Wenn das Schicksal zuschlägt – Teil 8

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Schön zu wissen, dass man nicht mehr zur Chemo muss 🙂

Gar nicht so einfach, auch nach der vierten und letzte Chemo wieder auf die Beine zu kommen. Diesmal brauchte es etwas mehr um Antonio wieder fit zu kriegen. Zum Glück haben wir gute Freunde und so ist immer jemand da, der weiss, was Antonio gerade braucht.
Wer Antonio kennt weiss, dass auch das Thema Essen immer einen sehr hohen Stellenwert hat. Wenn der Appetit fehlt, dann kommt Panik auf. Dagegen musste dringend was unternommen werden. Nur was?
Um das Glück perfekt zu machen, kreuzten sich unsere Wege auch mal wieder mit ein paar Caches.

Wieder auf freiem Fuss

Samstag, 9.12.17 (Antonio)
Herrlich, zuhause aufwachen zu dürfen und zu wissen, dass ich in zwei Wochen nicht mehr zur Chemo muss. Ok, wie es dann nach meiner Erholungsphase weitergehen wird steht noch in den Sternen geschrieben, noch nicht hier im Blog, aber das wird dann auch noch kommen 😉

Geschlafen hab ich ziemlich gut, und ich musste „nur“ drei mal raus.

Wie immer am Wochenende wenn Silvia frei hat, stehe ich Stunden vor ihr auf.
Wie immer geht die zweite Reise in die Küche. Zuerst Geschirrspüler ausräumen, dann Pille schlucken und mein Frühstück vorbereiten.
Mein Appetit ist aber noch nicht aufgestanden, weiss der Geier wo sich der wieder verzogen hat.
Hunger hätte ich eigentlich, darum stimmt das Wort Appetit nicht ganz. Es ist dieser unangenehme Geschmack im Mund, der mir alles was lecker ist verdirbt! Nicht mal Kaffee mag ich trinken, wer mich kennt weiss, dass ich eine Kaffetante war.

Also drückte ich mir heute das Müesli nur mit Milch runter bevor ich meinen schwachen Körper auf Sofa schmiss.

Zum Glück gibt es ja immer was zu tun, wenn man im Web ein bisschen präsent ist.

Als dann Silvia neben mir stand, legte sie gleich los mit ihrer künstlerischen Ideensammlung um für diesen Blog ein Foto für den 2. Advent zu kreieren.

Das hat sie dann auch gut hinbekommen finde ich. 🙂 (Danke 😉
In der Zwischenzeit durfte ich noch das Päckli auspacken, welches wir von Kathrin und Josi erhalten hatten. Silvia hat es im Teil 7 schon mal erwähnt. Wow, so viele passende, gesunde,  wärmende und leckere Sachen durfte ich auspacken. Vielen lieben Dank, *megafreud*

Als das Foto im Kasten und das Päckli versorgt war, ging es nach Chur in die Apotheke. Da wartete meine Aufbauspritze, welche ich jedes Mal nach der Chemo einmalig am folgendem Tag spritzen muss. Die muss mein Immunsystem wieder hochkurbeln, sodass die weissen Blutkörperchen wieder zu arbeiten beginnen können. Bis jetzt hat es jedes Mal geklappt. So hoffentlich auch dieses Mal.

Also ab nach Chur und im Gepäck gleich noch ein neues Logbuch für den Cache O… wie offensichtlich welches anscheinend voll sei.

Als wir in Chur angekommen sind, wurde uns schnell bewusst, dass auch noch der Weihnachtsmarkt stattfindet. Ob wir so das neue Logbuch unbeobachtet platzieren können?
Klar doch, wir doch immer 😉

Wir beschlossen dann spontan einen Spaziergang durch den Markt zu machen und ich war erstaunt wie gut es ging.

Am Gyros-Stand vom Griechen konnten wir dann doch nicht einfach so vorbeigehen. Da ich nicht wusste, ob ich es schaffe was zu essen haben wir nur einen bestellt.
Während dem wir die Gassen raufschlenderten, nahm mal Silvia einen Biss, dann ich zwei 😉
Der war ja wirklich lecker und ich hatte kein Würgegefühl. Also sagten wir uns: da hat noch mindestens ein halber Gyros pro Person Platz.
Auf dem Kornplatz staunten wir über die aufgebauten Märlihüsli, wo man auch gleich das gewünschte Märli hören konnte. Toll, so kommt Weihnachtsstimmung auf.
Bald war es aber Zeit für mich langsam wieder in die Wärme zu gehen, denn ich bin nicht nur etwas schwach, auch kalt bekomme ich schneller als vorher!

Aber da war doch noch was; genau, ein zweites Mal stoppten wir beim Griechen.
Wir wurden sogar erkannt, der Chef meinte nur: also wenn ihr zwei schon wieder ansteht, dann muss der Gyros gut gewesen sein.
Aber hallo, sowas von gut. 
Auch diesen teilten wir beide während dem Spaziergang.
Dann machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Läderach um noch was Feines für meinen Arzt zu kaufen. So als kleines Dankeschön, weil er einfach ein cooler Typ ist.

