Auffahrt 2018 – Cachergruppe in Italien

Fürs Auffahrtswochenende war Rudelcachen in Italien angesagt. Über hundert Mysteries hatten wir dafür gelöst. Die Wetterprognosen sahen düster aus und wie wird es mit dem Stau? Schaffen wir es all die geplanten Dosen auch zu finden?

Na, bist du gespannt auf die Antworten? Dann gibt’s nur eins: Weiterlesen 

Wie jedes Jahr, ist auch diesmal schon vor einiger Zeit die Frage aufgetaucht, ob wir über Auffahrt wieder in der Gruppe was zusammen unternehmen wollen.

Klar doch, wieso auch nicht. Nächste Frage: Wohin fahren wir? Alle haben sich mal ein wenig umgeschaut, was es denn interessantes gäbe und so konnten wir uns schon bald auf die
66er Mysteryrunde, 1° Word Search GC75GJP in der Nähe von Erba bei Como einigen. Da gab es sogar noch eine weitere  Mysteryserie; GeoArt for Bart GC733ZJ.

Mit vereinten Kräften kämpften wir uns durch diese, teils doch recht anspruchsvollen Rätsel bis wir alle Lösungen beisammen hatten.

Auch ein paar Böötlicaches wurden ins Programm aufgenommen und noch zwei, drei andere Dosen…

Nun konnte das Auffahrtswochenende kommen. Dabei waren Mountain-Fantasy, also eigentlich nur Fantasy, Familie bonchur und loslachen.ch auf dem Campingplatz und im Hotel mounty_ch, Luri1958 und Heifeli und vom Team Jamaduli madu.

Dreizehn Nasen waren wir also, eine ganz schön grosse Truppe!

Natürlich fiel uns irgendwann auch mal ein, dass es vielleicht nicht das optimalste Ziel ist, das wir uns für dieses verlängerte Wochenende ausgesucht hatten, da ja eh alle zu dieser Zeit immer in den Süden fahren. Selber Schuld! Da müssen wir jetzt durch!


Mittwoch, 9.5.2018

Wir sind irgendwann am Mittwochnachmittag gestartet. Unser Weg führte uns über den Julierpass ins Engadin, dann über den Maloja ins Bergell und weiter nach Chiavenna, wo wir einen Einkaufsstopp eingelegt haben. Als wir am frühen Abend auf dem Campingplatz (Class) angekommen sind, wurden wir von der bonchur Familie begrüsst, die schon früher losgedüst waren, damit sie nicht in den Stau kommen. Wir waren wohl die beiden Teams, die staufrei bis nach Erba gekommen sind. Die anderen standen mehr oder weniger lange zwischen all den Süden-Liebhabern und sind teilweise recht spät am Ziel angekommen.

Für den Donnerstag hatten wir den Treffpunkt für die anstrengende 66er Runde beim   Via Partigiana GC6AP2Z mit Parkgelegenheit auf 9:30 Uhr festgelegt.

Donnerstag, 10.5.2018

Dass jemand plötzlich etwas kalte Füsse bekommen hat und die Runde verschieben wollte, haben wir erst am Morgen gelesen. Ne,ne, das gibt es nicht, das ziehen wir jetzt durch! Schon wegen dem Sonnenschein am Morgen.

Die bonchur-Männer, Fantasy und wir, die loslachen.chs haben uns gerade beim ersten Cache eingetragen, als die anderen angefahren kamen. Das Wetter sah gut aus und wir konnten nur hoffen, dass es so bleiben wird, da die diversen Apps sich da alles andere als einige darüber waren.

Voller Tatendrang stürzten wir uns in die Richtung der geplanten Runde, wollten da noch einen Tradi auf dem Weg einsammeln, womit wir schon mal kläglich scheiterten. Ein toller Start in den Tag, aber es kann ja nur noch besser werden!

Wir bogen in den Weg ein und staunten nicht schlecht über die erste Steigung, die da vor uns lag. Das wir noch voller Energie waren, liessen wir uns aber nicht abschrecken und stiegen zum ersten Cache. Die Steigung wurde auch zur zweiten Dose nicht weniger, so dass wir gleich wussten, das worauf wir uns einstellen konnten. Mit guten Gesprächen lenkten wir uns etwas ab. Zudem gewöhnten wir uns langsam an die Anstrengung und zwischendurch nahm sie auch kurz wieder etwas ab. Die Suchpausen gaben auch immer wieder kurze Erholungszeiten und so klappte das Ganze recht gut. Bonchur – Junior führte uns jeweils von einem Nullpunkt zum nächsten. Seine Energie war echt bewundernswert!

