Archiv des Autors: Antonio und Silvia

Sommerferien 2017 Deutschland von Stadt zu Stadt

Antonio war diesmal bereits vorgängig alleine in den Ferien. Er durfte als Stellvertreter von Emanuel Elsa für das Numberone-Magazine mit Honda Motos von Oslo ans Nordkap fahren.

Dienstag 04.07.2017

Heute holte Silvia ihn am Flughafen in Zürich wieder ab. Da sie in einen Stau geraten war, kam sie etwas spät an, doch sie erblickte Kay Brem sofort bei der Gepäckausgabe und da wusste sie, dass die beiden Jungs auch nicht früher dran waren. Lustigerweise stand Kurt, ein ehemaliger Arbeitskollege von Antonio direkt neben Silvia. Er holte seine Enkel ab, die mit dem selben Flug von Oslo gekommen waren.

Wir freuten uns sehr, dass wir uns endlich wieder in die Arme schliessen konnten.

Nachdem wir uns von Kay und später auch von Kurt verabschiedet hatten, ging unsere Reise los.
Silvia hatte uns kurzfristig bei ihren Verwandten angemeldet, und somit war dies unser Zwischenziel. Dort wurden wir freudig empfangen und für uns war sogar noch Abendessen bereitgestellt. Das genossen wir sehr, da schon ein Hüngerchen aufgekommen war.

Antonio hatte so viel Zeugs dabei, dass wir erst mal ein wenig Ordnung machen mussten, bevor wir uns in unserer fahrbaren Zweitwohnung wohlfühlen konnten.

Dann noch kurz geduscht und den gemütlichen, warmen Sommerabend mit einem Schwätzchen genossen. Antonio hat sogar einen guten Kaffee bekommen, was im Norden eher selten war.

Mittwoch 05.07.2017

Erst haben wir ausgeschlafen, dann gefrühstückt, noch ein paar organisatorische Sachen geklärt solange das Internet uns noch zu r Verfügung stand und uns dann auf den Weg gemacht. Ach ja, ich hab wohl noch gar nicht gesagt, was unser Ziel ist. Das Müssmannhaus (GC48D69), ein Geocache der besonderen Art. Schon vor über einem Jahr hatten uns Petra und Frank angefragt, ob wir uns mit ihnen auf dieses Abenteuer begeben wollen. Und heute war der Tag gekommen, an dem es endlich soweit war.
Um 18:00 Uhr hatten wir den Termin. Wegen Rumtrödelei und Stau waren wir erst um 17:40 Uhr dort. Frank und Petra erwarteten uns schon ganz ungeduldig. Die Autobatterie, die unerlässlich ist um den Cache zu lösen, hatten wir dabei. Kurz vor 18:00 Uhr kamen dann auch noch Celine und Heike, die angekündigt hatten, dass sie uns zum Essen einladen werden. Sie hatten ihren Termin für den Cache direkt im Anschluss um 20:30 Uhr.

Pünktlich zu unserem Termin hörten wir einen Klicken und das Schloss war freigegeben.

Dann begann der Spuk. Petra und Antonio krochen in den dunklen, gruseligen, engen Container. Die Geräuschkulisse war beängstigend, doch die beiden Mutigen quetschten sich durch die schmale Öffnung.

Kaum waren sie weg, öffnete Celine ihren Kofferraum, welcher sich wie durch Zauberhand in einen Partyservice verwandelte. Es war wie im Schlaraffenland. Da gab es dreierlei Frikadellen, eingelegten Mozzarella, Lachsröllchen, Minihotdogs, Brötchen, Gemüsesticks, Dipsaucen, Kürbissuppe, Aprikosen-Käsekuchen, Schokocreme, Kaffee,…..es hörte gar nicht mehr auf mit Leckereien. Kein Wunsch blieb mehr offen.

Während dem Geniessen merkten wir kaum wie die Zeit verging, während die anderen beiden schwitzend, durch enge Gänge krochen und rätselten. Mitleid hatten die Draussengebliebenen zwar schon ein wenig, aber wirklich nur ein wenig. Erst nach knapp 2.5 Stunden kamen die beiden ausgehungerten, verschwitzen, aber glücklichen Cacher aus ihrem Bau. Sie sind erfolgreich gewesen, doch ohne den vorbereiteten Notfallzettel hätte das wohl nichts gegeben. Egal, Hauptsache geschafft. Was für ein Abenteuer!

Nun war Heike und MollyBär, die inzwischen auch angereist war, an der Reihe.

Antonio und Petra wurden erst mal mit Essen und Trinken versorgt, das hatten die beiden sich nun auch wirklich verdient. Während dem Essen erzählten die beiden von ihren Erlebnissen mit allen dazugehörenden Sorgen und Ängsten 😉
Frank, Silvia und Celine bewunderten die Geschichten zwar, neidisch waren sie jedoch nicht 😉

Celine berichtete noch von ihrer Reise durch den Norden, als wir plötzlich hörten, dass die beiden Suchenden bald fertig sein würden.

Das letzte Stück bereitete ihnen ganz schön Schwierigkeiten. Erst als wir ihnen den Teddy zukommen liessen, ging alles ganz schnell. Juhuuuu, alle hatten es wieder aus der Höhle des Löwen geschafft. Auch sie wurden aus dem Kofferraumcafé gestärkt, damit sie wieder zu Kräften kommen.

Bald setzte die Dämmerung ein und wir räumten alles zusammen, es war Zeit für die Verabschiedung. Wir suchten uns ein Plätzchen für die Nacht. Ein Parkplatz irgendwo in einem Dorf schien uns passend zu sein.

Donnerstag 06.07.2017

Schon um 5:20 Uhr hörten wir die ersten Tauben gurren. Auch Autos fuhren nicht zu knapp an uns vorbei. Trotzdem hielten wir es bis ca. 8:00 Uhr im Bett aus. Frühstück gab’s in einem nahegelegenen Café mit Bäckerei.

Nach einem Cache führte uns der Weg in Richtung Hannover. Dort erwarteten uns ganz tolle Dosen, ( Fairkauft (GC651VK) / Fairsteckt (GC4T0DQ) / Geoheimnisse SchAHAtzsuche: Zieh an einem Strang (GC65YHX) ) was wir nicht erwartet hätten. Die Stadt beeindruckte uns nur mässig, doch das machten die clever versteckten Dosen wieder wett. Am Nachmittag knurrte unser Magen langsam. In der Innenstadt in einem sehr guten Restaurant konnten wir ihn dann beruhigen.

Gegen Abend verliessen wir die Stadt und suchten einen Stellplatz. Etwas Ausserhalb wurden wir fündig. Wir freuen uns auf das Naturfreibad, doch leider stand da, dass dieses in 5 Min. schliessen würde. Fragen kostet ja nichts und so durften wir doch noch kurz eine Runde schwimmen und die Dusche dort benutzen. Das machte uns echt glücklich, denn genau das hatten wir jetzt gebraucht.

Antonio holte noch was zu Knabbern an der Tankstelle und so gab’s noch ein Bierchen und was zu Naschen um den Abend ausklingen zu lassen.

Freitag 07.07.2017

Wir hatten herrlich geschlafen. Frühstück gab’s in der Bäckerei um die Ecke, dann noch schnell einen Cache in der Nähe angefahren und los geht’s nach Bremen. Dass wir uns für die Überlandvariante entschieden hatten, war gut. Alle Autobahnen bis nach Hamburg waren gesperrt oder verstopft. Unter anderem wegen dem G20 Gipfel.

Kurz vor Bremen suchten wir drei Caches bei Windrädern. Dort wurde uns je eine Blutprobe von den Bremsen abgenommen, diese Mistviecher!

In der Innenstadt hatten wir erst etwas Mühe ein Parkhaus zu finden, welches genug hoch für unser Auto war. Als wir eins gefunden hatten, machten wir die Altstadt unsicher. Echt schön da! Ein spezielles Gässchen hatte es uns besonders angetan. Böttcherstrasse hiess die spezielle Attraktion, wie wir im Nachhinein erfahren haben. Dort bekamen wir unter anderem einen Einblick in die Kunst der Zückerliherstellung. Natürlich durften auch die Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen. Zum Schluss gab’s noch ein Eis.

Und schon setzten wir unsere Reise fort. Bremerhaven steuerten wir an. Hier kauften wir erst mal Tickets, um am nächsten Tag nach Helgoland zu fahren, mit der Fähre versteht sich. Als wir diese hatten, konnten wir beim Hafen gemütlich noch ein wenig cachen. Irgendwann begann der Bauch sich zu melden. Also suchten wir ein Restaurant, in welchem wir, also vor allem Silvia, sehr gut gegessen haben. Sie hatte sich für den Fischteller entschieden.

Nach dem Essen haben wir noch einen Abstecher auf den Deich gemacht. Von dieser Aussichtsplattform aus konnte man über die ganze Stadt und den Hafen sehen.
Als wir unten wieder raus wollten, brauchten wir das gelöste Ticket nochmal. Antonio kam mit seinem gut raus, doch Silvia war eingesperrt, ihr Ticket schien die Gültigkeit auf dem Weg verloren zu haben. Na toll, und wie kommt sie jetzt wieder raus??? Nach einigen Versuchen hat’s dann doch noch geklappt, sie musste nicht über die Absperrung klettern, worüber sie echt froh war.
Ein abendlicher Spaziergang mit ein paar Dosen führte uns der Küste entlang, durch die Innenstadt und wieder zurück zum Parkplatz.
Zu übernachten versuchten wir auf dem Hafenparkplatz. Hoffentlich werden wir da nicht verschickt…

Samstag 08.07.2017

Da wir das Dach unten gelassen hatten, wurden wir auf dem Parkplatz in Ruhe gelassen.
Unten ist es etwas enger, weswegen wir nur mittelgut geschlafen haben.
Ein Café zu finden, das um 8:00 Uhr schon geöffnet ist, stellte sich als recht anspruchsvoll heraus. Im Atlantahotel, welches unten im Deich drin ist, wurden wir aufgenommen. Eigentlich ist das Frühstück für die Hotelgäste, trotzdem wurden wir freundlich bedient und durften uns, gegen einen kleinen Aufpreis auch am Buffet bedienen.



Die MS Fair Lady wartete schon am Hafen und brachte uns nach Helgoland. Über drei Stunden dauerte die Fahrt. Kurz vor dem Ziel wurden wir darauf hingewiesen, dass wir mit kleinen Booten auf die Insel gebracht werden. Das dauerte nochmal eine Weile, war aber ein spezielles Erlebnis.
Aufgrund unserer massiven Verspätung, hatte sich der Inselaufenthalt verkürzt. Nur noch knapp zwei Stunden blieben uns. Also los; eine Dose nach der anderen wurde angesteuert. Die Felsen waren schon recht beeindruckend, nur die vielen stinkenden Vögel fanden wir nicht so toll.
Wie man es von Silvia nicht anders kennt, mussten noch ein paar Postkarten her. Auf dem Postamt liess sie sich erklären, wo man was für Stempel bekommt und so verteilte sie (als alte Briefmarkensammlerin) ihre Sendungen ganz gezielt.
Auf der Insel ein paar Karten im Eiltempo geschrieben, eine im Postamt abgegeben, eine in den Briefkasten und die anderen dann auf der Fähre eingeworfen, da diese wieder einen separaten Stempel bekommen.
Die drei Stunden Rückfahrt machten ganz schön müde. Antonio träumte davon, dass wir anstelle diese Ausflugs auf einem Leuchtturm hätten einen STF machen können und dann dort übernachten. Dies hatten wir leider zu spät erfahren, sonst wäre das wohl das vorgezogene Programm gewesen. Aber Helgoland war auch ganz ok, nur die Überfahrt dauerte schon ganz schön lange.

Dafür hatten wir uns dann ein leckeres Abendessen verdient. Dieses gab’s in der Strandhalle gleich am Hafen. Ein Buffet erwartete uns. Da griffen wir nach Herzenslust zu. Silvia kam auch endlich zu ihrem lang ersehnten Hering.

Während des Essens setzen sich zwei ältere Damen an den Nebentisch. Die waren ganz schön neidisch als sie unser Essen sahen. Ihre Erlebnisse vom Essen im Hotel und noch ganz viele andere Geschichten unterhielten uns von Gang zu Gang. Die Bedienung liess zu wünschen übrig, dafür war das Essen gut.

Da wir das Auto im Parkhaus hatten, entschlossen wir uns, es auch gleich über Nacht dort zu lassen. Stört ja niemanden, wenn wir darin schlafen. Gesagt, getan!

Sonntag 09.07.2017

An diesem Morgen liessen wir uns zu einer Bäckerei navigieren, was prima geklappt hat.
Ich und du – Schuhbidu! (GC5NBRP)

  

Das nächste Ziel war Carolinensiel. Von dort aus hatten wir eine Wanderung ins Meer hinaus geplant. Mehr dazu später.

Da der Wesertunnel gesperrt sei, hatten wir erst Angst, bis nach Bremen hinunter zu müssen, doch die Sperrung betraf nur die Gegenseite und so konnten wir ohne Probleme an unser Ziel gelangen.

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingenistet hatten, wuschen wir erst mal, denn Antonio hatte noch ganz viel Wäsche aus Norwegen dabei.

Die beiden Caches, die auf unserem Programm standen, waren weit im Meer draussen. Der eine 1.8 km, Anton’s Laufsteg…. (GC636C8) der andere 3.7 km. Bis ans Ende der Welt (GC5AEB7)
Um da hin zu kommen, mussten wir die Ebbe abwarten. Um 17:45 Uhr wagten wir uns hinaus aufs Meer ohne Wasser. Die Wanderung war ziemlich anstrengend.

 

An Stelle von Steinen lagen da nur Muscheln rum, Millionen von Muscheln. So viele hatten wir noch nie gesehen. Zur Orientierung war der Damm da, auf bzw. neben welchem wir her wateten. Es dauerte eine Weile, bis wir beim ersten Cache waren. Der Behälter wollte sich erst nicht öffnen lassen, doch mit etwas Gewalt ging’s dann zum Glück.

Dann wanderten wich noch weiter bis ans „Ende der Welt“. Hier bekam Antonio erst mal einen Schrecken, weil der Behälter offen war. Glücklicherweise war alles noch drin. Dann kletterte er noch nach ganz oben, bevor wir den Rückweg unter die Füsse nahmen.

Was waren wir froh, als wir endlich wieder am Ufer standen. Das Wandern machte müde und hungrig. Also genossen wir das Fischbuffet bevor es abgeräumt wurde und schon war wieder Zeit fürs Bett.

 

Montag 10.07.2017

 

Den Norden hatten wir nun gesehen. Bloss, wo gehen wir als nächstes hin? Eigentlich waren unsere Pendenzen abgearbeitet. In Hamburg hätten wir noch „Voss Margarine (GC18182)“ offen. Der G20 Gipfel mit all seinen Krawallen war inzwischen vorüber, also wagten wir uns dort hin und stoppten hin und wieder für ein Büxli oder um den Magen zu füllen.

 

Mit dem Wetter hatten wir Glück, denn es regnete nur ganz schwach.

Im Anschluss an diesen Fund, fuhren wir weiter Richtung Osten nach Schwerin. Dort wurden wir mit einem wunderschönen Schloss überrascht. Wow, was für ein Anblick! Nachdem wir den Bus auf dem Altstadt-Stellplatz parkiert hatten, suchten wir einen Cache. Dies war das letzte Bundesland, welches auf unserer Karte noch gefehlt hatte. Juhu, Statistik gefüllt!

Hunger und eine volle Blase führten uns in die alte herzogliche Dampfwäscherei zum Essen. Dies war eine sehr gute Wahl, wie sich herausstellte. Einerseits, weil der Regen in voller Kraft zur Erde niederprasselte, sobald wir das Lokal betreten hatten, andererseits, weil das Essen einfach Spitze war. Es hatte zwar seinen Preis, aber das war durchaus gerechtfertigt.