Dann war aber echt Zeit nachhause zu gehen, denn heute Abend haben wir noch was auf dem Programm.
Seit Monaten schon ist dieser Samstagabend für unsere Truppe von mini Beiz-dini Beiz reserviert. Vor fast einem Jahr haben wir in Surcasti bei Arno in der Casa da Luzi die Dreharbeiten hinter uns gebracht. Was, noch nicht gesehen? 
Na dann los –> Zur Sendung mini Beiz dini Beiz

So legte ich mich noch einen Moment aufs Sofa und schloss meine Augen.
Plötzlich kam Hektik auf, wir müssen uns beeilen, wollen wir ja noch in Surcasti bei Marianne einen kurzen Besuch abstatten, um nochmals Danke zu sagen für die feinen Würste, den Käse, die Konfi und den Kuchen, die wir bekommen hatten und um den Kids ein Samichlaussäckli zu bringen 🙂
Als ich mit der Idee kam nach dem Abendessen vielleicht gleich nach Vals zu fahren um dort zu übernachten, da es auch etwas näher ist als Trimmis, bekamen wir noch mehr Zeitdruck. Na ja, ich musste ja noch diverse Medis einpacken, Ersatzwäsche u.s.w.
Natürlich fehlte auch noch der ausgedruckte Bericht Nummer 7 von diesem Blog für Ahni.
Also hat Silvia den auch noch schnell ausgedruckt und gebunden.

Dann war alles klar, es konnte losgehen. Die Strassen waren zum Teil schneebedeckt, doch kein Problem, sodass wir absolut in der Zeit lagen.
In Surcasti  angekommen war nur Rafael zuhause. Marianne und die Kids waren in Vals am Weihnachtsmarkt.
Nach ein bisschen Quatschen verabschiedeten wir uns dann. Unser Haupttermin war ja in der Casa da Luzi.

Wir waren die ersten Gäste und so konnte ich schon mal einen Blick in die Küche werfen 😉
Es sah schon mal vielversprechend aus.

Dann trudelte auch schon bald Heidi und Rene ein, doch ich verstand nicht warum nur sie zwei, in unserer WhatsApp Gruppe war ja eigentlich abgemacht, dass sie Christine und Werner von Ilanz aus mitnehmen würden. 

Tja, das klärte sich dann bald auf. Man sollte halt nicht Haushalt machen und gleichzeitig eine Nachricht überfliegen! Gell Heidi 
Hauptsache wir sind alle da.
Wegen meinem Geschmack im Mund, wusste ich nicht, ob ich essen kann oder nicht. Da man in der Casa da Luzi sein Menu quasi selber zusammenstellen kann und die Vorspeise gar selber im coolen Keller schöpfen darf, machte ich mir noch keine grosse Sorgen.
So steuerten wir dann bald mal alle nach hinten in den hammercoolen Keller.
Arno erklärte, respektiv, fragte uns wieviele Gänge es gibt und was wir davon haben wollen.
Ich hab mich mal für die Vorspeise und den Hauptgang ohne Suppe entschieden, so wie auch alle andern.
Für das Dessert kann man sich ja auch noch nachträglich entscheiden.

        

Wow war das wieder mal ein Erlebnis unter lieben Leuten mit gutem Essen. Ach ja, das Hauptmenu bestand aus „zweierlei Hirsch, Rotkraut und Pizökel“ Wie man sehen kann nicht grad mundgerechte. 
Am Schluss hat uns Christine alle noch reichlich beschenkt mit einem selbst gemachten Zopf, einem Christollen und einem Glas Quittenkonfi. Vielen lieben Dank. Freue mich jetzt schon aufs z’Morga  

Natürlich machten wir gleich wieder einen neuen Termin ab, um zusammen in einem guten Restaurant essen zu gehen. 
Dieses Mal nicht in einer unseren Beizen, sondern in der Krone in Trimmis.
Ich weiss ja heute noch nicht wie es mir dann gehen wird aber ein bisschen Planen und Vorfreude haben kann ja nicht schaden oder?

Apropos Vorfreude. Draussen herrschten sage und schreibe -14° C. Zum Glück hatte ich die Standheizung eingeschaltet. Das war eine Wohltat, in ein warmes Auto einsteigen zu dürfen.
Kurz mussten wir noch schauen, ob Heidi auch wirklich über den Randstein hinweg kommt, so wie Rene das Auto geparkt hatte.
Das war dann natürlich kein Problem für sie.

Begleitet von starkem Schneesturm ging’s für uns Richtung Vals, wo wir herzlich von Silvias Eltern begrüsst wurden.
Nach einem Schlummertrunck (leider nicht für mich) ging’s dann auch schon bald ins Bett.

Es war ein richtig cooler erster Tag auf freiem Fuss, aber wenn ich ganz ehrlich bin, ich war froh dass ich endlich ein bisschen Ruhe hatte, war doch wieder ein klitzekleinesbisschen zu viel.  

Es kommt darauf an, dass du auf etwas zugehst, nicht dass du ankommst

Gegenseitige Rücksichtnahme

Sonntag, 10.12.17 (Silvia)
In der Nacht herrschte ein wilder Schneesturm, der Antonio wach hielt, da die Fensterläden sich dauernd bewegten. Zudem hielt er sich bewusst mit Schnarchen zurück, damit ich besser schlafen konnte. Ich hingegen konnte erst nicht einschlafen, da ich meine Decke über seine geworfen hatte, damit er genug warm hat.

Wie gewohnt, stand er dann einige Stunden vor mir auf. Er kennt sich ja in der Küche meiner Eltern aus und so brauchte ich mir keine Sorgen zu machen, dass er nichts zu Essen bekommt.

Als ich um 10:00 Uhr dann auch endlich in die Küche kam, sass er zusammen mit meiner Mutter am noch immer gedeckten Tisch. So konnte ich mich dazusetzen und von dem leckeren Zopf kosten, den Christine uns am Vorabend mitgegeben hatte. Danke nochmal dafür!
Auch mein Vater gesellte sich noch ein wenig zu uns.

