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Die liegende Gletschermühle Earth Cache

Unser zweiter Earth Cache den wir auf Geocache freigeschaltet haben, handelt auch von Gletschermühlen.
Auf diese sind wir nur per Zufall gestossen bei einem  Verwandtenbesuch in Vals.
Wir mussten uns natürlich noch am selben Tag auf die Suche dieser speziellen Gletschermühle machen und, wir haben sie gefunden, inspiziert und daraus folgenden Earth Cache für euch gemacht. 

earthcache Die liegende Gletschermühle Earth Cache (GC5H004)
Ach ja, ist zwar eine andere Geschichte, aber wir haben nicht nur den Earth-Cache gemacht, es sind noch ein paar Tradi’s  dazu gekommen 

Deutsch:

Please find an English version in the bottom of this listing.

GletschermühleGletschermühlen sind, durch an der Gletscheroberfläche oder in Spalten abfließende Schmelzwasser geschaffene, spiralförmige Hohlformen im Eis.Die hierdurch in kreisförmige Bewegung versetzten Gesteinstrümmer verschiedenster Korngrößen forcieren die Erweiterung und Vertiefung dieser Formen und werden dabei selbst rund geschliffen.Gletschermühlen können Durchmesser von mehreren Metern erreichen und entstehen meist in flachen Bereichen des Gletschers mit horizontalen Gletscherspalten. Sie können bis zum Grund des Gletschers reichen und hunderte Meter tief sein.

Für die Glaziologie spielen Gletschermühlen, durch die leichte Zugänglichkeit in das Innere eines Gletschers, eine wichtige Rolle. Die Bezeichnung Mühle wurde von dem mahlenden, meist rotierenden Abfluss des Schmelzwassers abgeleitet.

Die Produkte der eiszeitlichen Gletschermühlen, die in den felsigen Untergrund erodierten Gletschertöpfe, finden sich in allen Gebieten der glazialen Vereisung.

Entstehung von Gneis:

Gneise entstehen durch Metamorphose, also unter relativ hohen Temperatur-Druck-Bedingungen; dabei wird das Ausgangsmaterial von vielen Gesteinsschichten überlagert. An der Oberfläche kommt Gneis folglich nur dann vor, wenn entweder das überliegende Material erodiert ist oder ehemals tiefliegende Schichten durch Tektonik an die Oberfläche gehoben wurden.

Typologien:

Üblich ist eine Unterscheidung der Gneise nach ihren Ausgangsgesteinen (Edukten):

Orthogneise stellen das metamorphe Umwandlungsprodukt von Feldspat- und Quarz-reichen magmatischen Gesteinen, wie z.B. Granit oder Granodiorit dar. Oftmals haben sie aber bereits mehrere Gesteinsumwandlungen durchgemacht (Polymetamorphose) und entstanden aus bereits vorliegenden Gneisen. Paragneise entstehen durch die Umwandlung von Sedimentgesteinen (Sandsteinen, Grauwacken, Arkosen und Tonschiefer), und weisen deshalb oft eine größere Vielfalt von akzessorischen Mineralen (Nebengemengeteile) auf als die Orthogneise.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gneis
http://www.truffer.ch/index.php?page=410

Das Spezielle an dieser Gletschermühle ist, dass sie durch einen Felssturz seitlich liegen geblieben ist und somit begehbar wurde. Die Mühle befindet sich zwar nahe des Wanderwegs, ist jedoch nirgends gekennzeichnet und damit kaum jemandem bekannt.

weisst du was ich war 15

Zum Cache:

Nicht weit von dieser Mühle findet man den Steinbruch in welchem die weltbekannten Valsersteine (Quarzit ein sogenannter Orthogneis) abgebaut werden.

Daraus lässt sich bereits vermuten, dass hier die Natur von einem besonderen Gestein geschmückt wird und so ist es auch.

Gneis ist das Gestein, welches hier im Tal vorherrscht. Bestehend, wie alle Valserkinder schon in der Schule mit einem kleinen Merkspruch lernen, aus:

„Feldspat, Quarz und Glimmer, das vergess ich nimmer!“

An den oben genannten Koordinaten findest du eine der einzigen in der Art begehbaren Gletschermühlen, ein seltenes, beeindruckendes Naturschauspiel.

Wir könnten wetten, dass du noch nie eine solche Gletschermühle gesehen hast.

Nach einer Wanderung von ca. 45 Minuten vom angegebenen Parkplatz gelangst du zum 0 Punkt. Da der Weg je nach Jahreszeit und Wetter ziemlich matschig sein kann, empfehlen wir gutes Schuhwerk.

Logbedingung:

Um diesen Earthcache loggen zu dürfen, musst du die folgenden Fragen beantworten.