 

Gegen Mittag liessen wir den ersten Wald hinter uns und erhielten eine grandiose Aussicht auf Erba und die umliegenden Orte. Etwas später sogar auch noch auf Como und den See.

                   

Das Mittagessen wollten wir uns jedoch bis zum höchsten Punkt, dem Monte Boletto, aufsparen. Von dort aus konnten wir all die Wälder ringsum uns überblicken und weit hinaus auf Seen, Dörfer und Städte sehen. Die Hitze, die wir durch die Wanderung erzeugt hatten, liess langsam nach, so dass wir für einen Moment sogar die Jacken anziehen mussten.

Kaum waren alle fertig mit dem Essen, brachen wir wieder auf, da wir nicht wussten, wie lange das gute Wetter anhalten würde. Bei der nächsten Dose bemerkten wir, dass einer fehlt. Loslachenmann hatte es sich, wie könnte es auch anders sein, nicht nehmen lassen, die beiden Lost Places zu untersuchen. Zum Glück kam er bald nach. Luri1958 und der Jamaduli-Mann genossen die wilden Narzissen so sehr, dass sie sich gleich in die Wiese legten um sie wettkampfmässig abzulichten; was für ein Spektakel 

Ja die Natur hat einige schöne Dinge zu bieten, wenn man sich die Zeit nimmt, ein wenig darauf zu achten.

 

Bald waren wir wieder von Wald umgeben und so steil der Weg zuvor hochgegangen war, so steil fiel er nun ab. Da halfen die Stöcke nicht nur zur Knieentlastung, nein sie beugten auch dem ausrutschen vor. Fantasy rutschte einmal aus und glitt in die Loslachenfrau, die daraufhin auf sie drauffiel. Nichts passiert und so konnten wir darüber lachen und weitergehen.

 

Irgendwann war die Wegführung etwas ungünstig, oder anders gesagt, die nächste Dose lag nicht auf dem Weg. Einige trauten sich durch den verkohlten Wald hinunter, andere blieben vernünftig auf dem Weg, mussten aber einen Umweg machen.

Unten trafen wir uns wieder. Nun wurde auch der Weg wieder etwas besser und der Wald war, abgesehen von den verkohlten Bäumen, richtig schön.

      

Die Zeit schritt unaufhaltsam voran, wir auch. Das Wetter wurde immer unsicherer und so gönnten wir uns keine Pause mehr. Am Schluss kam nochmal ein heftiger Aufstieg, der uns unsere letzten Kräfte abverlangte. Oben angekommen waren wir stolz, es alle geschafft zu haben. Du glaubst es nicht? Dann schau dir das Foto an, alle sind noch ganz und trocken 

Es reichte dann grad noch bis zum Auto bevor der Regen kam. Auf dem Rückweg kaufen wir noch ein. Die bonchur-Familie lud uns alle zum Abendessen auf dem Campingplatz ein; leckere Grilladen und Salate durften wir geniessen und auch an Getränken mangelte es nicht. Herzlichen Dank dafür!!!

  

Auch die Mücken glaubten fälschlicherweise eingeladen worden zu sein, was für uns ziemlich unangenehm endete. Aber zu diesen Tierchen erzählen wir dann morgen mehr. Jetzt geht’s erst mal ab ins Bett.

Freitag, 11.5.2018

Nach dem Frühstück, um 10:00 Uhr beim Campingplatz, das war der Treffpunkt. Von dort aus wollten wir die BART Runde starten.

Wir versammelten uns beim Parkplatz und zogen zu dreizehnt los. Schon nach den ersten Schritten wurden wir von aggressiven, hinterhältigen und bösartigen Mücken attackiert. Sie stachen was das Zeug hält und so kehrten wir nach der ersten Dose wieder zu den Autos (lag eh auf dem Weg) in welchen die Mückensprays lagen. Einmal Dusche für alle gab’s damit und wir starteten den nächsten Versuch. Ein wenig half es, dafür fingen nun einige zu niessen an. Ob der Heuschnupfen oder eine Mückensprayallergie dafür verantwortlich, lassen wir mal so im Raum stehen…

Erst führte uns der Weg durch einen Wald, dann am Flussdamm weiter. Wunderschöne Mohnblumen erfreuten unser Auge, doch gerne hätten wir auch die Caches besser gefunden. Diese versteckten sich teilweise ziemlich hartnäckig vor uns. Das Niessen und laufenden Nasen liessen sich nicht aufhalten, weswegen einige Taschentücher ihr Leben lassen mussten. Trotzdem hielten wir tapfer durch und schickten die etwas ungeplagteren Nichtallergiker ins hohe Gras um die Caches zu suchen.