Dann war es langsam Zeit zu gehen, denn wir wollten noch zu Ahni. Sie freute sich sehr über den unerwarteten Besuch. Gerne hätte sie uns was angeboten, doch wir kamen ja grad vom Essen und so schoben wir drei Minipizzen für sie in den Backofen. Gemütlich unterhielten wir uns in der Küche. Draussen war es noch immer kalt und stürmisch. Trotzdem machten wir uns langsam aber sicher auf den Nachhauseweg.

(Antonio) Einen kurzen Zwischenhalt machten wir noch bei der Kapelle in Camp beim Chappelihus.
Mir war nie bewusst aufgefallen, dass hier diese Kapelle steht. Dabei steht sie ja beinahe an der Strasse! Hmm… ob das auch wieder eine Chemonachwirkung ist?
Jedenfalls besuchten wir die Kapelle aus drei Gründen:
Silvia wollte mir diese Kapelle zeigen und für mich eine Kerze anzünden, damit es mir bald wieder besser geht.
Die Kerze teile ich gerne mit Kay, auch er kann’s brauchen.
Er war vor vielen Jahren hier im Lager und hat so strube Geschichten erzählt 🙂 Das war der zweite Grund warum wir hier waren, so dass Antonio sich zu den Geschichten auch ein Bild machen konnte.
Ich schickte ihm gleich ein paar Quizfotos, um herauszufinden, ob er weiss wo wir grad sind. – Er wusste es 🙂
Und der dritte Grund war, dass wir auch für Ahni hier eine Kerze anzünden wollten.

 

Nach diesem kurzen Zwischenstopp, stiegen wir wieder ins warme Auto.
Die Strassenverhältnisse wechselten immer wieder, doch wir kamen gut nach Hause.
Dort gönnten wir uns eine warme Dusche, erledigten noch ein paar Dinge und legten uns dann aufs Sofa vor den Fernseher. Da kamen sehr interessante Sendungen über Erfindungen.

Als ich dann von Abendessen sprach, rümpfte Antonio die Nase. Er hatte noch immer diesen doofen Geschmack im Mund, doch ich fand etwas, dem er nicht widerstehen konnte. So löffelte er Weissbrot aus seiner warmen Milch, während dem ich noch Resten vom Freitag genoss.

Da die eine unserer beiden Adventskerzen nicht recht brennen wollte, flickte er das Problem, während dem mir Erinnerungen dazu aufkamen: Diese Kerze habe ich vor ca. 15 Jahren aus Restkerzen, die ich damals vom Restaurant VaBene in Chur geholt hatte. Das waren noch Zeiten…
Und letzte Woche diente die Kerze als Logbuch beim Geocaching – Stammtisch. Tja, und diese Woche ist daraus eine Adventskerze geworden, wer hätte das gedacht…

 

Ein typischer Montag

Montag 11.12.17 (Antonio)
Das war ein Montag wie er im Buche steht.

Heute ging es mir nicht besonders. Ich fühle mich müde, ausgelaugt, lustlos und eben appetitlos.
Nach der einigermassen guten Nacht, ausser dem Föhnsturm draussen, stand ich so gegen 7 Uhr im Wohnzimmer. Immer noch stürmte es stark.
Ich machte mir mein Müsli, schluckte die Pille und wartete bis der Kaffe fertig war.
Ab sofort war klar, das kann kein kein besonders guter Tag werden! Ein kleiner Schluck vom Kaffee und dann war schon mal Schluss! Keine Chance den zu trinken! Das gibt es doch gar nicht.  Jonu, dann halt nicht!

Ich hatte mir für heute selber ein paar Ämtli auferlegt und die hab ich dann auch gleich so gut wie möglich erledigen können, ausser kochen für meinen Schatz. Unmöglich heute für mich! Nur schon der Gedanke ans Essen!

Als Silvia dann nachhause kam, bekochte sie sich selber. Der Risotto köchelte vor sich hin und der Duft in der Luft schnürte mir die Kehle zu. Kaum zu fassen. Dennoch versuchte ich ein bisschen zu essen, ich wusste ja, dass es nicht am Essen lag sondern an mir. Tatsächlich ging es dann nicht schlecht und ich wagte sogar noch nachzuschöpfen. 

Am Nachmittag ist Frank zu Besuch gekommen.Cool war’s mit dir ein bisschen zu plaudern und übrigens, der Bart steht dir wirklich gut, noch ein kleines bisschen länger und du kannst als Weihnachtsmann auftreten dieses Jahr 

Nach dem Frank sich verabschiedet hatte war für mich nur noch Sofa und warme Decke angesagt.

Langsam aber sicher sehne ich mich nach dem Gefühl, wenn einem das Wasser im Mund zusammen läuft und man so richtig gluschtig wird auf’s Essen.  Ach wie vermisse ich das!
Mir bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen, dass es bald wieder kommt.

Ist das Zufall? Das heutige Sprüchli passt ja sowas von zu diesem Tag! Unglaublich.

Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat.

Geht es abwärts?

Dienstag, 12.12.17 (Antonio)
Die erste Nacht, in welcher ich durchschlafen konnte bis um 6:30 Uhr, herrlich 🙂
Guten Morgen Welt.

Doch im Moment ist mir nicht nach feiern. Heute ist es noch schlimmer als gestern; noch müder, noch kraftloser! 
Ich vermute, dass es daran liegt, dass ich im Unterbewusstsein realisiert habe nicht mehr zu Chemo gehen zu müssen und möglichst schnell auf die Beine zu kommen zu müssen. Sprich mein Körper hat sich gehen lassen und will nur noch in Ruhe gelassen werden.

