motocenter in Chur.

Es hat Spass gemacht mit dem 3-Zylinder, 4-Takt, DOHC, 4 Ventile und den 847 cm3  die 280 km über den Splügen, Maloja, Bernina, zurück wieder über den Bernina, Albula und die Lenzerheide zu fahren.

Wie Anfangs schon erwähnt, sind die MT09 und ich nicht die ultimativen Freunde geworden. Dies hat sich bis zum Schluss durchgezogen und kommt wohl daher, dass die Maschine zu wenig Gewicht aufs Vorderrad bringt.

Was mir ganz gut gepasst hat, ist zum Einen die zweistufige Tractionskontrolle, ob man die jetzt braucht bei den 115 PS sei dahingestellt, jedenfalls vermittelt es ein gutes Gefühl. Zum Andern finde ich den Quickshifter eine coole Sache. Wenn man das einmal hatte, will man es immer haben. Bei der MT09 könnte er noch etwas präziser arbeiten.

Die drei Leistungs-Modi:
A = Aggressiv
B = Regen
Std. = Standart, oder eine ideale Zwischenlösung.

Alles in allem, ein tolles Bike, bei welchem Preis / Leistung voll und ganz passt.

Danke Erwin für’s Begleiten und dem Motocenter in Chur für den bislang guten und zuverlässigen Service. 

Als ich dann die MT09 wieder abgegeben hatte, sattelte ich meine MT10 und düste durchs Versam hoch ins schöne Vals, wo ich von meinem Schatz schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Wie viele Pässe waren es denn heute?

Liebes Blogtagebuch,
gestern habe ich in der Töff WhatsApp Gruppe gefragt, ob jemand Lust hat mit mir eine Töffrunde zu machen. Da ich schon seit ein paar Jahren die Pässe Furka, Grimsel und Susten nicht mehr gefahren bin, machte ich genau diesen Vorschlag:

Ich gehe morgen voraussichtlich auf den Töff, Ziel: Grimsel-Susten-Furka u.s.w.
Da ich aber schon um 17:00 Uhr einen Termin habe, starte ich 8:00 Uhr von der Cooptankstelle in Chur Süd.
Jemand Lust?
Ansonsten schönes WE

2 Kumpels sagten dann auch promt zu 🙂
So machte ich mich kurz vor 8 auf den Weg nach Chur.
Erwin und Lori warteten schon auf mich und es konnte pünktlich losgehen.
Wir freuten uns sehr auf diesen gemeinsamen Ausflug.
Kaffee und Gipfelipause war in Andermatt geplant.

Die Fahrt dorthin bei strahlend schönem Wetter, hat Spass gemacht, auch wenn das Thermometer auf dem Oberalp „nur“ 13°C angezeigt hat.

Während dem wir unseren  z’Nüni auf der Sonnenterasse genossen, schauten wir zu, wie die Urner Rennleitung drei Töfffahrern, respektiv deren Motorrädern eine Parkbusse verteilten, weil diese auf dem Trottoir vor dem Kaffee ihre Oldtimer abgestellt hatten!

Nach einer kurzen Routenbesprechung in welche Richtung wir fahren sollen, ging’s weiter über den Furka und den Grimsel nach Innertkirchen. Ich konnte ein paar Kilometer der Rennleitung nachfahren, die mit Blaulicht unterwegs war. Die hatten so ihre liebe Mühe mit ihrem VW Caddy um die Kurven zu kommen. Aber im Gegensatz zu mir, hab ja kein Blaulicht und keine Sirene um überall zu überholen, waren sie bald weit weg 😉

In Innertkirchen machten wir den ersten Tankstop! Wobei die Suzuki von Erwin noch lange kein Most gebraucht hätte! Die verbraucht sehr viel weniger als die Yamaha MT10 von Lori und meine.

Früher haben wir in diesem Dorf immer z’Mittag gegessen, im Restaurant Post. Da wir aber zeitlich gut unterwegs waren und Lori den Wunsch geäussert hatte, mal die alte Gotthardpassstrasse zu fahren, machten wir uns daran nach Andermatt zu fahren um dann zu schauen, ob es eventuell zeitlich möglich wäre seinem Wunsch nachzukommen.

Auf dem Weg dort hin, also über den Susten , welcher sehr viel Spass machte, schaute ich kurz vor Wassen, ob es ein Restaurant gibt, um eine Mittagspause zu machen.
Tja, der erste Versuch misslang. Wir standen zwar auf dem Parkplatz, aber irgendwie macht uns warmer Schinken mit irgendwas nicht so an, also zogen wir subito weiter.

Das war dann auch gut so, denn von Wassen bis nach Andermatt; eine einzige Kolonne! Da wird ja schon seit Längerem an der Schöllenenstrasse gebaut.

Die Pause haben wir dann in Andermatt im Hotel Aurora gemacht.
Von Spaghetti Bolo über Älplermagronen bis zum Fitnessteller und Dessert liessen wir es uns gut gehen.

Glücklich und satt, sattelten wir unsere Maschinen wieder und da wir ja zeitlich sehr gut unterwegs waren, nahmen wir die alte Gotthardpassstrasse mit seinen Bsetzisteinen unter die Räder.
Ist wirklich ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Trotz modernsten Untersätzen kommt ein hauch Nostalgie hoch.

Dann wurde es ein bisschen langweilig, deshalb haben wir von Airolo bis nach Bellinzona, respektiv Lostallo, die Autobahn genommen, war auch gut so, denn das Thermometer zeigte 33°C an.

Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den San Bernardino. Das ist einfach ein genialer Pass der höllisch Spass macht.
In San Bernardino selber wollten wir eigentlich tanken. Ok, also nur die Yamahas, aber da standen die Autos Schlange, so dass wir beschlossen erst auf der anderen Seite des Passes zu tanken.
Da kommt mir nur eine einzige Tankstelle in den Sinn. Eine kleine versteckte Tanksäule in Splügen.

Tja, wir haben es gerade noch so geschafft, die Tankuhr war schon seit ein paar Kilometern auf Reserve! Ja, ausser bei der Suzuki, Erwin hätte noch locker bis Nachhause fahren können.

Nun standen wir in Splügen, und es war kurz vor 16:00 Uhr. Was nun? Nachhauese oder doch noch eine kleine Schlaufe ziehen?
Ich fragte mal schüchtern, wie das allgemeine befinden sei.

