10 Jahre Antonio und Silvia

(Silvia, 13.5.2018)
Es war im Jahr 2008. 23 Jahre jung war ich damals. In einer kleinen Gemeinde im Kanton Zürich hatte ich meine erste Arbeitsstelle zwei Jahre zuvor angetreten und sie bereitete mir noch immer grosse Freude. Zu meiner 2.5 Zimmerwohnung, hatte ich auch noch einen Garten.
Und dann kamst plötzlich du. Einfach so aus dem Nichts heraus hast du mein Herz auf den Kopf gestellt. Schmetterlinge in meinen Bauch fliegen lassen und mein Leben verändert.
Ja, das war der Beginn einer wunderschönen Beziehung. 10 Jahre ist es nun her und ich freue mich über jede Sekunde, die ich mit dir verbringen durfte. Unvorstellbar viele Abendteuer haben wir zusammen erleben dürfen und ich hoffe, dass es noch ganz viel mehr werden.
Da ich gerne auf diese Zeit zurückblicke, habe ich aus jedem Jahr ein Bild ausgewählt und einen kurzen Text geschrieben, um die zehn Jahre ganz kurz zusammenzufassen.

2008
Bestimmt haben wir 40 Fotos gemacht, bis wir es geschafft haben eins so hinzubekommen, wie wir es wollten. Du hattest kurz zuvor einen Motorradunfall gehabt und musstest deswegen ein Korsett tragen. Davon liessen wir uns den Spass aber nicht verderben. Am Chapfensee genossen wir die Zweisamkeit.

2009
Ganz am Anfang, als wir zusammengekommen sind, habe ich dir erzählt, dass ich gerne mal mit den Inlinern bis an den Bodensee fahren würde. Du hast gesagt, dass du mit dem Velo mitkommen würdest. Wir haben abgemacht, diese Tour im Frühling zusammen zu machen, egal, ob wir dann noch zusammen sein würden oder nicht. Wir waren noch zusammen und freuten uns riesig auf das Abendteuer.

In Fläsch stellten wir deinen Bus auf einen Waldparkplatz, was nicht so eine gute Idee war, aber das ist eine andere Geschichte…

Von dort aus starteten wir. In Rheineck übernachteten wir um dann am nächsten Tag nach Rohrschach zu fahren, wo ich endlich meine Hände in den Bodensee tauchen konnte. Das war ein unvergessliches Erlebnis. Ich werde dir ewig dankbar sein, dass du das mit mir durchgezogen hast.

2010
Um nach Misano auf die Rennstrecke zu kommen, haben wir uns ganz schön Zeit gelassen. Mit einem Umweg über Österreich haben wir uns noch abwechslungsreiche Ferien gegönnt. Ich glaube es war in Rimini, wo wir den Strand, die Sonne und das Meer genossen haben.

2011
Dieses Jahr war sehr prägend für uns, denn wir haben mit einem neuen Hobby angefangen; dem Geocachen. Diese Freizeitbeschäftigung hat uns voll in ihren Bann gezogen. Überall sprangen wir diesen Döschen nach. Sogar in Deutschland, bei einer Familienfeier schlichen wir uns kurz weg um auf dem Stuttgarter Fernsehturm eine Dose zu suchen und einen Überblick über die Stadt zu erhalten.

Unsere beiden Göttibueben sind ebenfalls in diesem Jahr zur Welt gekommen (natürlich völlig unabhängig voneinander 😉

2012
Auch in diesem Jahr war das Cachen allgegenwärtig in unserem Leben. Während meines Studiums bot dieses Hobby eine willkommene Abwechslung um den Kopf durchzulüften. Da ich im 2012 meinen Abschluss machte, würden wir in Zukunft wohl noch mehr Zeit für die Dosensuche haben. Unsere Ferien richteten sich inzwischen ganz nach den Dosen und so landeten wir unter anderem in Mallorca; ein echtes Paradies für Geocacher und andere Abenteurer.

Aber auch in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg und Deutschland waren die Dosen nicht sicher vor uns.