So verbrachte ich den Morgen auf dem Sofa mit Nichtstun!
Trotzdem zwang ich mich vor dem Mittag auf, um etwas für Silvia zu kochen. Nur schon der Gedanke an Essen schnürte mir alles zu. 

Da wir noch Kartoffeln hatten, die verarbeitet werden wollten, wagte ich ein Auflauf zu machen.
Ich kann mich nicht daran erinnern jemals so was gemacht zu haben, denn das ist Silvias Spezialität.

Also ab in di Küche und geschaut was es denn so gibt um dazu zumischen.

Ich beschloss einen Katoffelauflauf mit Morcheln zu machen.
Die getrockneten Morcheln habe ich zuerst eine Weile in Milch gelegt bis sie aufgeweicht waren.
Dann mit kaltem Wasser abgewaschen und anschliessend die Milch durch einen Kaffefilter fliessen lassen.
Die Kartoffeln in dünne Scheiben geschnitten und zusammen mit etwas Käse und die Morcheln in einer Auflaufform verteilt. Alles mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und ein bisschen zu viel Cala Chili gewürzt und die gesiebte Milch drunter gemischt und ab in den Ofen damit.

Als Silvia dann die Haustür öffnete, machte sie grosse Augen. Sie war genau so erstaunt wie ich, dass ich was gekocht habe. 
Als ich den Auflauf auf den Tisch stellte, machte es mich noch nicht an mich daran zu versuchen.
Doch ein Löffel voll nahm ich auch und es ging dann doch gut mit essen, ausser eben das es ein klitzekleines bisschen zu scharf für mich geraten ist.
Für Silvia ist Schärfe nicht so ein Problem, würzt sie doch auch immer recht gut. Ihr hat es anscheinend gut geschmeckt, denn die Form war sowas von leer   und meine Premiere anscheinend geglückt.  (oh ja, das kann man wohl sagen ;P)

Zum Dessert gab es noch ein paar Stückli vom Merz, welche Frank gestern mitgebracht hatte.
Einen Kaffe dazu hatte ich auch auf dem Tisch, doch das will auch noch nicht so recht. Ein Schluck davon hat mir genügt, den Rest musste Silvia austrinken.

Nachdem die Küche wieder sauber war, legte ich mich aufs Sofa während Silvia neben mir noch für die Schule arbeitete. 
Ich glaube innerhalb kürzester Zeit war ich am Pennen und bemerkte nur am Rande, dass Silvia wieder zur Arbeit ging.

Ich erwachte so gegen 16:30 Uhr und war müder als vorher! Nicht zu glauben!
Gegen 19 Uhr zauberte mein Schatz das Nachtessen auf den Tisch. Ich immer noch ohne Appetit. Schon der Geschmack in der Luft während des Kochens stellte mir wieder alles ab, doch auch das z’Nacht hab ich versucht und ein paar Bissen gegessen.

Ja ich bin froh, wenn sich das wieder einrenkt. Kommt Zeit kommt Rat oder so?

Also bleibt nur noch das Sprüchli für heute:

Es gibt keinen Grund zurück zu schauen, wenn soviel Gutes vor dir liegt!  

Erstens kommt es anders…

Mittwoch, 13.12.17 (Antonio)
Auch diese Nacht hab ich gut geschlafen, zwar nicht ohne Unterbrüche aber was soll’s.
Heute ging’s mir nicht viel besser als die letzten Tage aber wenigstens stimmte das Wetter. Mit einem blauem Himmel und keinen Wolken hat der Tag angefangen.

Silvia hat sich für das Mittagessen abgemeldet, was mir nicht so viel ausmachte, also das Nicht-kochen-müssen meine ich. Ich mag eh nicht essen.

Gegen 10:30 Uhr klingelte mein Handy. Jürg an der anderen Seite. Er war aufgebracht und ganz entsetzt über unseren Wohnort! Er sei auf der Autobahn und schaue Richtung Trimmis und sehe nur Schatten!
Na ja, die Sonne kommt schon noch. Das Fürhörndli ist noch zwischen der Sonne und Trimmis.
Er quatschte und quatschte und gab mir einen Auftrag nach dem anderen durch. Dabei musste ich ihm auch noch versprechen alles einzuhalten!

Zum Einen wollte er, dass ich mir zu Mittag einen Tomaten Mozzarella Salat machen soll und wenn ich keine Tomaten hätte, die „schnell“ im Dorfladen holen soll! Scherzkecks, schnell geht bei mir im Moment gar nichts! 

Zum Zweiten musste ich ihm mein Wort geben, dass ich am Nachmittag einen Spaziergang machen muss. Ok, bei dem Wetter wollte ich sowieso mal raus, also konnte ich’s ihm gut versprechen.

Irgendwann wurde mir klar warum er mich so vollquasselte; er wollte nur seine Angst vor seiner bevorstehender CT-Untersuchung, vor allem aber vor der Spritze, die er erhalten wird ablenken. Arma Jürg, ich konnte es nachvollziehen. Ich wünschte ihm alles Gute und dass er das schon schaffen wird 😉

Danach ging ich wieder meinen Ämtli nach bis ich dann doch etwas Hunger kriegte.
Also ab in die Küche. Tomaten hatte ich, Mozzarella nicht. Das brauche ich auch nicht, gibt ja andere Möglichkeiten wie: Hüttenkäse, Ton, Senffrüchte, Maissalat. Das wollte ich machen.