Pünktlich zum Ende unseres Mahls, verabschiedete sich der Regen, so dass wir das Schloss umrunden konnten. Ein sehr lohnenswerter Schlossgarten! Auch die weiteren Gärten, die zur Anlage gehörten, wollten wir noch bestaunen. Ein Multi führte uns bis zum hintersten Park. Der Rückweg zog sich dann ganz schön in die Länge. Dafür hatten wir viel Schönes von der Stadt gesehen.

Nun waren wir wirklich müde und hauten uns sofort aufs Ohr.

Dienstag 11.07.2017

Als erstes fuhren wir eine öffentliche Toilette an, da diese auf unserem Stellplatz gefehlt hatte. Im Anschluss suchten wir eine Bäckereicafé. Diesmal waren die Gipfeli zwar etwas trocken, aber war ok, wir hatten ja Kaffee um sie darin etwas aufzuweichen 😉

Während wir uns über ein weiteres Reiseziel Gedanken machten, viel Antonio ein, dass wir schauen könnten, ob in Polen noch ein FTF offen ist. Tatsächlich wurde er nicht weit über der Grenze fündig. Ein Mystery, bei welchem Pinkpetra uns beim Lösen behilflich waren. Voller Freude (also Antonio) in Richtung Osten (Silvia ist nicht so Fan von dem Zielland) gedüst. Drei Stunden dauerte die Fahrt. Was man nicht alles für einen FTF macht…

Tatsächlich war das Logbuch in der Gasmaske auf dem Baum noch leer. Antonio freute sich wie ein kleines Kind, während Silvia unten von den Mücken fast aufgefressen wurde.

Kaum waren wir wieder in Deutschland, fragte uns Pinkpetra, warum unser Log wieder verschwunden sei. Der Owner hatte in gelöscht. Das irritierte uns und machte auch etwas wütend. Also den Log wieder hergestellt und den Owner angeschrieben. Er meinte, dass dies ein Jubicache sei und wir daher den FTF nicht hätten loggen dürfen. Hmmm,….es tut uns zwar leid, dass die deswegen so aufgebracht sind, aber das entspricht nicht den Guidelines des Spiels und auch im Listing war nichts derartiges erwähnt. Bei uns werden Jubi-Lisitngs vorher ausgedruckt und mit den Jubilaren vor der Veröffentlichung gemacht oder halt mit den Reviewern so abgesprochen, dass sie dann rauskommen, wenn der Jubilar ihn auch holen kann. Wir hatten ja mehr als einen halben Tag verstreichen lassen seit der Veröffentlichung bis zu unserem Log. Jenu….jetzt ist es halt so. Aber für uns (also vor allem für Antonio) war dieser Länder FTF halt sehr wichtig…

Was uns in Polen gut gefallen hatte war, dass neben den Ampeln jeweils stand, wie lang noch rot bzw. grün ist…

Plötzlich hatte Antonio die Idee, dass wir den Legocache (GC13Y2Y) in Berlin nochmal suchen könnten. Den hatten wir beim letzten Besuch dort nicht gefunden. Also los! Kaum in der Stadt bereute Antonio seine Idee, da er Autofahren in Grossstädten überhaupt nicht mag. Immerhin konnten wir endlich den Legocache finden. Ein Frappuccino aus dem Starbucks war der Lohn dafür, den wir uns gönnten. Pinkpetra schickten uns noch einen empfehlenswerten GC Code, Touristic-Spot: Hackesche Höfe (GC2EB4), also fuhren wir den auch noch an. Dort angekommen, wurden wir sofort entlarvt. Der nette Herr, der seinen Roller immer vor dem Cache parkiert und schon viele Sucher beobachtet hatte, war so freundlich, uns die Dose aus dem Versteck zu holen. Das ist ja mal ein Service der Extraklasse!

Mit „First in Berlin“ schlossen wir den Besuch der Stadt ab. Nächstes Ziel: Einen Stellplatz mit Essensmöglichkeit in der Nähe finden.

In Ferch wurden wir fündig. Der Camping war extrem teuer, der Inhaber eher unfreundlich und Duschen hätte extra gekostet….hm…naja… ist ja nur für eine Nacht.

Zum Schwälbchen hiess das Restaurant im Dorf, welches wir angepeilt hatten. Rehbraten klingt doch gut. War er zwar auch, gut etwas trocken vielleicht, aber eine riesen Portion. Schade, dass wir einen Teil wieder zurückgeben mussten.

Die Stammtischbesucher kamen zwar kaum noch selbständig bis zur Toilette, aber sie waren friedlich und freundlich.

Na dann sind wir mal gespannt, wie gut wir auf dem Camping schlafen werden. Gute Nacht.

Mittwoch 12.07.2017

Geschlafen haben wir gut. Frühstück gab’s im Bus. Nach dem Besuch eines Earthcaches im Dorf, ging’s weiter in Richtung Süden. Kurz vor Erfurt, beschlossen wir, in dieser Stadt eine Pause einzulegen, zumal uns ein spezieller Cache dorthin locken wollte.

Trotz Regen das Cachen, Kaffee und Kuchen genossen und dann die Stadt wieder verlassen.

Zwei Uralt-Cache, Milumil (GC14A7) / Wildpark Karlsberg (GC38EC), die südlich von Würzburg liegen, hatten wir ins Auge gefasst. Doch erst mussten wir einen Weg dorthin finden, was mit all den Umleitungen gar nicht so einfach war. Nach ein paar Umwegen, und andere Caches, sind wir dann an unser Ziel gekommen.

    

In Tauberrettersheim fanden wir einen Stellplatz und ein gutes Restaurant. Der Stellplatz war sehr speziell: Eine Wiese mit einem Wohnmobilschild vorne dran. Ok…

In der Krone verköstigte sich Silvia mit Ochsenbäckchen und für Antonio gab’s ein Ribeye Steak. Beides schmeckte vorzüglich. Als wir unseren Stellplatz wieder anfuhren, waren wir da bereits nicht mehr die Einzigen. Wir genossen dann noch einen Spaziergang mit einigen Caches als Dessert vom Dessert.

 

Donnerstag 13.07.2017

Nun traten wir die Heimreise an. Erst gab’s noch Frühstück in der kleinen Dorfbäckerei. Der nette Bäcker bediente uns sehr freundlich, auch wenn das normalerweise, die Arbeit seiner Frau ist, diese aber heute nicht anwesend war.

Am Nachmittag kamen wir zu Hause an. Schon schön, wieder zu Hause zu sein. Ady kam noch zu einem Bierchen und so hatten wir, da ja Donnerstag ist, einen kleinen internen Hock.

Freitag 14.07.2017

Da Antonios Papi heute Geburtstag hat, wollten wir ihn besuchen. Um 11:00 Uhr trafen wir in Niederhasli ein. Auch weitere Gäste, sassen auf dem Sofa. Ein Glas Sekt um anzustossen und schon bald brachen wir auf. Da war was geplant, nur wussten wir nicht was. Mittagessen in einem Restaurant mit Buffet. Das war sehr gemütlich und gut in dieser Runde.

Am Nachmittag schauten wir noch den Flugzeugen bei ihrer Landung und den Starts zu (und den Bauarbeitern, die das WC reparieren oder absperren sollten)…

Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns, da wir noch auf die andere Seite der Stadt wollten und dies vor dem grossen Feierabendverkehr besser geht.

Silvias Bruder und seine Frau wurden noch besucht. Mit frischen Früchten und gesalzenen Mandeln wurden wir verwöhnt.

Am frühen Abend traten wir die Heimreise an. Dies war ein schöner Tag um unsere Ferienreise abzuschliessen.

Das waren unsere gemeinsame Ferien.

Ein perfekter (Geburts)tag :-)

Am 10. Juni 2017 war es mal wieder so weit, dass Silvia ein Jährchen mehr auf den Buckel bekam. Normalerweise lädt Antonio sie zum Abendessen ein, doch in diesem Jahr war alles etwas anders. Erst mal der Reihe nach…
Am Morgen (also nachdem Silvia aufgestanden war 😉 fuhren wir nach Chur um dort zu frühstücken. Dies bot sich an, da bei uns zu Hause die Küche umgebaut wurde und daher Chaos in der Wohnung herrschte.
Beim Gwerder an der Ringstrasse hatten wir noch nie gefrühstückt. Also probierten wir das mal aus. Der Ort kam uns sehr gelegen, da Silvia kleiner Zwilling (Insider) in der Nähe wohnt und wir ihm auch noch schnell zum Geburtstag gratulieren wollten.
Kaum hatten wir im Gwerder das Frühstück bestellt, kam Markus, ein Kollege aus der Bäckerei und setzte sich noch ein Weilchen zu uns. Das war echt gemütlich. Nach dem Essen machten wir uns auf den Heimweg. Antonio bereitete sich auf eine Wanderung  zum Schnielskopf vor, auf welchem er noch einen Cache zu verstecken hatte.

Silvia verbrachte den Nachmittag mit einer guten Freundin und deren Tochter im Tierpark. Und so durften beide einen tollen Nachmittag geniessen, der eine mit einer grossen Anstrengung, die andere gemütlich, durch den Park spazierend.

Für den Abend hatte Silvia eine ganz besondere Überraschung geplant. Nicht als Geburtstagsgeschenk, sondern zum 9 jährigen Zusammensein hatte sie Antonio diesen Abend geschenkt, einfach das Datum hat sie auf ihren Geburtstag verlegt.

Antonio kam nach Hause und sah, dass die Badesachen bereitgestellt waren. Dies stimmte ihn nicht unbedingt freudig, da Schwimmen/Baden nicht zu seinen grössten Hobbys zählt.
Als Silvia kam, bemerkte er, dass er eigentlich schon Hunger habe, worauf sie nicht weiter einging. Die Reise führte die beiden nach Bad Ragaz, was er schon befürchtet hatte. Allerdings war das Ziel das SpaHouse und nicht wie erwartet das Thermalbad. Dort war die Eingangstüre geschlossen und auch mit Klingeln fanden wir keinen Einlass. Etwas ratlos stöberten wir herum, bis Silvia sich entschloss, im Schaubinstitut nachzufragen, ob man uns dort helfen könne. Tatsächlich hiess es dort, dass wir goldrichtig seien und so wurde Antonio gerufen. Jacky führte uns zu eine Umkleidekabine, in welcher wir uns umziehen sollten. Antonio hatte noch immer keine Ahnung was ihn hier erwarten würde, doch er wollte es einfach über sich ergehen lassen, damit wir nachher schön essen gehen könnten. Gerade als wir die Türe der Kabine schliessen wollten, rief Jacky uns, dass wir noch kurz warten sollen, sie habe noch etwas vergessen. Sie eilte fort und kam schnell wieder und drückte Silvia eine Karte in die Hand. „Ihr könnt noch wählen, ob ihr Fleisch oder Fisch wollt.“ Nun schaute Antonio ganz dumm aus der Wäsche. Waaaass? Silvia entschied für beide. Während dem Umziehen erklärte Silvia den Plan. Antonio war so überrascht, dass er noch gar nicht so recht wusste, was er davon halten sollte.
Jacky führte uns durch das ehemalige Thermalbad und erzählte die Geschichte des Hauses. Am Ende des Ganges, wies sie auf eine halb offene Tür, durch welche man in einen roten Raum mit Kerzen spähen konnte. Wir wurden hineingeführt, hier staunten wir nicht schlecht. Wow! Ein gedeckter Tisch im Wasser, Kerzenlicht, romantische Musik, ein angenehm warmes Klima, Rosenblätter im Wasser. Einfach toll!

Nachdem wir den Wein ausgewählt hatten, packten wir einen Schemel und stiegen hinab ins warme, wohlige Wasser. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, kam Jacky und servierte uns die Vorspeise: Melone mit Rohschinken, Salat und zwei verschiedene Brotsorten.

Wir bekamen genug Zeit um gemütlich zu Essen, bevor der zweite Gang aufgetischt wurde. Caspacio aus Spanien, ein Genuss mit Pfiff. Zum Hauptgang gab’s Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti und Gemüse. Normalerweise sind wir nicht so die Röstiesser, doch diese war so knusprig, dass wir sie richtig gerne hatten.

Auch hier staunten wir, woher Jacky weiss, wie lange wir zum Essen brauchen. Nach einer kurzen Verdauungspause, kam ein Tiramisu mit Beeren dazu zu uns und wir bestellen noch einen Latte Macchiato dazu.
Im Anschluss bekamen wir noch eine Viertelstunde Zeit um einfach nur zu geniessen. Jacky holte uns ab und brachte uns wieder zur Umkleide. Zwei Stunden hatte der perfekte Genuss gedauert.
Auf dem Heimweg überlegten wir, was wir mit dem angebrochenen Abend noch anstellen könnten. Schlussendlich landeten wir in Chur am Buskers, wo wir zahlreiche Strassenkünstler bestaunen konnten. Auch dort trafen wir noch Kollegen und so konnten wir den Abend würdig abrunden.

Der erste Geburtstag für Silvia, an welchem es keinen Kuchen gegeben hatte und trotzdem war es einfach ein perfekter Tag.

Cacherweekend in Tannheim (Auffahrtswochenende 2017)

Tannheim und die Adlerrunden

Schon vor einiger Zeit wurde an einem Hock diskutiert, dass man über Auffahrt irgendwo gemeinsam Cachen gehen könnte. Antonio suchte eine anspruchsvolle Tour in Kufstein aus. Leider stellte sich bald heraus, dass einige sich diese Runde nicht zutrauten und so waren nur noch wir und mountain-fantasy übrig. Wir studierten die Route genau und reservierten die Hüttenübernachtung.

Drei Wochen vorher schneite es nochmal tief runter, was uns sehr verunsicherte, so dass wir das Projekt absagen mussten, weil man bis zu 14 Tagen vorher kostenlos stornieren kann.

Ja und jetzt? In Cacherkreisen ging das Gerücht umher, dass Luri1958 und heifeli sich überlegt hatten, vielleicht nach Tannheim zu fahren. Vorsichtig fragten wir dort mal an, ob wir da mitmachen dürften. Netterweise wurden wir aufgenommen. Auch Jamadulis und mounty_ch waren dabei. Mountain-fantasy-Frau meldete sich auch in dieser Gruppe an und so waren wir eine grosse Truppe, die zusammen losziehen wollte. Nur mit Übernachtungsmöglichkeiten haperte es ein wenig. Antonio reservierte nach einem Tip von Sybille einen Campingplatz mit Appartements. Platz gab es auch noch für alle und so buchten wir sofort. (Alpenwelt Tannheimertal)

Mittwoch 24.5.2017

Am Mittwochnachmittag, meldete sich Antonio bei der Arbeit ab. Um ca.15:00 Uhr starteten wir unsere Reise. Die Anfahrt war länger als geplant, weil wir den gesperrten Pass ignoriert hatten. Keine gute Idee! Also wieder zurückfahren und die Umfahrung nehmen. Selberschuld!

Um 18:10 Uhr kamen wir auf dem Campingplatz an, wo wir erst mal eine ausgiebige Info über alles, was man in der Umgebung machen kann bekommen haben. Sybille kam auch bald dazu und mit etwas Überredungskunst konnten wir davon abwenden, dass sie sich auch die ganzen Infos erzählt bekommt, da wir echt Hunger hatten. Gemeinsam fuhren wir nach Tannheim um in der Dorfstube was zu essen. Allerdings war die Beiz so voll, dass wir erst warten mussten bevor es ein Platz für uns gab. Das Essen war lecker und währenddessen kamen auch Lutz und Heike dazu. Nach dem gemütlichen Abend ging’s zurück auf den Camping und schon bald kamen Jürg und Elena an. Während wir uns langsam ins Bett verkrochen, feierten die anderen noch bis in alle Nacht hinein. Auch Duri und Madlaina, gesellten sich, nachdem sie den von Antonio versteckten Zimmerschlüssel gefunden hatten, dort dazu.