2013
Schon fünf Jahre sind wir mittlerweile zusammen. Immer noch haben wir ganz viele Projekte und Ideen, was wir noch alles anstellen könnten.

Das erste Projekt war die dreitägige Wanderung in Kufstein. Die langen Wanderungen waren echt abenteuerlich.

Eine weitere Reise führte uns nach Schottland. Da haben wir einiges erlebt; den höchsten Berg erklommen, eine Höhle betreten, die nur bei Ebbe erreichbar ist (Mannn, war das ein Nervenkitzel), Whiskydestillierien besucht und das edle Gebräu degustiert, Burgen bewundert, überall sind wir herumgereist um uns mit Hilfe von Geocaches spezielle Orte zu entdecken.

Auch das Projekt „Monopoly“ durften wir in diesem Jahr feiern, das war auch eine ganz tolle Sache.

2014
Phu, das weiss ich gar nicht wo anfangen. So vieles haben wir in diesem Jahr erlebt. Natürlich hat es uns wieder an alle möglichen verrückten Orte durch die Dosensuche verschlagen und so haben wir einen ganz speziellen Lost Place im Tessin besucht, hatten einen „Vollmond vs. Freitag der 13.“-Event, haben einen Cache im Marmorerasee versenkt, haben endlich den steilen Weg zum kleinen Bergsee in Angriff genommen und last but not least, sind wir nach Amerika gereist. In Kalifornien haben wir eine kleine Rundreise gemacht und dort einen Cache-Speed-Day zusammen mit flyMIK Papa und Sohn eingelegt, was wir wohl auch nicht so schnell wieder vergessen werden. Auch ein Abseilkurs haben wir besucht, Ulm unsicher gemacht und mit Jürg und Sandra sind wir am 1. November durch den Tiefschnee auf den Falknis gewatet.

2015
Im Jahr 2015 wollten wir mal in Richtung Norden reisen. Da wir am liebsten mit dem eigenen Haus unterwegs sind, kam Fliegen nicht in Frage. Zudem ist bei unseren Reisen oft der Weg das Ziel 😉 und so sind wir im Sommer durch Deutschland nach Dänemark und von dort aus weiter nach Schweden gefahren. Dass man in diesem Land wild campieren darf, haben wir sehr genossen. Lustigerweise haben wir auch noch Freunde, die ebenfalls in diesem Land verweilten angetroffen, gut, nicht ganz zufällig, aber es war toll. Auch der kurze Abstecher nach Oslo war etwas ganz Besonderes.

Ach ja, auch die Überraschungsparty zu meinem 30sten Geburtstag war cool, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet 😉 und in Kufstein waren wir auch mal wieder, was Spass gemacht hat.

Und noch was: In diesem Jahr sind wir Reviewer geworden. Ganz viel Freizeit weniger- dafür interessante Erfahrungen mehr. Bereits 6000 Caches haben wir bis zu diesem Jahr gefunden, das zeigt wohl, wie süchtig wir nach diesem Hobby sind.

2016
Das Jahr hat noch kaum angefangen und schon wurde bei uns wieder gefeiert. Du bist 50 geworden, dafür haben wir eine riesen Party geschmissen.

Später in diesem Jahr haben wir wieder diverse Reisen quer durch die Schweiz, aber auch durch Deutschland unternommen.

Ein spezielles Erlebnis war das Wochenende in Slowenien. Robby und Kurt haben uns mit dem Kleinflugzeug dorthin mitgenommen.

Im Sommer waren wir in Deutschland an einer Hochzeit, dann sind wir zurückgekommen um den 85sten Geburtstag von deinem Papi zu feiern. Weiter ging die Reise nach Frankreich, wo wir mit Ady zusammen ein paar Bunker erkundet haben und dann weiter nach Luxemburg und Belgien gereist sind. Die FTFs in Luxemburg waren mindestens so speziell, wie jener in Belgien. Aber auch die anderen Dosen bescherten uns teilweise abenteuerliche Erlebnisse. In den Niederlanden hatten wir Glück, da unsere Velos auf dem Camping nicht gestohlen wurden. Im Herbst genossen wir die warmen Farben im Bergell und dem Tessin.