  1. In welche Richtung zeigt die Öffnung der Mühle (Himmelsrichtung)?
  2. Welcher Gneistyp ist im Valsertal vorherrschend?
  3. Schau dich bei der Gletschermühle gut um. Was glaubst du, wo die Abrissstelle dieser Mühle liegt (Distanz vom jetzigen Standort, Himmelsrichtung,…)?
  4. In welche Richtung wurde das Gestein ausgefräst/Wasserflussrichtung (Uhrzeiger-oder Gegenuhrzeigersinn)?
  5. Freiwillig (aber Ehrensache): Schiesse ein Foto von dir und der speziellen Mühle

Freiwilliges Bild bei den Koordinaten

English:

Glacial millsGlacial mills are spiral hollows in the ice of a glacier created by melt water flowing on the surface or penetrating the ice through crevasses. Pebbles and rocks are set into circular motion and thus increase the depth and width of these hollows, grinding and smoothing all surfaces.Glacial mills can have diameters of up to several meters and develop mostly in the flatter parts of a glacier in areas with horizontal crevasses. They can reach all the way to the bottom of the glacier, sometimes to a depth of several hundred meters.In glaciology these mills play an important role as they provide an easier access into the lower levels of a glacier. The term „mill“ or „moulin“ derives from the grinding, mostly rotating motion of the outflowing water.

The product of this grinding action, cauldron-shaped erosion in the bedrock below the glacier (the „pools“), can be found in all glacier zones.

The development of gneiss:

All kinds of gneiss develop by metamorphosis, i.e. under conditions of high temperatures and high pressure; the material is then covered by several other rock layers. Gneiss is, therefore, rarely found at the surface unless all upper layers have been eroded or the lower layers have been raised to the top by tectonic shifting.

Typology:

The different types of gneiss are commonly distinguished by their starting material („educts“). Orthogneiss is the metamorphic product of magmatic rock rich in feldspar and quartz, e.g. granite or granodiorite. Often several transformations take place consecutively (polymetamorhosis) and, thus, gneiss is formed from previous forms of gneiss. Paragneiss is formed by a transformation of sedimentary rock (sandstone, graywacke, arkose, and slate) and, therefore, often shows more diversity of accessorial minerals than orthogneiss.

Translated from these sources: :
http://de.wikipedia.org/wiki/Gneis
http://www.truffer.ch/index.php?page=410

This glacial mill is particular in that it has been tilted on its side by a rockslide – so you can walk right into it. The mill is close to the hiking trail, yet not marked in any way and, therefore, remains unknown to most people.

weisst du was ich war 15

The Cache:

Not far from the glacial mill there is a quarry in which the world-renowned “Valserstein” (quartzite, a so-called orthogneiss) is being mined. You are right to guess that this area is graced by a special type of rock. Of course, it is gneiss which predominates in this valley. And, as all kids learn at school in Vals:

Feldspat, Quarz und Glimmer,

Das vergess ich nimmer!

(Literally translated: Feldspar, quartz and mica,

that I will never forget)

At the stated coordinates you will find one of the very few “walk-in” glacial mills, an extremely rare and impressive natural wonder.

We bet that you have never seen anything like it. After a hike of about 45 minutes from the indicated parking place you will reach ground zero. Good hiking boots are strongly recommended, as – depending on the season and the weather – the trail can be slippery and muddy.

Log conditions:

In order to be able to log this cache you must answer the following questions.

  1. In which direction does the opening of the mill point (compass point)?
  2. Which type of gneiss predominates in the Vals valley?
  3. Look carefully at the surroundings of the mill. Where do you believe did the mill brake off (distance from your current position, compass point ….)?
  4. When the mill was formed by melt water and grinding rocks, did this occur in clockwise or counter-clockwise direction?
  5. Voluntary (but a “matter of honor”): take a picture of yourself and this very special “mill”

Freiwilliges Bild bei den Koordinaten

Wir wünschen viel Spass

loslachen.ch - optional

Herzlichen Glückwunsch

Gold: ady73
Silber: Kichermelonen
Bronze: mountain-fantasy
Leder: vbnmch

Und sie mahlen bis in alle Ewigkeit!

Unser erster Earth Cache earthcache den wir „verstecken“ durften oder konnten heisst so Und sie mahlen bis in alle Ewigkeit! (GC4P8BK)
Es ist einfach nur gigantisch schön dort oben bei den Gletschermühlen oberhalb Trin.
Deutsch

Und sie mahlen bis in alle Ewigkeit!

«Wie an einer Perlenschnur aufgereiht präsentieren sich die Gletschertöpfe dem Wanderer, gefüllt mit kristallklarem Wasser» (Bündner Tagblatt, Simon Schick, 22.10.11)

Der Maliensbach, welcher auf der Trinser Alp Mora (1’900 m.ü.M.) entspringt, dreht seit hunderten von Jahren grosse Steine, Sand und Kies immer am gleichen Ort um die eigene Achse. So haben sich in Jahrhunderte währender Arbeit natürliche, Käsekessel grosse Badewannen (Gletschermühlen) gebildet. Jede «Gletschermühle» ist in seiner Form, seinem Aussehen und seiner Tiefe einzigartig. Die einen sind klein und fast kreisrund, die anderen hingegen ellipsenförmig und genügend gross um darin zu baden. Die grösste und schönste Ansammlung an «Gletschermühlen» findet sich auf Höhe der Mutta Sura, wo die knapp 20 Gletschertöpfe auch gut zugänglich sind.