  

Donnerstag 25.5.2017

Pünktlich um 8:00 Uhr trafen alle zum Frühstück ein und wir konnte unseren Plan schmieden. Die Kaffemaschine drohte kurz zu streiken, doch dann spuckte sie doch noch Kaffee für alle aus. Danke, liebe Kaffeemaschine! 😉

 

Tag 1. = SAT A001 – A49 Schwarzer Adler – NW-Tour Lohmoos
Tag 2. = SAT E001- E050 Schwarzer Adler N-Tour Einstein
Tag 3. = SAT F001 Krinnen Almenrunde – Start und ein paar Caches des SAT G Krinnenspitzen-Trails

Alle waren gestärkt für den Tag. Nachdem alle sich eingecheckt hatten, konnte es um 9:30 Uhr losgehen. Am Anfang wurden wir mit der Runde A nach Tannheim geführt. Später ging’s den Hügel hoch. Auch ein anderes Schweizer Cacherpächen trafen wir auf dem Weg an. Doch bald verliess uns das Glück und wir konnten keine Dosen mehr finden. Am Anfang setzten wir noch eigene Notdosen, doch bald gingen diese aus. Das Stimmungsbarometer nahm Zusehends ab. Bei einem Fund stieg es rasant wieder an, doch das kam nur noch selten vor. So viele Dosen einfach weg??? Das kann doch nicht sein!! Hin und wieder fanden wir dann weit im OFF mal wieder was. Ob da jemand absichtlich gewütet hatte? Jedenfalls sank die Stimmung immer tiefer in den Keller, was sehr schade war, da die Runde sonst sehr schön war. Nach dem Mittagessen und nach dem Zvieri gab es wieder kurze Fundserien, die uns wieder etwas Motivation gaben, doch irgendetwas scheint hier wirklich nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein.

                                                 

Angekommen am Ziel waren wir doch etwas müde und froh unsere Schuhe ausziehen zu können. Hoffentlich sind unsere Füsse morgen wieder startklar.

Das Abendessen haben wir wieder in der Dorfstube zu uns genommen. Leider wurden wir auf zwei Tische verteilt, doch das Essen und die Bedienung war tiptop. Sogar ein Schnapserl wurde uns noch offeriert, da wir erst hatten auf unseren Tisch warten müssen und dann das Essen etwas dauerte.

    

Müde wollten wir uns schon zu Bett legen, als es am Bus klopfte und Jürg uns noch zu einem Glas Wein verführen wollte. Wir waren jedoch zu müde und überliessen das Saufen den anderen. Nein, natürlich hatten sie nicht gesoffen, sondern einfach noch gemütlich ein Glas Wein genossen 😉

Freitag 26.5.2017

Die Füsse schmerzten schon noch ziemlich als wir aufwachten. Ob wir das schaffen werden heute? Der „Einstein“ steht auf dem Programm, ein Berg auf 1866 m.ü.M. das wird hart werden. Die Wanderschuhe wurden nur kurz auf Probe getragen und dann durch die Trekkingschuhe ersetzt. Wir hofften eine gute Wahl getroffen zu haben, doch endgültig werden wir das erst am Abend wissen.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Einkaufen, wo wir beschlossen, wie wir die Runde am besten angehen werden. Der Plan war ausgeheckt und los ging’s.

Erst flach und dann kam langsam der Anstieg, doch immernoch ganz human. Die Sonne gab zu verstehen, dass sie heute warm herunterzubrennen im Sinn hatte, doch ein sanftes Lüftchen kämpfte dagegen an, was für uns sehr angenehm war.

             

Nach ein paar Stunden wurde der Weg immer steiler. Die Dosen im Dorf konnten mehrheitlich gut gefunden werden. Doch nachher haperte es wieder ganz schön.

Da wir wussten, dass die „Spezialisten“ unterwegs sind, konnten wir guten Gewissens trotzdem loggen und zudem hatten wir am Vorabend beim Schwarzen Adler noch Ersatzdosen und Logbücher geholt und diese teilweise ersetzt.

      

Dann kam die verdiente Mittagspause bevor es dann so richtig steil wurde.
Als es dann heikel wurde, hatte Heike etwas Mühe mit der Aussicht bzw. dem steilen Abhang. Antonio begleitete sie gekonnt über die heiklen Stellen und so hat sie es unbeschadet überstanden.

                    

Heike, Jürg und Elena machten sich langsam an den Abstieg auf der anderen Seite, während die anderen noch das letzte Stück zum Einstein unter die Füsse nahmen. Diese waren immernoch recht „lauftauglich“, was uns doch sehr erstaunte.

Die Aussicht da oben war bombastisch! Nach einer Pause, vielen Fotos, und natürlich den Einträgen beim Cache und dem Gipfelbuch, machten wir uns an den Abstieg.

   

Die Flora beeindruckte uns sehr. Die Einträge in den noch fehlenden Caches kontrollierte Lutz fein säuberlich und den schwierigen holte Antonio mit Lutz zusammen, während die anderen Paparazzi spielten.

    

Der Abstieg lief recht gut. Die anderen hatten wir auf dem letzten Stück auch noch eingeholt und so wanderten wir gemeinsam zum Café, um dort einen Coup zu geniessen. Ja, den hatten wir uns wirklich verdient. Ach ja, da wir noch die A Runde kreuzten, kontrollierten wir, ob die „Spezialisten“, die heute die ganzen Runden warten sollten auch wirklich unterwegs waren. Tatsächlich, da waren sie schon gewesen. Makellose neue Dosen fanden wir da vor. Toll!

         

Auf dem Camping gönnten wir uns eine Dusche, und fütterten die technischen Geräte mit Logs, Brichtli, Fotos usw.

Dann machten wir uns auf den Weg zum Abendessen, welches wir an diesem Abend im Hofbräuhaus zu uns nehmen wollten, da die Dorfstube bereits ausgebucht war. Nein, nicht in München, hier in der Gegend scheint die Österreichische Version zu liegen.

Dort angekommen schaute die Dame ins grosse Buch, doch da standen wir nicht drin. Wir waren für den Samstag vorgemerkt. Waaaaass????- Ja tatsächlich hatten die uns falsch eingetragen. Anstelle einer Entschuldigung wurde uns ein anderes Restaurant empfohlen, in welchem die Dame nach unserer Aufforderung anrief, aber niemand abnahm. Ja und jetzt?!?

Vielleicht hat der Schwarze Adler noch für uns neun Platz. Nachdem wir dort waren, wussten wir, das dies nicht der Fall war. Super! Und woher bekommen wir nun noch was zwischen unsere Beisserchen??? Duri und Madlaina kannten ein Hotel/Restaurant, in welchem sie bei einem früheren Besuch schon mal waren. Tatsächlich nahmen die unsere grosse Gruppe auf. Hotel Engel in Grän hiess die rettende Location. Dort assen wir zwar sehr gut, jedoch hatten alle zu viel, weil die Portionen nicht zu knapp berechnet waren. Auch hier wurde uns noch ein Absacker spendiert, da wir etwas lange hatten warten müssen.

       

Die Einen hatten noch nicht genug und killten nochmal ne Flasche Wein, während die Weicheier (sorry, aber da ich auch dazu gehört habe, traue ich mich das zu sagen) sich sofort zu Bett legten.

Samstag 27.5.2017

Heute trafen wir uns eine halbe Stunde später zum Frühstück. Anschliessend stockten einige aus der Gruppe den Proviant im MPreis noch auf und da es heute ein wirklich heisser Tag zu werden drohte, machten wir noch einen Stopp beim Sonnenhutladen. Ein Lukratives Geschäft für den Ladenbesitzer…

So, jetzt müssen wir uns wirklich langsam beeilen! Mit der Sesselbahn überwanden wir die ersten Höhenmeter.

   

Die Runde F der Schwarzen Adler Routen war unser Ziel. Da ein paar G-Caches unsere Route kreuzten, nahmen wir die auch gleich mit. Wir freuten uns sehr, da das Spezialteam anscheinend vor uns hier war. Schöne neue Dosen mit fast jungfräulichen Logbüchern fanden wir vor. Nach dem dritten Fund in Serie, empfanden wir das schon fast als aussergewöhnlich. Ja schon fast langweilig, so schnell ging es voran. Nein, beklagen wollen wir uns wirklich nicht. So sollte es sein und so macht es auch richtig Spass. Wir kamen zügig voran. Die heftige Steigung, die vor uns lag bremste das Tempo zwar massiv, aber trotzdem waren wir recht zügig unterwegs. Alle Dosen da, so schön! Die Aussicht war ebenfalls toll und genauso das Wetter. Bis oben war es schon ganz schön anstrengend und doch waren wir sehr zufrieden so gut vorangekommen zu sein.

               

Im Schatten einer Hütte machten wir Mittagspause bevor es flach des Weges weiterging. Sogar abwärts zwischendurch. Bei der nächsten Hütte suchten wir die fehlende Letterbox. Nichts da, die wollte sich nicht zeigen. Was sich hingegen zeigte, war eine andere Cachergruppe und so erfuhren wir, dass sie es waren, die neue Dosen für uns ausgelegt hatten und gar nicht das „Spezialteam“. Wir freuten uns natürlich trotzdem sehr darüber. Hauptsache es waren Dosen da, von wem auch immer. Sie hatten dafür auf einer anderen Runde, die von uns ausgesetzten Büxen gefunden. So ergänzt man sich eben…

    

Auch fanden wir heraus, dass der Cacherdieb am Dienstag und Mittwoch sein Unwesen getrieben haben musste und, wie wir später erfahren mussten, auch heute. Aber dazu später mehr.

Auf dem weiteren Weg waren wir immer knapp vor dem anderen Team oder, wenn wir länger mit Suchen hatten, gemeinsam unterwegs.

Wenn keine Dose zu finden war, legten wir einen Ersatz….doch dann….wir waren wieder Mal etwas länger am Suchen, kam einer von der anderen Gruppe und versicherte, dass dieser vor ein paar Stunden, als er hier hochwanderte, noch da gewesen sei. Die Sache wird immer suspekter, denn eine Dose konnte doch noch gefunden werden, einfach nicht am gleichen Ort. Irgendwas stinkt hier zum Himmel!

       

Angekommen bei der Bahnstation loggten wir noch die lustige Letterbox beim Restaurant und die Einen tranken noch was.

  

Antonio, Duri und Madlaina haben beschlossen mit einem Mountain-Car den Berg runterzudüsen. Die anderen empfanden die Bahn als angenehmer, um ins Tal zu gelangen.
Die drei Rennfahrer hatten Spass und kamen etwas staubig, (vor allem Duri) aber heil und zufrieden unten an. Dass wir sie von den Sesseln aus beobachtet haben, hatten sie gar nicht mitbekommen.

          

Zum verdienten Coup fuhren wir an den See. Herrlich hier!

 

Doch schon bald mussten wir los, denn bis zum Abendessen dauert’s nicht mehr lange und duschen wollen wir doch bitte vorher noch. Jürg und Elena hatten nur bis am Samstag gebucht. Sie traten gleich die Heimreise an und so verabschiedeten wir uns von ihnen.

Zum Abendessen waren wir wieder im Hotel Engel in Grän, da es uns am Vorabend so gut geschmeckt hatte. Auch heute war ein schöner Tisch in der gemütlichen Stube für uns reserviert. Die Mehrheit entschied sich für Fisch, doch Antonio und Duri sind echte Fleischtiger, daher konnten sie dem Gruppenzwang der anderen widerstehen.

Da wir, cleverer als am Vortag, auf die Vorspeise verzichtet hatten, war sogar noch Platz für ein Dessert….köstlich…

Wie angekündigt, nahm pünktlich um 21:00 Uhr der DJ seinen Platz ein. Gar nicht mal so schlechte Musik, aber trotzdem hatten wir eigentlich beschlossen langsam aufzubrechen. Doch plötzlich war Lutz weg, er hatte sich ein paar Meter weiter vor den Fernseher gesetzt um Fussball zu gucken. Auch Duri und Heike sassen neben ihm als wir eigentlich gehen wollten. Also pflanzten wir anderen, Madlaina, Sybille, Silvia und Antonio, uns in die kuschligen Sofas neben an und bestellten einen Drink. Die Tänzer in der Lobby faszinierten uns mehr als der Bildschirm. Als das Spiel dann vorbei war, wurden wir von den Fussballfans aufgefordert zu gehen. Jaja, isch scho guet…

 

Sonntag 28.5.2017

Wie auch am Vortag, trafen wir uns erst um 8:30 Uhr zum Frühstück. Heute stand für uns nur noch eine Letterbox holen und die Heimreise auf dem Programm. Lutz und Heike wollten noch ein paar Dosen sammeln, auch Duri und Madlaina hatten noch ein paar Pendenzen offen und Sybille schlug direkt den Heimweg ein.

Nach der Verabschiedung fuhren wir nach Tannheim um die Entenhausen liegt im Tannheimer Tal (Letterbox) zu suchen. Das stellte sich als gar nicht so einfach raus. Knochen von einem riesen Tier lagen zwar im Wald herum, aber nix vom Cache. Auch der Ort kam uns komisch vor und so brauchten wir einen Telefonjoker. Duri, der diesen schon geholt hatte, beschrieb den Weg und so wurden auch wir noch fündig. Keine Ahnung was hier bei der Berechnung schief gelaufen war.

     

Jedenfalls waren wir jetzt startklar und düsten zurück in die Schweiz.
Dort wartete noch Arbeit auf uns, da wir bald eine neue Küche bekommen…

Aber wir kommen wieder, wir haben noch ein paar grüne Flecken die in gelbe 🙂 umgewandelt werden wollen. Wir haben insgesamt 158 Büxli an diesem warmen Aufffahrtswochenende besucht.

Ausflug ins Tessin und Jubiläum!

Am Samstag den 13.5.2017 durften Antonio und Silvia ihr neunjähriges Zusammensein feiern. Ja die Zeit vergeht wie im Flug…doch als ob das nicht genug wäre, gab es am selben Tag noch ein zweites Jubiläum. Genau vor einem Jahr durfte die beiden Turteltäubchen den Mercedes Marco Polo abholen. Wenn das mal nicht timing ist!

Was ist denn geplant an diesem Wochenende? -Ein Ausflug ins Tessin steht auf dem Programm. Aber nicht irgend ein Ausflug….dazu gleich mehr.

Um 9:00 Uhr am Samstagmorgen (ja ok, wir waren 10 Min zu spät), haben wir Andreas abgeholt, um gemeinsam ins Tessin zu fahren. Um 11:00 Uhr (ja die 10 Minuten Verspätung haben wir mitgenommen), haben wir Eva, Laura, Ramona, Bojan und Dario getroffen. Zugegeben, der Ort an dem wir den Treffpunkt vereinbart hatten, ist ein wenig ein aussergewöhnlicher Ort um etwas zu unternehmen, doch wir hatten eben an diesem Ort etwas vor. Ein gruseliger Lostplace sollte besucht werden. Erst mal wurden die Regeln bekannt gegeben: Wir verhalten uns absolut leise und unauffällig, es wird nichts mitgenommen, genau so wie auch nichts kaputt gemacht wird. Jeder ist für sich selber verantwortlich und handelt mit äusserster Vorsicht, da Böden wie auch Decken morsch sein könnten und man so niemals sicher sein kann, dass alles hält.

Ganz vorsichtig schlichen wir uns ins Innere des geisterhaften Objekts. Die ersten Taschenlampen wurden angeknipst und die Paparazziausrüstung wurde gezückt.

    

Vorsichtig wurde eine  Räumlichkeit nach der anderen untersucht, ganz schön gruselig…
…und gross. Hier ein paar Eindrücke aus dem ehemaligen Krankenhaus:

    

Bei einigen Funden wollten wir gar nicht so genau wissen, was sich hier drin schon alles abgespielt hat:

Nach zwei Stunden hatten wir die Geister wieder verlassen. Zum Abschied genossen wir noch einen Zvieri mit ihnen und verabschiedeten uns dann endgültig.