Ende Jahr wurde noch ein Traum von Antonio verwirklicht: Wir fuhren nach Cartagena auf die Rennstrecke.

2017
Den Jahreswechsel haben wir in Spanien verbracht. Über Andorra und weiter nach Monaco haben wir uns dann schrittweise wieder nach Hause begeben. Meine starke Erkältung wurde auch langsam wieder besser.

Im Februar stand ein Schleuderkurs, das Drivingevent von Mercedes auf dem Programm. Eine Erfahrung, vor der ich ziemlichen Respekt hatte, im Nachhinein aber froh bin, mich überreden lassen zu haben.

Im Frühling reisten wir mal wieder in Deutschland herum und über Aufffahrt trafen wir uns mit Kollegen in Tannheim für ein Intensiv- Wander-Cacher-Weekend. Und dann im Sommer, kam das Highlight: du durftest mit Honda nach Norwegen fliegen um dort mit der AfricaTwin ans Nordkap zu fahren.

Kaum wieder zu Hause, ging es schon weiter. Die Sommerferien in Deutschland standen an. Ein spezieller Cache wurde zusammen mit dem Team Pinkpetra bezwungen, dann gings weiter nach Norden, bis nach Helgoland.

Als ob das nicht genug gewesen wäre, reisten wir nun nach Süden. Erst nach San Marino, um dort ein paar Caches zu holen und den schöne Kleinstadt anzuschauen, dann nach Misano auf die Rennstrecke.

Im Herbst wäre dann eine Reise nach Thailand, an die Hochzeit meines Bruders geplant gewesen, doch daraus wurde nichts. Günther der Krebs ist zu uns gestossen und hat unser Leben vom einen auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt. Operation, Chemo, Ungewissheit, Angst aber doch auch viel Hoffnung, Freunde und Liebe.

Ein sehr turbulentes Jahr!

2018
Die Erleichterung war gross, als bei der Besprechung rauskam, dass der Krebs besiegt wurde. Endlich konnten wir wieder nach vorne schauen.

Kurz darauf ist mein zweiter Göttibueb zur Welt gekommen, ein schönes Ereignis .

Über Ostern sind wir in Richtung Norden gefahren. Zwischen Worms und Lorsch liegen in ein paar Wäldern ganz spezielle Caches, die uns sehr beeindruckt haben. Die Frühlingsferien haben uns durch Österreich bis nach Wien geführt und in einem zweiten Teil nach Ulm. Beide Reisen waren sehr eindrucksreich und schön.

Über Auffahrt, also genau zu unserem 10 jährigen Jubiläum, sind wir mit Cacherfreunden nach Italien gefahren.

Ich finde es wunderschön mit dir zusammen sein zu dürfen. Danke, dass du bei mir bist! Du bist die Sonne in meinem Herzen und die scheint auch nach zehn Jahren noch hell und warm. Ich hoffe, dass du es noch eine Weile mit mir aushältst und wir noch viele weitere tolle Abenteuer zusammen erleben dürfen.

Ich liebe dich mein Schatz!

 

4 Gedanken zu „10 Jahre Antonio und Silvia

  1. heifeli

    ????so schön. Und Danke das wir euch auch eine Zeit dabei begleiten dürfen. Es ist toll euch als Freunde zu haben.
    Wir wünschen euch noch ganz viele tolle und spannende Jahre zu Zweit ????
    Liebe Grüsse heifeli und Luri

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  2. Antonio

    Danka min Schatz, hesch uuu schön gmacht und dia Übarraschig mit dem Brichtli isch dr voll glunga.
    Somit sind die nöschta 10 Johr draa. 😉
    Han di liab und i bin glaub as Sunntigskind das miar üs troffa händ und du bi miar hanga bliba bisch 🙂

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    1. Silvia

      Dankä dier für dia 10 Jahr. Und Glück han i, dass i als Mentigschind, bi dier als Sunntigschind glandet bin 🙂 Sunntig und Mentig khörend halt eifach zämä 😉

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