Kaum waren die Tomaten geschnitten, kam eine WhatsApp von Jürg:
Jürg: Isch a grichtet?
Ich: Nai, no nit grad
Jürg: Wetsch no öpis vor Chickeria?
Ich: Hmmm… kenn mich nit us was es döt git!
Jürg: Ok ich bring futter mit!

Na das war Mal eine Ansage. Also habe ich noch einen Teller mit Tomaten und Maissalat angerichtet und war gespannt was da kommen wird und ob ich dann überhaupt was runter kriegen werde.

Kurze Zeit später stand er mit dem Futter vor meiner Haustür und schon war angerichtet.
Einmal Poulet-Flügeli, einmal Poulet-Drums und zwei mal Pommes.

Herrlich, ich hatte keine Geschmacksprobleme während dem Essen und ich war erstaunt wie lecker das war. Ich glaube ich muss wieder mal in die Chickeria, vielleicht sogar mal einen Hock da organisieren?

Es war ein sehr unterhaltsamer Mittag und nun kenne ich Jürg nicht nur von aussen, nein, auch wie er innen aussieht weiss ich nun ganz genau.
Er hat von seinem CT eine CD erhalten und die haben wir zusammen angeschaut. Sehr interessant und spannend die Aufnahmen.
Vielleicht bekomme ich auch eine solche CD als Erinnerung an Günther.

Nach dem Dessert musste er wieder zur Arbeit und mich hat der nochmals daran erinnert, dass wir noch eine Abmachung haben. Klar doch, ich freute mich ja auch auf den Spaziergang.

Nachdem die Küche wieder anschaulich war, verpackte ich mich in warme Klamotten und gegen 13:30 Uhr machte ich mich auf den Weg.
Erst wollte ich einen Dorfrundgang machen, doch ich entschied mich in die Natur zu gehen.
War das schön durch den Schnee zu gehen.
Doch leider verabschiedete sich die Sonne schon bald hinter den Wolken.
Ja ich gebe es zu, ich hab es auch dieses Mal wieder ein bisschen übertrieben aber so langsam wie ich mich bewegte, konnte gar nichts schief gehen. Ausser überfahren zu werden von einer Schnecke, was im Winter zum Glück sehr unwahrscheinlich ist 😉

 

Nach 4.34 Km und 1:25 Std. war ich wieder in der warmen Stube.
Die war mir aber dann doch nicht warm genug. Sodass ich mich subito unter eine heisse Dusche stellte. Was für eine Wohltat!

Ich war grad fertig als Silvia zur Haustür reinkam. Sie wollte mich eigentlich abholen um mich noch ein wenig an die frische Luft zu begleiten. Zum Beispiel nach Chur an den Rheindamm um noch zwei Caches zu suchen.
Ich sagte ihr gleich, dass ich nach meinem „langen“ Spaziergang nicht mehr die Kraft habe.
Sie dachte halt, dass ich mich noch nicht aus dem Haus bewegt hätte und war natürlich erstaunt und zufrieden über meine heutige Aktivität, genau so wie ich selber auch.
Ihr war es auch recht so, denn sie hatte auch einen langen Spaziergang hinter sich, da sie und Marlena es schade fanden, bei dem Wetter ins Hallenbad zu gehen.

Meine Wädli machten sich jetzt schon bemerkbar, so gab es noch eine Portion Perskindol.
Danach hab ich mir das wohlverdiente Sofa gegönnt. Bin gespannt wie es mir Morgen geht mit dem Muskelkater.

Nach dem Nachtessen gab es nur noch ein wenig TV rumgezappe bis wir zusammen, etwas früher als sonst ins Bett huschten. War ein anstrengender aber schöner Tag.

Halte dir jeden Tag dreissig Minuten für deine Sorgen frei und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.

Guat Nacht zämma.

Banges warten ist angesagt

Donnerstag, 14.12.17 (Antonio)
Ein guter Morgen fängt normalerweise nicht mit Schmerzen an, die einem das Aufstehen so erschweren:
Ja du ahnst es, der Muskelkater hat sich in meinen Wädli bequem gemacht! Die Strasse war doch etwas zu steil gewesen.
Jonu, jetzt ist er da und ich muss einen Moment mit ihm leben. Dennoch hab ich ihm als erstes gleich eine Dosis Perskindol verpasst, mal sehen wie es im bekommt 🙂

Heute schneit es relativ stark und am Nachmittag darf ich ins Kantonsspital zur Blutprobe und in die Sprechstunde, doch leider erst um 16 Uhr.

Ich habe uns heute ein Weihnachtsgeschenk gegönnt und ein Fotobearbeitungsprogramm gekauft. Fragst du dich wieso uns? Ganz einfach, Silvia und ich teilen uns die App-Einkäufe. Das heisst, wenn ich was kaufe kann sie es kostenlos mitbenutzen, weil sie als Familienmitglied bei mir registriert ist. Coole Sache finde ich.

Somit war mein Morgen auch gelaufen mit dem Erkunden und Ausprobieren des neuen Programms. Eins wurde mir sofort klar, so schnell werde ich das nicht lernen.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Zeit wie im Fluge verging oder? Schwups und schon war bald Mittag und somit stellte sich die Frage: was kochen?

Also wieder mal ab in die Küche, Kühlschrank auf und mal geschaut was wir denn da noch so haben.
Ich hätte zwar Lust auf Spaghetti, aber da Silvia im Moment lieber etwas glutenarmes bevorzugt, schaute ich nach Alternativen.
Im Angebot stand Reis, Lauch und noch ein paar Morcheln. Also ran an die Sachen.