STOP, war da nich noch was?
L’ultimo ha spento la luce? Sì? Ok, allora via di qua 😉

Als ob wir noch nicht genug bekommen hätten, stand nochmal so was in der Art auf dem Programm. Auch hier liessen wir äusserste Diskretion walten. Doch du darfst einen kleinen Einblick bekommen. Aber nur einen kleinen:

            

Zum Abschluss wurde ein Kuchen vertilgt und dann….

…plötzlich schreckten wir auf. Was war das? war das echt? Oder war das alles nur ein Traum?
Hm…keine Ahnung. Jedenfalls waren wir jetzt sicher wach, befanden uns wieder in der Realität und machten uns für den Abend parat.
Mit Andreas spazierten wir durch Locarno, genossen die Sonne und suchten nebenbei noch die gesuchten Antworten für einen Multi.

Als wir beim Lagolungo, dem Treffpunkt ankamen, standen unsere Kollegen schon bereit. Hungrig bestellten wir uns durch die Karte und genossen den gemütlichen Abend. Gesprächsstoff gab’s genug und so verging der Abend wie im Flug.

 

Ein romantischer Spaziergang am See fällig? – Klar doch.

Bevor die Mücken uns so richtig plagen konnten, lösten wir unsere Versammlung auf und zogen uns in unsere Schlafgemächer zurück.

Am nächsten Tag trafen wir Andreas nach dem Frühstück. Gemeinsam gönnten wir uns einen Ausflug zum Bahnhof in Locarno, um dort ein Döschen zu suchen, bevor es in Richtung „Nach Hause“ ging. Zwischendurch haben wir noch ein, zwei Stopps eingelegt, sei es um einen Cache zu begutachten oder um ein Glace zu schlotzen. Von der Sonne des Südens gewärmt, kamen wir am frühen Nachmittag zu Hause an.

 

Danke allen, die dabei waren für das gemütliche und spezielle Weekend!

Frühlingsferien-Motto FP’s sammeln und gleich wieder ausgeben

Diesmal planten wir nicht weit im Voraus. Die Wetterprognose war ziemlich düster und so haben wir am Sonntag entschieden, dass wir am Montag bei Regensburg den Autopowertrail B-W-T (Bayer-Wald-Thropy GC4WMQN ) absolvieren werden. Motto der Reise: Favoritenpunkte sammeln (und vielleicht auch wieder ein paar davon ausgeben).

Frühlingsferien 2017: Regensburg-Deggendorf-Passau

Trimmis-Regensdorf- Bad Kötzingen, 1.5.2017
Am Montagmorgen starteten wir um 9:40 Uhr unsere Reise. Das Wetter wechselte immer wieder, sodass wir von Sonne bis Regen alles mal dabei hatten. Um 13:30 kamen wir in Regensburg bei der Nr. 1 des Powertrails an. Auf dem Weg dorthin lag noch eine Mysterydose „justus.peter.bob“ GC4C8G1, die wir (mit Hilfe) mal gelöst hatten. Diese wollten wir noch holen, doch oh Schreck, das ist ja ein T5er. Naja, schauen können wir ja mal, vielleicht lässt sich zu zweit was machen… Vor Ort konnten wir das Vogelhäuschen sehen, doch mit der Höhe sieht es nicht so gut aus.

Wir schauten einander an, dann wieder zu dem Döschen hoch, hmm, könnte knapp werden, aber probieren können wir’s ja mal. Also zog ich die Schuhe aus und stellte mich Antonio auf die Schultern und er richtete sich aus der Hocke auf. Immer näher kam ich dem Objekt der Begierde, noch ein Stück… und dann war Feierabend. Nahe dran bin ich, doch ein kleines Stück fehlt noch. Fest den Arm ausstrecken. Nein, das reicht noch immer nicht. Ich traute mich fast nicht zu fragen, ob ich Antonio auf den Kopf stehen darf. Da es um einen Cache geht, ist sich Antonio dafür nicht zu schade und lässt mich auf sein Haupt steigen. Ich musste darüber sowas von lachen, dass ich es kaum schaffte, den kleinen Schritt zu machen. Nochmal jeden Knochen strecken, doch auch das reichte nur zu einer Berührung des Gehäuses und so musste ich unverrichteter Dinge wieder vom edlen Thron hinuntersteigen. Wir konnten es fast nicht glauben, dass nur sooo wenig gefehlt hatte und nichts im Wald rumliegt, das uns noch das fehlende Stück ergänzen hätte können. Nicht mal ein Foto konnten wir von der kurligen Aktion machen, denn wir waren ja beide voll im Einsatz. Tja und so mussten wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Das war ja ein toller Start unserer Reise.

Die erste Dose des Powertrails bei Regensburg konnten wir gut finden und das sogar bei trockenem Wetter. Auch die zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte und so weiter zeigten sich bald. Nach einer Stunde hatten wir 30 Caches hinter uns und langsam den Dreh raus, wie wir einigermassen zeitsparend vorankommen. 30 Dosen pro Stunde würde heissen, dass wir 10 Stunden für den ganzen PT brauchen würden. Das kommt nicht in Frage, aber wir haben uns ja erst mal eingewöhnen müssen und haben’s jetzt im Griff. Die zweiten 30 Büxlein waren in 45 Min geschafft. Ja, ja, Übung macht den Meister. Sogar die Sonne wagte hin und wieder einen Blick nach unten um zu sehen, wie wir vorankommen.

Nach vier Stunden waren knapp 180 Dosen geloggt und unsere Bäuche knurrten so laut, dass wir nicht mehr weiter suchen konnten. In Bad Kötzingen fütterten wir erst unser Cachemobil und dann unsere hungrigen Mägen. Was Wärschaftes muss her. Fast wie von selbst landeten wir in einer tollen Gaststube, die genau das bot, was wir gesucht hatten. Als ich vom WC zurückkam, bat ich Antonio, sich die Gäste direkt hinter uns mal genau anzusehen, denn ich war der Meinung an dem Rucksack einen Ghost-Pin gesehen zu haben. Endgültig entlarvt waren die Nachbarn, als sie ihr Navi auf den Tisch legten und kurze Zeit später sassen die beiden an unserem Tisch. Bei herrlichem Essen und intensiver Unterhaltung verging der Abend wie im Flug. Nachdem wir unsere TBs gegenseitig discovert hatten, mussten wir aber schnell weiter, denn bald würde es eindunkeln und wir hatten noch keine Ahnung wo wir übernachten werden. Dem PT entlang loggten wir ein Döschen nach dem anderen, bis wir dann endlich ein geeignetes Plätzchen ergattern konnten. Die Aussicht wäre toll gewesen, doch erstens war es bereits dunkel und zweitens hatte es begonnen zu regnen und so war da nichts mit in die Ferne schauen. Todmüde legten wir uns hin und träumten vom Ein- und Aussteigen.

Bad Kötzingen-Regensburg- Schaufling, 2.5.2017
Da es bei Aufwachen so klang, als ob wir uns in einer Autowaschanlage befinden würden, haben wir uns mit dem Aufstehen noch etwas Zeit gelassen. Erst als die Sonne ein paar Strahlen zum Fenster rein warf, schlüpften wir unter den Decken raus. Nach einem gemütlichen Frühstück im Bus und dem Geniessen der Aussicht, die wir nun auch hatten, setzten wir unsere Stop and Go Fahrt fort. Nach gut drei Stunden Sonne und Regen hatten wir endlich die letzte Dose hinter uns und darüber waren wir auch wirklich froh. Spass macht sowas nun wirklich nicht, aber was tut man nicht alles um sein FP-Konto mal wieder etwas aufzufüllen.

    

Für die Schmiedung des weiteren Plans setzten wir uns ein leeres Gasthaus, in welchem wir von einem älteren Herr angeschaut wurden, als würden wir mitten in seine private Stube treten. Auf die Frage hin, ob sie geschlossen hätten meinte er, nein, nein, aber wir könnten nur den einen Tisch haben und wies auf einen Tisch am Eingang. Hm…einer reicht uns auch, war unsere Antwort und er meinte, dass die anderen gleich von Kartenspielern belegt werden würden. Wir dürfen gerne auch mitspielen fügte er noch an. Doch darauf verzichteten wir gerne. Das Angebot seiner Frau, die von Kuchen sprach, gefiel uns da schon besser. Während die Spieler, einer nach dem Anderen die Stube füllten, setzten wir unsere ausgewählten Caches auf die Liste im I-Pad. Weiter ging’s mit dem Anfahren von Dosen in Regensburg. Da dies recht anstrengend war, stellten wir, als wir der Innenstadt näher kamen, das Auto ab und liessen uns von einem Multi und ein paar Tradis zu Fuss durch die Stadt führen. Von einem Kirchturm aus konnten wir über ganz Regenburg blicken, doch so ganz geheuer war uns der wacklige Turm nicht, also schnell wieder runter…

 

Nach vielen Kilometern hatten wir dann einiges von der Stadt gesehen und unsere Beine drohten langsam aber sicher zu streiken. Na dann suchen wir doch was zum Sitzen und Essen. So wurde es gemacht und eins kann ich sagen: die Brauerei, die wir erwischt hatten war echt der Hammer (Weissbräuhaus, Schwarze-Bären-Strasse 6). Eine halbe Haxe mit Knödel und Sauerkraut sowie ein Zwiebelrostbraten mit Spätzle, das hatten wir uns doch verdient heute.

 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz landeten wir an der Donau auf einem Stellplatz in Donaustauf und dort fielen uns kurze Zeit später die Augen zu.

Donaustauf-Deggendorf- Schaufling, 3.5.2017
Am Morgen kochten wir wieder Kaffee und assen Müesli im Bus. Im Anschluss konnte Antonio es nicht lassen, das Auto von dem vielen Dreck zu befreien. Das Odin-Denkmal, welches aus einem mächtigen Palast bestand, war der nächste Programmpunkt. Wir hatten echt unseren Spass da oben samt Multi „Tempel des Odin GCJG2K“

 

Und weil das Wetter es gut mit uns meinte, trauten wir uns noch die „Verflixte Runde #1 GC4TE7B“ zu. Knobelcaches von der Art, die Antonio gerne mag. Unglaublich wie viel Abfall am Weg lag. Das sind ja echte Schweine, (wobei wir ja das Schwein nicht beleidigen wollen)  die so viel Zeugs einfach in die Natur rausschmeissen! Ein CITO wäre hier dringend mal notwendig.

 

Nachdem die Runde schon fast abgeschlossen war, taten uns die Füsse weh und wir waren müde. Eine Bäckerei lockte uns zu sich und der Kuchen drängte sich richtig auf. Gegessen wurde aber erst im Bus, denn wir wollten einen Kaffee dazu. Luxus pur 😉

Auf dem Weg nach Deggendorf konnten wir auf der Gegenspur noch die Aufräumarbeiten eines Unfalls sehen und den 13 km langen Stau hinten dran. Fast nur Lastwagen! Sowas hatten wir noch selten gesehen. Da hatten wir richtig Glück, dass unser Weg in die andere Richtung führte. In Deggendorf steuerten wir ein paar ausgewählte Dosen an, doch nicht alle liessen sich so einfach finden. Eine verlangte uns echt alles ab bis wir herausfanden, dass die gesuchte, versteckte, von aussen unsichtbare Antoniuskapelle geschlossen war. Schade, wäre wirklich etwas Spezielles gewesen.

 

In der Altstadt irrten wir noch etwas umher bevor wir ein Restaurant fürs Abendessen aufsuchten. Heute gab’s einen Beef Burger mit Vollkornbrötchen und Salat für mich und ein Zwiebelrostbraten mit Gemüse und einer Kartoffel-Blätterteigroulade für Antonio (Gasthof Höttl, Luitpoldplatz 22). Eine gute Wahl hatten wir mal wieder getroffen und so konnten wir gestärkt weiter ziehen.
Ein kleiner Lost Place, den Antonio sich alleine zu Gemüte führte, da ich keine Lust hatte durch den Sumpf zu waten.

 

Weiter führte uns die Reise in die Täler hinaus. Mal hoch, dann wieder runter. Zu einer ausgesuchten Dose konnten wir nicht, da die Strasse gesperrt war und wir nun wirklich nicht mehr zu Fuss gehen wollten. Also suchten wir uns einen Schlafplatz. Beim Landgasthof Düllhof in Schaufling wurden wir fündig. Sogar duschen konnten wir da und auch ein WC stand für den Stellplatz zur Verfügung. Der Hof war von einem Kräutergarten umgeben und ganz liebevoll mit selbstgemachten Figuren gestaltet.

 

Schaufling-Passau, 4.5.2017
Den Kräutergarten haben wir uns am Morgen noch genauer angesehen. Etwas chaotisch oder für uns unverständlich mit der Struktur der Beschriftung, sonst aber wirklich schön angelegt.

   

Eine Pendenz hatten wir ja noch bevor die weiter Reise uns nach Passau führte.
Den Cache den wir gestern Abend nicht mehr angehen konnten da die Strasse gesperrt war. Der Multi „Dunkle Kräfte?“ GC4VVC4
Ok, die war auch heute noch gesperrt, jedoch waren wir wieder fit genug um ca. 500 Meter zur ersten Station zu gehen. Auf diesen Cache hatten wir uns ganz besonders gefreut. Eine Metalldetektor haben wir vom Kollegen ausgeborgt und so freute sich Antonio bei jedem Pieps. Nochmehr natürlich, als ich ihm die Freigabe erteilte, dass er nun wirklich suchen könne, da die Koords erreicht waren.
Jede Station beeindruckte uns, mehr wollen wir hier nicht verraten, denn jeder soll den Spass ja selber erleben dürfen…

Nach diesem Abendteuer gings weiter Richtung Passau, kurz davor erblickten wir einen Schuhladen, ja da müssen wir rein, nein, nicht wegen mir, Antonio braucht neue Schuhe. Ok, ich hab mir dann auch ein Pärchen gegönnt, aber auch Antonio hat was Passendes gefunden.

Nachdem ein paar Dosen gezielt angefahren wurden, haben wir das Auto parkiert und sind der Donau entlang spaziert um an der Spitze der Altstadt einen Earthcache zu lösen und dann dem Inn entlang wieder zurückzuschlendern. Zwischendurch gab’s noch Kaffee und Kuchen, schliesslich sind wir in den Ferien. Von der Überschwemmung, die den Ort vor vier Jahren unter Wasser gesetzt hat, sieht man kaum noch was. Aber was man sieht: Es braucht nicht viel bis die Wasser über die Ufer treten. Immerhin ist die Stadt von drei Flüssen umgeben, denn auch die Ilz fliesst durch die Ortschaft. Das Spezielle an den drei Flüssen ist, dass sie unterschiedliche Farben haben. Die Donau sei blau, der Inn grün (Gletscherwasser) und die Ilz schwarz (Moorresten), so heisst es. Vor Ort konnte man nur geringe Farbunterschiede der Donau und des Inns sehen, vielleicht waren wir auch einfach zu tief um richtig auf die Flüsse hinunterschauen zu können. Die Ilz hingegen ist tatsächlich recht dunkel. Im Internet sieht man die Farbunterschiede von Luftbildern her wirklich gut. Schade, dass wir das vor Ort nicht so klar erkennen konnten. Trotzdem gefiel Passau uns besser als Regensburg.

   

Nun waren unsere Pendenzen mehr oder weniger abgearbeitet. Einen kleinen Lost Place etwas Ausserhalb fuhren wir noch an. Vor einem kleinen Abstecher ins Nachbarland, suchten wir verzweifelt nach einem Restaurant. Eines verliessen wir kurz nach Besichtigung wieder und viel mehr konnten wir erst mal nicht finden. Doch direkt vor der Grenze entdeckten wir dann doch noch was, damit wir nicht hungrig bleiben mussten. Und nun kommen wir zum Nachbarland: Ich war überzeugt, dass wir über die Tschechische Grenze fahren würden, doch da stand ein Schild mit Republik Österreich. Hups, da zeigen sich mal wieder meine glänzenden Geografiekenntnisse. Mir war nicht bewusst, dass wir schon wieder so südlich sind. Nach dem Besuch der Letterbox, die etwa gleich gut wie das Essen war (ok, aber müssten wir nicht extra nochmal anfahren), reisten wir in Richtung Schweiz. Ziel wäre ein Schlafplatz gewesen, doch die gefundenen Stellplätze waren entweder voll oder passten uns aus anderen Gründen nicht und so landeten wir schlussendlich irgendwo auf einem Parkplatz, auf welchem wir hoffentlich niemanden gestört haben. Müde waren wir so sehr, dass wir sofort eingeschlafen sind.