Und wir waren uns schnell einig. Wir wollten weiter fahren, aber erst musste ich Zuhause noch Bescheid geben, dass das Geburtstagskind Emanuel uns mit etwas Verspätung erwarten muss.
Also ging’s weiter über den Splügenpass.

Wow, was für ein Verkehr, das auch wegen einer Baustelle auf der Schweizerseite.
Wir sind aber gut vorangekommen und genehmigten uns in Monte Spluga einen Espresso, bevor es wieder in Richtung brütende Hitze ins Tal hinunter nach Chiavenna ging.
Ja, ja, der Splügenpass, der macht nicht allen so viel Spass wie uns, die extremen Spitzkehren sind schon speziell, mir persönlich gefallen die.

Wie erwartet war es in Chiavenna sehr, sehr heiss! Zum Glück ging’s jetzt wieder langsam aufwärts in Richtung Engadin.

Ich liebe die Strecke durchs Bergell, den Maloja rauf bis zum gleichnamigen Dorf. Jedes Mal eine wahre Freude. 🙂

Nun gab es 3 Möglichkeiten für den restlichen Heimweg, direkt über den Julier, über den Albula und die Lenzerheide oder über den Flüela.
Wir haben die mittlere Variante gewählt und haben die zwei restlichen Pässe mit Genuss abgefahren.

Exakt am selben Ort wie vor 11 Stunden haben wir unsere Motorräder wieder aufgetankt und uns verabschiedet.

War eine coole Ausfahrt.
Danke euch zwei für’s Mitkommen und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich jetzt schon.

Die Route am 22.07.17:
Oberalp, Furka, Grimsel, Susten, Gotthard, San Bernardino, Splügen, Maloja, Albula, Lenzerheide. Insgesamt ca. 535 Km

Weitere Routenempfehlungen findest du unter: http://www.loslachen.ch/schweizer-paesse/

Nach einer wohltuenden Dusche ging’s dann, mit einer klitzekleinen Verspätung zu Emanuels Geburiparty. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.

Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Dienstag 04.07.17 Rückreise von Alta über Oslo nach Zürich.

Um 5.15 Uhr klingelte der Wecker. Wecker? Wieso  klingelt der jetzt? Und zack, war er abgeschaltet. Aber halt mal! Das hat ja einen Grund warum der geklingelt hat, stimmt ich muss noch ein letztes Mal früh aufstehen.

Kurz gefrühstückt und schon wurden wir zum Flughafen gebracht. Das Wetter lies zu wünschen übrig, doch heute war mir das egal 😉

Das erste Flugzeug brachte uns mit einem kurzen Zwischenhalt nach Oslo. Dort hatten wir zwei Stunden Aufenthalt, während welchem ich mir gerne einen Starbucks Kaffee gegönnt hätte. Ich sah immer Leute mit angeschriebenen Bechern vorbeilaufen, doch es dauerte ganz schön lange, bis ich den begehrten Laden gefunden hatte. Dort wollte ich eigentlich einen Latte Macchiato für mich und einen Espresso für Kay. Doch die haben mich nicht richtig verstanden und stattdessen bekam ich einen Latte mit ein paar Espressi drin. Ich erklärte mich nochmal und bekam dann endlich was ich wollte.
Kay haute es fast zurück als er den ersten Schluck des Getränk zu sich nahm. Der muss sowas von stark gewesen sein…
In der Wartehalle montierte Kay noch ein paar Kleber auf seinem (neuen) Helm.

 

Schon bald stand das Flugzeug, welches uns in die Schweiz zurückbringen sollte bereit und wir durften einsteigen.

    

Nach der sicheren Landung in Zürich warteten wir auf unser Gepäck. Silvia stand bereits hinter der Scheibe und wer ist denn das? Neben ihr ein Mann? Denn kenn ich doch. Kurt? Was macht der denn hier?
Auf dem gleichen Flug waren seine Enkel, die er abholen wollte. Zufälle gibt’s!
Kay wurde ebenfalls abgeholt und so trennten sich hier unsere Wege.

Vielleicht wiederhole ich mich, wenn ich sage, dass dies ein einmaliger, hammercooler Spitzentrip war, den ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei Emanuel Elsa vom Numberone-magazine, der mich auf diese Reise geschickt hat, bei Honda für die super Organisation bis ins kleinste Detail und bei Kay, ohne den die Reise wohl nur halb so viel Spass gemacht hätte.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf.
Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!

Montag 03.07.17 Tag 8. Ziel erreicht!!!

Als ich heute Morgen, sehr früh aus dem Fenster schaute, sah es nicht gut aus mit dem Wetter; Bewölkt, kalt und nass 🙁

Der letzte Tag begann so wie auch die ersten angefangen haben.

   

Das tägliche Ritual wurde heute von einer Klavierbegleitung untermalt. Allerdings schien diese so beruhigend zu sein, dass Kay gleich wieder eingepennt ist. Nachdem wir ihn wieder wach bekommen hatten, düsten wir los. Ziel: Nordkap!

Schon bald rieselten ein paar Regentropfen auf uns herunter, war aber nicht so schlimm und trotz kühlen 10-14°C hat es Spass gemacht. Die Renntierwarntafeln machten heute wirklich Immer wieder hab ich welche gesehen. Zum Glück fast immer mit sicherm Abstand zur Strasse.

 

Diese Renntiere (wie auch die Kühe) leben anscheinend am liebsten dort wo die Landschaft sehr karg ist und nicht mal in den Wäldern. Unglaublich, manchmal sah ich sogar grosse Gruppen mit mindestens 30 Stück samt Jungen, sooo herzig.

Die Spannung und Emotionen stiegen mit jedem Kilometer, den ich dem Ziel näher kam und dann…

…Juppiiii wir sind da!!! Die Honda Africa Twin hat mich zuverlässig ans Ziel gebracht. Ich bin begeistert von dem Motorrad. Diese Honda ist wie geschaffen für solche Trips und wir waren ein tolles Team! Danke Honda 🙂

       

Nachdem sich die Freude ein bisschen eingepändelt hatte und das erste Fotoshooting vorbei war, gab es noch eine Rede vom Honda Manager Vito Cicchetti.

Danach war ein leckeres Essen angesagt, natürlich mit Dessert.

 

Selbstverständlich hab ich auch den Tradi gesucht und geloggt.