Zuerst die Morcheln in Wasser aufgeweicht.
Dann den Reis in einer Pfanne bei kleiner Hitze zugedeckt kochen lassen. In der Zwischenzeit den Lauch und eine Zwiebel vorbereitet.
Danach machte ich noch ein bisschen Kräuterbutter.
Butter, Knoblauch, Schnittlauch, Peterli und diverse Gewürze, ja nach Lust und Laune halt und dann alles in einer Schüssel mit dem Mörser fein zerdrückt und zur Seite gelegt.

Eine Bratpfanne mit etwas Oel erhitzt, zuerst den Lauch und die Zwiebeln angebraten, dann die abgetropften Morcheln dazu gegeben. Zum Schluss den Reis und der Kräuterbutter untergemischt und auch noch kurz mitgerbraten, fertig! Anscheinend war es nicht schlecht, jedenfalls ist nichts übrig geblieben 🙂 (es war sogar verd…. lecker :-P, ich glaub wir müssen die Rollenverteilung in der Küche so beibehalten).

Da es immer noch stark schneite und Silvia noch eine Weihnachtsfeier hatte, habe ich sie hingefahren.  Die Strassen waren nicht grad gut geräumt, aber das ist halt im Winter so.

Da ich ja noch einen Termin im Kantonsspital hatte und Silvia auch mit wollte, habe ich sie kurz vor 15 Uhr wieder abgeholt.
Ja, mein Termin war erst um 15:45 Uhr, doch wollte ich nicht vor der Tür parken. Mein Plan war das Auto oben beim Waldhausstall abzustellen und dann runterzulaufen. Nach der Sprechstunde dann eine grössere Schleife über das Fontanaspital wieder zurück.

Natürlich kam es anders als geplant.
Wir waren viel zu früh, also Planänderung.
Die Schleife als erstes gemacht. Doch wir waren auch so immer noch zu früh, also erweiterten wir kurzerhand den Spaziergang noch ums ganze Kantonsspital.

Herrlich bei dem Schneefall und ausserdem sind wir an Wegen und Gassen vorbeigekommen, die wir noch nie gesehen haben. Aber ich war dann doch sehr froh im Spital angekommen zu sein und das fast auf die Minute genau.

 

Zuerst musste ich einen Finger hinhalten um etwas Blut für die Werte abzugeben, eine kurze Sache. Dann ging’s in den 4. Stock zur Onkologiesprechstunde.

Mein Arzt war zufrieden mit mir, ich mit mir natürlich auch.
Und nun beginnt das lange Warten. Jetzt muss sich mein Körper zuerst wieder aufbauen um dann zu schauen was denn von Günther und c/o noch übrig geblieben ist.
Zur CT-Untersuchung kann ich Mitte Januar antreten. Das ist eine lange Zeit wenn man auf etwas wartet. Ist ein bisschen wie wenn man weiss, dass man ein Geschenk bekommt aber man es nicht öffnen darf!
Tja, da muss ich durch und auch die Warterei wird vergehen, wie alles vergeht im Leben.

Nach der Sprechstunde sind wir zurück zum Auto spaziert. Da ich die Thrombosespritzen bis mindestens anfangs Januar noch nehmen muss, aber gestern die letzte aus der Packung genommen hatte, mussten wir noch Nachschub holen im Chur West. Da konnten wir gleich noch ein paar Einkäufe tätigen und mit Regina ein bisschen plaudern 🙂

Dann mussten wir uns beeilen. Silvia hatte nämlich für den Abend im Forum Würth zwei Plätze  für die Sonderveranstaltung mit  Robert Indermaur reserviert. 
Die war sehr interessant, doch mussten wir sie etwas früher als geplant verlassen. Nein, nicht weil es mir schlecht ging oder so, abgekündigt war das Gespräch bis 19:30 Uhr und wir haben mit Ady im Lacuna Restaurant abgemacht um eins zu trinken. Ok, wir hatten auch Hunger.
So verspäteten wir uns um 15 Minuten! Sorry Ady. 

Silvia bestellte sich Pouletflügeli mit Pommes und Salat und ich hatte Lust auf ein Schnitzel mit Pommes. 
Wir warteten relativ lange bis das Essen kam, ca. 45 Minuten waren es, aber als es dann vor uns stand wurde die Warterei verziehen. 😉 Sah lecker aus und schmeckte uns auch sehr gut.

Mit viel Verspätung kriegte ich dann auch meine Spritze zu Hause verpasst. Aber lieber spät als nie! (Das war jetzt geschwindelt!)

Und was sagt das heutige Sprüchli:

Du kannst dein Leben nicht verlängern, aber du kannst jeden Tag verschönern.

Wenn der Spruch nicht was Wahres hat.

Es geht auch wenn du denkst es geht nicht

Freitag, 15.12.17 (Antonio)
Guten Tag,
herjessas, ich konnte diese Nacht fast nicht aufstehen! Oder besser gesagt zum WC laufen! Mein Wädli fühlte sich an, als ob es einen Dauerkrampf hat. Dieser Kater sitzt aber sehr tief!
Gegen 6 Uhr war ich wieder hell wach, konnte aber nochmals kurz einschlafen bis um 7, dann war Schluss und ich zögerte das Aufstehen noch ein bisschen heraus, spürte ich doch mit liegen den Kater nicht 🙂

Als ich mich dann doch überwinden konnte, steuerte ich zuerst die Tube Perskindol an und schmierte mir eine Ladung auf’s Wädli.
Dann machte ich Frühstück und danach? Logisch, Beine hochlagern und meine Regenerierphase auf dem Sofa starten.

Silvia ist in der Zwischenzeit auch aufgestanden und hat sich für die Schule bereit gemacht.
Ich hab die Zeit wieder mal total vergessen mit dem Studieren des neuen Bildbearbeitungsprogramms.