   

Ulbering, 5.5.2017
Am Morgen erst liessen wir das Dach hoch um zu frühstücken. Und dann setzten wir die Heimreise fort. Da ein Unfall weit voraus angesagt wurde, umfuhren wir das Autobahnstück und damit den ganzen Ammersee. Leider hatten wir die Caches dieser Gegend nicht auf der Offlinekarte, und so kurvten wir halt einfach so in der Gegend rum, liessen uns in einer Metzgerei leckere Brötchen belegen und steuerten dann die Autobahn wieder an. Einige Stunden später waren wir glücklich und zufrieden wieder zu Hause.

Fazit: Wetter war super, im Stau standen alle immer nur auf der Gegenseite, Favoritenpunkte haben wir viele gesammelt und wahrscheinlich etwa gleich viele wieder liegengelassen.
Kilometer und Zeit haben wir auch wieder genug gemacht.

Am Abend besuchten wir den FL/SG/GR Geocaching-Stammtisch GC73NM0 und liessen damit unsere Ferien ausklingen.

 

Erfolgreicher CITO in CHUR

Der 2. CITO-Event in Chur hat am 29.4.2017 stattgefunden. Auch wenn wir am Anfang skeptisch waren, ob ein paar Leute zusammen kommen, da die Anmeldungen nur tröpfchenweise hereinkamen, standen schlussendlich 56 Leute parat.

Auf dem Spielplatz an der Rheinpromenade bei Haldenstein begrüsste Andrea Deflorin von der Stadt Chur die motivierte Truppe. Antonio erklärte kurz den Ablauf und schon waren die ersten, ausgerüstet mit Abfallsäcken und Greifzangen, weg.
Antonio und Andrea Deflorin nahmen einen Teil der Leute mit, damit sie vom Rossboden her starten konnten.

Silvia packte derweil die Esswaren für den anschliessenden, gemütlichen Teil aus und bereitete alles vor. Hab ich schon gesagt, dass es auch mit dem bestellten Wetter hervorragend geklappt hat?

 

In den Tagen zuvor hat es geregnet und geschneit, erst pünktlich auf den Samstag wurde es trocken und sogar die Sonne schickte uns viele wärmende Strahlen.Um 10:00 Uhr war Antonio auch wieder zurück, Andrea Deflorin hatte sich bereits verabschiedet und wir wurden langsam nervös. Wann sollen wir mit dem Einfeuern beginnen? Wann werden die Leute zurück sein? Um 10:15 Uhr begannen wir langsam einzuheizen.

Ca. um 11:00Uhr trudelten die ersten Abfallsammler wieder auf dem Spielplatz ein und so konnten wir die Würste zum Schwitzen bringen. Ein Grüppchen nach dem anderen kam dazu bis dann schlussendlich alle wieder beisammen waren.

Wobei, die einen mussten schon etwas früher wieder weg, aber die Gruppe war noch immer riesig. Jeder suchte sich ein Plätzchen auf dem tollen Areal und konnte sich am Buffet bedienen und eine Wurst krallen.

So im warmen Sonnenschein war es richtig gemütlich und die Stimmung war auch super. Wobei, ady73 hier Antonio etwas beichten will, dabei schaut es bei ihm gar nicht nach beichten aus.

Als er dann den ganzen Mut zusammen hatte, gestand er ihm, dass sie nun genau gleich viele FTFs auf ihren Konten haben. Tja… das ist doch cool 🙂

Erst so um 15:00 Uhr machten sich auch die letzten Geocacher, zu denen auch wir gehörten, auf den Heimweg.
Dafür, dass vor acht Monaten genau an der gleichen Strecke schon ein CITO stattgefunden hatte, wurde recht viel Abfall gefunden und eingesammelt. Vier Fahrräder (oder Teile davon), ein Töfflirahmen und fast 2 Container Abfall war die Bilanz.

Herzlichen Dank an all die fleissigen Helfer und Helferinnen, die sich Zeit genommen haben den Abfall anderer Leute aufzulesen, ihr seid wirklich super!!!

Auch ein herzliches Dankeschön geht an die Stadt Chur, die uns Speis und Trank zur Verfügung gestellt hat. Wir schätzen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt sehr, sei es für solche Anlässe, wie auch für die Offenheit, dass wir unsere Geocaches in der Stadt verstecken dürfen.

 und bis zum nächsten Mal 

Mercedes-Benz Driving Event mit loslachen.ch

Ein ganz schön aufregendes Wochenende haben wir am 18./19.2.2017 erleben dürfen.

Am Freitag waren wir an einem Geburtstagsessen. Da der Jubilar erst am Folgetag 60 wurde, diskutierten wir noch lange und schauten uns Fotos an bis die Kirchenglocke 12 Mal schlug. Nun konnte endlich der Kuchen aufgetischt werden. Wobei, Hunger hatte nach dem Tüüfelsteiessen niemand mehr, aber Geburtstag feiert man nun mal mit Kuchen und so probierten wir alle ein kleines Stück bevor wir die Party mit einem Verdauungsschnäpsli ausklingen liessen.

Am Samstag machten wir uns trotz WM in St. Moritz auf den Weg ins Engadin. Nicht wegen des Skifahrens wählten wir diese Destination aus und verkehrstechnisch wäre es wohl auch nicht unsere erste Wahl gewesen. Der Grund, uns in den Stau zu begeben war, dass wir an einem Mercedes Benz Driving Event teilnehmen wollten. Im Package enthalten war ein Apero im Hotel mit anschliessendem Abendessen, die Übernachtung und natürlich das Winterfahrtraining.

Am Nachmittag checkten wir im Hotel Saratz in Pontresina ein. Weil die Sonne uns begleitete, liessen wir uns auf einen Spaziergang ein, auf welchem natürlich ein paar Geocaches lagen. Sobald der Schatten aktiv wurde, kühlte es rasch ab, weswegen wir bald wieder unser Zimmer aufsuchten. Die Badewanne, welche zu Hause fehlt, musste schon auch ausprobiert werden. Sozusagen ein kleines Wellnessprogramm auf dem Zimmer 😉

Um 19:00 wurden wir zum Apero erwartet. Dort lernten wir die anderen Teilnehmer des Events kennen und wurden von Michael, als Vertreter von Mercedes Benz, begrüsst.
Das Abendessen war sehr exquisit und schmeckte uns vorzüglich.



An unserem Tisch hatten wir so unterhaltsame Gespräche, dass wir gar nicht bemerkt hatten, wie sich die Tische um uns herum geleert hatten. Ja wir schienen tatsächlich die Letzten zu sein.
Also schnell ins Bett, damit wir dann morgen fit sind.

Beim Frühstück waren wir erwartungsgemäss nicht die ersten. Die Meisten waren fertig als wir ankamen. Trotzdem lagen wir voll im Zeitplan. Nach dem Auschecken machten wir uns auf den Weg zum Trainingsgelände beim Flughafen Samedan.

Silvia, die sich nicht gerade um den Kurs gerissen hatte, wusste nicht so recht was sie erwarten würde und hatte somit eher Respekt vor dem Tag. Antonio hingegen freute sich auf den lange ersehnten Event.
27 Fahrzeuge präsentierte uns Mercedes Benz. In voller Pracht, blitzblanc sauber glänzten sie an der Sonne, die bereits langsam ihre ersten, wärmenden Strahlen auf das Gelände warf.

Wir wurden der Gruppe blau und somit Horst zugeteilt. Dies war ein riesen Glück, denn er machte das super! Auch Silvia konnte die Posten geniessen und hatte Spass, sich den Aufgaben zu stellen, daraus zu lernen und auch einfach mal auf der Piste rumdriften zu dürfen und somit ein Gefühl für das Verhalten der verschieden angetriebenen Autos auf dem Eis zu bekommen.

Doch erst mal der Reihe nach. Erst mal verliessen wir das Gelände und fanden uns auf einem Kieswerk ein. Dort stand Offroad auf dem Programm. Dort lernten wir die ersten Autos etwas kennen und konnten unter anderem ausprobieren, wie es sich anfühlt, schräg am Berg zu stehen.

Wieder zurück auf dem Trainingsgelände wechselten wir die Autokategorie. Beim nächsten Posten lernten wir wie man ein Ausweichmanöver mit Vollbremsung auf Schnee und Eis am besten angeht und was das ABS dabei für eine Rolle spielt. Naja, wäre der „Hund“ echt gewesen, hätte er nicht überlebt. Zum Glück wurde er nur mit einem Töggeli simuliert.

Nach einem weiteren Kategorienwechsel war Slalomfahren angesagt. Hier durften wir die Wirkung des ESP ausprobieren in dem wir mit eingeschaltetem und abgeschaltetem System fuhren. Auch der Unterschied von Autos mit 4×4 und solchem mitHeckantrieb bekamen wir zu spüren.

 

Nach der Mittagspause übten wir nochmal einem Hindernis auszuweichen und genug vorsichtig zu lenken, damit die Reifen nicht einfach abrutschen, sondern das tun, was ich von ihnen will.

Nach dieser Übung waren wir bereit zum Driften. Dafür hatten wir echt viel Platz zur Verfügung und so liess Horst die Zügel etwas lockerer. Wir konnten recht selbständig den Parcour entlangdriften und ausprobieren, welches Auto wie reagiert. Das hat so was von Spass gemacht. Antonio natürlich noch mehr als Silvia, doch auch sie ist ganz schön in Fahrt gekommen. Antonio hätte wohl ewig weiterdriften können, er war voll in seinem Element und gab das Steuer jeweils nur ungern ab.

Last but not least, machten wir nochmal einen Abstecher ins Kieswerk. Dort erwartete uns eine spezielle Aufgabe. Wir wurden auf einen von Schnee bedeckten Kieshügel geführt. Oben angekommen kamen wir uns wie am Start einer Achterbahn vor. Unvorstellbar steil ging es den Hügel hinunter. Zweck davon war das DSR auszuprobieren. Das funktionierte tiptop. Allerdings nur, wenn Antonio am Steuer sass, was er auch die ganze Zeit tat. Silvia weigerte sich. Sie hatte Angst selber am Steuer zu sitzen bei dieser Übung.

Trotzdem hat das Fahrtraining im Gesamten beiden sehr viel Spass gemacht und sie haben viel gelernt dabei.

Mit einem kleinen Geschenk und vielen tollen und wirksamen Erinnerungen wurden wir gegen Abend verabschiedet. Den anschliessenden Stau wegen des WM Endes, nahmen wir gerne in Kauf.

Natürlich gibt es zum Abschluss auch wieder ein Youtubefilmchen 😉

Vielen Dank an die Ring Garage in Chur, welche uns die Teilnahme an diesem Event ermöglicht hat! 

5. Schlittelplausch mit Fondue in da fideriser Heuberga

Am 11.2.2017 war Vollmond und passend dazu fand an diesem Abend unser alljährlicher Geocaching Schlittelplausch statt.
Als wir um 16:30 Uhr in Fideris angekommen sind, wurden wir schon von einigen abenteuerlustigen Schatzsuchern erwartet. Wie von uns empfohlen, hatten einige sich in Warnwesten gewickelt, so dass die Gruppe leichter zu erkennen ist.
Nachdem wir an der Kasse das Malör mit dem Preis bereinigt hatten, warteten wir auf die Busse, die uns in die Heuberge chauffieren werden.

Alle Angemeldeten kannten wir nicht, doch das war nicht weiter schlimm, denn jeder kannte uns und so gelangte jeder, der wollte zu unserer Gruppe. Auf dem Weg nach oben, wäre fast ein Unfall passiert. Es war so knapp, dass der Dunkelhäutige, den es fast erwischt hätte, fast bleich geworden ist und das braucht doch einiges, oder?
Oben, also unten von oben (Heuberge, nicht Arflina 😉 quartierten wir uns ins gemütliche Restaurant ein. Diesmal fand auch jeder ein Plätzchen und schon bald stand das Fondue auf dem Tisch. Lecker wie noch nie! Ob es am, von Riepichiep zugegebenen Schuss Weizenbier, oder am Pfeffer, oder an den anderen beigefügten Gewürzen gelegen hat, das bleibt wohl ein Geheimnis. Jedenfalls putzten wir die Käsesuppe in rekordverdächtiger Zeit weg. Nein, Choitschgi hatte es nicht im Fondue, der sass neben mir, und das war auch besser so 😉 und auf der anderen Seite waren die M&Ms. Solche hätte ich zwar auch gerne gegessen, aber da sie nicht aus Schokolade waren, liess ich das bleiben.
Ach ja, da Phil59 nicht da war, übernahm Riepichiep die Aufgabe, die Owner abzufüllen. Bei ihm gab’s einfach Röteli statt Quittenschnapps, merci an dieser Stelle.

Nach dem obligaten Röteli versammelten wir uns zum Gruppenfoto. Das Wetter war himmlisch, kein Regentröfli kam vom Himmel (denn sie hatte ja abgesagt 😉 . Wie bei 1001 Nacht leuchtete der Vollmond uns den Weg und so machten wir uns startklar. Lostwingsfrau nahm den Bus, da sie dem mehr traute als den Schlitten. Die anderen nahmen ihren Göggel unter den Hintern. Mountain gab das Startzeichen und schon konnte es losgehen.

Luagsh eifach, dasses di nit vom Schlitta haut, denn die Piste war gut und schnell! Da hatten die Mitarbeiter der Heuberge echte Arbeit geleistet, denn ich denke nicht, dass die Natur alleine für die schneebedeckte Strasse verantwortlich war. Gut gemacht, danke!

Leute mit einem wöschbärbuch hatten die Kondition bis zur Kurve 4 durchzuschlitteln. Wir haben Tullus noch etwas angestossen auf dem Weg. Sorry, hoffe, dass es keine negativen Nachwirkungen hatte. Seine Kollegen waren wohl weit voraus. Die haben sogar die Kurve 4 verpasst. Dort musste eine Pause eingelegt werden, denn dies war ein guter Platz für den Kopfstand. Als es darum ging mitzumachen, waren plötzlich alle erkältet. Seltsam, wie schnell das geht. Ein paar Mutige nahmen den Helm vom Kopf und drückten ihr Haupt in den kalten Schnee. Naja, die meisten davon machten einen Purzelbaum. Nur luagsh und loslachenmann konnten sich in einem bananenartigen Kopfstand duellieren. Da sie nicht mehr aufhören wollten und dokfrank aus lauter Langeweile nichts besseres einfiel, als den Sportlern Schneeballen ins Gesicht zu werfen, durften die beiden sich beide als Sieger küren und das Blut wieder in die Beine fliessen lassen. Luagsh bekam für seine Meisterleistung einen Coin, der von x_uwe_x (die x sind Variablen, die beliebig ersetzt werden können, habe ich gelernt 😉 spendiert wurde, danke dafür (auch für die anderen Coins).