Komme wahrscheinlich nicht so schnell wieder hier hoch. Dann machte ich noch ein paar Bilder für den Earth und genoss es die letzen 8 Tag Revue passieren zu lassen.

   

  

Wir können alle Stolz auf uns sein, ein tolles Team und alles bis ins kleinste Detail von Honda geplant und durchorganisiert. Das war Luxsus der Extraklasse!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Emanuel Elsa vom NumberOne Magazin und an Honda!

Ach ja, nun aber wieder zurück zum Bericht 🙂

Bevor es dann wieder nach Alta ins Hotel gehen konnte, mussten wir noch warten bis die Facebook Liveübertagung erledigt war, das dauerte noch einen Moment, machte aber nichts denn ich hatte ja noch einen Auftrag von meinem Schatz!

  

Ich soll ihr eine Postkarte senden vom Nordkap, denn sie sammelt Briefmarken:-) Zum Glück hab ich dran gedacht 😉

Dann hab ich, natürlich aus lauter Gewohnheit noch die noch offenen Büxlis runtergeladen ohne grosse Hoffnung, dass es hier in der Gegend etwas zu holen gibt…

…doch da ist einer! Ich hatte keine Ahnung, ob der auch in meiner Richtung liegt (wobei es hier oben so viele Richtungen gar nicht gibt 😉

Habe den Tradi mal angepeilt und mir die Distanz gemerkt, wann ich wieder auf die Karte schauen muss. Das war in ca.90 km.

Ja klar, ich war wieder voll im Adrenalinrausch, die Kombination vom gerade Erlebten und einem weiteren möglichen first to found mit der Honda; unbeschreiblich! Dazu machte noch ein Gerücht die Runde, dass die Rennleitung in Lauerposition sei! Supi…

Jedenfalls startete ich „wieder mal“ als erster 😉

Die Sonne zeigte sich nun auch wieder und ich musste mal anhalten um ein Bild zu schiessen. Da sieht man die Quelle und weit unten zwei Seen, oder ist das eine das Meer?

Und wieder sah ich viele Renntiere von nah und fern.

Mannn können 90 km lang sein!

Als ich dann auf die Karte schaute, hab ich die Hoffnung aufgegeben. Es schien so, als ob ich einen anderen Weg nehmen muss….Doch dann….Die Freude war riesig als ich bemerke, dass ich goldrichtig lag. Ich muss die offizielle Route nur für 4km verlassen, das passt.

Zum Glück hab ich das auf dem Hinweg zum Nordkap nicht gewusst 🙂

Der 0 Punkt lag bei einer Bushaltestelle.

Ich umrundete diese und fing schon an zu zweifeln.

Also Helm ab und nochmal rundherum und… Zufällig berührte ich was. Das war der Cache und ich war der erste 🙂

Wow, perfekter kann der Tag ja gar nicht sein.

Name eingetragen, Fötali gemacht Helm auf und zurück auf die Route mit einem breiten Grinsen im Gesicht und Vollgas 🙂

Kaum wieder auf dem richtigen Weg, kam ein SMS von Honda, man solle beim Punkt 5 tanken. Ja supi, ich war schon bei der Punkt 7.

Die Tankanzeige hatte sich schon ziemlich gesenkt, doch vielleicht reicht das Benzin ja noch…
Hab ich da gerade ein déjà-vu? Hatten wir das nicht schon mal mit dem Benzin?

Plötzlich lag dieser Geruch von Regen in der Luft und wirklich, nach zwei Kilometern begann es zu regnen. Komischerweise machte mir das überhaubt nichts aus. Ein so geiler Tag kann auch der stärkste Regen nicht versauen. Zudem ich war ja eh auf dem Weg ins Hotel.

In Alta angekommen, mittlerweile ohne Regen, war ich wieder mal einer von den ersten! Trotz Umweg! Muss ich mir Gedanken machen? Nein, mach ich nicht. Ach ja, der Tank hatte auch gereicht 😉

Somit war der Trip mit der Africa Twin zu Ende.

Alles Persönliche ausbauen, Schlafsack abschnallen, Topcase leeren und Töff abgeben.

Ja, da war ich schon ein bisschen traurig, dass die so eine hammergeniale, aber auch anspruchsvolle Tour  nun zu Ende war.

Wie sag ich immer?
„Man kann nicht immer gewinnen“, aber dieses mal hab ich gewonnen 🙂

Fun ohne Ende, tolle Leute kennengelernt, ein geniales Motorrad fahren dürfen und noch nicht mal an meine Grenze gekommen. Zudem war ich sehr glücklich, alles heil überstanden zu haben, was ja auch nicht selbstverständlich ist.

Dann ging’s raus aus den Klamotten und ab unter die Dusche.

Um 19:45 Uhr gab es ein Meeting und um 20:00 Uhr wuden wir mit dem Bus zum Dinner abgeholt 🙂

Am Ziel angekommen erwartete uns ein Zelt oder zumindest sah es aus wie ein Zelt. Draussen war ein Feuer von Bänken eingekreist. Diese wiederum waren mit Rentierfellen zugedeckt.

Ein toll angerichteter Apero stand für uns bereit: Häppchen und was um den Durst zu löschen.

  

Nach dem leckeren Willkommensgruss, wurden wir in den edlen Speisesaal geführt, in welchem man uns erst mal mit diversen kleinen, exquisiten Vorspeisen verwöhnt hat.

  

Wir kamen uns vor wie Könige. Honda hat nicht nur eine perfekte Reise aus die Beine gestellt, sondern auch ein mehr als würdiger Abschluss aus dem Köcher gezogen.

Zur Hauptspeise fanden wir ein Rentier in unserem Teller, natürlich nicht ein Ganzes 😉

Hmmm…die Felle davon haben wir draussen ja bereits gesehen. Ob das wohl die selben waren? Oder sind es gar welche, die ich heute noch auf der Strasse gesehen habe? Besser nicht weiter studieren, sondern einfach geniessen.
Vom Geschmack her war es ähnlich wie Rind. Sag ich doch; die Kühe des Nordens 😉 Jedenfalls hat’s mir sehr geschmeckt. Auch das Dessert liess ich mir nicht entgehen, obwohl ich so müde war, dass ich auf der Stelle hätte einschlafen können.