Für den zweiten Teil der Serie mussten wir uns mit den Autos verschieben, was etwas schade war. Die ganze Serie hatte eine absolut unlogische und sinnlose Wegführung, weswegen wir uns immer wieder neu auf dem Navi orientieren mussten, um keine Dose zu verpassen. Am See entlang spazierend genossen wir die Aussicht, die Enten mit ihren Jungen und das schöne Wetter.

Auch das Mittagessen genossen wir am See. Bonchur Junior wollte JaMaDuLi einen Tanz beibringen, es blieb beim wollte 
Leider mussten wir irgendwann Umwege machen, da die Seepromenade nicht weiter ging. Englische Fischer, welche in den kleinen Nischen ihr Glück versuchten musterten uns befremdet, doch wir liessen uns in unserem Vorhaben nicht stören und ignorierten sie.

Auf dem Rückweg war die Wegführung noch verworrener. Immer wieder mussten wir irgendwo vom Weg abschwenken, um dann wieder zurückzukommen.

Ein so noch nie gesehener Getränke bzw. Wasserautomat erregte unsere Aufmerksamkeit und wurde von einigen ausprobiert um den Getränkevorrat wieder aufzustocken.

Langsam zählten wir die noch verbleibenden Dosen. Das Wetter wurde immer unsicherer und langsam aber sicher reichte es uns quer überall durch zustampfen.

Um so glücklicher waren wir, als wir alle wieder trockenen Fusses beim Parkplatz standen. Aus der Glacerunde zum Abschluss wurde nichts, da nichts offen hatte und so düsten wir schnell zurück zum Campingplatz bzw. ins Hotel um zu duschen und uns fürs Abendessen bereit zu machen.

Die Pizzeria kannten die einen schon vom ersten Abend. Der Kellner schaute nicht schlecht, als wir sagten, dass wir ohne Reservierung für dreizehn Nasen einen Tisch haben wollen. Er organisierte uns aber ohne Widerrede einen grossen Tisch. Auch wenn er erst etwas irritiert war, dass wir nur zu viert da standen. Die anderen trudelten dann einer nach dem anderen auch bald ein.

Das spezielle Pizzaangebot, dass man „All you can eat“ von jeder Pizza immer wieder ein Stück nehmen konnte, war echt toll. Auch die, die nicht dieses Angebot gebucht hatten, durften zwischendurch noch ein Stück probieren.

Noch während dem Essen planten wir den nächsten Tag. Bevor wir den Parkplatz verliessen, versuchten wir nochmal mit vereinten Kräften den Cache neben dem Restaurant zu finden, doch blieben wir hier erfolglos. Also ab ins Bett!

Samstag, 12.5.2018

Einige checkten am Samstagmorgen bereits aus, andere blieben noch. Jedenfalls trafen wir uns diesmal beim Hotel und teilten uns auf die Autos auf, damit wir nicht mit allen Cachemobilen im Konvoi fahren mussten.

Als erstes musste die Bartrunde beendet werden, dann standen noch ein paar Lost Places und Böötlicaches auf dem Programm;
LostPlace  Quatto Quatto in silenzio e senza fare rumore (GC6J1WB)
Lost Place  The Lost place-Camping Mexico (GC79B45)
Ein paar T5er Bötlicache  Lago di Annone – Camping (GC76N9M) und einige mehr.
Auch heute war uns das Wetter gut gesinnt, so dass wir planmässig vorgehen konnten. Nur zwischendurch wurden wir von ein paar Tropfen des Himmels kurz eingeschüchtert, doch die trockneten gleich wieder ab.

 

Weniger Glück hatte ein Hengstpony bei seinem Vorhaben, dieser arme Kerl.

Zum Schluss suchten wir noch ein Café mit Gelateria, so dass wir unseren Ausflug würdig abschliessen konnten.

 

Dann trennten sich unsere Wege langsam aber sicher. Jeder suchte sich eine passende Route für den Heimweg aus, die möglichst ohne Stau passiert werden konnte. Andere haben sich entschieden, ihr Glück mit der Heimreise erst am Sonntag zu versuchen.

Unser Weg führte uns erst mal nach Chiavenna. Dort waren wir unschlüssig; Bergell oder Splügen?-Bergell oder Splügen?-Hm……. Ach komm, wir nehmen den Splügen. Dank dieser Entscheidung kamen wir noch zu einem STF und fuhren dann zufrieden durchs Avers nach Hause. Auf dem Weg planten wir bereits, was wir am Sonntag noch anstellen könnten.

