Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag

Dienstag 27.06.17 Der zweite Tag

Vor dem Tag zwei kommt bekanntlich die Nacht davor. Die war nicht gerade berauschend. Um 4:00 Uhr wurde ich wach, denn ich muss wohl irgendetwas gegessen haben, was mir nicht so gut tat.
Im selben Moment machte ich mir Gedanken wie das morgen respektive heute werden wird mit einem rumorenden Bauch.
Doch zum Glück konnte ich danach nochmals ein Stündchen schlafen.

Heute durfte ich sogar ein bisschen ausschlafen, eine halbe Stunde länger als am Vortag. Um 6:30 Uhr war Tagwache, um 7:15 Uhr gab es das erste Briefing damit wir pünktlich um 8:00 Uhr  losfahren konnten.
Davor suche ich noch einen von den beiden Honda-Ärzten auf, die uns begleiten, um zu fragen, ob sie mir Kohletabletten hätten, natürlich war das der Fall und so konnte ich beruhigter in den zweiten Tag starten.

Wie auf dem Plan zu sehen ist, ist die heutige Etappe 463 km lang und wir werden circa 9 Stunden und 40 Minuten unterwegs sein. Dazu kommen drei Fährenüberfahrten und drei Tankstopps. Wir wurden von der Honda Crow gebeten, dass wir zügig ohne Stopps zur ersten Fähre und geschlossen in Dreiergruppen fahren sollen, denn die Fähre werde nicht auf uns warten.
Die erste war kein Problem, doch die zweite Fähre erwischten wir wirklich nur noch in der letzten Sekunde, was für ein Nervenkitzel.
Knapp an Bord und schon wurden die Klappen geschlossen und los ging’s.
Doch plötzlich meinte Kay, schau mal die Luke vorne geht auf, wie werden sinken!
Ja das fand ich nicht so lustig, aber er hatte recht! Was geht hier vor??!!??

  

Das Schiff immer noch auf See und die Luke voll offen! Ach du meine Güte, wenn das nur gut geht!
Da du das jetzt lesen kannst,  ist es ja gut gegangen. 🙂 Zum Glück!

Nachdem wir die Horrorfähre verlassen hatten, durften wir bis zum geplanten Fotoshooting frei fahren.
Dort angekommen war es Mittagszeit, so naschte ich vorsichtig  an der Lunchbox, oder besser gesagt an deren Inhalt.
Nachdem die offiziellen Fotos von Honda gemacht waren, habe auch ich ein paar Bilder geschossen und zwar vom Rockstar Kay Brem 😉 Erst glaubte ich, dass er mich danach gleich erwürgen wollte, doch dem war (schon wieder zum Glück) nicht so.

   

So, nun aber fertig mit Fots schiessen, weiter geht’s. Auch heute bildeten Kay, Jerome und ich wieder eine Gruppe, dann das passte gestern ganz gut mit uns dreien.

Wir waren uns nicht sicher ob wir die Regenklamotten anziehen sollen. Ich war der Meinung, positiv denken, das hilft und so verzichteten Kay und ich auf zusätzliche Klamotten. Das war auch gut so. Es regnete zwar immer wieder, aber nie so stark, dass man sich Gedanken darüber hätte machen müssen.

Ein langer Weg liegt noch vor uns…
Nachdem wir unsere Bikes wieder Vollgetankt hatten, sattelten wir wieder die Africa Twins und krusten durch die schöne Landschaft. Die Honda knattert gemütlich und zuverässig vor sich hin und sogar ein Tunnel unter dem Meer konnte ihr nichts anhaben 🙂 (Tunnelnamen vergessen)

Kay wollte plötzlich eine Pause machen und hat angehalten. Hmmm… Pause ist ja ok, aber ein Cacher macht da Pause, wo es auch was zu suchen gibt und so düste ich alleine weiter bis ich ein schönes Plätzchen an einem See gefunden hatte.
Als ich das tat konnte ich zwei Fliegen auf einmal schlagen, zum Einen schöne Bilder von der Honda machen und zum Anderen ein Geocache einsammeln.


Als ich beides gemacht hatte, kamen auch meine Kumpels schon angebraust und wir konnten wieder gemeinsam bis zur letzten Fähre für heute fahren.
Hey, diesmal  mussten wir nicht pünktlich sein, denn alle 10 Minuten fährt eine. Auch hier kamen wir gerade noch rein und die Klappe schloss sich und los ging’s.
Doch plötzlich rumpelte es hinter mir. Ein Motorrad war umgekippt, so sehr schaukelte das Schiff. Schnell wurde das Motorrad wieder aufgestellt und im selben Moment rumpelte es auf der andren Seite. Ein Motorrad nach dem anderen kippte  um. Ein richtiger Dominoeffekt löste sich aus: Eins, zwei, drei, das  vierte war meins, doch ich stand genau richtig und konnte meins  gerade noch festhalten und das danebenstehende auch. Zum Glück waren die Biker schnell an Ort und Stelle, denn lange hätte ich die Motorrräder nicht halten können.
Bis wir wieder an Land waren, hütete jeder brav seine Africa Twin.

Unterwegs gab es dann noch eine Überraschung von der Crow; eine heisse Suppe und Kaffe, voll cool (über das Wetter, bzw. die Temperaturen sagt das wohl alles).
Das war’s dann auch schon fast. Da wir den gelanten Offroad-Teil nicht machen konnten, fuhren wir frei bis nach Trondheim wo unser Hotel liegt.
Zuvor mussten wir nochmal tanken.
Da die Tankstelle sich in einer Baustelle sich befand und die Strassen auf dem Navi nicht mehr so angezeigt wurden wie sie sollten, gab es ein riesen Chaos.
Ich hab mich sowas von Verfahren in der Stadt, aber schlussendlich mit eine Kehrtwendung über eine Grünfläche, wofür hat man denn ein Offroad-Motorrad, fand ich das Hotel dann doch noch.

Nach dem Abendessen machte ich noch einen Spaziergang durch das Städtchen. Einerseits um ein paar Caches zu suchen, andererseits um den schönen Abend ausklingen zu lassen.

Reiseverlauf:

Nordkap SPECIAL Expedition… Vorfreude
Nordkap SPECIAL Expedition… Bereit!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Anreise.
Nordkap SPECIAL Expedition… der Start, Tag eins.
Nordkap SPECIAL Expedition… zweiter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… dritter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… vierter Tag.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag fünf.
Nordkap SPECIAL Expedition… der sechste Tag und Nacht.
Nordkap SPECIAL Expedition… Tag sieben.
Nordkap SPECIAL Expedition… Ziel erreicht!
Nordkap SPECIAL Expedition… Die Rückreise.

 

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