Nach dem Essen wurde noch ein wenig geplaudert, bevor der Bus uns ins Hotel brachte….irgendwas von einer besonderen nächtlichen Überraschung war mal noch die Rede…aber davon berichte ich dann erst beim morgigen und letzen Bericht.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
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Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
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Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben

  1. Sonntag 02.07.17 Es geht langsam dem Ende zu…

…jenu, c’est la vie!
Heute war ausschlafen angesagt. Obwohl ich um 5 Uhr hellwach war, konnte ich nochmals einschlafen bis der Wecker losging.
Was ich im Zelt zu kalt hatte, hatte ich diese Nacht viel zu heiss! Die Fenster lassen sich hier nur einen kleinen Spalt öffnen. Aber egal, Hauptsache ausschlafen…

Der morgendliche Ablauf war wie immer, morgenessen, Briefing und dann losfahren.

 

Für heute war Regen angesagt. Schon in der Nacht hatte es damit angefangen.
Als wir zum Morgenessen gingen war noch alles nass und der Himmel düster, doch im Moment regnete es nicht.
Ich entschied mich gegen Regenklamotten. Vielleicht bringt ja positives Denken die Sonne herbei.

Da wir die einstündige „Nachtfahrt“ gestern ausgelassen haben, machen wir diese Runde heute Morgen, bevor es Richtung Alta ging, so quasi als Aufwärmerunde.
Wir starten alle zusammen, also hintereinander. Eine geführte Gruppe sozusagen. Der grösste Teil führte uns der Küste entlang. Kein Regentropfen viel vom Himmel, dafür zeite sich bald die Sonne und es wurde immer wärmer.
Ziel der Aufwährmrunde war wieder die selbe Tankstelle wie gestern.

Ich war schnell und so düste ich gleich los in Richtung Alta. Ich freute mich auf die bevorstehenden 392 km. Mein erstes Ziel war der Lunchplace.
Wobei dieser wohl irgendwie verschoben wurde. Hab das beim Breafing nicht recht verstanden. Da wurden mir meine mangelnden Englischkenntnisse zum Verhängnis.
Ich war lange der Meinung der erste zu sein, wobei das ja grundsätzlich keine Rolle spielt, doch nach ca. 140 km schloss ich auf einen Spanier auf.
Dieser fuchtelte etwas herum, da ich nicht verstand, was er wollte, hielten wir an.
Tja, er hat den Tankstopp ausgelassen und fuhr jetzt schon auf dem letzten Tropfen und bis zur nächsten regulären Tankstelle reicht es ihm nicht mehr.
Zum Glück waren wir gleich beim Lunchplace, und wie wir das von der Hondaorganisation nicht anders gewohnt sind, waren sie auch für solche Fälle gerüstet, denn sie hatten Benzin dabei.

Vor dem Essen gab es aber noch Action; eine Offroadstrecke den Berg hinauf, inklusive Schaf-ausweich-Technik 😉

  

Da ich ja noch genug Benzin im Tank gehabt hatte, war ich der erste, der oben war und so konnte ich das superfeine Essen unseres Food Trucks in Empfang nehmen und bei einer wunderschönen Aussicht geniessen.
Auch der Rocker Kay strahlte wie ein kleiner Junge als er oben ankam, ganz nach seinem Gusto, wie er meinte. Es war ja auch wirklich eine coole Sache.

Hier noch ein kurzes Video von meinem Einsatz:

Die ganz Mutigen sind dann ganz im Off gefahren 😉 Nein, ich nicht!

  

Und wie man das von mir nicht anders kennt; beim Kaffee und Guzzeli, schaute ich was die FTF s in der Gegend so machen…
Ui, ganz in der Nähe vom nächsten Tankstopp sind sieben neue Caches rausgekommen. Na dann… da ich ja längst fertig war, könnte ich ja eigentlich schon starten. Gesagt, getan!
Trotz höherem Puls, stoppte ich hinund wieder um ein, zwei Bildchen zu schiessen.

  

Der erste Cache, den ich anpeilte war im Wald. Zuerst dachte ich es gäbe einen Weg dorthin, doch dem war nicht so. Also musste ich mein Bike im Wald abstellen und mich 150 Meter durch den weglosen Urwald kämpfen… noch mehr schwitzen in den dicken Töffklamotten.

Der 0 Punkt verarschte mich immer wieder und  ich suchte und suchte… das schlimmste waren die kannibalischen Mücken! Die wollten mich auffressen! Nun zahlten sich die Klamotten wieder aus.
Mit dem Hint konnte ich nicht viel anfangen, und so machte ich mich nach einer Weile zurück zur Honda.

Auch wenn ich viel Zeit verloren hatte, wagte ich einen zweiten Cache ganz in der nahe an der Strasse anzufahren. Allerdings musste ich dafür 6km Umweg in Kauf nehmen, da ein Fluss im Weg war.
Auch hier suchte ich eine Weile und musste dann aufgeben.

Ich musste nun ein Stück  auf der Route zurückfahren um zu tanken. Ich hab wohl zu lange im Wald rumgetrödelt! Alle waren schon durch! So musste ich halt mit meiner eigenen Karte ein paar Tropfen reinlassen. Selber Schuld!
Dann ging’s weier nach Alta. Wieder ganz schöne Landschaften und wieder im Egomodus unterwegs. Geht ja nicht anders, wenn alle schon weg sind 😉
Macht Laune so zu fahren, wie es einem grad passt oder spontan anzuhalten, wenn man ein passendes Sujet für ein Foto gefunden hat.

  

Dem Schnee war ich heute zwar ganz Nahe, doch die Temperatur lag trotzdem bei 20°C.

Jetzt weiss ich auch für was die „Vorsicht Renntier“ Tafeln überall herumstehen. Genau, eine Gruppe von circa sieben Stück spazierte gemütlich auf der Strasse herum! Ich zückte natürlich das Handy und versuchte das gerade Gesehene festzuhalten, bevor sie sich ohne Eile über die Leitplanke  aus dem Staub machten. Und siehe da, es hat geklappt 🙂

 

In Alta angekommen, ja ich bin schon ein bisschen Müde, wurde zuerst wieder vollgetankt und dann ging’s zum Hotel.

Da wurden wir auf den Parkplatz eingewiesen, wo dann die Mechaniker alles checkten damit wir morgen beruhigt unseren letzten Teil der Fahrt  zum Nordkap in Angriff nehmen können.