Ein Anruf von Jürg holte mich dann wieder zurück in die Gegenwart, ich meldete mich mit den Worten:
Nei, i gon hüt nit go laufa!

Das hat er, glaube ich, gar nicht geschnallt. Er meinte nur, dass ich schon wieder im Schatten sitze und ihn blende gerade die Sonne auf der Autobahn! Ein Déjà-vu?!?!
Kurze Zeit später zeigte sich auch schon die Sonne!

Und ich hab es ihm nochmals gesagt; mit dem schmerzenden Wädli gehe ich nicht raus, jeder Sportler braucht schliesslich mal eine Erholungspause 🙂
Erstaunlicherweise hat er da nicht widersprochen.

Und schon war wieder Zeit etwas Essbares vorzubereiten.
Ich hatte keinen Plan!
Stand in der Küche und ganz viele Fragezeichen kreisten über meiner Glatze! Schon wieder Reis? Stocki?
Hmm… Omletten, das wär’s doch, dachte ich mir und schon machte ich den Teig. So Omletten mit diversen Konfis , Nutella, Honig, Zimt und Zucker, Lachs und für ganz verrückte, mit Rollmöpsen! (ich bin es nicht!) (Hey, das war im Fall mega lecker!)

Irgendwie hab ich mich aber in der Menge vertan! Viel zu viele Fladen sind von dem bisschen Teig entstanden.
Ist aber nicht so schlimm, denn aus den Resten machen wir dann Goisch. Eine Spezialität von Vals .

Tja und jetzt kommt’s, da die Sonne sowas von hell leuchtete heute, bat ich Silvia mich ein Stück  Richtung Zizers mitzunehmen, um mich dann oberhalb vom Rappagugg abzuladen damit ich zurück nach Hause spazieren kann.
Wäre ja wirklich eine Schande gewesen, nicht ein bisschen frische Luft und Sonne zu tanken bei dem Wetter.

Anfangs hatte ich schon Mühe zu gehen, doch es ging. Leider hab ich irgendwo eine Abzweigung verpasst und hab viele unnötige Höhenmeter gemacht.
Es war trotzdem sehr schön und ich hatte zwischendurch ganz komische Gedanken.
Ich hab mich gefragt warum ich mich eigentlich gegen Krebs behandeln lassen habe! Oder besser gesagt, ganz allgemein, warum lassen sich die Menschen behandeln? Das wäre ja auch eine natürliche Regulierung des menschlichen Daseins oder?

Diese Gedanken kommen nicht ganz von ungefähr. Ich habe gestern eine Sendung über eine Tierart gesehen, welcher es sehr gut geht. Da werden die schwachen, kranken und von der Mutter verlassenen Tiere eingesammelt und aufgepäppelt bis sie stark genug sind wieder ausgesetzt zu werden.
Ein Mann hat das für unnötig eingestuft, da es eben die natürliche Auswahl sei. Nur die Starken überleben. Das sind halt so Gedanken. Krass eigentlich!

   

Kaum war ich nach 1,5 Stunden wieder zuhause, klingelte das Telefon, Jürg am anderen Ende, ob er zum Kaffee kommen dürfe. Ich antwortete: “ Klar, bin auch grade von einem Spaziergang zurück :-).“ Es hat im grad die Sprache verschlagen, zumindest fast 🙂
Es reichte mir gerade noch eine Waschmaschine zu füllen und diese zu starten bevor er vor der Tür stand. So verbrachten wir den Rest des Nachmittags mit Käffala und Plaudern.
Dann gesellte sich auch Silvia zu uns, schon wieder wurden Projekte geschmiedet was wir zusammen noch so machen könnten. Das Iglu Projekt klang recht spannend, doch ist es eher etwas für nächsten Winter. 

Als Jürg sich verabschiedete, machte sich Silvia langsam bereit für den Ausgang. Sie hatte heute die Weihnachtsfeier („Schon wieder?“ „Ja, schon wieder, ich hab halt verschiedene Feiern…:-„) Ich durfte sie chauffieren „Bring und hol Service :-)“

Ich habe mir ein einfaches z’Nacht gezaubert. 

Toastbrot gemacht, dazu Lachs, Kapern, Käse, Senffrüchte, Sardellen und eine Cola 🙂 und dann war ich voll!

Ja es geht mittlerweile nicht schlecht mit dem Essen, wenn ich mal angefangen habe geht’s, zum Glück.

Ob das heutige Sprüchli auch was treffendes auf Lager hat?

Ich wünsche dir, dass du dir Zeit nehmen kannst für die schönen Momente

Cachen, Schnee, Unfall, Essen, von allem etwas

Samstag, 16.12.17 (Silvia)
Der heutige Tag hat mehr Bedeutung als man denken würde. Es ist nicht einfach nur ein Samstag, nein, heute sind wir zum Abendessen eingeladen. Auf dieses Essen haben wir uns die ganze Woche. Für Antonio war es der Anlass, der ihn motivierte um zu versuchen wieder möglichst fit zu werden bis heute.
Dazu beigetragen hat aber vor allem auch das gute Coaching von Jürg. Ja das war echt super, danke dafür!

Zum Essen dann später mehr. Erst mal der Reihe nach.
Ich hatte noch ein paar Aufsätze zu korrigieren, was ganz schön zeitfressend war, zudem wollten noch Weihnachtskärtchen und ein neues Adventsbild erstellt werden. Photoshop half mir etwas dabei (in das neue Programm lese ich mich dann mal ein, wenn ich wieder Zeit habe) und Antonio hatte auch noch allerhand zu tun.