Etwas muss ich nun doch noch loswerden. Was mich unglaublich nervt (ja ich weiss, inzwischen wissen alle, dass ich den Event nicht mag, ein bisschen hat es auch mit der folgenden Tatsache zu tun) ist, dass einige Leute unserer Truppe nicht überlegen, wo sie sich bei den Pausen hinstellen. Auf der Piste stehenzubleiben ist sehr gefährlich, denn wenn man umgefahren wird kann das ziemlich böse enden. Zudem gehört die Piste nicht nur uns, es hat auch noch andere Schlittler da, die gerne nach unten wollen. Wir mögen es ja auch nicht, wenn uns jemand mitten im Weg steht, zumal das Bremsen auch gar nicht immer so einfach ist. Also, tut mir den Gefallen und merkt euch dies, um mir die nächsten Events nicht ganz so schwer zu machen        (oder meinen Nerven). Denn um ehrlich zu sein, meine Nerven leiden nicht aus Angst um mich, sondern um die Angst, dass einem von euch etwas passieren könnte.
Um so erleichterter war ich dann als alle heil unten angekommen waren. Danke an Mountain und Fantasy, dass ihr als Besenwagen alle eingesammelt und runtergewischt habt 😉

Da es den Ritterhof nicht mehr gibt, waren wir froh, in der Sagi noch einen Schlummertrunk zu bekommen. So konnten wir den Abend gemütlich ausklingen lassen und die meisten freuen sich wohl schon auf den nächsten Schlittel-Fondue-Plausch. In dreihundertundeinpaarzerquetschten Tagen wird es dann (vielleicht) wieder so weit sein. Bist du dann auch wieder dabei? Na hoffentlich doch!

Schön, dass ihr alle dabei wart!
Hier noch ein paar Eindrücke als Erinnerung 🙂

 

Weihnachtsferien auf dem Motorrad in Cartagena

Antonio kam mal vor ein paar Wochen mit der Idee, über Weihnachten nach Cartagena zu fahren. Ich nahm dies erst mal so zur Kenntnis, hatte aber weder Zeit darüber nachzudenken, noch war mir klar, ob ich dabei sein werde oder nicht.
Vorsichtig tastete Antonio bei einigen Töffkumpels ab, ob jemand mitgehen würde, erfolglos.
Wudl wollte zwar eigentlich auch auf die Strecke, doch da kam ihm im letzten Moment noch was dazwischen. Tja, wenn man Papa wird, dann ändert sich wohl einiges.
Also musste Antonio umorganisieren, vor allem musste zuerst getestet werden, ob die Yamaha MT10 in den Marco Polo passt. Als das reibungslos geklappt hat, wurde die Maschine gleich zum Motocenter-Chur transportiert um das Baby rennstreckentauglich zu machen. Sliks montieren, Blinker und diverse andere Teile abmontieren, Schrauben sichern und vieles mehr und schon zogen wir alleine los, Antonio und ich. Ralph, ein Kollege von Wudl, wird dann nachkommen und sich mit uns eine Box teilen.

Samstag 24.12.2016
Damit wir nicht die ganzen 16 Stunden an einem Stück fahren müssen, sind wir erst mal bis an den Genfersee gedüst. Ein Schlafplätzchen kannten wir dort und so mussten wir nur noch ein Restaurant finden, welches am Heiligen Abend geöffnet hat und uns Normalsterblichen Einlass gewährt.
Einfach war es nicht, wir fühlten uns wie Maria und Josef. Immer wieder wurden wir weitergeschickt, nicht immer ganz klar, ob sie wirklich voll waren, oder ob wir zu unpassend gekleidet daherkamen.
Schliesslich landeten wir im Restaurant Le Rasain. Ein edles Hotel/Restaurant, in welches wir uns schon kaum reintrauten. Der nette Kellner verkündete uns, dass es nur das Weihnachtsmenu gebe. Da wir Interesse zeigten, übersetzte er jeden Gang, deren es fünf waren, ins Deutsche. Jaja, das nehmen wir. Die Entschuldigung für unsere Klamotten nahm er lächelnd mit dem Spruch „heute ist Weihnachten, da darf man sein wie man will“ an, wies aber darauf hin, dass wir dann nicht im edlen Saal speisen könnten, da dieser bereits ausgebucht sei. Und schon sind wir wieder bei Maria und Josef, die den Stall bekommen hatten 😉 Wir wurden dann aber erst mal in den Kaminsaal geführt, in welchem wir einen regionalen Champagner genossen. Der Hotelmanager begrüsste uns dort persönlich. Um 19:00 Uhr wurden wir ins Restaurant geführt und da unsere Servicefachfrau kein Deutsch sprach, klärte der Kellner alles Wichtige vorgängig mit uns ab (Weinwahl, Wasser,…). Vor seinem Feierabend kam er uns noch die Hand schütteln und verabschiedete sich. Es waren viele kleine Details, die ausmachten, dass wir uns wohlgefühlt haben.

 

Ich verabschiedete mich noch kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, war der Direktor mit Antonio am Plaudern, als ob sie sich ewig kennen würden…
Nun suchten wir unser geheimes Schlafplätzchen auf, wo wir am 24.09.2016 schon mal übernachtet hatten.

Sonntag 25.12.2016
um 5:15 Uhr riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Nach einer Scheibe Zopf und etwas Kaffee starteten wir um 6:00 Uhr unsere Reise.
Zwischendurch übernahm auch ich mal kurz das Steuer.

Über Genf, quer durch Frankreich, weiter nach Spanien. An Grenoble vorbei, dann liessen wir Barcelona hinter uns, und Valencia wollte einfach nicht näher kommen. Als wir dann auch dort durch waren, kamen wir dem Ziel immer näher. Endlich! Kurz vor Cartagena wichen wir von der erwarteten Route ab, aber das Navi wird ja schon wissen wo’s durchgeht. Bald standen wir direkt neben der Rennstrecke. Auf dem Navi war das klar zu sehen. Nun müssen wir nur noch den richtigen Eingang finden. Die erste Variante klappte nicht, die zweite noch weniger und auch die dritte und vierte wollten uns nicht ans Ziel bringen. Die fünfte und letzte Möglichkeit führte uns auf einen Acker. Das kann doch nun wirklich nicht sein! Und als ich Antonio fragte, ob das wirklich die richtige Rennstrecke auf dem Navi sei, wurde uns langsam bewusst, dass hier der Fehler liegen muss. Es konnte nicht die richtige Strecke sein. Also liessen wir uns von Tankstelle zu Tankstelle führen und bekamen wieder weitere Infos um unser begehrtes Ziel zu finden (fast wie bei einem Multi ;-). Nach einer geschlagenen Stunde der Suche waren wir endlich da, am „Circuit Cartagena“. Mannnn waren wir froh, endlich hier zu sein.

Rosi Rehm lachte über unser Missgeschick und Karl meinte, „hättet ihr doch uns angerufen, wir hätten euch doch auch gelotst“.
In der Kneipe gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen: Pommes, mit Plätzchen und Spiegelei (IMOLA) und Pommes mit Burger, Würstchen, Speck und Spiegelei (CARTAGENA) und dazu ein Bierchen. Dann wurde der Töff noch schnell ausgeladen und nun legten wir uns müde ins Bett. Ich konnte dank Ohropax gut schlafen. Für Antonio habe ich am nächsten Tag die zweite Packung davon rausgesucht.

Montag 26.12.2016
Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, machten wir Frühstück, dann meldete sich Antonio offiziell auf der Strecke an und mechte noch etwas am Töff herum. Ich legte mich nochmal ein wenig hin und gönnte mir dann eine warme Dusche.



Etwas später ging’s in die Stadt. Ralph und sein Kollege Willi führten uns zu einem Restaurant an der Bucht, in welchem wir gut verköstigt wurden. Der Service machte zwar ein wenig Chaos, aber was soll’s. Am Schluss bekamen wir alle einen Gratisschnaps, weil wir den Tisch wechselten (verstanden haben wir das zwar nicht, da wir ja eh grad zahlen wollten, aber für einen Gratischnaps, können wir uns ja nochmal kurz hinsetzen).
Die anderen gingen dann wieder zurück auf die Rennstrecke. Antonio und ich machten noch einen Ausflug auf einen Hügel in der Nähe. Ein Geocache führte uns dort hin. Die Dose war vermutlich verbrannt worden, da sie in einem alten Kamin gelegen hatte, der noch immer nach Rauch roch. Abenteuerlich war die Reise zu diesem Lostplace trotzdem und auch die Aussicht war nicht zu verachten.
Dann querten auch wir Cartagena wieder um bei der Rennstrecke (diesmal der richtigen) wieder anzukommen.

Dienstag 27.12.2016
Heute war Töfffahren angesagt. Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Vortag, doch war es ok, da kein Regen vom Himmel tropfte.
Langsam wurde Antonio nervös und beschloss eine Besichtigungsrunde mit dem Fahrrad um die Rennstrecke zu machen.
Er versuchte sich die Ideallinie einzuprägen was gar nicht so einfach war.

Um 10:40 konnte er mit seiner Yamaha MT10 die Box verlassen und sich auf die Jagd nach einer schnellen Rundenzeit machen.
Nach 4 x 20 Minuten Spass pur und mit einer Tagesbestzeit 1:52:446 qualifizierte sich Antonio ganz knapp für die Gruppe 3, also die zweitschnellste von vier Kategorien. Wäre er um zwei Tausendstel langsamer gewesen, hätte es ihn in die langsamere Gruppe gehauen.
Nun ja, was ist jetzt besser; der Langsamste in der Gruppe drei, oder der Schnellste in der Gruppe vier zu sein?- Kurz überlegte er, ob er wechseln sollte, aber er beliess es dann doch so.
Ich denke, er schlug sich ganz gut unter den schnellen Fahrern. Zumindest von Aussen machte es diesen Anschein.

Am Abend fuhren wir noch zum Supermarkt um uns mit „Fressalien“ einzudecken. Lecker… da wir so viele Sachen gekauft hatten, wussten wir gar nicht wo anfangen mit essen.
Unsere fahrbare Zweitwohnung wurde das erste Mal zum Kochen in Anspruch genommen und bewährte sich absolut.

Im Restaurant nebenan gönnten wir uns nebst der Internetverbindung noch zwei Kaffee Asiatico, auch die waren nicht übel.

Mittwoch 28.12.2016
Am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Doch leider verzog sich diese bald wieder und es wurde recht frisch. Der Regen hat sich zwar zurückgehalten, höchstens ein paar einzelne Tröpfchen hat der Himmel fallen lassen und so konnte Antonio die Qualirunden für die morgigen Rennen trocken bewältigen und er hat sogar seine Rundenzeit noch leicht verbessert: 1:51:212
Nach diesem Tag und eben nach den Qualis, entschied sich Antonio die Pirellis SC2 in Pension zu schicken, damit er die für morgen angesagten Rennen (Street Fighter und Best of the Rest) mit neuen Pneus starten kann. Er hatte einen Satz Bridgestone von Wudl abgekauft. Nun war es also so weit, Antonio demontierte das erste mal die Räder seiner MT10, das ging ganz gut.
Er durfte auch die von Thomas mitgebrachte Pneumaschine benutzen. Zum Glück halfen Ralph und Erwin ein bisschen, denn es war ungewohnt und etwas streng den Pneu abzuziehen und gleichzeitig die Pneumaschine zu halten. Thomas, Ralph und Erwin waren übrigens unsere Boxenkumpels.
Die neuen Pneus waren schon mal vorgewärmt damit es leichter ist, sie auf die Felgen zu montieren.
Als alles bereit war, mussten die Räder wieder an die Yamaha!
Antonio fluchte ein bisschen und schüttelte den Kopf! Er fragte sich, warum die Konstrukteure nicht einfachere Systeme einbauen können! Die Antwort darauf wusste er selber!
Die sitzen nur auf ihren Stühlen in den Büros und haben keine praktische Erfahrungen!
Da ist BMW weit voraus, dort fallen die Distanzbüchsen links und rechts nicht immer raus!
Mit vereinten Kräften war dann das hintere Rad irgendwann mal montiert (danke Ralph und Erwin).
Nach der schweisstreibenden Arbeit ging Antonio duschen, ich vermute, dass er auch dort etwas geflucht hat, denn die Temperatur des Wassers war wohl um einiges tiefer als bei mir.

Donnerstag 29.12.2016
Ich musste heute Morgen hinnehmen, dass ich wohl gesundheitstechnisch wieder einen Rückfall hatte. Husten, Halsweh, Schnupfen und ein Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit überkamen mich.
Antonio, der topfit war, erfüllte die besten Voraussetzungen für einen guten Renntag.
Die neuen Reifen wurden erst mal getestet. Da kein Rad abgefallen war, ging er davon aus, dass alles richtig gemacht wurde und auch für’s Rennen halten wird.
Als Antonio seinen Startplatz eruieren wollte, bemerkte er, dass er gar nicht gelistet ist!
Er ging zu Rosi und fragte nach warum und weshalb er nicht auf der Lieste sei.
Da gab es wohl irgendein technisches Problem, aber die sind ja da um solche zu lösen.
Die Lösung lautete: Antonio startet von ganz hinten.
Eigentlich schade, aber da es einen fliegenden Start gibt, fängt die Zeit erst an zu laufen, wenn man über die Start- bzw. Ziellinie fährt.

11:20 Uhr!
Start zum Race1 Ladies/Street Fighter/BotR2, es konnte losgehen. Antonio verliess die Box wieder ein bisschen nervös und reihte sich am Start ganz hinten ein. Bei den Street Fighter holte er mit einer Zeit von 1:50:130 den zweiten von vier möglichen Plätzen.

Kurz darauf, um 12:35 Uhr,  folgte die Kategorie Best of the Rest, wo er mit 1:48:600 den fünften  von 18 möglichen Rängen ergattern konnte.

     

Nun waren nach den Knie- auch noch die Protektoren der Schuhe sowas von abgefahren, dass neue her mussten. Im Töffladen in den Nähe gab es keine passenden, aber mit dem Abklappern vom Fahrerlager, war er bei Stefan G. erfolgreich, danke an dieser Stelle.
Nach einem Gespräch mit der Davoserfraktion, hat Antonio einen Partner für das 4-Stundenrennen vom 31.12.16 empfohlen bekommen. Beno hat zwar leicht schnellere Rundenzeiten als Antonio, aber ich denke das passt ganz gut mit den beiden.
Hab ich schon erwähnt, dass es heute 24°Grad warm war? Wunderbar!

Freitag 30.12.2016
Mir geht es immernoch eher schlecht als recht. In der Nacht musste ich eine Salzschnupfpartie einlegen damit ich wenigstens ein Nasenloch zum Atmen frei bekommen habe.
Antonio durfte am Morgen das Quali für die freie Klasse fahren und er machte einen zufriedenen Eindruck als er wieder zurückkam.

Das Rennen, welches am Nachmittag um 14:00 Uhr stattfand, hat er genutzt um sich auf das Langstreckenrennen des folgenden Tages einzustimmen. Mit einer tiefen 1:49er Zeit kann er zufrieden sein.
Das Quali fürs Endurancerennen fuhr Benno am Abend mit einer Zeit von 1:48:163 was den beiden den 22. Startplatz verschaffte.
Doch am Nachmittag hatte er mit seiner 600er Kawasaki eine persönliche Bestzeit in diesem Jahr von 1:45:397 erreicht und er freute sich zurecht sehr darüber.
Antonio beschloss für das Rennen morgen die MT10 mit neuen Pneus zu bestücken, denn die aktuellen würden das Langstreckenrennen nicht durchhalten.
Er kaufte sich nochmals einen Satz Bridgestone bei der Box vom Rehm Reifenservice, weil er mit diesen Pneus sehr zufrieden war und lies sie auch gleich da aufziehen.
Nun ging auch die Montage der Räder viel besser als das erste mal. Nach einem feinen z’Nacht im Restaurant ging es wieder früh ins Bett.

Samstag 31.12.2016
Heute bricht der letzte Renntag in Cartagena an. Ich habe immer noch eine geschlossene Nase, weswegen ich auf dem Autositz und nicht im Bett geschlafen habe, denn flaches Liegen geht einfach nicht so.
Das erste was Antonio am Morgen machte war, den aufgeladenen Transponder bei Rosi holen. Das zeigt wohl, dass er schon ein wenig aufgeregt war. Nach dem Frühstück hat er sich Benos Auto geliehen und ist damit ins Motorradgeschäft gefahren um Öl zu holen, ist halt eine Yamaha. Wäre ja zu schade, wenn während dem 4 Stundenrennen das Öl ausgehen würde.
Da ich nicht fit bin und auch sonst in solchen Angelegenheiten eher ein „Töscheli“ bin, wird Mättu, der mit Beno in der Box ist, die beiden während dem Rennen betreuen. Mein Job ist es, ein paar gute Schnappschüsse hinzubekommen.
Währen draussen die letzten Vorbereitungen vom Rehm Team gemacht werden, kontrolliert Beno noch einmal seine Kawasaki vor dem Endurancerennen.