Den Zimmerschlüssel (den Luxus, dass wir immer Einzelzimmer bekommen haben, hab ich schon sehr geschätzt) abholen, die wohlverdiente Dusche geniessen und schon war es Zeit fürs Abendessen.

 

Das was von lecker, dass ich gleich zweimal schöpfen musste 😉

Nach dem Essen erkundete ich noch ein wenig die Gegend und suchte ein paar Dosen.

    

Morgen geht’s ans Nordkap, da freu ich mich ganz besonders drauf. Hoffentlich macht das Wetter mit, damit wir auch was sehen können von dem speziellen (fast nördlichsten Punkt) von Europa.

Reiseverlauf:

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Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht

Samstag 01.07.17 Tagestour und anschliessend noch eine Nachtfahrt (zumindest wäre diese geplant gewesen).

Nach einer eher kurzen und kalten Nacht war um 6:00 Uhr Tagwach!

Es braucht grosse Überwindung aus dem Schlafsack zu schlüpfen und in die kalten Klamotten zu steigen, doch was sein muss muss sein.

Der 200 metrige Marsch zum WC / Waschraum wärmte dann wieder etwas auf. Frühstück am Strand, nicht schlecht was?  🙂

   

Auch das Briefing fand draussen statt und Erick erzählte uns vom Tisch aus was heute so abgeht.

Der heutige Gastfahrer heisst Alex Caizergues „professineller Kideborder“ er wird uns begleiten.

Ausser einer langen Tagestour mit Offroadeinlage ist eine optionale Nachtfahrt geplant  „was heisst hier Nacht? Die Sonne geht ja nie unter!

Egal, auch heute heisst das Motto: Spass haben und das werden wir heute ohne Fährenstress auch haben.

Die ersten ca.70km nahm ich es eher gemütlich und suchte nach schönen Orten um ein paar Bilder zu schiessen. Dabei hatte ich mehr Glück als mit Cachen.
Ich suchte bis zu diesem Punkt 3 Stück und gefunden hab ich keinen einzigen.

   

Durch die Gemütlichkeit hat es mich relativ nach hinten gespült. Ein Marshall hielt an und fragte mich ob alles ok sei… ups… das war wohl ein Zeichen der Africa Twin wieder zu zeigen wie es hier abgehen kann.

Soooo cool… ich kam so richtig in Fahrt und schon bald war ich wieder in der ersten Hälfte der Biker.

Die Fahrt, mal der Küste entlang, mal über Land und Berge und sogar durch Tunnels, die unter dem Meer durchführen, alles war bis zur Mittagspause vertreten.

Ach ja, das Wetter war zwar nicht mehr so klar wie in den letzten Tagen, aber voll ok, von 13°C bis 19°C war am Morgen alles dabei. Und am Nachmittag erreichte das Thermometer sage und schreibe 27°C. Ich musste mich von diversen wärmenden Klamotten trennen.

Das Mittagessen haben wir im Fischerdorf bekommen. Einfach aber gut.

     

Am Nachmittag ging es dann zügig rauf und runter coole etwas holprige Strassen aber wirklich genial, die Honda schluckte auch grössere Unebenheiten bravurös.

Seit 2 Tagen fährt das Swissteam im Egotrip, das heisst, jeder fährt für sich, in seinem persönlichen Tempo.

Doch immer wieder kreuzten sich unsere Wege und eimal peilten Kay und ich zufälligerweise den selben Parkplatz an. Das Wassertinken kommt fast zu kurz. Daher sind bewusste Trinkstopps schon wichtig.
Er legte sich noch einen Moment auf’s Ohr um einfach mal zu sein.
Ich hingegen spazierte den Hang hinauf in der Hoffnung endlich einen Cache loggen zu können. Das klappte dann auch und so war der Tag gerettet 🙂

  

Ca. 25km vor der Ankunft beim Hotel gab’s noch eine Offroadeinlage. Nichts Spektakuläres aber es machte trotzdem sehr viel Spass.

  

Ach ja, die Traktionskontrolle hab ich auf der ersten Stufe ausprobiert und die war voll ok, man fühlt sich sehr sicher bei dem lockeren Untergrund.
Als ich bei der Offroadfahrt wieder mal an einem schönen idyllischen See vorbei kam, konnte ich auf dem Weg gleich noch einen Geocache mitnehmen. Da es hier wirklich so schön war, habe ich die Honda hingestellt und versucht ein schönes Foto zu schiessen.

Dann ging’s ab ins Hotel, wobei Hotel ist untertrieben. Es sind kleine 4 1/2 Zimmwonungen 🙂

       

Eigendlich wären Kay und ich nicht zusammen in einem Haus gewesen, er hat das zum Glück geschnallt und umdisponiert. Für mich als einziges nicht englisch sprechndes Wesen wäre das noch blöd gewesen. Darum; danke Kay!
Im Häuschen hat es 2 Kinderzimmer und 1 Elternzimmer.
Der Rockstar Kay Brem hat sich das Elternzimmer gleich unter den Nagel gerissen 🙂 er darf das 😉 Der schneller isch dr gschwinder.

Und was macht man an so einem coolen Ort nach einem anstrengenden Töfftag mit 454 Kilometer unter dem Allerwertesten? Genau, man gönnt sich ein Jacuzzi 🙂 war das cool 🙂

Dann ging’s zum Nachtessen.

   

Die angekündigte Nachtfahrt musste leider abgesagt werden. Einerseits schade, andererseits tut so eine Pause nach einem anstrengenden Tag auch gut.

Zum Glück dürfen wir morgen ausschlafen, wir starten erst um 9:00 Uhr.

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Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf

Freitag 30.06.17 Der fünfte Tag

Die Nacht war kurz, da wir gestern ja erst nach Mitternacht vom Nachtessen zurückgebracht wurden, die Vorhänge im Zimmer nichts taugten und wir heute schon um 6:00 Uhr aus den Federn mussten damit wir die erste Fähre erwischen konnten.

Es herrschte ein wenig Chaos in der Unterkunft. Ich glaube die sind sich nicht gewohnt so viele Leute auf einmal zufrieden zu stellen 🙂

Hauptsache; Wetter gut, alles gut.