Während den Sommermonaten wärmt sich das kristallklare Wasser in diesen Wannen auf und lädt Gross und Klein zu einem herrlichen Naturbad ein. Die «Gletschermühlen» sind immer mit Wasser gefüllt, auch dann wenn der Maliensbach kein Wasser führt!

Für die rund 1‘200 Höhenmeter (Aufstieg von Trin auf die Alp Mora und zurück) sollte man rund fünf Stunden einplanen. Der anstrengende Aufstieg auf dem ehemaligen Alpweg von Trin oder via Bargis und die Alp Lavadignas auf die Alp Mora zahlt sich aber nicht nur durch das einmalige Badeerlebnis, sondern auch durch die wunderbare Aussicht und faszinierende Rundblick auf den Piz Beverin und das Safiental aus.

Wussten Sie dass…

Der Geologieprofessor der Universität Bern, Adrian Pfiffner, erklärt, dass ein Gletscher die Entstehung einer «Gletschermühle» zwar begünstigt für dessen Entstehung aber keinesfalls zwingend vorhanden sein muss. Ein weiteres Märchen um die Strudeltöpfe ist, dass sich in ihrer Mitte ein Stein oder Sand befinden muss. Solches Geschiebe kann gemäss Pfiffner zwar den Fels schön glatt polieren, ist aber nicht zwingend notwendig um den eigentlichen Topf zu erodieren. Grundvoraussetzung für die Entstehung einer «Gletschermühle» ist Wasser. Das Wasser muss eine starke Strömung haben so dass sich ein Strudel bildet (Bündner Tagblatt, Simon Schick, 22.10.11).

Quelle: (vgl.) trin-verkehrsverein.ch

Der Weg zu den Mühlen

Trin – GletschermühlenTrin

Höhendifferenz: 1’100 Meter

Schwierigkeit: Schwere, lange Wanderung

Dauer: 3.5/4h

Jahreszeit: Frühling bis Herbst

Die Wanderung beginnt bei der Postautostation Trin-Quadris, mitten im Dorf. Von hier geht’s auf dem alten Alpweg bergwärts bis hoch auf die Alp Mora (ca. 1’900 m.ü.M). Der Weg führt Sie durch den lichten Wald, welcher angenehmen Schatten spendet und immer wieder den Blick ins Safiental und en Piz Beverin freigibt. Nach ca. 2.5 Stunden erreicht man die Alp Mora. Der Aufstieg von Trin zur Alp Mora ist lang und im zweiten Teil recht steil. Dafür kommst man relativ schnell über die Baumgrenze in eine fantastische Bergwelt und den Lebensraum von Murmeltieren, Steinadlern, Gämsen und Steinböcken.

Bei der Alphütte Alp Mora angekommen gehen Sie Richtung Osten zu der Platt Alva (auf Deutsch: weisse Platte). Der Weg verliert sich langsam und wird zur Spur, der aber problemlos zu folgen ist. Auf gleicher Höhe mit den Lawinenverbauungen überqueren Sie so die Alpweiden bis Sie nach ca. 30 Minuten auf die Val Malines stossen (Maliens Bach) und erreichen so die berühmten Gletschermühlen.

Für den Abstieg gehen Sie nach Osten Richtung Tamins. An der Kante vom Lavoitobel entlang geht es steil hinunter bis Sie schliesslich die Strasse Richtung Maliens kreuzen. Folgen Sie dem Weg über Fastatg nach Trin.

Logerlaubnis erlangen:

Bitte sendet uns die Antworten per Mail über unser Profil.

Wartet nicht auf die Logfreigabe (wir melden uns, wenn etwas nicht stimmen sollte)

Würden uns sehr freuen, ein-zwei Fotos im Log zu sehen, dieses ist aber keine Logbedingung

Um diesen Earthcache loggen zu dürfen musst du die folgenden Fragen beantworten.

  1. Gehe zu den angegebenen Koordinaten. Was für eine Form hat die Mühle, bei welcher du nun stehst (direkt unter dem Ablauf steckt ein Eisen).
  2. Schätze wie viel Wasser diese Mühle fassen kann. (Angabe in Liter oder m3).
  3. Was wurde hier, (ausser dem Eisen) von Menschenhand gefertigt?
  4. Was ist laut A. Pfiffner als einziges zwingend nötig für die Entstehung einer Gletschermühle?
  5. Warum ist in den Gletschermühlen immer Wasser, auch wenn der Maliensbach kein Wasser führt.
  6. Freiwillig: Gehe zu den Koordinaten N46°51.352 E009°21.955 und mache dort ein lustiges Bild von der speziellen Mühle mit der Brücke und dir oder deinem GPS

Freiwilliges Bild bei den Koordinaten

Jetzt wünschen wir viel Erfolg

Englisch

And they keep grinding for ever and ever!

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