 

Sonntag, 13.5.2018

Am Morgen wurden wir von einer guten Kollegin gefragt, ob wir in Splügen am Rotlicht gestanden seien am Vorabend. Dabei kam raus, dass sie direkt hinter uns waren, uns aber nicht erkannt hatten. Schade, wäre cool gewesen, noch zusammen was Trinken zu gehen. Aber das holen wir dann noch nach 

Am Vorabend hatten wir entschieden heute nach Vals zu fahren. Ist ja schliesslich Muttertag und so kamen wir sogar noch zu einer Einladung zum Mittagessen auf dem Maiensäss. Ja da wurden wir herrlich verköstigt. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Da wir noch die Linzertorte aus den Ferien mit dabei hatten, wurde diese probiert und beurteilt. Ein Stück wurde aber wieder eingepackt, denn dieses soll z Ahni bekommen. Das war unser nächstes Ziel. Obwohl wir uns nicht angemeldet hatten, hatte sie uns bereits insgeheim erwartet und eine Rhabarberwähe gebacken. Wir freuten uns bei ihr zu sein und sie sich genau so, dass wir gekommen waren.

Bei einem gemütlichen „Zmäränt“ genossen wir den Nachmittag. Dann war es für uns wieder Zeit aufzubrechen, zumal wir nicht im Stau landen wollten. Dies klappte erstaunlicherweise problemlos.

Ein sehr schönes, abwechslungsreiches Wochenende in toller Gesellschaft war es. Vielen Dank euch allen und bis zum nächsten Mal!

8 Gedanken zu „Auffahrt 2018 – Cachergruppe in Italien

  1. Sybille

    Sooo coooool!!!! Vielen lieben Dank euch beiden für’s Verfassen und die tollen Fotos! Es war wieder ein lustiger und geselliger Ausflug mit euch ALLEN!

    Liebe Grüsse und bis bald
    Fantasy

    Antworten
  2. heifeli

    Liebe loslachen.ch‘s
    Nach den tollen Auffahrttagen mit vielen tollen Erlebnissen jetzt noch so ein toller Bericht mit den vielen tollen Fotos. Immer wieder schön ?
    Vor allem schön das wir als Gruppe harmonisch funktionieren und wir alle die Wanderung gemeinsam geschafft haben ???
    Freu mich schon auf den nä gemeinsamen Ausflug mit allen ??????
    Liebe Grüsse heifeli

    Antworten
    1. Antonio

      hoi heifeli,
      vielen dank für dein kommentar, freut uns wenn auch der gefällt.
      bin gespannt was wir das nächste mal anstellen werden.
      hoffentlich übernachten wir dann alle zusammen am selben ort.
      gruss antonio

      Antworten
  3. Madlaina und Duri

    Hoi Silvia, hallo Antonio…
    Das lange Auffahrtswochenende durften wir dieses Jahr gemeinsam mit euch und „mounty_ch“, „mountain-fantasy“, „heifeli“, „luri1958“ und „bonchur“ in Erba (I) und Umgebung verbringen. Es war einfach toll! Am Schluss wurde sogar noch ein toller Bericht verfasst und lustige Bilder eingefügt ? Für diese Arbeit und das mega coole Wochenende möchten wir bei euch ganz herzlich bedanken.
    Bis bald…
    Die „JaMaDuLi’s“

    Antworten
    1. Antonio

      hoi JaMaDuLi’s 🙂
      danke auch euch für den tollen kommentar und ja, spätestens nächstes jahr sind wir wieder zusammen am start 😉
      war toll mit euch.
      gruss antonio

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  4. bonchur

    Hallo Silvia und Antonio
    Wenn auch spät, aber besser als nie….
    Das für die ganze Familie bonchur unvergessliche Auffahrts-Wochenende hat mit eurem tollen Bericht uns mehrmals ein lächeln über die Lippen gezaubert. Euer Aufwand dafür ist echt riesig und uns bleibt nur DANKE zu sagen. Es waren für uns, tolle und stimmige Tage in einer super Cachergruppe in der wir uns gleich wohl fühlten. Ich „befürchte“, dass unsere Teilnahme an nächster Auffahrt 2019 schon fast gebucht ist.
    Es grüssen euch die ganze Familie bonchur

    Antworten
    1. Antonio

      grüazi familie bonchur,

      kann ich gut verstehen das ihr hier nicht die schnellsten wart mit einem kommentar, der FTF ist ja schon lange weg 😉
      vielen lieben dank für die nachricht und ja, wir freuen uns auch jetzt schon auf den nächsten auffahrtsausflug.
      liebe grüsse

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