Start war um 7:30 Uhr und wir kamen zügig voran. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass die Route genau an den neuen Caches vorbeiführte, welche ich gestern noch etwas abseits auf der Karte gesehen hatte.
Supi, da war es wieder, das Adrelanin! So gab ich meinem Baby die Sporen und hoffte auf einen schnellen found, denn das Programm ist straff..

   

Ich musste kurz links abbiegen und ich konnte genau vor das Büxli fahren.
Eine Tupperdose lag einfach unter der Infotafel. Andere Länder andere Sitten! Mir war’s recht. Und der Logstreifen noch jungfräulich und somit konnte ich schon wieder ein FTF verbuchen.

Weiter ging’s. Der nächste niegelnagelneue Cache lag leider zu weit vom Weg entfernt, so lies ich es und gab einen weiteren im Navi ein.

Bald konnte ich die eine Gruppe wieder aufholen, über weitere FTFs machte ich mir keine Gedanken mehr. Auf einem Parkplatz legte ich dann doch nochmal einen Stop ein. Der Nullpunkt lag an einem schönen Holzsteg, Cache konnte ich dort aber keinen finden.

Dafür wurde ich beim nächsten offiziellen Honda-Stop wieder fündig. Ein Ort, an welchem Süss-und Salzwasser zusammen fliessen. Wenn man Glück hat, kann man dort einen riesen Strudel sehen.

Die riesen Fähre, welche uns heute ein paar Stunden beherbergen wird, erreichten wir pünktlich. Grund dafür war vielleicht die ausgelassene Offraodstrecke, die wir aufgrund der vielen Regenfälle in den letzten Tagen, nicht hatten passieren können.

 

Auf dem Schiff wurden wir eingewiesen und mussten unsere Bikes mittels Spannset sichern. Das war wohl nicht die dümmste Idee, was die Erfahrung der letzten Tage gezeigt hat. Zudem war die Überfahrt ziemlich schaukelig. Für mich zwar sehr entspannend, aber für die Bikes wäre es ohne Spannset vielleicht nicht so ruhig gewesen. Ich suchte mir ein gemütliches Plätzchen und genoss die Überfahrt.
Da diese so lange dauerte, konnte ich noch ein Nickerchen machen.

 

Als wir dann endlich wieder an Land waren, hatten wir freie Fahrt. Wir müssten dann einfach irgendwann auf dem Camp ankommen.
Immer wieder machte ich Fotostops, die Honda hatte es heute sehr easy mit mir, denn ich tukerte gemütlich durch diese aussergewöhnlich schöne Landschaft.
Man weiss gar nicht was man alles anschauen soll hier auf den Lofoten. Ich glaube Bilder sagen mehr als Worte.

   

  

Wieder war ich einer der ersten, die im Camp angekommen sind. Unglaublich, was die Honda-Mannschaft hier aufgestellt hat:

 

Ein cooles Zeltlager! Ach ja, hab ich überhaupt schon gesagt, dass dies die Nacht ist, die wir im Zelt verbringen werden? Nein?- Dann weisst du es jetzt!
Endlich kann ich den Schlafsack, den wir für diese eine Nacht mitschleppen mussten, von meinem Bike abschnallen 🙂

  
Im Hauptzelt werden wir das Abendessen zu uns nehmen, welches im Food Truck zubereitet wird.
So ein Camp am Meer ist cool, also wirklich wortwörtlich cool, denn es war relativ frisch.

Kay und ich genossen ein Bierchen (oder zwei) bevor er zum Interview gebeten wurden.

   

Dann gab es was zu Essen; zwei verschiedene Fleischsorten, 2 Fischarten, Jakobsmuscheln und Crevetten, dazu gemischtes Gemüse und Kartoffeln. Lecker war’s, ausser dem Fisch, den überliess ich den andern. Dann gab’s noch ein Unterhaltungprogramm; zwei Ladys, die eine Geigerin, die andere Gitarristin und beide können echt gut singen. Ich hab sogar das erste Mal ein Live Video über Facebook gemacht, coole Sache!
Zum Abschluss wurde noch ein Feuer, das mich an ein 1. Augustfeuer erinnerte, entzündet.

Zu später Stunde kuschelte ich mich in den Schlafsack, bin mal gespannt wie wir zu sechst in dem Tippizelt schlafen werden. Hoffentlich schnarcht keiner, und wenn, dann hoffentlich nur ich, dann höre ich es nicht 😉

Und hier noch eine Aufnahme von 23:54 Uhr

Die Sonne touchiert den Horizont bei ihrem Untergang und geht dann sofort wieder auf. Da dieser Wendepunkt aber erst um 2:00 Uhr passieren wird und ich morgen um 6:00 Uhr aus meinem Schlafsack kriechen muss, stell ich mir einfach in meinen Träumen vor wie der Pingpongball nach dem Aufprall am Boden wieder in den Himmel spickt.

So im Schlafsack fühle ich mich ein bisschen wie dazumal im Militär…

…und hier noch eine Nachricht an meinen Schatz:

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Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag

Donnerstag 29.06.17, Tag Nr. 4

Auch heute war wieder um  6:15 Uhr Tagwache. Gefolgt vom Frühstück und um 7:15 Uhr fand das alltägliche Briefing statt, bevor wir um 8:00 Uhr aufbrachen.

Das gibt ein Fährentag, ganze fünf Mal müssen wir uns verschiffen lassen.

Damit wir jede auch erwischen, fahren wir wieder in drei Gruppen, gel Kay, nicht wie fälschlicherweise im Bericht von Tag 1 (in dreier Gruppen ) geschrieben 🙂

Die erste haben wir ohne Probleme erreicht.

Wir wurden gebeten keine Zwischenstopps einzulegen, also zwischen den Fähren, damit wir keine zu verpassen.
Also waren zügig unterwegs zwischen der ersten und der zweiten Fähre und wessen Töff steht zuforderst? Genau meiner.

Jetzt warten wir auf das zweite Schiff um es von uns Stürmen zu lassen 🙂
Die Überfahrt dauert 1 Std. Echt der Wahnsinn dieses Land.
Wenigstens haben wir auf dem Schiff die Gelegenheit ein paar coole Picks zu schiessen und ein „Pancake“ mit Konfitüre und dazu einen Kaffee zu geniessen (mein Schatz wäre ganz schön neidisch, wenn sie das wüsste;-).

Die Fahrt zur dritten Fähre ist genau nach meinem Gusto, vorne weg und zügig um die schönen Kurven, einfach genial.