 

Um 12:45 Uhr war es dann soweit, erst zwei Aufwärmrunden und dann kam der Le-Mans-Start.
Beno hüpfte wie ein junges Reh auf den Töff und düste los.

Erst nach einer guten Stunde gab er Mättu das Zeichen, dass er rauskommen werde. Antonio machte sich bereit. Der Wechsel funktionierte reibungslos und auch er, oder besser gesagt das Benzin, hielt eine gute Stunde durch.

Dann gab Antonio das abgemachte Zeichen, damit sich Beno bereit machen konnte.

Leider endete Benos Rennen nach einer knappen halben Stunde, er wurde abgeschossen und landete im Kies.
Antonio übernahm, nachdem der Transponder wieder an der MT10 montiert wurde, nach fast 10 Minuten das Rennen und fuhr den Rest alleine weiter.

 

Benos Töff bekam ich schnell zu Gesicht, aber wo um alles auf der Welt ist Beno? Was war ich erleichtert, als ich ihn dann nach einer Weile endlich erblickte. Zwar hatte er einen eingebundenen Finger, da eine Sehne verletzt wurde, aber immerhin stand er da.

Nach einer Weile zeigte Antonio mit Handzeichen an, dass sein Tank langsam durstig wird und so bat ich die zwei Jungs, ihm beim Tanken zu helfen. Beno stellte seinen Schnelltankkarnister mit Pumpe zur Verfügung. Antonio drehte noch zwei Runden bevor er rauskam. Das mit dem Tanken funktionierte zwar nicht ganz wie vorgesehen, jedoch trotzdem tiptop und Andrè hatte auch dran gedacht, dass Antonio selber auch durstig sein könnte. Echt tolle Typen, diese Jungs!

Nach 3 Stunden und 50 Minuten wurde das Rennen abgebrochen (da von Anfang an klar war, dass es um 15:45 Uhr beendet werden musste). Antonio hatte es geschafft!
Wow, das war anstrengend gewesen. Der Abschluss wurde mit einem Bierchen gefeiert.
Die beiden hatten zwei Plätze gut gemacht und landeten trotz Sturz auf den 20. Platz von insgesamt 30 Teams.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Mättu und Andrè für die gute Rennbetreuung und an Beno für die Rennpartnerschaft.

Kurz darauf wurde schon zur Siegerehrung ausgerufen. Zwei Pokale konnte Antonio abstauben. Einen 2. Rang in der Gruppe Street Fighter und den 5. Rang im BotR.
Ich bin ganz schön beeindruckt davon, wie Antonio mit dieser Maschine, die nun wirklich kein Renntöff ist, die Strecke gerockt hat. Die rechte Fussraste ist zur Hälfte abgeschliffen, der Auspuffschutz angekratzt, sowie auch die linke Fussraste und er hat mindestens zwei Sätze Kniepats durchgeschliffen. Vor vier Jahren war er das letzte Mal auf einer Rennstrecke und das jetzt das erste Mal in Cartagena. Ob es auch das letzte Mal war? Wir werden sehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass er wieder ein wenig Blut geleckt hat.

 

Nachdem der Töff und auch alles andere verladen war, haben wir noch die FotoCD gekauft und uns dann etwas ratlos nach einem Abendessen umgesehen. Antonio hat sich noch eine Dusche gegönnt, ja die hatte er sich jetzt aber wirklich verdient. Leider war sie kalt. Nun haben wir uns ins Restaurant hochgetraut, obwohl wir uns nicht für das Silvesterdinner angemeldet hatten, weil ich dachte, „the new years eve“ sei erst morgen.

Wir fragten schüchtern an, ob wir noch ein Plätzchen bekommen würden ohne Reservation. „Kein Problem, hiess es und so entschuldigten wir uns nochmal und liessen uns ein romantisches Zweiertischchen herrichten. Ruckzuck war alles aufgetischt und wir hatten schon den ersten Gang auf dem Tisch. Auch der Salat wurde gleich zu den Häppchen serviert. Wir waren noch gar nicht fertig als die Servicekraft fragte, ob sie abräumen dürfe. Das hiess wohl, dass wir uns beeilen sollten und das, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren wie wir. Wir liessen uns nicht stressen und intervenierten auch, als sie den Käse mitnehmen wollte.

 

Als die Scampi kamen, schaute Antonio etwas ratlos auf den Teller, doch er liess sich von mir zeigen, wie man die Dinger bezwingen kann und so wurde er auch dieser Herausforderung Meister.

Bevor das Fleisch kam, war ich eigentlich schon fast satt, so dass Antonio mir etwas helfen musste.

Den Dessert konnte ich dann wieder alleine bewältigen, ausser der Erdbeere, die mag er ausserhalb der Saison lieber als ich 😉

Als Antonio den Kaffee bestellte, wollte die Dame wissen, was für einen. „Cafè o Lait“ brachte sie zum Lachen. Erst „Cafè con leche“ war ihr ein Begriff. Lecker war das letzte Essen in diesem Jahr und wir waren dankbar, dass sie uns so freundlich aufgenommen hatten, obwohl wir zu blöd gewesen waren, um zu reservieren.

Nun suchten wir im Fahrerlager noch unsere Leute auf um uns zu verabschieden, da wir am frühen Morgen abzufahren gedachten. Da Box 17 leer war, steuerten wir erst mal das Bernerzelt an. Thomas und seine Familie waren dort, sowie auch die anderen Boxenkollegen Ralph und Erwin. Hat Spass gemacht mit euch eine Box teilen zu dürfen. Vielen Dank dafür und danke auch für die Hilfe beim Reifenwechseln. Ihr seid echt tolle Kumpels!
Auch bei der Rehmfraktion verabschiedeten wir uns. Rosi und Karl machen das einfach super!
Dann suchten wir noch Beno und seine Truppe auf. In der 16 wurden wir fündig. Ja da sassen alle zusammen. Hätten wir nicht so viel Widerstand geleistet, wären wir wohl auch dort noch sitzengeblieben. Die 16er und 17er Box Nachbaren waren cooli Sieche!
Vom Bett aus schaute ich mir das Feuerwerk noch an, Antonio schlief schon. Kein Wunder nach dem Tag! Dann verabschiedete auch ich mich ins Land der Träume.

Sonntag 1.1.2017
Um 6:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Nein, noch nicht direkt nach Hause. Nun kam das andere Hobby wieder zum Zug. Wir düsten in Richtung Andorra um dort noch einen Geocache einzusacken. In Valencia fanden wir einen kleinen Früchteladen, der am Neujahrstag offen hatte und es war klar, da müssen wir einheimische Mandarindli und Orangen kaufen.
Doch als ich zurück zum Auto kam, schüttelte ich nur den Kopf. Ich fragte Antonio, warum wir einen Laden suchen, wenn die Früchte ja quasi auf der Strasse wachsen!

Antonio meinte dann, da wir ja schon mal in Valencia sind, könnten wir noch zur Rennstrecke fahren und schauen, ob da was los ist.
Gesagt-getan, Navi gefüttert und los. Es war ein kleiner Umweg, aber das ist man sich von uns ja langsam gewohnt.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht ab der Grösse dieser Anlage! Doch rein durften wir nicht.
Dafür haben wir in der Nähe einen Geocache gesucht 🙂

Ein Zwischenstopp gab’s auch in Marina d’Or. Dort spazierten wir am Meer entlang und staunten über die luxuriösen und touristischen Anlagen.

Auf dem Navi hat der Weg nach Andorra nicht nach so weit ausgesehen, doch die Strecke zog sich gewaltig in die Länge. Nach dem einen Tal kam ein weiteres und hinter dem nächsten Pass war noch einer. So ging das Stundenlang. Auch das Wetter hatte alles zu bieten; von der Sonne fuhren wir in den Schatten, dann in den Nebel, welchen wir dann von oben herunter als Nebelmeer aus der Sonne wieder bestaunen konnten. Dann war es wieder schattig und gefroren, dann nass von einem Regenschauer, der kurz zuvor gewütet haben musste und schlussendlich kam wieder die Sonne zum Vorschein.

Ich war todmüde, konnte aber doch nicht schlafen, da ich Angst hatte etwas Interessantes zu verpassen, genau so wie ein Baby, das nicht schläft, wenn Besuch kommt. Na toll! Aus dem Alter sollte ich eigentlich langsam raus sein.
Irgendwann standen wir vor der Grenze und wurden in das kleine Land gelassen. Sofort steuerten wir einen Geocache an, doch finden konnten wir ihn nicht und saukalt war es noch dazu. Der nächste konnte sich dafür nicht lange vor Antonios suchendem Blick verstecken. Seine Augen leuchteten auf, wie die eines kleinen Jungen an Weihnachten. Was so ein Cache in Andorra doch bewirken kann!

Jetzt galt es einen Campingplatz zu suchen. Schnell wurden wir fündig. Auch das Restaurant nebenan sah ganz passabel aus. Auf die Frage, wann es etwas zu essen gebe, wurde mit „ochos“ geantwortet. Als Antonio sagte, dass die Schweizer halt um 18:00 schon essen würden, lachte er uns mit einer abwinkenden Handbewegung aus.

    

Nach einer warmen Dusche und einem Apero im Bus kamen wir wieder. Noch immer erinnerte sich der Kellner an die von uns genannte Uhrzeit der Schweizer und lachte. Da inzwischen 20:20 Uhr war, wurden wir verköstigt. Die Vorspeise mussten wir uns ein wenig erkämpfen, da er keinen Salat mehr hatte und wir Salat mit Ziegenkäse wollten. Der Kompromiss war: Tomatensalat mit Ziegenkäse 😉 Wie immer habe ich mit meinem Menu (Lammkotelettes) die bessere Wahl getroffen als Antonio (Angussteak). Und das, obwohl seine Wahl oft besser oder mindestens genau so gut klingt bei der Bestellung.

Lammkotelettes - Angussteak  

Wir schliefen wie die Engel bis einer der umliegenden Hähne uns aufweckte.

Montag 2.1.2017
Am Morgen von Antonios Geburtstag erwachten wir also in Andorra. Nach ein paar weiteren Caches in der Kälte, querten wir das Land, welches uns von Dorf zu Dorf an St. Moritz erinnerte: Tourismus, Skipisten, ChickiMicki- Läden,…

 

Als wir dann in Frankreich waren, hiess es erst mal Pässe fahren. Dann kurz eine Enklave namens Llivia besuchen, wer weiss, ob man da einen Extraländerpunkt bei Geocaching.com dafür bekommt?

Weiter querten wir ein Tal ums nächste. Schöne, in die Hänge gebaute Dörfer durften wir bestaunen und immer mal wieder prächtige Festungen und Burgen. Nach einiger Zeit erreichten wir das Flachland wieder und spurten wieder in die ursprüngliche Route ein.
Plötzlich kam Antonio der Gedanke, dass wir über Monaco fahren könnten, denn als er das letzte Mal dort gewesen war und dachte, er hätte einen Cache in dem Kleinstaat gehoben, merkte er erst zu Hause, dass dieser doch zur französischen Seite gehört hatte.
Diesmal schauten wir, dass die gefundenen Caches auch sicher in Monaco liegen.

Anschliessend wollten wir Antonios Geburtstag mit einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen, doch in Monaco isst man auch erst ab 20:00 Uhr. Das wurde uns im Steakhouse auf Anfrage mitgeteilt, wir bekamen aber einen Hinweis, wo wir schon etwas früher gut essen könnten. In einer Bar bestellten wir ,um die Zeit bis dahin zu überbrücken, einen Apero. Dazu bekamen wir ein paar Häppchen. Wir dachten, dass wir die bestimmt bezahlen müssen, aber nix da, die waren um sonst.

Um 19:20 Uhr suchten wir dann das besagte Restaurant auf. Dort wurden alle Sprachen gesprochen, doch da wir mit Italienisch begonnen hatten, zogen wir das auch durch.
Zum Einstieg gab es eine leckere Italienische Platte.



Ich habe zumindest theoretisch etwa das Gleiche bestellt wie Antonio am Tag zuvor in Andorra. Geschmeckt hat es, im Gegensatz zu seinem Essen gestern, einfach himmlisch. Butterzart, einfach köstlich.

Antonios Ente war auch gut, aber schon fast kalt, das war schade.

Zum Dessert hätte Antonio gerne einen Tartufo nero bestellt, denn er hatte nicht verstanden, dass ich das nur als Pizzagericht erwähnt hatte. Das tat mir jetzt aber wirklich leid! Trotzdem gab’s noch eine gute Nachspeise bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Auf einem Stellplatz etwas abseits der Autobahn richteten wir uns mit einem mittelmässigen Gefühl ein.

Dienstag 3.1.2017
Ich träumte irgendwann, dass Antonio mich gefragt hätte, ob wir weiterfahren. Kurz darauf erwachte ich und hörte ihn gähnen. Also fragte ich ihn, ob er weiterfahren wolle, da ich glaubte, er hätte die ganze Zeit wachgelegen. Er sagte, dass wir schon weiterfahren können und wurde nun so richtig wach. Dass erst 3:00 Uhr, und nicht wie ich gedacht hatte 5:15 Uhr war, fand ich mein Vorschlag etwas absurd aber nun war es eh schon passiert. Also machten wir uns startklar und fuhren los. Ich schlief noch ein wenig. Um ca. 8:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Das war mal wieder eine Urlaubsreise.

Fazit:
Wir sind 43:01h mit dem Marco Polo gefahren und haben dabei 3991 Km zurückgelegt.

Mit der Yamaha MT10 hat Antonio auf der Rennstrecke 801,7 Km zurückgelegt und ca. 25 Liter Benzin und 0,5 Liter Oel verbraucht.



Des weiteren hat er drei Sätze Sliks abgefahren, wobei einer noch ein paar Kilometer gefahren werden kann, eine Fussraste bis zur Hälfte sowie das Auspuffblech, 3 Kniepads und 2 Schuhprotektoren abgeschliffen!
Ausser dass er nach dem ersten Tag ein wenig Muskelkater hatte, sind alle Knochen ganz geblieben und er hatte riesen Spass.

Mal sehen wann und ob er wieder mal auf einer Rennstrecke fahren wird. Sicher ist, man wird es hier auf diesem Blog zu lesen bekommen.

Herbstferien 2016: Bergell, Maloja, Valle Maggia, Valle Verzasca,…

Schon vor zwei Jahren waren die 40 Caches entlang der Via Panoramica (GC4KTKT) im Bergell herausgekommen, doch damals waren wir in Amerika. Antonio wäre zwar am liebsten sofort mit einem Privatjet ins Bergell gedüst, doch Millionäre sind wir noch lange nicht und so musste er die FTFs damals an ady73 abtreten.

Bregaglia Piz Badile

Doch nun war der Zeitpunkte gekommen, an welchem auch wir uns auf diese Wanderung begeben. Am Vorabend sind wir über den Splügen nach Chiavenna gefahren, haben uns dort mit Wanderproviant eingedeckt, ein paar Geocache gesucht und in Castasegna ein Plätzchen für die Nacht gesucht wo wir nach einem feinen Essen bei Vito schlafen konnten.

Regenbogen am Splügen Splügen Markt in Chiavenna Chiavenna Dorf Hintergasse von Chiavenna Klosters Chiavenna Campanile Acquafraggia Villa di Chiavenna An der Grenze Cachen Essen bei Vito Castasegna

Am Sonntagmorgen standen wir pünktlich an der Haltestation um uns nach Casaccia chauffieren zu lassen (auch wenn die Station nicht mehr dort war, wo sie früher ihren Standort hatte). Wir freuten uns sehr auf die uns bevorstehende Wanderung, aber etwas Respekt vor der Kälte hatten wir doch. Auch viele andere Wanderer hatten das gleiche Vorhaben. Kein Wunder bei dem herrlichen Herbstwetter. Unser Vorteil war, dass der offizielle Weg an einem anderen Ort beginnt und so konnten wir erst mal in Ruhe die ersten Dosen suchen.