Draussen schneite es wie verrückt, weswegen wir uns rechtzeitig auf den Weg machen wollten, denn wir hatten noch etwas für einen neuen Cache abzuholen…
Das Essen war auf 19:00 Uhr in Rapperswil in der Himmapan Lounge angesetzt.
Wir waren viel zu früh in der Gegend. Hmmm,….. wir könnten uns noch einen Zvieri gönnen. Die Erinnerung an eine Bäckerei, die wir schon mal besucht hatten führte uns nach Schmerikon.
Vor dem Laden, während dem einparken, glaubten wir zu sehen, dass die Verkäuferinnen die leckeren Sachen wegräumen. Neeeeiiiinnn, die schliessen jetzt aber nicht den Laden, wenn wir kommen, oder? Pum! Hups, was war das? Sch….

Antonio stieg aus dem Auto. Was war das jetzt? Vor lauter Angst nichts mehr zu bekommen, hatten wir das Rückwärtsfahren vergessen. Bzw. vergessen, dass wir am Einparken waren und eben rückwärts fuhren.

Der Besitzer hatte das Ganze auch noch beobachtet und stand fast zeitgleich mit Antonio hinter dem Auto. Gemeinsam inspizierten sie sein Auto. Zum Glück hatte es keinen Schaden gegeben. An keinem der beiden Wagen war was zu sehen.
Ja so schnell kann’s gehen. Glück gehabt, dass nichts passiert ist.

Über den Schock mussten wir schon noch ein Stück Kuchen essen. Der andere Autobesitzer zwinkerte uns zu, dass wir noch eine Stunde Zeit hätten für den Kuchen, da die Bäckerei erst dann schliesst. Peinlich…..

Nach dem leckeren Imbiss holten wir noch einen Cache, der in der Nähe lag und fuhren dann den Berg hinauf um eben das Besagte Teil für den nächsten „Weisst du was ich war?“ Cache zu holen welcher Antonio seit Monaten suchte und dann endlich auf Ricardo ersteigern konnte…dort war tiefster Winter, was wir noch ein paar Minuten vorher nicht hatten glauben wollen. Ja, die Frau am Telefon hatte wirklich recht.

  

Nun hatten wir etwas Zeit herausgezögert, waren jedoch noch immer früh dran. Am Ziel angekommen, richteten wir uns im Auto ein, legten uns noch etwas hin, und hörten Musik. Dann liessen wir uns vom Navi etwas an der Nase rumführen, so dass wir plötzlich nicht mehr so früh dran waren.

Im Restaurant angekommen, waren die anderen (das waren meine Eltern und mein Bruder mit Frau) bereits dort.

Das  Thai-Essen war himmlisch. Mein Vater hatte das Menu, welches bei Mini Beiz-dini Beiz damals angeboten wurde, bestellt. Sehr gute Wahl kann ich nur sagen. Antonio konnte gar nicht genug bekommen. Er hätte gern noch etwas mehr gegessen. Ja, da geben wir fürs Ambiente und das Essen mindestens 9 Punkte 😉

Nach dem gemütlichen Abend gab’s noch eine kurze Fotosession, bevor wir es uns in unserer fahrbaren Zweitwohnung gemütlich machten. Danke für die Einladung, Mami und Papi!

„Aus jedem Tag das Beste zu machen, das ist die grösste Kunst.“

Zwei lange Spaziergänge mit einem gelungenem Abschluss

Sonntag, 17.12.17 (Silvia)
Ob wir gut geschlafen haben? Hm,…also ich mittelmässig, Antonio etwas besser. Um 8:15 Uhr starteten wir in den neuen Tag. Antonio hat online eine Bäckerei gesucht, in welcher wir frühstücken können. Nicht weit weg wurden wir fündig und so spazierten wir dort hin. Komischerweise wurde die angezeigte Zeit immer länger. Ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass wir dann halt wieder zurück am Auto vorbei in die andere Richtung gestolpert sind.

Am Ziel gab’s zwei Varianten von Frühstück. Wir nahmen je eins. Lecker war’s.
Trotz der Kälte beschlossen wir, den Spaziergang noch etwas auszudehnen und ein paar Caches zu besuchen. Dabei umrundeten wir den Zoo, in welchem wir beide noch gar nie waren, nicht mal als Kind.

 

Weils so schön war in der Kälte rumzuwatscheln, gab’s in der Nähe noch einen zweiten Spaziergang, dessen Wegführung von Dosen gegeben war.
Eine ganz cooler Cache war der Der Froschkönig vom Stampf, wie du sehen kannst bin ich alleine gekommen, hab einen Frosch getroffen und bin mit einem Prinzen gegangen 😉

So, nun reicht’s aber für heute. Ab nach Hause. Das war der erste Plan, doch auf dem Weg kam Antonio die Idee, diesen durch einen kleinen Umweg noch etwas zu optimieren. Im Rosenhügel angekommen suchten wir was Leckeres aus und schlossen so unseren Ausflug ab.

Da ich zu Hause noch viel Arbeit mit Brichtli schreiben und gestalterischen Vorhaben zu tun hatte, stellte sich nach einer Ruhepause und etwas Reviewerarbeit Antonio in die Küche und kochte auf Anweisung. Das war mal was ganz Spezielles. Irgendwie witzig.

Ja das war’s für diese erste Woche nach der letzten Chemo.

„Oft ist es besser auf den Bauch zu hören, als den Kopf einzuschalten.“

Fortsetzung Nummer 9 folgt in ca. einer Woche.

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