  

Dazu kommt, dass die Federung der Africa Twin heute etwas härter abgestimmt ist. Und das ist sehr gut so, denn bei diesen kurvigen und welligen Strassen gibt dies ein noch viel besseres Fahrgefühl als man es sonst schon hat.

Hier hatten wir am Hafen einen längeren Aufenthalt und… der einzige Cache weit und breit ist gerade nicht verfügbar. Dafür hab ich zwei nette Fischer, Torsten und Swen getroffen und so Einges erfahren. Da sie Deutsch waren, konnte ich mit ihnen sprechen, sonst wäre das wohl schwierig gewesen.

Sie liessen mich sogar selber mein Glück versuchen und… innerhalb von 10 Miniuten waren 2 Fische an Land!

   

Ok, ok, die waren schon vorher dort gewesen 🙂 Aber ich war live dabei als Sven einen rauszog.

Dann hatte ich auch noch das Glück ein mini Wal zu sehen, etwa in der grösse eines Delfins, soooo cool.

Vom Schiff aus verabschiedete ich die beiden und  nahm den Lunch zu mir. Die Überfahrt dauerte ca.35 Minuten.

 

Ich gehörte wieder zu den ersten, die auf die Fähre fahren durften. Als erster rein, als erster wieder raus, so einfach geht das.

Kaum losgefahren hatte ich den Duft vom Meer in der Nase, vor mir eine traumhafte Gegend bei noch schönerem Wetter mit einem Bike, von dem man gar nicht mehr runter will. Ein Traum!
Auch auf diesem Wegstück war ich wieder vorne dabei, nur unser Stargast Kevin Benavides und ein Fotograf, haben noch mehr Gas gegeben.

Schwups und weg waren sie. Der Fotograf hat dann mal angehalten um ein paar Bilder zu knipsten. Klar doch, ist ja auch sein Job 😉
Ich war somit alleine unterwegs, tolle Strassen, mal rauf mal runter… kleinere Pässe halt.
Der Duft des Meers wechselte sich mit jenem von frisch riechendem Gras und dem herrlichen Geruch der bunt leuchtenden Blumen… Freiheit puur.

Ich kam als einer der ersten bei der zweitletzen Fähre an. Ein Schiff fuhr zeitgleich mit mir an den Hafen, einfach von der anderen Seite her.
Ups… das ist aber nicht die richtige, meine geht erst in 1:3/4 Std. War ich so viel zu schnell?

Da aber unsere Begleitfahrzeuge auch bereits da warteten und genau diese Fähre nehmen, meinten sie ich könne auch gleich mit.
Gesagt getan, so hatte ich nachher mehr als genug Zeit um dann zum letzten Schiff zu düsen.

Es war eine einstündige Überfahrt und ich passierte den Polakreis. Wow!

  

Die Strecke zur nächsten und letzten Fähre dauerte nur ca. dreissig Minuten. Nach der letzten Überfahrt ging’s Richtung Tankstelle, welche sich gleich beim Hotel befindet. Das war ganz schön knapp mit dem Most, doch Honda hat das genau berechnet.

Ach ja, auf dem Weg liess ich es mir nicht nehmen, hin und wieder anzuhalten um die fantastische Landschaft fotografisch festzuhalten. Sogar Gletscher konnte ich auf dem Weg sehen. Schon speziell, wenn Gletscher, Meer und die Berge so Nahe beieinander liegen. Wirklich eine tolle Bikestrecke, die einem so viele tolle Eindrücke bietet.

 

Als am Ziel getankt war, sagte mir die Mannschaft, ich solle doch noch die Gegend anschauen und ein paar Bilder schiessen bis die anderen ankommen. Klar doch, warum nicht, aber zuerst schaute ich natürlich, ob es ein Cache in der Nähe hat. Öffne die Geocache Karte und der erste den ich anklickte?!?!?!?!  Waaas?
Noch kein found? Wow, was ist denn da faul dran? Also los, 4km. Ja mein Adrenalin war wieder auf Hochtouren 🙂
Am 0 Punkt herrsche Ruhe; ein Lost Place… oh mannnn was suchte ich hier… alles verwachsen, doch dann… jupiii FTF!!!!!

 

Dann schaute ich, ob’s noch mehr zu holen gibt und ja… tatsächlich! Weitere 5 km weg lag noch ein unberührtes Döschen. Und looos… hier wurde ich schnell fündig und auch hier wieder ein FTF.
Es hätte noch mehr FTF’s gehabt, die waren aber 33 km weit entfernt, also lies ich das bleiben

Langsam kehrte ich zurück und machte noch ein paar Fotos von der Honda, die mir ein treuer, zuverlässigere Wegbegleiter war, zumindest bis jetzt ;-). Dann suchte ich das Hotel auf. Auch dort war ich noch immer der erste 🙂

Das heutige Zimmer gleicht einer Jugendherberge und die Gemeinschaftsdusche lässt auch zu wünschen übrig. Hauptsache Dusche, denn ich war wieder sowas  von durchgeschwitzt.

 

Nachdem die anderen dann auch angekommen waren, wurden wir von drei Shuttlebussen abgeholt, welche uns zu einem Boot brachten. Dieses wiederum brachte uns zum Restaurant Brestuta am Svartisvatnetsee, wo wir, nebst dem Abendessen auch noch die weisse Gletscherzunge bestaunen konnten.
Ein voll cooler Ort! Vor dem Essen wurden noch ein paar Fötali geschossen. Zum Essen gab’s Fisch. Naja, nicht gerade meine Leibspeise. Aber es passte irgendwie zum Tag, da ich ja heute schon mit Fische(r)n zu tun gehabt hatte 😉 und, um ehrlich zu sein, so schlecht war der Lachs nicht mal.

   

Dunkel wurde es auch heute nicht (siehe Fotos unten um 23:00 Uhr). Um wieder zum Boot zu kommen, haben wir uns ein paar Fahrräder ausgeliehen.

   

Wow, was für ein Tag! Eine tolle Strecke, ein cooles Bike, traumhafte Landschaften und dann auch noch zwei FTFs, was will man mehr…

Gestern dachte ich noch, dass der Tag nicht zu toppen sei, doch ich würde sagen, der heutige hat es geschafft, den gestrigen zu verdrängen.

Morgen geht’s noch früher los als bis anhin.