Stall in Brentan Castasegna-Casaccia Panoramica start Via Panoramica Diga Albigna loastplace Büxli gefunden Kühe Vegetation

Die Kälte war ganz schön bitter und so waren wir um Handschuhe und Mütze wirklich froh. Doch als die ersten Sonnenstrahlen über die Berggipfel spähten wussten wir, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis sie zu uns rüberreichen. Kaum waren sie da, erwärmte sich die Erde rasch und wir konnten eine Schicht nach der andern in den Rucksack packen.

Erste Sonnenstrahlen Komische Sachen Hand in Hand Cucusali Spoiler

Die Dosen auf der Strecke konnten wir dank der guten Spoilerbilder gut finden. Ohne wäre es hin und wieder ganz schön schwierig, wenn nicht unmöglich gewesen. Daher waren wir sehr froh, diese zu haben.

Während Silvias Rucksack immer schwerer wurde, da sie für den Kleidertransport zuständig war, wurde Antonio seiner immer leichter, denn er enthielt Esswaren.

Auf einem Bänkli über Vicosoprano genossen wir unser Picknick. Zum Glück hatten wir den Cache vor dem Essen gesucht, denn der Platz füllte sich laufend mit Pärchen, die ebenfalls eine Mittagspause einlegten.

Bestes Wetter Glockenblume Herrliche Wanderung Fleissige Biene Wandersmann Eine Frucht? Waldfoto Einfach nur schön Mittagspause oberhalb Vicosoprano

Auf der Wanderung hatten wir immer wieder einen herrlichen Ausblick auf die gegenüberliegende Bergkette mit dem von Antonio so geliebten Piz Badile, die Dörfer im Bergell, die schönen Bäche, Wasserfälle und Wälder. Begleitet wurden wir stets von der wärmenden Sonne und natürlich von kreativen, abwechslungsreichen Cacheverstecken.

Ach ja, in Durbegia haben wir uns im Wandercafé noch einen Kaffe aus einer Mocca und ein Stück Nusstorte gegönnt, das war auch ganz schön gemütlich.

Wandersfrau Fast übertrieben die Markierungen Glücklich Muschio morbido ;-) Verpflegung in Durbegia Marienkäfer Buchhaltung muss sein Piz Badile Blick auf Bondo Treppe mit dem Badile

Kurz vor Soglio taten uns dann die Füsse schon etwas weh und wir merkten, dass da schon ein paar Schrauben in den Gelenken mal wieder angezogen werden sollten.

Zwar waren wir erleichtert, als wir in Soglio angekommen waren, doch zu Ende war unsere Wanderung damit noch nicht. Erst haben wir noch kurz eine Cachekontrolle bei unserer eigenen Dose, Soglio (GC37NZZ) gemacht und dann ging’s weiter unter der Cascata – Wasserfall (GC37P3C) nach Castasegna. Die Kastanienwälder sind wirklich schön im herbstlichen Sonnenlicht, aber auch gefährlich, da die stachligen Kugeln ohne Vorwarnung von den Bäumen kullern. Glücklicherweise wurden wir nicht getroffen.

Soglio Kastanien Schädel la cascata

Am Ziel angekommen gönnten wir uns eine kurze Pause, bevor wir von Heinz und Jasmin zum Znacht abgeholt wurden. Bei einer leckeren Pizza und interessanten Gesprächen liessen wir den Abend gemütlich ausklingen. Die beiden brachten uns dann auch wieder nach Hause wo wir uns todmüde in die Federn fallen liessen.

Brentan mit Vollmond

Am nächsten Morgen besuchten wir das Pretorio – Folterkammern (GC3713H) in Vicosoprano. Der Cache hatten wir da schon lange versteckt, doch Silvia war noch nie im Innern dieses gruseligen Gebäudes. Interessant und schön eingerichtet und zudem noch frei zugänglich.

Pretorio Vico Gerichtssaal Pretorio Das letzte Stündchen hat geschlagen Folterkammer Pretorio

Weiter führte uns der Weg nach Maloja, wo wir spontan entschieden noch ein Seitental zu besuchen. Auch hier war Silvia noch nie und Antonio konnte sich nicht an seine kindlichen Besuche erinnern.

Eine kunstvoll gestaltete Staumauer, die sogar zur Kletterwand umfunktioniert wurde (oder dies als Zusatzfunktion hat) erwartete uns hinter der Villa Baldini. Ein attraktiver Wanderweg (den wir zwischendurch etwas aus den Augen verloren haben), führte uns an den Lägh da Bitabergh und von dort aus wanderten wir zum Lägh da Cavloc. Im Restaurant erfuhren wir, dass es von einem Altersgenossen von Antonio geführt wird. Das Essen dort war wirklich spitzenmässig und auch die Tatsache, dass wir mitten am Nachmittag was bekommen beeindruckte uns.

Nun reichte es uns aber mit Wandern. Auf dem Rückweg merkten wir die Beine schon ganz schön vom Vortag. Jaja, das ist halt wenn man so untrainiert in der Gegend rumwatschelt.

Regenbogen (GC4GT2X) / Lägh da Bitabergh (GC64TQ7) / La Furcela (GC64TYJ) / Zwergenhaus (GC4GTDB) / Tannenbaum (GC4GTC6) / Zwergenhöhle (GC4GTAW) / Gelb Rot Weiss (GC4GT6A)

Staumauer Val Orden Villa Baldini Spass in der Val Orden Lägh da Bitabergh See Lägh da Bitabergh Silvia am Lägh da Bitabergh Antonio Aerni Silvia Rieder Lägh da Cavloc Restaurant bei Sandro Marazzi Lägh da Cavloc Essen im Restaurant Lägh da Cavloc Stutzflug

Zu Hause ruhten wir uns dann erst mal aus und genossen eine laaange, warme Dusche.

Am Dienstag gönnten wir uns eine Ruhepause und blieben zu Hause. Zu tun gibt’s da ja bekanntlich  immer was.

Gegen Abend studierten wir mal den Wetterbericht und stellten fest, dass es für den Rest der Woche nur im Süden schön sein wird. Also erstellten wir einen groben Plan. Dieser sah so aus, dass wir vielleicht ins Valle Maggia fahren könnten, so nach Bosco Gurin oder so… 1000 Caches wurden mal runtergeladen und so düsten wir am Mittwochmorgen los.

Kurz vor Bellinzona entdeckten wir eine Serie, die einige Favoritenpunkte aufwies wodurch wir uns dazu verführen liessen. Vermone (GC5YFP5)  Tatsächlich waren die Verstecke ganz schön clever und nicht alltäglich. Plötzlich kam uns ein Pärchen entgegen. Muggels? Oder auch Cacher? Antonio hatte es schon lange durchschaut, während Silvia noch darüber studierte. Die kennen wir doch! Arcobaleno! Was für ein Zufall! Die Gelegenheit nutzten wir gleich um zusammen mittagessen zu gehen. Ossobucco für alle 😉 Zusammen suchten wir noch die restlichen Dosen, welche beide Parteien noch offen hatten, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Das war wirklich eine tolle Überraschung gewesen, die beiden so spontan zu treffen.

Kletterpartie von loslachen.ch Frau Silvia auf dem Trail Der Baum als Zopf Was macht er denn da? arcobaleno-frau aAntonio nicht beim Pilzlen

Wir verfolgten nun unser Ziel weiter und reisten in Richtung Maggiatal. Doch schon ganz am Anfang wurden wir von einem Grotto aufgehalten und da war ein Parkplatz auf welchem ein Verkehrsschild stand, das wir nicht recht deuten konnten. Heisst es, dass man hier übernachten darf oder eben genau das Gegenteil? Unsere Googlerecherchen waren auch nicht ganz eindeutig, doch wir glaubten, es sei gestattet. Nach einem leckeren Abendessen im Grotto America (die wussten auch nicht recht, ob es erlaubt ist auf dem Parkplatz zu nächtigen) nisteten wir uns also in unsrem Bus ein.

Maggia Schlucht Alte Eisenbahnbrücke Cache in Val Maggia Erlaubt oder nicht! Romantisches essen in Grotto Ameica Im Grotto America Essen im Grotto America Ponte Brolla

Um 1:30 Uhr erfuhren wir dann von der Polizei, dass auf der Tafel steht, dass es nicht gestattet ist die Nacht dort zu verbringen. Allerdings gaben sie uns Tipps, wo wir den Rest der Nacht verbringen können, ohne von ihnen nochmal gestört zu werden.

Nach dem Unterbruch versuchten wir am empfohlenen Platz noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen. Auch wenn es etwas laut an der Strasse war, hielten wir es bis 9:45 Uhr aus. Und so wurde es fast 11:00 bis wir dann endlich weiterpilgerten.
An diesem Tag erwarteten uns einige schöne Caches bzw. schöne Orte, an welche wir durch die Dosen hingeführt wurden. So zum Beispiel eine Kapelle mit Aussicht über Maggia, ein Kraftwerk „Linescio, dove l’acqua sparisce – Es verschwindet (GC1ZNKZ) “ in einer schönen Schlucht, ein Lost Place Steinbruch „Cava abbandonata / verlassener Steinbruch (GC2ZP5T)“ und zum Schluss gab’s noch eine Dorfführung durch Bosco Gurin (GC1V083), die einzige Tessinergemeinde, die offiziell deutschsprachig ist (oder wenigstens sein sollte), da es eine Walsersiedlung ist.
Im Restaurant fragten wir die Bedienung, warum sie nicht Deutsch spreche und sie entschuldigte sich damit, dass sie nicht von hier sei. Aber es würden viele Leute hierherkommen, weil sie diese deutschsprachige Walsersiedlung anschauen wollen. Für uns war es ok, dass sie nicht Deutsch konnte, auch wenn wir fast nichts von der Speisekarte verstanden hatten und so einfach mal was bestellten. Alles war lecker- Schwein gehabt 😉

Morgendstund hat gold im Mund Blume mit Tau Schleuse Verbotener Zugang? Von weitem Tunnelcache Die unendliche Treppe Abkühlung nach dem Aufstieg Hier bin ich Spezielle Farben Silvia auf der Brücke Z'marend Altes Dorf Linesco Linesco Eine anhängliche Bewohnerin von Linesco LostPlace Niemand anwesend Silvia bei alte Seilwinde Büxli im Bagger Zeitrese Früher mal Vergebens Zeitzeugen Alt und Jung Vergessen Vergangene Zeiten Springt nicht mehr an Ersatzteil Bewachsener LKW Pilz Moos bedeckte Ladefläche Lostpalce Verlassener Steinbruch Castanien Unendliche Treppe Mudeum in Bosco Multi von BelTicino Kirche von BoscoGurin Hotel Walserhof Esssaal Walserhof Vorspeise Walserhof Walserhof Hauptgang Dessert

Diesmal versuchten wir unser Glück auf einem grossen Parkplatz, der aussah, als ob er für den Wintertourismus angelegt worden war. Was waren wir froh um die Heizung, da die Temperaturen zwischen positiven und negativen Zahlen schwankten! Brrrrr….

Bosco Gurin by Night

Am Freitagmorgen war die Wiese leicht gefroren. Doch im Bus konnte uns die Kälte nichts anhaben. Da wir auch noch nicht vertrieben worden waren, kochten wir einen Kaffee und assen Müesli und dann ist auch noch Haare waschen angesagt, also für Silvia 😉

Unser Stellplatz -3° sau sau kalt Haare-waschen  Tagwach in Bosco Gurin Bosco Gurin

Antonio hatte herausgefunden, dass Simone auch im Tessin ist und so verabredeten wir uns für den Abend. Wir fuhren nun weiter nach Fusio, welches ganz hinten im Maggiatal liegt. Dort wird der Lago di Sambuco von einer Staumauer gestützt und natürlich liegt dort auch ein Dösli. „Fusio – Diga del Sambuco (GC2CBPV)“ Wahnsinn, wie das Tal sich in die Länge zieht und einfach nicht endet.

Lago di Sambuco Diga Hinter der Staumauer Sanbuco

Auf dem Rückweg machten wir uns auf die Suche nach den Caches, die hier im Tal versteckt waren. Dadurch bekamen wir eine Führung, die besser nicht hätte sein können. Wie z.B Fusio – I mulini e la pesta (GC3NT95).
In Fusio tranken wir einen Kaffee, da wir nicht so recht wussten, ob wir in dem Restaurant essen wollen. Als die Nachbaren bedient wurden, sahen wir, dass wir es doch hätten wagen können. Doch unser Plan sah bereits anders aus. Wir machten aus dem Brot, welches wir noch im Auto hatten und der Bresaola, die noch übrig war, zwei Sandwiches und spazierten damit nach Mungo. Dort besuchten wir die bekannte Kirch von Mario Botta und wanderten dann zum Cache hoch. Hier gab’s noch einen mitgebrachten Dessert und eine grandiose Aussicht auf beide Talseiten.

Hebststimmung Imposanter Kastanienbaum LoslPlace Dorf im Kastanienwald Alte Mühle Mulino Rieder Silvia Zeitzeugen der Sägerei Mehl stampfen in der alten Mühle Multi unterwegs Mogno Alte Bauweise Bota Geteilte Persönlichkeit Der falsche Weg Aussicht geniessen Mit Kirche von Botta

Bei Bignasco bekamen wir ganz unerwartet eine Führung durch das Dorf,  wie es ganz früher mal war La lüèra di Bignasco (GC1FNYH) und auch in Cevio durften wir mit einem Multi in die Geschichte eintauchen und staunen. „I grotti di Cevio (GC1PQDW)

Eins hatten wir gelernt: Caches von BelTicino sollte man nicht auslassen, denn die lohnen sich sehr!

Riesen Kastanienbaum wer da  La lüèra di Bignasco Führung durch die vergangenheit Alte Kunst Vergessenen Technik Tradi in Cervio Start zum Multi Cevio Grotti besichtigung Bottoglioni Weinfässer Immer am iPhone Multi von BelTicino Grotto Kastanien Blumen gemisch BaumKunst Eingewachsener Löffel

Mit Simone assen wir im Verzascatal in der Pizzeria Posse. Ja, der Jürg hat eine gute Empfehlung abgegeben, auch wenn es auf den ersten Blick einen etwas öden Eindruck machte, die Pizza korrigierte diesen Eindruck sofort.

Restaurant Posse Lavertezzo

Den Kaffee gab’s bei Simone zu Hause und ganz in der Nähe schlugen wir auch unser Nachtlager auf.

Nach dem Frühstück mit Seesicht machten wir uns langsam auf den Heimweg. Hin und wieder eine Dose und schon wieder zeigte BelTicino uns Geheimnisse seines Kantons, die uns begeisterten. TI-CHALLENGE no. 4 – 1 cache x A…Z & 0…9 (GC476GA) / Osogna – Santa Maria del Castello (GC2WRTR)

Unser Schlafplatz Seesicht Z'mörgala bei Gordola Lady ob Bellinzona Oben angekommen Klettergarten Challenge Final von BelTicino Schisshaas che bel pozzo Phantastisch

Über den Lukmanierpass fuhren wir dann wieder nach Graubünden, wo wir noch einige Wartungen an eigenen Dosen auf dem Programm hatten.

In Alvaneu fragte Antonio zum Spass, ob wir baden gehen wollen und wahrscheinlich bereute er es im selben Moment schon wieder, da er hätte wissen müssen, dass Silvia darauf sofort anspringt. Nach dieser Entspannung suchten wir das von der Receptionistin empfohlene Restaurant La Cantina D’Alvaro auf und liessen uns zum Abschluss der Ferien nochmal verwöhnen.

Termalbad in Alvaneu Avaneu Bad  La Cantina D'Alvaro Alvaneu

So, jetzt fahren wir aber wirklich nach Hause.

Das waren mal wieder abwechslungsreiche und tolle Ferien!