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Mittwoch 28.06.17: Dritter Tag.

Nach der Nacht in einem bescheidenen Hotel ging’s wieder früh los heute Morgen. Nach dem Briefing kam etwas Hektik auf, denn wir müssen unbedingt die erste Fähre erwischen.

Es ist halt immer so ne Sache mit so vielen Leuten. Bis alle 40 Fahrer bereit sind zum losfahren kann das schon mal dauern.

 

Doch wir haben es geschafft, zumindest pünktlich bis zum Hafen. Dort ging dann wohl etwas schief. Die Fähre lud Autos und Lastwagen ein und uns liessen Sie einfach da stehen. Na toll! Also mussten wir 40 Minuten warten bis der nächste Dampfer anlegte.
Dieses Mal achteten die Biker besser auf ihre Bikes und so legte sich keines mehr hin.
Nach 35 minütiger Überfahrt begann ein hammercooler Biker-Tag; super Landschaft, coole Strassen, wenig Verkehr und die Honda Africa Twin schnurrte wie ein Kätzchen, wir verstehen uns gut miteinander.
Ich fahre meist im Sportmodus, weil ich dann, wenn ich es brauche, genügend Dampf habe.
Die Traktionskontrolle auf der Stufe 3 ist sehr empfindlich, auf der zweiten Stufe fährt es sich tip top.
Da mein Navi nicht funktionierte, musste ich mal anhalten , das machte ich natürlich dort, nein ausnahmsweise nicht wo es ein Cache hatte, sondern an einem Ort, an welchem es eine geniale Aussicht gibt 🙂

    
Als dann ein paar Bilder geknipst waren und das Navi wieder wollte wie es sollte, ging’s weiter, und zwar flott.
Tolles Wetter bei 12°, auch wenn es ab und zu regnete machte das nichts.
Dann kam Stimmung auf, denn die Route führte uns ein Stück offroad durch die Gegend.
Einige von uns wurden dabei gefilmt. Ob ich auch dabei bin? Wir werden es sehen…
Jedenfalls konnte ich die Africa Twin endlich auch mal auf der Naturstrasse testen.
Das Gefühl war super und die Stufe 2 ist save, man kann ein bisschen driften und es macht richtig Spass.
Der Spass lies auch nachher nicht nach trotz wieder „normalen“ Strassen.

  

Die Mittagspause kam genau richtig, ich hatte grossen Hunger. Der Hamburger mit Salat und Kartoffeln kam da genau recht und schmeckte vorzüglich.
Ich setzte mich an den Tisch und schaute, ob es in der Nähe ein Büxli gibt und… ja, ich hob den Kopf und sah den Cache schon zwischen den Bäumen 🙂
So cool… somit war das Dessert auch erledigt 🙂 wobei der Kaffee, die Guzeli und die Schokolade auch nicht ohne waren.

Ich hätte echt nicht gedacht, dass der Tag noch besser werden kann, doch da hatte ich mich schwer getäuscht!
Die Landschaften – einfach ein Traum! Kay Brem meinte dazu: „Das sieht fast genau so aus wie in Canada.“

   
Ich weiss echt nicht wie man das beschreiben soll, einfach genial! Ein Motorrad, das wie geschaffen ist für solche kurvigen Strassen und lange Reisen, passendes Wetter, Die Tropfen vom Himmel stempeln wir als Freudetränen des Himmels ab, der uns unseren Spass gönnte.

Jedenfalls war heute Freiheit pur angesagt und wir  konnten unser eigenes Tempo fahren. Ich muss es einfach nochmal sagen: Fun pur!
Irgendwann war dann noch mal eine Pause angsesagt und die machren wir an der Grenze zwischen dem südlichen Norwegen und Nordnorwegen und ja, ausser einen Kaffee gab es hier auch einen Geocache 🙂

Als wir dann unser heutiges Tageziel studierten sahen wir, dass es nur noch ca.1 1/2 Std. und 120 km weit weg war, wir waren also sehr gut in der Zeit.
Dann aktualisierte ich noch die Cacheliste und mir wurde nullkommaplötzlich anders!
Na gibt es denn sowas? Ist da ganz in der Nähe unseres Weges ein neues Büxli erschienen?
Ja, tatsächlich! 56km von uns weg und eigentlich nicht in der Richtung, in welcher unser Ziel liegt. Aber was tut man nicht alles für einen FTF in einem Land, in welchem noch keinen davon hat. Eba gell!
Mein Adrenalinpegel auf Temperatur und die Honda durfte zeigen was sie drauf hat und das tat sie auch. Vollgar voraus!
Sie schluckte jede Bodenwelle wie wenn keine vorhanden wären und ob lange oder enge Kurven; Spass pur!
Trotz des FTF- Drangs, musste ich ab und  zu  einen kurzen Stop einlegen um die tolle Gegend zu fotografieren. Wie sagte Kay? „Wenn ich so schöne Seen sehe, brauch ich kein Meer mehr“ 🙂

Als ich die Karte nochmal aktualisierte sah ich, dass die Koordinaten angepasst wurden. Ich stand genau am richtigen Ort. Das Büxli konnte ich sofort sehen. Logbuch ausgerollt uuund, yeah, das Papier war noch blütenweiss.

Ich freute mich riesig, denn genau so einen Fund hatte ich mir insgeheim erhofft. Das Büxli war so neu das die Farbe noch nicht mal trocken war 😉
Dann ging’s wieder zurück auf die Adventure Road und zum Hotel. Mein Umweg war gar nicht so gross gewesen wie gedacht, nur 6 km zusätzliche Wegstrecke hat mich der Umweg gekostet und so dauerte die Rückreise gar nicht lange.

 

Im Hotel konnte ich dann endlich die nassgeschwitzten Klamotten ausziehen und unter die Dusche hüpfen bevor es zum Abendessen ging. Zum Dessert machte ich noch einen Spaziergang durch die Gegend…

Das waren die geilsten 467 + 6 km bis jetzt, ob das noch getopt werden kann?
Ich lasse mich überraschen was der morgige Tag bringt.
Eins ist klar und muss an dieser Stelle gesagt werden, Honda hat bis jetzt exzellente Arbeit geleistet, eine wirklich bis ins kleinste Detail durchdachte Organisation Top Job von der ganzen Mannschaft! Danke dafür!

Reiseverlauf:

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